NBA Tipps und Wetten 2019/20

Die Regular Season der NBA Spielzeit 2019/20 beginnt am 23. Oktober mit dem Spiel der Toronto Raptors gegen die New Orleans Pelicans. Aber bis dahin ist schon einiges passiert, und wir wollen daher einen Blick auf die aktuellen Rankings werfen und Ihnen ein paar Prognosen für die weitere NBA-Saison präsentieren.

Werfen Sie dazu zunächst einen Blick auf unsere aktuellen Power Rankings.

Unsere immer topaktuellen Wetttipps inklusive Spielvorberichten finden Sie wie immer genau hier:

Houston Rockets (7-3) – Los Angeles Clippers (7-3), NBA-Tipps

Houston Rockets

Los Angeles Clippers

2019-11-14
01:30
Sieg Rockets
1.83

Ein Topspiel der NBA! Beide Teams haben schon sieben Siege auf dem Konto, nur eines kann den achten verbuchen. Welches das ist, erklärt Ihnen unser Experte.

Orlando Magic (3-7) – Philadelphia 76ers (6-3), NBA-Tipps

Orlando Magic

Philadelphia 76ers

2019-11-14
01:00
Sieg 76ers
1.65

Zwei eigentliche Top-Teams in Formschwierigkeiten. Drei Niederlagen in Folge für die eine, schon sieben für die andere Mannschaft. Wer zieht sich heute Nacht am eigenen Schopf aus dem Sumpf? Das weiß unser Experte.

Indiana Pacers (6-4) – Oklahoma City Thunder (4-6), NBA-Tipps

Indiana Pacers

Oklahoma City Thunder

2019-11-13
01:00
Sieg Pacers

Die Indiana Pacers empfangen in der heutigen Nacht die Oklahoma City Thunder und gehen dabei als Favorit ins Spiel. Der Heimvorteil ist dabei nur einer von mehreren Faktoren.

Chicago Bulls (3-7) – New York Knicks (2-8), NBA-Tipps

Chicago Bulls

New York Knicks

2019-11-13
02:00
Sieg Chicago Bulls
1.44

Die Chicago Bulls und die New York Knicks treffen in dieser Saison bereits das zweite Mal aufeinander. Das erste Duell fand Ende Oktober statt, und die Knicks konnten sich etwas überraschend durchsetzen.

Golden State Warriors (2-8) – Utah Jazz (6-3), NBA-Tipps

Golden State Warriors

Utah Jazz

2019-11-12
04:30
Sieg Utah Jazz
1.15

Wenn in der heutigen Nacht die Utah Jazz bei den Golden State Warriors zu Gast sind, trifft die beste Verteidigung der Liga auf die zweitschlechteste. Dementsprechend klar ist auch die Rollenverteilung, findet unser Experte.

Detroit Pistons (4-6) – Minnesota Timberwolves (5-3), NBA-Tipps

Detroit Pistons

Minnesota Timberwolves

2019-11-12
01:00
Sieg Pistons
1.82

Schaut man sich den bisherigen Saisonverlauf der Detroit Pistons und der Minnesota Timberwolves an, sollten eigentlich die Gäste aus Minnesota der Favorit sein. Eigentlich.

Portland Trail Blazers (3-6) – Atlanta Hawks (3-5), NBA-Tipps

Portland Trail Blazers

Atlanta Hawks

2019-11-11
03:00
Sieg Trail Blazers
1.25

Wenn in der heutigen Nacht die Portland Trail Blazers und die Atlanta Hawks aufeinander treffen, kommt es zu einem äußerst interessanten Duell auf der Point Guard Position.

Los Angeles Lakers (7-1) – Toronto Raptors (6-2), NBA-Tipps

Los Angeles Lakers

Toronto Raptors

2019-11-11
03:30
Sieg LA Lakers
1.19

In der heutigen Nacht kommt es zu einem Duell zweier absoluter Top-Mannschaften. So empfangen die Los Angeles Lakers, die aktuell die beste Bilanz der Liga haben, den amtierenden Meister, die Toronto Raptors.

NBA Vorschau Saison 2019/20 Nr. 1 – Die Atlantic Division

Die Pre-Season der NBA-Saison 2019/20 hat für alle Teams begonnen, und die Fans konnten sich teilweise bereits darüber freuen, dass einige Rookies ihr Debüt, einige genesene Spieler ihr Comeback und die gewechselten Spieler ihr erstes Spiel im neuen Trikot hinter sich brachten. Natürlich sind diese Auftritte nur von begrenztem Wert, doch trotzdem konnten sich Spieler, Trainer und Fans einen ersten Eindruck verschaffen, wie es in der anstehenden Saison laufen könnte. Dasselbe gilt auch für Sportwettenfans, die ihre NBA Wetten langsam planen möchten. Für Sie ist diese Vorschau ein zusätzlicher Service zu unseren NBA Tipps.

Da die Saison nun bald beginnt, wird es nun auch Zeit in unseren Division-Vorschauen einen Blick auf die einzelnen Teams zu werfen. Bekanntermaßen tat sich in der Off-Season Einiges, so dass die Ergebnisse der vergangenen Saison nur noch bedingt aussagekräftig sind und sich der genauere Blick auf die Mannschaften lohnt. In diesem Zusammenhang sollten Sie auch einen Blick auf unsere ausführlichen NBA Power Rankings werfen. Den Anfang machen wir in diesem Jahr mit der Division des amtierenden Champions, der Atlantic Division. Obwohl die Toronto Raptors in einer der stärksten Divisions der Liga spielten und in der vergangenen Saison einen Sieg weniger als in 2017-18 erzielten, setzten sie sich gegen die Konkurrenz durch und gewannen nicht nur die Atlantic Division, sondern auch – ein wenig überraschend – den Titel.

Die engsten Verfolger waren im letzten Jahr die Philadelphia 76ers und die Boston Celtics, die auch in dieser Saison wieder oben mitmischen wollen. Vor allem die Celtics haben es nach einigen Abgängen aber schwer, verließen mit Kyrie Irving und Al Horford zwei absolute Stützen das Team – und das auch noch in Richtung der Konkurrenz. Das Sprichwort „Des einen Leid ist des anderen Freud“, passt in diesem Zusammenhang ganz gut, schaut man sich die Konkurrenz der Spitzenteams an. Die Brooklyn Nets waren nämlich einer der Gewinner der Off-Season und freuten sich über die Verpflichtung von Ex-Celtic Kyrie Irving (und Kevin Durant). Sie wollen in diesem Jahr angreifen und den Druck auf die vor ihnen liegenden Teams erhöhen.

Zu guter Letzt bleiben in der Division noch die New York Knicks übrig, die mit großen Hoffnungen in die Off-Season gingen. Was aus diesen Hoffnungen wurde und wie sich die Division bzw. die Teams der Division gestalten, wollen wir nun in Vorschau Nummer 1 unter die Lupe nehmen.

Teams (Bilanz letzte Saison):

  • Toronto Raptors (58-24)
  • Philadelphia 76ers (51-31)
  • Boston Celtics (49-33)
  • Brooklyn Nets (42-40)
  • New York Knicks (17-65)

New York Knicks

Die New York Knicks erlebten nicht nur eine furchtbare Saison 2018-19, sondern eine ebenfalls sehr enttäuschende Off-Season. 17 Siege standen am Ende der Saison auf der Habenseite in einer Saison zum Vergessen. Top-Star Kristaps Pozingis verpasste verletzungsbedingt die gesamte Spielzeit und wurde letzten Endes auch noch nach Dallas verkauft. Ein Rebuild wurde eingeleitet, und der Plan war, dass im Sommer einige Free-Agents nach New York gelotst werden sollten. Im Laufe der Saison wurde dann auch noch klar, dass die Chancen in der Draft gut sein werden, so dass das tatsächliche Abschneiden bei den Spielen in den Hintergrund geriet.

Doch die Knicks hatten kein Glück, bekamen trotz der schlechtesten Bilanz der Liga nur den dritten Pick zugesprochen und schafften es außerdem nicht, einen Top-Free-Agent zu sich zu holen. So wurde relativ schnell klar, dass man sich mit anderen Spielern aushelfen musste, so dass die namhaftesten Neuzugänge Julius Randle, Marcus Morris, Bobby Portis, Taj Gibson, Elfrid Payton und Reggie Bullock sind. In der Draft entschied man sich für RJ Barrett und tradete für Ignas Brazdeikis, der in der Summer League immerhin einen guten Job machte. Damit versuchten die Knicks die Abgänge von Spielern wie Mario Hezonja, DeAndre Jordan, Luke Kornet, Emmanuel Mudiay, Lance Thomas und Noah Vonleh aufzufangen. Obwohl keine besonders hohe Qualität zu den Knicks dazu stoßen konnte, sollte die Klasse der neuen Spieler ausreichen, um zumindest die Abgänge zu ersetzen und eine etwas bessere Saison als 2018-19 hinzulegen. Schlechter kann es auch kaum laufen, bedenkt man, dass die Mannschaft der Knicks zu den schwächsten Defensiv- und schwächsten Offensiv-Teams gehörte.

Mit Randle, Barrett und Co. gibt es nun zumindest den einen oder anderen jungen Spieler, der Talent mitbringt und vor allem von Barrett erhoffen sich die Knicks eine Menge. In Anbetracht der großen Hoffnungen, mit denen die Franchise in die Off-Season ging, waren die letzten Monate aber natürlich eine klare Enttäuschung. Dementsprechend ernüchtert waren die Fans und nach Jahren der fehlenden Leistungen, sind die Erwartungen im Vorfeld der Saison nicht besonders hoch. In der Atlantic Division sind die Knicks auf dem Papier das mit Abstand schwächste Team und es gibt eigentlich keine Gründe, die zu der Annahme führen, dass man die Nets, Celtics, Sixers oder Raptors hinter sich lassen kann, geschweige denn in die Playoffs einziehen wird. Coach Fizdale wird zudem eine Rotation finden müssen, bei der die erfahreneren Spieler wie Gibson, Morris oder Ellington eine Rolle finden können und gleichzeitig die jungen Spieler wie Smith Jr., Robinson, Barrett, Knox, Randle, Portis oder Trier, den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen können. Dementsprechend bleibt die Frage, ob sich Fizdale traut, alles auf die Jugend zu setzen. Eine mögliche Starting Five, könnte dabei wie folgt aussehen:

  1. Dennis Smith Jr.
  2. RJ Barrett
  3. Kevin Knox
  4. Julius Randle
  5. Mitchell Robison

Die Bank sollte sich aus folgenden Spielern zusammensetzen: Elfrid Payton, Frank Ntilikina, Alonzo Trier, Kadeem Allen, Reggie Bullock, Ignas Brazdeikis , Wayne Ellington, Bobby Portis, Taj Gibson, Marcus Morris, Coach: David Fizdale

Brooklyn Nets

Während die New York Knicks zu den Verlierern der Off-Season gehörten, war der Stadtnachbar aus Brooklyn, die Nets, einer der großen Gewinner der Off-Season. Dabei bot bereits die vergangene Saison Gründe zur Freude, beendeten die Nets die Spielzeit Division-intern zwar nur auf Rang 4, doch in der Eastern Conference belegten sie Rang 6 und erkämpften sich damit einen Platz in den Playoffs. Sie klauten den Sixers hier sogar ein Spiel, mussten sich dennoch in Runde 1 mit 1-4 geschlagen geben. Die Stimmung war jedoch gut und im Vergleich zum Nachbarn aus New York, hatten die Nets die nötige Anziehungskraft um zwei absolute Top-Stars nach Brooklyn zu holen. Mit Kevin Durant und Kyrie Irving kamen zwei der vielleicht besten 10 oder 15 Spieler der Liga nach Brooklyn und machen die Nets damit zu einem noch größeren Zuschauermagneten.

Leider wird Kevin Durant vermutlich die gesamte Saison aufgrund eines Achillessehnenrisses verpassen, doch Irving sollte das Team besser machen und gemeinsam mit einigen anderen Neuzugängen die Abgänge auffangen können. Über Free-Agent-Signings oder Trades schlossen sich neben Kevin Durant und Kyrie Irving außerdem DeAndre Jordan, Taurean Prince, Garrett Temple, Lance Thomas oder beispielsweise Wilson Chandler der Mannschaft von Coach Kenny Atkinson an. Damit konnten die Abgänge von D’Angelo Russell, DeMarre Carroll, Allen Crabbe, Treveon Graham oder Shabazz Napier aufgefangen werden – vermutlich. Irving und Co. müssen nämlich zunächst einmal beweisen, dass sie den hohen Ansprüchen und Erwartungen gerecht werden können. Vor allem die jungen Spieler der Nets werden die gute letzte Saison bestätigen müssen und nachdem das Team im vergangenen Jahr von der guten Teamchemie profitierte, bleibt abzuwarten, ob Irvings Verhalten und Leistungen dazu beitragen, dass es in Brooklyn erneut gut läuft.

Irving zeigte sich in der Off-Season zwar geläutert und sprach davon in Boston keinen guten Job als Leader gemacht zu haben, doch auch in Cleveland hinterließ er nicht den besten Eindruck als Anführer, so dass ohne Durant abzuwarten bleibt, was Irving leisten kann. Coach Kenny Atkinson hat aufgrund der Klasse im Kader auch einige schwierige Entscheidungen zu treffen. Setzt er beispielsweise auf die Erfahrung, des 31-jährigen DeAndre Jordan oder wird der zehn Jahre jüngere Jarrett Allen, die erste Wahl auf der Center-Position? Dazu werden neben Irving auf der Point Guard Position, auch die Shooting Guard- und Forward-Position hart umkämpft sein und sowohl Harris, LeVert und Dinwiddie sowie Temple, Kurucs, Prince oder Chandler werden sich Hoffnungen auf den Spot als Starter machen. Natürlich könnte der Konkurrenzkampf das Team auch beleben und da die Klasse insgesamt etwas größer ist als in der vergangenen Saison, darf man von den Nets auch ohne Durant etwas mehr als im vergangenen Jahr erwarten. Es wird jedoch viel davon abhängen was Irving macht, der in Boston den Erwartungen nicht standhalten konnte. Die Fans in Brooklyn sind jedenfalls voller Vorfreude auf die Saison. Mögliche Starting Five:

  • 1 Kyrie Irving
  • 2 Caris LeVert
  • 3 Joe Harris
  • 4 Rodions Kurucs
  • 5 Jarrett Allen

Die Reserve: Spencer Dinwiddie, Garrett Temple, Dzanan Musa, Taurean Prince, Wilson Chandler, Lance Thomas, David Nwaba, DeAndre Jordan, Nicolas Claxton, Henry Ellenson Coach: Kenny Atkinson

Boston Celtics

Vor der Saison 2017-18 verpflichteten die Boston Celtics Kyrie Irving und Gordon Hayward. Beide fehlten den Celtics in den Playoffs 2018, doch trotzdem schaffte es das junge Team von Coach Brad Stevens in die Conference Finals. In der vergangenen Saison sollte es dann noch besser laufen, kehrten Irving und Hayward zurück und war die Eastern Conference, nach dem Abgang von LeBron James Richtung Westen, offener denn je. Entsprechend groß war die Erwartungshaltung in Boston, doch das sehr tief besetzte Team schaffte nicht den Sprung zum Top-Team, spielte schwächer als in der Vorsaison und kam in den Playoffs auch mit Irving und Hayward nicht über die zweite Runde hinaus, in der sie 1-4 gegen die Milwaukee Bucks unterlagen.

Die Enttäuschung war natürlich groß, doch nach der Analyse der Saison wurde schnell klar, dass es verschiedene Gründe für den ausbleibenden Erfolg gab. Kyrie Irvings selbst angesprochenes, schwaches Auftreten als Leader des Teams war dabei nur ein Grund, dazu fand Gordon Hayward nie zu seiner Form, Terry Rozier kam hinter Irving nicht in den nötigen Rhythmus und Tatum, Smart, Brown und Co., konnten nicht den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen. Dazu musste sich auch Coach Stevens den Vorwurf gefallen lassen, nicht die richtigen Rotationen gefunden zu haben und mit dem Talent im Kader nicht richtig umgehen zu können. In der Off-Season gab es dann weitere Enttäuschungen zu verkraften, entschieden sich Kyrie Irving und Al Horford dazu, nicht bei den Celtics zu verlängern, so dass sich das Team an einigen wichtigen Stellen entscheidend verändern sollte. Auch Aron Baynes, Marcus Morris und Terry Rozier blieben den Celtics nicht erhalten und so war klar, dass neue Spieler nach Boston geholt werden mussten. Dabei musste allerdings bedacht werden, dass man das Zepter nun an Tatum, Brown und Co. übergeben kann, so dass es auch nicht zu viele Neuzugänge geben durfte, die viele Würfe brauchen.

Einen Anführer und gestandenen All-Star wollte GM Danny Ainge aber trotzdem, auch um Irvings Abgang zu kompensieren. Glücklicherweise konnte man in einem überraschenden Move Kemba Walker nach Boston holen und damit einen absoluten Top-Mann für die Mannschaft gewinnen. Außerdem konnte Enes Kanter als Horford-Ersatz verpflichtet werden, doch bereits an dieser Stelle lässt sich erkennen, dass die Qualität der Neuzugänge nicht ganz so groß ist, wie die der Abgänge. Es sind nämlich die Rookies Romeo Langford, Carsen Edwards, Grant Williams und Tacko Fall die das Team weiter vertiefen sollen und so wird schnell klar, dass die Rollen für Tatum, Brown und Co. größer werden, natürlich mit dem Ziel das tolle Abschneiden aus dem Jahr 2017-18 zu wiederholen. Coach Stevens wird es durch die neue Team-Zusammenstellung etwas einfacher haben die Rollen zu verteilen und auch Gordon Hayward wird durch die vielen Abgänge wieder etwas mehr Verantwortung tragen müssen und dadurch hoffentlich auch in einen etwas besseren Rhythmus kommen.

Als Fazit muss jedoch trotzdem festgehalten werden, dass die Celtics auf dem Papier etwas schlechter geworden sind. Denkt man jedoch an die Rollenverteilung in den Playoffs 2018 und an das Potenzial, das die jungen Spieler mitbringen, sollten die Celtics nicht nur problemlos die Playoffs erreichen können, sondern könnten sie vielleicht auch etwas besser abschneiden, als man es auf den ersten Blick erwartet. Mögliche Starting Five:

  • 1 Kemba Walker
  • 2 Jaylen Brown
  • 3 Gordon Hayward
  • 4 Jayson Tatum
  • 5 Enes Kanter

Die nicht mehr ganz so tiefe Bank besteht aus folgenden Akteuren: Marcus Smart, Carsen Edwards, Brad Wannamaker, Romeo Langford, Semi Ojeleye, Daniel Theis, Grant Williams, Vincent Poirier, Tacko Fall, Robert Williams III Coach: Brad Stevens

Philadelphia 76ers

 In den letzten Jahren dominierte das Motto „Trust the Process“ das Umfeld von Philly. Nach der vergangenen Saison kann man zwar noch nicht davon sprechen, dass „the Process“ abgeschlossen ist, doch in Philly ist man sich sicher, dass es mehr als nur ein Motto ist, entwickelten sich vor allem Joel Embiid und Ben Simmons zu absoluten Top-Spielern, die ihr Team nun an die Spitze führen sollen. In der vergangenen Saison reichte es zwar nur für Platz 3 im Osten und in einem dramatischen siebten Spiel, mussten sich die Sixers in Runde 2 der Playoffs gegen den späteren Champion geschlagen geben, doch die Leistungen waren stark und ließen gleichzeitig noch Raum zur Entwicklung und Verbesserung.

Nach einer durchaus lebhaften Off-Season wollen die Sixers in diesem Jahr nun den die erhoffte Entwicklung durchmachen, auch wenn sie im Kader die eine oder andere Veränderung verkraften müssen. Jimmy Butler und JJ Redick sind dabei sicher die namhaftesten Abgänge, die von den Sixers nicht ganz so einfach ersetzt werden können. Dazu werden auch Spieler wie Amir Johnson, Boban Marjanovic oder TJ McConnell die eine oder andere Lücker hinterlassen, die GM Elton Brand jedoch zu stopfen versuchte. Mit Al Horford, Josh Richardson, Trey Burke oder auch Kyle O’Quinn sollte dies gelungen sein, zumal der Kader mit Embiid, Simmons, Harris, Ennis, Korkmaz, Scott und Smith noch immer qualitativ hochwertig besetzt war. Vor allem die Starting Five könnte in der kommenden Saison eine der gefährlichsten und gleichzeitig wohl die größte der gesamten Liga werden.

Simmons, Richardson, Harris, Horford und Embiid sollten dabei vor allem defensiv nur sehr schwer zu überwinden sein und gehören auf dem Papier sicher zu den besten Starting Line-Ups der gesamten Liga. Doch neben den personellen Veränderungen, sind es die individuellen Entwicklungen, die in Philadelphia eine wichtige Rolle spielen werden. Embiid und Simmons sind hier in erster Linie zu nennen und scheinen in der Off-Season an den richtigen Schrauben gedreht zu haben. Embiid verlor gut 10kg und geht etwas leichter in die Saison. Simmons arbeitete an seinem Wurf und versenkte gleich in seinem ersten Pre-Season-Spiel einen Dreier. Auch Josh Richardson, der ein starkes Jahr in Miami spielte, sollte sich gut einfinden können und nach Butlers Abgang könnte auch die Rolle von Tobias Harris wieder etwas größer und dadurch klarer werden. Coach Brett Brown ist voller Zuversicht und ähnlich wie die Fans auch voller Hoffnung. Die Sixers gewannen in der vergangenen Saison 51 Spiele und machten klar, dass sie mit Embiid und Simmons zu den Top-Teams gehören. In dieser Saison soll der nächste Schritt erfolgen und da die Konkurrenz etwas schwächer wurde, gehören sie zu den absoluten Top-Favoriten der Eastern Conference. Die wahrscheinliche Starting Five:

  • 1 Ben Simmons
  • 2 Josh Richardson
  • 3 Tobias Harris
  • 4 Al Horford
  • 5 Joel Embiid

Die Reserve sieht wie folgt aus: Shake Milton, Trey Burke, Furkan Korkmaz, Raul Neto, Zhaire Smith, James Ennis, Matisse Thybulle, Mike Scott, Jonah Bolden, Kyle O‘Quinn Coach: Brett Brown

Toronto Raptors

Das große Experiment von Raptors-GM Masai Ujiri klappte und der viel gescholtene Manager strafte alle seine Kritiker in der letzten Saison lügen. So war der Aufschrei der Fans groß, nachdem Coach Casey und DeRozan vor der letzten Saison das Team verlassen mussten, doch Neuzugang Kawhi Leonard und Rookie-Coach Nick Nurse schafften das kaum denkbare und holten den Titel nach Toronto. Nach überzeugenden Playoffs und einigen unfassbaren Leistungen vom späteren Finals-MVP, Kawhi Leonard, besiegten die Raptors die Golden State Warriors im Finale und holten damit die Trophäe nach Kanada. Die sowieso schon für ihre Euphorie bekannten Raptors-Fans feierten den Titel standesgemäß und ließen damit die vielen Enttäuschungen hinter sich.

Leider wehrte die Freude aber nicht besonders lange, denn trotz des Erfolges, entschied sich der Go-to-Guy und Leader des Teams dazu, den Raptors den Rücken zu kehren. Nach nur einem Jahr in Kanada nutzte Kawhi Leonard seine Free-Agent Rechte und wechselte aus dem kalten Toronto ins sonnige Los Angeles zu den Clippers. Doch damit nicht genug, denn auch Danny Green wechselte nach Los Angeles, heuerte allerdings bei den Lakers an. Damit brachen den Raptors natürlich die beiden Säulen auf der Flügel-Position weg und Leonard wurde zum ersten Finals-MVP, der sein Meisterschaftsteam direkt nach dem Erfolg verlassen sollte. Immerhin waren Leonard und Green die einzigen, wirklich wichtigen Abgänge, doch leider verpassten es die Raptors für entsprechenden Ersatz zu sorgen. Rondae Hollis-Jefferson, Stanley Johnson und Cameron Payne sind die nahmhaftesten Neuzugänge, die vor allem Leonard keinesfalls ersetzen können. Weitere Rookies vertiefen einen Kader, der somit deutlich schwächer als in der vergangenen Saison sein wird. Immerhin gab es aber auch ein wenig Grund zu Freude. So konnte sich Marc Gasol im Sommer den Weltmeister-Titel mit Spanien sichern und kehrt mit einer noch etwas breiteren Brust nach Toronto zurück.

Kyle Lowry verlängerte seinen Vertrag zudem um ein weiteres Jahr und 31 Mio. Dollar, sodass klar sein wird, dass die Raptors in dieser Saison noch einmal alles versuchen werden, um sich als amtierender Meister zu behaupten. Die Hauptlast wird dabei auf den Schultern von Pascal Siakam liegen, der sich in der vergangenen Saison zu einem sehr starken Leonard-Vertreter entwickelte. Geht seine Entwicklung weiter Richtung All-Star, sollten sich die Raptors problemlos in der Spitzengruppe behaupten können. Doch wird Siakam den Erwartungen nicht gerecht und zeigen sich Lowry, Gasol und Co. etwas müde und satt, müssen sie aufpassen, nach einer überragenden Titel-Saison nicht eine ernüchternde Enttäuschung zu erleben. Coach Nurse wird sich im Sommer aber seine Gedanken gemacht haben um den amtierenden Meister gut in die kommende Saison zu führen. Mögliche Starting Five:

  • 1 Kyle Lowry
  • 2 Norman Powell
  • 3 OG Anunoby
  • 4 Pascal Siakam
  • 5 Jonas Valanciunas

Die Bank: Fred Van Fleet, Cameron Payne, Patrick McCaw, Stanley Johnson, Rondae Hollis-Jefferson, Serge Ibaka, Chris Boucher Coach: Nick Nurse

Prognose

Die Toronto Raptors befanden sich am Ende der letzten Saison erneut an der Spitze der Atlantic Division und krönten ihre Saison mit dem Titel. Philly und Boston rangierten auf den Plätzen 2 und 3, während die Nets auf Rang 4 auch problemlos in die Playoffs kamen. Einzig die Knicks enttäuschten und waren das schwächste Team der Liga. Während sich die Position der Knicks, zumindest in dieser Division, wohl kaum ändern wird, könnte und sollte sich auf den ersten vier Positionen durchaus etwas verändern. Fraglich wird dabei zunächst sein, wie stark die Brooklyn Nets tatsächlich sein können und ob Kyrie Irving und seine neuen Kollegen gut genug sind, in der Tabelle nach oben zu klettern. Denn auch wenn die Celtics und Raptors ein paar Spieler verloren, darf man sie keinesfalls unterschätzen, da die Qualität noch immer sehr hoch ist und die neuen Rotationen auch positiven Einfluss haben könnten.

Dementsprechend wird zwischen den Celtics, Raptors und Nets ein Kampf um die Plätze 2-4 entstehen, bei denen die Celtics die vielleicht besten Karten haben. Toronto hinterlässt im ersten Moment den schwächsten den Eindruck, doch als amtierender Meister mit Gasol, Lowry und Co. darf man sie keinesfalls unterschätzen. Die Fragezeichen sind bei den Nets noch etwas zu groß, zumal mit Durant der beste Spieler des Teams fehlt. Daher sehe ich die Nets auch in dieser Saison nur an 4. Stelle. Wie jedoch die Over-/Under-Tipps zeigen werden, trennt die Teams im Vorfeld der Saison nicht besonders viel. Den besten Eindruck machen im Vorfeld der Saison aber die Philadelphia 76ers. Joel Embiid und Ben Simmons sind zwar noch nicht in ihrer Prime, doch sie bilden das stärkste Duo der Division und haben in den letzten Jahren wichtige Erfahrungen gemacht, von denen sie nun profitieren wollen. Sie haben die besten Karten und sind nicht nur der Favorit auf den Division-Sieg, sondern auch einer der Favoriten auf den Titel in der Eastern Conference. Somit könnte sich die Division am Ende wie folgt darstellen:

  1. Philadelphia 76ers (54,5 – OVER)
  2. Boston Celtics (48,5 – UNDER)
  3. Toronto Raptors (46,5 – UNDER)
  4. Brooklyn Nets (43,5 – OVER)
  5. New York Knicks (26,5 – OVER)

In Klammern befindet sich die prophezeite Anzahl an Siegen. OVER bzw. UNDER ist an dieser Stelle der Tipp darauf, ob die Teams mehr (OVER) oder weniger (UNDER) Siege als die genannte Zahl erreichen werden.

NBA Vorschau Nr. 2 – Die Southwest Division

Nachdem wir uns in der ersten Vorschau mit der Eastern Conference und der Division des amtierenden Meister beschäftigt haben, der Atlantic Division, springen wir in unserer zweiten Vorschau rüber in die Western Conference, zur Southwest Division. In den letzten Jahren galt diese Division mit den Rockets, Mavs, Spurs und Grizzlies als einer der Stärksten der Western Conference, doch die Zeiten ändern sich und man wird sich drauf einstellen müssen, dass wohl nicht mehr als zwei oder drei Teams den Sprung in die Playoffs schaffen werden. Allerdings gab es einige Teams, die nach dem Ende der letzten Saison besonders in der Fokus rückten. Warum ist schnell erklärt, bauten vor allem die New Orleans Pelicans und die Houston Rockets einige wichtige Teile ihres Kaders um. So war lange unklar, in welche Richtung sich Anthony Davis, von den Pelicans verabschieden würde.

Zudem war die große Frage bzw. viel mehr die Erwartungshaltung, dass Rookie Zion Williamson als Nummer 1 Pick, in New Orleans landet. Letztlich kam es dann wie erwartet und dank eines Trades mit den Lakers, konnten sich die Pelicans ein junges und sehr interessantes Team zusammenbauen. Die Hauptrolle in der Southwest Division werden die Pelicans in dieser Saison aber nicht spielen, gehören sie nicht zu den Favoriten in dieser Division. Die Houston Rockets nehmen diesen Platz ein, nachdem auch sie in der Off-Season mit dem Trade von Chris Paul gegen Russell Westbrook für Aufsehen sorgten.

Dazu freuen sich die Konkurrenten aus San Antonio und Dallas auf die Rückkehr von verletzten Spielern und die Memphis Grizzlies gehen mit dem Nummer 2 Pick der Draft, Ja Morant, ebenfalls mit großer Vorfreude in die kommende Saison. Bevor wir den Blick auf die einzelnen Teams werden, rufen wir uns aber zunächst die Bilanzen der letzten Saison in Erinnerung und schauen dann, was wir in dieser Saison von der Southwest Division erwarten dürfen.

Teams (Bilanz letzte Saison):

  • Houston Rockets (53-29)
  • San Antonio Spurs (48-34)
  • Memphis Grizzlies (33-49)
  • New Orleans Pelicans (33-49)
  • Dallas Mavericks (33-49)

Dallas Mavericks

 Beginnen wollen wir unsere Vorschau der Southwest Division mit den Dallas Mavericks, die nach dem Karriereende von Dirk Nowitzki neue Wege einschlagen. Dafür legten sie bereits während der letzten Saison den Grundstein, als sie den verletzten Kristaps Porzingis aus New York ertraden konnten. Er soll gemeinsam mit Rookie of the Year, Luka Doncic, das neue Top-Duo in Dallas bilden und gemeinsam als europäische Führungsspieler, das Erbe von Dirk Nowitzki antreten. Mit 20 (Doncic) und 24 Jahren (Porzingis) scheint die Dallas-Zukunft in guten Händen, sofern vor allem Porzingis den Erwartungen gerecht werden kann. In der Off-Season war unverkennbar, dass der 2,20m große Lette an seinem Körper arbeitete und topfit in die Saison gehen kann. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen, so dass die Optimisten den Mavericks sogar Playoff-Chancen einräumen. Der deutsche Maxi Kleber, der im Sommer seinen Vertrag in Dallas verlängerte, äußerte sich ebenfalls selbstbewusst und angriffslustig und traut seiner Mannschaft die Playoff-Qualifikation zu. Doch die Konkurrenz ist im Westen groß und es bleibt zunächst abzuwarten, was die jungen Führungsspieler leisten können. Man muss allerdings auch festhalten, dass das Top-Duo nicht das Problem der Mavericks sein wird.

Coach Rick Carlisle hat keine leichte Aufgabe, ist der restliche Kader der Mavericks  nicht wirklich tief besetzt und hat man vor allem auf den kleineren Positionen kaum starke Verteidiger. Zwar waren die Abgänge von Nowitzki, Mejri und Harris nicht ganz so schlimm, doch mit Seth Curry und Boban Marjanovic, als Neuzugänge mit den größten Namen, konnte Marc Cuban die Mannschaft nicht wirklich entscheidend vertiefen. Sicherlich, Porzingis Rückkehr soll viel auffangen und im ersten Pre-Season Spiel hinterließ er einen guten Eindruck, nichtsdestotrotz bleiben viele Fragezeichen. Während man offensiv die nötige Durchschlagskraft haben wird, allerdings auch hier nicht zu viel von den Rollenspielern erwarten darf, könnten die großen defensiven Mängel zu einem Problem werden. Am Ende hat Dallas durchaus das Potenzial um den großen Erwartungen gerecht zu werden, doch sowohl das Duo um Doncic und Porzingis muss funktionieren, außerdem werden die Rollenspieler wie beispielsweise Hardaway Jr, Brunson, Wright, Curry,  Kleber oder Marjanovic eine gute Saison hinlegen müssen, damit die hoch gesteckten Ziele erreicht werden können. Eine Mögliche Starting Five könnte wie folgt aussehen:

  • 1 Delon Wright
  • 2 Luka Doncic
  • 3 Dorian Finney-Smith
  • 4 Kristaps Porzingis
  • 5 Maxi Kleber

Ein Auszug der Bank: Jalen Brunson, JJ Barea, Tim Hardaway Jr., Seth Curry, Justin Jackson, Courtney Lee, Dwight Powell, Boban Marjanovic, Ryan Broekhoff Coach: Rick Carlisle

New Orleans Pelicans

Ähnlich hoch wie bei den Dallas Mavericks, sind auch die Erwartungen in New Orleans. Obwohl die Pelicans mit Anthony Davis ihren absoluten Top-Star verloren, schafften sie es mit etwas Glück in der Draft, guten Free-Agent Signings und einem guten Trade mit den Lakers einen Kader aufzubauen, der zwar noch sehr jung ist, aber gut gefüllt mit jeder Menge Talent ist. Doch es bleibt abzuwarten, ob die vielen hohen Picks ihren Erwartungen gerecht werden können und ob sich Zion Williamson auch gegen gestandene Männer behaupten kann. Im Vergleich zum Vorjahr sorgte der Sommer jedenfalls dafür, dass nur noch fünf Spieler im Kader verblieben und sich ansonsten sehr viel veränderte. Neben Davis verließen auch Spieler wie Solomon Hill, Stanley Johnson, Elfrid Payton, Ian Clark oder Cheick Diallo das Team und hinterließen somit einige Lücken.

Der Blick auf die Neuzugänge zeigt aber, dass das Management einen guten Job machte. Zwar konnte kein Spieler mit der Klasse eines Anthony Davis verpflichtet werden, doch trotzdem werden einige durchaus namhafte und talentierte Spieler den Kader vertiefen. An erster Stelle ist hier natürlich Zion Williamson zu nennen, der an Nummer 1 gedraftet wurde und der vielleicht am meisten gehypte Rookie seit LeBron James ist. In der Pre-Season konnte er bereits mit einigen krachenden Dunks und einer Wurfquote von über 80% überzeugen, doch natürlich sind die Statistiken noch nicht wirklich etwas wert. Neben ihm gibt es zudem weitere Neuzugänge, wie beispielweise Lonzo Ball, Brandon Ingram oder Josh Hart, die allesamt im Gegenzug des Anthony Davis Trades nach New Orleans kamen. JJ Redick und Derrick Favors wurden als erfahrene Akteure dazu geholt und Jaxson Hayes und Nicolo Melli bringen als Rookies ebenfalls eine Menge Klasse mit. Dazu ist natürlich noch Jrue Holiday im Kader, der bereits auf All-Star Niveau agierte und von dem man in dieser Saison sicher einiges erwarten darf. Bei diesem Kader darf man sich also sicherlich auf einige Highlights freuen, vor allem dank Zion Williamson. Allerdings werden auch die Entwicklung von Lonzo Ball und Brandon Ingram sehr interessant zu beobachten sein. Ingram, als Nummer 2 Pick des Jahres 2016 verbesserte sich bisher in jedem Jahr und könnte ähnlich wie Lonzo Ball (Nummer 2 Pick 2017) davon profitieren, nicht mehr ganz so im Rampenlicht von Los Angeles zu stehen.

Durch die Erfahrung von Spielern wie Holiday oder Redick, scheint so zudem eine gute Mischung aus vielversprechendem Talent und abgezockter Klasse zu ergeben, was die Hoffnungen auf eine gute Saison ansteigen lässt. Die Pelicans erholten sich also erstaunlich schnell, nach dem Drama um Davis und könnten in dieser Saison für die oder andere Überraschung sorgen. Selbst wenn Williamson nicht ganz so einschlägt wie erhofft, hat Coach Alvin Gentry ein starkes, junges Team, welches sogar Außenseiter-Chancen auf die Playoffs hat. Die wahrscheinliche Starting Five:

  • 1 Lonzo Ball
  • 2 Jrue Holiday
  • 3 Brandon Ingram
  • 4 Zion Williamson
  • 5 Derrick Favors

Die Bank könnte wie folgt aussehen: Frank Jackson, JJ Redick, Josh Hart, Nickeil Alexander-Walker, E’Twaun Moore, Nicolo Melli, Kenrich Williams, Jaxson Hayes, Jahlil Okafor Coach: Alvin Gentry

Memphis Grizzlies

Weiter geht es in unserer Vorschau mit dem Team des zweiten Picks der Draft, den Memphis Grizzlies. Point Guard Ja Morant wurde an der zweiten Position gezogen und soll der Dreh- und Angelpunkt einer neuer Zeitrechnung in Memphis werden. Nachdem die Grizzlies in den letzten Jahren nämlich für langsames, von der Defensive geprägtem Spiel standen, verließen Marc Gasol während der letzten Saison und Mike Conley nach der letzten Saison die Mannschaft und schafften damit Platz für neue Leute. So treten die Grizzlies mit Spielern an, von denen kein einziger Akteur länger als zwei Jahre in Memphis ist, so dass Coach Taylor Jenkins komplett neue Wege mit der jungen Mannschaft gehen kann. Neben Conley verließen außerdem Avery Bradley, Delon Wright, CJ Miles, Justin Holiday sowie Joakim Noah und Chandler Parsons das Team. Als Neuzugänge freute man sich neben dem Top-Rookie Morant außerdem über Spieler wie Brandon Clarke, Grayson Allen, Defensiv-Ass Jae Crowder, Josh Jackson, Tyus Jones oder sogar Andre Iguodala.

