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NBA Tipps und Wetten 2017-2018

Die Regular Season der NBA Spielzeit 2017/18 begann am 18. Oktober mit dem Heimsieg der Cleveland Cavaliers gegen die Boston Celtics. Seitdem ist schon einiges passiert und wir wollen daher einen Blick auf die aktuellen Rankings werfen und euch ein paar Prognosen für die weitere NBA-Saison präsentieren. Hierzu werft einfach einen Blick auf unsere aktuellen Power Rankings unter den Wetttipps.

Unsere immer topaktuellen Wetttipps inklusive Spielvorberichten findet ihr wie immer genau hier:

Philadelphia 76ers – Miami Heat, NBA Playoff Spiel 2 Tipp 17.04.2018

Philadelphia 76ers

Miami Heat

17.04.2018
02:00
Sieg Philadelphia 76ers
1.36

Dank eines überaus dominanten Auftritts in Viertel Nummer 3 sicherten sich die Philadelphia 76ers ihren 17. Sieg in Folge und den Erfolg in Spiel Nummer 1 in ihrer Serie gegen die Miami Heat. Hier unser NBA Playoff Tipp zum Spiel Nummer 2!

Golden State Warriors – San Antonio Spurs, NBA Playoff Spiel 2 Tipp

Golden State Warriors

San Antonio Spurs

17.04.2018
04:30
Sieg Golden State Warriors
1.18

Nach dem souveränen Auftritt in Spiel Nummer 1 gehen die Warriors natürlich auch als Favorit ins Spiel Nummer 2 und es deutet kaum etwas darauf hin, dass die Spurs ihnen genug entgegen zu setzen haben. Hier unser Tipp zum NBA Playoff Spiel Nummer 2.

Oklahoma City Thunder – Utah Jazz NBA Playoff Spiel 1 Tipp

Oklahoma City Thunder

Utah Jazz

16.04.2018
00:30
Sieg Utah Jazz
2.38

Die Oklahoma City Thunder eröffnen die Playoffs 2018 in der heimischen Chesapeake Arena und empfangen die Jazz in der Nacht von Sonntag auf Montag. Hier unser Tipp zum NBA Playoff Spiel!

Cleveland Cavaliers  – Indiana Pacers NBA Playoff Spiel 1 Tipp

Cleveland Cavaliers

Indiana Pacers

15.04.2018
21:30
Sieg Cleveland Cavaliers
1.33

Cleveland Cavaliers – Indiana Pacers: Hält man sich die Ergebnisse der regulären Saison vor Augen und schaut sich die Saison-Rückblicke und Situationen an, in der die Teams jeweils stecken, könnte man meinen, dass die Pacers ein wenig favorisiert sind. Hier unser NBA Tipp!

Boston Celtics – Milwaukee Bucks NBA Playoff Spiel 1 Tipp

Boston Celtics

Milwaukee Bucks

15.04.2018
19:00
Sieg Boston Celtics
1.57

Zwar kennen die Bucks die Playoffs bereits, doch erneut haben die Celtics den Vorteil mit gestandeneren Spielern ins Spiel zu gehen und so den etwas souveränen Eindruck zu hinterlassen. Unser NBA Playoff Tipp!

Houston Rockets – Minnesota Timberwolves, NBA Playoff Spiel 1 Tipp

Houston Rockets

Minnesota Timberwolves

16.04.2018
03:00
Sieg Houston Rockets
1.13

Da sich die Houston Rockets als bestes Team der regulären Saison den Heimvorteil gesichert haben, findet die Auftaktpartie der Serie in der Nacht von Sonntag auf Montag in Texas statt. Hier unser NBA Playoff Tipp!

Portland Trail Blazers – New Orleans Pelicans NBA Playoff Spiel 1 Tipp

Portland Trail Blazers

New Orleans Pelicans

15.04.2018
04:30
Sieg Portland Trail Blazers
1.45

Auch wenn die Portland Trail Blazers mit der besseren Bilanz in die Playoffs starten und zunächst zu Haus im traditionell emotionalen Rose Garden die Serie eröffnen, sollten die New Orleans Pelicans nicht unterschätzt werden. Unser NBA Playoff Tipp!

Philadelphia 76ers – Miami Heat NBA Playoff Spiel 1 Tipp

Philadelphia 76ers

Miami Heat

15.04.2018
02:00
Sieg Philadelphia 76ers
1.38

Philadelphia 76ers – Miami Heat: Die Jugend der Philadelphia 76ers sorgte gerade am Anfang der Saison für einige haarsträubende Niederlagen.. Hier weiter zum NBA Playoff Tipp!

POWER RANKINGS

Die reguläre NBA-Saison ist zu Ende und in den letzten Wochen wurde es noch einmal richtig spannend. Während im Osten relativ schnell klar war, wer in die Playoffs kommt, dauerte es bis zum Schluss, bis klar war, wer auf welchem Platz in die Playoffs geht.

Im Westen war es deutlich spannender, kämpften eine Woche vor dem Ende der Saison noch sieben Teams um die verbleibenden fünf Playoff-Plätze. Nachdem sich die Jazz als erste Mannschaft, eines der übrigen Tickets sichern konnte und die Clippers als Tabellenzehnter aus dem Rennen ausschieden, fielen die letzten Entscheidungen zum Teil erst am letzten Spieltag. Die Denver Nuggets waren letztlich die Unglücklichen, die nur Platz 9 belegten und nach dem Entscheidungsspiel gegen die Minnesota Timberwolves, welches bis in die Verlängerung ging, die Playoffs verpassten.

Am Ende kann sich allerdings ein starkes Playoff-Feld sehen lassen, mit vielen neu zusammengesetzten Teams, neuen Tabellenersten und leider ein paar angeschlagenen Teams, die vorerst oder sogar komplett auf ihre besten Spieler verzichten müssen. Doch das gehörte auch in den letzten Jahren dazu und so werden die Teams trotzdem alles geben.

Bevor wir uns aber in die Playoffs stürzen, wollen wir an dieser Stelle noch einmal einen kurzen Rückblick auf alle Teams werfen und gucken, wen in den Playoffs bzw. der Off-Season was erwartet, ob die Erwartungen erfüllt wurden und wo die Reise noch hingehen kann. Zudem stehen noch die Awards an und auch hier wollen wir an dieser Stelle einen Tipp abgeben, wer die besten Chancen hat und wer zum Favoritenkreis gehört. Bevor wir also die letzten Power Rankings beginnen, nun die Awards:

MVP: James Harden, Houston Rockets

Harden hätte den Award bereits in den letzten Jahren verdient gehabt, doch immer wieder wurde im vorgeworfen, dass die Team-Leistungen nicht gut genug waren. Nun führte er sein Team auf Platz 1 und steigerte dabei sogar nochmal sein Scoring auf 30,6 Punkten pro Spiel. Dementsprechend scheint nun Hardens Zeit zu sein und die konstanten Leistungen werden endlich belohnt.

Weitere Kandidaten: LeBron James, Anthony Davis, Giannis Antetokounmpo, Damian Lillard, Russell Westbrook

Rookie of the Year: Ben Simmons, Philadelphia 76ers

Das Rennen um den besten Rookie des Jahres ist ein Zweikampf zwischen Ben Simmons und Donovan Mitchell. Nicht, dass der Rest der Rookies schlecht spielt, gibt es mit Tatum, Smith Jr., Markkanen oder Kuzma eine Menge anderer Akteure, die zu überzeugen wissen, doch Simmons und Mitchell stechen hervor. Obwohl Mitchell es auch verdient hätte, sollte Simmons den Award bekommen. 16 Punkte, 8 Rebounds und 8 Assists pro Spiel sprechen für sich, dazu erzielte er 12 Triple Doubles und führte seine Sixers zu zuletzt 16 Siegen am Stück und damit auf Platz 3 – Wahnsinn für einen Rookie.

Weitere Kandidaten: Donovan Mitchell, Jayson Tatum

MIP: Victor Oladipo, Indiana Pacers

Während das Rennen um den Rookie of the Year-Award zumindest noch ein wenig Spannung mitbringt, scheint der MIP-Award relativ klar vergeben zu sein. Denn niemand überzeugte in dieser Saison, im Vergleich zu den vorhergehenden Jahren, so sehr wie Victor Oladipo.  Er steigerte sein Scoring um 7,2 Punkte pro Spiel und behauptete sich als Leader eines Playoff-Teams. Auch alle anderen Statistiken (mit Ausnahme der Freiwurfquote) verbesserten sich ebenfalls und so scheint seine Auszeichnung ziemlich sicher.

Weitere Kandidaten: Jamal Murray, Spencer Dinwiddie, E’Twaun Moore, Giannis Antetokounmpo, Steven Adams, Jaylen Brown, Clint Capela

Coach of the Year: Dwane Casey, Toronto Raptors

Das Rennen um den besten Trainer des Jahres ist in diesem Jahr wieder enger. Dwane Casey und Mike D’Antoni haben als jeweils Tabellenerster sicher gute Chancen, doch auch Brett Brown von den Sixers oder Brad Stevens von den Celtics sollte man nicht abschreiben. McNillan von den Pacers, Popovich von den Spurs und Quinn Synder von Utah sind sicher auch zu nennen, doch Casey von den Toronto Raptors hat letztlich die wohl besten Chancen. Die Raptors spielen nämlich so gut wie nie und machten einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung.

Weitere Kandidaten: Mike D’Antoni (Houston), Brett Brown (76ers), Brad Stevens (Celtics), Quinn Snyder (Jazz), Gregg Popovich (Spurs), Nate McNillan (Pacers), Terry Stotts (Blazers)

Defensive Player of the Year: Rudy Gobert, Utah Jazz

Die Wahl zum besten Defensivspieler des Jahres fällt mal wieder nicht so leicht, doch letztlich hat Rudy Gobert von den Utah Jazz die besten Chancen, auch wenn er einige Spiele verletzt fehlte. Doch Gobert stabilisiert die zweitbeste Defensive der Liga (99,8 Punkte) der Utah Jazz und ist fraglos einer der Erfolgsgaranten für die gute Defensivarbeit. Auch seine Werte (10,7 Rebounds, 2,3 Blocks und 0,8 Steals) können sich sehen lassen und da er bereits in den letzten Jahren gute Chancen hatte, scheint er sich in diesem Jahr endlich durchsetzen zu können.

Weitere Kandidaten: Anthony Davis, Joel Embiid, Kevin Durant, Paul George, Steven Adams, Giannis Antetokounmpo

Best 6th man: Lou Williams, Los Angeles Clippers

Die Wahl muss eigentlich auf den Guard der Clippers. So steigerte der 31-jährige Guard sein Scoring in dieser Saison auf ein Career-High von 22,1 Punkten pro Spiel, verpasste als Bank-Spieler nur knapp das All-Star Game und war die große Konstante im Spiel der Clippers. Zwar startete er 19 Spiele, doch die 60 Spiele von der Bank reichen zur Qualifikation zum besten sechsten Mann. Williams sollte sich den Titel verdientermaßen abgreifen.

Weitere Kandidaten: Eric Gordon, Nikola Mirotic, Jordan Clarkson, Rodney Hood, Kyle Kuzma, Fred VanFleet

Nachdem wir uns also an die Award-Prognose gewagt haben, kommen wir nun zu den letzten Power Rankings. Wieder einmal beginnen wir damit, die größten Auf- und Absteiger zu nennen und natürlich sind die Top16-Teams auch die, die es in die Playoffs geschafften haben.

Größte Aufsteiger: Philadelphia 76ers und Utah Jazz (je +9), Oklahoma City Thunder (+5)

Größte Absteiger: Washington Wizards, New Orleans Pelicans und Minnesota Timberwolves (je -5)

Platz 30 (29): Phoenix Suns 21-61 (Vormonat: 19-47)

Bereits vor Ablauf der letzten Spiele war klar, dass die Phoenix Suns in dieser Saison das schlechteste Team der Liga werden. Rückblickend sicher eine enttäuschende Saison, konnte Devin Booker sein großes Talent nicht dazu nutzen, die Suns weiter nach vorne zu bringen. Immerhin machte Rookie Josh Jackson in den letzten Spielen auf sich aufmerksam und wusste im Februar und März mit über 17 Punkten pro Spiel zu überzeugen. Ein weiterer Top-Pick sollte den Suns also immerhin eine aussichtsreiche Zukunft garantieren.

Platz 29 (30): Memphis Grizzlies 22-60 (18-45)

Die Grizzlies konnten die rote Laterne letztlich doch noch an die Phoenix Suns abgeben, trotzdem ist die Saison eine riesengroße Enttäuschung. Sicherlich spielte die Verletzung Conleys eine tragende Rolle, doch der Kader war insgesamt schwach besetzt, Gasol scheint auch langsam zu altern und es kam nie das Gefühl auf, als könnten die Grizzlies ansatzweise an die guten letzten Jahre anknüpfen. Nun muss der Draft und anschließende Sommer Klarheit für die Ausrichtung der Zukunft bringen.

Platz 28 (28): Dallas Mavericks 24-58 (19-45)

Die Mavs ergatterten auch nochmal ein paar Überraschungssiege werden aber auch froh sein, wenn die Saison vorbei ist. Zudem bleibt fraglich wie es weiter gehen wird. Nowitzki kündigte an, trotz Knöchel-OP noch ein Jahr dranzuhängen, doch es bleibt fraglich, wie sich die Mavs insgesamt aufstellen werden. Rookie Dennis Smith Jr scheint ein Mann für die Zukunft zu sein, doch Matthews, Barnes und Co. brachten bisher nur selten die erhofften Leistungen. So wurden die Mavs in diesem Jahr zu einem der schwächsten Teams der Liga.

