Die österreichische erste Bundesliga bzw. die tipico Bundesliga Saison 2015-2016 startet schon früh in 2015. Wir haben für euch aktuelle Vorberichte und eine Saisonvorschau.

Tipps

FK Austria Wien vs SK Rapid Wien 07.08.2016 Tipp

Im kommenden „Heimspiel“ der Austria im Ernst Happel Stadion treffen zwei Teams aufeinander, die sich noch unter der Woche für die nächste Runde der Europa League Qualifikation durchgesetzt haben.

Red Bull Salzburg vs Wolfsberger AC 30.7.2016 Tipp

Der Meister aus Salzburg hat nach der 3-1 Auftaktniederlage in Graz und zudem mit der Doppelbelastung „Champions League Qualifikation“ zu kämpfen. Dennoch soll ohne den verletzten Kapitän Soriano der erste Dreier eingefahren werden.

Admira Wacker Mödling vs SK Rapid Wien 15.05.2016 Tipp

Die Admira kann mit einem Sieg den 4. Platz fixieren während für Rapid die Luft raus und der 2. Platz einzementiert ist. Dennoch steckt viel Brisanz in der Begegnung zumal sich Rapid für einige bittere Saisonniederlagen revanchieren will.

SK Sturm Graz vs SV Mattersburg 11.05.2016 Tipp

Sturm Graz will im Kampf um Platz vier keine Punkte mehr abgeben, die Gäste aus Mattersburg benötigen nur einen letzten Zähler um fix die Klasse zu halten und sind zudem ein Angstgegner der Grazer.

Wolfsberger AC vs Admira Wacker Mödling 11.05.2016 Tipp

Die Admiraner wollen den viertplatzierten Grazern nochmals Parole bieten und den Kampf um Platz 4 auf den letzten Spieltag verlegen. Die Wolfsberger haben ihre Punktejagd noch nicht abgeschlossen – das zeigte auch das 1-1 beim SCR Altach.

SV Grödig vs Red Bull Salzburg 11.05.2016 Tipp

Im möglicherweise letzten Salzburg Derby auf Bundesliganiveau für geraume Zeit spielen die Gastgeber aus Grödig um ein Fußballwunder. Mit sechs Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz hat man bei einem Sieg noch reale Chancen auf den Ligaverbleib.

SV Josko Ried vs SV Grödig 07.05.2016 Tipp

Ein Punkt reicht den Riedern zum Klassenerhalt. Bei einem Auswärtssieg der Gäste würde neben Ried auch noch Mattersburg und Altach um den Verbleib in der Bundesliga zittern.

FK Austria Wien vs Admira Wacker Mödling 07.05.2016 Tipp

Im direkten Duell um Platz 3 will die Austria endlich wieder zuhause brillieren. Die Südstädter sind auswärts immer für eine Überraschung gut – das musste auch Austria´s Stadtrivale Rapid Wien unlängst schmerzvoll feststellen.

Das Abstiegstrio!

SV Grödig

Auf den SV Grödig wartet eine äußerst schwierige Saison. Im Aufstiegsjahr 2013 landete man direkt auf einen Europacup Qualifikationsplatz, man musste viele Spieler abgeben und spielte eine durchwachsene abgelaufene Saison. Ähnlich geht es im kleinen Vorort von Salzburg weiter. Die gesamte Startelf der Saison 2014/15 wurde verkauft und auch der Trainer wurde verabschiedet.

Mit Ex-Rapid und Ex-Wiener Neustadt Trainer Peter Schöttel kommt ein erfahrener Coach und zugleich die nennenswerteste Neuerwerbung zum Dorfclub, neidig ist ihm die Herausforderung mit einem völlig neuen Kader jedoch niemand.

Schöttel spielt wie schon bei Wiener Neustadt ein 4-2-3-1 und wird versuchen das Spiel aus einer gesicherten Defensive aufzubauen. Im Tor geht viel Qualität verloren, hatte man mit Cican Stankovic im Vorjahr noch einen der besten Torhüter der Liga zwischen den Pfosten. Sein Nachfolger wird Rene Swete vom FAC (Erste Liga).

Die Abwehr muss ohne gelernten Rechtsverteidiger auskommen, die Lücke soll Neuverpflichtung Tobias Kainz schließen. Ex Rieder Harald Pichler ist als neuer Abwehrchef das Bollwerk der Defensive. Es scheint wohl unmöglich in kurzer Zeit eine konkurrenzfähige Viererkette zu bilden.

