Bereits im zweiten Spiel der Gruppe „Ivan Lendl“ kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden Favoriten für den Aufstieg in das Halbfinale der ATP World Tour Finals. Novak Djokovic und Milos Raonic haben wie erwartet ihre Auftaktpartien gewonnen. Allerdings ist der Serbe weiterhin weit entfernt von der Untastbarkeit, die er von Anfang 2015 bis Mitte dieses Jahres auszeichnete. Besteht da eine Chance für den Kanadier, der sich souverän zum Auftakt zeigte?

Novak Djokovic

Trotz seiner wenig überzeugenden Auftritte zuletzt ist der „Djoker“ eindeutig zu den Favoriten auf den Turniersieg in London zu zählen. Fünfmal in Folge hat er hier gewonnen. Mit einem sechsten Erfolg könnte der 29-jährige sich die Führung in der Weltrangliste wieder zurückholen. Vorausgesetzt, er hat zuvor zwei Gruppenspiele gewonnen (wie bereits berichtet, bringt jeder Siege Punkte).

Beim Spiel gegen Dominic Thiem, wo er den ersten Satz im Tie-Break verlor, fehlte dem Serben zu Beginn ein wenig die Bestimmtheit. Zwar war er in seinen Aufschlagspielen großteils unantastbar, ließ aber die gewohnte Effizienz in den Schlüsselmomenten vermissen. So ließ er einen Breakball im vierten Spiel ungenützt und konnte seinen Satzball im Tie-Break (nachdem Thiem zuvor fünf Chancen zum Satzgewinn vergeben hatte) nicht verwerten. Gerade dieses sofortige Nützen seiner Möglichkeiten hatte den Nummer 1-Status von Djokovic begründet. Allerdings zeigte der Serbe gegen die Nummer neun der Welt auch, dass er trotz der langen Saison sich in einem körperlich guten Zustand befindet. Im zweiten Satz verpasste er dem Österreicher gar die Null und war danach dann der klar bessere Spieler. Somit ging er mit 6:7 (10), 6:0, 6:2 als Sieger vom Platz.

Um gegen Raonic erfolgreich zu sein, wird es aber einer Leistungssteigerung bedürfen. Mit 22 Winnern und 29 Unforced Errors geht man normalerweise nicht als Sieger vom Platz. Ausgenommen der Gegner ist noch fehlerhafter im Spiel, wie es hier der Fall war (Thiem schlug zwar 28 Winner, unterliefen aber auch 47 unerzwungene Fehler). Davon ist aber beim Kanadier im ersten Spiel nicht zu sehen gewesen.

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Milos Raonic

Nach seinem verletzungsbedingten Nichtantreten zum Halbfinale von Paris hat der aus Montenegro stammende Kanadier in London einen Auftakt nach Maß hingelegt. Gegen den World Tour Finals-Debütanten Gael Monfils aus Frankreich setzte er sich glatt in zwei Sätzen (6:3, 6:4) durch. Der im Vergleich zum Vorjahr schneller gewordene Belag in der O2-Area kommt dem aufschlagstarken Kanadier sehr gelegen. Starke 86 Prozent betrug die Punkteausbeute auf ersten Aufschlag von Raonic, der zudem 30 Winner schlug und dem nur zehn „unforced errors“ unterliefen.

Trotz der überzeugenden Leistung gegen Monfils ist Raonic vor dem Spiel gegen Djokovic zurückhaltend: „Ich habe sein Spiel gegen Thiem teilweise gesehen. Gegen Ende war er sehr bestimmend am Platz. Er ist stark zurückgekommen nach dem schwierigen Beginn. Es wird eine ganz schwierige Aufgabe werden. Ich denke, dass ich einige Sachen sehr gut mache. Allerdings gibt es auch einige Dinge zu verbessern“. Mit einem Sieg in zwei Sätzen könnte sich der 25-jährige bereits fix für das Halbfinale qualifizieren.

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Tipps und Prognosen

Die bisherigen Spiele zwischen Novak Djokovic und Milos Raonic waren bisher eine klare Angelegenheit für den Serben. 7:0 lautet die Bilanz zugunsten des 29-jährigen, 17:1 die Satzbilanz. Auf der diesjährigen ATP Tour trafen die beiden zwei Mal aufeinander: im Finale des ATP 1000-Turniers von Indian Wells (6:2, 6:0) und im Viertelfinale des ATP 1000-Turniers von Madrid (6:3, 6:4). Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Serbe allerdings in Höchstform. Dieser Umstand könnte dem Kanadier ebenso in die Karten spielen wie der Belag in London, der Spieler wie ihn, die auf schnelle Punktgewinne aus sind, entgegen kommt.

Allerdings herrscht ein kleines Fragezeichen bezüglich der Fitness von Raonic. Bei seinen letzten Turnieren gab er zweimal w.o. vor dem Matchantritt, wobei zweimal Schmerzen im rechten Bein ausschlaggebend waren. Gegen Monfils, der ebenfalls zuvor mit Blessuren zu kämpfen hatte, machte Raonic einen fitten Eindruck. Sollte dieser gegen Djokovic anhalten, dann wird dieses Duell deutlich enger als zuletzt.

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