Platz 27 (26): Atlanta Hawks 24-58 (20-44)

Auch die Hawks gehörten zu den schwächsten Teams der Liga. Kent Bazemores lange Verletzungspause und auch der Ausfall von Schröder können allerdings nicht als Ausreden gelten, spielten die Hawks auch mit ihnen schwach. Immerhin nutzte Taurean Prince die Saison um auf sich aufmerksam zu machen und konnte sich in der Rotation und teilweise sogar als bester Mann im Kader behaupten. Trotzdem muss sich Grundlegendes ändern, damit die Hawks aus dem Tabellenkeller klettern können.

Platz 26 (24): Orlando Magic 25-57 (20-44)

Der Blick auf die Tabelle verrät, dass Orlando das schwächste Team der Eastern Conference. Offensiv zu ungefährlich und defensiv zu anfällig geht eine Saison zu Ende, die außerordentlich gut startete. Schließlich gewannen die Magic acht der ersten zwölf Spiele, doch der überraschend gute Start wurde nicht bestätigt und die Abschlussbilanz verrät, wie schlecht die Saison seitdem tollen Start verlief (17 Siege und 53 Niederlagen). Die Folge schien ausweichlich und so trennten sich die Magic direkt nach Saisonende von Coach Frank Vogel.

Platz 25 (25): Sacramento Kings 27-55 (20-44)

Für die Kings geht eine enttäuschende Saison zu Ende. Zwar konnten sie viele Spiele in den letzten Sekunden für sich entscheiden, doch der erhoffte Mix aus Jung und Alt brachte schlussendlich nicht den erwünschten Erfolg. Dass Zach Randolph mit 36 Jahren häufig noch der beste Spieler im Team war, spricht nicht für die Qualität im Kader und letztlich steht auch in Frage, ob Rookie De’Aaron Fox die großen Erwartungen auf Dauer erfüllen kann.

Platz 24 (27): Brooklyn Nets 28-54 (20-44)

Zum Ende der Saison konnten die Nets nochmal ein paar Siege einfahren und sich in der Tabelle nach oben kämpfen. Platz 12 klingt schlussendlich gar nicht mehr so dramatisch, doch die Auftritte waren phasenweise wirklich schwach. Sicher, Verletzungen spielten auch eine kleine Rolle, doch ob ein gesunder Jeremy Lin und ein fitter D’Angelo Russell das Team wirklich weit nach vorne bringen, darf in Anbetracht der Konkurrenz angezweifelt werden. So muss auf Dauer mehr vom Rest des Teams kommen, gute Ansätze zeigte beispielsweise Spencer Dinwiddie.

Platz 23 (22): New York Knicks 29-53 (24-40)

New Yorks Saison ist einmal mehr als Enttäuschung zu bezeichnen und im Jahr 1 nach Carmelo Anthonys Abgang wurden die Ergebnisse noch schlechter. Ein Grund dafür ist aber sicherlich auch die Verletzung von Kristaps Porzingis, ohne den New York 21 von 28 Spielen verlor. Damit rutschten die Knicks immer weiter ins Niemandsland der Tabelle und nur der einigermaßen gute Start in die Spielzeit verhinderte ein weiteres Abrutschen in der Tabelle. Die Folge? Auch die Knicks entließen ihren Coach und werden in Zukunft neue Wege gehen.

Platz 22 (23): Chicago Bulls 27-55 (21-42)

Der Deutsche im Kader der Bulls, hatte eine einfache Zusammenfassung für den Verlauf der Saison. So hatte er sowohl von sich, aber auch von seiner Mannschaft mehr erwartet und war dementsprechend enttäuscht. Zwar konnte Rookie Lauri Markkanen überzeugen, doch viele Verletzungen warfen die Bulls bereits zu Beginn der Saison zurück. Ein kurze, überragende Phase, wurde durch den Trade von Mirotic beendet und selbst als LaVine nach seiner Verletzung zurückkehrte, verbesserte sich das Spiel der Bulls nicht. Es bleibt also fraglich mit welchem Personal die Bulls ihren Neuaufbau fortführen.

Platz 21 (19): Los Angeles Lakers 35-47 (28-35)

Die Lakers sind das erste Team in unseren Rankings, die trotz des Verpassens der Playoffs ein positives Saisonfazit ziehen können. Die Rookies Ball, Kuzma und Hart konnten überzeugten und mit über 30 Siegen ist auch bilanziell eine klare Steigerung zu erkennen. Auch die Trades von Clarkson und Nance Jr sorgten für etwas Ordnung im Kader und nun bleibt abzuwarten, ob der große Angriff auf die Free Agents beginnt oder man Geduld bewahrt und auf die Zukunft setzt.

Platz 20 (21): Charlotte Hornets 36-46 (28-36)

Kurz vor dem Ende der Saison verpflichteten die Charlotte Hornets mit Mitch Kupchak, einen sehr erfahrenen Mann als General Manager. Kupchak, der mit den Lakers große Erfolge feierte, soll Michael Jordan nun helfen ein besseres Team auf die Beine zu stellen, nachdem die Saison trotz der individuell guten Leistungen von Kemba Walker und Dwight Howard zu einer Enttäuschung wurde. So kann man davon ausgehen, dass der Rotstift angesetzt wird und sich bis zum Beginn der kommenden Spielzeit einiges ändern wird. Opfer Nummer 1: Headcoach Steve Clifford.

Platz 19 (20): Detroit Pistons 39-43 (29-35)

Stan van Gundy steht vor einiger schwierigen Aufgabe, konnte er die Pistons einmal mehr nicht in die Playoffs führen. Kurzzeitig sah es nach einem Aufschwung aus, als man sich Blake Griffin in einem Trade holen konnte, doch die gute Startphase verpuffte schnell und die Euphorie war weg. Die Pistons enttäuschten und verpassten zum achten mal in den letzten neun Jahren die Playoffs. Trotzdem will man mit Griffin und Drummond in die Zukunft, eine gute Grundlage, die es zu nutzen gilt.

Platz 18 (15): Los Angeles Clippers 42-40 (34-28)

Einmal kurz schafften es die Los Angeles Clippers in den letzten Wochen auf Rang 8. Doch sie konnten die Platzierung nicht halten und ständige Verletzungen warfen das Team von Coach Rivers immer wieder zurück. Viele verschiedene Starting Fives und die Ausfälle von Beverley, Teodosic, Bradley oder auch Gallinari waren letztlich nicht zu kompensieren. Im Jahr 1 nach Paul und Griffin verpassen die Clippers also leider die Playoffs, wenn auch knapp und mit positiver Bilanz.

Platz 17 (9): Denver Nuggets 46-36 (35-28)

Die Denver Nuggets hatten das Eine oder andere mal die Chance, die Playoffs aus eigener Kraft zu erreichen. Doch sie verpassten ihre Chancen und mussten letztlich ein äußerst bitteres Saisonende verkraften. Im Entscheidungsspiel gegen die Minnesota Timberwolves verloren sie in der Verlängerung und so endet die Saison trotz wirklich guter Bilanz mit einer großen Enttäuschung. Die Grundlage für die kommenden Jahre ist aber gelegt und so sollten sie keinesfalls alles in Frage stellen.

Platz 16 (11): Washington Wizards 43-39 (36-28)

John Wall und Co. schlossen die Saison auf Rang 8 ab und sind bilanziell gesehen das schwächste aller Playoff-Teams. So taumelten sie Richtung Playoffs und zuletzt gingen viele Spiele verloren. Zwar gab es dabei hin und wieder Verletzungen zu beklagen, trotzdem waren die Auftritte insgesamt nicht besonders vielversprechend was die Playoffs angeht. Die Defensive offenbarte Schwächen und auf offensiv ließ die Mannschaft das Teamspiel vermissen. Dazu zeigten sie sich auch in der Crunch-Time nicht gut und als Mannschaft gaben sie kein gutes Bild ab. Die Playoffs sicherten sie sich zwar noch, doch ein Aus in Runde 1 ist wahrscheinlich. So endet eine enttäuschende Saison für Wall, Beal und Co., was gleichzeitig Fragen in Richtung Zukunft aufwirft.

Platz 15 (17): Miami Heat 44-38 (34-30)

Auch Miami konnte sich einmal mehr die Playoffs sichern, doch die beste Form bringen sie nicht mit. Vor allem das Hick-Hack um Center Hassan Whiteside, der sich über zu wenig Einsatzzeit in der Crunch-Time beschwerte, liegt schwer auf Miami. Immerhin konnte Wade im Trikot der Heat hin und wieder überzeugen und Coach Spoelstra holt das Beste aus dem Team heraus, doch die Heat scheinen nicht gefestigt genug, für einen tiefen Playoff-Run.

Platz 14 (18): Milwaukee Bucks 44-38 (34-30)

Wirklich in den Griff bekamen die Bucks ihre Formprobleme in den letzten Wochen nicht, doch es reicht immerhin für die Playoff-Qualifikation. Doch das Team um Giannis Antetokounmpo offenbarte immer wieder Schwächen, obwohl man individuell mit Spielern wie Giannis, oder auch Bledsoe, Middleton, Parker oder Monroe insgesamt ziemlich gut besetzt ist. Die Playoffs werden nun zeigen, aus welchem Holz die Bucks geschnitzt sind und wo sie noch Verbesserungsbedarf haben.

Platz 13 (8): Minnesota Timberwolves 47-36 (38-28)

Durch den Sieg im letzten Saisonspiel gegen die Denver Nuggets konnten sich die Minnesota Timberwolves die Playoff-Qualifikation sichern. Bis dahin mussten sie aber lange zittern, warf die Verletzung von Jimmy Butler das Team zurück. Am Ende reichte es aber und als Tabellenachter erwartet die Wolves nun eine interessante Serie gegen die Houston Rockets. Trotz des großen Potenzials sind sie aber nur der Underdog, auch weil sie in der regulären Saison häufig zu schwach auftraten.

Platz 12 (10): San Antonio Spurs 47-35 (37-27)

Lange mussten die Spurs-Fans warten, bis die 21. Playoff-Qualifikation in trockenen Tüchern war. Doch die Spurs taten sich schwer und verpassten die 50-Sieges-Marke. Das Hick-Hack um Kawhi Leonard bestimmte den Saisonabschluss der Spurs, doch Popovich brachte sein Team letztlich doch noch auf den richtigen Weg. Ein überragender Aldridge bewies zudem einmal mehr seine Klasse, trotzdem bleibt fraglich, welche Chancen die Spurs ohne Leonard in den Playoffs haben werden.

Platz 11 (6): New Orleans Pelicans 48-34 (36-26)

Trotz des schwierigen Programms zum Ende der Saison konnten sich die New Orleans Pelicans behaupten und sich einen Playoff-Platz sichern. Am Ende wurde es Rang 6 und in der ersten Runde treffen sie nun auf die Portland Trail Blazers. Eine durchaus beeindruckende Leistung, bedenkt man, dass DeMarcus Cousins verletzt fehlt. Doch das Trio um Davis, Holiday und Rondo lieferten ab und so freut man sich in New Orleans über die Playoffs.

Platz 10 (7): Indiana Pacers 48-34 (37-27)

Die Indiana Pacers gehören zu den größten Überraschungen in dieser Saison. Niemand hätte der Mannschaft aus Indiana nach dem Abgang von Paul George zugetraut noch etwas zu reißen, doch Oladipo brillierte und avancierte zum Favoriten auf den MIP-Award (Most Improved Player). Dazu konnte auch der zweite Neuzugang Sabonis überzeugen und die Tiefe und Geschlossenheit der Pacers, gepaart mit solider Defensive, sorgt für Selbstvertrauen und berechtigten Hoffnungen in den Playoffs über die erste Runde hinaus zu kommen.

Platz 9 (5): Portland Trail Blazers 49-33 (38-26)

Die Blazers konnten sich durch eine herausragende Phase im März als dritte Kraft im Westen etablieren. Früh machten sie die Playoff-Qualifikation klar, doch leider kamen sie danach nochmal ins Straucheln. Insgesamt scheint das Team aus Portland aber gereift und bereit für einen tiefen Playoff-Lauf. Lillard geht als Anführer voran und nach Runde 1 in den Jahre 2015 und 2017 und Runden 2 in den Jahren 2014 und 2016, soll es in diesem Jahr einen Schritt weiter gehen. Die Konkurrenz ist sicher gewarnt.

Platz 8 (13): Oklahoma City Thunder 48-34 (37-28)

Mit allergrößter Mühe haben sich die Thunder schlussendlich doch noch für die Playoffs qualifiziert. Es dauerte allerdings fast bis zum letzten Spieltag und trotz der Qualifikation und der insgesamt noch annehmbaren Bilanz, geht eine enttäuschende Saison zu Ende. Das Trio um Westbrook, George und Anthony harmonierte nicht wie erhofft und vor allem Melo und George hatten immer wieder Probleme. Trotz allem behaupteten sich die Thunder gegen die Top-Teams und dürfen in den Playoffs keinesfalls unterschätzt werden. Die individuelle Klasse bleibt nämlich hoch, auch wenn die Form nie besonders gut war.

Platz 7 (16): Utah Jazz 48-34 (34-30)

In unseren letzten Rankings lag Utah noch auf Rang 10 in der Western Conference, doch der phänomenale Schlussspurt bracht die Jazz letzten Endes auf Rang 5. Coach Snyder hat sein Team im Griff und mit Mitchell eine Top-Kandidaten auf den Rookie of the Year-Award und mit Gobert den vielleicht besten Verteidiger der Liga. Zudem spielt Rubio so gut wie und die Mannschaft präsentiert sich als harmonierende Einheit. Utah ist sicher eines der am schwierigsten zu spielenden Teams und könnte in den Playoffs für eine Überraschung sorgen, die aber in Anbetracht der Platzierung eigentlich gar keine Überraschung sein sollte.

