Der Druck steigt: Nach einem mehr als enttäuschenden Saisonstart steht der FC Chelsea bereits am dritten Spieltag der Premier League unter Zugzwang. Nur mit einem Sieg kann sich der Tabellenfünfzehnte (1 Punkt, 1:5 Tore) aus der Schusslinie nehmen – daher scheint der nächste Gegner gerade recht zu kommen: Norwich City kann Chelsea nominell nicht das Wasser reichen – doch tabellarisch steht das Team besser da (3 Punkte, 4:5 Tore). Stürzt der Underdog die Blues endgültig in die Krise?

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Interessante Quoten & Tipp

Dafür, dass die Sache auf dem Papier glasklar scheint, ist der Value der gewöhnlichen Siegwette verhältnismäßig hoch. Chelsea, auf den ersten Blick der eindeutige Favorit, kommt mit einer Siegquote um die 1,80 überraschend gut weg – wofür es jedoch Erklärungen gibt.

Einerseits scheint der Wettmarkt vom schwachen Saisonstart Chelseas beeindruckt, andererseits die Blues auswärts an. In fremden Arenen kassierte das Team in der vergangenen Saison mehr Tore (27) als es schoss (24).

Vollendet sich am kommenden Wochenende also der Fehlstart der Blues, die nach drei Spielen noch immer auf den ersten Sieg warten? Es wäre zumindest denkbar. Norwich bewies am vergangenen Spieltag, dass es durchaus etwas mit dem Ball anfangen kann – und dass man sich auf einen erstklassigen Torjäger verlassen kann. Beides dürfte gegen das defensiv noch nicht sattelfeste Chelsea helfen.

Am Ende jedoch scheint ein Erfolg der Blues noch immer die wahrscheinlichere Option zu sein: Gerade, weil Chelsea unter Druck steht, können sich Zuschauer und Buchmacher auf eine hochkonzentrierte Vorstellung einstellen, an deren Ende sich die individuelle Überlegenheit der Londoner auch im Ergebnis niederschlagen wird.

Daher die Prognose: Sieg für den FC Chelsea – Quote 1,85 bei betsson.com

Norwich City Premier League

Die bisherigen Saisonergebnisse: 3:1 vs. Newcastle, 1:4 vs FC Liverpool

In Norwich dürfte man durchaus zufrieden sein mit dem Start in die Erstligasaison. Immerhin hat der Aufsteiger nach zwei Spieltagen bereits drei Punkte auf dem Konto – womit man den kommenden Gegner Chelsea übertrifft!

Die gute Ausbeute ist eng mit einem Namen verknüpft, an den sich Bundesligafans noch dunkel erinnern dürften: Teemu Pukki. Der Finne, ehemals in Diensten des FC Schalke, ist mit vier(!) Toren aus zwei Spielen aktuell Toptorjäger der Liga – was einerseits überrascht, andererseits nicht. Schon im vergangenen Jahr bewies Pukki mit 29 Treffern seine exzellenten Abschlussqualitäten. Damals spielte die Mannschaft noch in der englischen Championship.

Den Aufstieg ins Oberhaus meisterte der Klub letztlich dank eines treffsicheren Pukki und eines auch sonst respektablen Teams. Aufgestellt wurde es vom deutschen Chefcoach Daniel Farke, der Norwich binnen zwei Jahren zum größten deutschen Außenposten der Premier League formte: Ganze acht Spieler aus der Bundesrepublik stehen aktuell bei den Kanarienvögeln unter Vertrag.

Am ersten Spieltag jedoch wurde das Kabinett vom „Über-Deutschen“ der Insel entzaubert: Jürgen Klopp und der FC Liverpool deklassierten den Aufsteiger zum Saisonauftakt mit 4:1. Trotz des anschließenden Sieges gegen Newcastle dürfte Farke und Co. daher klar sein, wo in dieser Spielzeit ihr Platz ist: weit weg von den Topteams.

Ob der Chelsea aktuell jedoch die Statuten einer Spitzenmannschaft erfüllt, darf bezweifelt werden – weshalb sich manch einer in Norwich durchaus Chancen ausrechnet auf einen unerwarteten Erfolg gegen die Blues. Klar ist: An der Treffsicherheit ihres Topstürmers dürfte das Vorhaben der Mannschaft nicht scheitern.

