Nach den jeweils enttäuschenden Saisonverläufen im letzten Jahr gingen sowohl die Minnesota Timberwolves, als auch die Philadelphia 76ers mit viel Hoffnung und Zuversicht in diese Saison, doch nach den ersten zehn Spielen kann man noch nicht wirklich davon sprechen, dass die beiden jungen Mannschaften sich entwickelt haben.

Die Wolves bisher zu oft zahnlos

Vor allem die Wolves erhielten im Vorfeld eine Menge Vorschusslorbeeren und sogar die Playoffs schienen als angreifbares Ziel. Natürlich ist die Saison noch jung und es ist nicht mal ansatzweise etwas entschieden, doch man hatte sich in Minnesota sicher etwas mehr erhofft, als nur drei Siege aus den ersten zehn Spielen.

Dabei kann auch ein eventuell zu schweres Programm nicht als Ausrede herhalten, verloren sie beispielweise gegen die Kings, Nets oder Nuggets. Coach Thibodeau konnte also noch nicht die gewünschte Verbesserung erreichen, auch wenn es zumindest offensiv im Vergleich zur letzten Saison etwas besser wurde. Doch gerade defensiv hatte man sich mit dem neuen Coach einige Fortschritte erhofft, doch bisher ist davon noch nichts zu erkennen.

So wird man den Wolves weiterhin noch etwas Zeit geben müssen, denn die guten Ansätze lassen sich immer wieder erkennen. Die individuelle Klasse muss dabei zum Glück nicht in Frage gestellt werden. Towns und Wiggins überzeugen und vor allem der junge Forward Wiggins, erhöhte seinen Punkteschnitt auf 26,6 Punkte und explodierte im vorletzten Spiel gegen die Lakers mit 47 Punkten und führte sein Team zum Sieg.

Trotzdem bleiben noch einige Probleme, die vor allem in Halbzeit 2 auftreten. So brachen die Wolves schon häufiger im dritten Viertel ein, oder ließen zum Ende des Spiels einfach die nötige Abgezocktheit vermissen.
Gleiches kann in diesem Zuge auch über den heutigen Gegner aus Philadelphia gesagt werden.

76ers Prinzip Hoffnung

Im Gegensatz zu den Wolves gewannen die Sixers nämlich erst zwei Spiele, hatten aber beispielsweise gegen OKC, Orlando oder Cleveland die Chance das Spiel zu gewinnen. Ballverluste und überhastete Aktionen häuften sich allerdings und die Spiele gingen verloren, sodass der einzige Sieg bisher der über die Pacers verbucht werden konnte.

Joel Embiid bleibt dabei aber – ähnlich wie Towns und Wiggins bei den Wolves – der große Hoffnungsträger in Philly. Der Rookie überzeugt in nur 22 Minuten pro Spiel mit 18 Punkten, 7 Rebounds und über 2 Blocks pro Spiel. Auf Grund der Verletzungen der letzten Jahre fehlte er allerdings in vier von elf Spielen, was für die Entwicklung von ihm und des Zusammenspiels der Mannschaft wenig hilfreich ist. Zudem fehlt Nummer 1 Pick Ben Simmons weiterhin verletzt und auch Nerlens Noel konnte noch kein Spiel bestreiten.

Embiid erhält immerhin recht ordentliche Unterstützung von Jahlil Okafor und auch der vor kurzem geholte Ersan Ilyasova macht seine Sache ordentlich. Am Ende reichte es aber nur zu einem Sieg und das Spiel der Sixers ist leicht auszurechnen. So geht der Ball entweder zu Embiid oder Okafor oder sie versuchen mit einfachem Pick and Roll zum Erfolg zu kommen.

Dementsprechend erfolglos ist das Spiel, was zudem durch zum Teil fehlende individuelle Klasse gebremst wird. Dementsprechend sind die Aussichten derzeit auch nicht so gut und Philly und solange Embiids Minuten weiter reguliert werden, Simmons verletzt ist und die Spieler nicht individuell etwas stärker werden, könnte den Sixers ein weiteres schweres Jahr bevorstehen, in dem auch Spiele wie gegen die Wolves (eines der derzeit schwächsten Teams der Western Conference) verloren gehen.

Tipp

Auch wenn die Wolves das letzte Spiel gegen die Hornets verloren, gewannen sie zwei ihrer letzten vier Spiele. Zudem spielen sie heute zu Hause und konnten sich in Ruhe auf das Spiel vorbereiten. Die Sixers müssen back-to-back ran, da sie gestern bereits gegen die Wizards spielten. Embiid ist heute allerdings mit von der Partie, da er gestern aussetzte. Trotzdem sind die Wolves zu stark für die Sixers und Towns und Wiggins werden das Spiel für Minnesota entscheiden.

Tipp: -11 Minnesota Timberwolves – 1,91 William Hill (absolut empfehlenswert was Auswahl und mobile App angeht)

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Player to watch: Andrew Wiggins

Wiggins ist bereits in seiner dritten Saison, ist aber gerade mal 21 Jahre alt. Die 47 Punkte gegen die Lakers sind daher umso beeindruckender und belegen das große Potenzial von Wiggins. Sowieso ist er in diesem Jahr deutlich aggressiver als vergangene Saison und führt seine Mannschaft scoringtechnisch an. In zwei Spielen agierte er schwach (7 und 17 Punkte), was für einen jungen Spieler durchaus normal ist. In den restlichen acht Spielen konnte er aber immer mindestens 22 Punkte erzielen und gegen die schwachen Sixers sollte das Erreichen seines Schnitts von 26 Punkten kein Problem sein.

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