Leider deutete bisher Vieles daraufhin, dass Iguodala nicht für die Grizzlies spielen wird und entweder aus seinem Vertrag herausgekauft oder getradet wird. Auch Josh Jackson, der 2017 noch an vierter Position gedraftet wurde, wird vorerst wohl keine Verstärkung sein, kündigte er an, die Saison in der G-League zu beginnen und zeigten die ersten zwei Jahre, dass er zwar Talent hat, aber noch sehr viel Raum zur Verbesserung besitzt. Die Hauptverantwortung soll aber auf die Schultern der beiden Jungspunde Ja Morant und Jaren Jackson Jr gelegt werden. Von ihnen erhoffen sich die Grizzlies, dass sie das Erbe von Gasol und Conley antreten können und Memphis wieder in die Playoffs führen. Der Rest des Kaders wird dabei aber wohl keine besonders große Unterstützung sein, gehören die Grizzlies zu den schwächsten Teams der Western Conference. Ein All-Star ist nicht in Sicht und auch die Rollenspieler bringen nicht die Klasse mit, um den fehlenden All-Star aufzufangen. Der Blick ist jedoch auf die Zukunft gerichtet, so dass Morant und Jackson Jr. sicher viel Spielzeit bekommen werden, um sich weiter in die richtige Richtung zu entwickeln. Mögliche Starting Five:

  • 1 Ja Morant
  • 2 Dillon Brooks
  • 3 Jae Crowder
  • 4 Jaren Jackson Jr
  • 5 Jonas Valanciunas

Ein Auszug der Bank: Tyus Jones, De’Anthony Melton, Grayson Allen, Kyle Anderson, Andre Iguodala (?) Brandon Clarke, Bruno Caboclo, Ivan Rabb Coach: JB Bickerstaff San Antonio Spurs Leistung zeigen, die Entwicklung voranbringen und am Ende wieder die Playoffs erreichen, um hier zu gucken was möglich ist – all das sind realistische und erwartbare Ziele, die man sich in San Antonio für die neue Saison setzen kann. Während andere Mannschaften durch spektakuläre Trades auf sich aufmerksam machten, blieb es bei den Texanern aus San Antonio mal wieder verhältnismäßig ruhig. Davis Bertans, Dante Cunningham, Quincy Pondexter sowie Pau Gasol und Donatas Motiejunas verließen das Team, hinterließen aber nicht besonders große Lücken. So wurde DeMarre Carroll zum namhaftesten Neuzugang des Teams von Coach Gregg Popovich, der mal wieder auf Kontinuität setzt. Zudem wird der im letzten Jahr verletzte Point Guard Dejounte Murray wieder zum Team dazustoßen und damit neben Carroll, die zweite wichtige Veränderung sein.

Ansonsten ist Trey Lyles noch ein nennenswerter Neuzugang, der jedoch auch nicht über eine Rolle von der Bank hinauskommen wird. Dementsprechend werden die gleichen Spieler der letzten Saison, sprich DeRozan, Aldridge, Gay, Poeltl, White, Walker IV, Forbes, Belinelli und Mills wieder viele Minuten sehen und durch verbessertes Zusammenspiel überzeugen wollen. Vor allem auf der Guard-Position darf man dieses Jahr aber eine verbesserte Leistung der Spurs erwarten.

Murray soll sich zu einem Top-Mann entwickeln und nachdem sich White und Walker in der letzten Saison stark entwickelten und Patty Mills als Anführer der Australier, eine herausragende WM spielte, hat Coach Popovich einige interessante Optionen, die es den Gegner nicht leicht machen wird. Zudem spielte DeRozan in der vergangenen Saison ein gutes Jahr, erzielte die beste Quote seit seinem Rookie-Jahr und zeigte sich mit 6 Rebounds und 6 Assists pro Spiel so vielseitig wie nie. Aldridge hat sich mittlerweile auch an das Spiel von Popovich gewöhnt und wies daraufhin, dass die Eingespieltheit und die gute Chemie zwischen Trainer und Spielern ebenfalls ein wichtiger Faktor sein wird, der den Spurs helfen können wird. Die Spurs haben mit DeRozan und Aldridge zwei gestandene All-Stars im Kader, einen überragenden Coach an der Seitenlinie und einige junge Spieler, die sich gut zu entwickeln scheinen. Für einen Top-Platz wird es in der starken Western Conference wohl nicht reichen, aber die Playoffs sind auf jeden Fall drin. Zudem scheinen sie etwas tiefer als in der vergangenen Saison zu sein und bedenkt man, dass sie hier die Nuggets schon in ein siebtes Spiel zwangen, ist in dieser Saison vielleicht sogar etwas mehr drin. Mögliche Starting Five:

  • 1 Dejounte Murray
  • 2 DeMar DeRozan
  • 3 Rudy Gay
  • 4 LaMarcus Aldridge
  • 5 Jakob Poeltl

Ein Auszug der Bank: Patty Mills, Derrick White, Bryn Forbes, Lonnie Walker IV, Marco Belinelli, DeMarre Carroll, Chimezie Metu, Drew Ebubanks, Dedrick Lawson Coach: Gregg Popovich

Houston Rockets

Die Houston Rockets sind zwar das letzte Team in unserer Southwest Division-Vorschau, haben aber das Potenzial die Division und die Conference als Erster zu beenden. Nachdem die Rockets bereits in den letzten Jahren zu den absoluten Top-Teams der Western Conference gehörten und mit James Harden einen der, wenn nicht sogar den besten Individualisten der Liga in ihren Reihen haben, darf man auch in dieser Saison wieder einiges erwarten. So sollte nicht nur Harden wieder ein gutes Jahr spielen, sondern auch sein Team wieder oben mit dabei sein. Das Rockets-Management machte nämlich über den Sommer einen guten Job und konnte in der Off-Season einen starken Trade einfädeln. So wurde der etwas alternde Chris Paul nach Oklahoma City getradet und im Gegenzug der MVP der vorletzten Saison noch Houston geholt, Russell Westbrook. Westbrook ist aber nicht nur ehemaliger MVP, sondern auch ein guter Freund und ehemaliger Teamkollege von James Harden, was für die Teamchemie sicher gut sein wird.

Neben Paul verließ zudem nur Kenneth Faried den Kader und mit Tyson Chandler, Ryan Anderson und McLemore scheint man sich zumindest erfahrungstechnisch nicht verschlechtert zu haben. Es bleiben jedoch einige Fragen offen, bevor man die Rockets zu sehr in den Himmel lobt. Defensiv-Koordinator Jeff Bzdelik verließ das Team und nachdem mit Paul einer der stärksten Verteidiger die Mannschaft verließ ist fraglich, ob die Rockets defensiv nicht wieder in das gleiche Loch vom Beginn der letzten Saison fallen. Westbrook und Harden sind nicht als besonders starke Eins-gegen-Eins Verteidiger bekannt und auch Neuzugang Ryan Anderson, oder der in die Jahre gekommene Chandler werden die Defensive nicht besonders stabilisieren können. Dazu bleibt abzuwarten wie die Wurfverteilung zwischen Harden und Westbrook aussehen wird und wie die Rollenspieler mit einem weiteren balldominanten Spieler zurechtkommen. Sollten die Rockets in diesen Bereichen aber überzeugen können, werden sie mit Sicherheit einer der Topfavoriten auf den Titel sein. Der Vorteil der Rockets ist nämlich die große individuelle Klasse ihrer Leader. Harden und Westbrook brachten schwache Team bereits im Alleingang in die Playoffs, sind zudem Beide ehemalige MVPs und sollten mit Coach Mike D’Antoni an der Seitenlinie ein Offensivfeuerwerk nach dem anderen abbrennen können. Vor allem in der regulären Saison darf man viel von Houston erwarten und erst in den Playoffs sollte man den wahren Wert des Westbrook-Deals erkennen können.

Leider sorgte GM Daryl Morey in der Pre-Season mit einem Tweet für Aufsehen, äußerte er sich hier zur China-Hong Kong-Thematik und verärgerte damit einige der asiatischen Sponsoren. Ob und inwiefern diese Thematik Einfluss auf das Spielgeschehen der Rockets nimmt bleibt ebenfalls abzuwarten, allerdings sorgte Moreys Tweet für Aufruhr in der gesamten Liga. Am Ende stehen aber Harden und Westbrook auf dem Feld und machen die Rockets zu einem zweiköpfigen Monster. Westbrook warnte die Liga bereits und sagte, dass die Saison „scary“ wird – allerdings nicht für die Rockets. Dementsprechend darf man eine selbstwusste Rockets-Mannschaft erwarten, die für den Titel aber vor allem an ihren defensiven Mängeln arbeiten werden muss. Mögliche Starting Five:

  • 1 Russell Westbrook
  • 2 James Harden
  • 3 Eric Gordon
  • 4 PJ Tucker
  • 5 Clint Capela

Die Bank: Austin Rivers, Ben McLemore, Gerald Green, Thabo Sefolosha, Gary Clark, Ryan Anderson, Isaiah Hartenstein, Nene, Tyson Chandler Coach: Mike D’Antoni

Prognose:

So bleiben am Ende natürlich die üblichen Fragen danach, wer die Division gewinnen kann, wer vielleicht hinter den Erwartungen zurückbleibt und wer die Saison als die große Überraschung beenden wird. Fakt ist, dass den Grizzlies, Pelicans und Mavs auf dem Papier die Klasse zu fehlen scheint um bei den großen Teams der Western Conference mitzumischen. Vor allem die Grizzlies gehen mit einem sehr jungen Team in die Saison und sind im Vergleich zu den ebenfalls jungen Pelicans und Mavs deutlich schwächer besetzt. Houston und San Antonio sind deutlich erfahrener und haben auch in der Spitze die etwas besseren und erfahreneren Spieler. Das beste Team der Division werden aber die Houston Rockets sein.

Nachdem sie bereits in den letzten Jahren in der regulären Saison zu den besten Teams gehörten, sollten sie mit Westbrook nochmal neue Power dazu gewonnen haben und den schwächeren Teams allein aufgrund der individuellen Klasse meistens überlegen sein. Alles andere als ein Sieg in dieser Division muss für das Team aus Houston als Enttäuschung gelten. Dazu haben sie gute Chancen die gesamte Conference zu gewinnen, wenn sie den Erwartungen gerecht werden. Auf Platz 2 der Southwest Division sollten am Ende die San Antonio Spurs landen. Sie zu unterschätzen wäre ein üblicher Fehler und da in der Off-Season keine Fehler gemacht wurden und es punktuell Verbesserungen gab, werden sie am Ende der Saison besser als die verbleibenden Verfolger da stehen. Zwischen den Pelicans und Mavs wird ein Kampf um Platz 3 entstehen. Die Pelicans sind vielleicht etwas breiter besetzt, doch in der Spitze scheinen die Mavs mit Doncic und Porzingis stärker zu sein.

Es bleiben bei beiden Teams einige Fragezeichen, Dallas hat für mich aber die etwas besseren Karten. Am Ende werden Beide aber ähnlich viele Siege und Niederlagen auf ihrem Konto haben. Zu guter Letzt bleiben dann noch die Memphis Grizzlies. Sie hoffen zwar auf eine gute Zukunft, werden in dieser Saison aber deutlicher weniger Spiele gewinnen als die Division-interne Konkurrenz. Daher sind sie im Ranking abgeschlagen und müssen ihrem Rebuild Tribut zollen. Die Grizzlies landen nur auf Platz 5.

  1. Houston Rockets (53,5 – OVER)
  2. San Antonio Spurs (46,5 – OVER)
  3. Dallas Mavericks (42,5 – UNDER)
  4. New Orleans Pelicans (38,5 – UNDER)
  5. Memphis Grizzlies (27,5 – UNDER)

In Klammern befindet sich die prophezeite Anzahl an Siegen der einschlägigen Wettanbieter. OVER bzw. UNDER ist an dieser Stelle ein Tipp darauf, ob die Teams mehr (OVER) oder weniger (UNDER) Siege als die genannte Zahl erreichen werden.

NBA Vorschau Nr. 3 – Die Northwest Division

Wir setzen unsere Division-Vorschau für diese Saison fort und widmen uns in der dritten Vorschau der Division, die im letzten Jahr die meisten Playoff-Teilnehmer aus der Western Conference stellte – der Northwest Division. Mit den Portland Trail Blazers, den Denver Nuggets, den Utah Jazz und den Oklahoma City Thunder kamen gleich vier Teams in die Playoffs, dazu hatten auch die Timberwolves-Fans lange Hoffnung, doch noch irgendwie in die Playoffs zu rutschen. Ob es in dieser Saison auch für vier Teams reichen wird, darf und muss zwar aufgrund der großen Konkurrenz angezweifelt werden, doch die Motivation ist natürlich bei allen Mannschaften groß.

Interessant ist, dass mit Ausnahme der Oklahoma City Thunder kein Team große Veränderungen vornahm. OKC musste sich jedoch von Russell Westbrook und Paul George trennen und sorgte damit kadertechnisch für einen riesengroßen Umbruch. Immerhin konnte mit Chris Paul ein absoluter Top-Mann geholt werden, doch bereits an dieser Stelle sei gesagt, dass sich die Thunder im Vergleich zum Vorjahr deutlich verschlechterten. Bei allen anderen Teams wurde auf Kontinuität und Entwicklung gesetzt und zumindest in der Spitze der Teams wenig verändert. Portland tauschte zwar einige Rollenspieler aus, doch Lillard und McCollum bewiesen in den letzten Playoffs, dass sie selbst ohne ihren etatmäßigen Big-Man, Jusuf Nurkic, bis in die Western Conference Finals vorstoßen konnten.

Denver und Utah sind jedoch hochmotiviert die Blazers zu verdrängen, so dass es interessant sein wird, am Ende der Vorschau eine Prognose abzugeben, wie sich die Northwest-Division gestalten wird. Wie immer werfen wir zuvor aber noch einmal den Blick auf die Bilanzen der vergangenen Spielzeit. Es wird klar, dass Platz 1 und 4 nur fünf Siege trennten und auch in diesem Jahr sollte es zumindest zwischen den Top-Teams ähnlich knapp werden.

Teams (Bilanz letzte Saison):

  • Denver Nuggets (54-28)
  • Portland Trail Blazers (53-29)
  • Utah Jazz (50-32)
  • Oklahoma City Thunder (49-33)
  • Minnesota Timberwolves (36-46)

Minnesota Timberwolves

Wie immer beginnen wir die Vorschau mit dem schwächsten Team der jeweiligen Division. Im letzten Jahr waren dies die Minnesota Timberwolves, die vor allem zu Beginn der Saison große Probleme hatten. Unvergessen ist sicherlich der unrühmliche Auftritt von Jimmy Butler, der gegen seine Mannschaft hetzte und einen Trade erzwang. Coach Thibodeau musste anschließend auch gehen und erst als der junge Coach Ryan Saunders das Ruder übernahm, kehrte ein wenig Ruhe ein. Leider verbesserte sich die Mannschaft aber nur bedingt und am Ende beendeten die Wolves die Saison auf einem enttäuschenden 11. Platz. Enttäuschend war sicherlich auch das Auftreten von Andrew Wiggins, der sehr uneffektiv spielte, sein Potenzial nicht ausschöpfen konnte und weder mit Butler noch Thibodeau zu funktionieren schien.

Immerhin wurde dadurch aber klar, dass Karl-Anthony Towns der absolute Go-To-Guy und Leader des Teams ist und so darf man vor allem vom jungen Big-Man eine starke Saison erwarten. In der Off-Season versuchte das Management zudem die Mannschaft zu verstärken. Mit Dario Saric, Luol Deng, Jerry Bayless, Anthony Tolliver, Derrick Rose, Taj Gibson und Tyus Jones verließen jedoch einige solide Spieler den Kader, die auch in der Saison eine zum Teil wichtige Rolle innehatten. Es bleibt daher zunächst offen, ob Spieler wie Jordan Bell, Shabazz Napier, Treveon Graham, Noah Vonleh, oder Jake Layman die Abgänge auffangen können. Die Rookies Jarrett Culver und Jaylen Nowell werden wohl auch direkt mit eingebunden, so dass die Mannschaft insgesamt sehr jung ist und mit Jeff Teague nur einen Spieler im Kader hat, der älter als 30 ist. Coach Saunders wird seiner jungen Mannschaft also viel beibringen und dabei schnell für eine klare Rollenverteilung sorgen müssen.

Klar sollte sein, dass Towns die erste Option ist, doch damit die Mannschaft erfolgreich ist, muss auch dahinter Klarheit herrschen. Wiggins steht somit mal wieder unter Druck und der 24-jährige muss zeigen, dass er seinen Vertrag Wert ist. Okogie, Covington und Teague sind dann wohl die nächsten Ansprechpartner, wenn es um Verantwortung geht, doch bewiesen hat sich außer Teague bisher niemand. Fraglich bleibt bei den Wolves auch, ob sich im Kader nicht noch etwas verändert. Es gibt einige Spieler bei denen die Verträge auslaufen und Trades sind keinesfalls auszuschließen. In Minnesota bleiben neben der klaren Rolle von Karl-Anthony Towns also einige Fragezeichen. Besonders stark ist die Mannschaft nicht besetzt und aufgrund der großen Konkurrenz in der Western Conference, scheint die Chance auf eine Playoff-Teilnahme nicht besonders groß zu sein. Mögliche Starting Five:

  • 1 Jeff Teague
  • 2 Andrew Wiggins
  • 3 Jake Layman
  • 4 Robert Covington
  • 5 Karl-Anthony Towns

Ein Auszug der Bank: Shabazz Napier, Jaylen Nowell, Josh Okogie, Jarrett Culver, Keita Bates-Diop, Jordan Bell, Noah Vonleh, Gorgui Dieng Coach: Ryan Saunders

Oklahoma City Thunder

Die Oklahoma City Thunder erlebten in der vergangenen Saison ein äußerst bitteres Aus in den Playoffs. Bereits in Runde 1 war die Mission Meisterschaft für die Thunder beendet. Bitter wurde es dadurch, dass man durch einen Buzzer-Beater aus ca. 10 Metern verlor und der Titeltraum so innerhalb von wenigen Sekunden zerplatzte. Doch die Thunder müssen sich an die eigene Nase packen, schafften sie es nicht sich zu behaupten, obwohl sie mit Westbrook und George zwei überragende Akteure auf ihrer Seite hatten.

Leider führte das Playoff-Aus dann auch dazu, dass das Team auseinander fiel. Zunächst erbat George trotz Vertragsverlängerung in OKC einen Trade, anschließend wurde auch noch Russell Westbrook abgegeben. Der Kader wurde somit komplett umgebaut und geht mit einem komplett anderen Gesicht in die neue Saison. Neben Westbrook und George verließen mit Jerami Grant, Markieff Morris, Raymond Felton und Patrick Patterson weitere wichtige Akteure die Mannschaft und schafften damit natürlich auch Platz für neue Spieler. Angeführt werden die Neuzugänge von Chris Paul, der zwar nicht mehr der Spieler von vor drei bis vier Jahren ist, aber noch immer zu den besten Guards der Liga gehört.

Dazu kamen von den Clippers mit Danilo Gallinari und Shai Gilgeous-Alexander weitere qualitativ hochwertige Akteure, die jedoch nicht ganz die Klasse von George und Westbrook ersetzen werden können. Ergänzt wird der Kader außerdem durch Mike Muscala, Justin Patton und Rookie Darius Bazley, so dass bereits der erste Blick auf den neuen Kader zeigt, dass die Thunder nicht mit den allerbesten Voraussetzungen in die neue Spielzeit gehen. Der Blick ist in OKC aber fraglos in Richtung Zukunft gerichtet, sicherten sie sich im George-Trade jede Menge Picks und es ist keinesfalls auszuschließen, dass Spieler wie Paul, Gallinari oder vielleicht sogar Schröder das Team via Trade verlassen werden.

Bis dahin wird Coach Billy Donovan aber mit seinem Team daran arbeiten, vielleicht doch eine kleine Playoff-Überraschung zu schaffen. Vor allem Chris Paul wird unter Beobachtung stehen, ist die große Frage ob er einen Kader mit vielen soliden Rollenspielern, wie Gallinari, Adams, Schröder, Roberson, Ferguson oder dem jungen Gilgeous-Alexander zu Siegen führen kann. Besonders gut sind die Aussichten im starken Westen aber nicht, da der Kader mit vielen Spielern besetzt ist, die immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen haben. Machen die Thunder im Zuge des Trades zudem ernst, werden vor allem die jungen Akteure viel Verantwortung tragen müssen, was im Hinblick auf ein gutes Abschneiden immer problematisch ist. Mögliche Starting Five:

  • 1 Chris Paul
  • 2 Shai Gilgeous-Alexander
  • 3 Andre Roberson
  • 4 Danilo Gallinaro
  • 5 Steven Adams

Die Bank: Dennis Schröder, Hamidou Diallo, Terrance Ferguson, Abdel Nader, Darius Bazley, Mike Muscala, Nerlens Noel, Justin Patton Coach: Billy Donovan

Utah Jazz

Die Utah Jazz machten in den vergangenen Saisons eine tolle Entwicklung durch und gehören aufgrund ihrer starken Leistungen der letzten Jahre zum erweiterten Favoritenkreis der Western Conference. In der letzten Saison landeten sie auf einem starken fünften Platz der Western Conference und hatten am Ende nur drei Spiele Rückstand auf die zweitplatzierten Nuggets. Leider hatten sie in den Playoffs dann aber nicht die nötige Abgezocktheit und mussten sich letztlich doch recht deutlich gegen die Houston Rockets geschlagen geben.

Ganz zufrieden war man in Utah also nicht mit der Saison, so dass die Motivation für diese Spielzeit umso größer sein sollte.Das Management machte im Sommer zudem einen guten Job, verstärkte es das Team an einigen Stellen und hofft somit in diesem Jahr etwas besser abzuschneiden. Auf den ersten Blick scheint das Team von der Off-Season gebeutelt, verließen mit Ricky Rubio, Derrick Favors, Kyle Korver, Grayson Alen und Jae Crowder einige wichtige Akteure den Kader. Doch mit Mike Conley, Bojan Bogdanovic, Jeff Green, Ed Davis und Emmanuel Mudiay konnte man die Abgänge qualitativ ersetzen und dafür sorgen, dass man völlig zu Recht mit Selbstvertrauen in die nächste Saison gehen kann. Besonders wichtig für die Verbesserung und den Erfolg der Jazz wird natürlich das Spiel von Donovan Mitchell sein.

Der 23-jährige geht in seine dritte Saison und soll nach zwei starken Jahren nun den nächsten Schritt Richtung All-Star gehen. Hilfe bekommen sollte er dabei vom erfahrenen Mike Conley, der zwar nie All-Star war, aber mit den Grizzlies einige achtbare Erfolge hatte. Gerade als Leader wird er Mitchell viele Ratschläge auf den Weg geben können, zudem ist er ein klares Upgrade im Vergleich zu Vorgänger Ricky Rubio. Auch Bojan Bogdanovic sollte der Mannschaft weitere Gefahr von außen bringen und damit Räume für Mitchell schaffen. Auch im individuellen Spiel wird Bogdanovic eine Verstärkung sein, die die Jazz gut gebrauchen können. Mit Joe Ingles und Rudy Gobert hat man zudem eine interessante Starting Five, die durch eine zweite Fünf ergänzt wird, die auf dem Papier vielleicht nicht die großen Namen mitbringt, aber punktuell sehr gut in den Kader von Coach Quin Snyder passt. Einzig die Power Forward Position lässt Wünsche offen.

Sowohl Ingles als auch Bogdanovic sind prädestinierte Small Forwards, so dass Coach Snyder vielleicht auch die Spielanlage ein wenig verändern wird. Trotzdem gehören die Jazz zu den Teams, die in der Western Conference ernst genommen werden müssen. Nach dem Zweitrunden-Aus in 2018 und dem Erstrunden-Aus 2019, jeweils gegen die Houston Rockets, hoffen die Fans natürlich auf den nächsten Schritt, doch die ebenfalls besser gewordenen Konkurrenz macht es den Jazz nicht einfacher. Letztlich sollten die Playoffs aber überhaupt kein Problem sein und es wird vor allem von Donovan Mitchell abhängig sein, wie weit sein Team nach oben klettern kann. Die Fans dürfen sich auf eine vielversprechende Saison freuen und darauf im Western oben mit zuspielen. Die Starting Five könnte wie folgt aussehen:

  • 1 Ricky Rubio
  • 2 Donovan Mitchell
  • 3 Joe Ingles
  • 4 Bojan Bogdanovic
  • 5 Rudy Gobert

Auf der Bank befinden sich folgende Spieler: Dante Exum, Emmanuel Mudiay, Roye O’Neale, Jeff Green, Georges Niang, Ed Davis, Tony Bradley Coach: Quin Snyder

Portland Trail Blazers

Spätestens seit der letzten Saison gehört Damian Lillard zu den absolut besten Point Guards der gesamten Liga. Er war nämlich hauptverantwortlich dafür, dass die Blazers bis in die Conference Finals vorrücken konnten und mit im Schnitt fast 27 Punkten pro Spiel und einigen Big-Shots führte er sein Team, trotz des Fehlens vom verletzten Center Jusuf Nurkic durch den tiefen Playoff-Run. Natürlich war CJ McCollum dabei eine unfassbar wichtige Unterstützung und obwohl beide körperlich häufig unterlegen scheinen, bewiesen sie, dass Portland eine sehr ernstzunehmende Franchise auf der NBA-Landkarte ist.

Doch entgegen der Erwartung, dass man auf den Erfolgen aufzubauen versucht, wurde der Kader im Sommer durcheinander gewürfelt und nur acht Spieler blieben Coach Terry Stotts erhalten. Mit Al-Farouq Aminu, Seht Curry, Enes Kanter, Moe Harkless, Jake Layman, Meyers Leonard und Evan Turner verließen gleich sieben wichtige Spieler den Kader unter hinterließen damit eine schwer zu schließende Lücken. Kent Bazemore, Mario Hezonja, Pau Gasol, Anthony Tolliver und Hassan Whiteside sind die namhaftesten Neuzugänge, die allerdings vor allem in der Qualität nicht auszureichen scheinen, um die Abgänge aufzufangen.

Zwar kamen des Weiteren noch einige Rookies und No Names hinzu, doch es ist gut vorstellbar, dass sich die Rollenverteilung in Coach Stotts Team etwas verändert, vor allem da Jusuf Nurkic den Beginn der Saison zu verpassen scheint. Sollten beispielsweise Bazemore, Hezonja und Whiteside einschlagen, könnte die Erfolgsgeschichte der Blazers weitergehen, doch wenn die Neuen nicht die erhoffte Leistung bringen, wird die Last auf den Schultern von Lillard und McCollum wieder sehr groß sein. Fraglich ist also, wer neben Lillard und McCollum weitere Scoringlast tragen kann. Hood, Bazemore, Hezonja oder Whiteside sollten hier wohl die ersten Anlaufstellen sein, allerdings darf angezweifelt werden, ob benannte Akteure gut genug sind, als verlässliche dritte Option zu agieren, solange Nurkic fehlt. Interessant wird sicherlich auch die Personalie Zach Collins werden.

Der 21-jährige Power Forward bringt jede Menge Talent mit und könnte den Blazers bei entsprechender Entwicklung eine unerwartete Stütze werden. Am Ende bleibt bei den Blazers also die Frage offen, wie stark sie wirklich sind. Nach dem etwas überraschenden Einzug in Conference Finals darf man sie keinesfalls unterschätzen, bewiesen Lillard und McCollum, wie stark sie wirklich sind. Doch die vielen Veränderungen in der Off-Season und die großen Fragezeichen was Tiefe und defensive Qualität des Teams betrifft, sind unverkennbar und letztlich scheint die Konkurrenz in der Western Conference an einigen Stellen etwas besser. Mögliche Starting Five:

  • 1 Damian Lillard
  • 2 CJ McCollum
  • 3 Rodney Hood
  • 4 Zach Collins
  • 5 Jusuf Nurkic

Ein Auszug der Bank: Anfernee Simmons, Gary Trent Jr, Kent Bazemore, Mario Hezonja, Anthony Tolliver,  Nassir Little, Pau Gasol, Hassan Whiteside, Skal Labissiere Coach: Terry Stotts

Denver Nuggets

Nach dem äußerst enttäuschenden Verpassen der Playoff im Jahr 2018, machten es die Denver Nuggets in der letzten Saison besser und qualifizierten sich mit der zweitbesten Bilanz der Western Conference für die Playoffs. Überraschenderweise brauchten sie dann aber sieben Spiele um sich gegen die San Antonio Spurs durchzusetzen und hatten in Runde 2 nicht mehr genug Power um gegen die Blazers zu bestehen. Obwohl Portland nicht in Bestbesetzung war, verloren die Nuggets in sieben Spielen und mussten sich eingestehen, dass es vor allem an Erfahrung fehlte. Auch Top-Mann Nikola Jokic konnte in den Playoffs die Erwartungen nicht ganz erfüllen, legte er zwar sehr gute Werte auf, schaffte es aber nicht sein Team eine Runde weiter zu bringen.

Die Enttäuschung war zwar groß, doch die junge Mannschaft von Coach Mike Malone machte einige Schritte in die richtige Richtung und gehört in dieser Saison sicherlich zu den Top-Favoriten in der Western Conference. Dafür spricht auch, dass sich in der Off-Season nicht viel veränderte. So verließen zum einen nur Spieler das Team, die keine besonders grolle Rolle hatten (Trey Lyles, Isaiah Thomas, Nick Young und unwichtige Rollenspieler), im Gegenzug konnte man aber mit Jerami Grant ein interessantes Puzzleteil nach Denver lotsen. Außerdem machte der wieder genesene Michael Porter Jr. in den bisherigen Pre-Season-Spielen einen hervorragenden Eindruck und wird dem Team gemeinsam mit PJ Dozier, Tyler Cook und Rookie Bol Bol nicht nur weitere Tiefe geben, sondern die Mannschaft insgesamt noch etwas unberechenbarer machen – im positiven Sinne.

Dementsprechend ist die Erwartungshaltung in Denver groß. Nikola Jokic und Jamal Murray gehen als junges Top-Duo und Leader voran und haben eine ganze Reihe an jungen und motivierten Rollenspielern neben sich, die sich ebenfalls noch entwickeln können. Coach Malone wird bei hoffentlich großer Gesundheit im Kader die Qual der Wahl haben, wen er spielen lässt und dabei sicherlich etwas Zeit brauchen, um vor allem Grant und Porter Jr. in die Rotation einzubauen. Vor allem Porters Entwicklung könnte für Denver entscheidend sein, bringt er die Athletik mit, die in einigen Matchups den Unterschied machen könnte. Doch neben Porter Jr. ist es vor allem das Führungsduo um Jokic und Murray, das den nächsten Schritt machen will und muss. Können sie den nächsten Schritt machen, hat Jokic nicht nur gute Chancen MVP zu werden, sondern die Nuggets sogar die Möglichkeit um die Meisterschaft zu spielen.

Die Nuggets sind jung, schnell, vielseitig, spielwitzig und hoffen nach der Enttäuschung im letzten Jahr nun auch die nötige Erfahrung zu haben, um es mit den absoluten Top-Teams aufnehmen zu können. Vor allem in der Tiefe haben die Nuggets überhaupt kein Problem, so dass auch Verletzungen aufgefangen werden können. Soweit zu gehen, dass die Nuggets sich nur selbst schlagen können, wäre vielleicht etwas hochgegriffen, doch tatsächlich haben die Nuggets ihren Erfolg selbst in der Hand. Funktionieren Jokic und Co. ist das Potenzial riesig und selbst wenn es in dieser Saison noch nicht reicht, sind die Nuggets auch für die kommenden Jahre hervorragend aufgestellt. Mögliche Starting Five:

  • 1 Jamal Murray
  • 2 Gary Harris
  • 3 Will Barton
  • 4 Paul Millsap
  • 5 Nikola Jokic

Die Bank setzt sich wie folgt zusammen: Monte Morris, Will Barton, Malik Beasley, Torrey Craig, Michael Porter Jr., Jerami Grant, Mason Plumplee, Juan Hernangomez, Bol Bol Coach: Michael Malone

Prognose:

Die Denver Nuggets sicherten sich in der vergangenen Saison den Division-Titel, mussten sich in den Playoffs aber gegen die Konkurrenz aus Portland geschlagen geben. Für Utah und OKC war bereits in Runde 1 Schluss, während Minnesota erst gar nicht in die Playoffs kam. In dieser Saison haben die Nuggets, Jazz und Blazers wieder die besten Karten und gehören zu den sicher gehandelten Playoff-Kandidaten. Die Thunder gelten als einer der Verlierer der Off-Season, doch haben durchaus den ein oder anderen wertvollen Spieler im Kader. Der Blick in Oklahoma ist aber eher auf die Zukunft gerichtet, Trades sind wahrscheinlich und die Playoffs scheinen kaum erreichbar. In Minnesota sieht es ähnlich aus, hat das Team um Towns zwar Potenzial, allerdings wird es schwer gegen die starke Konkurrenz im Westen. Als Sieger der Division werden sich die Nuggets behaupten können, zeigten sie sich bereits im letzten Jahr in der regulären Saison am gefährlichsten und konnten sie ihr Team noch einmal verstärken.

Dahinter werden sich die Utah Jazz und die Portland Trail Blazers um die Plätze 2 und 3 streiten. Die Jazz wurden in der Off-Season allerdings etwas besser, während Portland viele Spieler abgeben musste und zudem noch auf die Rückkehr des verletzten Nurkic wartet. Dementsprechend sollten die Jazz auf Platz 2 landen und die Blazers auf Rang 3. Schaut man sich die Kader-Qualitäten der Thunder und Wolves an, scheinen die Thunder insgesamt etwas besser besetzt. Allerdings darf man Trades erwarten und es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Kader die Saison in dieser Zusammenstellung übersteht. Auch deswegen haben die Wolves hier die Chance vorbeizuziehen, den nächsten Schritt in der Entwicklung zu machen und damit auf Platz 4 in dieser Division vorzustoßen. Die Playoffs sind im Westen wohl nicht machbar, aber besser als die Thunder können die Wolves am Ende der Saison schon dastehen.

  1. Denver Nuggets (52,5 – OVER)
  2. Utah Jazz (53,5 – UNDER)
  3. Portland Trail Blazers (46,5 – OVER)
  4. Minnesota Timberwolves (35,5 – OVER)
  5. Oklahoma City Thunder (31,5 – OVER)

In Klammern befindet sich die prophezeite Anzahl an Siegen der einschlägigen Wettanbieter. OVER bzw. UNDER ist an dieser Stelle ein Tipp darauf, ob die Teams mehr (OVER) oder weniger (UNDER) Siege als die genannte Zahl erreichen werden.

Ranking und Vorschau Nr. 4 – Die Central Division

Im vierten Teil unserer Vorschau wagen wir uns die Division des amtierenden MVPs – die Central Division. Hier thronte in der vergangenen Saison Giannis Antetokounmpo nach einer überragenden Saison mit seinen Milwaukee Bucks an der Spitze und räumte anschließend verdientermaßen den MVP-Titel ab.

Da an dieser Stelle schon vorweg genommen werden kann, dass sich in Milwaukee nicht besonders viel veränderte, gehen sie als Favorit der Division in die kommende Saison.

Dabei ist die Konkurrenz nicht wirklich groß. Die Indiana Pacers und Detroit Pistons belegten in der Saison 2018-19 zwar die Plätze 2 und 3 und schafften es immerhin in die Playoffs. Die Ansprüche werden in dieser Saison aber nicht ausreichen, um den Bucks gefährlich zu werden, sondern die Playoffs an sich sind in der Eastern Conference ein realistisches Ziel.

Dahinter werden die Chicago Bulls versuchen Anschluss zu finden. Nach einer von Verletzungen und Unruhen im Team geprägten Saison, sind die Fronten mittlerweile geklärt, die Verletzungen auskuriert und die Motivation wieder groß. Ob es jedoch reicht um Anschluss zu finden, wird uns erst die genauere Blick auf das Team erahnen lassen.

Zu guter Letzt bleiben noch die Cleveland Cavaliers, von denen auch in dieser Saison nicht viel mehr als in letzter Saison erwartet werden darf. Sollte Kevin Love fit sein, werden es wohl mehr als 19 Siege, doch es ist äußerst unwahrscheinlich, dass sie an den Bulls oder den anderen Konkurrenten in ihrer Division vorbeiziehen können.

Wie immer, hier nochmal der Blick auf die Bilanzen der letzten Saison.

Teams (Bilanz letzte Saison):

  • Milwaukee Bucks (60-22)
  • Indiana Pacers (48-34)
  • Detroit Pistons (41-41)
  • Chicago Bulls (22-60)
  • Cleveland Cavaliers (19-63)

 

Cleveland Cavaliers

Vor der letzten Saison war durchaus noch ein wenig Hoffnung vorhanden, dass die Cavaliers nach dem Abgang von LeBron James nicht sofort wieder einen kompletten Einbruch erleben. Einige Spieler aus dem Championship-Team waren noch da und Kevin Love sollte als Leader des Teams zumindest dabei helfen die Playoffs anzugreifen.

Die Saison endete jedoch mehr oder weniger in einem Desaster, spielte Love nur 22 Spiele, gewannen die Cavs insgesamt nur 19 Partien und waren auch andere Leistungsträger wie Thompson, Hood oder Hill nur phasenweise im Team, weil sie entweder verletzt waren oder getradet wurden.

Es wurde also eine Saison zum Vergessen und schnell richtete sich der Blick Richtung Draft. Viel Glück hatten die Cavs hier allerdings nicht, wurde ihnen nur der fünfte Pick zugesprochen, durch den sie sich die Dienste von Darius Garland sichern konnten. Ein umstrittener Pick, steht mit Collin Sexton ein durchaus solider Guard aus der vorherigen Draft noch im Kader.

Garland bringt jedoch fraglos Klasse mit und soll neben den anderen Draftpicks Dylan Windler und Kevin Porter Jr. den Kader vertiefen. Weitere Neuzugänge waren Sindarius Thornwell und Jarell Martin, was direkt belegt, dass die Off-Season in Cleveland alles andere als aufregend war. Eingeschränkt durch die hohen Verträge ihrer Meisterspieler war einfach nicht mehr möglich und so müssen die Abgänge von Channing Frye, Nik Stauskas, Marquese Chriss, JR Smith und David Nwaba als klare Verluste bezeichnet werden, da fraglich ist, ob die Neuzugänge die Leistungen auffangen können.