Die Abgänge im Mittelfeld lassen sich mit hungrigen jungen Spielern wie Derflinger, Brauer oder Völkl noch am besten kompensieren und im Sturm baut Manager Schöttel auf den ausgemusterten Ex-Nationalspieler und Deutschland Legionär (Hannover 96) Roman Wallner.

Fazit: Für die Grödiger könnte die letzte Saison in der Bundesliga anbrechen. Trotz Investitionen in die Infrastruktur (neue Rasenheizung und Parkplätze) ist das Interesse am Club gleich Null.

Die mangelnde Klasse hat man bereits vergangenes Wochenende in der ersten Cuprunde unter Beweis gestellt. Gegen Regionalliga Club Union Gurten setzte es die erste Pflichtspielniederlage im ersten Pflichtspiel (1-0 in der 87. Minute) was gleichbedeutend mit dem Cup-Aus ist.

Abgesehen von den Heimspielen gegen Stadtrivalen Red Bull Salzburg und Rapid Wien tendiert die Zuschauerzahl gegen 500. Dazu der qualitativ wohl schlechteste Kader Liga und eine große Unbekannte: Peter Schöttel! Schafft er es das Team zu formen könnte es mit viel Glück für einen Klassenerhalt reichen.

Prognose: Platz 10

Zugänge: Christian Derflinger (HSV II), Martin Rasner (FC Liefering), Pichler (Ried), Sulimani (Admira), Denner, Kainz (beide Wr. Neustadt), Dominik Baumgartner (Horn), Venuto (Liefering), Alexander Schlager (von RB Leipzig), Rene Swete (FAC)

Abgänge: Karner (Levski Sofia), Handle (Erzgebirge Aue), Martschinko (Hoffenheim), Cabrera (LASK), Potzmann (Sturm Graz), Stankovic (Red Bull Salzburg), Nutz, Huspek, Tomi (Rapid Wien), Hart, Emmanuel, Adilovic (unbekannt)

Mögliche Zugänge: Schimpelsberger (Rapid), Peter Haring (Rapid Amateure), Raphael Dwamena (Liefering), Christian Gebauer (Wattens), Schmerböck (Sturm/Leihe), Schloffer (Sturm/Leihe)

FC Admira

Die graue Maus der Liga spielt erwartungsgemäß wieder gegen den Abstieg. Letzte Saison sprang man in der letzten Runde von der Klinge und schaffte den Klassenerhalt. Dieses Jahr muss man sich auf einen Zweikampf mit dem SV Grödig einstellen.

Das Team wird trainiert von Austria Wien Legende ernst Baumeister und Oliver Ledererer. Zweiterer kehrt nach einem Intermezzo beim SV Mattersburg an die alte Wirkungsstätte zurück. Er muss sich aufgrund der mangelnden Trainerlizenz den Trainerposten teilen. Leistungsträger und Yougsters (Kerschbaumer und Posch) wurden gewinnbringend verkauft. Oldies (Windbichler und Auer) musste man ablösefrei ziehen lassen und erfahrene Bundesliga Spieler (Katzer und Sulimani) wurden ausgemustert.

Dem gegenüber stehen zwei „gute“ Neuverpflichtungen mit Starkl (Rapid Wien) und Neuhold (Lask Linz).

Mit Kuttin und Siebenhandl ist man auf der Torhüterposition gut gerüstet, man verliert durch den Abgang von Andreas Leitner dennoch Qualität.

In der Abwehr kann man auf viel Erfahrung zurückgreifen (Ebner, Zwierschitz und Schösswendter) und hat hier klar Vorteile gegenüber Abstiegsrivalen Grödig.

Die Außenbahnen sind nicht zuletzt wegen dem Abgang von Domoraud in der Vorsaison schwach besetzt und der Sturm war mit 32 Törchen in 36 Spielen Ligaschlusslicht. Toni Vastic fällt wegen Muskelfaserriss noch einige Runden aus. Sollte keiner der jungen Neuzugänge explodieren muss erneut Rene Schicker für die Tore sorgen. Mit viel Offensivpower ist auch diese Saison nicht zu rechnen.

Fazit: Die Admira ist in der Vorbereitung ungeschlagen, in bislang sechs Spielen gab es jedoch nur einen Sieg. Im Cup konnte man sich beim Clubnachbar Schwechat (Regionalliga) nach Verlängerung mit 1-2 für die 2. Runde qualifizieren. Es wird wieder ein langes Fußballjahr in der Südstadt, in dem sich hoffentlich wieder das eine oder andere Talent ins Rampenlicht spielen kann.

