Primera Division Wetten und Tipps 2016-2017

Die Liga der außergewöhnlichen Gentleman lädt zum nächsten Wettkampf um die Krone! Holt sich Barca wieder einmal die Spitze, oder gelingt es Ronaldo, an das bisher erfolgreichste Fußballjahr in seiner Karriere noch einen weiteren Erfolg 2016/2017 anzuhängen? Und, bei aller Liebe für die üblichen Verdächtigen – gibt es eventuell die Chance auf einen Überraschungsmeister? Hier zuerst unsere Top-Tipps und wenn ihr runterscrollt unsere große Saisonvorschau.

FC Barcelona – CD Leganes Tipp 19.02.2017

Barca – Leganes, satte 30 Punkte haben die Katalanen an den ersten 22 Spieltagen mehr gesammelt als der Aufsteiger. Und dennoch liegt der FC Barcelona mit einem Punkt Rückstand und bereits zwei mehr ausgetragenen Spielen nur auf Platz zwei hinter Erzrivale Real Madrid

Real Madrid – Espanyol Barcelona Tipp 18.02.2017

Real – Espanyol, der Tabellenachte ist zu Gast beim Spitzenreiter. Real Madrid führt trotz zweier weniger ausgetragener Spiele die Primera Division mit einem Punkt Vorsprung auf den FC Barcelona an und will diese Position natürlich verteidigen.

Villarreal – AS Rom Tipp 16.02.2017

Ein sehr spannendes Spiel erwartet uns in den zweiten Reihen der großen Primera Division und Serie A. Villarreal empfängt den AS Rom und beide haben eigentlich Champions League Ambitionen, wobei nur eines dieser Teams auf dem Weg dorthin ist. Für beide wäre die Europa League endlich eine Chance auf einen Titel.

Deportivo Alaves – FC Barcelona Tipp 11.02.2017

Alaves – Barca, unter der Woche sind beide ins Finale der Copa del Rey eingezogen, womit klar ist, dass es im Mai zu einem nochmaligen Wiedersehen kommt. Zunächst geht es aber nun in der Liga um drei Punkte, die der mit einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter Real Madrid zweitplatzierte FC Barcelona unbedingt braucht

CA Osasuna – Real Madrid Tipp 11.02.2017

Osasuna – Real, das Schlusslicht trifft auf den Spitzenreiter, womit schon alles über die Ausgangslage gesagt ist. Während CA Osasuna mit lediglich zehn Punkten aus 21 Spielen bereits abgeschlagen ist und acht Zähler Rückstand auf das rettende Ufer aufweist

FC Barcelona – Atletico Madrid Tipp 07.02.2017

Am Wochenende mussten die spanischen Vereine noch die nächsten Aufgaben in La Liga absolvieren und nun geht es für vier Mannschaften unter der Woche direkt mit den Halbfinalrückspielen in der Copa del Rey weiter. Besonders spannend dürfte es dabei am Dienstag, den 7. Februar im Camp Nou zugehen, wenn der FC Barcelona und Atletico Madrid aufeinandertreffen.

Die Titelanwärter

FC Barcelona

Messi ist blond, und alle so “Yeah!”. Ob die Blondierung ein Image-Wechsel sein soll, um die Steuersünden vergessen zu machen, oder aber schlicht eine Idee seiner Liebsten war, ist nicht überliefert. Die Debatte über seine Haarfarbe zeigt aber, womit sich die Journalisten dieser Welt beschäftigen, sobald es um den zu vergebenden Meistertitel geht. Nämlich dass da nicht mehr ist, als das Duell Leo Messi gegen CR7. Die Chancen für Barca, das Meisterstück von vergangener Saison zu wiederholen, stehen selbstverständlich gut.

Um die Defensive zu verstärken, kaufte man sich den französischen Innenverteidiger Umtiti für 25 Millionen Euro von Olympique Lyon. Umtiti machte bereits bei der EM auf sich aufmerksam, unaufgeregt und überlegt baut er das Spiel aus der hintersten Reihe auf. Sein Kurzpassspiel passt ausgezeichnet auf die Spielweise Barcas. Dennoch ist ein solcher Einkauf für den spanischen Rekordmeister eigentlich eher ungewöhnlich. Normalerweise bedient man sich entweder am eigenen Nachwuchs, oder aber man kauft spanische Spieler von Ligakonkurrenten, die irgendwann mal in ihrer Jugend in der Akademie des FC Barcelonas gespielt haben.

Auch aus der französischen Liga und ebenso für die Defensive wurde der junge Lucas Digné geholt. Digné ist Linksverteidiger, kann aber auch rechts spielen und dürfte Alves ersetzen, der in die Serie A zu Juve wechselt.