Dementsprechend düster ist die Aussicht für die kommende Saison. Sicher, mit Spielern wie Kevin Love, Tristan Thompson, Cedi Osman oder Garland sowie Sexton hat man eine gewisse Qualität im Kader und auch die Bank hat mit Clarkson, Knight Dellavedova oder Nance Jr. noch den einen oder anderen Spieler, den eingefleischte NBA-Fans kennen. Die Qualität lässt als Team aber zu wünschen übrig, so dass man nicht zu viel erwarten darf. Zudem ist gut möglich, dass Kevin Love getradet wird, um die Weichen weiter Richtung Zukunft zu stellen.

Letztlich wird daher auch zur interessantesten Frage ob Sexton und Garland gemeinsam auf dem Feld existieren können und wer sich von den jungen Spielern anständig entwickeln wird.

Dazu wird interessant zu beobachten sein, wie sich Rookie Head-Coach John Beilein, der mit 66 Jahren der älteste Rookie-Headcoach der NBA-Geschichte wird, in seiner ersten Saison schlagen wird.

Alles in allem gibt es wenige Gründe zur Zuversicht, zumindest wenn man sich auf das Abschneiden in dieser Saison bezieht. Mögliche Starting Five:

1 Darius Garland

2 Collin Sexton

3 Cedi Osman

4 Kevin Love

5 Tristan Thompson

Ein Auszug der Bank:

Jordan Clarkson, Brandon Kinght, Matthew Dellavedova, Kevin Porter Jr., Dylan Windler, Sindarius Thornwell, Larry Nance Jr., Ante Ziziv, John Henson

Coach: John Beilein

 

 

Chicago Bulls

 

Schon länger ist der Blick der Chicago Bulls auf die Zukunft gerichtet und schaut man sich den Kader von Coach Jim Boylens Truppe an, fällt auf, dass Thaddeus Young mit 31 Jahren nicht nur der älteste Akteur, sondern auch vier Jahre älter als der zweitjüngste Spieler ist und damit natürlich auch als einziger Spieler über 30 Jahre alt ist.

Doch während eine große Anzahl an jungen Spielern nicht immer vielversprechend ist, sieht es in Chicago gut aus, denn mit Spieler wie Zach LaVine, Lauri Markkanen, Denzel Valentine, Wendell Carter Jr oder auch Luke Kornet hat man jede Menge Talent im Kader, das mittlerweile auch schon genug Erfahrung besitzt, so dass man den nächsten Schritt in der Entwicklung erwarten darf.

Auch im letzten Jahr gingen die Verantwortlichen mit ähnlichen Erwartungen in die Saison, doch Verletzungen warfen das junge Team immer wieder zurück, kein einziger Spieler macht alle 82 Spiele und nur drei Akteure machten mehr als 63 Spiele. Dazu wurden insgesamt 22 verschiedene Spieler eingesetzt, so dass schnell klar wird, warum Entwicklung, Zusammenspiel und Erfolg im vergangen Jahr nicht auf dem höchsten Level waren.

Glücklicherweise musste man in der Off-Season aber nur ein paar Abgänge verkraften. Robin Lopez war dabei der einzig wirklich bekannte Name, so dass man sich durch die Genesungen der angeschlagenen Spieler und den Neuzugängen um Satoransky, Young und Kornet wirklich verstärken konnte. Dazu zog man in der Draft an siebter Stelle Coby White, einen ebenfalls talentierten und vielversprechenden Spieler.

Die Bulls werden also alles daran setzen, die Entwicklung fortzusetzen und in dieser Saison etwas besser da zu stehen. Die 22 Siege-Marke der letzten Saison sollte kein Problem sein und wenn die Spieler ihren Erwartungen gerecht werden ist sogar deutlich mehr drin.

LaVine und Markkanen überzeugten in der vergangenen Saison, Satoransky spielte ebenfalls ein starkes Jahr und dazu eine herausragende WM. Otto Porter Jr. und Wendell Carter Jr. sollten die Starting Five abrunden, mit der man sich talentmäßig zunächst einmal vor niemandem verstecken muss. Auch auf der Bank befindet sich noch Qualität und mit Thaddeus Young ist zudem ein erfahrener Akteur dabei, der in den letzten Jahren auch immer wieder als wertvoller Scorer und Rollenspieler in Erscheinung treten konnte.

Auch auf dem Trademarkt könnten die Bulls noch einmal aktiv werden, ist fraglich ob für Kris Dunn genug Spielzeit bleibt.

Alles in allem können die Bulls also voller Zuversicht in die neue Saison gehen. Sogar ein Angriff auf die Playoffs scheint möglich, sollte die Gesundheit mitspielen und sollte das Team den Weg von Coach Boylen mitgehen.

Kann LaVine die Werte der vergangenen Saison wiederholen, ist vielleicht sogar ein All-Star Spot möglich, doch nach den vielen enttäuschenden Jahren, müssen die Bulls erst einmal beweisen, dass ein Aufschwung tatsächlich spürbar ist. Die wahrscheinliche Starting Five:

1 Thomas Satoransky

2 Zach LaVine

3 Otto Porter Jr.

4 Lauri Markkanen

5 Wendell Carter Jr.

 

Die Bank:

Kris Dunn, Coby White, Ryan Arcidiacono, Shaquille Harrison, Denzel Valentine, Chandler Hutchison, Thaddeus Young, Luke Kornet, Christian Felicio

Coach: Jim Boylen

Detroit Pistons

Würde man heute nicht die Saison-Vorschau für die Saison 2019-20, sondern für die Saison 2010 oder 2011 schreiben, würden sich die Erwartungen in Bezug auf die Pistons überschlagen. Detroit geht nämlich mit dem Nummer 1 Pick der Saison 2008, Derrick Rose sowie dem Nummer 1 Pick der Saison 2009, Blake Griffin in die kommende Saison.

Doch natürlich sind Beide schon lange nicht mehr die Spieler, die sie vor zehn Jahren waren, liegen viele Verletzungen und Rückschläge hinter beiden Akteuren. Doch in der vergangenen Saison zeigten Beide, warum sie damals zu den Besten der Besten gehörten und Griffin legte sogar das vielleicht produktivste Jahr seiner Karriere hin.

Dementsprechend werden die Pistons zumindest ein wenig Hoffnung haben, das gute Abschneiden der letzten Saison wiederholen zu können.

Zwar mussten sie durch die Wechsel von Wayne Ellington, Ish Smith, Glenn Robinson III, Jon Leuer, Zaza Pachulia und Isaiah Whitehead einige Abgänge verkraften, doch mit Derrick Rose, Markieff Morris, Tim Frazier, Tony Snell, Joe Johnson und Rookie Sekou Doumbaya sollte man die Lücken schließen können und wieder ein ernstzunehmender Playoff-Kandidat sein.

Die größte Last wird natürlich auf den Schultern von Blake Griffin liegen, der im letzten Jahr All-Star wurde und zum Ende der Saison trotz Verletzung sein Team in die Playoffs führte. Kann er sein Spiel noch weiter an den modernen Basketball anpassen, sollte der 30-jährige sich weiter verbessern können und damit die Pistons noch gefährlicher machen.

Ähnliches gilt für Derrick Rose, der nach einigen enttäuschenden Saisons wieder zu seinem Spiel fand und in Minnesota von der Bank fast zum All-Star wurde. Dazu konnte sich das Team mit Markieff Morris nochmal entscheidend vertiefen und geht nun mit einem Kader in die Saison, der einiges zu bieten hat. Einzig das Shooting bleibt ein Schwachpunkt, welchen die Pistons verbessern müssen, um sich weiter zu entwickeln.

Nachdem sie im letzten Jahr auf Rang 8 in die Playoffs rutschten, mussten sie sich hier mit 0-4 gegen die Milwaukee Bucks geschlagen geben. In einer sehr einseitigen Serie, zeigten Giannis und Co. den Pistons ihre Grenzen auf und es wurde klar, dass der damals auch noch angeschlagene Griffin, mehr Unterstützung braucht, um mit den Pistons etwas zu reißen. In dieser Saison sieht es etwas besser aus, so dass sich in Detroit berechtigte Vorfreude auf eine hoffentlich erfolgreiche Saison breit macht. Coach Casey kennt die Mannschaft nun auch etwas besser, so dass man insgesamt mit einer Verbesserung rechnen darf, sofern die Gesundheit mitspielt. Mögliche Starting Five:

1 Reggie Jackson

2 Bruce Brown

3 Tony Snell

4 Blake Griffin

5 Andre Drummond

 

Die Reserve:

Derrick Rose, Tim Frazier, Langston Galloway, Siatoslav Mykhauliuk, Luke Kennard, Sekou Doumbouya, Markieff Morris, Thon Maker, Christian Wood

Coach: Dwane Casey

Indiana Pacers

Nachdem Victor Oladipo bereits in der Saison 2017-18 auf sich aufmerksam machte und in Runde 1 der Playoffs herausragend agierte, war die Erwartungshaltung für die Saison 2018-19 groß. Obwohl der zweite große Name neben Oladipo fehlte, machten er und sein Team einen herausragenden Job und gehörten zum erweiterten Favoritenkreis der Eastern Conference. Leider erlebten die Pacers dann aber einen harten Rückschlag, als sich Oladipo verletzte. Nach nur 36 Spielen war die Saison für den quirligen Guard zu Ende und es war unklar, in welche Richtung sich die Saison entwickeln würde. Doch gleich sieben Spieler scorten neben Oladipo zweistellig im Schnitt für die Pacers, so dass die Pacers für alle Gegner schwer zu durchschauen waren. Auch defensiv machte die Mannschaft von Coach Nate McNillan einen überragenden Job und erarbeitete sich die beste Verteidigung der gesamten Liga.

Nach Platz 5 in der regulären Saison war dann aber leider erneut in Runde 1 der Playoffs Schluss. Ohne Oladipo fehlte die Durchschlagskraft und am Ende stand ein 0-4 gegen die Boston Celtics.

In dieser Saison wollen sie es natürlich besser machen und in den Playoffs endlich in Runde 2 einziehen. Dafür bastelte das Management auch am Kader und nahm einige Veränderungen vor.

Mit Bojan Bogdanovic und Thaddeus Young verließen zwei Starter den Kader und mit Tyreke Evans, Darren Collison, Wesley Matthews, Cory Joseph und Kyle O’Quinn verließen weitere wichtige Bestandteile den Kader. So bleibt die Frage, wie die Pacers die Abgänge kompensieren wollen, doch die Neuen scheinen die nötigen  Fähigkeiten mitzubringen.

Mit Malcolm Brogdon sicherten sie die Pacers die Dienste des Rookie des Jahres 2017. Jeremy Lamb und TJ Warren bringen zudem die nötige Offensiv-Power mit um vor allem die Abgänge von Bogdanovic und Young aufzufangen, dazu sorgt TJ McConnell noch für weitere Tiefe auf der Point Guard Position.

Goga Bitadze wurde gedraftet und JaKarr Sampson soll das Team ebenfalls vertiefen, sodass die Pacers wieder mit einem interessanten Kader in die Saison gehen. Die Rollenverteilung wird sicher aber sicherlich ein wenig verändern, scheint noch etwas mehr Verantwortung bei den Startern zu liegen.

Leider wird man den Start der Saison aber ohne Victor Oladipo bestreiten müssen. Vor Dezember wird es wohl nichts mit seiner Rückkehr und so hat Coach McNillan alle Hände voll zu tun, für Teamchemie und schnelle Eingespieltheit zu sorgen.

Eine wichtige Frage wird daher sein, wer gerade zu Beginn der Saison die Hauptlast als Scorer trägt. Brogdon, Warren, Lamb oder auch Sabonis und Young bringen die nötigen Skills mit, doch es bleibt fraglich, wer im Spielsystem von McNillan und mit den vielen neuen Kollegen am schnellsten zurechtkommt.

Ganz wichtig wird auch das Auftreten von Sabonis und Turner sein, die sicher zu den größten Talenten im Pacers-Kader gehören. Bisher konnten sie als Duo aber nicht unbedingt überzeugen und die Statistiken verraten, dass es nicht besonders sinnvoll scheint, Beide gemeinsam lange spielen zu lassen.

Es bleiben also einige Fragezeichen im Vorfeld der Saison, doch insgesamt scheinen die Abgänge aufgefangen worden zu sein.

Können die Pacers trotz der vielen Neuzugänge erneut als Team überzeugen und kann auch Oladipo nach seiner Rückkehr an die zuvor gezeigten Leistungen anknüpfen, gehören die Pacers auch in dieser Saison zum erweiterten Favoritenkreis und könnten in den Playoffs für Aufsehen sorgen. Mögliche Starting Five:

1 Malcolm Brogdon

2 Victor Oladipo

3 TJ Warren

4 Domantas Sabonis

5 Myles Turner

Die Bank:

Aaron Holiday, TJ McConnell, Jeremy Lamb, Edmond Summer, Justin Holiday, TJ Leaf, Doug McDermott, Goga Bitadze

Coach: Nate McNillan

Milwaukee Bucks

Für die Milwaukee Bucks endete die Saison 2018-19 erst im Conference Finale, wo sie sich mit 2-4 gegen die Toronto Raptors geschlagen geben mussten. Bis dahin lief die Saison aber hervorragend, dominierten die Bucks die reguläre Saison und gaben sich auch in den Playoffs beim 4-0 gegen die Detroit Pistons und 4-1 gegen die Boston Celtics keine Blöße.

Erst gegen den späteren Champion wurden einige Schwachstellen erkennbar und auch Giannis Antetokounmpo fand in Kawhi Leonard seinen Meister.

Doch Antetokounmpo braucht sich keine Vorwürfe zu machen, sicherte er sich durch sein vielseitiges Auftreten den MVP-Titel und wurde damit zum wertvollsten Spieler der Saison.

Wer den jungen Griechen jedoch beobachtet hat und kennt, der weiß, dass ihm der individuelle Award nicht ganz so wichtig ist – er will Titel und so werden die Bucks mit viel Selbstvertrauen, aber auch viel Wut im Bauch in die kommende Saison gehen. Der Titel ist das Ziel und natürlich haben sie mit Antetokounmpo gute Chancen.

Allerdings mussten sie in der Off-Season den einen oder anderen Abgang verkraften, der nicht ganz so einfach zu ersetzen sein wird. An erster Stelle ist hier sicherlich Malcolm Brogdon zu nennen, der zwar einen Teil der Saison verletzt verpasste, aber trotzdem ein wichtiger Bestandteil des Kaders von Coach Mike Budenholzer war. Außerdem trennten sich die Bucks von Tim Frazier, Pau Gasol, Nikola Mirotic und Tony Snell, bei denen vor allem Mirotic und Snell als wichtige Rotationsspieler ins Auge fallen.

Geholt wurden zum einen einige No Names und jüngere Spieler wie Giannis kleiner Bruder Thanasis Antetokounmpo oder Dragan Bender, Luke Maye, Cameron Reynolds, Frank Mason und Rayjon Tucker. Zum anderen konnte man aber mit Kyle Korver, Robin Lopez und Wesley Matthews doch noch den einen oder anderen Spieler in den Kader holen, der Klasse mitbringt und vor allem auch die nötige Wurfgefahr um das Feld für Antetokounmpo breiter zu machen.

Letztlich steht und fällt das Spiel der Bucks natürlich mit Antetokounmpo, der derart dominant auftrat, dass es scheinbar nur eine Hand voll Spieler gab, die es überhaupt mit ihm aufnehmen konnten. Dazu hatte er mit Khris Middleton einen All-Star an seiner Seite und auch Spieler wie Bledsoe oder Lopez erfüllten ihre Rollen herausragend.

Auffällig war in den Playoffs jedoch, dass Antetokounmpo mit einem etwas besseren Wurf wohl größere Chancen auf den Titel gehabt hätte. Um Giannis beim Wurf unter die Arme zu greifen wurde, aber sicherlich auch um das Team mit einem weiteren guten Schützen auszustatten, wurde mit Kyle Korver einer der besten Dreierschützen der Liga geholt.

Die Bucks machten also ihre Hausaufgaben und dementsprechend stehen ihnen in dieser Saison wieder alle Möglichkeiten offen, den Titel anzugreifen. Sie sind der große Favorit in der Eastern Conference und es gibt eigentlich keinen Zweifel, dass sie die Central Division gewinnen werden. Dementsprechend hoch ist die Erwartungshaltung und ein weiterer MVP-Award für Giannis scheint genauso möglich, wie der Titel am Ende der Saison. Die Starting Five könnte wie folgt aussehen:

1 Eric Bledsoe

2 Wesley Matthews

3 Khris Middleton

4 Giannis Antetokounmpo

5 Brook Lopez

Die Bank wird wie folgt zusammengesetzt sein:

George Hill, Donte DiVincenzo, Frank  Mason, Pat Connaughton, Kyle Korver, Sterling Brown, Ersan Ilyasova, DJ Wilson, Thanasis Antetokoumpo, Dragan Bender, Robin Lopez

Coach: Mike Budenholzer

Prognose:

Während sich in vielen anderen Divisionen mehrere Teams um den Sieg streiten, scheint die Central Division klar in der Hand der Milwaukee Bucks. Von den 16 Division-internen Spielen gewannen sie in der vergangenen Saison 14 und unterstrichen damit ihre Position der Stärke.

In Anbetracht der Ergebnisse und Schlussbilanzen der vergangenen Saison war die Division auch nicht besonders spannen und es bleibt abzuwarten, ob sich das in diesem Jahr ändert. So werden die Bucks sich zwar absetzen können und die Division relativ einfach gewinnen können, doch die Pistons und Pacers, die letztes Jahr sieben Spielen trennten, könnten in diesem Jahr etwas enger zusammen rücken. Die Pacers gehen mit vielen neuen Akteuren in die Saison und werden zunächst ohne Oladipo auskommen müssen. Detroit veränderte auch einiges, wurde dabei aber klar besser. Letztlich werden die Pacers wohl Platz 2 der Central Division belegen, doch die Pistons lauern auf Fehler.

Chicago war im letzten Jahr 19 Spiele zurück und wird diesen Rückstand wohl nicht aufholen können. Doch die Erwartungshaltung ist groß und Platz 4 damit sicher.

Zu guter Letzt bleiben die Cavs auf Rang 5. Sie trennten in den vergangen Saison zwar nur drei Spiele von Chicago, doch die Zeichen stehen für die Bulls im Vorfeld der Saison klar besser und es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Cavs in diesem Jahr große Schritte nach vorne machen.

Die Division sollte sich letztlich also wie folgt gestalten:

  1. Milwaukee Bucks (57,5 – OVER)
  2. Indiana Pacers (47,5 – UNDER)
  3. Detroit Pistons (37,5 – OVER)
  4. Chicago Bulls (33,5 – OVER)
  5. Cleveland Cavaliers (24,5 – UNDER)

 

In Klammern befindet sich die prophezeite Anzahl an Siegen der einschlägigen Wettanbieter. OVER bzw. UNDER ist an dieser Stelle ein Tipp darauf, ob die Teams mehr (OVER) oder weniger (UNDER) Siege als die genannte Zahl erreichen werden.

 

Ranking und Vorschau Nr. 5 – Die South East Division

Nachdem wir bereits vier Divisions etwas genauer unter die Lupe genommen haben, schließen wir im fünften Teil unserer Vorschau, die Eastern Conference ab und werfen einen Blick auf die South East Division.

In der vergangenen waren zwar in keiner anderen Division die Teams so eng beieinander, allerdings stellte die South East Division mit den Orlando Magic auch nur einen einzigen Playoff-Kandidaten.

Dies soll sich in dieser Saison ändern und vor allem die Miami Heat gehen dabei hochmotiviert und mit großen Ansprüchen in die kommende Spielzeit.

Doch natürlich wollen auch die Magic ihren Erfolg wiederholen und selbst das junge Team der Atlanta Hawks hofft darauf, das starke Finish der letzten Saison in diese Spielzeit übertragen zu können.

Vor allem für die Hawks wird es allerdings schwer, scheint in der Spitze noch etwas Erfahrung und Klasse zu fehlen, um Atlanta zu einem tatsächlichen Playoff-Team zu machen.

Die Washington Wizards haben diese Klasse mit Bradley Beal zwar, doch den Wizards scheint die nötige Unterstützung für Beal zu fehlen, so dass ein weiteres Jahr ohne Playoffs für die Wizards anstehen könnte.

Zu guter Letzt bleiben die Charlotte Hornets, die nach dem knappen Verpassen der Playoffs und dem Abgang von Kemba Walker, gar nicht so genau wissen wo sie stehen. Beim Blick auf den Kader, gibt es allerdings wenig Grund zur Zuversicht.

Wie immer folgen nun noch einmal die Bilanzen des Vorjahres, bevor wir den genaueren Blick auf die einzelnen Teams richten.

Teams (Bilanz letzte Saison):

  • Orlando Magic (42-40)
  • Charlotte Hornets (39-43)
  • Miami Heat (39-43)
  • Washington Wizards (32-50)
  • Atlanta Hawks (29-53)

 Atlanta Hawks

Tatsächlich konnten die Atlanta Hawks die Erwartungen der letzten Saison ein wenig übertreffen. Denn vor allem in der zweiten Saisonhälfte profitieren die Hawks von der teilweise nicht ganz so intensiven Spielweise der Gegner und überzeugten dabei selbst. So erzielten sie 29 Siege, setzten sich damit ein wenig vom Ende der Eastern Conference Tabelle ab und hatten dabei das Glück, dass sich Rookie Trae Young hervorragend entwickelte. So wurde er sogar noch einmal zu einem ernstzunehmenden Kandidaten für den Rookie of the Year Award, zog am Ende aber doch den Kürzeren.

Vor allem diese gute Entwicklung Youngs steht sinnbildlich für den Aufschwung, der in Atlanta zu verspüren ist. Die Erwartungen vor der Saison sind zwar noch nicht exorbitant hoch, doch große Optimisten sprechen sogar schon von einer Playoff-Qualifikation.

Der Blick auf den Kader verrät, dass punktuelle Veränderungen vorgenommen wurden bzw. vorgenommen werden mussten. Kent Bazemore, Miles Plumlee und Alex Poythrees gehören zu den namhaftesten Abgängen. Durch Dewayne Dedmon, Deyonta Davis, Justin Anderson, Omari Spellmann und Jaylen Adams wird die Liste der Spieler, die die Hawks verließen oder verlassen mussten ergänzt, was offenlegt, dass insgesamt nicht allzu viel Qualität verloren ging.

Im Gegenzug sind Evan Turner, Allen Crabbe und Jabari Parker Neuzugänge, die die Mannschaft verstärken werden. Chandler Parsons und Damian Jones stießen ebenfalls zur Mannschaft und in der Draft sicherte man sich die Dienste von den viel versprechenden Talenten De’Andre Hunter und Cam Reddish.

Dazu entschied sich auch der mittlerweile 42-jährige Vince Carter eine Saison dran zu hängen, so dass er dem jungen Team mit seiner Erfahrung zur Seite stehen wird.

Die Hawks haben also einen etwas verbesserten Kader und hoffen natürlich die gute Entwicklung fortsetzen zu können.

Nachdem es im letzten Jahr offensiv schon recht gut lief, muss in diesem Jahr aber dringend die Defensive verbessert werden. Mit 119,4 kassierten Punkten pro Spiel hatten die Hawks die mit Abstand schlechteste Verteidigung, worin sich das Verpassen der Playoffs schnell begründen lässt.

Coach Lloyd Pierce kann und muss mit seinem neuen Personal an der Entwicklung arbeiten, konnten die Hawks in den ersten vier Spielen der Pre-Season noch nicht überzeugen.

Trae Young und John Collins gehen als die größten Talente der Hawks voran und werden alles versuchen, die Entwicklung weiter in die richtige Richtung zu treiben. Eine Verbesserung zur Vor-Saison scheint möglich und es ist zu hoffen, dass die junge Mannschaft die richtige Arbeitsmoral mitbringt, um an den richtigen Schrauben zu drehen. Eine mögliche Starting Five könnte sich wie folgt gestalten:

1 Trae Young

2 Cam Reddish

3 De’Andre Hunter

4 John Collins

5 Alex Len

 

Die Bank:

DeAndre Bembry, Evan Turner, Kevin Huerter, Allen Crabbe, Chandler Parsons, Jabari Parker, Damian Jones, Bruno Fernando,

Coach: Lloyd Pierce

 

Washington Wizards

Die Washington Wizards erlebten auch im Jahr 2018-19 eine enttäuschende Saison und konnten den hohen Erwartungen einmal mehr nicht standhalten. Nur 32 Siege standen am Ende der Saison auf der Habenseite der Wizards, doch zugegebenermaßen hatten sie auch ein wenig Pech.

Von der geplanten Starting Five der letzten Saison konnte nur Bradley Beal alle Spiele bestreiten, John Wall verletzte sich nach 32 Spielen an der Achillessehne, Dwight Howard brachte es nur auf neun Spiele und auch Otto Porter und Markieff Morris kamen nur knapp an die Hälfte der möglichen Spiele, weil sie getradet wurden. Dementsprechend stark veränderte sich der Kader in der letzten Saison und insgesamt 25 verschiedene Spieler wurden eingesetzt.

Leider waren die Leistungen aber doch noch zu gut, um eine gute Position in der Draft zu ergattern, so dass es am Ende nur der neunte Pick wurde.

Dieser wurde genutzt, um den aus Japan stammenden Rui Hachimura zu verpflichten. Der 21-jährige soll den Wizards sofort helfen und ein wichtiges Puzzleteil für die Zukunft sein.

Mit den Abgängen von Thomas Satoransky, Jeff Green, Bobby Portis, Jabari Parker, Trevor Ariza und Dwight Howard verließen nämlich einige durchaus fähige Spieler die Wizards. Allerdings sind die Namen hier auch etwas größer als die tatsächliche Leistungsfähigkeit, konnte außer Satoransky kaum ein Spieler wirklich bleibenden Eindruck hinterließen.

Rookie Hachimura ist dabei aber nur einer der Neuzugänge, der die Abgänge auffangen soll. Mit Davis Bertans, CJ Miles, Ish Smith, Moritz Wagner und Isaiah Thomas schlossen sich weitere Akteure den Wizards an. Ergänzt wird die Liste durch die Rookies und jungen Spieler Admiral Schofield, Isaac Bonga und Jemerrio Jones.

Coach Scott Brooks hat also auf einigen Positionen eine etwas größere Auswahl, allerdings ist auch klar, dass außer Bradley Beal kein Spieler die ganz große Klasse mitbringt.

Beal geriet zum Ende der Pre-Season zudem noch einmal in die Schlagzeilen. Er verlängerte seinen Vertrag bis 2021-22 inkl. Spieler-Option für 2022-23 und verdient in den letzten beiden Jahren 72 Millionen Dollar.

Die Weichen für die Zukunft scheinen mit Beal und Wall in Washington also vorerst gestellt und nun gilt es in dieser Saison herauszufinden, wer die entsprechenden Lücken im Kader füllen kann. Aussichtsreiche Hoffnungen darf sich vielleicht sogar der Deutsche Moritz Wagner machen. Er spielte einige gute Partien in der Pre-Season und hat die Chance sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Dies bedarf zwar einen großen Schritt, aber dieser sollte ihm hier eher gelingen, als bei seinem vorherigen Club, den Los Angeles Lakers.

Letztlich wird sich in Washington aber alles im Bradley Beal drehen, dem es vermutlich nicht gelingen wird, ein insgesamtes schwaches Wizards-Team in die Playoffs zu führen. Doch die vielen jungen Spieler könnten Spaß machen, selbst wenn der Blick am Ende der Saison wohl eher Richtung Draft gehen wird. Mögliche Starting Five:

1 Ish Smith

2 Bradley Beal

3 CJ Miles

4 Rui Hachimura

5 Thomas Bryant

 

Die Reserve:

Isaiah Thomas, Justin Robinson, Chris Chiozza, Isaac Bonga, Jordan McRae, Troy Brown Jr, Admiral Schofield, Davis Bertans, Moritz Wagner, Ian Mahinmi

Coach: Scott Brooks

 

Miami Heat

Auch bei den Miami Heat waren die Erwartungen vor der letzten Saison groß und nach einer ruhigen Off-Season schienen die Playoffs ein absolut realistisches und erreichbares Ziel. Leider verlief die Saison aber nicht ganz so wie erhofft und das letzte Karriere-Jahr von Dwyane Wade endete mit dem enttäuschenden Verpassen der Playoffs. Vor allem gesundheitliche Probleme waren für die Nicht-Qualifikation verantwortlich, konnte nur Bam Adebayo alle 82 Spiele bestreiten.

Andere Leistungsträger wie Dragic, Waiters, Richardson, Whiteside oder Winslow verpassten zehn, zwanzig oder sogar mehr Spiele und ließen nie eine wirkliche Eingespieltheit aufkommen. Was jedoch zu erkennen war, war der große Wille und Kampfgeist der Heat, welcher sich auch über die Medienberichte in der Off-Season festigte.

Auch in diesem Zug wurde der Kader weiter umgebaut und neben Dwyane Wade verließ auch Unruhestifter Hassan Whiteside die Heat. Natürlich war dies ein schwerwiegender Abgang, genauso wie der von Josh Richardson, der im letzten Jahr einer der besten Heat-Akteure war.

Pat Riley wurde seinem Ruf als Top-Manager aber mal wieder gerecht und verhinderte nicht nur weitere Abgänge, sondern holte sich im Gegenzug viel Qualität nach Miami.

So wird Jimmy Butler die Mannschaft verstärken und die durch Richardsons Abgang entstandene Lücke, nicht nur schließen können, sondern die Mannschaft noch weiter nach vorne bringen. Dazu wurde Meyers Leonard als Big-Man geholt und sollte sich im Spielsystem vom Spoelstra gut zurecht finden. Der dritte erwähnenswerte Neuzugang konnte über die Draft nach Miami geholt werden. Tyler Herro wurde an 14. Stelle gedraftet und überzeugte in der Summer League und Pre-Season als unfassbar starker Scharfschütze, der sich bereits erste Vergleiche mit Klay Thompson verdiente.

Da neben den Neuzugängen auch die verletzten Akteure wieder fit zurückkehren, gehen die Heat mal wieder mit einer starken Mannschaft in die Saison, die vor allem durch die Klasse von Butler profitieren wird. Dazu wird man auch die Entwicklung der jungen Spieler, wie Adebayo oder Herro genau beobachten, könnten sie zu entscheidenden Faktoren für Miami werden – sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

Fraglos werden die Playoffs das Ziel sein und sollte die Gesundheit mitspielen, haben die Heat sogar die Chance, um den Heimvorteil mitzuspielen.

Allerdings hielten sich in den letzten Wochen auch Trade-Gerüchte, beispielsweise um Chris Paul, der die Heat verstärken könnte. Das Tausch-Material hätten die Heat und so geht die Verantwortung wieder in die Hände von Pat Riley, dem man aber zutrauen darf, die richtigen Entscheidungen für die Franchis treffen zu können.

Fakt ist jedoch, dass auch ohne Trade eine Menge möglich ist. Mögliche Starting Five:

1 Justise Winslow

2 Tyler Herro

3 Jimmy Butler

4 Kelly Olynyk

5 Bam Adebayo

 

Die Bank:

Goran Dragic, Dion Waiters, Kendrick Nunn, Duncan Robinson, Derrick Jones Jr, KZ Okpala, James Johnson, Meyers Leonard, Udonis Haslem

Coach: Eric Spoelstra

 

Charlotte Hornets

Der Blick auf die Charlotte Hornets wird vielen Fans im Vorfeld dieser Saison nicht leicht fallen. Denn es gibt durchaus gute Argumente, die dafür sprechen, dass die Hornets im kommenden Jahr eines der schwächsten Teams der Liga sein werden.

Dabei verpassten sie im vergangenen Jahr nur knapp die Playoffs und beendeten die Saison auf Platz 9, mit nur zwei Spielen Rückstand auf Platz 8.

Sicher stellte das erneut nicht wirklich zufriedenstellende Abschneiden in der Saison, bereits die Weichen, für eine enttäuschende Off-Season. Das Karriereende von Tony Parker ist dabei nur ein Teil, verließen mit Jeremy Lamb und Frank Kaminsky zwei weitere, solide Spieler den Kader. Den wichtigsten Abgang, den die Hornets keinesfalls ersetzen konnten, stellt jedoch Kemba Walker dar. Walker wurde nach der letzten Saison ins All-NBA-3rd-Team berufen und war verdientermaßen All-Star-Starter.

Er wurde nach Boston getradet und im Gegenzug kam Terry Rozier nach Charlotte.

Rozier ist gleichzeitig auch der namhafteste Neuzugang, kamen außer ihm noch PJ Washington und Cody Martin über die Draft nach Charlotte.

So wird allein beim Blick auf die Ab- und Zugänge klar, dass sich die Hornets klar verschlechterten.

Zudem hatten die Hornets auch wenig Spielraum im Kader, haben sie mit Batum, Rozier, Biyombo oder auch Williams gleich vier Akteure, die über 15 Millionen Dollar verdienen.

Sowohl in der Spitze als auch in der Breite, scheint die Mannschaft nicht gut genug besetzt, obwohl die Topverdiener vom Alter gerade in ihrer Prime sind oder diese beginnen. Auch die Rollenverteilung ist unklar und die Experten trauen Terry Rozier nicht zu, die Rolle von Kemba Walker übernehmen zu können.

So bleiben mehr Fragen als Antworten und Coach James Borrego wird sich überlegen müssen, wie er einerseits die jungen Spieler entwickeln kann und andererseits den älteren Spielern die Chance geben kann sich zu beweisen, um so vielleicht nochmal Tradewert zu generieren.

Die Playoffs sind letztlich kein realistisches Ziel für die Hornets und der Blick muss Richtung Draft gehen. Für mehr reicht die Qualität im Kader einfach nicht aus. Mögliche Starting Five:

1 Terry Rozier

2 Dwayne Bacon

3 Nicolas Batum

4 Miles Bridges

5 Cody Zeller

 

Die Bank:

Devonte Graham, Cody Martin, Kobi Simmons, Malik Monk, PJ Washington, Michael Kidd-Gilchrist, Marvin Williams, Bismack Biyombo, Willy Hernangomez

Coach: James Borrego

 

Orlando Magic

Kleinere Märkte oder Teams haben es in der NBA-Landschaft bekanntermaßen häufig schwer. Dazu gehören auch die Orlando Magic, die zwar in Florida nicht die schlechteste Lage haben, aber auf der NBA-Landkarte eigentlich nur zweimal wirklich groß auftraten – zu den Zeiten von Shaquille O’Neal und Dwight Howard. Sonst war es meistens ruhig um die Magic, die zwar im letzten Jahr in die Playoffs kamen, aber auch hier nicht für besonders viel Aufsehen sorgen konnten.

Ähnlich ruhig, wie es insgesamt also um die Magic ist, verlief auch die Off-Season, in der Kontinuität groß geschrieben wurde.

Nach dem durchaus zufriedenstellenden Abschneiden nach der Saison 2018-19 blieben große Veränderungen aus und mit Isaiah Briscoe, Troy Caupain, Jerian Grant und Jarell Martin verließen Spieler das Team, die wohl nur den eingefleischteren Fans ein Begriff sind.
Auf Seiten der Neuzugänge konnte immerhin Al-Farouq Aminu verpflichtet werden, der neben Rookie Chuma Okeke und Josh Magette, fraglos der bekannteste Akteur ist.

Interessant war zudem, dass die Verträge von Nikola Vucevic und Terrence Ross verlängert wurden, obwohl Beide das Team hätten verlassen können. Doch nach der Playoff-Qualifikation und mit dem Wissen, dass die Magic mit Gordon, Isaac, Bamba und Fultz einige viel versprechende, junge Spieler in ihren Reihen haben, entschlossen sich zwei der erfahrensten Akteure zu verlängern.

Vucevic geht als All-Star in die kommende Saison, ist mit 28 Jahren im besten Alter und wird die gute letzte Saison sicher bestätigen wollen. Auch von Gordon und Co. ist ein Sprung zu erwarten und so hofft Coach Steve Clifford natürlich, dass sich die erhoffte Entwicklung im Team zeigt und man damit sogar noch etwas besser als vergangene Saison abschließen kann.

Ein besonderes Augenmerk wird in dieser Saison zudem auf Markelle Fultz gerichtet sein. Nachdem der Nummer 1 Pick des Jahres 2017 die letzten zwei Jahre fast komplett verpasste und mit einer merkwürdigen Schulter-Verletzung zu kämpfen hatte, will er jetzt angreifen und beweisen, dass seine Draft-Position letztlich kein Fehler war. Doch man wird abwarten müssen, wie er sich schlägt und gleichzeitig genau schauen müssen, wie Coach Clifford mit Überbelegungen auf einigen Positionen umgehen wird. Mit Isaac, Gordon, Aminu, Ross und vielleicht sogar Carter-Williams hat er gleich fünf Akteure, die auf der Small Forward-Position spielen können. Gleichzeitig wird er Vucevic als Leistungsträger genug Minuten als Center geben müssen, aber auch Bamba die Chancen geben wollen, sich als einer der Top-Hoffnungsträger beweisen zu können.

Den Magic steht eine vielversprechende, aber auch nicht ganz einfache Saison bevor, bei der der Heimvorteil erreicht werden könnte, wenn sich das Team wie erhofft entwickelt und alles gut läuft. Die Starting Five wird aller Voraussicht wie folgt aussehen:

1 DJ Augustin

2 Evan Fournier

3 Jonathan Isaac

4 Aaron Gordon

5 Nikola Vucevic

 

Ein Auszug der Bank:

Markelle Fultz, Michael Carter-Williams, Josh Magette, Terrence Ross, Wes Iwunde, Michael Frazier Jr, Al-Farouq Aminu, Jonathan Isaac, Mo Bamba, Khem Birch

Coach: Steve Clifford

Prognose:

Der Blick auf die einzelnen Teams zeigt vor allem eins – in der South East Division fehlt das absolute Top-Team und mit den Heat und Magic gibt es eigentlich nur zwei Teams, die mit Butler und Vucevic zwei Spieler im Kader haben, die zu den besten 20-30 der Liga gehören.

Gleichzeitig zeigt die Division jedoch auch, wie viel Talent in der Liga steckt. Trae Young und John Collins von den Hawks, Bam Adebayo und Tyler Herro von Miami, oder die junge Garde um Gordon, Bamba, Isaac und Fultz in Orlando lassen Besitzer und Fans mit Freude Richtung Zukunft blicken.

Natürlich bleibt an dieser Stelle aber die Frage, wie sich die Division in dieser Saison gestalten wird. Nachdem im letzten Jahr nur die Hornets die Playoffs erreichen konnten, sehen die Chancen der einzelnen Mannschaften in diesem Jahr etwas besser aus.

Als Topfavorit der South East Division starten die Miami Heat in die Saison. Mit Jimmy Butler und einem gesunden Kader, stehen ihre Chancen am besten die Playoffs zu erreichen. Coach und Kader sind erfahren genug und nach dem enttäuschenden Abschneiden der letzten Saison sollte der Schritt in die Playoffs eigentlich kein Problem sein. Dazu haben sie in der Spitze mit Butler die Qualität sogar den Heimvorteil anzugreifen, auch wenn dazu eine gute Leistung aller Spieler nötig ist.

