Nach einem bisher schwachen Saisonstart empfangen die Miami Heat heute die gut gestarteten Atlanta Hawks. Dabei sprechen im Vorfeld viele Dinge für Atlanta, die nach vier Siegen in Folge in guter Form nach Miami reisen. Die Heat, die gestern bereits gegen die Spurs ran mussten (Ergebnis fehlt), haben aber nicht nur die Doppelbelastung zu verkraften. Sie verloren zudem ihre letzten vier Spiele und taten sich im bisherigen Saisonverlauf schwer.

Miami mit offensiven Problemen

Vor allem in der Offensive hat Miami große Probleme. Mit 95,5 erzielten Punkten sind nur die Orlando Magic schlechter in der Offensive. Da die Heat zudem mehr Punkte kassieren (98,5) als sie erzielen wird schnell klar, warum man bisher nur zwei von acht Spielen gewinnen konnte und dass die Abgänge/Ausfälle von Wade, Bosh oder auch Joe Johnson nicht so einfach zu verkraften sind.

Goran Dragic, der für heute fraglich ist und Hassan Whiteside gehen für die Spoelstra-Fünf voran, und vor allem Whiteside präsentiert sich mit 17,5 Punkten, 14,6 Rebounds und 2,5 Blocks in Spiellaune. Auch Dragic spielt mit 16,3 Punkten ordentlich, doch vergleicht man die Werte mit denen von beispielsweise Bosh und Wade, wird sofort klar, dass durchaus noch etwas fehlt. Zudem kommt vom Rest des Teams zu wenig. Tyler Johnson, der im Sommer überraschenderweise einen fetten Vertrag bekam, liefert von der Bank mit 13,3 Punkten noch gute Leistungen ab und auch Justise Winslow ist mit 12,1 Zählern nicht schlecht.

Doch weil die Topscorer nicht über 18 Punkte pro Spiel kommen, sind die Leistungen in der Breite dann doch zu schlecht. Die Wurfquote von gerade mal 42,3% als Team ist ein Beleg für die Probleme Miamis und weist letztlich auf mangelnde Qualität im Kader hin. So ist auch der Heimvorteil kaum von Bedeutung, da sie einfach besser spielen müssen, um den Gegner tatsächlich gefährlich zu werden.

Hawks noch mit Baustellen

Beim heutigen Gegner aus Atlanta zeigt sich ein ganz anderes Bild. Sie werfen 48,2% aus dem Feld – zweitbester Wert der Liga. Dass die Hawks damit auch die zweitbeste Offensive der Liga haben liegt Nahe und so ist die Favoritenstellung schnell geklärt.

Dabei könnten die Hawks noch besser sein, doch sie leisten sich 17,8 Ballverluste im Spiel und verschenken somit eine Menge Möglichkeiten. Gleichzeitig zeigen sie sich allerdings defensiv stark und haben die viertbeste Verteidigung in der Eastern Conference. Grund dafür sind die provozierten Ballverluste, denn gegen keine Mannschaft werden mehr Bälle verloren als gegen Atlanta.

Zu guter Letzt dürfen auch die starken individuellen Leistungen nicht vergessen werden. Im Vergleich zu Miami kommt der Topscorer der Hawks (Paul Millsap) gerade mal auf 16,7 Punkte, doch Schröder (16,3), Howard (15,2) und Hardaway Jr. Und Bazemore scoren ebenfalls zweistellig. Drei weitere Spieler machen zudem ca. neun Punkte pro Spiel, wodurch die mannschaftliche Geschlossenheit und Tiefe schnell zu erkennen ist.

Tipp

Werte und Form sprechen also klar für Atlanta und Miamis Doppelbelastung ist ebenfalls ein klarer Vorteil für die Gäste. Das Centerduell, welches die Heat mit Whiteside eigentlich immer gewinnen, ist diesmal auch ausgeglichen, so dass Miami eigentlich keinen Vorteil in das Spiel mitnimmt. Daher ist davon auszugehen, dass Atlanta Sieg Nummer 7 einfahren kann.

Tipp: -6,5 Atlanta Hawks – 1,95 Guts.com (KEINE Wettsteuer!)

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Player to watch: Dennis Schröder

Schröder bekam im Sommer nicht nur einen fetten Vertrag von den Hawks, sondern auch das Vertrauen auf dem Feld zugesprochen. Auch wenn der Deutsche keine überragenden Werte abliefert, scheint er hervorragend in das Konzept von Coach Budenholzer zu passen. Mit 16,3 Punkten, 3,8 Rebounds und 6,2 Assists konnte er sich in den wichtigsten Statistiken verbessern und schlägt sich auch gegen Top-Guards wie Irving und Co. bisher hervorragend. Da Dragic ausfällt oder angeschlagen ist, sollte er auch heute seinen Schnitt mit 16 Punkten erreichen können.

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