Prognose: Platz 9

Zugänge: Starkl (von Rapid), Neuhold (vom LASK), Bajrami (von Rapid), Ilter Ayyildiz (zurück vom SV Horn)

Abgänge: Kerschbaumer (FC Brentford), Windbichler (Austria), Katzer (Vienna), Benjamin Sulimani (Grödig), Rusek (Wr. Neustadt), Auer (Rapid), Leitner (AK Austria Klagenfurt), Burusic, Schachner (beide Karriereende), Gremsl (Hartberg), Yavuz (leihweise zu Wr. Neustadt), Rosenbichler (zu Wacker Innsbruck)

Mögliche Zugänge: Wydra (Rapid), Miles Müller (Schalke 04), Oliver Pranjic, Philipp Posch (alle zurück vom TSV Hartberg)

SV Mattersburg

Nach zweijähriger Abstinenz kehrt der SV Mattersburg zurück in die Erstklassigkeit. Die Mannschaft ist nahezu unverändert. Mit Grgic (Kapfenberg ) und Templ (Lask) hat man sich punktuell verstärkt und musste keine Spieler abgeben.

Der Erfolgsgarant bei den Pappeln ist Trainer Ivica Vastic. Der Ex Nationalspieler und fünffache Spieler des Jahres in der heimischen Bundesliga hat nach Anfangsschwierigkeiten eine schlagkräftige Mannschaft geformt und führte den Club zurück in die Bundesliga.

Taktisch lässt Vastic ein 4-3-3 Spielen und will Druck über die Flügel aufbauen.

Im Tor steht mit U21 Nationalkeeper Markus Kuster der beste Torhüter der abgelaufenen Erste-Liga-Saison.

In der Abwehr hat man Malic einen Bundesliga erfahrenen Mann (129 Bundesligaeinsätze), weiters haben sich mit Mahrer und Erhardt junge Spieler etabliert.

Im Mittelfeld sind die beiden wichtigsten Spieler im System von Ivo Vastic. Mittelfelddirigent Jano arbeitet viel in der Defensive und hat immer wieder gute Ideen nach vorne. Er wird unterstützt vom quirligen Ex-Austria Salzburg Motor Perlak. Mit diesen beiden Spielern steht und fällt das Spiel vom SV Mattersburg.

Im Sturm scheint Markus Pink mit 21 Treffern in der Vorsaison gesetzt und auch Onisowo (von der halben Liga gejagt) konnte gehalten werden.

Fazit: Das Team hat nach Grödig den zweitgeringsten Marktwert aber sicherlich deutlich mehr individuelle Klasse. Wie konkurrenzfähig das stark ausgerichtete Flügelspiel in der Bundesliga ist wird sich weisen. Tendenziell hatten die Aufsteiger der letzten Jahre immer in der oberen Tabellenhälfte mitgespielt (Wacker Innsbruck, Grödig, Altach). Das ist auf jeden Fall auch Mattersburg zuzutrauen. Mattersburg ist eine Bereicherung für die Bundesliga, mit durchschnittlich 6.000 Zuseher im Pappelstadion wird man bei den Besucherzahlen deutlich vor Admira und Grödig liegen.

Prognose: Platz 8

Zugänge: Mario Grgic (Kapfenberg), Florian Templ (LASK)

Mögliche Abgänge: Klemen (FAC)

Die Verfolger!

SV Ried

Es war eine bislang ereignisreiche Sommerpause bei den Wikingern. SV Ried-Ikone Oliver Glasner wechselt nach nur einem Jahr als Chefcoach ausgerechnet zum oberösterreichischen „Erzfeind“ Lask Linz in die Erste Division. Neo-Trainer Helgi Kolvidsson (trainierte Absteiger Wiener Neustadt in der Vorsaison) kassierte im Test gegen Sparta Prag eine 1:8 Klatsche und das Team rehabilitiert sich mit einem 15:0 Kantersieg gegen SV Innsbruck in der ersten Runde des österreichischen Samsung Cups.

Auch beim SV Ried ist der Verkauf von Leistungsträgern in der Sommerpause aus budgetären Gründen notwendig. Thomalla, Lainer, Pichler, Fröschl und Perstaller verlassen den Club und ebnen jungen hungrigen Talenten wie Sikorski und Bergmann eine Bühne, um sich in die Auslage zu spielen.

Trainer Kolvidsson will mit zwei Spielsystemen (4-2-3-1 und 4-4-2) schwer ausrechenbar sein.