Platz 6 (9): Cleveland Cavaliers 50-32 (37-26)

Tatsächlich verloren die Cavs ihren dritten Platz, obwohl sie ihre Probleme zuletzt einigermaßen in den Griff bekamen. Die Verletzten kehrten zurück und auch Coach Lue war nach einigen Wochen Abwesenheit zuletzt wieder dabei. Dazu ist und bleibt James in überragender Form und wie die letzten Jahre bewiesen, sagt die reguläre Saison relativ wenig über LeBrons Teams in den Playoffs aus, auch wenn in diesem Jahr Star-Power zu fehlen scheint und der Abgang von Irving nicht kompensiert werden konnte. Allerdings wird LeBron bereit sein, die Zweifler verstummen zu lassen.

Platz 5 (4): Boston Celtics 55-27 (45-20)

Die Celtics können und sollten mit ihrer Saison zufrieden sein. Nach dem Rückschlag und der Verletzung von Gordon Hayward spielten sie sich in einen Rausch und etablierten sich als eines der Top-Teams im Westen. Im Laufe der Saison ka——-men dann immer mehr Verletzungen hinzu, denen das Team von Coach Stevens aber gekonnt trotzte. Am Ende meldeten sich dann aber auch noch Irving und Theis für den Rest der Saison ab und so scheint ein tiefer Playoff-Run nicht wirklich möglich.

Platz 4 (12): Philadelphia 76ers 52-30 (34-28)

Der Schlussspurt der Sixers war beeindruckend und auch wenn sie ein dankbares Programm hatten, werden die 16 Siege am Stück nochmal für einen Schub sorgen. Zudem wird Joel Embiid zum hervorragend aufgelegten Team zurückkehren und die Mannschaft nochmal verstärken. Das erste mal seit 2001 erreichten die Sixers zudem mehr als 50 Siege und so lässt sich bereits vor den Playoffs feststellen, dass sich das Motto „Trust the Process“ bewahrheitet hat. Außerdem ist die Entwicklung noch lange nicht zu Ende und wer weiß, wie weit es die Sixers in den Playoffs schaffen.

Platz 3 (2): Golden State Warriors 58-24 (49-14)

Golden State musste den Platz an der Sonne räumen und profitiert in diesen Rankings einzig und allein vom Meister-Bonus und der insgesamt immer noch drittbesten Bilanz. Die Form der letzten Wochen war aber schlecht und war sicherlich auch auf die vielen Verletzungen zurückzuführen. Fraglos darf man vom amtierenden Meister eine Leistungssteigerung in den Playoffs erwarten, doch die Tatsache, dass Curry Runde 1 verpassen wird, macht die Sache insgesamt nicht gerade einfacher.

Platz 2 (3): Toronto Raptors 59-23 (45-17)

Toronto konnte in der regulären Saison einige Bestmarken aufstellen und damit natürlich Selbstvertrauen in Richtung Playoffs sammeln. Den Heimvorteil bis zu den Finals sicherten sie sich, weil sie die beste Bilanz der Eastern Conference aufweisen konnten und damit einen neuen Franchise-Rekord aufstellten. Nie gewannen sie mehr Spiele als in dieser Saison. Dazu scheint die Mannschaft als Team gefestigter und sie werden hochmotiviert ind heint die MAnnschaft lanz der Eastern Conference aufweisen udn e einfacher die Playoffs gehen und einmal mehr versuchen, LeBron endlich vom Thron der Eastern Conference zu stoßen.

Platz 1 (1): Houston Rockets 65-17 (49-13)

Die Rockets festigten ihren 1. Platz und verloren seit den letzten Rankings nur vier Spiele. Damit ist Houston verdientermaßen das beste Team der Liga, das mit großer Wahrscheinlichkeit auch den MVP stellen wird. James Harden war nämlich erst der vierte Spieler der NBA-Geschichte, der mit über 30 Punkten pro Spiel das beste Team der regulären Saison anführte. Mit einem weiterhin starken Chris Paul an seiner Seite und jeder Menge guter Schützen haben die Rockets in diesem Jahr sogar gute Chancen die Golden State Warriors zu entthronen.

 

NBA Playoffs 2018

Houston Rockets – Minnesota Timberwolves

Duelle zwischen der besten Mannschaft der regulären Saison und dem Achtplatzierten in der ersten Runde der Playoffs sind häufig von Gegensätzen geprägt. So auch das Matchup der Houston Rockets und Minnesota Timberwolves. Während die Rockets nach dem Trade von Chris Paul in der Off-Season als klare Titelfavoriten gelten können, sicherten sich die Timberwolves am erst am letzten Spieltag nach einem Overtime-Sieg gegen die Denver Nuggets die Teilnahme an den Playoffs. Nach 14 Jahren Playoff-Abstinenz sind Wolves erstmals seit der Ära Kevin Garnett wieder beim Big Dance dabei.

Während das Team von Coach Mike D’Antoni allerdings von Beginn der Saison an hochkonzentriert und effizient agierte, legten die Timberwolves eine durchwachsene Spielzeit hin, an deren Ende sie zwar 16 Siege besser waren als im Vorjahr, aber zu keinem Zeitpunkt wie eine sichere Playoff-Mannschaft agierten.

Das wird auch aus den vier Aufeinandertreffen in der regulären Saison deutlich. Keines der Spiele konnten die Wolves für sich entscheiden und nur eine Partie mit weniger als neun Punkten Rückstand beenden. Houston konnte schalten und walten, Minnesota vermochte es nicht, die Raketen auch nur einmal unter 115 Punkten zu halten.

Eine sichere Kiste ist die Serie dennoch nicht. Houstons Stars Chris Paul und James Harden müssen beweisen, warum sie zu unrecht als Playoff-Versager gelten. Die Timberwolves auf der anderen Seite haben nichts zu verlieren und können frei aufspielen. Mit Jimmy Butler, Taj Gibson und Jamal Crawford können Sie den Rockets ordentlich Playoff-Erfahrung entgegensetzen.

Situation Houston Rockets (1. Platz: 65 Siege – 17 Niederlagen)

Viele Experten hatten nach dem Trade von Chris Paul von den Los Angeles Clippers zu den Houston Rockets eine Leistungssteigerung des Teams prophezeit. Dass sich die Mannschaft von Coach Mike D'Antoni dann am Ende mit 65 Siegen als die erfolgreichste Mannschaft der Regular Season feiern konnte, hätte wohl niemand gedacht. Zu groß waren die Zweifel an einer funktionierenden Backcourt-Partnerschaft zwischen Chris Paul und James Harden.

Die beiden Superstars bewiesen den Kritikern das Gegenteil und brannten in der Spielzeit 2017/2018 ein Offensivfeuerwerk ab, dass es nur so knallte. Nachdem Paul zu Saisonbeginn mit einer Handverletzung für 14 Partien ausfiel, zeigte er, dass er das Spiel lesen und lenken kann wie kein Zweiter. Umso erstaunlicher, dass Harden dennoch als brandheißer Favorit auf die MVP-Trophäe gilt. 30,4 Punkte, 8,8 Assists und 5,4 Rebounds legt der bärtige Guard pro Spiel auf und zeigt damit die individuell beste Saison seiner Karriere. Gemeinsam mit Pauls 18,6 Punkten, 7,9 Vorlagen und 5,4 Abprallern stellen Harden und Paul die übrigen Rockets in den Schatten. Der große Vorteil der beiden: Neben ihrem exzellenten Spielverständnis zählen sowohl Harden als auch Paul zu den besten Isolationsspielern der gesamten Liga.

Allzu viele Isolationen brauchte Mike D'Antoni dabei nicht anzusagen. Er vertraute auf die bereits bewährte Spielanlage der Rockets: Viele Dreier, viele Abschlüsse unter dem Korb, Mitteldistanzwürfe unbedingt vermeiden. Dementsprechend finden sich in Houstons Kader gleich sechs Akteure, die mehr als zwei Dreier pro Partie im gegnerischen Korb unterbringen. Doch auch in Korbnähe verfügt das Team mit dem Schweizer Clint Capela und Nene über fähige Abnehmer, die genau wissen, wie ihre Rolle im Team definiert ist.

Mit P.J. Tucker und Luc Mbah a Moute sicherte sich Houston in der Offseason darüber hinaus auch noch zwei fähige Verteidiger, die vom Guard bis Small-Ball-Center alles verteidigen können. Leider ist Mbah a Moute derzeit verletz. Erstmals stellen die Texander damit ihrer potenten Offensive eine Top-10-Defensive zur Seite. Die Nachverpflichtungen von Gerald Green, Joe Johnson und Brandan Wright um den All-Star-Break herum, geben dem Kader und insbesondere der Bank der Rockets eine Tiefe, die in der NBA ihresgleichen sucht.

Entsprechend selbstbewusst pflügten die Raketen durch die reguläre Saison, zementierten gleich von der ersten Partie an ihren Favoritenstatus und zeigten, dass mit ihnen zu rechnen ist. Nach den ersten 30 Partien standen gerade einmal vier Niederlagen zu Buche. Bis zum All-Star-Break verloren die Rockets ganze 13 Spiele inklusive einer Siegesserie von 17 Spielen. Nach der Zwangspause kamen nur noch vier Niederlagen hinzu.

Situation Minnesota Timberwolves (8. Platz: 47 Siege – 35 Niederlagen)

Wer die Karriere von Coach Tom Thibodeau in den letzten Jahren verfolgt hat wird eine Konstante bemerken. Über seine Zeit als Defensiv-Coach der Boston Celtics 2008 bis zu den Jahren als Headcoach der Chicago Bulls um Derrick Rose, Luol Deng und Joakim Noah und zuletzt mit Jimmy Butler war eine stabile Defensive diesem Mann sehr, sehr wichtig. „Thibs“ Mannschaften gehörten stets zu den besten Defensiven der Liga. Bei den Minnesota Timberwolves scheint seine defensive Philosophie noch keine Früchte zu tragen. Zwar erreichte er mit den Wolves erstmals seit 14 Jahren in die Postseason, besonders dominant wirkte seine Mannschaft auf dem Weg dorthin aber nur phasenweise.

Dabei schienen die Vorzeichen für eine Leistungsexplosion so gut wie nie. Mit Jimmy Butler heuerte der ehemalige Lieblingsschüler Thibodeaus in Minnesota an, nachdem die Bulls ihn für Zach LaVine, Rookie-Enttäuschung Kris Dunn sowie den siebten Pick der Draft 2017, Lauri Markkanen, in den kühlen Norden geschickt hatten. Die Verantwortlichen erhofften sich von der Präsenz des Veteranen eine Leistungsexplosion von Karl Anthony Towns und Andrew Wiggins, den beiden Nr.-1-Picks im Kader der Timberwolves. Auch die Verpflichtung von Taj Gibson, einem weiteren Lieblingsspieler von Thibodeau, wurde von viel Lob begleitet. Der Veteran sollte vor allem die beiden jungen Big Men Towns und Gorgui Dieng unter seine Fittiche nehmen.

Die erhofften Fortschritte blieben jedoch weitestgehend aus. Zwar zeigte sich Towns defensiv engagierter und offensiv effizienter als in der vergangenen Spielzeit, Wiggins machte jedoch einen Rückschritt. Der Modellathlet fand sich bis zuletzt in seiner Rolle als dritte Option der Offensive nicht zurecht und zeigte sich sogar öffentlich enttäuscht vom mangelnden Vertrauen des Coaches in seine Fähigkeiten.

Immerhin scheint der junge Mann ausreichend Selbstvertrauen zu haben, denn mit 17,7 Punkten und 1,9 Vorlagen pro Spiel lieferte er schwächere Durchschnittswerte bei ähnlich ineffizienten Quoten wie in seiner Rookie-Saison. Auch defensiv war die Spielzeit 2017/2018 für ihn eher ein Rückschritt. Wiggins schaffte es erneut nicht, seine athletischen Fähigkeiten in effiziente Verteidigung umzuwandeln. Oftmals wirkte er nicht involviert oder konzentriert.

Deutlich verbessert wirkten die Wolves indes auf der Aufbauposition. Statt Ricky Rubio startet dort Jeff Teague, der sich schnell im Spielsystem Minnesotas zurechtfand. Zwar legte er keine Fabelstatistiken auf wie zuletzt in Indiana oder seiner letzten Saison in Atlanta, neben Butler, Towns und Wiggins musste er offensiv jedoch zurückstecken. Auch Backup Tyus Jones präsentierte sich in guter Verfassung und offenbarte trotz limitierter Körpergröße ungeahnte Defensivfertigkeiten.

Dennoch gehören die Timberwolves defensiv zu den schwächsten Teams der Saison. Im Defensiv-Ranking belegen sie einen wenig inspirierenden 27. Platz. Überraschend für Teams von Coach Thibodeau zeigten sich die Wolves allerdings offensiv ungeahnt gefährlich und stellten die viertbeste Offensive der NBA. Diese Ambivalenz wird auch im Saisonverlauf Minnesotas deutlich. Es finden sich kaum längere Siegesserien, immer wieder verloren die Wolves unnötig hoch gegen vermeintlich schwächere Teams. Unterm Strich bleibt allerdings eine Verbesserung um 16 Siege im Vergleich zur Vorjahressaison und die erste Playoff-Teilnahme seit 2004, als mit einer Mannschaft um Kevin Garnett, Latrell Spreewell und Sam Cassell die Conference Finals erreicht wurden.

X-Faktor: Andrew Wiggins

Der ehemalige 1. Pick der Draft 2014 überzeugte während der regulären Saison kaum. Oft wirkte der erst 23-Jährige im System von Coach Thibodeau verloren und fehl am Platz. Aus dem Feld traf er nur knapp 44 % seiner Würfe, der Dreier fand nur in 32 % der Fälle sein Ziel. Auch von der Linie traf Wiggins mit 64,4 % unterdurchschnittlich. Dass er erst im vergangenen November eine Vertragsverlängerung über 150 Millionen Dollar unterzeichnete brachte die Kritiker ebenfalls schnell auf den Plan.

