Während Manchester United zuletzt im Kampf um die Tabellenspitze Federn ließ, feierten die Spurs gegen Liverpool ein berauschendes Fußballfest. Allerdings: Während Manchester im Ligapokal zurück in die Spur fand, musste Tottenham einen Dämpfer hinnehmen. Wer gewinnt das Topspiel?

Das Ende des goldenen Oktobers markiert für die Tottenham Hotspur den Beginn der Wochen der Wahrheit: Zum Auftakt reist der Tabellendritte nach Manchester ins Old Trafford, wo sie vom punktgleichen Zweiten, United, erwartet werden. Beide Teams erwischten einen starken Start in die Saison und sind die einzig verbliebenen Teams, die mit ManCity zumindest einigermaßen Schritt halten können. Nach dem Spieltag gebührt diese Ehre womöglich nur noch einer der Mannschaften.

 

Manchester United

Die letzten drei Ergebnisse: 2:0 vs. Swansea City, 1:2 vs. Huddersfield Town, 1:0 vs. Benfica Lissabon

Der Ligapokal ist in England der unbedeutendste aller Wettbewerbe. Er ist längst nicht so prestigeträchtig wie der FA Cup, weit weniger lukrativ als die Liga, und die Strahlkraft der Königsklasse besitzt er schon gar nicht. Dennoch gibt es Momente, in denen Siege im Ligapokal Gold wert sein können. Manchester United erwischte solch einen Moment. Stichwort: Psychologisch wichtiger Zeitpunkt.

In den Vorwochen waren die Red Devils nach ihrem exzellenten Saisonstart (6 Siege, eine Niederlage) ein wenig ins Straucheln geraten: Gegen den FC Liverpool sprang nur eine Nullnummer heraus, die aus United-Sicht sogar noch als glücklich bezeichnet werden kann. Gegen Benfica Lissabon setzte sich das Team mit Ach und Krach durch (1:0), ohne auch nur den Ansatz von spielerischer Klasse zu versprühen. Gegen Überraschungsaufsteiger Huddersfield schließlich erwischte es das Team dann eiskalt: 1:2 unterlag man dem klaren Außenseiter – sehr zur Freude experimentierfreudiger Sportwetter, die exzellente Quoten einstrichen. Durch die Niederlage enteilte Stadtrivale City bis auf fünf Punkte, die erste Mini-Krise der Saison war perfekt.

So kommt es, dass der Ligapokal zum besagten psychologisch wichtigen Zeitpunkt folgte. Gegen Swansea City konnte das Team ohne den ganz hohen Druck aufspielen, zeigte deutliche bessere Ansätze im Offensivspiel und belohnte sich für eine couragierte Leistung mit einem ungefährdeten 2:0-Sieg.

Das kleine Erfolgserlebnis dürfte der Mannschaft Aufwind und Selbstvertrauen verleihen, was sie vor dem anstehenden Kracher gegen Tottenham gut gebrauchen kann. Mit einem Sieg würde United seinen Status als Titelanwärter zementieren. Bei einer Niederlage und dem Rückfall auf Rang drei dagegen dürfte der Sieg im Ligapokal schnell wieder vergessen sein.

 

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Tottenham Hotspurs

Die letzten drei Ergebnisse: 2:3 vs. West Ham United, 4:1 vs. FC Liverpool, 1:1 vs. Real Madrid

Die Tottenham Hotspur und Harry Kane, das passt einfach. Im Gleichschritt durchliefen Spieler und Verein in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung: Vom vielversprechenden Talent(haufen) zur Weltklasse.

Spätestens nach dem berauschenden Sieg gegen Liverpool darf man sich sicher sein: Auch in dieser Saison werden die Tottenham wird ein Wörtchen mitzureden haben, wenn es um den Titel und die vergabe der Plätze eins bis vier geht: Gegen Jürgen Klopp und seine Reds war Tottenham in allen Belangen überlegen und sie hatten – natürlich – Harry Kane: Mit seinen Saisontreffern sieben und acht sowie einer Vorlage war der Stoßstürmer einmal mehr der Erfolgsgarant der Spurs. Wie gesagt: Tottenham und Kane, das passt.

Die seit Jahren stärker werdenden Leistungen der Londoner alleine an den Namen Kane zu knüpfen, wäre allerdings falsch. Beim 1:1 gegen Real zeigte sich erneut, auf welch hohem Niveau die gesamte Mannschaft mittlerweile agiert: Coach Mauricio Pocchettino hatte seine Spurs exzellent auf die Madrilenen eingestellt, vor allem defensiv lieferte das Team eine hervorragende Leistung ab und unterstrich, warum sie im vergangenen Jahr nach Meister Chelsea die zweitbeste Verteidigung der Liga stellten.

Auch in diesem Jahr hat Tottenham hinter den Spitzenklubs aus Manchester das dichteste Bollwerk der Liga zu bieten. Gerade einmal sechs Gegentreffer kassiert die Mannschaft in den ersten neun Ligaspielen. Insofern kam die jüngste Niederlage im Pokal durchaus überraschend: Gegen West Ham kassierten die Spurs satte drei Gegentreffer, mehr als in jedem Pflichtspiel der vergangenen Saison mit Ausnahme des FA-Cup-Habfinales gegen Chelsea (2:4). So verspielte die Mannschaft eine 2:0-Führung und den sicher geglaubten Einzug ins Viertelfinale.

Sei’s drum, wird man sich bei den Spurs denken. Das Aus im Ligapokal ist verschmerzbar, solange das Team die Niederlage schnell verdaut hat und gegen United dort angeknüpft, wo es gegen Liverpool aufgehört hat.

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Interessante Quoten & Tipps

 

Obwohl die Teams in der Tabelle gleichauf liegen und fußballerisch auf Augenhöhe performten, ist United auf dem Wettmarkt verhältnismäßig klar favorisiert. Bei Interwetten.com etwa liegt ein Sieg der Red Devils bei der Quote 2,10, während die Tottenham Hotspur auf 3,50 kommen.

 

Erklären lassen sich die Verhältnisse mit dem Heimvorteil. United ist im Old Trafford bislang eine Macht, alles sechs Heimspiel konnte Manchester bisher gewinnen – Torverhältnis 20:1. Nach vier Auswärtsspielen in Serie, vermutlich ein Grund für den leichten Leistungseinbruch, freut sich die Mannschaft, pünktlich zum Spitzenspiel wieder vor heimischer Kulisse auflaufen zu dürfen – was man auch merken wird. Ob bzw. für wen es letztlich zum Sieg reicht, ist dennoch schwer zu sagen. Sicherer ist dagegen die Aussage, dass sich zwei der sichersten Verteidigungsreihen der Liga gegenüberstehen werden, die Chancen zur Mangelware verkommen lassen – auch für Topscorer Kane.

 

Daher die Prognose: Unter 2,5 Tore – Quote 1,85 bei Interwetten.com

 

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