Gleich zwei Wechsel also, die vielleicht auch eine neue Ausrichtung zeigen, angesichts der zunehmend stärker werdenden Konkurrenten Real und Atlético.

Für das ohnehin schon Weltklasse besetzte Mittelfeld verpflichtete man den portugiesischen Europameister Gomes vom FC Valencia. Für ihn ließ man das kroatische Mittelfeldtalent Halilovic ziehen, der zum HSV in die Bundesliga wechselt.

Luis Enrique hat es bei einer ausgezeichnet eingespielten Offensive natürlich nicht so schwer zu entscheiden, wer spielt. Die Stammplätze im Sturm sind vergeben, so schnell kommt da niemand vorbei. Dennoch ist man laut eigener Aussage noch auf der Suche nach einem erfahrenen Backup, der sich trotz gewisser Klasse nicht zu schade wäre, nur von der Bank zu kommen. Messi, Neymar und Suarez können immer einmal ausfallen, deshalb wünscht man sich einen Stürmer von internationalem Format, der sich dann voll ins Zeug legt, wenn er gebraucht wird.

Auf wen auch immer die Entscheidung fällt: Barcelona ist wieder einmal Top-Titelfavorit. Einzig und allein die Innenverteidigung bestehend aus Piqué und Mascherano könnte solangsam in die Jahre gekommen sein. Gerade Gerard Piqué konnte man bei der EM ansehen, dass es ihm an Antrittschnelligkeit fehlt. Ob ihn deshalb automatisch Umtiti beerben wird, ist eher unwahrscheinlich. Eher wird Umtiti Mascherano beerben, der eventuell weiter in die Mitte rücken soll. Was auch immer passiert, am Ende ist offensichtlich, dass sich Barca schleunigst an einen Umbruch heranwagen muss, um in allen Mannschaftsteilen für Nachwuchs zu sorgen.

Real Madrid

Das Team um Cristiano Ronaldo hat letzte Saison fast alles erreicht. 110 Tore in LaLiga geschossen, zudem noch die Champions League gewonnen. Am Ende fehlte ein mickriger Punkt, um mit Barca gleich zu ziehen – zwei Punkte hätten es sein müssen, um sie hinter sich zu lassen, aufgrund der schlechteren Tordifferenz. Für Coach Zidane ist natürlich klar, dass der Gewinn der Champions League unfassbar wichtig war, wobei man von ihm selbstverständlich auch erwartet, die Liga zu gewinnen. Dies soll 2016/2017 gelingen!

Wirklich eingekauft hat Real zur Überraschung aller nicht! Zizou entschied sich lediglich für Morata, den beidfüßigen Mittelstürmer von Juventus Turin. Morata erzielte in der abgelaufenen Saison für Juve in 34 Spielen 7 Tore und konnte 8 weitere vorbereiten. 2014 wechselte er von den Königlichen nach Italien, entwickelte dort sein Spiel weiter und ist nun bereit, zurück bei seinem alten Ausbildungsverein den nächsten großen Schritt in seiner Karriere zu starten. Ein Stürmer wie er kommt Real deshalb gerade recht, da Benzema zwar immer noch auf Topniveau spielt, jedoch einerseits allmählich in die Jahre gekommen ist und andererseits zunehmend abseits des Platzes für Negativschlagzeilen sorgt.

Derzeit gibt es noch Diskussionen um zwei Spieler, von denen einer in den Diensten Reals stehen will und der andere mit einem Wechsel liebäugelt. Bei dem, der bleiben will, handelt es sich um Zizous Sohn Enzo, der den Sprung in den Profikader vor sich zu haben scheint. Derjenige, der wohl nicht mehr lange für Real auflaufen wird, soweit er überhaupt für den Kader berufen werden sollte, ist das norwegische Wunderkind Martin Ödegaard. Der 17-jährige Bub will eigentlich in die Stammelf der ersten Mannschaft, doch Zidane weigert sich, ihn überhaupt erst zum Training zuzulassen. Zuletzt wurde über eine Leihe nach Deutschland gemunkelt, welche sich jedoch zu zerschlagen scheint.

Im alles beherrschenden Fokus steht natürlich Europameister Ronaldo, bei dem jeder hofft, dass er nach seiner Verletzung im EM Finale schnell wieder fit wird. Auch Gareth Bale, der bei der EM groß aufspielte, wird sehnsüchtig aus dem wohlverdienten Urlaub zurückerwartet, ebenso wie Mittelfeldlenker Toni Kroos. Real stellt auch diese Saison eine ausgezeichnete Elf, bei der es lediglich auf der Torwartposition Nachbesserungspotenzial geben dürfte. Keylor Navas ist zwar ein ausgezeichneter Rückhalt, jedoch ist die zweite Reihe eher schlecht besetzt. Hier könnte es in den laufenden Wochen noch einen Transfer geben.