Immer wieder zeigte er aber Leistungen, die sein enormes Potenzial offenbarten. Mit seiner Länge, Athletik und Kraft könnte er neben Rudelführer Jimmy Butler und Center Karl Anthony Towns die dritte Säule des Teams werden. Eine Rolle, die der Kanadier in der Vergangenheit nur schwer zu akzeptieren schien.

Seine körperlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten prädestinieren ihn auch dafür, im Defensivverbund von Thibodeau als agiler und vielseitiger Verteidiger zu brillieren. Wiggins bekleidet die Rolle nur phasenweise und ist der drittschlechteste Defensivspieler unter allen Small Forwards der NBA.

Für Wiggins ist seine erste Playoff-Teilnahme auch die Chance, sich neu zu erfinden. Schafft er es, den Schalter defensiv dauerhaft umzulegen und sich offensiv unterzuordnen, können die Timberwolves die Houston Rockets ärgern.

 

Boston Celtics – Milwaukee Bucks

Die Boston Celtics und die Milwaukee Bucks gehörten in den letzten drei bis vier Jahren zu den Teams, die die größte Entwicklung durchmachten. Während sich die Celtics vor allem als Team entwickelten und Coach Brad Stevens überragende Arbeit leistete, stand bei den Milwaukee Bucks vor allem die Entwicklung von Giannis Antetokounmpo im Vordergrund, doch zweifellos ging die Entwicklung des Teams mit seiner Entwickelung einher.

Dank dieser Entwicklung und einigen Trades, gehörten die Celtics zu Beginn der Saison sogar schon zu den Favoriten. Die Verletzung von Hayward, warf das Team von Brad Stevens aber natürlich zurück, genauso wie der späte Ausfall von Kyrie Irving. Dem Gegner aus Milwaukee traute man nach dem tollen Abschneiden in der letzten Saison ebenfalls eine Menge zu, doch sie konnten die Erwartungen nicht ganz erfüllen. Antetokounmpo überragte zwar erneut und konnte sich auch in seiner fünften Saison in Folge fast in allen Statistiken verbessern, doch der Teamerfolg blieb aus, der Trainer wurde entlassen und immer wieder gab es verschiedenste Probleme im Team der Bucks.

Nichtsdestotrotz waren die Saisons alles andere als Fehlschläge, schaffte es Boston trotz der schwierigen Personalsituation auf Platz 2 und machte selbst ohne Hayward den Eindruck eines der besten Teams der Eastern Conference zu sein. Die Bucks starten zwar nur von Platz 7, doch auch sie ließen immer wieder aufblitzen welche Klasse sie haben. Das Grundgerüst um Antentokounmpo, Parker, Middelton und Bledsoe verspricht eine Menge und es gilt in diesen Playoffs weitere Erfahrungen zu sammeln und daraus die richtigen Schlüsse für die nächsten Saisons zu ziehen.

Wie weit es dabei für die Teams gehen kann, ist fraglich, fest steht jedenfalls, dass sie Bucks bei Top-Leistungen von Antetokounmpo, alles andere als chancenlos sind, weil die Celtics nicht in Bestbesetzung sind und unklar ist, zu welcher Leistung sie in den Playoffs fähig sind. So oder so dürfen sich die Fans aber auf eine interessante Serie freuen bei dem am Ende vielleicht das etwas bessere Coaching und die etwas größere Erfahrung der Celtics von Vorteil sein könnte.

Situation Boston Celtics (2. Platz: 55 Siege –  27 Niederlagen)

Die Boston Celtics sorgten mit der Verpflichtung von Kyrie Irving im Sommer für einen Schockmoment, auch weil sie sich von Isaiah Thomas tradeten, der bekanntermaßen alles für die Celtics gab. Außerdem konnten sie mit Gordon Hayward einen weiteren All-Star verpflichten, durch den die Celtics plötzlich zu einem der Top-Favoriten in der Eastern Conference wurden.

Den ersten Rückschlag gab es allerdings gleich am ersten Spieltag, als sich Hayward eine Horrorverletzung zuzog und klar war, dass er den Rest der Saison verpassen wird. Überraschenderweise ließ sich das Team von Coach Brad Stevens davon aber kaum beeinflussen und setzte sich schnell an die Spitze der Eastern Conference. So gewannen sie nach zwei Niederlagen zum Start der Saison 16 Spiele in Folge und verdeutlichten, dass sie auch ohne Hayward ernst zu nehmen sind. Ganz konnten sie das Niveau zwar nicht halten, doch trotzdem zeigten die Ergebnisse, dass die Celtics ein Top-Team bleiben sollten.

Leider kamen aber mit der Zeit immer mehr Verletzungen hinzu und knapp zwei Wochen vor Beginn der Playoffs wurde bekannt, dass auch Kyrie Irving nach einer Knie-OP den Rest der Saison verpassen wird. Die Celtics gehen also ohne ihre beiden besten Spieler in die Playoffs, dazu verpasste Marcus Smart zuletzt viele Spiele und auch Rookie Daniel Theis, der eine tolle erste Saison spielte, wird verletzt fehlen. Die Aussichten der Celtics scheinen also nicht so gut, doch bedenkt man, dass sie Ende März sechs Spiele in Folge gewinnen konnten, ist schnell klar, dass sie auch ohne ihre Verletzten gut drauf sind und mit Horford, Tatum, Brown, Morris, Rozier und Co. noch immer eine starke Truppe stellen, die es nicht zu unterschätzen gilt.

Dazu bewies Coach Brad Stevens immer wieder, dass er zu den besten Coaches an der Seitenlinie gehört und immer wieder Top-Leistungen aus seinen Spielern herausholen kann. Die Celtics stellen die beste Defensive der Eastern Conference-Playoff-Teams und konnten in den vielen Topspielen in diesem Jahr immer wieder zeigen, dass sie trotz einiger Ausfälle konkurrenzfähig sind. Sicher, der Titel scheint etwas zu hoch gegriffen, doch fraglos darf man die Celtics nicht schon in Runde 1 abschreiben.

Situation Milwaukee Bucks (7. Platz: 44 Siege – 38 Niederlagen)

Die Saison der Milwaukee Bucks lässt sich mit einem Wort beschreiben: inkonstant. Das von Giannis Antetokounmpo getragene Team zeigte stark wechselhafte Leistungen. Spektakulären Siegen wie etwa gleich in der ersten Partie gegen die Boston Celtics, oder im weiteren Saisonverlauf gegen die San Antonio Spurs, Oklahoma City Thunder oder gar die Golden State Warriors ließ das Team teils unerklärliche Niederlagen folgen. Wenig spektakulär bewegte sich die Mannschaft stets mit einer knapp positiven Saisonbilanz. Zusätzlich mussten die Bucks auch noch den Ausfall von Jabari Parker verkraften, der nach seinem zweiten Kreuzbandriss innerhalb von drei Jahren bis zum 2. Februar keine Partie absolvieren konnte.

Die Leistungen Milwaukees aber allein an Parker festzumachen, wäre vermessen. Als Grund für die stagnierende Entwicklung des Teams aus der Bierstadt wurde Coach Jason Kidd ausgemacht. Der ehemalige Weltklasse-Point-Guard und NBA Champion mit den Dallas Mavericks konnte das Management mit seiner hyperaggressiven Defensiv- und positionslosen Offensivstrategie nicht länger überzeugen und schien das Team nicht mehr zu erreichen. Zwar behauptete Antetokounmpo bis zuletzt das Gegenteil, dennoch übernahm für Kidd am 22. Januar Assistant Coach Joe Prunty, der die Bucks als Interimstrainer bis zum Ende der Saison betreuen wird. Mit ihm hat Milwaukee zwar vor allem defensiv wieder an Stabilität gewonnen, leider ist es Puntry bisher aber nicht gelungen, die konzentrierte Defensivleistung in Siege umzumünzen.

Für mehr Siege sollte vor allem auch Eric Bledsoe sorgen, den die Bucks Anfang November von den Phoenix Suns loseisten und der endlich das Loch auf der Aufbauposition stopfte. Der kompakte „Mini-LeBron“ überzeugte in der Vergangenheit als aggressiver Verteidiger, der auch offensiv seinen Mann stehen konnte. Im Trikot der Bucks hingegen schwanken seine Leistungen hingegen. Knapp 18 Punkte und fünf Assists legt Bledsoe im Schnitt auf, darunter Gala-Auftritte mit 39 Punkten und sechs Vorlagen gegen die Los Angeles Lakers aber auch unterdurchschnittliche Leistungen mit sieben Punkten und drei Assists gegen die New York Knicks Anfang Februar.

Zuletzt präsentierten sich die Bucks erneut in aufsteigender Form. Sogar der verletzungsbedingte Ausfall von Giannis Antetokounmpo in den letzten drei Saisonspielen schien Milwaukee nicht zu beunruhigen. Dementsprechend werden die Bucks mit großer Hoffnung in die Playoffs gehen und versuchen nach dem Aus in Runde in den Jahren 2015 und 2017 endlich eine Runde weiter zu kommen.

X-Faktor: Jayson Tatum

Der Rookie der Celtics spielt eine tolle Saison, auch wenn er im Kampf um den Rookie of the Year Award wohl kaum mehr eine Rolle spielen wird. Doch mit 13,9 Punkten pro Spiel und einigen tollen Auftritten machte der mittlerweile 20-jährige klar, dass die Celtics eine Menge Freude an ihm haben werden. Vor allem gegen Ende der Spiele zeigte sich der Rookie häufig kaltschnäuzig und konnte wichtige Würfe für Boston versenken.

Seine Quoten von 47,5% (42,9% Dreier) können sich für einen Rookie auch sehen lassen und die Tatsache, dass er sein Scoring in den letzten zehn Spielen auf 18 Punkte pro Spiel steigern konnte, macht auch klar, dass er dazu bereit ist, die Lücke die Irving hinterließ füllen zu wollen. Sicher wird er noch nicht der Go-to-Guy der Celtics werden, doch wenn er regelmäßig gut spielt, werden die Chancen der Celtics, trotz der Verletzungen eine Runde weiter zu kommen, sicher etwas größer.

Positionstechnisch kommen auch schwierige Aufgaben auf Tatum zu. Je nach Rotation wird er sicherlich einige Minuten auf der Small Forward Position bekommen und so gegen Antetokounmpo antreten dürfen. Doch der junge Rookie wird sich der Aufgabe stellen wollen und Tatum hat das Zeug dazu, diese zu bestehen. So wird er eine Schlüsselrolle in dieser Serie einnehmen.

 

Cleveland Cavaliers – Indiana Pacers

Bereits in der vergangenen Saison trafen die in Cleveland Cavaliers und die Indiana Pacers in der ersten Playoff-Runde aufeinander. Die Cavs waren damals allerdings als Tabellenzweiter der noch deutlichere Favorit als in diesem Jahr. Andererseits hatten die Pacers mit Paul George einen Spieler in ihren Reihen, dem man zutraute LeBron das Leben zumindest schwer zu machen. Schlussendlich besiegten die Cavs die Pacers allerdings mit 4-0 und bekanntermaßen entschied sich Paul George im Anschluss daran zu einem Wechsel nach OKC.

Im Gegenzug konnten sich die Pacers die Dienste von Victor Oladipo sichern, der allerdings zunächst kritisch beäugt wurde. Doch der Verlauf der regulären Saison zeigte, dass Oladipo der Aufgabe in Indiana gewachsen war und dass die Pacers in diesem Jahr sogar noch etwas besser waren als in der vergangenen Saison. Auch die Duelle mit den Cleveland Cavaliers verliefen nicht erwartungsgemäß, denn es waren die Pacers die drei der vier Spiele für sich entscheiden konnten.

Anfang November siegten sie mit 124-107, Anfang Dezember waren sie erneut erfolgreich, als sie die Cavaliers mit 106-102 schlagen konnten. Zu Beginn des Jahres 2018 wurde es dann nochmal spannender, als die Pacers mit 97-95 gewinnen konnten. Hier hatte James aber in der letzten Sekunde die Chance auf den Sieg. Zwei Wochen machten er und die Cavs es besser. Angeführt von James, der ein Triple Double erzielte und Jr Smith (23 Punkte), siegten die Cavs mit 115-108. Was die Ergebnisse jedoch Wert sind, bleibt abzuwarten, folgten erst anschließend die vielen Trades von LeBrons Mannschaft.

Letztlich bleibt nach dieser Saison aber festzuhalten, dass sich die Voraussetzungen vor dieser Serie im Vergleich zum letzten Jahr verändert haben. Es ist nicht mehr nur das Match zwischen zweier Topstars, sondern zwischen einem Team, dass von LeBron dominiert wird und einer Pacers-Truppe, die zwar von Oladipo profitiert, aber insgesamt als Mannschaft überzeugt. So ließen die Pacers bereits in den direkten Duellen mit dem Cavs aufhorchen, wodurch die Favoritenstellung nicht mehr so deutlich wie man es vielleicht erwartet hätte.

Nichtsdestotrotz bleiben die Cavs natürlich der Favorit aufgrund des großen Playoffs Erfolges von LeBron in den letzten Jahren. Punktuell offenbarten die Cavaliers jedoch phasenweise große Probleme und da neben LeBron ein zweiter, absoluter Topstar fehlt, könnte es zu Problemen kommen. So konnte in dieser Saison niemand an die Stats von Wade oder Irving heranreichen und es wird eine schwerere Aufgabe für die Cavaliers. Ein Weiterkommen ist nicht so einfach oder gar garantiert wie in den vergangenen Jahren, denn die Pacers lauern auf die Fehler des Vizemeisters.

Situation Cleveland Cavaliers (4. Platz: 50 Siege – 32 Niederlagen)

Bekanntermaßen stand LeBron James in den letzten sieben Finals und ging dementsprechend auch sieben mal als Champion der Eastern Conference in die Finals. Wie die regulären Saisons verliefen, spielte dabei meist keine Rolle, konnte James nur in einem der letzten vier Jahre die reguläre Saison auf Platz 1 beenden. Auch in diesem Jahr gelang ihm dieses Kunststück nicht, da die Cavs eine wirklich verrückte Saison hinter sich haben.