Ähnlich gute Chancen haben die Orlando Magic, die zwar auch einen All-Star in ihren Reihen haben, aber insgesamt doch nicht ganz so stark wie die Heat scheinen. Es könnte sich dabei erneut ein Kopf an Kopf-Rennen zwischen beiden Teams entwickeln, da die Magic in der Off-Season ebenfalls einen guten Job machten. Trotzdem reicht es für Orlando am Ende nur für Rang 2.

Auf Rang 3 sollten sich in dieser Saison die Hawks vorschieben können. Zum einen kann man erwarten, dass die Entwicklung weiterhin so positiv verläuft, zum anderen wurde die Konkurrenz etwas schlechter.

Die Wizards werden dank Bradley Beal wohl Rang 4 abgreifen, doch im Vergleich zu Atlanta wird das Team aus Washington keine realistischen Playoff-Chancen und -Hoffnungen haben.

Die Charlotte Hornets verbleiben damit als letztes Team dieser Division. Walkers Abgang konnte nicht aufgefangen werden und das Level des Kaders konnte nicht gehalten werden. Den Hornets droht ein Abrutschen und sie laufen nicht nur Gefahr das schlechteste Team der Division, sondern auch der Eastern Conference oder sogar der Liga zu werden.

  1. Miami Heat (43,5 – OVER)
  2. Orlando Magic (41,5 – OVER)
  3. Atlanta Hawks (34,5 – OVER)
  4. Washington Wizards (27,5 – UNDER)
  5. Charlotte Hornets (23,5 – UNDER)

In Klammern befindet sich die prophezeite Anzahl an Siegen der einschlägigen Wettanbieter. OVER bzw. UNDER ist an dieser Stelle ein Tipp darauf, ob die Teams mehr (OVER) oder weniger (UNDER) Siege als die genannte Zahl erreichen werden.

Ranking und Vorschau Nr. 6 – Die Pacific Division

Mit einem Blick auf die Division, die in den letzten Jahren immer den größten Favoriten auf den Titel stellte, schließen wir unsere NBA-Vorschau für die Saison 2019-20 ab.

Die Pacific Division war mit den Golden State Warriors in den letzten Jahren immer eine besondere Division und sticht auch in diesem Jahr ein wenig heraus, auch wenn die Warriors nicht mehr das absolute Superteam sind.

Bekanntermaßen verließen Spieler wie Kevin Durant, Andre Iguodala oder Shaun Livingston die Mannschaft und hinterließen große Lücken. Auch die Verletzung von Klay Thompson darf an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben und lässt erahnen, dass die Warriors nicht mehr ganz die Klasse der letzten Jahre besitzen.

Doch nicht aufgrund der Tatsache, dass Golden State schlagbar scheint, sondern viel mehr aufgrund der Off-Season Moves der anderen Teams, ist die Pacific Division auch in diesem Jahr die vielleicht aufregendste der gesamten Liga.

Die beiden Mannschaften aus Los Angeles legten nämlich nach und konnten sich mit Anthony Davis (Lakers) bzw. Kawhi Leonard und Paul George (Beide gingen zu den Clippers) enorm verstärken und rutschten damit in den Favoritenkreis.

Auch die Sacramento Kings bastelten weiter an ihrem Kader und sollten mit einem weiteren Jahr Erfahrung noch etwas stärker sein als vergangenes Jahr.

Etwas unter dem Radar fliegen die Phoenix Suns, die sich im Vergleich zum Vorjahr jedoch auch ein wenig verbessert haben sollten, so dass die Fans zumindest auf ein paar mehr Siege hoffen dürfen.

Am Ende bestimmen aber natürlich die Lakers, Clippers und mit Abstrichen die Warriors das Geschehen der Pacific Division. Was darunter zu verstehen ist und wie die Division am Ende der Saison aussehen könnte, schauen wir uns an, nachdem uns noch einmal die Bilanzen der vergangenen Saison in Erinnerung gerufen haben.

Teams (Bilanz letzte Saison):

  • Golden State Warriors (57-25)
  • Los Angeles Clippers (48-34)
  • Sacramento Kings (39-43)
  • Los Angeles Lakers (37-45)
  • Phoenix Suns (19-63)

Phoenix Suns

Schon während der letzten Saison deutete sich an, dass die Phoenix Suns keinen Schritt in die richtige Richtung machen sollten. Die Mannschaft startete denkbar schlecht in die Saison und war eigentlich von Beginn am unteren Ende der Tabelle der Western Conference. Die Saison ist dementsprechend schnell erzählt, legte Devin Booker wieder gute Werte auf, begann DeAndre Ayton Fuß in der NBA zu fassen und versuchte das Management durch Mid-Season-Trades noch etwas aus dem Jahr herauszuholen. Die große Hoffnung, dass Booker und Ayton ein neues Super-Duo werden, konnte nicht bestätigt werden und so schlossen die Suns ihre Saison mit nur 19 Siegen ab, zwei weniger als noch in der Vorsaison.

In der Draft hätten sie dann an sechster Stelle draften können, doch ein etwas fragwürdiger Trade mit den Minnesota Timberwolves brachte Dario Saric nach Phoenix und letztlich nur den 11. Pick. Hier entschieden sich die Suns dann für Shooter Cam Johnson, ein so sicher nicht erwarteter Pick.

Ty Jerome war der zweite Rookie, den sich die Suns ins Team holten, doch damit war natürlich noch nicht die ganze Arbeit getan. Aron Baynes, Frank Kaminsky, Cheick Diallo und Jevon Carter sollen das Team ebenfalls verstärken. Die vermutlich wichtigste Verpflichtung war jedoch die von Ricky Rubio. Der WM-MVP soll Booker entlasten und den Suns endlich das Playmaking geben, was in den letzten Jahren fehlte.

Die Neuzugänge sind zwar alles keine Top-Spieler, werden aber im Vergleich zu den Abgängen eine klare Verbesserung darstellen. Verlassen mussten oder wollten die Suns nämlich TJ Warren, Josh Jackson, Dragan Bender, Troy Daniels, Richaun Holmes, Jamal Crawford, Jimmer Fredette und De’Anthony Melton.

Damit trennten sich die Suns auch von einigen jungen Spielern, die den Erwartungen in Phoenix nicht gerecht wurden.

Auch der Trainer wurde ausgetauscht und nachdem Kokoskov die Mannschaft nicht voranbringen konnte, soll nun Monty Williams versuchen die Entwicklung voranzutreiben und Struktur ins Spiel von Booker und Co. zu bringen.

Die Art der Verpflichtungen und die Tatsache, dass Williams der sechste Coach innerhalb der letzten sechs Jahre ist, legt jedoch offen, dass es in Phoenix nicht besonders organisiert zuzugehen scheint. Nicht umsonst stand Besitzer Robert Sarver immer wieder in der Kritik und sorgte mit verschiedensten Äußerungen und Handlungen immer wieder für Verwunderung.

Im neuen Jahr soll dank des neues GMs, James Jones, und des neuen Coaches aber alles besser werden. Das Team ist gespickt mit etwas erfahreneren Spielern, die Booker und Ayton auf den nächsten Schritten begleiten sollen. Es bleiben aber einige Fragen offen und besonders tief besetzt ist die Mannschaft auch nicht.

Eine Playoff-Teilnahme scheint unmöglich, so dass der Blick wieder Richtung Draft gehen wird. Gleichzeitig sollten die Suns aber unbedingt anfangen das Siegen zu erlernen, da Booker und Co. bisher kein Sieger-Gen bei den Suns entwickeln konnten.

Die Motivation und Aufbruchstimmung ist da, doch nach Jahren der Enttäuschung sollte man nicht zu viel von den Suns erwarten, vor allem weil die Konkurrenz im Westen sehr groß ist. Mögliche Starting Five:

  • 1 Ricky Rubio
  • 2 Devin Booker
  • 3 Kelly Oubre Jr.
  • 4 Dario Saric
  • 5 DeAndre Ayton

Die Bank setzt sich wie folgt zusammen:

Ty Jerome, Tyler Johnson, Jevon Carter, Mikal Bridges, Cam Johnson, Frank Kaminsky, Cheick Diallo, Aron Baynes

Coach: Monty Williams

Los Angeles Lakers

Tatsächlich besetzen die Los Angeles Lakers in der letzten Saison nur Rang 4 der Pacific Division, obwohl sie mit LeBron James den dominantesten Spieler des letzten Jahrzehnts in ihren Reihen hatten. James verletzte sich jedoch an Weihnachten und von diesem Tag, ging es für die Lakers bergab.

Nach durchwachsenem Start hatte sich das Team von Coach Walton phasenweise im Playoff-Mittelfeld gefangen, doch da auch Ball, Ingram und Co. mit ständigen Verletzungen zu kämpfen hatten, kam nie ein richtiger Rhythmus auf. Als James sich dann verletzte und kurz vor dem Ende der Trade-Deadline noch einen Trade für Anthony Davis forderte, kam anschließend heraus, dass die Lakers ihren kompletten jungen Kern abgeben wollten. Somit war die Teamchemie hinüber, die Ergebnisse wurden immer schlechter und die Saison war gelaufen. Dementsprechend verpasste man die Playoffs und musste eine ernüchternde Saison hinnehmen.

In der Off-Season kam es dann aber zum großen Knall. Endlich ging der erhoffte Anthony Davis Trade durch und mit einigen weiteren erfahrenen Neuzugängen, konnte man die Struktur des Teams besser an James Spiel anpassen.

Es veränderte sich also sehr viel in LA und mit Lonzo Ball, Brandon Ingram, Josh Hart, Moritz Wagner, Isaac Bonga, Reggie Bullock, Tyson Chandler und Lance Stephenson trennte man sich von einem Großteil der Spieler.

Im Gegenzug konnten mit Anthony Davis, Danny Green, Quinn Cook, Avery Bradley, Dwight Howard, Troy Daniels, Jared Dudley, Kostas Antetokoumpo und Talen Horton-Tucker ein absoluter Top-Mann (Davis) und einige solide Spieler nach LA geholt werden, auch wenn Spieler wie Bradley oder Howard schon ein wenig über ihren Zenit hinaus sind. Auch DeMarcus Cousins gehörte zu den Neuzugängen, allerdings verletzte sich der Big-Man erneut und wird wohl die gesamte Saison mit einem Kreuzbandriss verpassen.

Erfreulicherweise scheint die Einstellung und Chemie zwischen den neuen Spielern aber schon etwas besser zu passen und vor allem die defensiven Problemen sollten durch Spieler wie Bradley oder Howard angegangen werden können.

Zudem nahmen die Lakers auch einen Wechsel auf der Trainerbank vor. Luke Walton ging nach Sacramento und der erfahrene Frank Vogel wird das Team in der nächsten Saison anführen. Natürlich bleibt fraglich, wie Vogel mit James umgehen und zurecht kommen wird, hatten es die Trainer von James bisher nie besonders einfach.

Alles in allem ist der Kader aber mehr als ordentlich besetzt, da beispielsweise Kyle Kuzma gehalten werden konnte. Kuzma war im letzten Jahr einer der besten jungen Spieler, machte die drittmeisten Spiele und war hinter James der zweitbeste Scorer. Dementsprechend soll er nach James und Davis die dritte Option werden und somit einen wichtigen Part im Team der Lakers übernehmen.

Dazu konnten mit Rondo, McGee und Caldwell-Pope Spieler mit Qualität gehalten werden und auch Alex Caruso soll etwas zum Erfolg beitragen können.

Letztlich haben die Lakers mit James, Howard und Davis sogar drei Nummer 1 Picks im Kader, allerdings ist Howard schon lange nicht mehr die dominante Figur unter den Körben. Gleiches gilt auch für Spieler wie Rondo oder Bradley, die ihre beste Zeit vermutlich hinter sich haben. Doch sie scheinen sich neben James zurecht finden zu können und wenn LeBron in seiner 17. Saison zurückschlagen kann und nochmal zu alter Form findet, muss man die Lakers zu den Titelfavoriten ziehen.

Nach einer Saison ohne Playoffs, jeder Menge Zeit, um die Verletzung auszukurieren und nachdem er mit Davis endlich seinen Wunschspieler bekam, wird LeBron hochmotiviert in die Saison gehen, was in den letzten Jahren für keinen Gegner Gutes bedeutete.

Natürlich ist die Konkurrenz im Westen groß, doch bisher sagten die Lakers-Akteure die richtigen Sachen und präsentierten sich hochprofessionell. Bringen sie diese Professionalität auch in die Saison, haben die Lakers eine gute Chance Meister zu werden. Mögliche Starting Five:

  • 1 Rajon Rondo
  • 2 Danny Green
  • 3 LeBron James
  • 4 Anthony Davis
  • 5 JaVale McGee

Die Bank wird sich aus folgenden Spielern zusammensetzen:

Alex Caruso, Quinn Cook, Avery Bradley, Kentavious Caldwell-Pope, Troy Daniels, Jared Dudley, Kyle Kuzma, Kostas Antetokounmpo, Dwight Howard

Coach: Frank Vogel

Sacramento Kings

Auch wenn die Sacramento Kings im letzten Jahr zum dreizehnten mal in Folge die Playoffs verpassten, gehörten sie zu den positiven Überraschungen der letzten Saison. Am Ende fehlten zwar neun Spiele für die Playoff-Qualifikation, doch lange sah es im März so aus, als hätten die Kings eine tatsächliche Chance sich zu qualifizieren.

Das Scheitern war letzten Endes aber kein Drama, blickte man auf eine starke Saison zurück, in der sich verschiedene Spieler hervorragend entwickeln konnten. Allen voran ist hier De’Aaron Fox zu nennen, der seinen Punkte-, Assist- und Effizienz-Wert enorm steigerte und unter Beweis stellte, warum seine Draft-Position (#5) gerechtfertigt war.

Daher wird er in der nächsten Saison auch einer der Anführer sein, von einer Mannschaft, die sich nicht entscheidend veränderte. Zwar ließen die Kings mit Willie Cauley-Stein ihren Starting Center ziehen, doch mit Burks, Mason, Brewer, Koufos und Johnson verließen ansonsten nur Spieler das Team, die keine große Rolle inne hatten.

Mit Dewayne Dedmon und Richaun Holmes will man das Loch auf der Center-Position stopfen, außerdem konnte man mit Trevor Ariza und Cory Joseph zwei erfahrene Akteure nach Sacramento holen, die wissen, wie man Playoff-Basketball spielt. Kyle Guy, Justin James und Tyler Lydon runden die Liste der Neuzugänge ab, so dass klar wird, dass man auf Kontinuität setzt und versuchen wird die Mannschaft weiter zu entwickeln.

Leider entwickelte sich zum Ende der Pre-Season aber eine unschöne Situation. Die Kings boten Buddy Hield einen neuen Vertrag über vier Jahre und 90 Millionen Dollar an, doch Hield fand das nicht genug und sagte, dass er sich einen neuen Verein suchen werde, wenn die Kings ihr Angebot nicht verbessern. Nachdem es zuletzt viele gute Nachrichten aus Sacramento gab, war dies sicherlich ein kleiner Dämpfer und man wird abwarten müssen, wie sich die Situation um Hield entwickelt.

Ansonsten überwiegt aber weiterhin die Zuversicht, erhofft man sich vor allem von Fox und Marvin Bagley die nächsten Schritte in der Entwicklung Richtung Top-Spieler. Die Mannschaft ist zudem tief besetzt und bekommt mit Luke Walton einen neuen Coach an die Seitenlinie, der schnelles Spiel mag, den Dreier zu nutzen weiß und auch von jungen Spielern gemocht wird.

Greift sein Konzept und können die Spieler den Erwartungen gerecht werden, ist gut vorstellbar, dass die Kings die 39 Siege aus dem letzten Jahr übertreffen. Die Eingespieltheit im Kader ist groß, der Wille und Kampfgeist ist auch vorhanden und selbst individuell haben die Kings genug Akteure im Kader, die die Gegner vor einige Schwierigkeiten stellen können.

Am Ende bleibt natürlich die Frage, ob die Erfahrung ausreicht. Zudem ist die Konkurrenz so stark, dass sich auch defensiv einiges verbessern muss, damit der Erfolg Einzug hält. Die Rotationen auf den großen Positionen scheinen auch noch nicht klar, so dass man keinesfalls verkennen darf, dass sich die Kings in einem Prozess befinden, der noch lange nicht abgeschlossen scheint.

Trotz allem darf man der Saison positiv entgegen sehen und darauf hoffen, dass die Kings die gute letzte Saison bestätigen und damit vielleicht zu einem Playoff-Kandidaten werden können. Mögliche Starting Five:

  • 1 De’Aaron Fox
  • 2 Buddy Hield
  • 3 Harrison Barnes
  • 4 Marvn Bagley
  • 5 Dewayne Dedmon

Die Bank könnte sich wie folgt gestalten:

Cory Joseph, Yogi Ferrell, Kyle Guy, Bogdan Bogdanovic, Justin James, Trevor Ariza, Nemanja Bjelica, Richaun Holmes, Harry Giles III, Caleb Swanigan

Coach: Luke Walton

Los Angeles Clippers

Für die Los Angeles Clippers beginnt in der Saison 2019-20 eine neue Zeitrechnung. Warum liegt auf der Hand, konnten sie mit Kawhi Leonard und Paul George zwei unfassbar starke Spieler verpflichten, durch die die Clippers sofort zu einem Titelkandidaten werden.

Doch gehen wir zunächst einen Schritt zurück und werfen einen Blick auf die vergangene Saison, in der die Clippers erstaunlich stark starteten und besser spielten, als man erwartete. Bis zum All-Star Break hielt man sich immer noch im klar positiven Bereich, zeigte aber ein wenig Stagnation im Spiel. Als dann Tobias Harris nach Philadelphia getradet wurde, schien klar, dass der Blick Richtung Draft geht und die Playoffs keine Rolle mehr spielen sollten. Doch das Team von Doc Rivers überzeugte nach dem All-Star Game so sehr, dass sie doch die Playoffs erreichen konnten und hier in der ersten Runde sogar zwei Spiele gegen die Golden State Warriors gewinnen konnten.

Somit war zwar klar, dass die Draft nicht von Belang für die Clippers sein würde, doch in Anbetracht des Erfolges konnte man mit dem Ende der Saison zufrieden sein.

Noch zufriedener waren die Clippers aber sicherlich als die Off-Season zu Ende war. Zwar mussten sie sich von Danilo Gallinari, Shai Gilgeous-Alexander, Wilson Chandler und Garrett Temple trennen, doch was im Gegenzug ertradet wurde bzw. im Free-Agent Markt abgegriffen werden konnte, ersetzt die Abgänge auf sämtlichen Ebenen.

Paul George und Maurice Harkless kamen per Trade nach Los Angeles und Kawhi Leonard, Patrick Patterson und Rodney McGruder schlossen sich über die Free Agency den Clippers an.

Kawhi Leonard überragt dabei natürlich alle, wurde er im vergangenen Jahr nicht nur Champion, sondern auch Finals MVP. Gemeinsam mit Paul George, den man aus Oklahoma City loseisen konnte, bildet er eines der Stärksten, wenn nicht sogar das stärkste Flügel-Duo der Liga.

Dazu bilden sie gemeinsam mit Patrick Beverly einen Backcourt, der defensiv im 1-gegen-1 kaum zu überwinden scheint.

Dazu ist auch der Rest des Kaders qualitativ gut besetzt und Coach Doc Rivers hat sogar die Optionen zu rotieren und unterschiedliche Starting Fives ins Spiel zu schicken.

Ein kleiner Wehrmutstropfen ist sicherlich die Gesundheit von Paul George. Er wurde in der Off-Season an beiden Schultern operiert und wird wohl den ersten Monat verpassen. Ein genauer Zeitpunkt seiner Rückkehr wurde noch nicht bekannt gegeben, so dass die Clippers zunächst andere Lösungen finden müssen.

Überstehen die Clippers die Zeit ohne George gut und schaffen sie es danach, ihn schnell einzubinden, werden sie nur sehr schwer zu besiegen sein, denn bereits im letzten Jahr wusste das mit Rollenspielern besetzte Team zu überzeugen. Der Titel kann also fraglos als Ziel ausgeben werden, ist das Potenzial im Kader fraglos vorhanden.

Sollte Georges Verletzung jedoch schlimmer sein, Leonard auch häufiger fehlen und dadurch nie wirklich ein Rhythmus aufkommen, ist die Mannschaft individuell zwar immer noch gut genug, um oben mitzuspielen, doch in den Playoffs dürfte es deutlich schwerer werden. Damit wollen sich die Clippers-Fans aber nicht beschäftigen, sind die Erwartungen zurecht sehr groß. Eine mögliche Starting Five könnte wie folgt aussehen:

  • 1 Patrick Beverley
  • 2 Paul George
  • 3 Kawhi Leonard
  • 4 JaMychal Green
  • 5 Ivica Zubac

 

Dementsprechend kämen von der Bank:

Lou Williams, Landry Shamet, Derrick Walton Jr, Jerome Robinson, Rodney McGruder, Maurice Harkless, Terance Mann, Montrezl Harrell, Patrick Patterson

Coach: Doc Rivers

Golden State Warriors

Nach Jahren der Dominanz gehen die Golden State Warriors nicht als Favorit in die Saison 2019-20. Nachdem sie im letzten Jahr die schweren Verletzungen von Kevin Durant und Klay Thompson verkraften mussten, reichte es am Ende zwar noch für die Finals. Hier hatte Steph Curry aber nicht genug Unterstützung neben sich, so dass die Warriors verloren.

Die Ernüchterung und Enttäuschung war aber nicht nur wegen des Verlustes der Finalserie groß, denn es war klar, dass Durant vermutlich die gesamte Spielzeit 2019-20 verpassen würde und auch Thompson bis zum All-Star Break fehlen wird.

Die gesamte Stimmung war also denkbar schlecht und wurde in den folgenden Wochen nicht besser. Kevin Durant entschied sich dazu die Warriors zu verlassen und damit eines der besten Teams aller Zeiten auseinander brechen zu lassen. Doch damit nicht genug, denn Shaun Livingston gab sein Karriere-Ende bekannt und auch Andre Iguodala kehrte den Warriors in einem Trade den Rücken. Damit ist die Liste der Abgänge aber noch nicht abgearbeitet. DeMarcus Cousins, Jordan Bell, Quinn Cook und Andrew Bogut verließen die Mannschaft ebenfalls und kurz vor Beginn der regulären Saison wurde bekannt, dass auch Alfonso McKennie die Mannschaft verlassen muss. Natürlich hinterließen die Abgänge riesige Lücken.

Allerdings war das Warriors-Front Office nicht untätig und schaffte es in einem überraschenden Move D’Angelo Russell nach Golden State zu lotsen. Neben ihm waren Willie Cauley-Stein, Alec Burks und Marquese Chriss die namhaftesten Neuzugänge, so dass schnell klar wird, dass das Niveau des Vorjahres nicht gehalten werden konnte. Außerdem wurde die Mannschaft verjüngt durch Spieler wie Alen Smailagic, Jordan Poole, Eric Paschall, Omari Spellman, Andrew Harrison und Glenn Robinson III.

Vor der Saison gibt es aus Sicht der Warriors also einige Fragen zu beantworten. Die größte wird wohl sein, wie die Mannschaft ohne Klay Thompson zurecht kommen wird, der noch einige Monate fehlt. In diesem Zuge ist auch wichtig, wie D’Angelo Russell integriert werden kann, könnte er allerdings zunächst von Thompsons Ausfall profitieren.

Die Frage ob die Playoffs noch realistisch sind, darf auch gestellt werden, selbst wenn mit Curry und Green ein noch immer sehr dominantes und starkes Duo für die Warriors auf Korbjagd gehen wird.

Am Ende ist Curry aber der einzige Spieler über 30 und trägt damit eine größere Verantwortung als je zuvor. Die Rollenspieler werden sich aufdrängen müssen und Coach Steve Kerr wird seinem jungen Team viel beibringen müssen. Die Upside der Mannschaft ist sicherlich erkennbar, allerdings könnte die fehlende Erfahrung und die Tatsache, dass es nach Curry, Green und Russell einen großen Leistungsabfall gibt, vielleicht sogar die Playoff-Qualifikation in Gefahr bringen.

Fakt ist, dass die Warriors nicht mehr das Superteam sind und die NBA allein dadurch wieder spannender wird. Was Curry und Co. aus der neuen Situation machen wird sehr interessant zu beobachten sein. Es wird auf jeden Fall nicht einfach, werden viele Gegner und Fans die Warriors fallen sehen wollen. Mögliche Starting Five:

  • 1 Steph Curry
  • 2 D’Angelo Russell
  • 3 Glenn Robinson III
  • 4 Draymond Green
  • 5 Kevon Looney

Die Bank:

Alec Burks, Jacob Evans, Andrew Harrison, Jordan Poole, Eric Paschall, Marquese Chriss, Omari Spellman, Willie Cauley-Stein

Coach: Steve Kerr

Prognose

Endlich gibt es in der Prognose der Pacific Division ein wenig Bewegung. Denn so viel ist klar, die Warriors stehen nicht mehr an erster Stelle. Der Kampf in und um Los Angeles wird über die Spitzenposition entscheiden, werden entweder die Clippers oder die Lakers an der Spitze stehen. Sacramento wird zudem die Playoffs angreifen wollen, während die Suns mal wieder an letzter Stelle stehen.

Doch die Frage wer diese Division gewinnt ist alles andere als einfach. Für die Clippers spricht ihre große individuelle Klasse und Tiefe, andererseits wird das Fehlen von Paul George am Anfang sicher zu spüren sein und es bleibt fraglich, wie schnell er sich eingliedern kann.

Beim Nachbarn aus LA, den Lakers, ist die Personalsituation etwas entspannter, sind alle wichtigen Akteure fit und scheint die Stimmung aktuell sehr gut zu sein. Die Konzentration ist hoch und die Spieler des mit Veteranen besetzten Teams scheinen lernwillig und ihre Rollen bereits jetzt gut einschätzen zu können. Daher glaube ich auch, dass die Lakers und LeBron die Spitzenposition am Ende der regulären Saison einnehmen werden. Nach den Clippers, die dicht dahinter auf Platz 2 landen werden, sollten die Golden State Warriors, angeführt von Steph Curry noch genug Starpower haben, um die Playoff-Qualifikation klar zu machen.

Dies wird den Kings wohl nicht gelingen, die sich zwar im Vergleich zum Vorjahr verbessern, aber noch nicht reif für die Playoffs sind.

Phoenix macht auch Schritte in die richtige Richtung, sind jedoch von Konkurrenzfähigkeit noch weit entfernt.

Daher sollte die Pacific Division am Ende wie folgt aussehen:

  1. Los Angeles Lakers (50,5 – OVER)
  2. Los Angeles Clippers (53,5 – OVER)
  3. Golden State Warriors (48,5 – OVER)
  4. Sacramento Kings (37,5 – OVER)
  5. Phoenix Suns (29,5 – UNDER)

In Klammern befindet sich die prophezeite Anzahl an Siegen der einschlägigen Wettanbieter. OVER bzw. UNDER ist an dieser Stelle ein Tipp darauf, ob die Teams mehr (OVER) oder weniger (UNDER) Siege als die genannte Zahl erreichen werden.

 

Rückblick – reguläre NBA Saison 2018-19

Wow – die reguläre Spielzeit der NBA-Saison 2018-19 endete mit jeder Menge Spannung, einigen Entscheidungen in den letzten Sekunden und auch einigen traurigen und überraschenden Nachrichten. Damit wurden die Fans für die eher langweilige und enttäuschende Zeit nach dem All-Star Break entschädigt, in dem nicht alle das ablieferten, was man erwartet hatte.

Besonders interessant war bis zum letzten Spieltag die Frage, wie die einzelnen Playoff-Matchups aussehen. Einzig das Erstrundenduell zwischen den Celtics und Pacers stand bereits vorher fest, alle anderen Duelle ergaben sich erst nach dem ersten Spieltag. Im Osten musste sogar der letzte Spieltag die Entscheidung darüber bringen, ob die Pistons oder die Hornets als letztes Team in die Playoffs einziehen.

Schlussendlich schafften es allerdings 16 Teams, die es allesamt verdient haben und man darf sich auf einige interessante Serien freuen. Im Osten wird es nach Jahren der LeBron-Herrschaft einen neuen Champion geben und auch im Westen machten die Warriors nicht den Eindruck unschlagbar zu sein. Man darf sich also auf die Playoffs freuen.

Doch neben den letzten Entscheidungen rund um die Playoffs gab es auch andere Nachrichten, die die letzten Tage der regulären Saison beherrschten. Zu nennen sind hier sicherlich die letzten Spiele von Dirk Nowitzki und Dwyane Wade. Erst am letzten Heimspieltag gab Nowitzki bekannt, seine großartige Karriere nach dieser Saison zu beenden. Mit jeweils 30 Punkten sorgten beide nochmal einmal für Begeisterung bei den Heimfans, bevor sie mit einem Double Double (Nowitzki) bzw. eine Triple Double (Wade) ihre Karriere beendeten.

Sicherlich noch etwas überraschender als Nowitzkis Karriere-Ende, war die Nachricht, dass Magic Johnson nicht mehr als Präsident der Lakers weitermacht. Für LeBron und die Lakers steht also nach einer enttäuschenden Saison ein erneuter Umbruch an.

Die NBA-Teams und ihre Stadien – Interaktive Karte

Wir haben hier eine interaktive Karte erstellt, auf der ale NBA-Teams mit ihren Stadien gezeigt werden. Zusätzliche Informationen wie die Zuschauerkapazität, das Erbauungsjahr sowie die Stadionkosten werden angezeigt, wenn man mit der Maus über das Symbol fährt oder auf dem Mobilgerät dieses anklickt.

 

 

 

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Bevor wir in den letzten Rankings der Saisons die Spielzeit für die Teams Revue passieren lassen und einen Playoff-Ausblick geben, wollen wir noch einen Tipp auf die zu vergebenen Awards wagen, die allerdings erst nach den Playoffs verliehen werden.

MVP: Giannis Anteokounmpo, Milwaukee Bucks

Das Rennen um den MVP-Award wird ein Zweikampf zwischen James Harden und Giannis Antetokounmpo. Kein anderer Spieler brachte sich ernsthaft über längere Zeit in die Diskussion ein, so dass die Entscheidung zwischen diesen Beiden fallen wird. Für beide gibt es gute Argumente, doch Antetokounmpos Werte sind mit 27,7 Punkten, 12,5 Rebounds, 5,9 Assists, 1,5 Blocks und 1,3 Steals überragend stark und da er seinem Team zur besten Bilanz der Liga verhalf und auf beiden Seiten des Feldes der wichtigste Spieler für die Bucks ist, hat er den Award in dieser Saison verdient und die minimal bessere Ausgangslage.

Weitere Kandidaten: James Harden

Rookie of the Year: Luka Doncic, Dallas Mavericks

Zum Ende der Saison wurde auch das Rennen um den besten Rookie des Jahres zu einem Zweikampf. Während Luka Doncic seit Beginn der Saison sehr stark spielte und mit 19 Jahren nicht den Eindruck hinterließ ein Rookie zu sein, hatte sein jetziger Konkurrent, Trae Young, einen holprigen Start. Zum Ende der Saison überragte Young zwar, doch Doncic ist defensiv etwas besser und konnte letztlich mit 21,2 Punkten, 7,8 Rebounds und 6 Assists pro Spiel ein überragendes Jahr abliefern und über die gesamte Spielzeit hinweg überzeugen. Schlussendlich sollte er deswegen die Rookie of the Year-Trophäe erhalten.

Weitere Kandidaten: Trae Young

MIP: Pascal Siakam, Toronto Raptors

Beim Kampf um dem MIP (Most Improved Player) – Award gab es in dieser Saison mehrere Kandidaten. Am Ende scheint jedoch Siakam den größten Sprung gemacht zu haben, avancierte er von einem unscheinbaren Rollenspieler zum vielleicht zweitbesten Spieler der Raptors, hinter Kawhi Leonard. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich der 25-jährige in seiner dritten Saison auf 16,9 Punkten pro Spiel, 6,9 Rebounds und 3,1 Assists (Verbesserung um 9,6 Punkte, 2,4 Rebounds und 1,1 Assists), traf hochprozentig auf dem Feld und war auch defensiv sehr stark. Daher hat er die besten Chancen auf diese Auszeichnung.

Weitere Kandidaten: D’Angelo Russell, Buddy Hield, De’Aaron Fox, Zach LaVine, Derrick Rose

Coach of the Year: Mike Budenholzer, Milwaukee Bucks

Wer den MVP im Team und die beste Bilanz der Liga hat, wird sicher keinen schlechten Job gemacht haben, doch Budenholzer hatte nicht nur Glück, sondern holte das aus Giannis Antetokounmpo und den Bucks raus, was man sich in den letzten Jahren gewünscht hatte. Die Bucks überzeugten auf beiden Seiten des Feldes, stellten ihr Spiel um, reboundeten viel besser, haben ein hervorragend eingestelltes Team und Budenholzer daher den Award verdient. Auch andere Coaches machten in diesem Jahr einen guten Job und vor allem Doc Rivers, von den Clippers, ist hier zu nennen. Am Ende hat Budenholzer aber die besten Karten.

Weitere Kandidaten: Doc Rivers (Los Angeles Clippers), Mike Malone (Denver Nuggets), Nate McNillan (Indiana Pacers), Nick Nurse (Toronto Raptors), Kenny Atkinson (Denver Nuggets), Gregg Popovich (San Antonio Spurs)

Defensive Player of the Year: Rudy Gobert, Utah Jazz

Bei der Frage nach dem besten Defensivspieler des Jahres gestaltet sich die Situation etwas schwieriger als bei vielen anderen Awards. Lange Zeit gehören Paul George oder Joel Embiid zu den Top-Kandidaten, doch letztlich sollte sich Rudy Gobert durchsetzen können. Fraglos ist er der Stabilisator in Utah und sollte nach dem Verpassen des All-Star Games mit dieser Auszeichnung für seine starke Saison belohnt werden. Die Konkurrenz ist zwar groß, doch Gobert sollte am Ende die Nase vorn haben.

Weitere Kandidaten: Paul George, Joel Embiid, Giannis Antetokounmpo, Myles Turner, Kawhi Leonard

Best 6th man: Lou Williams, Los Angeles Clippers

Williams startete in einer schwierigen Saison der Clippers nur in einem einzigen Spiel und ist damit quasi das Parade-Beispiel eines sechsten Mannes. Mit 26,6 Minuten pro Spiel, steht er etwas weniger als die Starter auf dem Feld, doch mit 20 Punkten pro Spiel war er der zuverlässigste Punktelieferant seines Teams. Eigentlich geht an dem 32-jährigen kein Weg vorbei, spielt kein Bankspieler konstanter und besser als er.

Weitere Kandidaten: Montrezl Harrell, Domantas Sabonis, Spencer Dinwiddie, Derrick Rose, Dennis Schröder,

NBA-Playoffs – POWER RANKINGS #08

Zum Abschluss widmen wir uns den letzten Rankings und berücksichtigen dabei natürlich die Playoff-Platzierungen und Schlussbilanzen der Teams, sowie die aktuelle Form. Beginn werden wir wie immer mit unseren größten Auf- und Absteigern:

Größte Aufsteiger: Orlando Magic (+4), drei weitere Teams (+3)

Größte Absteiger: Indiana Pacers (-7), Miami Heat und Washington Wizards ( je -3), drei weitere Teams (-2)

Platz 30 (vorheriges Ranking 30): New York 17-65 (vorherige Bilanz: 13-55)

Die Knicks haben schlussendlich das geschafft, was scheinbar ihr Ziel war – am Ende der Saison die schlechteste Bilanz der Liga zu haben. Durch die Umstellung im Draftsystem haben sie deswegen zwar nicht allein die besten Chancen auf den ersten Pick, trotzdem hinterließen sie nicht den Eindruck wirklich um Siege zu kämpfen. Draft und Free Agency müssen nach einer enttäuschenden Saison, in der man Porzingis verlor nun also den Umschwung einleiten.

Platz 29 (28): Cleveland Cavaliers 19-63 (17-52)

Die Cavs leisteten sich zum Ende der Saison noch einmal zehn Niederlagen in Folge. Auch für sie endet damit ein absolute ernüchterndes, erstes Jahr nach LeBron James, in dem sie erneut nicht schafften seinen Abgang zu kompensieren. Sicherlich spielten auch die Verletzungen eine Rolle, doch einmal mehr werden die Cavs nun auf den Draft hoffen. Nachdem sie 2011, 2013 und 2014 bereits an Nummer 1 ziehen durften, hoffen sie natürlich auch in diesem Jahr auf Glück bei der Lottery. Coach Larry Drew, der die Mannschaft im Laufe der Saison übernahm wurde auch entlassen, so dass das Cavs-Management hofft, mit einem neuen Coach neue Wege einschlagen zu können.

Platz 28 (29): Phoenix Suns 19-63 (16-53)

Mit der Verpflichtung von Jimmer Fredette sorgten die Suns in den letzten Tagen der Saison nochmal für Aufsehen, doch der mittlerweile 30-jährige konnte mit nur 3,7 Punkten und nur 27,6% aus dem Feld nicht überzeugen. Anders als Jamal Crawford, der mit 39 Jahren noch einmal 51 Punkte im letzten Spiel gegen die Mavs auflegte. Die Suns schoben sich damit nochmal an den Cavs vorbei, erlebten aber trotzdem eine enttäuschende Saison, machte Booker nicht den erhofften Schritt und war auch #1-Pick Ayton nicht die erhoffte Verstärkung.

Platz 27 (27): Chicago Bulls 22-60 (19-50)

In Chicago wird man nun einmal tief durchatmen müssen und sich nach einer turbulenten Saison hinterfragen müssen, wie es weitergehen soll. Auf welche Spieler wird gesetzt und wer soll die Mannschaft langfristig an der Seitenlinie anführen. Fakt ist, dass sich das Chaos der abgelaufenen Spielzeit nicht wiederholen darf, da die Attraktivität für Free Agents so sehr gering ist. Der Draft bietet ein wenig Hoffnung, allerdings muss sich in der Führungsetage einiges verbessern. Der anfangs umstrittene Coach Boylen scheint derzeit gute Karten auf eine Vertragsverlängerung zu haben.

Platz 26 (26): Atlanta Hawks 29-53 (24-45)

Das Ende der Saison war für die Hawks sehr vielversprechend. Nicht nur, dass Trae Young seine Probleme vom Saisonbeginn in den Griff bekam, auch die Tatsache, dass er im Duo mit John Collins funktionierte und das insgesamt junge Team immer wieder gute Leistungen ablieferte, bereitete Verantwortlichen und Fans große Freude. Nun gilt es in der Off-Season weiter am Kader zu basteln, damit in der kommenden Saison vielleicht sogar ein Angriff auf die Playoff-Plätze gelingen kann.