Im Tor ist Routine und Kapitän Gebauer mit seinen 33 Jahren unumstritten. Im Gegensatz zur Vorsaison (unter Glasner) greift man auf die alt bewährte Viererkette zurück was auch die Verpflichtung eines weiteren Linksverteidigers – Alberto Prada – erklärt. Sofern der auf links gesetzte Schlüsselspieler Oliver Kragl nicht ins Mittelfeld vorrückt wird es für Prada jedoch ein langer österreichischer Winter. Auf der rechten Seiten ersetzt Bergmann den abgewanderten Lainer. Im defensiven Zentrum hat Janeczek und Trauner die besten Karten.

Das offensive Mittelfeld hat mit Murg, Elsneg und Walch durchaus Qualität, die aber auch erstmal abgerufen werden muss. Er

Im Angriff startete im Cup Walch mit Sikorski. Da Kolvidsson in der Liga eher auf einen Ein-Mann-Sturm setzt werden sich die beiden Neuzugänge Sikorski und Gavilan um das Start Trikot duellieren.

Fazit: Der SV Ried hat wohl einen der kleinsten Plätze der Liga, was ein klarer Vorteil in Heimspielen ist. Abgesehen von einer dürftigen letzten Heimbilanz kann man in der Regel diesen Umstand für einen gesicherten Mittelfeldplatz ausnützen. Mit dem Abstieg sollten die Innviertler nichts zu tun haben. Das Umfeld um Stefan Reiter arbeitet ruhig und wird sicherlich Trainer Kolvidsson die nötige Zeit für Erfolge geben.

Prognose: Platz 7

Zugänge: Alberto Prada (Cadiz), Daniel Sikorski (St. Gallen) Fabian Schubert (VST Völkermarkt), Nico Antonitsch (SV Horn), Markus Schöller (SV Gallneukirchen), Thomas Bergmann (Wacker Innsbruck), Manuel Gavilan (Zamora CF)

Abgänge: Burghuber (Austria Salzburg), Thomalla (Lech Posen), Pichler (Grödig), Fröschl (LASK), Lainer (Red Bull Salzburg), Perstalller (Hansa Rostock), Höbarth (ASKÖ Oedt), Kreuzer (Union Gurten)

Mögliche Zugänge: Mladen Jutric (SV Seekirchen)

SCR Altach

Der SCR Cashpoint Altach schafft es als Aufsteiger direkt auf den 3. Platz und kämpft somit um den Einzug in die Europa League Gruppenphase. Auf Altach wartet ein schwieriges zweites Jahr, ein ausgebautes Stadion und womöglich die Premiere in der Europa League.

Der erfolgreiche Auftakt in die neue Saison gelingt den Vorarlbergerin in Lafnitz, wo sie sich in der 1. ÖFB Cuprunde mit einem knappen 1-2 Erfolg durchsetzten.

In Altach setzt man auf Altbewehrtes. Erfolgstrainer Damir Canadi ist unantastbar, der gebürtige Wiener hat sich mit Schilling (Wacker Innsbruck), Harrer (Austria) und Hofbauer (Wiener Neustadt) gezielt verstärkt. Die ganz großen Namen sind und waren in Altach nie ein Thema, umso unerklärbarer ist der 3. Platz der Vorsaison. Es ist wohl der Segen des Aufsteigers der letzten vier Jahre, in dem der Liganeuling immer überraschen konnte.

Die Abgänge sind zum Teil aus dem eigenen Amateurteam kompensierbar, absolute Schlüsselspieler sind nicht darunter.

Fazit: Die Mannschaft wird in der kommenden Saison viel von seiner Unberechenbarkeit einbüßen, die anderen Mannschaften werden sich besser auf das Altacher Spiel einstellen und die englischen Wochen ihren Tribut zollen. Vorarlberg ist aufgrund der geographischen Lage immer schwer bespielbar, die Anreise mühsam und kein Team spielt gerne im Ländle. Eine erneute Europacup-Teilnehme scheint ausgeschlossen aber ist auch nicht das erklärte Vereinsziel. Mit einem gesicherten Platz im Mittelfeld ist man in Altach mehr als zufrieden.

Prognose: Platz 6

Zugänge: Martin Harrer (Austria), Christian Schilling (Wacker Innsbruck), Juan Barrera (Real Esteli), Dominik Hofbauer (Wr. Neustadt)

Abgänge: Kovacec (Ulsan Hyundai/Südkorea), Tajouri (zurück zur Austria), Gercaliu (KF Tirana), Bodul

Mögliche Abgänge: Marti Riverola (zurück zu Bologna)

Wolfsberger AC

Die Kärntner haben in der vergangen Saison für viele Höhepunkte gesorgt und man stand nach famosen Start lange an der Tabellenspitze. Zwischenzeitlich ist die Quote von 201 auf 11 gefallen. Am Ende der Saison ging etwas die Luft aus und man war glücklich die Saison auf einen Europacup- Qualifikationsplatz zu beenden.