Mit Zuversicht aber auch einigen Fragezeichen gingen sie nach dem Abgang von Kyrie Irving ins neue Jahr, da sie durch Dwyane Wade, Isaiah Tomas, Derrick Rose und Jae Crowder eigentlich für adäquaten Ersatz gesorgt hatten. Nach etwas holprigem Start (5-7) gewannen sie dann aus dem Nichts 13 Spiele in Folge und 18 von 19 Spielen. Doch dadurch wurde es nicht besser, Probleme kamen erneut auf und es gingen elf der folgenden 15 Spiele verloren.

Die Cavs machten keinen guten Eindruck und so wurde der Kader umgekrempelt. Wade, Thomas, Crowder und Rose wurden wieder abgegeben und im Gegenzug wurde mit Rodney Hood, George Hill, Jordan Clarkson und Larry Nance Jr. frischer Wind ins Team gebracht. Dieser frische Wind schien vor allem LeBron James zu beflügeln, der seit Anfang Februar in seiner eigenen Liga spielt und mit einem Triple Double Schnitt und 30 Punkten pro Spiel zu überzeugen weiß.

LeBron ist also in Top-Form und nachdem auch Kevin Love nach seiner Verletzung wiederkehrte und sich an die neuen Teamkollegen gewöhnen konnte, sind die Cavs wieder in guter Form und machten den Eindruck plötzlich doch wieder das „Team to beat“ in der Eastern Conference zu sein. LeBron sei Dank sind die Cavs natürlich auch in dieser Serie der Favorit, obwohl es eine ganze Menge Probleme im Laufe der regulären Saison gab. Vor allem defensiv werden sich die Cavs aber steigern müssen, doch gerade hier zeigte sich Coach Lue in den letzten Jahren einfallsreich und verhalf seinem Team zur Steigerung der Defensivleistung.

Situation Indiana Pacers (5. Platz: 48 Siege – 34 Niederlagen)

Die Indiana Pacers sind eines der Überraschungsteams der Saison und verbesserten sich im Vergleich zur letzten Saison, die sie mit 42 Siegen und 40 Niederlagen auf Rang 6 abschlossen. Die Gründe dafür sind vielschichtig, doch sind vor allem im Spiel von Victor Oladipo zu sehen, der erst im Sommer zu Indiana wechselte. Nach einigen Jahren in Orlando und in OKC in denen der Guard nie über 18 Punkte pro Spiel hinauskam, zeigte er sich in dieser Saison klar verbessert und wusste mit 23,1 Punkten pro Spiel zu überzeugen.

So ersetzt er den abgewanderten Paul George mehr als adäquat und machte die Pacers zu einem ernstzunehmenden Playoff-Team mit durchaus guten Chancen die 1. Runde zu überstehen. Doch nicht nur Oladipo wusste zu überzeugen, auch der zweite Neuzugang aus OKC spielte stark. Domantas Sabonis verdoppelte seine Punkteausbeute im Vergleich zu seiner Rookie-Saison und konnte sich als Rollenspieler etablieren.

Coach Nate McNillan formte so ein gutes Team in dem sich auch andere Spieler hervorheben konnten. Bojan Bogdanovic wurde zum zweitbesten Scorer und mit Turner, Collison und Young scoren insgesamt sechs Spieler zweistellig. Dazu sind auch Lance Stephenson, Cory Joseph oder Al Jefferson wichtige Teile, im insgesamt ausgeglichenen Team der Pacers.

Zwar erzielte Indiana nie mehr als fünf Siege in Folge, doch die Tatsache, dass sie bis auf Houston jedes Top-Team mindestens einmal schlagen konnten und sie beispielsweise ihre saisoninternen Serien gegen die Cavs und Warriors komplett gewinnen konnten, zeigt, dass sie sich vor niemandem verstecken müssen. Dazu stimmen Einstellung, Fight und Einsatz und so sollte man die Pacers unbedingt ernst nehmen und mit ein wenig Glück, könnte sie in Runde 1 sogar für eine Überraschung sorgen.

X-Faktor: Bojan Bogdanovic

Der 29-jährige Bojan Bogdanovic erwies sich in dieser Saison als zweitbester Scorer der Pacers und zeigte in vielen Spielen seinen Wert für die Mannschaft. Zudem war bemerkenswert, dass die Pacers insgesamt bessere Ergebnisse erzielten, wenn Bogdanovic einen guten Tag erwischte. Mit 14,3 Punkten pro Spiel und 15 Spielen mit 20 oder mehr Punkten wusste er zu überzeugen und auch die Bilanz von 12-3 konnte sich in dieser Zeit sehen lassen.

Doch Bogdanovic ist nicht nur wegen seiner wichtigen Rolle in der Pacers-Offensive in dieser Serie der X-Faktor. Vor allem seine Defensive wird gefragt sein, da er viele Matchup-Situationen gegen James haben wird. Man kann zwar davon ausgehen, dass auch Spieler wie Lance Stephenson oder Thaddeus Young ihr Glück gegen James versuchen werden, doch je besser sich Bogdanovic präsentiert, desto größer werden die Chancen der Pacers. Nach einer tollen regulären Saison, hat Bogdanovic also die Chance alle zu überraschen oder sich geschlagen geben zu müssen, wie man es eigentlich erwartet.

 

Oklahoma City Thunder – Utah Jazz

Nicht immer gewinnt die beste Mannschaft der regulären Saison auch am Ende den Titel in der besten Basketballliga der Welt. Die Thunder hoffen auf diese Weisheit und müssen sich nach einer durchwachsenen und wenig stabilen Saison direkt in Runde 1 der Playoffs mit den unangenehmen Utah Jazz messen.

Das Team aus dem Mormonenstaat indes spielte nach der Rückkehr von Rudy Gobert eine fantastische Saison und agierte zuweilen auch über seinen Möglichkeiten. Im egalitären Spielsystem von Coach Quin Snyder gelang Rookie Donovan Mitchell nach einer überragenden Summer League auch bei den Profis der Durchbruch. Mit 20 Punkten im Schnitt ist er der Top-Scorer der Mannschaft, die ohne wirklichen Superstar auskommt.

Superstars indes haben die Thunder zur Genüge. Mit Russell Westbrook und Carmelo Anthony wissen die Fans zwei zukünftige Hall of Famer in ihren Reihen, mit Paul George hat im vergangenen Sommer ein weiterer Abo-All-Star in OKC unterschrieben. Der Vertrag endet allerdings bereits in der Offseason nach den Playoffs. Die Thunder müssen also jetzt das Maximum aus Ihrem Kader herausholen, um nach dem Sommer nicht mit leeren Händen dazustehen.

In den direkten Begegnungen der beiden Teams waren die Rollen klar verteilt. Die Thunder bestimmten die Spiele, während die Jazz sich auf ihre beinharte Verteidigung konzentrierten. Dennoch konnte OKC drei der vier Spiele für sich entscheiden, allerdings konnte Jazz-Center und Defensiv-Ass Rudy Gobert nur in der ersten Begegnung, die die Jazz gewannen, auflaufen. Jetzt ist der Franzose wieder gesund und macht die Serie damit höchstspannend.

Situation Oklahoma City Thunder (4. Platz: 48 Siege – 34 Niederlagen)

Die Oklahoma City Thunder mussten lange um ihren Playoff-Platz kämpfen und machten die Qualifikation erst in der letzten Woche klar. Ein guter Schlussspurt, durch den sie drei der ersten vier Spiele im April gewinnen konnten und dabei unter anderem die Konkurrenz aus New Orleans und Houston besiegen konnten, half dabei und so wurde der Super-Gau abgewendet. Durch einen Sieg am letzten Spieltag reichte es schlussendlich sogar für den vierten Platz im Westen und den damit verbundenen Heimvorteil.

Die Erwartungen an das Team aus OKC waren zu Beginn der Saison natürlich groß, nachdem des Team um MVP Russell Westbrook durch die All-Stars Paul George und Carmelo Anthony verstärkt wurden. Doch gleich zu Beginn wurde klar, dass ein Zusammenbringen von Top-Stars nicht immer problemlos verläuft und vor allem Melo und George hatten zu Beginn große Probleme ihren Rhythmus zu finden.

So stolperten die Thunder durch die Saison, wussten aber immer wieder gegen Top-Teams zu überzeugen. So verloren sie weder die saisoninterne Serie gegen die Warriors, noch gegen die Cavs oder Rockets. Trotzdem traten immer wieder Probleme auf und mit der schweren Verletzung von Andre Roberson musste das Team einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Die Verpflichtung von Corey Brewer sorgte defensiv für Abhilfe und obwohl sich die Leistungen nie wirklich stabilisierten, verdienten sie sich die Playoffs schlussendlich.

Es bleiben allerdings viele Fragen offen, da die Leistungen von Melo und George viel zu unbeständig waren. Mit 42,7 % (Georg) und 40,4% (Melo) aus dem Feld, blieben Beide weit hinter den Erwartungen zurück und so war es letztlich Russell Westbrook, der erneut mit einem Triple Double Schnitt und 25,6 Punkten pro Spiel sein Team in die Playoffs führte. Auch Steven Adams spielte eine tolle Saison und obwohl es nicht besonders gut lief, bleiben die Thunder aufgrund ihres Potenzials gefährlich – ob sie ihr Maximum abrufen können, ist allerdings die große Frage.

Situation Utah Jazz (5. Platz: 48 Siege – 34 Niederlagen)

Nach dem Abgang von Superstar und Franchise Player Gordon Hayward in Richtung Boston im Sommer hatte die Utah Jazz wohl niemand als Playoff-Team auf dem Zettel. Zu dünn der Kader und zu durchschnittlich die Neuzugänge (Ricky Rubio, Jonas Jerebko, Ekpe Udoh). Zu allem Überfluss musste Defensivanker Rudy Gobert 26 Spiele lang mit Knieverletzungen aussetzen. Gut, dass die Jazz sich am Draftabend die Rechte an Donovan Mitchell gesichert hatten. Der Erstjahresprofi überzeugte schon in der Summer League und in der Preseason als vielseitiger Shooting Guard mit Sprungfedern in den Beinen. Nur wenige hatten damit gerechnet, dass Mitchell derart einschlägt. Mit 20,5 Punkten, 3,7 Rebounds und 3,7 Assists hat der 1,90 Meter große Guard eine der ansprechendsten Rookie-Saisons der letzten Jahre gezeigt.

Auch in der Defensive weiß der 21-Jährige zu überzeugen. Als bulliger und agiler Verteidiger stellt er gegnerische Guards und kleinere Small Forwards regelmäßig vor Probleme. Damit bildet er gemeinsam mit Rudy Gobert eines der besten defensiven Guard-Center-Kombos der Liga. Wie wichtig der Franzose für das Team von Coach Quin Snyder ist, zeigt eine simple Statistik. Mit ihm auf dem Feld stellen die Jazz die beste Defensive der Liga, ohne ihn rangiert das Team nur im oberen Mittelfeld. Nicht umsonst gilt Gobert als einer der heißesten Kandidaten auf den Titel des wertvollsten Verteidigers.

Dass die Mannen aus dem Mormonenstaat allerdings nicht nur defensiv überzeugen, liegt am egalitären Spielsystem von Coach Snyder. Der Coach setzt auf viel Ballbewegung und nutzt die ausgeprägten Passfertigkeiten seiner Akteure. Mit Ricky Rubio startet einer der besten Passgeber auf der Aufbauposition und auch Joe Ingles zeichnet sich neben seinen Fähigkeiten als Dreier-Spezialist und Ausnahmeverteidiger durch überdurchschnittliche Passfertigkeiten aus.

Dennoch starteten die Jazz erst in der zweiten Saisonhälfte so richtig durch. Zuvor rangierte die Mannschaft im unteren Mittelfeld der Western Conference und lag mit einer Bilanz von 19-28 weit außerhalb der Playoff-Plätze. Mit der Trade Deadline kehrte dann auch der Erfolg zurück nach Utah. Mit Jae Crowder akquirierte die Mannschaft einen vielseitigen Forward, der perfekt in das Spielsystem passt. Prompt starteten die Jazz eine Siegesserie und gewannen die letzten elf Partien vor dem All-Star-Break. Auch nach den Festivitäten in Los Angeles blieben die Jazz heiß und kassierten im weiteren Saisonverlauf nur fünf Niederlagen bei 19 Siegen.

Mit der Rückkehr von Dante Exum, der fast die gesamte Saison mit einer Schulterverletzung ausfiel, stehen Quin Snyder nun im Backcourt noch mehr Möglichkeiten zur Verfügung. Der Australier zeigte sich in den ersten Begegnungen nach seiner Verletzung stark verbessert und stellte seinen immer schon exzellenten Defensivfertigkeiten eine bisher ungeahnte Treffsicherheit zur Seite. Wer vor der Saison gedacht hätte, dass die Jazz, die gerade ihren besten Spieler verloren hatten, nach der regulären Saison nur sechs Niederlagen mehr auf dem Konto haben als das neue Team von Gordon Hayward, die Boston Celtics, wäre für verrückt erklärt worden.

X-Faktor: Corey Brewer

Mitten in der Saison mussten die Oklahoma City Thunder den Verlust von Starter Andre Roberson verkraften. Im Spiel gegen die Detroit Pistons am 27. Januar riss sich der 26-Jährige die linke Patellasehne und fällt für den Rest der Saison aus. Zunächst versuchten die Thunder, den Verlust mit Josh Huestis, Alex Abrines oder Rookie Terrence Ferguson zu stopfen, was katastrophal scheiterte. Am ehesten konnte noch Erstjahresprofi Ferguson überzeugen, seine mangelnde Erfahrung war im Hinblick auf die Playoffs dann allerdings doch hinderlich.