Atlético Madrid

Außenseiterchancen sind auch Chancen – so sieht es Atlético seit Jahren und versucht diese sich selten bietende Möglichkeit auch zu nutzen. Allen voran steht natürlich Antoine Griezmann im Blickpunkt, der bei der EM die Torjägerkrone einheimste. Griezmann bekannte sich unlängst zu Atlético und macht sich dadurch nicht nur teurer, sondern auch schlicht für die eigenen Fans ein bisschen mehr unsterblich.

Mit ihrem Trainer Simeone sind die Rojiblancos gesegnet. Das wissen sie mindestens genauso gut, wie man es Spiel um Spiel beobachten kann. Diego Simeone ist das, was Klopp für Liverpool bereits ist und Mourinho für ManU sein könnte – der aggressive Führungskopf, immer am anfeuern, nie zufrieden. Genau so einen Charakter brauchen die Spieler auch, um sich auf ihr typisches, schnelles und energisches Pressingsspiel zu konzentrieren.

Vom FC Sevilla rückt für die kommende Saison mit Gameiro absolute Verstärkung für den Sturm an. Gameiro erzielte vergangene Saison für Sevilla in 31 Spielen 16 Tore und bereitet 4 weitere Treffer vor. Er ist ein agiler und kampfstarker Stürmer, der immer wieder auf die Außen ausweicht, um Lücken zu reißen. Genau das sucht Madrid auch – einen Offensiven, der mitdenkt und -lenkt.

Für noch mehr Schnelligkeit in der Offensive holte man zudem Gaitán aus Benfica, der vor allem über die Außen gefährlich zum Tor zieht.

Atlético wird auch diese Saison so lange die dritte Geige spielen, bis die großen beiden Teams zu scheitern beginnen. Das ist auch am Ende die einzige Chance, die die Rojiblancos haben – abwarten und im richtigen Moment zuschlagen. Vielleicht reicht es diesmal ja wieder, um auch in der Champions League für Furore zu sorgen.

Teams mit Überraschungspotenzial

Ein Team in der spanischen ersten Liga auszumachen, das eventuell Chancen haben könnte, bei den ersten Drei mitzumischen, ist eigentlich unmöglich. Die Teams aus Madrid sowie Barcelona sind schlecht zu stark, als dass es eine andere Mannschaft schaffen könnte, sich dazuzumogeln. Wenn doch, dann wären es wohl folgende zwei Klubs:

Villarreal

Letzte Saison war auf den kongolesischen Nationalstürmer Bakambu definitiv Verlass. In der Liga erzielte er 12 Treffer und bereitete 4 Tore vor, in der Europa League kam er in nur 13 Spielen sogar auf 9 Treffer. Gemeinsam mit dem heißblütigen Roberto Soldado, der in der Liga 10 Tore vorbereiten konnte, bildet er ein extrem gefährliches Sturmduo, das nur schwer zu verteidigen ist.

Coach Marcelino hat sein Team vor allem auf Konter ausgerichtet. Diese Spielweise klappte so gut, dass man zur Überraschung aller auf einem vierten Platz landete, welcher ihnen wieder einen Startplatz in der Europa League sichert. Um die Spitze der LaLiga noch mehr unter Druck zu setzen, holte man Cheryshev von Real Madrid und N’Diaye aus Betis. Außerdem konnte man sich die Dienste eines alten Bekannten und ehemaligen Wunderkindes vom AC Mailand sichern: Alexandre Pato! Der 26-jährige Rechtsfuß kommt von Corinthians und versucht wohl noch ein letztes Mal sein Glück bei einem europäischen Spitzenklub.

Ausgerechnet einen Garanten für die sehr gute vergangene Saison hat man leider verloren. Eric Bailly wechselte zu Manchester United und reißt damit eine gehörige Lücke in die Innenverteidigung. Wer ihn ersetzen soll, steht noch nicht endgültig fest. Sollte es gelingen, könnte eine weitere erfolgreiche Saison vor der Tür stehen.

Athletic Bilbao

Aduriz war die Lebensversicherung für Bilbao vergangene Saison. Der nun 35-jährige Mittelstürmer erzielte 20 Treffer und wird auch in der Saison 2016/2017 seinen Stammplatz nicht so einfach hergeben. Gemeinsam mit Susaeta bildete Aduriz ein kongeniales Duo, welches ein ums andere Mal die Gegner schwindelig spielen konnte.