Wolfsberg feierte eine 3-1 Testspielsieg gegen FC Schalke 04, was man aufgrund des deutlich verzögerten Deutschen Bundesligastarts sicherlich nicht auf die Waagschale legen muss. Im Hinspiel der Europa-League Quali wurde im Vereins Europacup Debüt mit einem 1-0 Auswärtserfolg bei Schachtjor Soligorsk die Weiche für den Aufstieg gestellt und auch im Cup gab man sich beim 6-0 Kantersieg in Kottmannsdorf keine Blöße.

Mit Philip Hellquist wechselt der einzige Lichtblick des Absteigers Wiener Neustadt zu Wolfsberg – der neue Stürmer fühlt sich in seiner neuen Heimat sehr wohl, für einen Pflichtspieltreffer reichte es aber bislang noch nicht. Er schaffte es im Europacup gemeinsam mit Zündel (Kalsdorf) in die Startelf. Zündel ersetzte Abgang Kerhe auf der rechten Außenbahn.

Das System ist ein 4-4-1-1 in dem Silvio hinter der einzigen Spitze Hellquist für Ideen sorgt.

Fazit: Die Konstanz im Trainerstab – Kühbauer führt die Mannschaft in die dritte Saison – und das Team hat bis auf Kerhe (der Schlüsselspieler und Top Flankengeber im Mittelfeld wechselte zu Lask Linz) den Stamm der Mannschaft halten können.

Die Meisterschaft wird sicher maßgeblich durch die Doppelbelastung mit Europacup geprägt werden. Der Mannschaft ist definitiv ein Erreichen der Gruppenphase zuzutrauen und dann würden sich ab November wohl die ersten Verschleißerscheinungen einstellen. Die Breite des Kaders ist mit jener der Austria sicherlich nicht vergleichbar – man wird sehen ob man wichtige Spieler kompensieren kann. Bleibt man vom Verletzungspech verschont ist man nach den vier Großclubs sicherlich am besten aufgestellt.

Prognose: Platz 5

Zugänge: Christoph Kobleder (Austria Lustenau), Hellquist (Wr. Neustadt), Thomas Zündel (Kalsdorf)

Abgänge: Simon (FC Gyirmot Györ), Seebacher (Wr. Neustadt), Kerhe (LASK), Schwendinger (Austria Klagenfurt), Rnic, Oussale (beide Ziel unbekannt)

Mögliche Zugänge: Richard Gadze (Ebusua Dwarfs)

Austria Wien

Nach dem größten Erfolg der Clubgeschichte – dem Erreichen der Champions League Gruppenphase – in der Saison 2013/14 befindet sich der Club im freien Fall und wurde diesen Sommer zum wiederholten Mal radikal umstrukturiert.

Zwei Saisonen ohne Europacup-Teilnahme waren für Ex-Team-Torhüter und Sportdirektor Franz Wohlfahrt Grund genug für einen neuen „modernen“ Weg. Lange war mit Felix Magath ein alter Bekannter der Deutschen Bundesliga Wunschkandidat für den Trainerposten, finanziell konnte man sich jedoch nicht einigen. Mit Thorsten Fink hat man hier aber sicherlich eine bessere Lösung gefunden, zumal das Magath-Medizinball-System überholungsbedürftig scheint und Fink als Red Bull Salzburg Co Trainer bereits Erfahrung in Österreich hat.

Die Meistermannschaft von 2012/13 ist weitgehend Geschichte. Mit Keeper Lindner, Ortlechner und Suttner verlassen drei Schlüsselspieler den Club am Verteilerkreis, was sicherlich hilfreich für die Taktikreform 4-2-3-1 ist. Am Flügel soll das Eins- gegen-Eins gesucht werden und in der Mitte soll „Bomber“ Zulechner für die nötigen Tore sorgen.

Keeper Lindner wechselt zur Frankfurter Eintracht und wird durch den aktuellen Teamtorhüter Robert Almer adäquat ersetzt. Der wohl prominenteste Neuzugang soll die Mannschaft als Kapitän auf den Platz führen. Mit ihm hat man zwar mehr Qualität aber auch deutlich mehr Verletzungsrisiko dazubekommen.