Da Paul George im Sommer Free Agent wird und sich seinen neuen Arbeitgeber aussuchen kann, sah sich OKC gezwungen, schnell zu reagieren, um ihren Star auch in der kommenden Saison im Trikot der Thunder sehen zu können. Mit Corey Brewer verpflichtete das Management Anfang März einen Veteranen mit 11 NBA-Saisons Erfahrung. Zuvor war der 32-Jährige von Los Angeles Lakers entlassen worden.

Prompt setzte sich der NBA Champion von 2011 als Starter auf der Shooting-Guard-Position fest und erhielt von Coach Billy Donovan rund 28 Minuten Spielzeit. Defensiv beschlagen, vermag es Brewer zwar nicht, die exzellente Verteidigung von Roberson zu ersetzen, dennoch ist er die Lebensversicherung für Russell Westbrook, der sich defensiv nicht immer von seiner besten Seite zeigt.

In den Playoffs bereiten sich Teams rigoros auf ihre Gegner vor und kennen jede Schwachstelle. Kann Brewer defensiv standhalten und offensiv den freien Dreier treffen, sieht es gut aus für OKC. Überzeugt er nicht, hat Oklahoma City kaum Alternativen.

 

Toronto Raptors – Washington Wizards

Die Toronto Raptors und die Washington Wizards gehörten in den letzten Jahren vor den jeweiligen Saisons immer zu den am stärksten eingeschätzten Teams der Eastern Conference. Die Raptors waren dementsprechend auch in den Playoffs vertreten und schafften es nach zwei Erstrundenniederlagen in den Jahren 2014 und 2015, im Jahr 2016 sogar in die Conference Finals. Im letzten Jahr war dann in Runde 2 Schluss. Die Wizards verpassten im Jahr 2016 zwar die Playoffs, kamen jedoch in den Jahren 2014, 2015 und 2017 jeweils bis in die zweite Runde. Es treffen also zwei Playoff-erfahrene Teams aufeinander, die im Jahr 2015 bereits gegeneinander spielten. Damals siegte Washington in Runde 1 mit 4-0.

Der damalige Ausgang sagt in diesem Jahr aber wenig über die Serie aus, denn die Vorzeichen sprechen für Toronto. Die Raptors gehen als Tabellenerster der Eastern Conference in die Serie und hatten schlussendlich 16 Spiele Vorsprung vor dem Team aus Washington, denen daher nur die Rolle als Underdog bleibt.piel sind allerdings anders, gehen die Raptors als Tabellenser

Das Matchup der jeweiligen Guard-Duos wird dabei natürlich im Mittelpunkt dieser Serie stehen. So schafften es DeMar DeRozan und Kyle Lowry gemeinsam etwas häufiger ins All-Star-Game als John Wall und Bradley Beal, doch die Wizards-Guards stellten immer wieder den Anspruch zu den besten Guard-Duos der Liga zu gehören. Man darf sich also auf viele interessante Duelle freuen auf spielerisch sehr hohem Niveau.

Neben den Top-Stars kommt es in den Playoffs aber bekanntermaßen auch auf den Rest des Teams an und hier haben die Raptors fraglos Vorteile. Denn während Toronto hervorragend als Team harmoniert und vor allem die Bank zu überzeugen weiß, schien die Teamchemie in Washington in dieser Saison nicht immer zu stimmen. Zudem waren auch die Statistiken der Raptors-Bank deutlich besser und so tut sich hier ein weiterer Vorteil der Raptors auf.

Der Blick auf die Ergebnisse während der regulären Saison verrät aber, dass Toronto hier nicht so dominant auftreten konnte, wie es die Abschlussbilanzen erwarten lassen und das obwohl John Wall alle vier Spiele verpasste. Spiel 1 gewannen Anfang März nämlich die Wizards mit 107-96 – Bradley Beal wurde mit 38 Punkten zum Topscorer. Spiel Nummer 2 fand dann genau zwei Wochen später statt, diesmal setzte sich Toronto mit 100-91 durch. Im dritten Spiel wurde es Anfang Februar dann spannend, als sich erneut die Wizards durchsetzen konnten, 122-119 lautete das Endergebnis und Beal überragte mit 27 Punkten im letzten Viertel. Im vierten und letzten Spiel waren es dann aber wieder die Raptors, die von Walls Fehlen profitieren konnten und die Partie mit 102-95 gewinnen konnten.

Da Wall wieder fit zu sein scheint, sagen die Ergebnisse aber relativ wenig aus. Es bleiben jedoch die Gesamteindrücke, die eher für Toronto sprechen, nicht nur weil sie insgesamt deutlich besser auftraten, sondern auch weil die Wizards nicht den Eindruck eines starken Teams machten. Trotzdem wird die Serie sicher einige spannende Momente bereithalten.

Situation Toronto Raptors (1. Platz: 59 Siege – 23 Niederlagen)

Für die Toronto Raptors geht eine tolle Saison zu Ende. Nicht nur, dass sie mit 59 Siegen und 23 Niederlagen einen neuen Franchise-Rekord aufstellen konnten, es ist zudem das erste mal, dass sie die Saison als Tabellenerster abschließen konnten und damit den Heimvorteil bis einschließlich der Eastern Conference Finals auf ihrer Seite haben. Ein toller Erfolg für die Raptors, die damit die guten letzten Jahre bestätigen konnten und sich einmal mehr als Top-Team präsentieren.

Die Erfolge der Raptors waren allerdings auch in den letzten Jahren beachtlich, doch immer wieder scheiterten die Kanadier in den Playoffs. 2014 und 2015 war jeweils in Runde 1 Schluss, in 2016 scheiterten sie erst in den Conference Finals an den Cavs (2-4) und im letzten Jahr waren die Playoffs in der 2. Runde vorbei, ebenfalls gegen die Cavs (0-4). Dabei war auffällig, dass sich die besten Spieler der Raptors, Kyle Lowry und DeMar DeRozan, nicht immer in bester Form präsentierten und das Team die fehlenden Leistungen nicht auffangen konnte.

In dieser Saison überzeugen die Raptors aber vor allem als Team. Die zweite Fünf hat dabei die größte Effizienz der gesamten Liga, zudem haben die Raptors auch punktetechnisch die beste Bank aller Playoff-Teams. Dazu scheint sich auch die Verpflichtung von Serge Ibaka auszuzahlen. Nachdem Ibaka und Co. im letzten Jahr aufgrund einer Verletzung von Lowry, vor den Playoffs kaum Zeit hatten, sich einzuspielen, harmonieren sie in dieser Saison gut und Ibaka ergänzte das Team hervorragend. So geht Toronto also zuversichtlich und voller Selbstvertrauen in die Playoffs, doch vor allem Lowry und DeRozan werden unter besonderer Beobachtung stehen, müssen sie endlich liefern, damit sie den Erfolg in den Playoffs fortführen können.

Die Bank könnte dabei aber auch ein sehr wichtiger Faktor werden, ebenso wie das Coaching von Dwane Casey, der gute Chancen auf den Coach of the Year-Award hat. Des Weiteren sollte der Heimvorteil für Toronto ein großer Vorteil sein. Mit 34 Siegen und nur 7 Niederlagen, sind sie das mit Abstand beste Heimteam der Eastern Conference und wollen diese Stärke natürlich auch in den Playoffs ausnutzen.

Situation Washington Wizards (8. Platz: 43 Siege – 39 Niederlagen)

Die Washington Wizards standen zwischenzeitlich auf Rang 4 und machten nach schwachem Start phasenweise einen gefestigten Eindruck in dieser Saison. Selbst ohne John Wall kamen sie gut zurecht, doch interne Probleme warfen die Mannschaft zurück. So äußerte sich Marcin Gortat nach dem Ausfall von Wall, im Netz, dass die Wizards nach einem Sieg einen tollen „Team-Erfolg“ feiern konnten. Walls Reaktion ließ nicht lange auf sich warten und es kam Unruhe in Washington auf.

Medienberichten zur Folge haben die beiden ihre Probleme ausgeräumt, doch auch zum Ende der Saison kamen nach Niederlagen immer wieder Stimmen auf, dass der Ball nicht gut lief und man nicht als Mannschaft harmoniert. Dazu kam, dass John Wall die Hälfte der Saison verpasste und nie ein wirklich guter Rhythmus aufkommen konnte. Bradley Beal spielte zwar eine tolle Saison und war einer der Gründe, warum es die Wizards trotzdem in die Playoffs schafften, doch insgesamt war der Eindruck nicht überzeugend.

Daher scheint sicher, dass die Wizards mit Platz 8 nicht zufrieden sind und hinter den eigenen Erwartungen zurückblieben. Nachdem sie im Jahr 2015-16 die Playoffs verpassten und letztes Jahr nur vier Spiele hinter dem Tabellenersten auf Rang 4 landeten, ist diese Saison also als Rückschlag zu sehen und der Eindruck vor den Playoffs ist alles andere als vielversprechend.

Von den letzten zwölf Spielen gingen neun verloren und dabei mussten sie Anfang April vier Niederlagen in Folge einstecken. Die Aussichten sind also eher schlecht, wobei man nicht vergessen darf, dass die Wizards mit Wall und Beal zwei All-Stars im Team haben, die Spiele auch alleine entscheiden können. Doch in den Playoffs ist guter Teambasketball gefordert und die vielen Verletzungen sind auch was Walls Form betrifft, ein klarer Nachteil. Da den Wizards außerdem immer wieder die nötige Abgezocktheit in der Crunch-Time fehlte, werden sie es sehr schwer haben in der ersten Playoff-Runde.

X-Faktor: Jonas Valanciunas

Der Center der Toronto Raptors ist gerade einmal 25 Jahre alt und hatte unfassbar viel Potenzial. Doch auch in seiner sechsten Saison ließ er einen weiteren Schritt in der Entwicklung vermissen und seine Werte pendelten sich in den letzten fünf Saisons bei ca. 12,5 Punkten und 9 Rebounds pro Spiel ein. Bedenkt man, dass die Raptors mit DeRozan, Lowry und Ibaka noch jede Menge Qualität im Kader haben, liegt aber durchaus auf der Hand, warum Valanciunas nicht bessere Werte erzielt.

Es bleibt allerdings auch klar erkenntlich, wie sehr die Raptors von guten Leistungen ihres Centers profitieren. 13 mal erzielte er in dieser Saison 20 oder mehr Punkte. Toronto gewann elf dieser Partien und ging dabei nur zweimal als Verlierer vom Feld. Auch in den Playoffs ließ er in den letzten Jahren immer mal aufhorchen, konnte die teilweise guten Leistungen aber nicht auf konstant gute Auftritt in der regulären Saison übertragen.

Valanciunas bleibt jedoch ein enorm wichtiger Teil im Spiel der Raptors. Kann er seine Leistungen steigern, ist Toronto kaum zu schlagen und so kann er für die Raptors auch in dieser Serie der entscheidende Faktor sein. Gegen Washington blieb er mit 6 und 4 Punkten in der regulären Saison zweimal blass, doch sicher wird er wissen, dass er gut spielen muss, damit die Erfolgschancen steigen.

 

Golden State Warriors – San Antonio Spurs

Nach drei Jahren der Dominanz startet der amtierende Meister aus Golden State seine Mission Titelverteidigung in diesem Jahr nur von Rang 2. Bis zum letzten Spieltag mussten sie darauf warten, auf wen sie in der ersten Runde treffen würden. Am Ende wurden es die San Antonio Spurs und so kommt zum Rematch der Western Conefernce Finals des letzten Jahres. Damit scheint klar, dass den Warriors eine schwere Aufgabe bevorsteht, auch wenn die Ergebnisse der regulären Saison erahnen lassen, dass Golden State der klare Favorit ist.

Vor allem den Fans der Spurs ist sicherlich noch das erste Spiel der vergangenen Playoff-Serie der beiden Teams im Kopf, als sich Kawhi Leonard verletzte. Dementsprechend darf sich vor allem Zaza Pachulia auf intensive Spiele in San Antonio einstellen, da er es war, der mit einer unfairen Aktion für eine Verletzung von Leonard sorgte, die eine Serie von weiteren Verletzungen nach sich zog. Damals knicke der Forward der Spurs um, nachdem Pachulia seinen Fuß nach Leonards Sprungwurf in die Landezone stellt. Es folgte eine nicht besser werdende Oberschenkelverletzung und ein fast kompletter Ausfall von Leonard in dieser Saison.

Im weiteren Verlauf der Serie des letzten Jahres, entschieden die Warriors die Spiele klar für sich. Hier hatten sie aber noch den Vorteil Steph Curry in ihrem Kader zu haben, der ihnen in dieser Serie mit einer Knieverletzung fehlen wird. Doch die Spurs machten in dieser Saison insgesamt nicht den Eindruck auf dem Level der Warriors zu spielen. Zudem haben sie altersbedingte Nachteile und haben vor allem Matchup-technisch große Nachteile, da die Warriors fast auf jeder Position klar überlegen zu sein scheinen.

So macht es nicht den Anschein, als könnten die Spurs die Serie spannend gestalten, denn auch in der regulären Saison gewannen die Warriors drei der vier Spiele. 112-92 gewannen sie das erste Spiel, 122-105 das Zweite, in Spiel Nummer 3 setzten sie sich mit 110-107 durch, obwohl sie hier während des Spiels die Verletzung von Curry hinnehmen mussten. Erst im vierten Spiel konnten sich die Spurs mit 89-75 durchsetzen, als Golden State ohne Curry, Thompson und Durant antrat.

Der Heimvorteil ist zudem ein weiterer Vorteil für Golden State und vor allem die schwache Offensivausbeute der Spurs sollte den Warriors zu Gute kommen, sollten sie Schwierigkeiten gegen die immerhin starke Spurs-Defensive bekommen. Auch die individuelle Klasse von Thompson & Durant sticht hervor und defensiv haben sie mit Pachulia, West, Green und McGee einige Spieler die es mit LaMarcus Aldridge aufnehmen können.