Platz 25 (22): Washington Wizards 32-50 (29-39)

In den ersten Rankings, im Vorfeld dieser Saison, hatten wir die Wizards auf Platz 15 inkl. der Frage ob Howard, Rivers und Co. das Team verstärken können. Die Antwort lautet Nein, denn Howard verletzte sich und hatte abseits des Feldes Stress und Rivers verließ das Team bereits wieder. Die Wall-Verletzung half der Mannschaft auch nicht und so wurde der Kader durch Trades von Oubre, Morris und Porter auseinandergerissen. Wall wird aufgrund seiner Verletzung auch einen Großteil der kommenden Saison verpassen, so dass diese Saison ein absoluter Reinfall war. Immerhin wurde der GM entlassen, so dass frischer Wind bei den Wizards einkehren sollte.

Platz 24 (23): New Orleans Pelicans 33-49 (30-40)

Das Anthony Davis-Drama überschattete neben vielen kleinen Verletzungen die Saison der New Orleans Pelicans, die aber zugegebenermaßen auch nicht die glücklichste Figur machten. Das Hin und Her um Davis und die Tatsache, dass er nur noch sporadisch oder gar nicht mehr eingesetzt wurde, half der Mannschaft auch nicht und so bleiben Auftritte von Randle, Payton oder auch Holiday ein paar der wenigen Lichtblicke. In der Off-Season steht nun wohl ein großer Trade an und damit eine ebenso große Veränderung in New Orleans.

Platz 23 (24): Memphis Grizzlies 33-49 (28-41)

Tatsächlich spielten die Grizzlies in den letzten Spielen der Saison nochmal etwas besser und vor allem Jonas Valanciunas fand immer wieder Wege zu überzeugen. Doch das Team ist um einen alternden Conley aufgebaut und braucht dringend weitere Unterstützung. Zudem müssen die angeschlagenen Spieler gesund werden, musste Coach Bickerstaff zuletzt auf acht Spieler der Rotation verzichten. Mit etwas Pech müssen sie auch noch ihren Pick abgeben, was den Rebuild weiter verzögern könnte. Überraschenderweise wurde Coach Bickerstaff kurz nach dem Ende der Saison entlassen, so dass der Rebuild weiter vorangetrieben wird.

Platz 22 (25): Dallas Mavericks 33-49 (27-41)

Dirk Nowitzki beendet seine Karriere. Dies gab der 41-jährige Deutsche nach seinem letzten Heimspiel bekannt, in dem er nochmal mit 30 Punkten eine Show ablieferte. Im letzten Auswärtsspiel in San Antonio flossen dann erneut Tränen, doch mit einem Double Double (20 Punkte, 10 Rebounds) sorgte er für ein schönes Finale seiner grandiosen Karriere. Die Mavs machten zudem über die Saison hinweg ihre Hausaufgaben, haben wahrscheinlich den Rookie of the Year im Kader und mit Doncic und Porzingis ein Duo, das Nowitzki beerben soll.

Platz 21 (19): Minnesota Timberwolves 36-46 (32-37)

Nach den letzten Wochen dieser Saison muss jedem in Minnesota klar sein, dass die Zukunft Karl-Anthony Towns gehört und die Mannschaft um ihm aufgebaut werden muss. Mit wem das passieren soll und wer das Team von der Seitenlinie anführen kann, muss sich das Management nun überlegen. Denn auch wenn Towns überragte, waren die Ergebnisse allenfalls durchwachsen. Es darf gespannt darauf geschaut werden, ob die Wolves etwas aus ihrem Potenzial machen können, nachdem es in dieser Saison nicht klappte.

Platz 20 (21): Los Angeles Lakers 37-45 (31-37)

Die Lakers rückten trotz der unfassbar enttäuschenden Saison in den letzten Wochen noch einmal in den Fokus. Die Nachricht, dass Magic Johnson sein Amt als Präsident niederlegt, schlug ein wie eine Bombe und überraschte Alle. Nun ist es an Jeannie Buss, für Ersatz zu sorgen, sich um LeBron James zu kümmern und den Kader mit ihrem Management im Sommer so aufzustellen, dass nach sechs Jahren ohne Playoffs endlich wieder guter Basketball bei den Lakers gespielt werden kann.

Platz 19 (16): Miami Heat 39-43 (32-35)

Eigentlich hatte Miami gute Chancen auf die Playoffs, doch einige unnötige Niederlagen, sowie ein toughes Restprogramm sorgten letztlich dafür, dass Miami die Playoffs verpasste und Dwyane Wades Karriere damit schon nach der regulären Saison zu Ende war. Mit einem Triple Double verabschiedete er sich von seinen Fans und bekam einen emotionalen Abschied, sowohl in Miami als auch beim letzten Auswärtsspiel, bei dem mit LeBron James, Chris Paul und Carmelo Anthony, drei seiner besten Freunde vor Ort waren. Für die Heat-Fans endet aber nicht nur wegen Wades Karriereende, sondern auch wegen dem Verpassen der Playoffs ein enttäuschendes Jahr.

Platz 18 (17): Sacramento Kings 39-43 (33-34)

Am Ende wurde der Abstand auf Playoff-Plätze dann doch sehr groß und die Kings hatten neun Siege weniger als der Achtplatzierte der Western Conference. Trotzdem waren sie damit das Neuntbeste Team im Westen und konnten sich über eine starke Saison freuen, mit der man so sicher nicht gerechnet hätte. In der Off-Season werden sich die jungen Spieler sicher weiter verbessern, doch die Kings werden auch ein wenig unter Druck stehen, die gute Spielzeit zu wiederholen bzw. sich im nächsten Jahr sogar verbessern zu können. GM Divacs Vertrag wurde verlängert und obwohl die Kings die beste Saison seit Jahren spielen, entließ er seinen Coach Dave Joerger. Mal wieder eine fragwürdige Entscheidung der Kings, doch immerhin lässt der Kader auf weitere Besserung hoffen.

Platz 17 (20): Charlotte Hornets 39-43 (30-37)

Ein fulminanter Schlussspurt brachte die Hornets in die Situation doch noch auf die Playoffs hoffen zu können. Am Ende reichte es jedoch nicht und Walker verpasste es mit seiner Mannschaft in die Playoffs einzuziehen. So stehen die Hornets auch in unseren Rankings auf dem undankbaren 17. Platz, dem letzten vor den Playoff-Teams. Trotzdem gehörten sie mit neun Siegen aus den letzten 15 Spielen zu den stärkeren Teams der letzten Saisonwochen.

Platz 16 (15): Detroit Pistons 41-41 (34-33)

Der Playoff-Einzug der Detroit Pistons war alles andere als souverän. Trotz des zwischenzeitlich recht großen Vorsprungs entschied sich die Pistons-Playoff-Teilnahme erst am letzten Spieltag. Sicher, Blake Griffin fehlte verletzt und zeigte auch wenn er spielte, dass er nicht ganz fit war, doch leider sind daher auch die Voraussetzungen für die Playoffs alles andere als gut. Detroits schwache Offense und durchwachsende Defensive wird es gegen die Bucks sehr schwer haben, zumal sie bereits in der regulären Saison alle vier Spiele verloren.

Platz 15 (14): Brooklyn Nets 42-40 (36-34)

Trotz einer schwierigen Saison mit vielen wichtigen Verletzungen, qualifizierten sich die Brooklyn Nets hochverdient für die Playoffs. Ein stark verbesserter D’Angelo Russell führt das von Kenny Atkinson gut gecoachte Team in das Erstrundenduell gegen die Philadelphia 76ers. Hier sind die Nets natürlich der Underdog, treten sie ohne wirklichen Superstar an und fehlt ihnen jede Menge Erfahrung. Doch die Nets überzeugten mit guter Defensive und Tiefe im Kader und werden alles dafür geben, die Sixers zu ärgern, wie es ihnen bereits in zwei der vier Aufeinandertreffen in der regulären Saison gelang.

Platz 14 (18): Orlando Magic 42-40 (32-38)

Der Playoff-Einzug der Orlando Magic war hochverdient. Zwar hatten sie wenige Wochen vor dem Ende der Saison noch zwei Spiele Rückstand auf die Playoffs und standen nur auf Rang 10, doch sie nutzten das dankbare Restprogramm, gewannen zehn der letzten zwölf Spiele und erkämpften sich damit die Playoffs. Sie schafften es sogar bis auf Rang 7 und werden somit in der ersten Runde auf die Toronto Raptors treffen. Zwei von vier Spielen gewannen sie in der regulären Saison, so dass sie auch in den Playoffs versuchen werden, den Raptors ein paar Siege streitig zu machen.

Platz 13 (7): Indiana Pacers 48-34 (44-25)

Die Pacers konnten sich lange Zeit noch auf Platz 3 halten, mussten aber in den letzten Wochen der Saison immer mehr akzeptieren, dass es ohne ihren Top-Mann, Victor Oladipo, sehr schwer wird. Sie gewannen nur noch vier ihrer letzten 13 Spiele und sind damit das mit Abstand formschwächste Playoff-Team. In Runde 1 gegen die Celtics sind die Aussichten also alles andere als gut, auch weil die Auswärtsschwäche in den letzten Spielen groß war. Allerdings wurden die Pacers in dieser Saison schon häufig totgesagt, so dass man sie keinesfalls unterschätzen darf.

Platz 12 (13): Los Angeles Clippers 48-34 (39-30)

Die Los Angeles Clippers starten von Platz 8 in die Playoffs und treffen damit in der ersten Runde der Playoffs auf die Golden State Warriors. Einen Sieg konnten sie zu Beginn der Saison gegen den amtierenden Meister erzielen, doch natürlich sind sie der klare Underdog. Doch Coach Doc Rivers wird sein erfahrenes Team auf die Playoffs heiß machen und vor allem Spieler wie Beverly oder Harrell könnten mit ihrem Einsatz und Willen für Golden State zum Problem werden. Doch unabhängig vom Ergebnis ist die Saison für die Clippers ein Erfolg, scheinen sie das deutlich interessante Team in LA zu sein – auch für Free Agents.

Platz 11 (11): San Antonio Spurs 48-34 (39-29)

Am Ende konnten die Spurs dann doch souverän in die Playoffs einziehen und hätten mit ein wenig Glück sogar noch Platz 5 erreichen können. Am Ende wurde es jedoch Platz 7, wodurch sie dem Duell mit den Warriors aus dem Weg gehen konnten. Nun treffen sie auf die unerfahrenen Nuggets und man kann sich sicher sein, dass Coach Popovich tief in die Trickkiste greifen wird um die fehlende Erfahrung des Gegners auszunutzen. Abschreiben darf man die Spurs also keinesfalls in Runde 1, auch wenn sie der Underdog sind.

Platz 10 (10): Oklahoma City Thunder 49-33 (42-27)

Von den vier Teams, die in der Western Conference um die Plätze 5-8 spielten, sind die Thunder sicherlich das Team, auf das man am wenigsten treffen möchte. Die Star-Power ist im Team von Westbrook und George enorm hoch und auch das gesamte Team ist tief und erfahren genug besetzt, so dass ein tiefer Playoff-Run möglich ist. Doch vor allem Westbrook und George sind gefordert um die Thunder tiefer in die Playoffs zu führen. Die Form wurde zuletzt immerhin wieder besser, gewannen sie die letzten fünf Spiele in Folge.

Platz 9 (9): Boston Celtics 49-33 (42-27)

Mit Platz 4 hätten sich die Celtics vor der Saison sicher nicht zufriedengegeben, doch der Saisonverlauf ließ eine bessere Platzierung nicht zu. Individuell schwache Leistungen, fehlende Teamchemie und sicher auch die eine oder andere Verletzung warfen die Celtics immer wieder zurück. Gegen die Pacers sollten sie sich nun in Runde 1 durchsetzen können, allerdings könnte das Fehlen von Marcus Smart am Ende ein nicht unwichtiger Faktor werden.

Platz 8 (7): Philadelphia 76ers 51-31 (43-25)

Die Sixers wollen es in dieser Saison weiterbringen als in der vergangenen Saison und mit den Verpflichtungen von Jimmy Butler und Tobias Harris holten sie sich die benötigte Unterstützung dazu. Die Starting Five um Simmons, Redick, Butler, Harris und Embiid ist mit die Beste, die es in der NBA zu finden gibt. Allerdings heißt es Embiid sei angeschlagen und da die Sixers bereits in der regulären Saison Probleme gegen die Nets hatten, bleibt abzuwarten, wie stark sich die Sixers nun in den Playoffs tatsächlich präsentieren können.

Platz 7 (8): Utah Jazz 50-32 (39-29)

Mal wieder spielten die Utah Jazz zum Ende der Saison groß auf und erspielten sich damit einen sehr starken fünften Platz. In Runde 1 geht es nun gegen die Rockets, gegen die sie in der regulären Saison zweimal gewinnen konnten und die insgesamt nur drei Siege mehr als Utah einführen. Der fehlende Heimvorteil spricht gegen Utah, doch auswärts traten sie solide auf und mit ihrer guten Defensive (die viertbeste der Liga), erhoffen sie sich gute Chancen gegen die Rockets.

Platz 6 (5): Denver Nuggets 54-28 (45-22)

Enttäuschend verliefen die letzten Wochen für die Denver Nuggets, hätten sie mehrere Chancen gehabt auf Platz 1 in die Playoffs zu gehen. Zudem ließ auch Jokic in den wichtigen Spielen zum Ende der Saison die nötige Leistung vermissen und da das Team insgesamt jung und unerfahren ist, haben sie mit den Spurs nicht gerade das einfachste Match-Up. Denver geht als Favorit ins Spiel, wird aber konzentriert auftreten müssen, um der Favoritenrolle gerecht werden zu können. Vor allem Jokic muss hier zeigen, dass er nicht umsonst als vielleicht bester Big-Man der Liga gesehen wird.

Platz 5 (8): Portland Trail Blazers 53-29 (41-26)

Portland erlebte ein wirklich schwieriges Ende der regulären Saison. Zunächst fiel CJ McCollum verletzt aus, doch seine Verletzung verpackte das Team gut. Dann brach sich Jusuf Nurkic das Bein und plötzlich stand Lillard ohne seine besten Mitspieler da. Doch Lillard und seine Kollegen lieferten guten Leistungen ab, gewannen 12 der letzten 15 Spiele und konnten die Ausfälle kompensieren. Mittlerweile kehrte auch McCollum zurück, doch ohne Nurkic wird es im Erstrundenduell gegen die Thunder sehr schwer.

Platz 4 (5): Houston Rockets 53-29 (42-26)

Houston hatte vor dem letzten Spieltag die Chance auf Platz 2 zu kommen, landete aber letzten Endes nur auf Rang 4. Trotzdem gehörten ihre letzten Wochen mit zu besten in der gesamten Liga, gewannen sie elf der letzten 14 Spiele. Neben Harden wusste auch der Rest des Teams zu überzeugen und auch wenn die Rockets nicht ganz so stark wie in der letzten Saison zu sein scheinen, haben sie eine Chance auf den Titel. Dafür müssen aber zunächst die Jazz besiegt werden, was in Runde 1 sicher direkt ein echter Härtetest ist.

Platz 3 (3): Golden State Warriors 57-25 (46-21)

In den letzten Spielen erlaubten es sich die Warriors den einen oder anderen Spieler zu schonen. Die Ergebnisse wurden dadurch aber nicht schlechter und so sicherte sich Golden State letztlich doch noch Platz 1. Die Dominanz der letzten Jahre ließen sie in der regulären Saison also vermissen und das Curry im vorletzten Spiel umknickte sorgte auch kurzzeitig für Sorgenfalten. Doch alle sagten, dass Golden State in den Playoffs einen Zahn zulegt, Curry fit sein wird und so darf man gespannt darauf schauen, wie der amtierende Meister in die Playoffs startet.

Platz 2 (2): Toronto Raptors 58-24 (49-20)

Mit einer Starting Five um Kyle Lowry, Danny Green, Kawhi Leonard, Pascal Siakam und Marc Gasol haben auch die Raptors eine unfassbar gute erste Fünf. Durch Leonard und Gasol, sowie den kometenhaften Aufstieg von Siakam, scheinen die Raptors also noch etwas stärker besetzt als in den letzten Jahren. Sie haben daher gute Chancen auf den Titel und wollen unbedingt bis in die Finals. Dafür ist allerdings Leistung gefordert und man darf nicht schon in Runde 1 gegen die Magic patzen. Dies taten sie bereits zweimal in der regulären Saison, so dass Coach Nick Nurse seine Mannschaft gut einstellen muss.

Platz 1 (1): Milwaukee Bucks 60-22 (51-17)

Die Milwaukee Bucks sind das beste Team der regulären Saison und die einzige Mannschaft, die 60 Siege einfahren konnte. Mit Antetokounmpo haben sie wohlmöglich den MVP in ihren Reihen und mit Budenholzer den Coach of the Year. Dementsprechend haben auch sie eine klare Favoritenrolle in den Playoffs, die sie nun untermauen müssen. Doch Giannis und. Co waren in den letzten Wochen kaum zu stoppen und so erhoffen sich die Fans, dass die Bucks durch die Playoffs stürmen. Nun muss das Team die hohen Erwartungen erfüllen.

Ranking und Vorschau #01 – Die Atlantic Division

Die alljährliche Saison-Vorschau beginnt in diesem Jahr mit der vielleicht stärksten Division der Eastern Conference – der Atlantic Division. So waren die Toronto Raptors, die Boston Celtics und die Philadelphia 76ers die drei stärksten Teams des Ostens in der vergangenen, regulären Saison und zogen allesamt bis in die zweite Runde der Playoffs ein. Die Celtics schafften es sogar bis in die Conference Finals, verpassten aber auch auf Grund einiger Verletzungen den Sprung in die Finals. Nachdem LeBron James bekanntermaßen die Eastern Conference Richtung Westen verließ, wird nun nach acht Jahren LeBron- (bzw. Miami- und Cavs-) Herrschaft ein neuer Champ im Osten gesucht und die Raptors, Celtics und Sixers haben die besten Karten, den Thron zu besteigen. Es scheint also ein heißer Kampf um die Spitze der Atlantic Division zu geben, haben alle drei Teams ihre Hausaufgaben in der Off-Season gemacht und die Grundlage für eine starke Saison gelegt. Vergessen darf man an dieser Stelle aber natürlich nicht die New York Knicks und die Brooklyn Nets, die die Division komplettieren. Zwar gehörten sie im letzten Jahr nicht zu den Playoff-Teams, doch natürlich spielen die Mannschaften aus dem Big Apple auch immer eine wichtige Rolle auf der NBA-Landkarte. Wir werden in den kommenden Tagen und Wochen eine Vorschau jeder einzelnen Division geben und zum Ende jeder Vorschau eine Prognose abgeben, wie die Division positionstechnisch ausgehen wird. Außerdem werden wir am Ende eine Einschätzung darüber geben, ob die Teams mehr oder weniger Siege einfahren, als es die einschlägigen Wettanbieter voraussagen. Teams (Bilanz letzte Saison): Toronto Raptors (59-23) Boston Celtics (55-27) Philadelphia 76ers (52-30) New York Knicks (29-53) Brooklyn Nets (28-54)

Brooklyn Nets

Los geht’s mit den Brooklyn Nets, die in den letzten Jahren kaum eine Rolle in der NBA spielten. Auch in der vergangenen Saison zeigten sie sich nicht besonders stark, mussten viele Verletzungen verkraften und verpassten die Playoffs klar. Allerdings muss man den Nets zugestehen, dass so etwas wie ein Aufschwung zu erkennen ist. Coach Kenny Atkinson versuchte das Beste aus dem verletzungsgebeutelten Kader herauszuholen und auch GM Sean Marks scheint das Team nach und nach zu verstärken und schlechte Verträge loszuwerden. In dieser Off-Season merkte man dies. So tradeten die Nets Timofey Mozgov und kauften den für Mozgov gekommenen Dwight Howard schnell aus seinem Vertrag heraus. Mit Jeremy Lin konnte man einen weiteren Top-Verdiener loswerden, der zudem verletzungsgeplagt war und nur ein Spiel bestreiten konnte. Des Weiteren trennte man sich von Isaiah Whitehead und Jahlil Okafor, die Beide nicht überzeugen konnten und auch Dante Cunningham und Nik Stauskas verließen das Team. Die Qualität der Spieler, die die Nets verließen war also nicht besonders groß, sodass die Neuzugänge, bei denen der ganz große Name fehlte, zumindest für eine kleine Verbesserung sorgen sollten. Kenneth Faried ist dabei der wohl bekannteste Name, doch der ehemalige Denver-Spieler wurde in der Off-Season mit Marihuana erwischt und es ist noch unklar, ob er eine Sperre erhalten wird. Shabazz Napier, Jared Dudley und Ed Davis sind weitere wichtige Neuzugänge, die dem insgesamt jungen Team der Nets helfen sollen. Als Top-Spieler wird sich wohl D’Angelo Russell beweisen, der es mit der Unterstützung seiner Kollegen aber sehr schwer haben wird, in die Playoffs einzuziehen. Doch die Nets sollten nicht ungeduldig werden, denn für die kommende Free-Agent Phase haben sie jede Menge Geld zur Verfügung und auch im Draft können die Nets mal wieder zuschlagen. In dieser Saison wird Atkinson daher vermutlich viel Wert auf die Entwicklung der jungen Spieler legen, wie Dinwiddie, Hollis-Jefferson, Russell, Levert oder Allen. Die Platzierung ist dabei zweitrangig, wobei in der schwachen Eastern Conference mit ein wenig Glück vielleicht sogar mehr drin ist, als man zurzeit glauben mag. Mögliche Starting Five: 1 D’Angelo Russell 2 Allen Crabbe 3 DeMarre Carroll 4 Rondae Hollis-Jefferson 5 Jarrett Allen Die Reserve: Kenneth Faried, Jared Dudley, Joe Harris, Ed Davis, Shabazz Napier, Caris Levert, Spencer Dinwiddie, Treveon Graham, Dzanan Musa, Rodions Kurucs Coach: Kenny Atkinson

New York Knicks

Auch die New York Knicks spielten in den letzten Jahren kaum eine Rolle in der Liga, obwohl sie mit Kristaps Porzingis einen der vielversprechendsten, jungen Spieler im Kader haben. Doch es gab auch in seiner Zeit nur wenige Lichtblicke und als er sich im letzten Jahr das Kreuzband riss, mussten die Knicks einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Von den verbleibenden 37 Spielen ohne Porzingis gewannen sie nur sechs, die Playoffs waren schnell kein Thema mehr und Headcoach Jeff Hornacek musste sich schnell eingestehen, dass mit diesem Knicks-Team nichts mehr zu holen war. Die Knicks beendeten die Saison im Niemandsland der Tabelle (Rang 11) und verpassten damit eine gute Draftposition. Es sah also alles danach aus, als würde die Saison 2018-19 eine weitere Enttäuschung werden, doch das Management machte einige Moves in der Off-Season, die die Zukunft der Knicks zumindest etwas besser aussehen lassen. So hatten sie im Draft ein scheinbar gutes Händchen, beeindruckten ihre Picks Kevin Knox (9. Pick) und Mitchell Robinson (36. Pick) in der Summer League. Knox wird sogar als Kandidat für den Rookie des Jahres aufgeführt und Robinson präsentierte sich besser als ein Großteil der First-Round-Picks. Ein weiteres gutes Händchen hatten die Knicks bei der Trainerwahl. Hornacek wurde nach enttäuschenden Jahren entlassen und mit David Fizdale sicherte man sich die Dienste eines motivierten Coaches, der einen guten Ruf in der NBA genießt. Spielertechnisch werfen die Offseason-Moves der Knicks allerdings noch Fragen auf und das allerletzte Wort scheint noch nicht gesprochen. Sie trennten sich von Michael Beasley, Jarrett Jack, Kyle O’Quinn und Doug McDermott und sind noch in Verhandlungen mit Joakim Noah, dessen fetten Vertrag (18,5 Mio. $ in 2018/19 und 19,3 Mio $ in 2019/20) sie bisher nicht losgeworden sind. Da außerdem mit Mario Hezonja und Noah Vonleh zwei junge Spieler nach New York kamen, die bisher nicht ihr Potenzial entfalten konnten, wird man abwarten müssen, wie sich die Personal-Situation in New York entwickelt. Gemeinsam mit den Rookies und einigen weiteren jungen Spielern wie Mudiay oder Ntilikina haben Hezonja und Vonley aber erneut die Chance sich zu beweisen. Zu den jungen Talenten kommen bereits erfahrene Spieler wie Enes Kanter, Tim Hardaway Jr, Courtney Lee, Lance Thomas, Trey Burke oder Ron Baker – und natürlich Kristaps Porzingis. Vor allem auf lange Sicht scheinen die Knicks also durchaus Potenzial im Kader zu haben, welches es nun von Neu-Coach Fizdale auszuschöpfen gilt. Die Verletzung von Porzingis bleibt dabei natürlich die große Unbekannte. Eine Rückkehr zu Beginn des Kalenderjahres 2019 wäre möglich, genauso sprachen die Verantwortlichen der Knicks aber bereits davon, dass er eventuell die gesamte Saison aussetzen wird. Letztlich bleibt also abzuwarten, was mit dem All-Star der Knicks passiert und wie sich der Rest des Teams entwickeln wird. Geht man nach den Summer-League Auftritten können sich die Knicks-Fans zumindest auf starke Rookies freuen, sodass dies zumindest kurzfristig über die Verletzung von Porzingis hinwegtrösten kann. Auch der Rest des Teams lässt auf gute Leistungen hoffen, allerdings muss man ganz klar sagen, dass das Team die Vorschusslorbeeren erst bestätigen muss. Ob das im Spotlight des Madison Square Gardens gelingt ist jedoch eine andere Sache und so könnte sich die Saison auch schnell zu einem weiteren, enttäuschenden Jahr entwickeln. Mögliche Starting Five: 1 Frank Ntilikina 2 Tim Hardaway Jr 3 Kevin Knox 4 Kristaps Porzingis 5 Enes Kanter Die Bank: Trey Burke, Emanuel Mudiay, Courtney Lee, Mario Hezonja, Lance Thomas, Ron Baker, Noah Vonleh, Mitchell Robinson Coach: David Fizdale

Philadelphia 76ers

Mit folgenden Worten schlossen wir unsere Vorschau für die Sixers im letzten Jahr ab: „„Trust the Process“ heißt es also auch in diesem Jahr, doch die Aussichten sind deutlich besser als in den vergangenen Spielzeiten. Embiid könnte bereits in diesem Jahr All-Star werden, Simmons und Fultz werden um die Rookie of the Year-Trophäe spielen und es scheint als hätten die Sixers eins der Besten, wenn nicht sogar das Beste junge Team der Liga.“ Rückwirkend lassen sich einige dieser Vorhersagen bestätigen, kamen die Sixers zum Ende der Saison auf 52 Siege und waren das drittbeste Team der Eastern Conference. Zudem wurde Joel Embiid zum All-Star, Ben Simmons der Rookie des Jahres und die Sixers entwickelten sich tatsächlich zu einem der besten jungen Teams der Liga. Einzig Markelle Fultz wurde zum Sorgenkind. Er kämpfte mit einer Verletzung, hatte scheinbar vergessen, wie man einen Basketball wirft und konnte die großen Erwartungen, die an ihn als Nummer 1 Pick gestellt wurden nicht erfüllen. Trotzdem war die Saison natürlich großer Erfolg für die Sixers, die bis in die zweite Runde der Playoffs vorrückten. Anschließend konnten sie den jungen Kern zusammenhalten und sollten damit auch in dieser Saison eines der Teams werden, welches die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird. Joel Embiid und Ben Simmons sind dafür die Hauptgründe, haben Beide unfassbare Ansprüche, zeigten Beide aber auch unfassbar gute Leistungen in der vergangenen Saison, die ihre Ansprüche rechtfertigen. Gemeinsam mit Dario Saric, JJ Redick und einem der besten Verteidiger der Liga, Robert Covington, sind die Sixers herausragend aufgestellt. Dazu wird Markelle Fultz in dieser Saison fit sein und das Team verstärken. Coach Brett Brown, der sich über die guten Leistungen seiner Mannschaft freute, hatte in der Off-Season weiteren Grund zur Freude. Zwar trennten sich die Sixers in der Sommerpause von Ersan Ilyasova und Marco Belinelli, zwei wichtigen Puzzle-Teilen im ausgeglichenen Sixers-Team, doch mit Wilson Chandler und Mike Muscala wurden wichtige Veteranen dazu geholt, auf die Coach Brown bauen kann. Weitere Abgänge waren Luwawu-Cabarrot, Justin Anderson und Richaun Holmes, die durch junge Akteure wie die Rookies Zhaire Smith (16. Pick), Landry Shamet (26. Pick) oder Shake Milton (54. Pick) ersetzt wurden. Dazu soll Fultz endlich einschlagen und für die Mannschaft zu einer weiteren Option heranreifen. Einziger Wehrmutstropfen in einer ansonsten wirklich positiven Sommerpause, war der Skandal um General Manager Bryan Colangelo, der auf Grund einer Twitter-Affäre zurückgetreten war (es wurden kritische Tweets über aktuelle Spieler mit Fake-Accounts über das Handy seiner Frau verfasst). Sein Nachfolger wurde erst Mitte September ernannt und es wurde Ex-Spieler Elton Brand. Diese Zeit wollen die Sixers aber schnell hinter sich lassen und angeführt von Embiid und Simmons starten sie erneut in eine hoffnungsvolle Saison. Der Titel ist das Ziel und „Trust the Process“ bleibt dabei das Motto für die Philadelphia 76ers. Eine mögliche Starting Five: 1 Ben Simmons 2 JJ Redick 3 Robert Covington 4 Dario Saric 5 Joel Embiid Die Reserve sieht wie folgt aus: Markelle Fultz, TJ McConnell, Jerryd Bayless, Wilson Chandler, Furkan Korkmaz, Amir Johnson, Mike Muscala, Zhaire Smith, Jonah Bolden, Shake Milton Coach: Brett Brown

Boston Celtics

Die Erwartungen an die Boston Celtics waren vor der vergangenen Saison riesig. Mit Kyrie Irving und Gordon Hayward wurden zwei All-Stars verpflichtet, die dem Eastern Conference Finalisten der Saison 2016-17 die nötige Unterstützung geben sollten, um die Cavaliers zu entthronen. Doch bereits im ersten Saisonspiel wurden die Erwartungen mehr als nur gedämpft, da sich Gordon Hayward eine Horror-Verletzung zuzog und die gesamte Saison verpassen sollte. Die Celtics waren allerdings noch immer gut besetzt und schafften es sich auch ohne Hayward in einen Rausch zu spielen. Sie erzielten 55 Siege und sicherten sich den zweiten Platz der Eastern Conference. Neben Kyrie Irving wusste dabei vor allem Rookie Jayson Tatum zu überzeugen und eine tolle Entwicklung durchzumachen. Leider mussten die Celtics Mitte März einen weiteren Rückschlag hinnehmen, als sich Kyrie Irving am Knie verletze. Auch er fiel von nun an aus und ohne ihre beiden Top-Stars schienen die Celtics plötzlich nicht mehr so stark. Weitere Spieler wie Theis, Morris, Brown oder Horford verpassten ebenfalls mehr als zehn Spiele über die Saison verteilt und es war unklar, was die Playoffs bringen würden. Das Team von Coach Brad Stevens wuchs jedoch über sich hinaus, kämpfte sich bis in die Eastern Conference Finals und scheiterte nur knapp mit 3-4 an den Cleveland Cavaliers. Spieler und Trainer hatten also eine Menge Gründe Stolz auf die gezeigten Leistungen zu sein und es schien fast klar, dass sich in der Off-Season wenig verändern würde. Tatsächlich war Greg Monroe der Einzige, der Team verließ und mit Rookie Robert Williams (27. Pick) und Brad Wanamaker wurden die Mannschaft nur quantitativ ergänzt. Das Management hatte aber bekanntermaßen keine Not viel zu machen, spielte Hayward nur ein paar Minuten für die Celtics und fehlten auch Irving und Theis zur wichtigsten Zeit der Saison. So waren andere Spieler in der Verantwortung und neben Tatum spielten sich außerdem Jaylen Brown und Terry Rozier in den Vordergrund. Spielerisch brauchen sich die Celtics also keine Sorgen zu machen und durch die Rückkehr von Hayward werden sie für jedes Team ein schwer zu spielender Gegner sein. Irving gab sich daher auch selbstbewusst und meinte, dass die Celtics in einer Playoff-Serie gegen den Champion aus Golden State gewinnen könnten und der Titel das klare Ziel sei. Boston wird also weiterhin eines der Top-Teams sein und hat in dieser Saison nicht nur gute Chancen zum dritten mal in Folge in die Eastern Conference Finals einzuziehen, sondern endlich wieder in die NBA Finals einzuziehen. Die Tatsache, dass mit Jabari Bird, einer ihrer Spieler Probleme abseits des Feldes hat, da er seine Frau gequält und gewürgt haben soll und unter Panikattacken litt, ist ein Nebenkriegsschauplatz, den die Celtics nicht außer Acht lassen, der allerdings die Leistungen auf dem Platz nicht beeinträchtigen sollte. Dementsprechend geht Boston als einer der Topfavoriten in diese Saison. Mögliche Starting Five: 1 Kyrie Irving 2 Jaylen Brown 3 Gordon Hayward 4 Jayson Tatum 5 Al Horford Die vielleicht stärkste Bank der Liga: Terry Rozier, Marcus Smart, Semi Ojeleye, Marcus Morris, Aron Baynes, Daniel Theis, Guerschon Yabusele, Robert Willams, Brad Wanamaker, Jabari Bird Coach: Brad Stevens

Toronto Raptors

Mit 59 Siegen und 23 Niederlagen erspielten sich die Toronto Raptors im letzten Jahr den Heimvorteil in den Playoffs und wurden zum besten Team der Eastern Conference. Einmal mehr hatte es das Team um Coach Dwane Casey und seine beiden All-Stars DeMar DeRozan und Kyle Lowry geschafft, die Konkurrenz hinter sich zu lassen und zu belegen, wie stark sie sind. Doch einmal mehr scheiterten die Raptors in Runde 2 der Playoffs, an den Cleveland Cavaliers und LeBron James. Nachdem sie sich in Runde 1 gegen die Wizards schon schwertaten, hatten sie im ersten Spiel der zweiten Runde, die große Chance gegen die Cavs zu gewinnen. Doch sie verloren das Spiel in der Overtime, hatten nur in Spiel 3 nochmal eine Chance auf einen Erfolg und mussten sich am Ende dann sogar mit 0-4 geschlagen geben. Somit stand ein weiterer Fehlschlag für die Raptors, die anschließend zu drastischen Maßnahmen griffen. Obwohl mit LeBron James Wechsel nach LA, der größte Widersacher und häufigste Grund für Playoff-Misserfolge, die Conference verließ, entschied sich GM Masai Ujiri das Team komplett umzubauen. Erstes Opfer wurde Coach Dwane Casey, der entlassen wurde, obwohl er später im Sommer noch die Trophäe als Coach des Jahres erhalten sollte. Außerdem wagte Ujiri einen weiteren großen Schritt und tradete den Top-Star und Franchise-Player DeMar DeRozan nach San Antonio. Mit ihm verließ auch Jakob Poeltl das Team, was natürlich für großen Unmut bei den Fans sorgte. Ujiri holte im Gegenzug allerdings einen noch etwas besseren Spieler, der schon Champion und Finals-MVP wurde – Kawhi Leonard. Mit ihm kam zudem Danny Green aus San Antonio, der den Raptors auch sofort helfen kann. Außerdem konnte Ujiri Greg Monroe verpflichten und das Team somit weiter vertiefen. Während Spieler mit großem Bekanntheitsgrad geholt wurden, ist der neue Coach ein eher unbeschriebenes Blatt. Nick Nurse heißt der neue Mann an der Seitenlinie, der allerdings auch an der Leonard-Verpflichtung beteiligt war und den All-Star überzeugen konnte. Die Raptors gehen also mit neuem Kader in die Saison und scheinen auf dem Papier noch etwas besser zu sein, als im letzten Jahr. Dabei hängt natürlich viel vom Fitnesszustand von Kawhi Leonard ab, doch sollte er fit sein, hat der neue Coach eine starke Mannschaft, auf die er setzen kann. Das Ziel sind die Finals und so dürfen sich die Fans in Toronto, nach einem turbulenten Sommer auf eine tolle Saison freuen. Sollte der Versuch mit Leonard jedoch fehlschlagen, hat der Manager jede Menge Möglichkeiten das Team für die kommenden Jahre neu aufzubauen. Mögliche Starting Five: 1 Kyle Lowry 2 Danny Green 3 Kawhi Leonard 4 Serge Ibaka 5 Jonas Valanciunas Die Bank: Fred Van Fleet, Kay Felder, Norman Powell, OG Anunoby, Lorenzo Brown, Malachi Richardson, CJ Miles, Delon Wright, Pascal Siakam, Greg Monroe Coach: Nick Nurse

Prognose:

Die Toronto Raptors befanden sich am Ende der letzten Saison wieder an der Spitze der Atlantic Division, nachdem die Boston Celtics ihre zuvor drei Jahre andauernde Serie für ein Jahr unterbrechen konnten. Vor dieser Saison haben die Celtics erneut gute Chancen die Raptors von der Spitze zu stoßen, da der Playoff-Auftritt, die Rückkehr der Verletzten und die Eingespieltheit in dieser Saison für die Mannen aus Boston spricht. Zudem wurde das Raptors-Team umgebaut und die kritischen Stimmen aus den Medien waren nicht zu überhören. Sollte Kawhi Leonard jedoch fit sein, der Coach eine Einheit formen können auch der Rest der Raptors mitziehen, könnte das Team aus Kanada allerdings noch besser als in der vergangenen Saison sein und die 60-Siege-Marke anpeilen. Damit wäre natürlich auch die Konkurrenz zu den Celtics groß und es könnte sich ein spannender Fight entwickelt. In diesen Fight möchten auch die Philadelphia 76ers einsteigen. Zwar verloren sie in den Playoffs letztes Jahr gegen die Celtics, doch Embiid und Simmons sind ein Jahr reicher an Erfahrung und Fultz brennt darauf zu zeigen was er kann. Letztlich bleibt aber der Eindruck, dass die Celtics das stärkste Team in dieser Division werden und dass sich sowohl die neu formierten Raptors, als auch die jungen Sixers hinten anstellen müssen. Boston gewinnt also diese Division, gefolgt von den Raptors und den Sixers. Die New York Knicks und die Brooklyn Nets kämpfen dahinter nicht nur um die Plätze 4 und 5, sondern auch um die Krone von New York. Die Knicks hätten dabei eigentlich die besseren Karten, dank Kristaps Porzingis. Doch es ist unklar, wie lange der Forward ausfallen wird und da die Nets zudem einige gute Ansätze zeigten, werden sie in dieser Saison an den Knicks vorbeiziehen können. Daher wird sich die Division am Ende wie folgt darstellen:  

  1. Boston Celtics (59 – OVER)
  2. Toronto Raptors (55,5 – OVER)
  3. Philadelphia 76ers (54,5 – OVER)
  4. Brooklyn Nets (32 – UNDER)
  5. New York Knicks (28,5 – UNDER)

  In Klammern befindet sich die prophezeite Anzahl an Siegen. OVER bzw. UNDER ist an dieser Stelle ein Tipp darauf, ob die Teams mehr (OVER) oder weniger (UNDER) Siege als die genannte Zahl erreichen werden.