Mögliche Aufstellung

Norwichs Coach Daniel Farke dürfte keine Gründe sehen, an seiner Formation der Vorwoche Änderungen vorzunehmen.

Krul – Aarons, Hanley, Godfrey, Lewis – Trybull, Leitner, Cantwell, Stipermann, Buendia – Pukki

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FC Chelsea

Bisherige Saisonergebnisse: 1:1 vs. Leicester City, 0:4 vs. Manchester United, 4:5 i. E. vs. FC Liverpool 

Drei Spiele ohne Sieg: Der FC Chelsea startete denkbar schlecht in die Spielzeit 2019/20. Nur wenige Wochen nach seinem Debüt steht Neu-Coach Frank Lampard daher schon mächtig unter Druck. Siege müssen her!

Gleichzeitig muss man aber auch feststellen: So schlecht, wie es die Ergebnisse vermuten lassen, lief der Start in die Saison nicht.

Schon beim ersten Auftritt war man einem Erfolg sehr nahe gekommen, und das, obwohl mit dem FC Liverpool der amtierende Champions-League-Sieger der Gegner war. Im internationalen Supercup verkaufte sich Europa-League-Gewinner Chelsea teuer, nach 120 Minuten stand es 2:2. Im Elfmeterschießen jedoch zog man den Kürzeren – der erste Nackenschlag der noch jungen Saison.

Die zweite Enttäuschung folgte sogleich – jedoch unter weitaus schlechteren Umständen: Am ersten Premier-League-Spieltag standen die Blues Manchester United gegenüber, und während man dem FC Liverpool noch erfolgreich hatte die Stirn bieten können, war man den Red Devils hoffnungslos unterlegen. Vor allem defensiv.

Ein ums andere Mal ließ sich die Hintermannschaft düpieren, so sehr, dass die Fans bereits nach dem Richtung Arsenal abgewanderten David Luiz verlangten. Es half alles nichts: United verwandelte seine Chancen sicher und schickte den FC Chelsea mit einer 0:4-Packung nach Hause. Positiv zu erwähnen wäre einzig, dass das Team im Angriff trotz der Riesenlücke, die Eden Hazard (Real Madrid) hinterließ, einige gefällige Kombinationen zeigte. Für einen Ehrentreffer war der Abschluss jedoch zu schwach – oder aber der Pfosten stand im Weg.

Am zweiten Spieltag, an der heimischen Stamford Bridge, sollte schließlich alles besser werden, doch gegen Leicester platzte der Knoten nicht: Am Ende einer hochinteressanten Partie trennten sich die Teams 1:1.

Die erste Hälfte hatte noch den Blues gehört, allen voran Youngster Mason Mount, den Lampard von Derby County mitbrachte und mit reichlich Vertraute ausstattete. Dank einer energischen Balleroberung und einem noch energischeren Abschluss brachte der Offensivmann sein Team in Front. Anschließend jedoch verpasste es die Mannschaft, drückend überlegen die Führung auszubauen. Und so kippte das Spiel mit dem Pausenpfiff: In Durchgang zwei ließ sich Chelsea zurückdrängen, kassierte den Ausgleich und hatte anschließend alle Hände voll zu tun, gegen die dynamischen Foxes zumindest einen Punkt zu sichern.

Unterm Strich muss man daher ein differenziertes Urteil fällen: Mit Ausnahme des Totalausfalls gegen United zeigte Chelsea durchaus ansprechenden Fußball, doch vor allem defensiv agieren die Blues bislang zum anfällig, um gute Resultate zu erzielen. Gegen Norwich bietet sich nun die Chance, das aktuelle Narrativ zu korrigieren – doch leicht wird diese Aufgabe nicht.

Mögliche Aufstellung

Für Lampard wird die Luft dünn, doch gerade auf den Problemposten gibt es kaum Alternativen. Folgende Formation scheint denkbar:

Kepa – Azpilicueta, Christensen, Zouma, Emerson – Kanté, Jorginho, Pedro, Mount, Pulisic – Abraham

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Norwich City – FC Chelsea im TV oder Livestream

Wer sich die Begegnung zwischen Norwich City und dem FC Chelsea live anschauen möchte, wird bei Sky fündig. Der kostenpflichtige Abosender überträgt das Spiel im TV und ebenso per Stream über SkyGo. Anpfiff ist am 24. August um 13:30 Uhr.

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