Schlussendlich gehen die Warrior als klarer Favorit in die Serie und der Blick auf die jeweiligen Situationen der Teams wird bestätigen, warum die Warriors diese Serie klar für sich entscheiden sollten.

Situation Golden State Warriors (2. Platz: 58 Siege – 24 Niederlagen)

Der Meister aus Golden State verpasste es, sich in der regulären Saison den 1. Platz zu sichern. Auch die 60-Siege-Marke verpassten sie das erste mal unter Steve Kerr und die Dominanz der letzten Jahre war auch nicht so deutlich zu spüren Nach drei Jahren der Dominanz und drei langen Saisons ist den Warriors aber mittlerweile klar, dass erst die Playoffs wirklich wichtig sind und so darf man sich von der Bilanz nicht in die Irre führen lassen.

Etwas Sorgen machen den Fans aber sicher die Leistungen der letzten Wochen. Seit dem 9. März verloren die Warriors zehn von 17 Spielen und ließen dabei häufig Einsatz, Konzentration und Biss vermissen. Allerdings waren die schwachen Ergebnisse auch auf Verletzungen zurückzuführen. Curry verpasste beispielsweise 31 Spiele der regulären Saison und wird wohl auch in der ersten Runde nicht spielen können. Zudem waren außerdem auch Durant, Thompson und Green einige Spiele nicht dabei, sodass Golden State nicht in Bestbesetzung antreten konnte.

Das Glück der letzten Jahre, das sie wenige Verletzte haben, verließ sie also in dieser Saison und man darf gespannt sein, wie sie das Fehlen von Curry verkraften werden. Steve Kerr betonte immer wieder, dass er glaubt, dass sie auch ohne Curry gewinnen können und auch Green und Co. sind sich sicher, ohne ihn bestehen zu können. Doch es wird nicht einfach, zumal nach einigen lustlosen Auftritten die Einstellung auf den Punkt stimmen muss. Der amtierende Meister steht also ein wenig unter Druck und hat es nicht so einfach, wie man es vermuten könnte.

Denn vor allem die jüngsten Leistungen werfen Fragen auf. Im letzten Spiel der regulären Saison verloren sie beispielsweise mit 79-119 gegen die Utah Jazz und zeigten sich weder offensiv, noch defensiv wettbewerbsfähig. Steve Kerr verwies natürlich auf die Psyche, dass der Biss fehle und man derzeit keinen Spaß habe. Dies sollte sich in den kommenden Tagen schnell ändern, denn die schwache Form ist sicher nicht die beste Grundlage um die Mission Titelverteidigung anzugehen.

Situation San Antonio Spurs (7. Platz: 47 Siege – 35 Niederlagen)

Wer auf die Tabelle der Western Conference schaut, wird sich vermutlich die Augen reiben, schließlich zählen die San Antonio Spurs zum ersten Mal seit zwei Dekaden (!) nicht zu den fünf besten Teams des Westens. Zum ersten Mal seit 1997 werden sich die Spurs nach der Regular Season 2017/2018 außerdem mit weniger als 50 Siegen abfinden müssen. Festzuhalten ist, die für texanische Verhältnisse unterirdische Saison hat viele Ursachen.

Zunächst wäre die schwere Verletzung von Kawhi Leonard zu nennen, der in der Saison 2017/2018 nur in neun Partien zum Einsatz kam und zuletzt am 13. Januar auf dem Parkett stand. Dabei wirkte der wahrscheinlich beste Two-Way-Player der Liga nicht hundertprozentig fit und so überraschte es kaum, dass er schließlich für den Rest der Saison aussetzte. Gerüchte über ein vermeintliches Comeback zum Ende der Saison erwiesen sich ebenso unwahr wie die Tatsache, dass das Vertrauen zwischen Spieler und Organisation aufgrund mangelhafter Kommunikation nachhaltig beschädigt sei.

Ein weiterer Grund für die unterdurchschnittliche Saison der Texaner liegt am mittlerweile stark fortgeschrittenen Alter der Leistungsträger. Von allen Spielern, die mehr als 12 Minuten pro Spiel auf dem Parkett stehen, sind nur vier jünger als 28 Jahre. Mit LaMarcus Aldridge (32), Manu Ginobili (40), Tony Parker (35), Danny Green (30), Rudy Gay (31) und Pau Gasol (37) sind gleich sechs Leistungsträger älter als 30 Jahre. Dennoch versteht es Coach Gregg Popovich wie kein Zweiter, aus dem vorhandenen Spielermaterial das Optimum herauszuholen. Erneut baute er auf ein eher mäßiges Spieltempo und eine beinharte Verteidigung, um dem Alter seiner Protagonisten entgegenzukommen. Fast schon traditionell beendeten die Spurs die Saison als das drittbeste Defensivteam der Liga. In der Offensive hingegen sah San Antonio indes nicht nur auf dem Papier alt aus. 102,8 Punkte pro Spiel mögen dem geringen Tempo geschuldet sein, reichen ligaübergreifend aber dennoch nur für den 27. Platz.

Was bleibt ist eine unspektakuläre Saison, die bis auf die Bilanz von 47 Siegen und 34 Niederlagen wenig positive Entwicklungen zu verzeichnen hat. Zwar zeigte Dejounte Murray in seiner ersten Saison als Starter auf der Aufbauposition vielversprechende Ansätze, sein mangelnder Distanzwurf sowie seine manchmal noch ungestümen Penetrationen zum Korb zeugen aber von einer noch nicht abgeschlossenen Entwicklung. Auch Davis Bertans hat sich nach seiner ersten Saison im Spurs-Trikot in seiner zweiten Spielzeit gesteigert und sich vor allem durch seinen sicheren Dreier eine Nischenrolle gesichert. Ebenso gelang Bryn Forbes ein kleiner Durchbruch. Der quirlige Shooting Guard zeigte sich in knapp 19 Minuten pro Spiel als überdurchschnittlicher Verteidiger und vielseitiger Scorer.

Letztlich bleibt aber festzuhalten, dass Kawhi Leonard fehlt, auch wenn LaMarcus Aldridge nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Coach Pop, seine Rolle gefunden hat und als Go-to-Guy überzeugte. Zu häufig fehlte aber eine weitere Waffe und so schein ein tiefer Playoff-Run kaum möglich, da nicht mit einer Rückkehr von Leonard zu rechnen ist.

X-Faktor: Quinn Cook

Ein wichtiges Thema bei Golden State ist natürlich die Verletzung von Steph Curry. Zwar machte er sich vor den Spielen schon wieder warm und nahm einige, lockere Würfe, doch von einem Einsatz in Runde 1 geht aktuell niemand aus. Nachdem zu Beginn der Saison noch Shaun Livingston Currys Rolle als Starter einnahm, änderte sich dies in den letzten Wochen, als Curry seine zweite (Knöchel) und dritte (Knie) Verletzung erlitt.

Quinn Cook bekam deshalb eine Chance auf der 1 und der D-League Rookie of the Year, zweimalige All-Star und All-Star MVP wusste seine Chance zu nutzen. Als Curry sich Anfang März verletzte, rutschte er in die Starting Five und nach zwei Spielen mit „nur“ acht und vier Punkten, startete er anschließend durch. Nach 13 Punkten gegen die Lakers, wusste er in den drei folgenden Spielen mit 25, 28 und 20 Punkten auf sich aufmerksam zu machen. Es folgten zehn weitere Spiele in denen er zweistellig scorte und erst im letzten Spiel gegen die Jazz riss die Serie, als er auf nur acht Punkte kam. Sein Punkteschnitt lag in dieser Zeit bei etwas über 15 Punkten.

Die Warriors statteten den Emporkömmling mit einem neuen Vertrag aus und so ist klar, dass er die Warriors vorerst als Starting Point Guard in die Playoffs führen wird. So kann Livingston weiter von der Bank kommen und der Rhythmus und die Rotation müssen nicht großartig verändert werden. Cook wird also gleich eine Menge Verantwortung bekommen, doch Fakt ist, dass die Warriors einen starken Guard brauchen, der zumindest in Ansätzen versucht, Steph Curry adäquat zu vertreten. Daher könnte Cook mit guten (oder schlechten) Leistungen der entscheidende Akteur werden.

 

Philadelphia 76ers – Miami Heat

Nach einem starken Schlussspurt haben sich die Miami Heat schon kurz vor dem Ende der Regular Season für die Playoffs qualifiziert. Dass es am Ende nicht für eine höhere Platzierung im traditionell schwächeren Osten der NBA gereicht hat, liegt vor allem an der fehlenden Starpower in Florida. Im Talentvergleich mit den Philadelphia 76ers ziehen die Heat klar den Kürzeren. Die Protagonisten der Heat, Goran Dragic, Hassan Whiteside, Josh Richardson und Kelly Olynyk reihen sich klar hinter den Starspielern der 76ers ein.

Mit Joel Embiid verfügt die Mannschaft von Coach Brett Brown über den wohl talentiertesten Big Man der Liga, mit Ben Simmons wohl über einen der dominantesten Aufbauspieler der kommenden Jahre. Dazu gesellen sich mit J.J. Redick, Dario Saric und Robert Covington Spieler, die auf ihren jeweiligen Positionen im oberen Ligadrittel rangieren.

Umso überraschender, dass die vier Begegnungen der beiden Teams in der regulären Saison ausgeglichen endeten. Zwar konnten die 76ers die ersten beiden Partien für sich entscheiden, die verbleibenden zwei Begegnungen gewann jedoch Miami. Der Talentvorteil allein wird Philly nicht reichen, um die erste Playoffrunde zu überstehen.

Unterschätzen sollten die 76ers die Heat in jedem Fall nicht. Coach Erik Spoelstra wird eine brillant gecoachte und top motivierte Mannschaft aufs Parkett stellen, die um jeden Ballbesitz und Rebound kämpfen wird. Ob und wie die jungen 76ers darauf reagieren, kann vor dem ersten Anwurf nicht mit Sicherheit prophezeit werden. In jedem Fall stehen den Fans unterhaltsame Partien bevor.

Situation Philadelphia (3. Platz: 52 Siege – 30 Niederlagen)

Im zweiten Jahr der Ära Embiid starteten die Philadelphia 76ers mit reichlich Vorschusslorbeeren in die Saison. Kaum einem Team wurde ein derartiger Leistungssprung vorhergesagt, wie dem Team von Coach Brett Brown. Das lag nicht zuletzt auch an Rookie Ben Simmons, dem 1. Pick der Draft 2016, der aufgrund einer hartnäckigen Fußverletzung erst 2017/2018 in der NBA sein Debut gab. Die Wucht, mit der der gebürtige Australier dann in der Liga einschlug, hatten aber selbst führende Experten nicht vorausgeahnt. Als 2,08 Meter großer Point Guard zeigte Simmons an beiden Enden des Feldes regelmäßig Ausnahmeleistungen inklusive 12 Triple Doubles (Platz 3 ligaweit, hinter Russell Westbrook und LeBron James).

Dennoch konnten die Sixers nur 12 ihrer ersten 20 Spiele für sich entscheiden, kurz vor dem Jahreswechsel erreichte die Mannschaft dann mit fünf Niederlagen in Serie ihren Tiefpunkt. Gerade einmal 14 Siege standen den damals bereits 19 Niederlagen gegenüber. Vor allem die Bank der 76ers konnte den hohen Ansprüchen nicht gerecht werden. Gingen die Starter vom Feld, brach das Team in sich zusammen. Vor allem offensiv machte das Team ohne Finisher Embiid und Allzweckwaffe Simmons eine katastrophale Figur.

Im Februar besserte das Management nach und brachte mit Marco Belinelli einen erfahrenen Scorer und mit Ersan Ilyasova einen mit allen Wassern gewaschenen Veteranen nach Philly. Die Verpflichtungen trugen nach kurzer Eingewöhnungszeit schnell Früchte und stabilisierten die zweite Fünf von Coach Brown.

Bis Mitte März sahen die 76ers dennoch nicht wie ein Team aus, dass sich für einen tiefen Playoff-Ritt empfiehlt. Mit 36 Siegen bei 30 Niederlagen wirkten die 76ers eher wie Mittelmaß. Eine 15 Spiele andauernde Siegesserie später hat sich Philadelphia unter die vier besten Teams des Ostens gespielt und wird endlich den Erwartungen gerecht. Einziger Wehrmutstropfen: Mit Joel Embiid fiel kurz vor Saisonende der an beiden Enden des Feldes wichtigste Akteur der 76ers mit einer Gesichtsfraktur aus und wird erst zu Spiel 2 zurückerwartet. Das Team bewies aber in der Zwischenzeit, dass es auch ohne ihren dominanten Center Spiele gewinnen kann. Seit der Verletzung von Embiid in der Partie gegen die New York Knicks am 30.03. haben die Sixers keines ihrer verbleibenden acht Spiele verloren. Zudem zeiget auch der Top-Pick der Draft aus 2017, Markelle Fultz, dass er den Sixers noch eine gefährliche Waffe werden könnte, nachdem er den Großteil der Saison verpasste.

Situation Miami Heat (7. Platz: 44 Siege – 38 Niederlagen)

Ein Blick auf die Statistiken der Miami Heat verrät, was die Mannschaft von Coach Erik Spoelstra auszeichnet. Inklusive Mid-Season-Neuzugang Dwyane Wade scoren neun Spieler zweistellig, wodurch sofort klar wird, wie schwer das Team aus Miami auszurechnen ist. Goran Dragic erweist sich dabei als Anführer und Topscorer, ließ aber mit 17,3 Punkten pro Partie Werte eines absoluten Top-Manns vermissen.