Ranking und Vorschau #02 – Die South East Division

Ähnlich wie im letzten Jahr, behalten wir dem Eastern Conference-Champion der vergangenen Saison, den Cleveland Cavaliers, den letzten Platz in unserer Saisonvorschau des Ostens frei. Das bedeutet, dass der Blick im zweiten Teil unserer Vorschau-Reihe auf die South East Division geht, die mit zwei Teams besetzt ist, die es in der vergangenen Saison in die Playoffs schafften. Zum einen sind dies die Miami Heat, zum anderen sind es die Washington Wizards. Beide verpassten jedoch die zweite Runde der Playoffs und hoffen in diesem Jahr natürlich etwas weiter zu kommen. Weiterkommen wollen auch die verbliebenen Teams der Division, doch dafür müssen sie erst einmal in die Playoffs. In der vergangenen Saison verpassten die Charlotte Hornets, die Orlando Magic und die Atlanta Hawks diese nämlich. Sieben Spiele Rückstand hatten die Hornets auf die Playoffs, womit sie noch das Beste der verbliebenen Teams waren. Was für sie in dieser Saison möglich ist, wird die folgende Vorschau zeigen: Teams (Bilanz letzte Saison): Miami Heat (44-38) Washington Wizards (43-39) Charlotte Hornets (36-46) Orlando Magic (25-57) Atlanta Hawks (24-58)

Atlanta Hawks

Nach vielen Jahren, in denen die Hawks zur Spitze der Eastern Conference gehörten und immer ein sicheres Playoff-Team waren, standen die Vorzeichen vor der vergangenen Saison nicht gut. Viele Abgänge von Leistungsträgern ließen ein Rumpfteam übrig, bei dem der junge Dennis Schröder der beste Spieler war. Obwohl Schröder seinen Job ordentlich machte, Kent Bazemore bis zu seiner Verletzung gut spielte und auch Taurean Prince gute Ansätze zeigte, ereilten die Hawks die erwarteten Ergebnisse und mit nur 24 Siegen wurden sie zum schwächsten Team der Eastern Conference. Die Mannschaft ließ die nötige Klasse vermissen und hatte immerhin das Glück im Draft auf dem dritten Platz zu landen. Sie entschieden sich zwar zunächst für Luka Doncic, doch sofort wurde er in Absprache mit den Mavs gegen einen anderen Point Guard getradet, Trae Young. Da mit ihm ein Scharfschütze und äußert talentierter Guard nach Atlanta kam, entwickelte sich auch die Situation um Dennis Schröder neu und letztlich tradeten die Hawks ihn zu den Oklahoma City Thunder für Carmelo Anthony. Dieser wurde allerdings schnell aus seinem Vertrag herausgekauft, womit klar war, dass die Zeichen auf Rebuild stehen. Auch Coach Mike Budenholzer verließ das Team Richtung Milwaukee und mit Lloyd Pierce wurde ein eher unbekannter Coach angeheuert. Die Veränderung in Atlanta schritt also weiter voran, doch die Aussichten bleiben zugegebenermaßen schlecht. Im letzten Jahr hatten sie im Schnitt die wenigsten Zuschauer und die Leistungen des Teams sind dafür sicher als Grund zu sehen. Neben Schröder, Bazemore und Prince ließ auch John Collins, der ins 2nd Rookie Team gewählt wurde, hin und wieder seine Klasse aufblitzen, doch viel mehr Positives gab es kaum zu berichten. Mit Trae Young soll nun eine positive Veränderung her und auch Kevin Huerter (19. Pick) und Omari Spellman (30. Pick) sind junge Spieler, von denen sich die Hawks eine Menge erhoffen. Dazu konnten sie sich die Dienste von Vince Carter sichern, der in seiner vermutlich letzten Saison, den Spielern noch einmal mitgeben soll, was es heißt, ein Star in der NBA zu werden. Mit Jeremy Lin wurde zudem ein erfahrener Guard geholt, bei dem jedoch unklar ist, wie stark er spielen kann, nachdem er die letzte Saison verletzungsbedingt verpasste. Alex Len ist ein weiterer Neuzugang, der bisher aber nicht in der NBA überzeugen konnte. Da sich ansonsten kaum erwähnenswertes im Kader veränderte, werden Young, Prince, Collins, Bazemore und ggf. Lin wohl die wichtigsten Spieler für Atlanta werden und schnell scheint klar, dass mit diesem Kader – selbst in der Eastern Conference – kaum etwas zu holen ist. Außer Carter (41), Lin (30) und Plumlee (30) sind immerhin alle Spieler unter 30, sodass man zumindest langfristig auf einem guten Weg zu sein scheint. Als Atlanta-Fan wird man sich aber erneut auf eine enttäuschende Saison einstellen müssen, bei der vielleicht Young und Collins für Highlights sorgen können. Viele Siege darf man allerdings nicht erwarten. Mögliche Starting Five: 1 Trae Young 2 Kent Bazemore 3 Taurean Prince 4 John Collins 5 Dewayne Dedmon Die Bank: Jeremy Lin, DeAndrea’ Bembry, Justin Anderson, Omari Spellmann, Alex Len, Kevin Huerter, Miles Plumlee, Vince Carter, Cole Aldrich Coach: Lloyd Pierce

Orlando Magic

Die erwartet enttäuschende Saison durchlebten im vergangenen Jahr die Orlando Magic. Nur ein einziger Spieler, Bismack Biyombo, spielte in allen 82 Spielen und die Entwicklung der jungen Spieler ging nicht in die Richtung, die man sich in Orlando erhofft hatte. Hoffnungsträger Aaron Gordon hatte mit Verletzungen zu kämpfen und musste sich auf verschiedenen Positionen probieren, so dass er letzten Endes mit 17,6 Punkten pro Spiel nur phasenweise seine Klasse aufs Parkett bringen konnte. Auch Jonathan Isaac konnte nicht ganz die Erwartungen erfüllen und machte nur selten auf sich aufmerksam. Insgesamt zeigte sich die Mannschaft von Frank Vogel auch nur in Ansätzen konkurrenzfähig, sodass im Sommer ein wenig umgebaut wurde. Coach Vogel verließ das Team und mit Steve Clifford wurde ein erfahrener Mann nach Orlando geholt, der nun ein wenig Ordnung in das Chaos der Magic bringen soll. Im Draft entschied sich Orlando an 6. Stelle für Mo Bamba, dazu kam in Runde 2 Melvin Frazier (35. Pick). Ansonsten kamen kaum neue Spieler nach Orlando, sodass Timofey Mozgov und Jerian Grant die wohl bekanntesten Neuzugänge sind. Andererseits verließen einige Spieler die Mannschaft. Elfrid Payton, Bismack Biyombo, Mario Hezonja, Shelvin Mack und Mo Speights sind weg und auch Arron Afflalo wird sich als Free Agent einem neuen Team anschließen. So ergeben sich vor allem für die jüngeren Spieler wie Bamba und Gordon neue Möglichkeiten, doch es wird auch deutlich, dass das Team nicht besonders stark besetzt ist. Ein interessanter Ansatz für Coach Clifford könnte allerdings eine eventuell starke Verteidigung werden. Mit Bamba, Gordon, Issac, Simmons, Vucevic oder auch Grant und Ross, haben die Magic ein insgesamt recht langes Team, was für viele Gegner unangenehm zu spielen werden könnte. Doch die Mannschaft ist natürlich gefordert, ihr Potenzial zu nutzen und hart für die erhofften Erfolge zu arbeiten. Wirklich viel Zuversicht sollte man aber auch als Magic-Fan nicht haben, lassen Qualität und Tiefe des Kaders insgesamt zu wünschen übrig und so gilt auch für sie, dass ihnen eine enttäuschende Saison bevorstehen könnte, die nur durch Spieler wie Gordon oder Bamba zumindest in Ansätzen interessant und sehenswert werden könnte. Ergebnistechnisch sollte man allerdings nicht zu viel erwarten. Die Starting Five wird aller Voraussicht wie folgt aussehen: 1 DJ Augustin 2 Evan Fournier 3 Jonathan Simmons 4 Aaron Gordon 5 Nikola Vucevic Ein Auszug der Bank: Jerian Grant, Terrence Ross, Jonathan Isaac, Jarell Martin, Isaiah Briscoe, Wesley Iwundu, Melvin Frazier, Mo Bamba, Timofey Mozgov Coach: Steve Clifford

Charlotte Hornets

Mit nur 36 Siegen erzielten die Charlotte Hornets in der letzten Saison das gleiche Ergebnis wie im Jahr zuvor und mussten damit einmal mehr eine enttäuschende Saison hinnehmen. Dabei war man zuversichtlich in die Spielzeit gestartet und hatte gehofft mit dem Duo um Kemba Walker und Dwight Howard die Playoffs erreichen zu können. Obwohl Howard statistisch sogar eine der besten Saisons der Karriere hatte, seit er von den Magic wegging, schafften es die Hornets um Coach Steve Clifford nicht das Maximum aus ihrem durchaus ordentlich besetzten Kader herauszuholen. Wie bei vielen anderen Teams in dieser Off-Season, bedeutete dies auch für Charlotte, dass einiges passierte. So veränderte sich die Personalsituation, angefangen mit dem Trainer Steve Clifford. Er verließ das Team und wurde durch einen Assistant-Coach der San Antonio Spurs, James Borrego ersetzt. Doch dies war natürlich erst der Anfang. Auch Dwight Howard, Michael Carter-Williams und Treveon Graham verließen das Team und hinterließen einige Lücken. Diese sollen in der kommenden Saison von Bismack Biyombo und Tony Parker gefüllt werden, die jedoch Beide von der Bank kommen werden. Dazu wurden im Draft Miles Bridges (12. Pick) über einen Trade mit den Clippers und Devonte‘ Graham (34. Pick) über einen Trade mit den Hawks an Land gezogen. Cody Zeller, Nicolas Batum und Malik Monk gehörten bereits in der letzten Saison zum Kader, doch Verletzungssorgen kosteten allen drei Spieler mindestens 19 Partien. So stellt sich natürlich die Frage, ob die Hornets in dieser Saison stärker sind als in der vergangenen Saison. Auf dem Papier sieht dies nach dem Abgang von Howard nicht so aus. Es fehlt ein Top-Star neben Walker und in Anbetracht der Ergebnisse der letzten Jahre, kommen Zweifel auf, ob die Rollenspieler gut genug sind um Walker entscheidend zu unterstützen. Fakt ist aber auch, dass die Hornets selten komplett fit waren und sofern dies in diesem Jahr der Fall sein sollte, Borrego positiven Einfluss hat und dazu Biyombo und Parker einschlagen, ergibt sich im schwachen Osten vielleicht doch die Chance auf die Playoffs. Das Team von Michael Jordan wird sicherlich darum bemüht sein, die Playoffs zu erreichen, auch weil davon die Zukunft von Kemba Walker abhängen könnte. Er wird nach der anstehenden Saison Free-Agent und es drängt sich die Frage auf, ob er das Team in die Playoffs führen kann und somit zu einem Maximal-Vertrag-Spieler wird, oder ob er das Team eventuell sogar verlässt, wenn sie die Playoffs erneut verpassen. Es bleiben also viele Fragezeichen im Vorfeld dieser Saison. Besser als die Hawks und Magic sollten sich die Hornets sicher präsentieren können, doch wie weit der Weg nach oben führt, ist nach den letzten Jahren schwer einzuschätzen. Mögliche Starting Five: 1 Kemba Walker 2 Nicolas Batum 3 Michael Kidd-Gilchrist 4 Marvin Williams 5 Cody Zeller Die Bank: Tony Parker, Malik Monk, Dwayne Bacon, Miles Bridges, Willy Hernangomez, Jeremy Lamb, Frank Kaminsky, Devonte’ Graham Coach: James Borrego

Washington Wizards

Mit Müh und Not und einem unzufriedenstellenden 8. Platz kämpften sich die Washington Wizards in der vergangenen Saison in die Playoffs. Auch hier konnten sie den hohen, eigenen Erwartungen nicht Stand halten und verloren mit 2-4 gegen die Toronto Raptors. Einmal mehr endete für das Team von John Wall und Bradley Beal eine enttäuschende Saison, vor der sie sich mehr erhofft hatten. Dabei stand vor allem die fragwürdige Teamchemie immer wieder im Vordergrund und bot den Medien immer wieder Möglichkeiten, die Mannschaft zu kritisieren und auch die Leader-Fähigkeiten von Wall und Beal zu hinterfragen. Fairerweise muss man zwar sagen, dass Wall die Hälfte der Saison verpasste, doch während seiner Verletzung schien es phasenweise sogar besser für die Wizards zu laufen und so kehrte nie wirklich Ruhe ein. In der Off-Season wurde das Thema dann angegangen und mit Marcin Gortat wurde der Spieler abgeben, der Wall öffentlich kritisierte. Außerdem trennte man sich von Ramon Sessions, Tim Frazier, Mike Scott und Ty Lawson und versuchte so das Team ein wenig umzubauen. Dazu wurden im Draft an 15. Stelle Troy Brown Jr. und an 44. Stelle Issuf Sanon ausgewählt, die allerdings nicht sofort helfen können. Interessanter ist sicher die Frage, wie die größeren Namen, die die Wizards in der kommenden Saison verstärken werden, in das Team der Wizards passen. Mit Dwight Howard und Austin Rivers wurden nämlich zwei Spieler geholt, die der Mannschaft leistungsmäßig helfen können, bei denen jedoch fraglich ist, ob sie die Teamchemie tatsächlich verbessern werden. John Wall sagte bereits, dass er Howard entsprechend einbinden will und auch Rivers zeigte seine Bereitschaft sich unterzuordnen, es bleiben jedoch trotzdem einige Fragezeichen. Mit Jeff Green wechselte ein weiterer Veteran nach Washington, doch bisher blieb ihm der ganz große Erfolg verwehrt. Während Experten und Medien die Leistungsfähigkeit der Wizards, auch aufgrund der Ergebnisse der letzten Jahre, in Frage stellen, bleib die Mannschaft aus Washington selbstbewusst. Markieff Morris sagte zum Beispiel, dass Boston niemals besser war als die Wizards. So müssten die Celtics auch in diesem Jahr erst einmal Irving und Hayward einbinden, ohne dass Tatum und Co. an Effektivität verlieren. Zudem könnten es die Wizards mit jedem aufnehmen, wenn sie selbst einmal das liefern, was sie zu leisten im Stande sind. Doch genau der letzte Teil seiner Aussage ist eben die große Frage bei den Wizards. Der Kader ist stark und tief besetzt und sollten die Neulinge einschlagen und das Teamgefüge stimmen, könnte Washington zu einer Überraschung werden. Doch vor allem im letzten Jahr konnten sie die positiven Einschätzungen auf dem Feld nicht bestätigen. In dieser Saison starten sie den nächsten Versuch, laufen jedoch auch Gefahr, bei einem weiteren Fehlschlag wieder als großer Verlierer da zu stehen. Mögliche Starting Five: 1 John Wall 2 Bradley Beal 3 Otto Porter 4 Markieff Morris 5 Dwight Howard Die Reserve: Austin Rivers, Tomas Satoransky, Jodie Meeks, Kelly Oubre Jr., Jeff Green, Jason Smith, Ian Mahinmi, Troy Brown Jr., Thomas Bryant Coach: Scott Brooks

Miami Heat

Die vermutliche ruhigste Off-Season aller Teams in der Liga hatten die Miami Heat, zumindest bis vor Kurzem. So blieben sie im Draft ohne Pick, gaben keinen ihrer Spieler ab, holten sich keine neuen Spieler und mussten für die spannendste Entscheidung bis September warten, als sich der während der letzten Saison zurückgeholte Dwyane Wade dazu entschied, noch ein Jahr dran zu hängen. Die einzigen wirklichen Veränderungen für das Team, welches in den Playoffs letztes Jahr in der ersten Runde an den Philadelphia 76ers scheiterte, ist, dass Dion Waiters nach seiner Verletzung zurückerwartet wird. Leider machte er beim Media Day aber nicht den fittesten Eindruck. Zudem wird auch Center Hassan Whiteside, der die Wehwehchen der letzten Saison überwunden haben sollte, der Mannschaft wieder zur Verfügung stehen. Es bleibt jedoch offen, was Coach Eric Spoelstra mit seinem Center vorhat. Im letzten Jahr verzichtete er häufiger auf seinen Big-Man, experimentierte mit Small-Ball-Line-Ups und landete schlussendlich auf dem 6. Platz der Tabelle. So war die Saison durchaus als Erfolg zu sehen, auch wenn man sich sicher sein kann, dass sich GM Pat Riley mehr von seiner Mannschaft erhofft bzw. erhofft hatte. Dementsprechend wird man in Miami auch in diesem Jahr versuchen weiter oben zu stehen und das Maximum herauszuholen. Wade wird dabei natürlich nicht mehr die zentrale Rolle spielen, die er vor einigen Jahren in Miami hatte. Auch die Starting Five scheint ihm nicht sicher und es bleibt abzuwarten, welche Rolle er im Kader der Heat spielen kann. Seine Erfahrung und Clutchness wird dem Team aber sicherlich helfen, welches sich neben ihm, Waiters und Whiteside, ebenfalls wieder auf Point Guard Goran Dragic verlassen wird, der im letzten Jahr sogar All-Star wurde und der beste Spieler für die Heat war. Auch der vielseitige Kelly Olynyk und der treffsichere Wayne Ellington, werden tragende Rollen spielen und sollten Spieler wie James Johnson und Tyler Johnson ähnlich gut performen wie in der vergangenen Saison, sind die Heat wieder sehr gefährlich. Entscheidend wird das kommende Jahr auch für Justise Winslow, der Free-Agent wird und beweisen will, dass er einen großen Vertrag verdient hat. Spieler wie Josh Richardson und Bam Adebayo hatten auch ihre Momente und könnten in dieser Saison einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung gehen. Zu guter Letzt bleibt Veteran Udonis Haslem, der genauso wie Wade in sein letztes Jahr geht. Miami zeichnet sich in diesem Jahr also durch Kontinuität aus. Spielt die Gesundheit im Kader von Spoelstra wieder mit, sollten die Playoffs kein Problem sein und sogar die zweite Runde könnte mit ein wenig Glück, in den Playoffs möglich sein. Mögliche Starting Five: 1 Goran Dragic 2 Dion Waiters 3 Josh Richardson 4 Kelly Olynyk 5 Hassan Whiteside Die Bank: Tyler Johnson, Wayne Ellington, Dwyane Wade, Justise Winslow, James Johnson, Udonis Haslem, Bam Adebayo, Derrick Jones Jr. Coach: Eric Spoelstra

Prognose:

Die Ergebnisse der letzten Saison belegen, dass die Miami Heat und die Washington Wizards die Favoriten in dieser Division sind. Dabei waren die Wizards in der vergangenen Saison der noch klarere Favorit und da Beide nur wenig oder gar nichts im Kern der Mannschaft veränderten, sind es eben die Leistungen der letzten Saison, die die Heat etwas besser dastehen ließen. Miami überzeugte nämlich durch Kontinuität, während die Wizards neben Verletzungsproblemen, auch mit teaminternen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Vom Potenzial haben die Wizards aber sicher noch etwas mehr Luft nach oben als die Heat, doch es bleiben sehr viele Fragezeichen und Unklarheiten. Trotzdem kann man mit ein wenig Risiko, die Wizards als Favorit in dieser Division bezeichnen. Die Miami Heat liegen aber knapp dahinter und sollten nicht nur Chancen auf Platz 1 dieser Division, sondern auch auf die Playoffs haben. Die Charlotte Hornets scheinen dann auf dem dritten Platz zu folgen, machen sie nicht den Eindruck stärker als Washington oder Miami zu sein. Gleichzeitig sind die Hornets jedoch deutlich besser als Orlando und Atlanta einzuschätzen, die auf den Plätzen 4 und 5 folgen. Orlando scheint dabei etwas stärker als Atlanta, bei denen alle Zeichen auf Rebuild stehen.  

  1. Washington Wizards (44,5 – OVER)
  2. Miami Heat (41,5 – OVER)
  3. Charlotte Hornets (35,5 – UNDER)
  4. Orlando Magic (31 – UNDER)
  5. Atlanta Hawks (24 – UNDER)

  In Klammern befindet sich die prophezeite Anzahl an Siegen der einschlägigen Wettanbieter. OVER bzw. UNDER ist an dieser Stelle ein Tipp darauf, ob die Teams mehr (OVER) oder weniger (UNDER) Siege als die genannte Zahl erreichen werden.

Ranking und Vorschau #03 – Die Central Division

Im dritten Teil unserer Vorschau wollen wir mit der Eastern Conference abschließen und natürlich schauen, wie die Division des Vizemeisters im Vergleich zu den anderen Divisions dasteht. Zum vierten mal in Folge standen die Cleveland Cavaliers in den Finals und gingen somit einmal mehr als Top-Team des Ostens hervor, obwohl sie in der regulären Saison nicht wirklich überzeugen konnten. In diesem Jahr, soviel sei an dieser Stelle vorweggenommen, wird es deutlich schwerer, da sie durch den Abgang von LeBron James klar geschwächt sind. Doch die Cavs sind nicht das einzige Team, auf das man in der Central Division einen Blick werfen sollte. Die Indiana Pacers überzeugten in der vergangenen Saison und machten den Cavs den ersten Platz der Central Division streitig. Die Milwaukee Bucks spielten auch eine tolle Saison und versuchten die Cavs zu ärgern. Beide mussten aber bereits in Runde 1 der Playoffs die Segel streichen und wollen in dieser Saison den nächsten Schritt machen. Die Detroit Pistons und Chicago Bulls hatten nicht die nötige Form für die Playoffs, nahmen aber in der Off-Season einige Änderungen vor, die sie in diesem Jahr besser machen sollen. Teams (Bilanz letzte Saison): Cleveland Cavaliers (50-32) Indiana Pacers (48-34) Milwaukee Bucks (44-38) Detroit Pistons (39-43) Chicago Bulls (27-55)  

Chicago Bulls

Nach den vielen erfolgreichen Jahren unter Tom Thibodeau und mit Spielern wie Derrick Rose oder Jimmy Butler, ging es in den letzten Jahren bergab für die Chicago Bulls. Einige Top-Spieler verletzten sich, verließen den Verein, der Trainer wurde ausgetauscht und das Team rutschte immer mehr ab. Jimmy Butler war dann der Letzte der den Verein verließ, nachdem das Experiment mit ihm, Wade und Rondo nicht den gewünschten Erfolg brachte. So wurden die Bulls im letzten Jahr zu einem der schwächsten Teams der Liga, doch auf Grund einer guten Phase im Dezember und Januar, in der sie 14 von 22 Spielen gewinnen konnten, waren ihre Chancen im Draft letztlich nicht so gut, da sich einige Teams deutlich schwächer zeigten. Am Ende blieben ihnen immerhin zwei Erstrundenpicks, durch die sie an siebter Stelle Wendell Carter Jr. und an 22. Stelle Chandler Hutchison verpflichten konnten. Doch natürlich waren die Rookies nicht die einzigen Neuzugänge bzw. Veränderungen im Team der Bulls. Mit Jabari Parker konnten sie einen vielversprechenden, jungen Spieler aus Milwaukee verpflichten, der zwar schon zwei schwere Verletzungen hinter sich hat, aber motiviert ist, für sein Heimteam aus Chicago auf Korbjagd zu gehen. Auch weil Parker und die Rookies dazu kamen, mussten andere Spieler ihren Platz im Kader räumen. So verließen neben dem Deutschen Paul Zipser, auch David Nwaba, Jerian Grant und Noah Vonleh das Team. So könnte man meinen, dass sich die Bulls durch Parker verbessert haben sollten, doch der genauere Blick auf den Kader lässt große Schwächen erkennen. Vor allem defensiv ist von den Bulls in dieser Saison kaum etwas zu erwarten. Parkers Aussage, dass Spieler für Offense und nicht für Defense bezahlt werden, sagt zwar nicht alles über ihn aus, lässt allerdings tief blicken, da Parker nie als guter Verteidiger bekannt war. Auch einiger seiner Teamkollegen haben auf dieser Seite des Feldes große Defizite, sodass es für Chicago sehr schwer werden könnte. Immerhin lässt die Mannschaft von Coach Fred Hoiberg, der selbst auch häufig in der Kritik stand, darauf hoffen, dass sie gute Offensivleistungen bringen. Allerdings wird man auch hier abwarten müssen, wie sich das Zusammenspiel eines der jüngsten Teams der Liga entwickeln wird. Da die vermeintlichen Top-Spieler LaVine und Parker zudem beide schwere Knieverletzungen hinter sich haben und Nachwuchs-Star Lauri Markkanen derzeit am Ellbogen verletzt ist, steht auch hinter der Gesundheit und Belastbarkeit der Mannschaft in großes Fragezeichen. So ist von Chicago nicht wirklich viel zu erwarten und da sie dringend weiteres Talent brauchen, ist sogar in Frage zu stellen ob eine bilanzielle bzw. tabellarische Verbesserung wirklich hilfreich wäre. So könnte ein Platz am Ende der Tabelle letztlich vielleicht sogar Positives mitbringen, da die Chancen im Draft besser wären. Eine mögliche Starting Five: 1 Kris Dunn 2 Zach LaVine 3 Jabari Parker 4 Lauri Markkanen 5 Robin Lopez Die Bank: Cameron Payne, Denzel Valentine, Justin Holiday, Bobby Portis, Wendell Carter Jr., Christiana Felicio, Chandler Hutchison, Antonius Cleveland Coach: Fred Hoiberg

Detroit Pistons

Zum zweiten mal in Folge, fehlten den Detroit Pistons in der letzten Saison vier Siege um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Aufgrund einiger Trades hatte sie zudem nur zwei Picks in der zweiten Runde des diesjährigen Drafts und zogen Khyri Thomas (38. Pick über einen Trade) und Bruce Brown Jr. (42- Pick) an Land. Doch die Rookies spielten kaum eine Rolle in der Off-Season war es die Trainer-Position, die sich veränderte und einen Umschwung in Detroit einläuten soll. So trennte man sich von Trainer und Manager Stan van Gundy, nachdem er dem Team nicht sein Spiel vermitteln konnte und Erfolge vermissen ließ. Neu an der Seitenlinie ist der von den Raptors entlassene Coach of the Year, Dwane Casey. Nachdem dieser über viele Jahre in Toronto ein tolles Team formte, wird er Gleiches nun in Detroit angehen. Dabei hat er mit Blake Griffin und Andre Drummond ein starkes Duo unter dem Korb, welches außerdem von Reggie Jackson, als dritter Leistungsträger, unterstützt werden soll. Doch die Verletzungsprobleme von den Top-Spielern sind bekannt und so wird vor allem die Gesundheit ein nicht unwichtiges Thema für die Pistons. Immerhin könnte die Teamchemie stimmen, da es kaum Veränderungen gab. Nur James Ennis III und Anthony Tolliver verließen die Mannschaft. Durch Glenn Robinson III und Zaza Pachulia, scheinen die Ausfälle aber gut kompensiert worden zu sein. Obwohl sich kader-technisch als nichts Großes veränderte, wird Jacksons Genesung und natürlich die neue Philosophie von Coach Casey eine Menge in der Mannschaft verändern. Wichtig wird im Hinblick auf eine Verbesserung der Mannschaft aber auch die Entwicklung der jungen Spieler. Stanley Johnson konnte die Erwartungen bisher nicht erfüllen, doch bedenkt man, dass er erst 22 Jahre jung ist, scheint noch eine Menge Potenzial vorhanden zu sein. Auch Drummond ist erst 25 und selbst Reggie Jackson hat mit 27 wohl noch seine beste Zeit vor sich. Trotzdem gehören die Pistons insgesamt zu erfahreneren Teams. Blake Griffin (29) ist im besten Basketballalter, Pachulia (34) ergänzt als Meister-Center die Bank der Pistons. Dazu kommen Spieler wie Calderon (37) oder Ish Smith (30), die jede Menge Erfahrung mitbringen. Nachdem die Pistons in den letzten Jahren immer einige Vorschusslorbeeren bekamen, gilt es für sie in dieser Saison zunächst einmal zu beweisen, dass sie ein ernst zu nehmender Playoff-Kandidat sind. Sicher, ein Kader um Griffin und Drummond scheint genug Star-Power mitzubringen, doch auch die beiden Big-Men müssen erst einmal beweisen, dass sie unter Casey harmonieren und ein insgesamt allenfalls durchwachsenes Team in die Playoffs führen können. Die Ansätze, die sie nach Griffins Verpflichtung während der letzten Saison zeigten, ließen nur bedingt Zuversicht aufkommen, sodass Coach Casey umso mehr gefordert ist. Mögliche Starting Five: 1 Reggie Jackson 2 Reggie Bullock 3 Stanley Johnson 4 Blake Griffin 5 Andre Drummond Die Reserve: Ish Smith, Luke Kennard, Langston Galloway, Herny Ellenson, Bruce Brown Jr, Khyri Thomas, Glenn Robinson III, Jon Leuer, Zaza Pachulia Coach: Dwane Casey

Milwaukee Bucks

Wenig überraschend war der Grieche, Giannis Antetokounmpo auch im letzten Jahr der beste Spieler und Fokus der Milwaukee Bucks. Einmal mehr wusste er dabei zu überzeugen und überragte vor allem zu Beginn der Saison. Die Folge war für die Bucks der Einzug in die Playoffs und für Antetokounmpo der 6. Platz im MVP-Voting. Leider war aber bereits in Runde 1 Schluss, als die Bucks den Boston Celtics zwar einen großen Kampf lieferten, aber trotzdem in sieben Spielen verloren. Doch die Saison war trotzdem als Fortschritt zu verstehen, da Malcolm Brogdon und Jabari Parker einige Spiele verletzt verpassten, Trainer Jason Kidd im Laufe der Saison entlassen wurde und auch der Kader inmitten der Saison verändert wurde. In der Off-Season wurde dann weiter an der Zukunft der Bucks gearbeitet und ein neuer Mann für die Seitenlinie geholt. Mit Mike Budenholzer kommt ein sehr erfahrener Mann nach Milwaukee, der Antetokounmpo bei seinem Aufstieg helfen soll. Doch Budenholzer ist nicht die einzige Veränderung der Bucks. Mit Brook Lopez und Ersan Ilyasova wurden zwei erfahrene und spielstarke Veteranen geholt, die sich Giannis unterordnen werden, aber auch wichtige Stützen werden können. Zudem verließ Jabari Parker das Team, der nie wirklich den Eindruck machte, gut mit dem Top-Star der Bucks (Antetokounmpo) harmonieren zu können. Dazu kam im Draft Donte DiVincenzo (17. Pick), der das Team als Shooting Guard ebenfalls unterstützen soll. Doch die neuen Spieler allein reichen nicht, um den nächsten Schritt zu machen. Die Bucks reboundeten als Team schlecht und waren von der Dreierlinie viel zu ungefährlich. Coach Budenholzer hat also klare Schwachstellen, die er beheben muss, doch gerade die neuen „Großen“ (Lopez und Ilyasova) haben ein gutes Händchen von außen und könnten für etwas mehr Variabilität in Milwaukees Spiel sorgen. Letztlich wird die Verantwortung aber natürlich bei Antetokounmpo hängen bleiben, der in der Off-Season mit seinem Idol, Kobe Bryant, trainierte und so auch zum sechsten mal in Folge sein Scoring verbessern möchte. Doch wie so oft, wird es vor allem auf seine Teamkameraden ankommen, die ihm die nötige Unterstützung geben müssen. Vor allem Khris Middleton ist hier zu nennen, avancierte er zum zweitbesten Mann neben dem Griechen. Auch Spieler wie Eric Bledsoe, Malcolm Brogdon oder Neuzugang Brook Lopez müssen Leistung bringen und Tony Snell, Matthew Dellavedova oder auch Thon Maker sind gefordert. Insgesamt scheint das Team der Bucks ordentlich besetzt, doch vor allem in der Tiefe fehlt ein wenig Erfahrung und Qualität. Budenholzer weiß allerdings wie man Spieler formt und sie durch gute Ergebnisse zu All-Stars macht, wodurch er umso mehr zu einer zentralen Figur für das Team aus Milwaukee wird. Die Starting Five könnte wie folgt aussehen: 1 Eric Bledsoe 2 Tony Snell 3 Khris Middleton 4 Giannis Antetokounmpo 5 Brook Lopez Die Bank wird wie folgt zusammengesetzt sein: Malcolm Brogdon, Matthew Dellavedova, Shabazz Muhammad, Pat Connaughton, Donte DeVincenzo, DJ Wilson, Ersan Ilyasova, John Henson, Thon Maker, Tyler Zeller Coach: Mike Budenholzer

Indiana Pacers

Für die Indiana Pacers waren die Aussichten vor der letzten Saison denkbar schlecht. Die Stimmung war im Keller, der Erfolg blieb aus, Paul George verließ das Team und selbst Larry Bird kehrte den Pacers als GM den Rücken. Doch die Mannschaft aus Indiana ließ sich von der schlechten Ausgangssituation nicht beeinflussen und wurde zu dem Überraschungsteam der Eastern Conference. So schafften sie es nicht nur in die Playoffs, sondern lieferten den Cleveland Cavaliers sogar einen heißen Fight. Über sieben Spiele dauerte die Erstrundenserie, die die Cavs letztlich aber doch, dank einer Topspiele und eines Masterpieces von LeBron James (45 Punkte in Spiel 7) für sich entscheiden konnten. Hauptgrund für die letzten Endes erfolgreiche Saison war eine neu gefundene Teamchemie und eine überaus starke Saison von Victor Oladipo. Dazu überzeugte auch der zweite Neuzugang, Domantas Sabonis, doch es war vor allem Oladipo, der ungeahnte Stärken zeigte, zum All-Star avancierte und mit 23 Punkten pro Spiel der unangefochtene Leader wurde. Der Rest des Teams zeigte sich ebenfalls stark und ausgeglichen und gleich sechs weitere Spieler erzielte mindestens 9 Punkte pro Spiel. Trotz der guten Saison mussten mit Lance Stephenson, Al Jefferson und Glenn Robinson III drei Spieler den Kader verlassen. Da man jedoch im Gegenzug Tyreke Evans, Doug McDermott und Kyle O’Quinn verpflichten konnte, wurde die Mannschaft an den entscheidenden Stellen vertieft und sogar verbessert. Dazu kommen die Rookies Aaron Holiday (23. Pick) und Alize Johnson (50. Pick). Coach Nate McNillan bekam nach der tollen Saison eine Vertragsverlängerung und bedenkt man, dass vor allem jemand wie Myles Turner noch jede Menge Potenzial hat, ist gut möglich, dass sich die Pacers in diesem Jahr weiter verbessern. Neben Turner und Oladipo wird auch Neuzugang Tyreke Evans jemand sein, auf den man ein Auge haben sollte. Mit 19,4 Punkten zeigte er vergangenes Jahr in Memphis die beste Saison seit seinem Rookie-Jahr (2009-10) und verdoppelte seinen Punkteschnitt im Vergleich zur Vorsaison. In Indiana wird man also mit größerer Zuversicht und höheren Erwartungen als vergangenes Jahr in die Saison gehen. Zu Recht, ruft man sich das gute Abschneiden im letzten Jahr ins Gedächtnis. Nun gilt es für Oladipo und Co. die guten Leistungen zu bestätigen und so das vermeintliche Top-Trio um Boston, Toronto und Philly anzugreifen. Mögliche Starting Five: 1 Darren Collison 2 Victor Oladipo 3 Bojan Bogdanovic 4 Thaddeus Young 5 Myles Turner Die Bank: Cory Joseph, Aaron Holiday, Tyreke Evans, CJ Wilcox, Doug McDermott, Alize Johnson, Domantas Sabonis, TJ Leaf, Kyle O’Quinn, Ike Anigbogu Coach: Nate McNillan

Cleveland Cavaliers

Groß war bei den Cleveland Cavaliers das Entsetzen vor der letzten Saison, als Kyrie Irving bekanntermaßen das Weite suchte. Doch mit Isaiah Thomas, Dwyane Wade, Jae Crowder, Derrick Rose und Jeff Green, schien das Team von LeBron James mehr als nur gleichwertigen Ersatz gefunden zu haben. Die Saison startete zunächst etwas holprig, doch als im November und Dezember 18 von 19 Spielen gewonnen wurden, sah es so aus, als würden sich die Cavs als eines der Top-Teams etablieren können. Als anschließend allerdings 14 von 21 Spielen verloren gingen, wurden die kritischen Stimmen lauter und letztendlich löste man das Team auf. Wade, Crowder, Thomas und Rose wurden getradet und mitten in der Saison wurden junge Spieler wie Nance Jr., Hood oder Clarkson geholt. Auch auf der 1 wurde mit George Hill noch einmal nachgebessert. Vor allem zum Ende der regulären Saison fing sich das Team von LeBron James dann aber und wusste sich mit Platz 4 für die Playoffs zu qualifizieren. Diese wurden dann zur Show von LeBron James, der sieben mal über 40 Punkte, einmal über 50 Punkte erzielte, mehrere Game-Winner warf und mit 34 Punkten, 9 Rebounds und 9 Assists unfassbare Werte auflegte. Es reichte jedoch nicht zum Titel und in den vierten Finals in Folge, musste man eine 0-4 Niederlage gegen die Golden State Warriors einstecken. Für die Cavs-Fans war die Finals-Niederlage eine Hiobsbotschaft, die weitere schlechte Nachrichten nach sich zog. LeBron James entschied sich als Free Agent, seine Cavs Richtung Los Angeles, zu den Lakers zu verlassen und damit eine kaum zu füllende Lücke zu hinterlassen. Immerhin war James der einzige Abgang der Cavs, doch da mit David Nwaba, Sam Dekker und Rookie Collins Sexton (8. Pick) niemand namhaftes verpflichtet wurde, bleibt die große Frage, wie ein alterndes Team, mit vielen überbezahlten Veteranen, James Verlust auffangen soll. Neuer Mittelpunkt der Cavs-Offensive wird aller Voraussicht nach Kevin Love werden, von dem sich viele erhoffen, dass er wieder zu seiner Minnesota-Form zurückkehren kann. Doch es bleibt offen, wer Love unterstützen soll. Rookie Sexton wird sofort Verantwortung tragen, doch es sind Veteranen wie George Hill, JR Smith, Tristan Thompson oder auch jüngere Spieler wie Nance Jr, Clarkson, Osman oder Hood, die einen Schritt in der Entwicklung machen müssen, wenn die Cavs oben mitspielen wollen. Fakt ist, dass die Cavs von vielen bereits im Vorfeld der Saison abgeschrieben werden. Doch unterschätzen sollte man die Mannschaft von Coach Tyronn Lue nicht. Eingespielt ist sein Team nämlich und wenn sich schnell eine neue Rollenverteilung findet und vor allem Love die Erwartungen erfüllen kann, sind die Playoffs locker drin. Tristan Thompson betonte sogar, dass die Cavs der viermalige Eastern Conference-Champ sind und die Celtics und Co. erst einmal an ihnen vorbeimüssen. Sicher ist diese Aussage in Anbetracht der Kaderzusammenstellung vielleicht etwas zu selbstbewusst, doch sie beweist, dass sich die Cavs nicht kampflos geschlagen geben werden. Als Favorit gehen sie sicherlich nicht in die Saison, doch das Sprichwort „totgesagte leben länger“ könnte sich an dieser Stelle bewahrheiten, denn die Cavs haben noch eine Menge Qualität im Kader. Mögliche Starting Five: 1 George Hill 2 Rodney Hood 3 Cedi Osman 4 Kevin Love 5 Tristan Thompson Ein Auszug der Bank: Collin Sexton, JR Smith, Jordan Clarkson, David Nwaba, Sam Dekker, Kyle Korver, Larry Nance Jr, Channing Frye, Ante Zizic Coach: Tyronn Lue

Prognose:

Nach LeBron James Abgang und dem Aufstieg der Indiana Pacers und Milwaukee Bucks werden die Karten in der Central Division neu gemischt. Vielleicht können sogar die Detroit Pistons gemeinsam mit Coach Dwane Casey für eine Überraschung sorgen. Einzig bei den Chicago Bulls scheint klar zu sein, dass sie ein wenig abfallen und das schlechteste Team der Conference werden. An der Spitze wird sich aber aller Vorrausicht nach, ein Zweikampf zwischen den Indiana Pacers und den Milwaukee Bucks entwickeln. Oladipo und Antetokounmpo sind zudem wohl die stärken Einzelspieler der Conference, dicht gefolgt von All-Stars wie Blake Griffin, Kevin Love oder Andre Drummond. Letztlich scheint aber das Team der Pacers am tiefsten und stärksten zu sein und einen weiteren Schritt in der Entwicklung machen zu können. Die Bucks folgen direkt dahinter und auch die Cavaliers werden versuchen oben mitzuspielen. Detroit hat zwar auch das Potenzial, muss sich aber nach den vielen Enttäuschungen in den letzten Jahren erst einmal beweisen. Die Bulls folgen auf Platz 5 und befinden sich noch am Anfang ihrer Entwicklung.  