Martschinko ersetzt Ex-Kapitän Suttner (Ingolstadt) auf der linken Seite. Links macht De Paula vor Koch das Rennen. Wie beim SV Ried strahlt das Abwehrzentrum mit Windbichler und Rotpuller viel Ruhe aus. Der breite Kader bietet auf allen Abwehrposition einen zweiten Anzug, was auf lange Sicht ein großer Vorteil des Traditionsclubs sein wird.

Das offensive Mittelfeld mit den Neuzugängen Kayode und Kehat wird durch Gorgon komplettiert und soll die einzige Spitze Zulechner beim Toreschiessen unterstützen. Im Sturm konnte mit Marios Pechlivanis (APOEL Nikosia) am Wochenende noch eine mögliche Alternative im Sturm verpflichtet werden. Die restlichen Kaderstürmer wie Kvasina (zuletzt bei der U19 EM) und Ronivaldo sind eher die Fragezeichen in der Offensive.

Fazit: Die Chancen auf eine gelungen Saison sind so gut wie lange nicht mehr. Mit Fink hat man einen erfahrenen und erfolgreichen Trainer. Meistertitel mit Red Bull Juniors, Ingolstadt und zweimal FC Basel und Erfahrung in der Bundesliga könnten eine erfolgreiche Mischung werden. Die Veilchen haben viel Geld investiert und sind unter Zugzwang – ein Europacupplatz ist das erklärte Ziel. Der Auftakt im ÖFB Cup war ein solider, unspektakulärer 3-0 Erfolg beim SV Oberwart.

Prognose: Platz 4

Zugänge: Martschinko (Hoffenheim), Windbichler (Admira), Roi Kehat (Hapoel Ironi Kiryat), Ognjen Vukojevic (Dynamo Kiew), Olarenwaju Kayode (Maccabi Netanya), Robert Almer (Hannover 96), Tajouri (Altach)

Abgänge: Wimmer (Wolfsburg II), Casali, Frank (beide FAC/Kooperationsspieler), Koblischek (SV Horn), Luxbacher (FAC), Martin Harrer (Altach), Suttner (Ingolstadt), Lindner (Eintracht Frankfurt), Horvath (SK Sturm), Royer (FC Midtjylland), Ramsebner (LASK), Mader (St. Pölten), Ortlechner (eigene Amateure), Grubeck (Austria Salzburg), Holland (unbekannt)

Mögliche Zugänge: Djuricin (Salzburg), Jose Rueda (Real Valladolid), Kevin Friesenbichler (Benfica Lissabon), Mihret Topcagic (Shakther Karagandy), Danijel Prskalo (Hartberg)

Mögliche Abgänge: Michorl (LASK), Salamon (Trabzonspor), Shikov

Die Titelanwärter

Red Bull Salzburg

Red Bull Salzburg hat sich von Adi Hütter getrennt und verpflichtete Peter Zeidler. Zeidler trainierte das Talente Team Liefering in der 1. Division und kennt die Strukturen des Vereins nur zu gut. Zudem passen seine Auffassung von Fußball und das taktische Verständnis zum einstigen Roger Schmidt und in weiterer Folge Adi Hütter System.

Es ist ein erneuter Anlauf, um sich nach unzähligen Meister und Cup-Erfolgen (Double in der Vorsaison) erstmal für die Champions League Gruppenphase zu qualifizieren. Mit Malmö trifft man in der 3. Qualifikationsrunde auf einen alten Bekannten. Die Schweden hatten den Bullen vergangene Saison die sicher geglaubte Gruppenphase geraubt und sich nach 1-2 im Hinspiel zuhause mit 3-0 durchgesetzt – das Rückspiel war wohl die schlechteste Saisonleistung der Bullen.

Im österreichischen Cup schossen sich die im Moment gesetzten Stürmer Soriano und Djuricin mit je einem Hattrick warm. Salzburg feierte einen 7:0 Auswärtssieg bei Deutschlandsberger. Mit insgesamt sieben Angreifern hat Trainer Zeidler im Sturm die Qual der Wahl. Mit Damari, Reyna, Nielsen, Prevljak und Oberlin hat man im Sturm mehr Qualität als die restlichen neun Clubs zusammen. Djuricin könnte laut Transfergerüchten den Club noch verlassen – auch das wäre kein erhebliches Problem für die Salzburger.

Zudem kam es zur Rückkehr von Roger Schmidt an die alte Wirkungsstätte – Salzburg konnte gegen Leverkusen ein 1-1 und somit einen Achtungserfolg erkämpfen. Torschütze war Yougster Atanga, der zum Jahreswechsel von Red Bull Ghana in die Mozartstadt wechselte.

