Manchester United wirkt unter Interimscoach Solskjaer wie neugeboren – daher dürfte der arg gebeutelte AFC Bournemouth für die Red Devils kein Problem sein. Oder?

Jahresabschluss im Old Trafford: Ein letztes Mal öffnet die altehrwürdige Arena im Kalenderjahr 2018 ihre Pforten, wobei Manchester United den AFC Bournemouth empfängt. Noch vor einem Monat hätte man sich im Vorfeld dieses Spiels kaum auf einen klaren Favoriten einigen Können – doch mit dem neuen Mann an der Seitenlinie scheint United seine Stärke wieder entdeckt zu haben. Behält Interimstrainer Solskjaer seine weiße Weste?

Interessante Quoten & Tipp

Für die Buchmacher ist die Angelegenheit am Sonntagabend klar: Manchester United geht als klarer Favorit ins Duell mit dem AFC Bournemouth – und anders als noch vor wenigen Wochen kann man mittlerweile auch wieder davon ausgehen, dass die Red Devils ihre individuelle Überlegenheit auch auszuspielen wissen.

Unter Ex-Coach Mourinho hatte man hierauf nicht länger vertrauen können: Der Portugiese hatte es sich mit seiner Mannschaft, allen voran Führungsfigur Pogba, komplett verscherzt, was sich unübersehbar negativ auf das Leistungsvermögen des Teams auswirkte. Wie stark dieser hemmende Einfluss gewesen sein muss, zeigte sich vor allem, seit Mourinho von Bord ist: Unter Interimscoach Solskjaer wirkt das Team wie ausgewechselt und gewann bislang beide Spiele mit dem Norweger an der Seitenlinie – bei einem Torverhältnis von 8:2.

Bournemouth hingegen bekam zuletzt in Tottenham ordentlich auf die Mütze (0:5) und hatte auch in den Vorwochen nur wenig Grund zu feiern. Angesichts von nur zwei Siegen aus den vergangenen zehn Pflichtspielen dürfte das Team den Trip nach Manchester nicht allzu ambitioniert antreten – und am Ende punktlos abreisen.

Daher die Prognose: Sieg für Manchester United – Quote 1,40 bei Betvictor

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Manchester United

Die letzten drei Ergebnisse: 3:1 vs. Huddersfield Town, 5:1 vs. Cardiff City, 1:3 vs. FC Liverpool

Der Posten des Trainers gehört im Profifußball zu den wichtigsten Positionen. Er kann das von Vereinsverantwortlichen und Sportdirektor geschaffene Ökosystem, das ihm zur Verfügung stehende Talent formen, lenken und steuern – er kann es aber auch bremsen und hindern. Wie ungemein stark dieser Coaching-Einfluss sein kann, ist zurzeit bei Manchester United zu beobachten.

Unter José Mourinho legte United den schlechtesten Saisonstart der Vereinsgeschichte hin. Nichts, aber auch gar nichts wollte klappen – in sämtlichen Mannschaftsteilen offenbarte das Team bedenklich große Baustellen. Phasenweise wirkte es, als habe der Weltklasse-Kader der Red Devils über Nacht das Fußballspielen verlernt. Mittlerweile wissen wir: Der Ursprung des Übels war wohl der schlechte Einfluss des Coaches.

Mourinho hatte sich in seiner Endphase in Manchester mit nahezu der gesamten Führungsriege des Teams überworfen, vor allem mit Paul Pogba kam der Portugiese überhaupt nicht zurecht. Die gewaltigen atmosphärischen Störungen störten das Teamgefüge merklich, was letztlich dafür sorgte, dass die Mannschaft weit unterhalb ihres eigentlichen Leistungsvermögens agierte. 2:2 gegen Southampton, 1:3 gegen West Ham, 1:2 gegen Valencia, 2:3 gegen Brighton – Enttäuschungen dieser Natur prägten bislang die Saison Manchester Uniteds – bis die Vereinsverantwortlichen vor zwei Wochen die Reißleine zogen: Nach der bitteren 1:3-Pleite gegen Erzrivale Liverpoo, dem die Mannschaft nichts entgegenzusetzen hatte, setzte der Klub Mourinho vor die Tür.