Zweitbester Scorer ist laut Statistik Dion Waiters, doch leider lies er sich bereits im Januar am Knöchel operieren, sodass klar war, dass er den Rest der Saison verpassen wird. Die Optionen der Heat sind aber trotzdem vielfältig. Wade, Whiteside oder auch Olynyk bewiesen bereits in den vergangenen Saisons wie stark sie (immer noch) sind und mit Spielern wie Richardson, Tyler Johnson, Ellington oder James Johnson haben die Heat weitere Spieler, die offensiv zu überzeugen wissen.

Dazu kommt, dass auch Miamis Defensive zu den besten der Liga gehört (Platz 4 im ligaweitern Vergleich) und auch dadurch häufig die fehlende Star-Power und individuelle Durchschlagskraft in der Offensive, auffangen konnte. Zum Ende der Saison schlichen sich zwar ein paar unnötige Niederlagen gegen die Nets und Knicks ein, doch die Heat wissen die Spiele einzuordnen und man kann davon ausgehen, dass Coach Spoelstra sein Team auf die Playoffs einstellen wird.

Etwas schwierig bleibt die Hassan Whiteside Situation. Der Center der Heat, der einige Spiele verpasste, konnte nicht an die tolle letzte Saison anknüpfen und seine Werte (14 Punkte, 11,4 Rebounds, 1,7 Blocks) verschlechterten sich im Vergleich zu vergangenen Saison. Er spielt allerdings auch gut sieben Minuten weniger und äußerte vor allem seine Frustration über fehlende Einsatzzeit in der Crunch-Time. So bleibt seine Zukunft vorerst offen und auch stimmungstechnisch bleibt das eine oder Fragezeichen.

Zu guter Letzt ist für die Heat sicher ein Nachteil, dass in dieser Saison insgesamt 19 verschiedene Spieler eingesetzt wurden, von denen 15 verschiedene in der Starting Five standen. Nur ein Spieler macht dabei mehr als 76 Spiele (Richardson 80) und immer wieder gab es verschiedene Ausfälle. Nicht die besten Voraussetzungen für Miami, die sich aber trotzdem ihrer Stärken bewusst sind und Hoffnung auf ein Weiterkommen haben.

X-Faktor: Hassan Whiteside

Wenn Hassan Whiteside motiviert ist, gibt er den Miami Heat eine in der Zone hochprozentige Scoring-Option mit ausgeprägten Defensivfähigkeiten. Ist er nicht mit einhundert Prozent bei der Sache wird er zur Schwachstelle eines Teams, dass in der gesamten Saison seine Identität suchte.

Mit 2,13 Metern und 120 Kilo ist der Zonenkoloss wie gemacht für ein Match-Up gegen die Philadelphia 76ers, da er das Fehlen von Embiid ausnutzen kann oder zumindest einer der Spieler ist, der es mit Embiid aufnehmen kann. Zwar agierten die Heat in der regulären Saison ohne Whiteside auf dem Parkett oft besser, gegen körperlich unterlegene Center weiß der 28-Jährige jedoch zu überzeugen.

In der angelaufenen Spielzeit schnürte Whiteside in 54 Spielen ein Statistik-Paket aus 14 Punkten, 11,4 Rebounds und einem Assist pro Spiel, garniert mit 1,7 Blocks und 0,7 Steals. Keine überragenden Werte wie sie Center-Kollege Embiid auflegte, allerdings verfügt Philly hinter Embiid über keinen Spieler, der Whiteside körperlich das Wasser reichen kann.

Spielt Whiteside engagiert und motiviert auf, ist für Miami alles möglich. Agiert er, wie es bereits in der regulären Saison immer mal wieder vorkam, lethargisch und lustlos, wird es schwer für Miami, sich gegen die heiße Truppe der 76ers durchzusetzen.

 

Portland Trailblazers – New Orleans Pelicans

Lange ist es her, dass die Portland Trailblazers in der regulären Saison so weit oben in der Tabelle standen. Vor 18 Jahren waren die Blazers zuletzt an Position 3 gesetzt. Damals standen noch Scottie Pippen, Rasheed Wallace und der alternde Detlef Schrempf im Kader. Das Ergebnis eines Identitätswandels hin von einem offensiven Feuerwerk zu einem defensiven Top-Team innerhalb nur eines Jahres.

Auch die New Orleans Pelicans waren gezwungen, sich neu zu erfinden. Als sich DeMarcus Cousins Ende Januar die Achillessehne riss, schielten viele Fans bereits auf den kommenden Draft. Statt das Team in eine gute Ausgangsposition für die Talentwahl im Sommer zu bringen, fing die Mannschaft nach einer kurzen Phase des Schocks an, Basketballspiele zu gewinnen.

Das lag vorrangig an Anthony Davis, der die Statistikbögen regelmäßig explodieren ließ und sich mit einer bärenstarken zweiten Saisonhälfte sogar in die MVP-Diskussion spielte. Doch nicht nur die „Monobraue“ schaltete einen Gang hoch, auch sein Backcourt-Partner Jrue Holiday legte knapp 20 Punkte, sieben Vorlagen und etwa fünf Rebounds im Schnitt auf. Ähnlich wie die Blazers sorgte dann ein phänomenaler Schlussspurt für eine deutlich positive Bilanz.

In den Playoffs blieb den Pelicans wie den Blazers allerdings in den vergangenen Jahren der ganz große Wurf verwehrt. Die Pelicans bissen sich in der Vergangenheit die Zähne an den Golden State Warriors aus, während die Blazers zwar auch mal die zweite Runde erreichten, dann aber oft sang- und klanglos ausschieden.

In der regulären Saison standen sich in den vier Begegnungen in jedem Fall zwei gleichwertige Teams gegenüber. Jeweils zwei Partien konnte jede Mannschaft für sich entscheiden. Ebenso wie die Serie der Oklahoma City Thunder gegen die Utah Jazz hat die Serie zwischen den Blazers und Pelicans das Zeug dazu, eine der besten Matchups der ersten Playoff-Runde zu werden.

Situation Portland Trail Blazers (3. Platz: 49 Siege – 33 Niederlagen)

Die NBA schreibt manchmal komische Geschichten. Die Portland Trail Blazers galten in der vergangenen Saison als ein Team mit einer hervorragenden Offensive, die Spiele gewann, indem sie schlichtweg mehr Punkte erzielte als ihr Gegner. Blicken wir auf die Spielzeit 2017/2018 zurück wird deutlich, dass nur wenige Teams ihre Identität wohl stärker verändert haben. Das Geheimnis hinter dem Erfolg der Trail Blazers ist in dieser Saison vor allem die enorm verbesserte Defensive. Rangiert das Team von Coach Terry Stotts, einem Coach, der bisher wenig für seine Defensivqualitäten bekannt war, im Offensivranking auf einem bescheidenen 15. Rang, kletterte seine Mannschaft in der Defensivrangliste auf einen starken 8. Platz.

Doch woher rührt diese Leistungssteigerung am weniger glamurösen Ende des Feldes? Zu nennen sind mit Damian Lillard und C.J. McCollum die beiden Starspieler der Blazers. Zwar haben sich die beiden notorischen Defensivallergiker noch nicht zu defensiven Plus-Spielern entwickelt, sind aber (vor allem im Fall von Lillard) auf dem besten Weg dorthin. Die beiden Superstars präsentieren sich deutlich engagierter und verteidigen zumindest durchschnittlich. Eine klare Verbesserung im Vergleich zum vergangenen Jahr, in dem beide Spieler zu den schlechtesten Verteidigern auf ihren jeweiligen Positionen zählten.

Wie gravierend der defensive Einfluss der beiden All-Stars der Trail Blazers ist, zeigt die Tatsache, dass auch in der vergangenen Saison durchaus fähige Verteidiger im Kader standen. Mit Ed Davis, Al-Farouq Aminu, Maurice Harkless und Shabazz Napier verfügte die Mannschaft eigentlich über genügend Defensivkompetenz. Dennoch scheint erst in diesem Jahr defensiv alles zusammenzupassen. Darunter leidet jedoch die Offensive der Blazers. Erzielte das Team aus Oregon in 2016/2017 noch die achtmeisten Punkte pro Spiel (107,9) sind es aktuell nur 105,7. Das reicht gerade noch für den 16. Platz.

Die Gründe für den offensiven Rückschritt sind vielschichtig. Zum einen fehlt Lillard und McCollum durch den erhöhten Einsatz in der Defensive oft die Kraft, um Spiel regelmäßig an sich zu reißen. Zum anderen agieren die übrigen Blazers und insbesondere Jusuf Nurkic, die dritte Offensivoption, zu unbeständig. Dass die Mannschaft das Scoren nicht verlernt hat, beweist eine 12 Spiele andauernde Siegesserie nach dem All-Star-Break, in der das Team in jeder Partie mehr als 100 Punkte erzielte.

Situation New Orleans Pelicans (6. Platz:  48 Siege – 34 Niederlagen)

Eigentlich schien die Saison der New Orleans Pelicans bereits am 26. Januar zu Ende zu sein. Als DeMarcus Cousins sich ohne Einwirkung des Gegners in der Partie gegen die Houston Rockets die Achillessehne riss, stempelten viele Anhänger die Spielzeit der Pelicans ab und schauten bereits auf den kommenden Draft im Sommer. Dass die Mannschaft des umstrittenen Coaches Alvin Gentry dennoch in dieser Playoff-Preview auftaucht, ist einer enormen zweiten Saisonhälfte eines Mannes mit Monobraue geschuldet. Ohne Anthony Davis, der sich in den vergangenen Wochen sowohl für den MVP- als auch den Defensive-Player of the Year-Award empfahl, hätte das Team wohl direkt in den Tanking-Modus geschaltet.

Auch ohne seinen kongenialen Frontcourt-Partner und dessen knapp 25 Punkte, 13 Rebounds und 5,4 Assists im Schnitt hat sich Anthony Davis für höhere Aufgaben empfohlen. Besonders beachtlich ist seine gesteigerte Defensivarbeit, wo er mit 2,4 Blocks und 1,3 Steals pro Spiel neue Karrierebestmarken aufstellte. Dennoch ist der Leistungssprung der Pelicans nicht allein sein Verdienst auch wenn seine Leistungen oft maßgeblich über Sieg oder Niederlage entscheiden. Ins Auge springen auch Rajon Rondo, der nach einigen lethargischen Jahren immer häufiger seine defensiven Fertigkeiten unter Beweis stellt und offensiv das Team lenkt, sowie E'Twaun Moore, der sich als veritabler Dreier-Spezialist mit defensiver Kettenhundmentalität präsentiert.

Nicht zuletzt zeigt Jrue Holiday in dieser Saison, warum er zu Beginn seiner Karriere im Trikot der Philadelphia 76ers zurecht ins All-Star-Team des Ostens gewählt worden ist. Mit fast 20 Punkten, sechs Vorlagen und viereinhalb Rebounds pro Partie ist er New Orleans zweitbester Scorer, der aus dem Backcourt für stetige Gefahr sorgt. Stetige Gefahr von außen ist auch die Kernkompetenz von Nikola Mirotic, den das Team kurz vor der Trade Deadline von den Chicago Bulls nach Louisiana lotste. Der inzwischen bartlose Mirotic stellt gemeinsam mit Davis so ziemlich jede Verteidigung vor Probleme, indem er als Stretch-Vierer an der Dreierlinie lauert.

Geradezu bezeichnend, dass New Orleans eine so starke Saison über weite Strecken ohne die hochkarätigste Verpflichtung der vergangenen Jahre, DeMarcus Cousins, spielt. Schon vor seiner schweren Verletzung wurde das Zusammenspiel des Pivoten mit Davis oft kritisiert. In der Kritik stand auch Alvin Gentry in den vergangenen Jahren häufig. Immer wieder musste er sich unkenden Experten und Reportern stellen, die einen Grund für die anhaltende Mittelmäßigkeit des Kaders suchten. Die erste Saison mit einer deutlich positiven Bilanz von mehr als 45 Siegen sollte zumindest die Kritiker fürs erste verstummt haben.

X-Faktor: Nikola Mirotic

Mit Nikola Mirotic auf Power Forward und Anthony Davis auf der Center-Position agierten die New Orleans Pelicans am Ende der regulären Saison am effektivsten. Der Spanier sorgte mit seiner Gefahr von der Dreierlinie für viel freien Raum unter dem Korb für seinen Frontcourt-Kollegen. Seine Fähigkeit, das Spiel in die Breite zu ziehen war mit ein Grund für die ansteigende Formkurve des MVP-Kandidaten.

Bevor Mirotic am 1. Februar zu den New Orleans Pelicans stieß, lief das Spiel der Mannschaft von Coach Alvin Gentry spätestens nach der Verletzung von DeMarcus Cousins ausschließlich über Davis. War die erste Anspielstation nicht möglich wanderte der Ball oft zu Jrue Holiday. Fand auch er keine Lösung standen die Pelicans oft vor Problemen. Mit der Verpflichtung von Nikola Mirotic sorgte das Management in New Orleans auch hier für Abhilfe.

Dabei agiert der 27-Jährige beileibe nicht konstant. Gegen Ende der ersten Phase der Saison folgten auf einen 20-Punkte-Auftritt zwei Partien mit jeweils zwei bzw. vier Punkten. Auch defensiv halten sich seine Fähigkeiten in Grenzen. Zwar ist er kein schlechter Verteidiger, gegen agile Power Forwards sowie kleinere, schnellere Guards hat er aber große Probleme.

Fällt Mirotics Wurf, kann er heiß laufen, trifft er nicht, gibt er seinem Team kaum Zählbares. Allein Davis und Holiday werden die Pelicans allerdings wohl kaum in die zweite Runde tragen können. Zumal New Orleans in Runde 1 gegen versierte Verteidiger wie Al-Farouq Aminu, Maurice Harkless, Ed Davis und Jusuf Nurkic antreten muss. Die Pelicans brauchen das Scoring des Spaniers, um die beiden besten Scorer zu entlasten. Kann Mirotic nichts liefern, sieht es düster aus in Louisiana.

 

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