  1. Indiana Pacers (48 – OVER)
  2. Milwaukee Bucks (47,5 – OVER)
  3. Cleveland Cavaliers (30,5 – OVER)
  4. Detroit Pistons (38 – UNDER)
  5. Chicago Bulls (30 – UNDER)

  In Klammern befindet sich die prophezeite Anzahl an Siegen der einschlägigen Wettanbieter. OVER bzw. UNDER ist an dieser Stelle ein Tipp darauf, ob die Teams mehr (OVER) oder weniger (UNDER) Siege als die genannte Zahl erreichen werden.

Ranking und Vorschau #04 – Die Northwest Division

Unsere Vorschau für die Western Conference beginnen wir wie im vergangenen Jahr, mit der Northwest Division, die zu einer der stärksten Divisions der Liga gehört. So qualifizierten sich gleich vier Teams für die Playoffs und den Denver Nuggets fehlten nicht nur ein Sieg um die Playoffs zu erreichen, sondern nur zwei Siege für Platz 2 der Division. Es war also eng in der Northwest Division, mit dem besseren Ende für die Blazers, Thunder, Jazz und Wolves. Selbst in der starken Western Conference haben auch in diesem Jahr alle Teams wieder den Anspruch auf die Playoffs und es wird interessant zu beobachten sein, wer sich in diesem Jahr durchsetzen kann. In der Off-Season tat sich auch wieder einiges und das jüngste Drama in Minnesota (um Jimmy Butler) scheint die Saisonvorschau für die Wolves weniger gut aussehen zu lassen, als man es vor einigen Wochen noch erwartet hatte. Fakt ist, dass alle Mannschaften hohe Ansprüche haben und sich der genaue Blick auf die jeweiligen Kader lohnt, um einschätzen zu können, ob die Playoffs tatsächlich realistisch sind. Beginnen wir daher unsere Vorschau, wie immer mit den Bilanzen der vergangenen Saison. Teams (Bilanz letzte Saison): Portland Trail Blazers (49-33) Oklahoma City Thunder (48-34) Utah Jazz (48-34) Minnesota Timberwolves (47-35) Denver Nuggets (46-36)

Denver Nuggets

Der tatsächliche Saisonverlauf der Denver Nuggets entscheid sich im vergangenen Jahr erst im letzten Spiel der Saison. Bei gleicher Bilanz trafen sie auf die Minnesota Timberwolves und der Sieger sollte sich für die Playoffs qualifizieren. Die Nuggets verloren das Spiel in der Verlängerung und mussten damit auf die Playoffs verzichten. Dabei überzeugten die Nuggets aber insgesamt und verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Dabei mussten sie sogar lange Zeit auf Paul Millsap verzichten, der 44 Spiele verpasste, doch das junge Trio um Jokic (23), Harris (24) und Murray (21) wusste zu überzeugen und den Fans zu verstehen zu geben, dass den Nuggets eine tolle Zukunft bevorsteht. Natürlich musste sich in der Off-Season aber etwas verändern und so verließen mit Kenneth Faried und Wilson Chandler zwei nicht unwichtige Rollenspieler das Team. Im Gegenzug wurde mit Isaiah Thomas allerdings ein Top-Mann geholt, der vor zwei Jahren sogar Chancen auf die MVP-Titel hatte und nach einem verletzungsgebeutelten Jahr in Los Angeles hofft, seine Karriere in Denver wieder voranzutreiben. Dazu hatte man im Draft Glück und konnte sich mit Michael Porter Jr. (14. Pick) einen Top-Mann holen, der nur so spät gezogen wurde, da er in seiner einzigen College-Saison mit Rückenproblemen fast komplett ausfiel. So bringen die beiden Neuzugänge Thomas und Porter Jr. eine Verletzungsgeschichte und damit ein gewisses Risiko mit. Sie sind für den Saisonstart fraglich, genauso wie Gary Harris (Oberschenkel) und Jamal Murray (Knöchel). Bedenkt man außerdem, dass Millsap in der vergangenen Saison viel Zeit verpasste, wird die Gesundheit und Fitness ein wichtiges Thema in der neuen Saison. Sollten die Nuggets allerdings fit sein, haben sie ein junges, talentiertes und mit Veteranen gespicktes Team, das sogar All-Star Erfahrung mitbringt (Thomas und Millsap). Dazu entwickelte sich Jokic zu einem der besten Big-Man der Liga und Harris, Barton, Murray, Lyles und Porter gehören zu den talentiertesten Jungspunden der Liga. Coach Michael Malone hat daher die schwierige Aufgabe die Minuten clever zu verteilen, so dass sich junge Spieler weiter entwickeln können und die Spielzeit nicht zu Unzufriedenheiten und Diskussionen führt. Das Ziel sollte sein, sich im Vergleich zum Vorjahr zu verbessern und natürlich die Playoffs zu erreichen. Das Potenzial ist vorhanden und so könnte dieses Jahr das Erste, von vielen Playoff-Jahren werden. Mögliche Starting Five: 1 Jamal Murray 2 Gary Harris 3 Will Barton 4 Paul Millsap 5 Nikola Jokic Die Bank wird wie folgt aussehen: Isaiah Thomas, Monte Morris, Malik Beasley, Torrey Craig, Michael Porter Jr., Juan Hernangomez, Trey Lyles, Tyler Lydon, Mason Plumlee Coach: Michael Malone

Minnesota Timberwolves

Fünf Siege in den letzten sieben Spielen und der 112-106 Overtime Erfolg über die Denver Nuggets, bescherten den Minnesota Timberwolves in der letzten Saison den Einzug in die Playoffs. Vor allem die 31 Punkte von Jimmy Butler waren dabei im letzten Spiel wegweisend und Hauptgrund für den Wolves-Erfolg. Sowieso war die Verpflichtung von Jimmy Butler ein guter Schachzug für Minnesota, wurde er zum Leader des Teams und der entscheidenden Stütze. Dass die Wolves 14 der 23 Spiele, die Butler verletzungsbedingt verpasste verloren, zeigt umso mehr seinen Wert für die Mannschaft. Nachdem fraglich war, wie die Jungspunde der Wolves, Karl-Anthony Towns und Andrew Wiggins, mit Butlers Verpflichtung zurechtkommen würden, schien der Erfolg den Wolves recht zu geben. Doch bereits während der Saison kamen immer wieder Gerüchte darüber auf, dass Butler mit der Arbeitsmoral der Beiden nicht klar kam und unzufrieden war. In der Off-Season tat sich allerdings zunächst wenig und außer den Abgängen Jamal Crawford und Nemanja Bjelica hatte Minnesota keine Verluste zu verkraften. Mit Anthony Tolliver wurde ein erfahrener Schütze verpflichtet, der dem Team noch mehr Gefahr von außen geben sollte. Auch Luol Deng wurde nach seinem Buyout bei den Lakers verpflichtet, sodass sich mit Rose, Butler, Deng und Gibson plötzlich vier ehemalige Bulls-Thibodeau-Schützlinge im Kader der Wolves wiederfanden. In der Woche vor dem Media-Day kam es dann allerdings zu einem großen Knall. Es wurde bekannt, dass sich Butler mit Coach bzw. GM Tom Thibodeau zusammen setzen wollte um über die Zukunft zu sprechen. Kurze Zeit später ließ Butler verlauten, dass er die Wolves verlassen will. Er entschied sich den Media-Day nicht zu besuchen und auch am Training Camp nicht teilzunehmen. Seitdem sind die Wolves auf der Suche nach einem passenden Trade-Partner. Brisant an dieser Stelle, dass Andrew Wiggins Bruder die Nachricht über Butlers Wechselwunsch wohlwollend kommentierte und kurz darauf der Vertrag von Karl-Anthony Towns verlängert wurde. Ein Wechsel von Butler schein also unumgänglich, doch es bleibt die Frage, welchen Gegenwert die Wolves bekommen. Bedenkt man, dass Butlers Vertrag im nächsten Jahr ausläuft und er bereits seine Wunsch-Teams benannte, scheinen die Optionen für Minnesota schlecht. Ruft man sich außerdem in Erinnerung, dass sich Minnesota für Butler von LaVine, Markkanen und Dunn trennte, könnten sich der Trade als Fehler herausstellen. Denn das Playoff-Aus im vergangenen Jahr, ereilte Butler und Co. bereits in Runde 1, sodass man vielleicht besser langfristig hätte planen sollen. Da Wiggins und Towns aber langfristige Verträge haben, scheint die Zukunft der Wolves gesichert. Ob Wiggins und Towns gut genug werden, die Wolves auf lange Sicht in die Playoffs zu führen, muss an dieser Stelle angezweifelt werden, konnten sie diese Erwartungen bisher nicht erfüllen. In Minnesota herrscht also Chaos, niemand weiß derzeit wie es mit Butler weitergeht und selbst wenn er getradet wird, läuft das Training Camp bereits und es wird nicht einfach neue Spieler ins Team einzugliedern. Die Saison startet also denkbar schlecht und die Playoff-Hoffnungen sinken in der starken Western Conference, auch weil die Bank der Wolves noch ein wenig Qualität vermissen lässt. Mögliche Starting Five: 1 Jeff Teague 2 Derrick Rose 3 Andrew Wiggins 4 Taj Gibson 5 Karl-Anthony Towns Ein Auszug der Bank: Tyus Jones, Luol Deng, Justin Patton, KJ McDaniels, Keita Bates-Diop, Anthony Tolliver, Gorgui Dieng, Josh Okogie, CJ Williams Coach: Tom Thibodeau

Utah Jazz

Der Ausblick für die Utah Jazz war nach der vergangenen Off-Season nicht besonders gut, da mit Gordon Hayward, George Hill und Boris Diaw drei wichtige Stützen die Mannschaft verließen. Dementsprechend war die Zukunft ungewiss, doch die Mannschaft von Coach Quin Snyder entwickelte sich zu einer der Überraschungen der vergangenen Saison. Auf Platz 5 erreichten sie die Playoffs und mit einem Sieg mehr, hätte man sogar Platz 3 erreichen können. Bedenkt man zudem, dass Rudy Gobert 26 Spiele verpasste, Thabo Sefolosha 44 mal fehlte, Rodney Hood getradet wurde und außer Joe Ingles kein anderer Spieler alle 82 Spiele bestreiten konnte, kommt die Frage auf, was Utah so erfolgreich machte. Die Antworten sind dabei vielschichtig, überzeugten sie einerseits mit überragender Defense, tollem Teamspiel, aber auch mit überragender individueller Klasse. Dies bezieht sich nicht nur auf die Defensivkünste von Gobert, sondern auch auf Rookie Donovan Mitchell der mit 20,5 Punkten ein überragendes Rookie-Jahr hinlegte und Gordon Hayward quasi Eins zu Eins ersetzen konnte. Die Jazz zogen so sogar bis in die zweite Runde der Playoffs ein und scheiterten hier erst mit 1-4 an den Houston Rockets. Utah übertraf also fast alle Erwartungen und konnte sehr zufrieden mit dem Ausgang der Saison sein. Natürlich stellte sich im Anschluss die Frage, was in der Off-Season passieren würde und ob Utah den Kern des Teams zusammenhalten konnte. Da nur Jonas Jerebko das Team verließ, kann diese Frage mit „ja“ beantwortet werden. Geholt wurden im Draft, der etwas umstrittene Scharfschütze Grayson Allen (21. Pick), der im College auch mit einigen Unsportlichkeiten auf sich aufmerksam machte und Vincent Edwards (52. Pick). Allen zeigte sich im ersten Pre-Season Spiel von seiner guten Seite und bestätigte mit fünf getroffenen Dreiern seinen Ruf als starker Schütze. So blieb der Kern des Teams also zusammen und die Aussichten sind nach dem starken Abschneiden im letzten Jahr absolut positiv. Neben Mitchell und Gobert überzeugte nämlich auch Ricky Rubio, der die vielleicht beste Saison seiner Karriere spielte. Joe Ingles erwies sich als ebenfalls guter Schütze und das gesamte Team schien mit Spielern wie Favors, Exum, Burks, O’Neale, Crowder oder Udoh insgesamt sehr ausgeglichen. Die starke Defensive gibt den Jazz dabei Halt, vor allem wenn es offensiv mal nicht so gut läuft. Es ist zu erwarten, dass Utah an die starke Saison anknüpfen kann. Dazu ist den Jazz zu wünschen, dass sie gesundheitlich etwas mehr Glück haben und weniger Ausfälle zu verkraften haben. Nachdem es im letzten Jahr bereits Platz 5 war, scheinen sie gute Chancen zu haben, in dieser Saison noch etwas stärker zu sein. Die Warriors und Rockets sind wohl noch etwas weit weg, doch Platz 3 ist möglich. Angeführt vom Trio um Mitchell, Rubio und Gobert hat Utah alle Möglichkeiten, sich zu einem der Top-Teams der Western Conference zu entwickeln. Die Starting Five setzt sich wohl wie folgt zusammen: 1 Ricky Rubio 2 Donovan Mitchell 3 Joe Ingles 4 Derrick Favors 5 Rudy Gobert Auf der Bank befinden sich folgende Spieler: Dante Exum, Raul Neto, Alec Burks, Grayson Allen, Thabo Sefolosha, Royce O’Neale, Jae Crowder, Geroge Niang, Tyler Cavanaugh, Epke Udoh, Tony Bradley, Vincent Edwards Coach: Quin Snyder

Oklahoma City Thunder

Die Erwartungen an die vergangene Saison waren riesig und der Division-Sieg schien den Oklahoma City Thunder kaum zu nehmen. Das Trio um MVP Russell Westbrook und den Neuzugängen Paul George und Carmelo Anthony schien sogar alles mitzubringen um die Top-Teams aus Golden State und Houston anzugreifen. Die Saison entwickelte sich aber nicht wie erhofft und vor allem die Leistungen von Carmelo Anthony ließen zu wünschen übrig. Dann verletzte sich auch noch Andre Roberson und verpasste 44 Spiele der regulären Saison. Am Ende konnte man die Northwest Division nicht gewinnen und konnte sich als Tabellenvierter, dank des besseren direkten Vergleichs mit den Jazz, den Heimvorteil sichern. Dieser half allerdings nicht, da Utah die erste Runde gewinnen konnte und so eine enttäuschende Saison für die Thunder früher als erwartet endete. Die Sorgen waren groß, da Paul George Free-Agent wurde und niemand wusste, wie es weiter gehen wird. Doch George sorgte schnell für klare Verhältnisse, verlängerte in Oklahoma und sprach Westbrook und Co. damit sein Vertrauen aus. Fraglich war, wie es mit Anthony weitergehen sollte, der eine enttäuschende Saison spielte und seine garantierten 28 Millionen Dollar nicht wert war. Das Management schaffte es aber irgendwie einen 3-Team-Trade mit den Atlanta Hawks und Philadelphia 76ers einzufädeln und Melo gegen Dennis Schröder und Timothé Luwawu-Cabarrot zu traden. Außerdem sicherten sie sich die Dienste von Nerlens Noel und Hamidou Diallo und zogen im Draft Devon Hall (53. Pick) und Kevin Hervey (57. Pick). Da als Abgang tatsächlich nur Melo zu beklagen war, mit Schröder ein fähiger Back-Up geholt wurde und mit Paul George verlängert wurde, kann man auf eine erfolgreiche Off-Season zurückblicken. Das Team von Coach Billy Donovan wird in der nächsten Saison mehr Würfe für Westbrook und George bereithalten, nachdem diese beiden unter Rücksicht auf Melo ein wenig zurücksteckten. So könnte man meinen, dass bei den Thunder alles gut ist, doch leider spielt die Gesundheit zu Saisonbeginn noch nicht mit. Andre Roberson wird den Saisonstart nach seiner Knieverletzung sicher verpassen und völlig überraschend gab OKC bekannt, dass sich auch Westbrook kurz vor Saisonbeginn einer Knie-OP unterziehen musste. Ob er zum Saisonstart fit sein wird, ist also offen, genauso wie bei Alex Abrines (Rücken) und Terrance Ferguson (Schulter). Glücklicherweise sollte Dennis Schröder das Loch auf der 1 aber vorerst stopfen können, erwies er sich als fähiger Starter in Atlanta. Gemeinsam mit George und Adams wird er ein starkes Trio bilden, welche auf lange Sicht durch Westbrook und Roberson gänzt werden wird. Defensiv könnten sich die Thunder zu einem starken Team entwickeln, nachdem mit Melo ein Schwachpunkt entfernt wurde und mit Schröder und Noel ordentliche Verteidiger dazu geholt wurden. Auch die Rollenverteilung sollte etwas klarer sein, sodass einer guten Saison eigentlich nur die gesundheitlichen Schwierigkeiten im Weg stehen. Doch auch hier ist Besserung in Sicht, bestehen gute Chancen, dass die Thunder ab Dezember wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Die Playoffs sind das Minimal-Ziel, wobei alle sicher mehr als nur die erste Runde der Playoffs wollen. Mögliche Starting Five: 1 Russell Westbrook 2 Andre Roberson 3 Paul George 4 Jerami Grant 5 Steven Adams Die Bank: Dennis Schröder, Raymond Felton, Alex Abrines, Timothé Luwawu-Cabarrot, Hamidou Diallo, Terrance Ferguson, Abdel Nader, Patrick Patterson, Tyler Davis, Nerlens Noel Coach: Billy Donovan

Portland Trail Blazers

Bereits in der vergangen Off-Season war Kontinuität das große Stichwort für die Portland Trail Blazers. Es wurde wenig verändert, obwohl in den Playoffs der nächste Schritt ausblieb. Trotzdem spielten die Blazers eine gute reguläre Saison und wussten als Tabellendritter vorerst die Kritiker Lügen zu strafen. Damian Lillard spielte zudem eine überragende Saison, wurde endlich All-Star und wurde sogar in All-NBA 1st Team berufen. Bereits zum Ende der regulären Saison gerieten sie aber ins Straucheln und machten nicht den Eindruck, in den Playoffs überzeugen zu können. Obwohl sie dann „nur“ gegen die New Orleans Pelicans (ohne DeMarcus Cousins) antreten mussten und sogar Heimvorteil hatten, wurden sie gesweept und vor allem Lillard hatte gegen die variable Defensive große Probleme. So endete die Saison einmal mehr enttäuschend, da man den nächsten Schritt in der Entwicklung erneut vermissen ließ. Anstatt sich in der Off-Season nun entscheiden zu verstärken, verlief die spielfreie Zeit aber erneut erstaunlich ruhig. Ed Davis und Shabazz Napier verließen das Team. Geholt wurden Seth Curry und Nik Stauskas. Im Draft konnte auch nur Anfernee Simmons (24. Pick) gezogen werden, sodass sich fast nichts im Kader veränderte. Immerhin konnte man sich Shooter in den Kader holen und auch Maurice Harkless ist hoffentlich wieder komplett fit. Trotzdem wirft die Off-Season der Blazers einige Fragen auf, da die Mannschaft sich nicht entscheiden verbessern konnte. Bedenkt man allerdings, dass Evan Turner mit 29 Jahren der älteste Spieler bei Portland ist und sie insgesamt eines der jüngsten Teams der Liga stellen, kann man vielleicht doch etwas zuversichtlicher sein, da viele junge Spieler die Chance haben, sich weiter zu entwickeln. Selbst Lillard (28), McCollum (27), Nurkic (24) oder Harkless (25) kommen gerade oder bald erst ins beste Basketballalter, sodass sich das Vertrauen des Managements und die Kontinuität im Kader langfristig vielleicht auszahlen könnte. Lillard und Co. stehen aber ähnlich wie in der vergangenen Saison unter Druck und müssen beweisen, dass das Vertrauen des Managements gerechtfertigt ist. Das Potenzial ist da, doch vor allem die Spieler hinter Lillard und McCollum sind nun gefordert, das Team aufs nächste Level zu heben. Mögliche Starting Five: 1 Damian Lillard 2 CJ McCollum 3 Maurice Harkless 4 Al- Farouq Aminu 5 Jusuf Nurkic Ein Auszug der Bank: Seth Curry, Nik Stauskas, Evan Turner, Jake Layman, Wade Baldwin, Meyers Leonard, Zach Collins, Anfernee Simmons, Caleb Swanigan Coach: Terry Stotts

Prognose:

Mit 49 Siegen waren die Portland Trail Blazers in der vergangenen Saison das Top-Team der Northwest Division und landeten im Westen auf Rang 3. Mit 46 Siegen hatten die Denver Nuggets nur drei Spiele Rückstand und verpassten die Playoffs denkbar knapp. Die Situation war also sehr eng. In dieser Saison scheint sich eine ähnliche spannende Situation zu entwickeln, da alle Teams auf ihre Stärken vertrauen und sich nicht so grundlegend veränderten wie vor der vergangenen Saison. Die besten Karten haben vermutlich die Utah Jazz. Sie sollten in ihrer Entwicklung einen weiteren Schritt gehen können und mit weniger Verletzungspech mehr Kontinuität an den Tag legen können. Dahinter werden sich die Portland Trail Blazers und Oklahoma City Thunder um die Plätze 2 und 3 streiten. Da OKC mit Verletzungen zu kämpfen hat, könnten bereits wenige Pleiten zu Beginn der Saison den Ausschlag geben. Portland erwies sich als starkes Team für die reguläre Saison und hat als Division-Champ natürlich gute Karten. Bei Denver bleibt die große Frage, wie es gesundheitlich weitergeht und ob ein Spieler wie Isaiah Thomas dem Team wirklich helfen kann, oder den jungen Spieler Würfe wegnimmt. Minnesota bringt zwar auch die spielerische Klasse mit, doch das Chaos um Butler ist keine Ausgangslage und es bleibt fraglich ob Wiggins und Towns zu Spielern reifen, die ein Team in die Playoffs tragen können.

  1. Utah Jazz (49,5 – OVER)
  2. Portland Trail Blazers (42 – OVER)
  3. Oklahoma City Thunder (48,5 – UNDER)
  4. Denver Nuggets (47,5 – UNDER)
  5. Minnesota Timberwolves (45 – UNDER)

  In Klammern befindet sich die prophezeite Anzahl an Siegen der einschlägigen Wettanbieter. OVER bzw. UNDER ist an dieser Stelle ein Tipp darauf, ob die Teams mehr (OVER) oder weniger (UNDER) Siege als die genannte Zahl erreichen werden.

Ranking und Vorschau #05 – Die Southwest Division

Der 5. Teil unserer Division-Vorschau setzt sich mit der Southwest Division auseinander, in der in dieser Saison einige Teams spielen, bei denen sich eine Menge veränderte. Leistungstechnisch will diese Division in diesem Jahr auch besser dastehen als vergangene Saison, auch weil sich vor allem die schwächeren Teams in der Off-Season verstärken konnten. Den Ton werden aber, wie im letzten Jahr, die Houston Rockets angeben, die ihren Kader nach der Western-Conference-Finals-Pleite ein wenig umbauten und erneut den Anspruch haben, die Warriors als Spitzen-Team abzulösen. Die San Antonio Spurs mussten den Abgang von Kawhi Leonard verkraften, doch da dieser nur neun Spiele in der letzten Saison absolvierte, sollten sich auch die Spurs durch DeMar DeRozan verbessert haben können. Die New Orleans Pelicans haben mit Anthony Davis einen der besten Spieler der Liga in ihren Reihen, der seine Pelicans in der vergangenen Saison bis in die zweite Runde der Playoffs führte. Memphis freut sich über die Rückkehr des verletzten Mike Conley, weshalb man eine kleine Verbesserung erwarten darf. Zu guter Letzt bleiben noch die Mavs, die auch ihre Hausaufgaben machten, einen Top-Rookie verpflichteten und mit DeAndre Jordan endlich den Wunsch-Center erhielten. Was jedoch genau von den Mannschaften erwartet werden darf, verrät der genauere Blick auf die 5 Teams. Teams (Bilanz letzte Saison): Houston Rockets (65-17) New Orleans Pelicans (48-34) San Antonio Spurs (47-35) Dallas Mavericks (24-58)  Memphis Grizzlies (22-60)   

Memphis Grizzlies

Zum ersten mal seit der Saison 2009-10 verpassten die Memphis Grizzlies im vergangenen Jahr die Playoffs. In Anbetracht der schwachen Kader-Zusammenstellung und der großen Verletzungssorgen war das Abschneiden aber nur bedingt überraschend. Mike Conley verpasste 70 Spiele der vergangenen Saison und viele weitere Spieler mussten den Verletzungen Tribut zollen. Chandler Parsons erlebte ein weiteres Seuchenjahr und verpasste 46 Spiele und außer Dillon Brooks, der alle 82 Spiele machte, stand kein anderer Akteur in mehr als 73 Spielen zur Verfügung. Insgesamt boten die Grizzlies 24 Spieler auf, was als weiterer Beleg für das schwache Abschneiden zu sehen ist. Coach David Fizdale wurde zudem früh entlassen, nachdem er nur sieben der ersten 19 Spiele gewinnen konnte. So endete die Saison für Memphis auf dem vorletzten Platz der Western Conference und auch die Bilanz verriet, dass sie das zweitschwächste Team der gesamten Liga waren. Leider hatten sie in der Draft-Lottery Pech und bekamen nur den vierten Pick zugesprochen. Ihre Wahl fiel auf Jaren Jackson Jr., der die Grizzlies voranbringen soll. Einen weiteren Pick hatten sie in Runde 2 an Stelle 31., wo sie sich für Jevon Carter entschieden. Neben den Rookies verpflichteten die Grizzlies zudem Shelvin Mack, Kyle Anderson, Omri Casspi und Garrett Temple, wodurch sie vor allem auf der Forward-Position an Tiefe dazu gewinnen konnten. Trennen mussten sie sich von ihrem besten Spieler der der letzten Saison, Tyreke Evans. Es fehlt also der große Name bei den Neuzugängen, doch in Anbetracht der vielen Verletzungen im letzten Jahr, hoffen die Grizzlies durch die Comebacks von Mike Conley, Chandler Parsons oder auch MarShon Brooks wieder ein wenig Qualität hinzugewinnen zu können. Auch Rookie Jaren Jackson Jr wird direkt Verantwortung tragen, sodass eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr erwartet werden darf. Allerdings bleibt die Situation angespannt. Bereits in der vergangenen Saison hielten sich Gerüchte, dass Gasol getradet werden soll und sollte in dieser Saison erkennbar werden, dass sich der erhoffte Erfolg nicht einstellt, könnten Trades und ein damit verbundener Rebuild angestoßen werden. Wirklich viel darf man von den Grizzlies also nicht erwarten und selbst Platz 8 scheint im starken Westen kaum erreichbar zu sein. Conley, Gasol und Co. wollen die Rolle des Underdogs allerdings ausnutzen und die Kritiker eines Besseren belehren. Mögliche Starting Five: 1 Mike Conley 2 Dillon Brooks 3 Kyle Anderson 4 Jamychal Green 5 Marc Gasol Ein Auszug der Bank: Andrew Harrison, Shelvin Mack, MarShon Brooks, Garrett Temple, Wayne Selden, Chandler Parsons, Omri Casspi, Ivan Rabb, Jaren Jackson Jr, Jevon Carter Coach: JB Bickerstaff

Dallas Mavericks

Die Dallas Mavericks gehörten sicherlich zu den Gewinnern dieser Off-Season, wussten sie nicht nur das schlechte Abschneiden in der letzten Saison, in einen guten Draft-Pick umzumünzen. Sie schafften es außerdem mit DeAndre Jordan einen All-Star zu verpflichten und dem Kader allein mit diesen Verpflichtungen ein komplett neues Gesicht zu verpassen. In der vergangenen Saison lief bei den Mavs nämlich kaum etwas zusammen. Mit nur 24 Siegen waren sie eines der drei schlechtesten Teams der Liga und schafften es nicht Kontinuität in die Leistungen zu bringen. Erwähnenswert ist sicher, dass kein Team mehr knappe Spiele als Dallas verlor, doch auch das tröstet kaum über das enttäuschende Abschneiden hinweg. Einmal mehr konnte Harrison Barnes, die Rolle als Leader nur bedingt erfüllen. 18,9 Punkte pro Spiel waren zu wenig und die Unterstützung die er von Smith Jr, Matthews und Nowitzki bekam war ebenfalls etwas zu schwach. Dazu zeigten sich die Mavs auch defensiv anfällig und enttäuschten so insgesamt. Dirk Nowitzki zeigte auch, dass seine besten Tage vorbei sind und er längst nicht mehr die Rolle als Leader erfüllen konnte. Das schwache Abschneiden bescherte den Mavs allerdings den fünften Pick im Draft und in einem Trade mit den Hawks konnten sie sich so die Dienste von Euro-League MVP und Euro-League Finals MVP Luka Doncic sichern. In Runde 2 zogen sie zudem Jalen Brunson (33. Pick). Doch damit waren die Mavs noch nicht fertig, verpflichteten sie außerdem DeAndre Jordan, der sich vor einigen Jahren eigentlich schon mit den Mavs einig war. Da sie auf der anderen Seite nur Doug McDermott abgeben mussten, wurde also auf Kontinuität gesetzt und der Mannschaft wird in dieser Saison eine weitere Chance gegeben. Aufgebaut wird das Spiel sicher um das Guard-Duo Smith Jr und Doncic sowie DeAndre Jordan. Dazu werden Barnes und Matthews tragende Rollen bekommen und Maximilian Kleber oder Dwight Powell die Forward-Position bekleiden. Mit Spielern wie Nowitzki, der sich auf eine Bank-Rolle einlassen will, Barea, Harris, Mejri oder auch Finney-Smith scheint die Bank insgesamt gut besetzt, so dass eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr erwartet werden darf. Wo genau die Reise für die Mavs hingeht, bleibt jedoch abzuwarten. Sollte Rookie Doncic seine Europa-Erfahrung direkt in die NBA einbringen können, Jordan einschlagen und Dennis Smith Jr. den nächsten Schritt machen können, haben die Mavs vielleicht sogar Außenseiterchancen auf die Playoffs. Doch man sollte auf die Euphorie-Bremse treten und erst einmal abwarten, wie sich die Saison entwickelt. Nowitzki und Barnes könnten nämlich den Saisonstart verpassen, so dass gleich zu Beginn wichtige Pfeiler im Kader der Mavs fehlen könnten. Trotzdem darf man sich darauf freuen, dass die Mavs in dieser Saison sicher besser sein werden und mit Doncic, Smith Jr. und Jordan ein aufregendes Trio zu bieten haben. Mögliche Starting Five: 1 Dennis Smith Jr 2 Wesley Matthews 3 Luka Doncic 4 Harrison Barnes 5 DeAndre Jordan Ein Auszug der Bank: Devin Harris, JJ Barea, Dorian Finley-Smith, Dirk Nowitzki, Dwight Powell, Maxi Kleber, Salah Mejri, Jalen Brunson Coach: Rick Carlisle

San Antonio Spurs

Die San Antonio Spurs befinden sich derzeit in einem Veränderungsprozess, der sich vor allem im Kader bemerkbar macht. Trotz allem schaffte es das Management erneut, die Spurs zu einem Contender zu machen und ihnen vielleicht sogar mehr Chancen, als noch in der vergangenen Saison einzuräumen. Die letzte Saison endete für die Spurs in der ersten Runde der Playoffs. Dabei hatten sie sogar Glück, dass sie die Playoffs überhaupt erreichten, trennte sie als Tabellensiebter nur ein Sieg von Platz 9. Diese Leistung war so allerdings nur bedingt zu erwarten, bedenkt man, dass mit Kawhi Leonard, der beste Spieler der Spurs fast die gesamte Saison verpasste und auch in den Playoffs nicht zur Verfügung stand. Doch genau die Leonard-Personalie, die sich, untypischer Weise für Spurs-Verhältnisse, zu einem nie endenden Thema entwickelte, war auch in der Off-Season das große Thema. Schlussendlich fand sie aber ein Ende, als die Spurs ihn gemeinsam mit Danny Green Richtung Toronto tradeten und damit endlich für Ruhe sorgten. Doch Leonard und Green waren nicht die einzigen Abgänge, musste San Antonio außerdem das Karriereende von Manu Ginobili und Tonys Parkers Wechsel nach Charlotte verkraften und sich außerdem von Kyle Anderson trennen. Coach Popovich musste also mit ansehen, wie auch die letzten Teile seines 2014er Meister-Teams den Verein verließen und spätestens jetzt klar war, dass in San Antonio eine neue Zeitrechnung beginnt. Dem Management muss man allerdings zu Gute halten, dass sie für fähigen Ersatz sorgten und mit DeMar DeRozan einen All-Star nach San Antonio holen konnten. Mit ihm kam außerdem Jakob Poeltl aus Toronto und mit Dante Cunningham und Marco Belinelli konnte das Team durch zwei weitere Veteranen gestärkt werden. Im Draft entschied sich San Antonio dann für Lonnie Walker (18. Pick) und Chimezie Metu (49. Pick), so dass man trotz der großen Veränderungen, ein sehr starkes Team für die kommende Saison beisammenhat. Die tragenden Rollen werden natürlich DeRozan und LaMarcus Aldridge haben und gemeinsam mit dem aufstrebenden Guard Dejounte Murray sowie Rudy Gay und Pau Gasol hat meine eine erfahrene und starke Starting Five zusammen. Die Bank kann sich mit Spielern mit Patty Mills, Belinelli, Bertans, Poeltl, Pondexter und Cunningham auch sehen lassen und bringt außerdem die nötige Treffsicherheit von jenseits der Dreierlinie mit. Als Titelfavorit gelten die Spurs damit zwar nicht mehr, doch da mit DeRozan ein zweiter All-Star wieder regelmäßig spielen wird, darf man von den Spurs durchaus eine 50-Siege-Saison und den Einzug in die Playoffs erwarten. Mögliche Starting Five: 1 Dejounte Murray 2 DeMar DeRozan 3 Rudy Gay 4 LaMarcus Aldridge 5 Pau Gasol Ein Auszug der Bank: Patty Mills, Derrick White, Bryn Forbes, Lonnie Walker, Marco Belinelli, Quincy Pondexter, Davis Bertans, Dante Cunningham, Jakob Poeltl, Chimezie Metu Coach: Gregg Popovich

New Orleans Pelicans

Mit dem Einzug in die zweite Runde der Playoffs konnten die New Orleans Pelicans ihren Erwartungen vor der letzten Saison gerecht werden, doch der genaue Blick auf die vergangene Saison verrät, dass die Pelicans letztlich vielleicht doch mehr erreichten, als man ihnen zwischenzeitlich zugetraut hatte. Denn nachdem die Saison gut startete und das Duo um Anthony Davis und DeMarcus Cousins immer besser zusammenfand, verletzte sich Cousins (Achillessehnenriss). Die Pelicans waren stark geschwächt, doch Anthony Davis stellte sich der Herausforderung, führte sein Team in die Playoffs und sorgte hier mit einem Sweep der Blazers für eine so nicht zu erwartende Überraschung. Dabei wurde er hervorragend von Jrue Holiday unterstützt, der gemeinsam mit Davis in 1st Team All Defense gewählt wurde. Rajon Rondo und die Rollenspieler überzeugten ebenfalls und so konnten die Pelicans auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Leider verloren sie dann aber in der Off-Season mit Rajon Rondo und DeMarcus Cousins zwei wichtige Spieler der vergangenen Saison, die sie durch die Verpflichtungen von Julius Randle, Jahlil Okafor und Elfrid Payton aufzufangen versuchen. Im Draft durften sie nur in Runde 2 ran und konnten hier an 51. Stelle Tony Carr verpflichten. So ist die Euphorie um das Top-Big-Man Duo Davis und Cousins genauso plötzlich verflogen, wie sie damals aufkam, doch diese Entwicklung muss nicht unbedingt negativ sein. Mit Davis als klarem Go-to-Guy und Jrue Holiday als erste Option von den Flügeln, werden sich die Rollen klarer verteilen und Spieler, wie die Neuzugänge Randle und Payton sollten sich schnell zurechtfinden können. Ob der Erfolg aus dem letzten Jahr allerdings wiederholt werden kann, ist ungewiss, da sich das Team zunächst finden muss. Trotzdem stellen die Pelicans einen starken Kader, allein wegen ihres besten Mannes, Anthony Davis. Der erst 25-jährige geht in seine siebte Saison und konnte in den letzten beiden Jahren mit 28 Punkten und 11 Rebounds überragen. Dabei spielte der den Großteil der letzten Saison gemeinsam mit Cousins, sodass davon auszugehen ist, dass er seine Werte nochmal ein wenig steigern kann. Davis selbst sagte über sich, dass er der beste Spieler der Liga sei und erhöhte damit auch den Druck auf sich selbst. Leider gibt es derzeit einige angeschlagene Spieler, wie Okafor, Randle, Jackson, Mirotic, Miller und Ajinca. Sollte Coach Gentry jedoch aus dem Vollen schöpfen können, sollte Davis und seinem Team die nächste Playoff-Qualifikation bevorstehen. Die mögliche Starting Five: 1 Elfrid Payton 2 Jrue Holiday 3 E’Twaun Moore 4 Nikola Mirotic 5 Anthony Davis Die Bank könnte wie folgt aussehen: Ian Clark, Jarrett Jack, Darius Morris, Frank Jackson, Solomon Hill, Darius Miller, Julius Randle, Jahlil Okafor, Alexis Ajinca, Cheick Diallo Coach: Alvin Gentry