Transfertechnisch wurde mit dem Kooperationsclub RB Leipzig wieder fleißig durchgewechselt. Damari und Reyna kommen aus Leipzig zurück und mit Sabitzer, Bruno, Ilsanker, Gulacsi und Quaschner verlassen gleich fünf Spieler (darunter mit Sabitzer, Ilsanker und Gulacsi absolute Leistungsträger) die Salzburger in Richtung Leipzig.

Fazit: Alles andere als eine erfolgreiche Titelverteidigung wäre in Salzburg eine bittere Enttäuschung. Aber im Fokus liegt – so wie in den Saisonen zu vor – die Champions League. Die breite und auch tiefe des Kaders ist in der Liga konkurrenzlos. Man kann zu jedem Zeitpunkt punktuell nachrüsten. Sportdirektor Ralf Rangnick kritisierte in der Vorsaison die Anzahl an zugelassenen Gegentreffern – was auch den Trainerwechsel maßgeblich beeinflusste.

Prognose: Platz 1

Zugänge: Dayot Upamecano (FC Valenciennes), Dimitri Oberlin (FC Zürich), Omer Damari ( Leipzig), Paulo Miranda (Sao Paulo), Reinhold Yabo (Karlsruher SC), Airton (Juventude), Lainer (SV Ried), Masaya Okugawa (Kyoto Sanga), Stankovic (Grödig), Havard Nielsen (zurück von Eintracht Braunschweig), Yordy Reyna (RB Leipzig), Prevljak (Liefering)

Abgänge: Ankersen (leihweise zu FC Kopenhagen), Sabitzer, Bruno, Ilsanker, Gulacsi, Quaschner (alle RB Leipzig), Ramalho (Bayer Leverkusen), Vorsah (Ziel unbekannt), Fountas (Asteras Tripolis)

Mögliche Zugänge: Rayan Souici (AS Saint-Étienne), Ousmane Dembéle (Stade Rennes), Hördur Magnusson (Juventus), Ebenezer Ofori (AIK Stockholm), Marvin Compper (RB Leipzig), Milan Gajic (OFK Belgrad), Gökhan Töre (Besiktas)

Mögliche Abgänge: Djuricin (Rapid, Austria)

Rapid Wien

Mit Lyoness konnte Rapid Wien einen großen Sponsorendeal abschließen. 1.8 Millionen/Saison soll Lyoness in den nächsten fünf Jahren bezahlen. Wie in der Vorsaison müssen die Hütteldorfer in den Heimspielen ins Ernst Happel Stadion ausweichen. Im Sommer 2016 soll unter dem Motto „alte Heimat – neues Zuhause“ das neue Allianz Stadion eingeweiht werden.

Rapid Wien will den guten Trend unter Trainer Zoran Barisic im abgelaufenen Jahre fortsetzen. Mit 41 Punkte holte man in der Rückrunde mehr Punkte als alle anderen Teams (Salzburg 35) und sicherte sich nach langem Dreikampf den 2. Platz in der Endtabelle. Der Meistertitel war jedoch stets außer Reichweite.

Die bittersten Abgänge aus Rapid Sicht waren jene von Behrendt (der defensive Mittelfeldspieler wechselt zu Bielefeld) und Wydra (der offensive Mittelfeldspieler hat sich für Paderborn entschieden).

Beim 5-1 Cuperfolg in Weiz stand Neuzugang Strebinger zwischen den Pfosten, dies allerdings aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls von Novota. Wer zum Ligastart das Tor hütet und die Rapid Nummer 1 ist bleibt offen.

Rapid hat sich im Mittelfeld qualitativ verstärkt – hier bediente man sich bei den angeschlagenen Grödigern und verpflichtete Nutz, Huspek und Tomi. Zudem hat der 34-jährige Kapitän Steffen Hofman erklärt, dass er noch mindestens eine Saison anhängen will.

Im Angriff könnte man sich mit Djuricin (noch Salzburg) zum Ende der Transferperiode verstärken. Der kürzlich abgeschlossene Sponsoren Deal lässt Spekulationen für eine Verpflichtung zu.

Der Rekordmeister hat die beste Fan-Base der Liga, was in den Auswärtsspielen immer von Vorteil ist. Das zu große Ernst-Happel-Stadion wirkt halbleer natürlich nicht ideal aber die Hütteldorfer haben sich in der neuen Heimat gut eingelebt.

