Wechselhaftes Wetter bot der erste Trainingstag zum Großen Preis von Österreich am Red-Bull-Ring. Die Bestzeit in beiden Trainings markierte der Führender in der Formel 1-Weltmeisterschaft Nico Rosberg von Mercedes AMG F1 vor seinem Teamkollegen und aktuellem WM-Verfolger Lewis Hamilton. Auffallend war die deutliche Verbesserung der Rundenzeiten gegenüber jenen aus den vergangenen Jahren.

Der Grund dafür ist einfach: für das diesjährige Rennen ist die Strecke in Spielberg mit neuem Asphalt überzogen worden, der extra noch einmal aufgeraut wurde. Mit 1:07.373 min im Training am Freitagvormittag unterbot Rosberg den offiziellen Rundenrekord (für diesen zählen nur Runden aus dem Rennen) von 1:08,337 min, den der Rekordweltmeister Michael Schumacher im Jahr 2003 aufgestellt hat. „Ich halte Zeiten unter 1:07 min für durchaus realistisch“, meinte der ehemalige Formel 1-Pilot und Fernsehkommentator Alexander Wurz, der bis heute letzte Österreicher mit einer Podiumsplatzierung in einem Formel-1-Rennen (Dritter beim Großen Preis von Kanada 2007).

Abflüge ohne Folgen und die „Kerbsgate“-Affäre von Verstappen

Der erste Trainingstag war von wechselnden Wetterbedingungen gekennzeichnet. War am Vormittag die Sonne noch teilweise vorhanden, so öffnete der Himmel seine Schleusen kurz nach Beginn des zweiten Trainings am Nachmittag. Dies hatte eine Trainingsunterbrechung nach etwa zehn Minuten für rund 35 Minuten zur Folge. Gekennzeichnet war die zweite Trainingssession von einigen Drehern.

Den Auftakt machte der finnische Ferrari-Pilot Kimi Raikkönen, der von der Strecke rutschte und nur dank seiner ganzen Routine den Anprall an die Streckenbegrenzung verhindern konnte. Es folgten der britische Renault-Pilot Jolyon Palmer und der mexikanische Österreich-Liebhaber Sergio Perez von Force India („Dieser Grand-Prix ist einer meiner liebsten im Kalender“). In der zweiten Hälfte der 90-Minuten-Session am Nachmittag wurde wieder normal trainiert, wobei einige Teams Tests auf den Ultra-Soft-Reifen durchführten. Kurz vor Trainingsende verzeichnete dann der zweite Ferrari-Pilot, der deutsche Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel, einen Ausritt. Wie bei seinem Teamkollegen zuvor verlief dieser ohne Schaden an Fahrer und Wagen.

Zu Diskussionen führten die neuen erhöhten Randsteine in Gelb, die ein zu weites Ausholen der Fahrer in den Kurven verhindern sollten. Red-Bull-Jungspund Max Verstappen (Niederlande) riss sich am Freitagvormittag beim Überfahren eines solchen Kerbs den Frontflügel und gleichdarauf einen Teil der vorderen Radaufhängung ab. In der Nacht zum Samstag soll geklärt werden, ob die Kerbs bleiben oder nicht.

Wechselhaftes Wetter auch am Samstag und Sonntag

Das unbeständige Wetter in Spielberg wird sich über das gesamte Wochenende ziehen. Der Samstag wird mit bis zu 27 Grad Celsius noch sehr warm, am Abend folgen aber Gewitter. Am Sonntag wird mit Temperaturen von maximal 21 Grad zu rechnen sein. Laut Meteorologen sind leichte Regenschauer am Sonntagvormittag möglich. Das Rennen selbst könnte bei trockenen Bedingungen stattfinden.

Red Bulls stark wie noch nie in Spielberg, Mercedes-Chef Wolff warnt vor Verfolgern

Eine der wenigen Erkenntnisse aus dem ersten Trainingstag, die möglicherweise sich auch in der Qualifikation am Samstag zeigen könnte, ist der starke Auftritt beider Red Bulls in Spielberg nach einem vorherigen Motorupdate. Nach bescheidenen Auftritten in der vergangenen beiden Jahren war die Performance von Daniel Ricciardo als Fünfter hinter beiden Mercedes und den beiden Ferraris von Vettel und Raikkonen im Vormittagstraining sehr stark. Der zweite Red-Bull-Pilot Max Verstappen zeigte nach dem „Kerbsgate“ am Vormittag mit Platz 7 im Nachmittagstraining auf.

Trotz der neuerlichen Dominanz der beiden Mercedes warnt der Motorsport-Chef Toto Wolff vor der Konkurrenz. Was auf den ersten Blick (von acht Rennen stellte Mercedes siebenmal den Sieger) etwas merkwürdig wirkt, hat bei näherer Betrachtung seine Berechtigung: nur in zwei Rennen erzielte man bei Mercedes einen Doppelsieg. Häufig waren technische Probleme beim amtierenden Weltmeister Lewis Hamilton die Ursache dafür. Für den Grand Prix in Österreich sieht Wolff die Mercedes-Kundenteams neben Ferrari und Red Bull als ernst zu nehmende Konkurrenten. „Force India war zuletzt sehr stark unterwegs, Williams war in den Spielberg-Rennen immer vorne dabei“, so Wolff.

Prognose für die Qualifikation am Samstag

Aufgrund der Tests einiger Teams und der wechselhaften Wetterbedingungen hat der erste Trainingstag am Red-Bull-Ring wenig Aussagekraft. Bei normalen Bedingungen, sprich ohne technische Probleme, werden nach der Qualifikation am Samstag beide Mercedes in der ersten Reihe stehen. Dahinter werden sich Kimi Raikkönen von Ferrari (Teamkollege Vettel wird aufgrund eines Getriebewechsels um fünf Positionen nach hinten versetzt werden) mit beiden Red Bulls, den Force Indias und dem Williams-Team um die Plätze in Reihe zwei matchen.

Tipps

Aufgrund der höheren Anzahl an Pole-Positions in der bisherigen Saison bietet sich der Tipp auf Lewis Hamilton als „Pole-Man“ am Samstag sehr gut an (Quote 2,2 bei bet365.com). Hamilton hat bereits im vergangen Jahr diese Position eingenommen. Bei den Head-to-Head-Duellen in der Qualifikation ist die Quote des britischen Weltmeisters von 2009, Jenson Button von McLaren-Honda interessant. In beiden Freitag-Trainings hatte er gegenüber seinem spanischen Teamkollegen, dem Doppelweltmeister Fernando Alonso, zweimal knapp die Nase vorne. Ein Vorzeichen für den Ausgang der Qualifikation? Wer weiß, bei bet365.com gibt jedenfalls für einen Sieg von Button im Stallduell eine Quote von 2,75.

Tipp1: Lewis Hamilton Pole-Position Quote 2,20 bei bet365.com

Tipp2: Jenson Button Head-to-Head Qualifying Quote 2,75 bei bet365.com

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