Bilbao-Coach Ernesto Valverde muss eine weitere erfolgreiche Saison hinlegen, um einige Talente halten zu können. Darunter fällt auch der Kopf der Defensive, Aymeric Laporte. Der Franzose ist mit 22 Jahren bereits einer der wichtigsten Aufbauspieler Bilbaos, den man wahrscheinlich im Laufe der kommenden Transferperiode abgeben muss. Außer es gelingt natürlich der Angriff auf die vorderen drei Plätze.

Typisch für Bilbao holt man sich nicht irgendwelche teuren Spieler, sondern füttert Talente über die eigenen Jugendteams an. Gleich 5 Spieler bekommen für die kommende Saison Profiverträge und rücken in den A-Kader auf. Interessantester Akteur dürfte aus diesem Feld der Rechtsverteidiger Lekue sein, der bereits 20 Spiele in der A-Mannschaft absolvierte und ein sehr verlässlicher, weil technisch feiner Außenverteidiger ist.

Die wahrscheinlichen Absteiger

CD Leganés

Als absoluter Neuling ist man natürlich schnell als Kanonenfutter verschrien. Das ist, bei allem Respekt vor der erbrachten Leistung, leider auch sehr wahrscheinlich. Kaum eine andere Liga ist so erbarmungslos eindeutig, was die finanziellen Unterschiede angeht, wie die Primera Divisón. Leganés ist natürlich der wahrgewordene David, welcher es mit jedem Goliath aufzunehmen vermag. Doch gegen die sehr erfahrenen Spitzenklubs wird es mehr als schwer.

Coach Garitano versucht selbstverständlich, den Kader mit ein paar Spielern in der Breite zu verbessern. Von Juve wurde der junge Gabriel fürs offensive Mittelfeld hergelotst, im Sturm erhält man durch den erstaligaerfahrenen Guerrero von Gijón nötige Unterstützung. Auch aus Turin lieh man übrigens Torspieler Brignoli aus. Ob er Stammtorhüter Serantes wirklich Konkurrenz machen wird, muss sich zeigen.

FC Granada

Der FC Granada schrammte nur knapp am Abstieg vorbei. Als Tabellensechzehnter hatte man noch Gijón hinter sich, die ebenso knapp vor dem Weg in die Segunda flüchten konnten. Was macht Granada Hoffnung für die kommende Saison? Relativ wenig, um es mit größtmöglichem Ernst zu sagen. Defensiv war Granada ein ums andere Mal kurz vor der Kapitulation, offensiv klappte zuweilen nichts!

Was unternimmt man, wenn man den Kasten voll bekommt? Richtig, man holt sich eine neue Motivationsfigur für den Kasten. Und es gelang tatsächlich, den Torspieler zu verpflichten, der bei der WM in Brasilien zum Kult avancierte. Der Mexikaner Ochoa wurde als neue Nummer 1 verpflichtet. Ob er dem Druck Stand halten wird, muss sich zeigen. Das Zeug hat er allemal, jedoch kennt man von ihm zuweilen auch den ein oder anderen Lapsus.

Den 20-jährigen Wirbler auf Rechtsaußen, Isaac Success, verlor Granada an den FC Watford; auch Rubén Rocchina wechselte und zwar nach Russland zu Kazan. Damit fehlt Granada so ein bisschen das, was sie am Ende der vergangenen Saison noch rettete: offensive Durchschlagskraft, die unter höchstem Druck noch für Entlastung sorgen kann. Und das Fehlen der Säulen im Offensivspiel kann nach weiteren 36 Spielen schwerer wiegen, als man es in der Vorbereitung wahr haben möchte.

Sporting Gijón

Wie bereits erwähnt schrammte auch Gijón Zentimeter am Abstieg vorbei. Wird man aus dem Chaos der vergangenen Saison die nötigen Schlüsse ziehen? Ein Blick auf die Transfers lässt nichts Gutes vermuten.

Unterstützung für das eigene Offensivspiel erhofft man sich von Duje Cop, der aus Cagliari kommt und Jony ersetzen soll, der nach Málaga wechselte. Jony war einer der verlässlichen Leistungsträger von Sporting, dessen Wechsel natürlich nach einer solch verkorksten Saison unabdingbar war. Und ganz nebenbei spülte der Transfer natürlich auch etwas Geld in die klamme Kasse von Gijón.

Was wird Coach Abelardo anders machen, als zur Vorsaison? In der Saison 2015/2016 zeigte sich Sporting vor allem gegen schnelles Umschaltspiel machtlos, konnte sich zudem meistens nur über dumme Fouls behelfen. Eine verbesserte Disziplin ist das eine, gewisse Stabilität aus der Defensive heraus das andere. Mit Amorebieta aus Fulham erhofft man sich eben diese gewisse Sicherheit, die den ein oder anderen zusätzlichen Punkt am Ende der Saison bedeuten könnte.