Fazit: Rapid Wien hat immer den Anspruch nach dem Meistertitel zu greifen, ob die Frühjahresform konserviert werden kann bleibt fraglich. Sollte mit jener Konstanz weitergespielt werden könnte man dieses Jahr zumindest wiedermal von einem engen Titelkampf sprechen, in dem man qualitativ gegen Ligakrösus Salzburg klar das Nachsehen hat.

In der Champions League Qualifikation wartet mit Ajax Amsterdam ein attraktives und sicherlich nicht unlösbares Los. Noch im Vorjahr musste sich Amsterdam den Salzburgern in der Champions League Quali deutlich geschlagen geben.

Prognose: Platz 2

Zugänge: Richard Strebinger (Werder Bremen), Auer (Admira), Nutz, Huspek, Tomi (alle SV Grödig)

Abgänge: Wydra (Paderborn), Behrendt (Bielefeld), Schoissengeyr (Sturm), Maric (Hoffenheim), Starkl (Admira)

Mögliche Zugänge: Djuricin (RB Salzburg)

Mögliche Abgänge: Schobesberger (FC Brentford), Beric (Reading, Hannover, Bremen, Hertha, Schalke, Stuttgart), Schimpelsberger (Grödig, Terek Grozny), Grahovac

SK Sturm Graz

Genau vor einem Jahr herrschte keine allzu große Zuversicht in Graz Liebenau, man startete quasi erwartungslos in die Liga. Doch nach dem Aus von Trainer Milanic kehrte Franco Foda zurück nach Graz und mit ihm der Erfolg und die Zuversicht.

Foda startet erstmals in eine Saison, in der man im Vorfeld kaum Leistungsträger abgeben muss. Zudem wurden die Problemzonen (Außenverteidigung) verstärkt und der Kader vertieft – somit sollte dieses Jahr der Einbruch am Saisonende abgewendet werden.

Im Tor muss Routine Gratzei wohl Esser (kam aus Bochum) aufgrund einer Virusinfektion in der Vorbereitung den Vortritt lassen.

Madl und Spendlhofer sind in der Abwehrzentrale gesetzt, mit Potzmann und Lykogiannis könnten es zwei Neuverpflichtungen in die Viererkette der Startelf schaffen.

Das Mittelfeld ist wohl das variabelste der Liga. Dobras, Avdijaj und Horvath sind in allen Mittelfeldteilen einsetzbar. Speziell Dobras hat sich gut im Kader eingefunden und steuerte zwei Treffer beim 6-0 Cup Erfolg in Hartberg bei. Leistungsträger Stankovic arbeitet nach Kreuzbandriss am Comeback. Der verbreitete Kader lässt künftig viele Rochaden zu, welche durch sehr viele junge Spieler auf Kosten der Routine gehen.

Im Angriff ruhen die Hoffnungen weiterhin auf den 32-jährigen Heimkehrer Roman Kienast. Er spielte eine überragende Rückrunde und passt zu Sturm Graz bzw. zum Foda-System. Langfristig muss von den beiden Sturmpartnern Edomwonyi und Tadic jedenfalls mehr kommen als bisher gezeigt. Wenn es eine Schwachstelle im Grazer Spiel gibt, dann ist es die Flexibilität im Sturmzentrum.

Fazit: Abgesehen vom Titelgewinn im Jahr 2011 hat Sturm in den letzten 13 Jahren keinen Top 3-Platz mehr erreicht. Ein gutes Beispiel wie weit Wunsch und Wirklichkeit in Graz auseinanderliegen. Bereits Gesehenes im Frühjahr 2015 könnte in einem möglichen Kampf um Platz 3 (gegen Austria Wien) für die Grazer Sprachen.

Prognose: Platz 3

Zugänge: Christian Schoissengeyr (Rapid), Dobras (Wr. Neustadt), Horvath (Austria Wien), Potzmann (SV Grödig), Michael Esser (VfL Bochum)

Abgänge: Pfingstner (Wr. Neustadt/Leihe) Pliquett (CD Atletico Baleares), Beichler, Oshchypko, Akiyoshi (alle Ziel unbekannt)

Mögliche Zugänge: Kevin Friesenbichler (Benfica), Milad Mohammedi (Rah Ahan Sorinet FC), Julian Grupp (SV Wehen Wiesbaden), Muhamed Subasic (Olimpic Sarajevo), Ali Vanomo Bamba (Seraing United), Felicio Brown Forbes (FK Ufa ), Tiago Ferreira (SV Zulte Waregem)

Mögliche Abgänge: Schmerböck (SV Grödig), Schloffer (SV Grödig), Sharifi