Houston Rockets

Das mit Sicherheit beste Team der Southwest Division sollten auch in diesem Jahr wieder die Houston Rockets sein. Ein Grund dafür ist sicherlich James Harden, der dank einer überragenden Saison zum MVP ernannt wurde und sich verdientermaßen über die Auszeichnung freute. Doch nicht nur Harden überragte im vergangenen Jahr, es war das gesamte, neu zusammen gestellte Team um Harden und Chris Paul, das auf ganzer Linie überzeugte und so zum besten Team der regulären Saison wurde. Zudem waren die Rockets vielleicht nur eine Chris Paul Verletzung von den Finals oder sogar dem Titel entfernt. Der Guard der Rockets verletzte sich nämlich in Spiel 5 der Western Conference Finals gegen die Golden State Warriors und stand den Rockets in Spiel 6 und 7 nicht zu Verfügung. Houston verlor beide Spiele und damit auch die Chance auf die Finals. Trotzdem war die Saison für Houston ein großer Erfolg, da sie nicht nur offensiv, sondern auch defensiv zu überzeugen wussten. Mit Trevor Ariza, Luc Mbah a Moute und PJ Tucker hatten sie drei variable Forwards, die ein einfaches Switchen in der Verteidigung ermöglichten und so vielen Gegner das Handwerk legten. In der Off-Season gab es dann allerdings einige Überraschungen, trennten sich die Rockets von Ariza und Mbah Moute. Des Weiteren wurde auch Ryan Anderson abgegeben, der vor allem in der regulären Saison einen guten Job machte. Andererseits wurde Chris Paul für vier Jahre verpflichtet, Clint Capelas Vertrag verlängert und auch Gerald Green konnte gebunden werden. Trotzdem stand die Frage im Raum, wie Houston die Abgänge der beiden Defensiv-Asse Ariza und Mbah a Moute auffangen wollte. Die Antwort darauf lautete Carmelo Anthony, der sich von den Hawks freikaufen ließ und zum Minimum Salary nach Houston wechselte. Nach Melos schwacher Saison in OKC und seiner Historie mit Coach D’Antoni wurde die Verpflichtung aber kritisiert, doch Fakt ist, dass, sollte er gut einges6etzt werden, er ein erfahrenes All-Star Trio mit Paul und Harden bildet. Neben Anthony wurde außerdem Michael Carter-Williams verpflichtet, eine weitere vermeintliche Verstärkung, die vielen Houston-Fans nicht gefiel. Zum Ende der Off-Season tradete Houston dann Ryan Anderson nach Phoenix und im Gegenzug kamen Brandon Knight und Marquese Chriss nach Houston. Dieser Trade wurde auch nur in Teilen positiv gesehen, da man zwar den fetten Vertrag von Anderson loswurde und zwei junge hungrige Spieler verpflichtete, allerdings auch in diesem Trade die Defensiv-Verstärkung ausblieb. So bleiben einige Fragen offen, denn es scheint unwahrscheinlich, dass Melo, Knight, Chriss und Carter-Williams die defensiven Aufgaben von Ariza und Mbah a Moute übernehmen können. Gleichzeitig verbesserte sich Houston aber offensiv weiter und konnte die Tiefe des Kaders beibehalten. Trotzdem scheinen sie im Vergleich zur vergangenen Saison ein wenig eingebüßt zu haben und es bleibt abzuwarten, ob die Rockets die überragende letzte Saison toppen können. Immerhin scheint Melo eine eventuelle Rolle von der Bank anzunehmen, sodass D’Antoni zumindest ein wenig experimentieren könnte und Melo in der zweiten Fünf etwas mehr Freiraum geben könnte. So geht Houston zwar auf den ersten Blick ein wenig geschwächt aus dem Sommer hervor, geht jedoch immer noch als einer der Top-Favoriten in die Saison und hat offensiv in diesem Jahr scheinbar noch etwas mehr Firepower als letzte Saison. Mögliche Starting Five: 1 Chris Paul 2 James Harden 3 PJ Tucker 4 Carmelo Anthony 5 Clint Capela Die Bank: Brandon Knight, Michael Carter-Williams, Eric Gordon, Gerald Green, James Ennis III, Marquese Chriss, Bruno Caboclo, Isaiah Hartenstein, Nene, Zhou Qi Coach: Mike D’Antoni

Prognose:

Mit drei Playoff-Teams stand auch die Southwest Division in der vergangen SAison gar nicht schlecht dar. Es scheint zwar unwahrscheinlich, dass die Mavs oder Grizzlies in dieser Saison in den Playoff-Kampf eingreifen können, trotzdem verspricht diese Division erneut viel Qualität und Spannung. Die Houston Rockets gehen natürlich als klarer Favorit in die Saison und machen sogar den Warriors den Platz an der Spitze der Conference streitig. Dahinter haben die San Antonio Spurs die besten Karten, da sie wieder mit zwei All-Stars in die Saison gehen. Die New Orleans Pelicans folgen dahinter, haben aber nach ihren Veränderungen in der Off-Season ein wenig mehr aufzufangen. Trotzdem könnten sie den Spurs gefährlich werden, da Davis sicher auch ein Wort um den MVP-Titel mitreden möchte. Die Dallas Mavericks und Memphis Grizzlies kämpfen dahinter um die Plätze 4 und 5, wobei die Mavs dabei die besseren Karten haben. Besitzer Mark Cuban verstärkte das Team an den richtigen Stellen und bei Memphis könnte ein Umbruch anstehen, nachdem Conley und Gasol scheinbar nicht die nötige Unterstützung bekamen. Die letzte Saison zeigte, dass die Gesundheit wie immer einen entscheidenden Faktor spielen kann (siehe Houston oder Memphis), gleichzeitig legte sich jedoch auch offen, dass Ausfälle zum Teil kompensiert werden könnten (siehe Spurs und Pelicans). Bleiben alle fit, könnten die Platzierungen wie folgt aussehen.

  1. Houston Rockets (56 – OVER)
  2. San Antonio Spurs (45 – OVER)
  3. New Orleans Pelicans (46 – OVER)
  4. Dallas Mavericks (34,5 – OVER)
  5. Memphis Grizzlies (33 – UNDER)

  In Klammern befindet sich die prophezeite Anzahl an Siegen der einschlägigen Wettanbieter. OVER bzw. UNDER ist an dieser Stelle ein Tipp darauf, ob die Teams mehr (OVER) oder weniger (UNDER) Siege als die genannte Zahl erreichen werden.

Ranking und Vorschau #06 – Die Pacific Division

Mit einem Ausblick auf die Saison des Meisters, den Golden State Warriors, und den Mitkonkurrenten in der Pacific Division beenden wir unsere Division-Vorschauen. Besonders wird diese Vorschau nicht nur, weil wir uns den back-to-back Champion genauer anschauen, sondern auch, weil der vielleicht beste Spieler der Liga, in die Pacific Division wechselte und sowohl der Nummer 1 Pick des Draft als auch der zweite Pick in dieser Division zu Hause sind. So verpflichteten die Los Angeles Lakers, LeBron James und sorgten so dafür, dass sich die Kräfteverhältnisse schlagartig veränderten. Außerdem wählten die Phoenix Suns im Draft als Erster aus und entschieden sich für DeAndre Ayton, die Kings wählten als Zweiter Marvin Bagley. Für die Pacific Division bedeutet dies zwar nicht unbedingt mehr Spannung, doch James muss nun vier mal gegen die Konkurrenz und seinen vielleicht Größten Widersacher, die Warriors, ran. Zudem schritt die Entwicklung der Lakers, Suns und Kings mit den Neuverpflichtungen weiter voran. Die Lakers haben die wohl größten Chancen zum zweiten Playoff-Team dieser Division zu werden, da die Los Angeles Clippers weitere Spieler verloren und die Sacramento Kings und auch die Phoenix Suns noch lange nicht soweit sind, um wieder an die Playoffs zu denken. Was genau jedoch noch bei den Teams geschah und welche Chancen die einzelnen Mannschaften haben, werden wir in der folgenden und gleichzeitig letzten Division-Vorschau genauer betrachten. Wie immer starten wir mit den Ergebnissen der vergangenen Saison: Teams (Bilanz letzte Saison): Golden State Warriors (58-24)   Los Angeles Clippers (42-40)   Los Angeles Lakers (35-47) Sacramento Kings (27-55) Phoenix Suns (21-61)  

Phoenix Suns

Die Phoenix Suns waren in der vergangenen Saison das schlechteste Team der Liga und konnte gerade einmal 21 Spiele gewinnen. Zu keinem Zeitpunkt der Saison konnten sich die Suns über mehr als zwei Siege in Folge freuen und von Mitte Januar bis Anfang April gewannen sie insgesamt nur zwei Partien. Es war also eine Saison zu vergessen, obwohl man mit Devin Booker und Josh Jackson, zwei wirklich talentierte Spieler in den eigenen Reihen hatte. Doch insgesamt machte die Mannschaft einen schlechten Eindruck und die Tatsache, dass Earl Watson nach drei Spielen entlassen wurde, sorgte sicherlich nicht für Sicherheit bei den vielen jungen Spielern. Schlussendlich wurden insgesamt 24 Spieler eingesetzt und mit Eric Bledsoe tradeten die Suns einen ihrer besten Spieler für Greg Monroe, der einige Wochen später auch entlassen wurde. Da die Suns immerhin in der Draft-Lottery Glück hatten, bekamen sie im Draft den ersten Pick zugelost und nutzten diesen für die Verpflichtung von Big-Man DeAndre Ayton. Außerdem entschieden sie sich für Zhaire Smith (16. Pick), den sie kurz danach für Mikal Bridges (10. Pick) zu den Sixers tradeten. In Runde 2 wählten sie dann erneut als Erster und entschieden sich für Elie Okobo (31. Stelle), zudem hatten sie noch einen Pick der Raptors, der ihnen George King (59. Pick) einbrachte. Vor allem dank des Nummer Eins-Picks hoffen die Suns auf eine großartige Zukunft. Gemeinsam mit Booker und Jackson scheint eine gute Grundlage für die kommenden Jahre geschaffen, da keiner der drei Spieler älter als 21 Jahre ist. Zudem bringt Booker bereits drei Jahre Erfahrung mit und erwies sich bereits in den letzten Jahren als absoluter Top-Scorer. Doch das Management der Suns machte in der Off-Season ihre Hausaufgaben und zog weitere, solide Spieler an Land. Trevor Ariza ist hier sicherlich als Erster zu nennen, konnte er von den Rockets zu den Suns gelotst werden. Außerdem verpflichteten sie im Trade Scharfschütze Ryan Anderson, der dem Team als Veteran weitere Stabilität geben soll. Abgeben musste Phoenix dafür allerdings den verletzungsanfälligen Brandon Knight und Marquese Chriss, der sein Potenzial aber noch nicht ausschöpfen könnte. Auch Alex Len durfte das Team nach Jahren der Enttäuschung verlassen. Als Ersatz für Len auf der Center-Position, konnte der junge Richaun Holmes von den Sixers verpflichtet werden, der sich jedoch auch direkt hinter Ayton einsortieren wird. Ein weiterer guter und der vielleicht wichtigste Move des Sommers, war die Verpflichtung des neuen Coaches, Igor Kokoskov. Nachdem in der letzten Saison Jay Triano übernahm, aber die Entwicklung nicht wirklich vorantreiben konnte, kommt nun ein erfahrener Mann, der seit 2000 bei verschiedenen Teams als Assistant unterwegs war (u. a. im Meister-Team der Pistons 2004). So scheinen sich die Suns an der Seitenlinie, in der Spitze und auch in der Tiefe des Kaders verstärkt und mit einem jungen Trio eine gute Zukunft vor sich zu haben. Die Mischung scheint zu stimmen und man darf als Suns-Fan wieder etwas Hoffnung haben. Diese wurde allerdings ein wenig gebremst, da sich Devin Booker die Hand brach und vermutlich die erste Zeit der Saison verpassen wird. Trotzdem sollten die 21 Siege aus dem letzten Jahr übertroffen werden können. Mögliche Starting Five: 1 Devin Booker 2 Josh Jackson 3 Trevor Ariza 4 TJ Warren 5 DeAndre Ayton Die Bank setzt sich wie folgt zusammen: Isaiah Canaan, Elie Okobo, De’Anthony Melton, Troy Daniels, Davon Reed, George King, Mikal Bridges, Dragan Bender, Ryan Anderson, Tyson Chandler, Richaun Holmes Coach: Igor Kokoskov

Sacramento Kings

Zum zwölften mal in Folge verpassten die Sacramento Kings in der vergangenen Saison die Playoffs. Kein Wunder, war der Kader in der vergangenen Saison nicht besonders gut und konnten sich auch die jungen Spieler nicht so entwickeln wie man es sich gewünscht hatte. Zwar zeigten De’Aaron Fox und Bogdan Bogdanovic keine Angst in wichtigen Momenten und versenkten einige spielentscheidenden Würfe, doch die Tatsache, dass mit Zach Randolph ein 36-jähriger, in die Jahre gekommener Star, mit 14,5 Punkten pro Spiel Topscorer wurde zeigt, dass die jungen Spieler der Kings nicht ganz das lieferten, was sich GM Vlade Divac und sein Management erhofft hatten. Coach Dave Joerger hatte zudem auch Probleme die richtigen Rotationen zu finden, sodass kein Spieler länger als 28 Minuten pro Spiel auf dem Feld stand. So gewannen die Kings letzten Endes nur 27 Spiele und hatten immerhin Glück im Draft, da sie hier an 2. Stelle wählen durften. Die Wahl fiel auf Power Forward Marvin Bagley, von dem man sich in Sacramento eine Menge verspricht. In Runde 2 wählten sie dann noch Mitchell Robinson (36. Pick), der als Center ebenfalls eine Menge Länge mitbringt. In der Off-Season wurden dann mit Nemanja Bjelica und Deyonta Davis zwei weitere große Spieler geholt, sodass Rookie Bagley direkt eine Menge Konkurrenz hat. Außerdem wurde Yogi Ferrell verpflichtet und nach einem Jahr in Memphis, kehrte Ben McLemore nach Sacramento zurück. Die namhaftesten Abgänge waren Garrett Temple und Vince Carter, die Beide aber keine große Rolle bei den Kings hatten. So bleibt natürlich die Frage, was der Blick auf den Kader für die kommende Saison verrät. Zum einen verrät er, dass die Kings ein sehr großes Team haben. Auf der 5 haben sie mit Willie Cauley-Stein, Harry Giles und Kosta Koufus gleich drei Spieler, die alle spielen wollen. Auch die 4er Position ist mit Zach Randolph, Marvin Bagley, Nemanja Bjelica und Skal Labissiere tief besetzt. Coach Joerger scheint Spaß an seinen Bigs zu finden, setzte er in der Pre-Season bereits ein Line-Up um Guard Frank Mason und den Big-Men Bagley, Labissiere, Cauley-Stein und Giles ein. Dabei hätte er genug Möglichkeiten auf den Flügelpositionen, doch es bleibt abzuwarten, für welche Mischung sich Joerger letzten Endes entscheiden wird. Ob groß oder nicht, die Kings sind zudem auch recht jung. So haben sie nur vier Spieler die 29 oder älter sind und haben damit eigentlich eine gute Grundlage für die kommenden Jahre geschaffen. Natürlich müssen sich die Spieler aber entwickeln und diese Aufgabe fällt Coach Dave Joerger zu. Dementsprechend scheint auch klar, dass vielleicht die Aussicht für die Zukunft nicht schlecht ist, doch an die Playoffs braucht man in Sacramento noch nicht zu denken, fehlt es dem Team insgesamt an Qualität um ernsthafte Erfolge erwarten zu können. Mögliche Starting Five: 1 De’Aaron Fox 2 Buddy Hield 3 Bogdan Bogdanovic 4 Marvn Bagley 5 Willie Cauley-Stein Die Bank könnte sich wie folgt gestalten: Yogi Ferrell, Frank Mason III, Iman Shumpert, Ben McLemore, Justin Jackson, Zach Randolph, Skal Labissiere, Nemanja Bjelica, Kosta Koufos, Harry Giles Coach: Dave Joerger

Los Angeles Lakers

Nach dem Karriereende von Kobe Bryant befanden sich die Los Angeles Lakers bereits mitten im Rebuild, den sie auch in den folgenden Jahren fortsetzten. Bekanntermaßen dauert dieser noch immer an, doch die Lakers schafften es sich durch viele Draft-Picks und die damit verbundenen Verpflichtungen von Spielern wie Ball, Ingram, Clarkson, Kuzma, Randle, Nance Jr und Hart, in eine gute Ausgangsposition zu bringen. Dementsprechend zuversichtlich startete man in die letzte Saison, da sich langsam aber sicher ein junges Team zu finden schien. Während der Saison wurden dann mit Jordan Clarkson und Larry Nance Jr etwas überraschend zwei Jungspunde abgegeben. Auch Julius Randle verließ die Mannschaft im  Sommer, sodass sich das Management um Magic Johnson recht früh festlegte, welche Nachwuchsstars in LA Fuß fassen dürfen. Immerhin konnte die junge Mannschaft mit 35 Siegen eine klare Verbesserung im Vergleich zur Vorsaison erzielen, trotzdem reichte es noch nicht für die Playoffs. Es war unausweichlich, dass im Sommer etwas Großes passieren muss, auch weil Magic Johnson ankündigte zwei Top-Stars zu den Lakers zu holen. Der erste Schritt um sein Ziel zu erreichen, gelang im Sommer, als sich LeBron James dazu entschied, bei den Lakers zu unterschreiben. Für vier Jahre verpflichtete sich James und setzte damit ein klares Zeichen. Doch James war natürlich nicht die einzige Veränderung im Kader von Coach Luke Walton. Brook Lopez verließ das Team und sogar der Monster-Vertrag von Luol Deng konnte aufgelöst werden. Die im Trade für Clarkson und Nance Jr. geholten Isaiah Thomas und Channing Frye durften ebenfalls gehen, sodass klar war, dass neben James weitere Neuzugänge nach LA kommen würden. Magic nutzte seine Cleverness und holte einige Veteranen, die er mit kurzfristigen Verträgen ausstattete. Die Verpflichtungen von JaVale McGee, Rajon Rondo, Lance Stephenson und Michael Beasley wurden aber von vielen als risikoreich eingestuft, da nicht allen ein guter Ruf vorauseilt. Gleichzeitig bringen jedoch alle Qualität und sogar Meisterschafts-Erfahrung mit, so dass sie sowohl die jungen Spieler in ihrer Entwicklung unterstützen und gleichzeitig James die nötige Hilfe geben sollen. Da zudem mit Moritz Wagner (25. Pick), Isaac Bonga (39. Pick) und Swjatoslaw Mykhajljuk (47. Pick) wirklich viel versprechende Talente im Draft verpflichtet wurden, stellt sich ein interessantes Lakers-Team auf, dass mit Ball, Hart, Ingram, Kuzma und Wagner oder Zubac sehr jung spielen kann, aber gleichzeitig mit Rondo, Stephenson oder Caldwell-Pope, James, Beasley und McGee eine sehr erfahrene Truppe aufbieten kann. Zudem sind mit Caruso, Mykhajljuk und Wear weitere brauchbare Spieler im Kader, die zum Teil nur noch ein wenig Erfahrung und Feinschliff benötigen. Zuversicht wird bei den Lakers in diesem Jahr also groß geschrieben, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass James auch schwache Teams in die Playoffs bzw. sogar in die Finals führen konnte. Dass James die neunten Finals in Folge erreichen kann, ist allerdings unwahrscheinlich und im starken Westen, scheinen selbst die Playoffs nicht sicher. Doch wenn ein Spieler im Alleingang dafür sorgen kann, dass die Playoffs erreicht werden, dann ist es James, so dass man die Lakers eigentlich als potentiellen Playoff-Kandidat sehen muss. Die Spieler und Trainer sind begeistert von den ersten Eindrücken, die James hinterließ und so darf man erwarten, dass sich vor allem die Jungstars an ihm orientieren werden. Können Sie ihr Potenzial abrufen und liefert James das, was man erwartet, könnten die Lakers nach der tollen letzten Saison auch in diesem Jahr eine weitere positive Entwicklung durchmachen. Mögliche Starting Five: 1 Lonzo Ball 2 Kentavious Caldwell-Pope 3 Brandon Ingram 4 LeBron James 5 JaVale McGee Die Bank wird sich aus folgenden Spielern zusammensetzen: Rajon Rondo, Lance Stephenson, Josh Hart, Michael Beasley, Kyle Kuzma, Ivica Zubac, Travis Wear, Alex Caruso, Moritz Wagner, Isaac Bonga, Swjatoslaw Mykhajljuk Coach: Luke Walton

Los Angeles Clippers

Die Los Angeles Clippers machten in den letzten Jahren eine Menge Spaß und konnten sogar ihrem großen Bruder und Stadtnachbarn, den Lakers, phasenweise den Rang ablaufen. „Lob City“ war dabei stets die große Überschrift, wenn das Team um Chris Paul, Blake Griffin und DeAndre Jordan auf dem Feld stand. Doch Paul wurde bekanntermaßen vor der letzten Saison abgegeben und so war klar, dass sich die Struktur im Kader verändern würde. Ärgerlicherweise verletzte sich dann auch noch der für Paul gekommene Patrick Beverley und der aus Europa geholte Guard, Milos Teodosic hatte auch mit Verletzungen zu kämpfen. Dazu entschieden sich die Clippers völlig überraschend, den gerade erst verlängerten Blake Griffin nach Detroit zu traden und hatten so innerhalb kürzester Zeit zwei ihrer drei Big Player verloren. Nach einer enttäuschenden Saison, in der die Clippers die Playoffs verpassten, ging der Umbau im Sommer dann weiter. DeAndre Jordan wurde nach Dallas ziehen gelassen und der Abgang von Austin Rivers, der getradet wurde, war auch nicht zu erwarten. Sam Dekker und CJ Williams waren weitere Abgänge, sodass klar war, dass sich der Kader komplett neuformieren würde. Immerhin sorgte Lou Williams mit dem Gewinn des Best Sixth Man Awards für ein wenig Freude bei den Clippers und wurde über den Sommer nicht abgegeben. Dementsprechend wird er auch in der kommenden Saison einer der wichtigsten Spieler. Er und die verbliebenen Spieler reichen aber natürlich nicht aus und so mussten die Clippers nachbessern. Dies taten sie leider ohne einen großen Namen an Land ziehen zu können. Während die Lakers LeBron James nach Los Angeles lotsten, waren es für die Clippers eher kleinere Namen. So kam im Gegenzug für Austin Rivers, der Center Marcin Gortat im Trade nach LA und soll natürlich DeAndre Jordan ersetzen. Mit Luc Mbah a Moute verpflichtete man zudem einen alten Bekannten, und konnte mit Mike Scott und CJ Williams zwei weitere Spieler verpflichten. Im Draft hatten die Clippers dann den 12. und 13 Pick, tradeten ihren 12. Pick aber mit den Hornets und erhielten so letztlich Shai Gilgeous-Alexander. An 13. Stelle wählten sie außerdem Jerome Robinson aus. Vergessen sollte man an dieser Stelle nicht, dass die Clippers mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatten. Danilo Gallinari verpasste in der letzten Saison 61 Spiele, Beverley 70, Teodosic 37 und auch Rivers musste 21 mal passen. Dementsprechend erwarten die Clippers einige Spieler zurück, sodass Coach Doc Rivers auf einen insgesamt recht tiefen Kader zurückgreifen kann. Es bleibt allerdings die Frage, ob der Kader stark genug ist um die Playoffs mitzuspielen. Flexibel sind sie auf jeden Fall, haben sie einige variabel einsetzbare Forwards wie Harris, Gallinari, Johnson, Scott oder auch Mbah a Moute. Zudem haben sie auf der 1 mit Beverley, Gilgeous-Alexander und Teodosic eine Menge Optionen. Der Flügel ist mit Bradley und Williams auch nicht schlecht besetzt und auf den Positionen 3, 4 und 5 hat Rivers mit genannten Forwards und Harrell, Marjanovic und Gortat ebenfalls eine Menge Optionen. Trotzdem bleiben Zweifel, ist der Westen wie immer sehr stark und werden sich die Clippers erst einmal finden müssen. Die Verletzungsanfälligkeit und fehlende Star-Power lassen zudem Zweifel aufkommen, ob die Playoffs in dieser Saison nicht ein wenig zu hoch gegriffen wären. Mögliche Starting Five: 1 Patrick Beverley 2 Avery Bradley 3 Danilo Gallinari 4 Tobias Harris 5 Marcin Gortat Die Bank ist nicht mehr ganz so tief: Milos Teodosic, Shai Gilgeous-Alexander, Lou Williams, Jerome Robinson, Sindarius Thornwell, Wesley Johnson, Luc Mbah A Moute, Mike Scott, Montrezl Harrell, Boban Marjanovic Coach: Doc Rivers

Golden State Warriors

Zu Guter Letzt bleibt der amtierende Meister aus Golden State, der natürlich wieder als großer Favorit in die kommende Saison geht. Nach einer eher durchwachsenen regulären Saison, in der sich die Warriors teilweise schwertaten und phasenweise die Motivation verloren hatten, landeten sie trotzdem auf Tabellenplatz 2. In den Playoffs steigerte sich das Niveau dann aber schnell und nach 4-1 Siegen über die Spurs und Pelicans kam es in den Conference-Finals zum Aufeinandertreffen mit den Houston Rockets. Während die meisten darüber sprachen, dass Chris Paul sich verletzte, mussten auch die Warriors in vier Spielen gegen Houston auf Andre Iguodala verzichten. Doch auch ohne ihn setzten sich die Warriors letzten Endes in sieben Spielen durch, um dann die Cavs in den Finals zu sweepen. Kevin Durant wurde erneut zum Finals-MVP und war einmal mehr einer der entscheidenden Männer. In der Off-Season feierten die Warriors dann einen weiteren Erfolg, obwohl die Abgänge von McGee, Pachulia und West sicher nicht zu unterschätzen waren. Während Jonas Jerebkos Verpflichtung wohl kaum großen Einfluss haben wird, konnte sich Golden State aber auch über die Verpflichtung von DeMarcus Cousins freuen. Cousins, der sich in der letzten Saison die Achillessehne riss, aber als bester Center der Liga galt, bekam weder ein Angebot von New Orleans noch von anderen Teams und stellte selbst den Kontakt zu Golden State her. Die Warriors dachten er würde scherzen, doch letztlich unterschrieb er für knapp 5 Millionen für ein Jahr. Allerdings wird Cousins wohl erst gegen Januar zurückkehren und so lange müssen die Warriors ohne ihn auskommen. Da sie ihm zudem im kommenden Jahr keinen großen Vertrag anbieten können, liegt nahe, dass sich das Zeitfenster für eine erfolgreiche Zusammenarbeit auf dieses Jahr beschränkt und es bleiben viele Fragen offen, wie zum Beispiel ob Cousins zur alten Form zurückfindet, welche Rolle er einnimmt, ob er sich ins Team integrieren kann und ob er sich überhaupt mit den anderen versteht. Nichtsdestotrotz war der Move, neben der James-Verpflichtung der Lakers, die Top-Nachricht der Off-Season, da man davon ausgehen kann, dass er die Abgänge von McGee und Pachulia problemlos auffangen kann. Ansonsten passierte in Golden State aber wenig und der Meister-Kader blieb zusammen. Die kleinen Veränderungen und auch das Älter werden von Iguodala (34) und Livingston (33), bringt jedoch auch die Nachkömmlinge etwas mehr in die Verantwortung. So könnten Damian Jones (23) oder Kevon Looney (22) zunächst in die Rolle als Starting-Center rutschen. Außerdem werden Spieler wie Jordan Bell (23) oder Quinn Cook (25) noch mehr gefordert sein. Allerdings wird sich amtierende Meister hauptsächlich auf Steph Curry, Kevin Durant, Klay Thompson und Draymond Green verlassen. Thompson und Durant könnten im Sommer Free-Agent werden, so dass der Ausgang dieser Saison entscheidend für das weitere Bestehen der Warriors sein könnte. Fakt ist, dass die Warriors mit einer möglichen Starting Five um Curry, Thompson, Durant, Green und Cousins eine Truppe beisammenhaben, die als haushoher Favorit in die Saison geht. Es scheint als könnten sich die Warriors nur selbst schlagen oder durch Verletzungen zurückgeworfen werden und als wenn alles andere als der Titel als Fehlschlag bezeichnet werden muss, selbst wenn Cousins den Start der Saison verpassen wird. Mögliche Starting Five: 1 Steph Curry 2 Klay Thompson 3 Kevin Durant 4 Draymond Green 5 DeMarcus Cousins Die Bank: Shaun Livingston, Quinn Cook, Jacob Evans, Andre Iguodala, Jordan Bell, Jonas Jerebko, Kevon Looney, Damion Lee, Damian Jones Coach: Steve Kerr

Prognose:

Fraglos sind die Golden State Warriors der große Favorit in dieser Division und kein Team sollte ihnen den Division-Sieg streitig machen können. Dahinter wird es allerdings schon spannender und es sieht danach aus, als wenn die Lakers und Clippers nicht nur um die Vorherrschaft in Los Angeles kämpfen, sondern auch darum, wer die insgesamt bessere Saison hat. Da die Lakers mit LeBron James den wohl besten Spieler der Liga in ihren Reihen haben und ihren Kader qualitativ ordentlich aufstocken konnten, scheinen sie bessere Karten als die Clippers zu haben, deren Kader sich zwar sehen lassen kann, bei denen aber der Top-Star fehlt und die gesundheitlichen Probleme der letzten Jahre Zweifel aufkommen lassen. Die Phoenix Suns kommen dann als vierte Kraft in Betracht, verstärkten sie sich in der Off-Season gut, während bei den Sacramento Kings abzuwarten bleibt, wie sich das junge Team mit den vielen großen Spielern entwickelt. Dementsprechend sieht unsere letzte Division-Prognose wie folgt aus:  

  1. Golden State Warriors (62,5 – UNDER)
  2. Los Angeles Lakers (48 – UNDER)
  3. Los Angeles Clippers (36,5 – OVER)
  4. Phoenix Suns (29 – UNDER)
  5. Sacramento Kings (25,5 – UNDER)

  In Klammern befindet sich die prophezeite Anzahl an Siegen der einschlägigen Wettanbieter. OVER bzw. UNDER ist an dieser Stelle ein Tipp darauf, ob die Teams mehr (OVER) oder weniger (UNDER) Siege als die genannte Zahl erreichen werden.  

Basketball & NBA Wettarten

Wetten auf Basketball haben insbesondere in den USA eine lange Tradition, denn dort ist die Sportwette zum Teil beliebter als in England, dem Mutterland des Wettens. Das Wetten aus Basketball hat einige Besonderheiten und Tricks, die Wettanbieter manchmal anwenden und die man beachten sollte. Wir stellen euch hier die besten Anbieter vor, erklären ein paar Begriffe und präsentieren interessante Fakten. Zuerst unsere Lieblingsanbieter für Basketball. Die besten drei Anbieter: Betway (Details und Test) – Der beste Allrounder und ein zuverlässiger Wettanbieter. Bei der Moneyline für die BBL haben sie mit die stärksten Quoten und beim Spread sind sie noch immer solide. Außerdem gibt es bei uns einen 100€ Exklusivbonus – Betway.com besuchen… PinnacleSports (Details und Test) – Sicherlich ein Hinweis, den man auf nicht sehr vielen deutschsprachigen Wettseiten sieht. PinnacleSports hat seine Ursprünge im nordamerikanischen Raum und ist sicherlich in der Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig, aber wer gerne Einzelwetten auf die US-Sport, Tennis oder Fußball abschließt kann einfach nicht auf PinnacleSports verzichten und das obwohl es KEINEN Bonus gibt für Neukunden. Warum das? Ganz einfach, da niemand so unglaublich hohe Quoten und so hohe Limits hat, insbesondere bei der NBA und anderen US-Ligen. Haben die anderen beim Spread 1,91 zu 1,91, hat PinnacleSports eine 1,95 zu 1,95 und das macht sich auf Dauer im Geldbeutel bemerkbar! Außerdem zahlt man bei diesem Anbieter keine Wettsteuer wenn man Kunde aus Deutschland ist. Ein Umstand, den man nicht unterschätzen sollte, da man hier bei JEDER Wette 5% mehr bekommt, die nicht an den Staat „abgedrückt“ werden müssen. – PinnacleSports.com besuchen… Bet365 (Details und Test) – Dieser Anbieter hat eine unglaubliche Anzahl an Basketball-Ligen und Wetten. Hinzu kommen unzählige kostenlose (!!!) Livestreams, inklusive der NBA, die man als Kunde schauen kann. Dazu gehören auch exotische Ligen wie die philippinische Basketball-Liga. Bet365.com besuchen…

Moneyline Wette

Der Begriff Moneyline kommt aus den USA und heißt nichts anderes als „endgültiges Ergebnis“, also das Ergebnis inklusive aller Verlängerungen. Dies ist natürlich die Grundwette und der Indikator für Stärke und Schwäche der Teams. Der Begriff Moneyline taucht zwar nicht mehr so oft auf deutschsprachigen Seiten auf, aber er kommt auf US-Seiten vor, so dass man ihn zumindest kennen sollte.

Spread Wette

Für jeden ernsthaften Sportwetten DIE wichtigste Wettart, denn sie verschafft einem die hohe Quote. Was wird dabei gemacht? Der Wettanbieter versucht die Leistungsunterschiede zwischen zwei Teams durch vorher zugeteilte Punkte auszugleichen. Dabei werden dem Favoriten Punkte entzogen und dem Außenseiter die gleiche Anzahl an Punkten zugeschrieben. Ein Beispiel vom 04.01.2015, das Spiel Eisbären Bremerhaven – Alba Berlin. Bremerhaven hatte vor dem Spiel eine 5,25 und Alba eine 1,16 (Quoten von Betway.com), womit der Favorit sehr eindeutig war. Wer nun gerne weniger Risiko als einen Bremerhaven Sieg oder bei Alba eine höhere Quote haben wollte, musste auf den Spread ausweichen. Dieser lag bei 9,5 Punkten (bei den Spreads bewegen wir uns wegen den feinen Unterschieden immer in 0,5 Schritten), so dass die Quoten lauteten: +9,5 Bremerhaven 1,90 – -9,5 Alba 1,90. Übersetzt: Wettet man auf -9,5 Alba, dann muss Alba mit 10 oder mehr Punkten Abstand gewinnen damit die Wette gewonnen wurde. Wettet man auf +9,5 Bremerhaven, dann muss Bremerhaven mit WENIGER als 9,5 Punkten Abstand verlieren oder eben gewinnen damit die Wette gewonnen wird. WICHTIG: Bei den Spreads zählt immer das Endergebnis inklusive aller Overtimes!

Point Line

Die Point Line ist eine Angabe, bei der es um die Anzahl der Punkte geht, die im Spiel fallen. Geht es um die Gesamtanzahl der Punkte, dann zählen auch ALLE Overtimes mit, aber es gibt auch Wetten auf die Punktanzahl einzelner Viertel, einer Halbzeit usw. Dabei wird eine Linie festgelegt, die der Wettanbieter für die wahrscheinlichste Anzahl an Punkten hält und man hat die Wahl „über“ oder „unter“ zu wetten.

Wetten inklusive Unentschieden

Bei einigen Anbietern wird man auch Wetten sehen, die ein Unentschieden beinhalten. Hierbei zählt dann natürlich ausschließlich die reguläre Spielzeit. Dieses Produkt dient jedoch vor allem dem Buchmacher, denn es macht eine Wette noch schwieriger. Wir würden immer zu einer Moneyline raten!

Saisonwetten

Die bekannteste Saisonwette ist natürlich die auf den Meister, aber bei den größeren Ligen gibt es auch Wetten darauf wer in die Playoffs kommt oder wie weit ein Team in den Playoffs kommt. Für die NBA gibt es sogar eine ausgezeichnete Wette und zwar die über die Anzahl der Regular Season Siege. Hier wird eine Zahl Angeboten und dann kann auf ein „über“ oder „unter“ gewettet werden. In unseren Augen sind hier immer wieder großartige Wetten zu erwischen, da Teams die schwach auf Grund von Verletzungen waren oft zu negativ eingeschätzt werden, selbst wenn die Spieler in der neuen Saison wieder dabei sind.

Die Wettskandale

Ja, die gab und gibt es auch im Basketball. Der bekannteste bzw. legendärste hat es sogar als Thema in die 30for30 Reihe bei ESPN geschafft. Schaut auch die Doku mit dem Namen „Playing fort he mob“ an als die Mafia Basketball-Spiele frisierte um bei Wetten mehr Geld zu machen. Das war in Boston in den Jahren 1978-79, aber es gab auch den „point shaving scnadal“ aus der Saison 1950-51, in den sieben Schulen verwickelt waren. Und dann gab es natürlich auch den Skandal 2007. Wie immer gilt…wo die Versuchung groß ist, finden sich immer wieder Menschen, die das schnelle Geld wollen!

Unsere NBA Wetttipps

Werft regelmäßig einen Blick auf unsere immer topaktuellen NBA Wetttipps, welche von Experten für euch geschrieben werden, und euch zusätzlich zu interessanten Informationen schon vor dem Spiel einen Wett-Heimvorteil verschafft! Alle Sportwetten Tipps gibt es auf unserer Tipp-Seite.

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