Für den Exzentriker übernahm mit Ole Gunnar Solskjaer ein Vertreter einer gänzlich anderen Trainerschule: Die Vereinslegende gilt als sanfter, umgänglicher Typ – und mit diesen Wesenszüge scheint er sein Team im Handumdrehen für sich gewonnen zu haben. Oder wer weiß: Vielleicht reichte es der Mannschaft schon, einfach nur jemand anderen vor der Nase zu haben als Mourinho.

Wie auch immer die Gründe gelagert sein mögen, die Resultate sind eindeutig: In den bisher zwei Spielen unter Solskjaer agierte United wie ausgewechselt, spielerisch auf einem ganz anderen Niveau. Gegen Cardiff City und Huddersfield Town schoss das Team die Lampen aus – und sich dabei offenbar den Frust von der Seele. So passt es wie die Faust aufs Auge, dass ein großgewachsener Mittelfeldmann beim 3:1-Erfolg gegen die Terriers mit einem Doppelpack und einer Vorlage die Hauptrolle spielte: Paul Pogba.

Mögliche Aufstellung Manchester United

Solskjaer nahm im Laufe seiner zwei Spiele als Chefcoach durchaus Änderungen in der Startelf vor, sein Grundgerüst scheint noch nicht vollends zu stehen. Gegen Bournemouth könnten daher erneut Reservisten ihre Bewährungschance erhalten.

De Gea – A. Young, Lindelöf, P. Jones, Shaw – Ander Herrera, Matic, Pogba – Lingard, Rashford, Martial

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AFC Bournemouth

Die letzten drei Ergebnisse: 0:5 vs. Tottenham Hotpsur, 2:0 vs. Brighton & Hove Albion, 0:1 vs. FC Chelsea

Es lief schon einmal besser für die Kicker des AFC Bournemouth. Zum Auftakt der Saison etwa gelangen dem Team vier Siege aus den ersten sechs Spielen. Dieser Tage allerdings will kaum etwas zusammenlaufen – und nach nur zwei Dreiern aus den vorherigen neun Pflichtspielen folgte ausgerechnet zu Weihnachten der vorläufige Tiefpunkt.

Gegen die formstarken Tottenham Hotspur hatte zwar ohnehin keiner einen Sieg erwartet, doch dass Bournemouth im Wembley derart Baden gehen würde, enttäuschte dennoch viele Fans. Ohne den Hauch einer Chance schlich das Team nach 90 bitteren Minuten vom Platz und musste sich mit der Schmach abfinden, die Feiertage mit einer 0:5-Pleite abzuschließen.

Der sehr gute Saisonstart des Teams rückte durch die Niederlage wohl endgültig in weite Ferne, die Realität ist traurig und hart: In den vergangenen zehn Spielen gelangen AFC lediglich zwei Siege, einer davon immerhin vor der Spurs-Klatsche gegen Brighton & Hove Albion (2:0). Wie sich wenige Tage später jedoch herausstellte, war jener Sieg nicht mehr als ein Zwischenhoch. Es dominieren weiterhin die Enttäuschungen – wie etwa die vom 17. Spieltag gegen Wolverhampton: Im Duell mit dem Aufsteiger und direkten Tabellenkonkurrenten war Bournemouth mehr oder minder chancenlos und musste eine verdiente 0:2-Pleite hinnehmen.

Alles in allem lässt sich somit kaum Positives berichten aus den vergangenen Wochen. Bournemouth steckt in der Krise – und das Old Trafford scheint aktuell nicht als Safe Space zur Bewältigung geeignet.

Mögliche Aufstellung AFC Bournemouth

Bourenmouth-Coach Howe hat nach dem 0:5 in London durchaus Gründe, den einen oder anderen enttäuschenden Leistungsträger auf die Bank zu beordern – doch wird dies auch geschehen? Folgenden Formation scheint denkbar:

Begovic – Diego Rico, S Cook, Aké, Daniels -Brooks, Surman, Jefferson Lerma, Fraser – Stanislas – Mousset

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Manchester United – AFC Bournemouth im TV oder Livestream

Die Partie zwischen Manchester United und dem AFC Bournemouth ist für deutsche Zuschauer live verfolgbar – bei DAZN. Der Netzanbieter überträgt das Spiel live auf dazn.de, Anpfiff ist am 30. Dezember um 17.30 Uhr.

 

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