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Kroatien brauchte zwei Elfmeterschießen, um ins Halbfinale der WM 2018 einzuziehen – England nicht. Somit sind die Engländer im Rennen um das Endspiel Favorit.

Dass sich Kroatien und England im Halbfinale der WM 2018 gegenüberstehen würden, damit haben wohl nur die wenigsten gerechnet. Die beiden Teams gehören zu den angenehmen Überraschungen des Turniers, wobei man nicht vergessen sollte, dass ihre Viertelfinalgegner Russland und Schweden hießen. Nun stehen die Mannschaften in den Semifinals vor der ultimativen Reifeprüfung. Welches Team ist bereit für das Endspiel?

Tipp & Tendenz

Auf dem Wettmarkt gelten die Engländer gegen Kroatien als Favorit. Ein Status, den sich das Team erst während K.-o.-Phase verdient hat. Oder: Ein Status, den nach der Gruppenphase noch die Kroaten hätten innehaben müssen.

In der Vorrunde nämlich spielten die Cockasti in Anbetracht ihrer respektablen Kontrahenten den wohl hochklassigsten Fußball. Sie schlugen Nigeria und Island, deklassierten gar Argentinien und schienen im deutlich einfacheren der beiden Turnierbäume wie ein sicherer Halbfinalteilnehmer. Im Laufe der K.o.-Runde büßte die Mannschaft jedoch reichlich Vorschusslorbeeren ein.

Durch die mäßigen Auftritte gegen Dänemark und Russland müssen sich die Kroaten mit der Rolle des Außenseiters begnügen – und bald auch mit dem WM-Aus in der Runde der letzten Vier. Warum? Weil England insgesamt den stabileren Eindruck macht, weil das Team in Harry Kane den sichersten Torschützen aufbieten kann und (vor allem) weil die Three Lions bei Standardsituationen immense Gefahr ausstrahlen. In engen Partien, wie wir sie wohl auch am Mittwoch sehen werden, können bzw. werden diese Qualitäten der Schlüssel sein.

Daher die Prognose: Sieg für England – Quote 2,35 bei bet365

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Kroatien

Die bisherigen WM-Ergebnisse: 2:0 vs. Nigeria, 3:0 vs. Argentinien, 2:1 vs. Island, 4:3 n.E. vs. Dänemark, 4:3 n.E. vs. Russland

Kroatien bei der WM 2018, bislang lässt sich diese Geschichte in zwei Akten erzählen. In Erzählsträngen, die sich in wichtigen Aspekten fundamental unterscheiden.

Zunächst die Gruppenphase: Die Vorrunde der Kroaten verlief brillant. Das Team von Zlatko Dalic zeigte unter allen Turnierteilnehmern die reifste Spielanlage, die beste Balance und den souveränsten Verwaltungsapparat. Die Taktgeber Modric und Rakitic versorgten ihr Team mit einem steten Strom brauchbarer Zuspiele, die daraus resultierende Offensivwucht gab der Mannschaft ihr Selbstvertrauen. So dominierte Kroatien erst Nigeria, dann vor allem Argentinien, ehe man mit einer B-Elf auch die Isländer schlug.

Von dem angehäuften Selbstbewusstsein dürfte nach zwei hauchdünnen Erfolgen in der K.o.-Phase nicht mehr allzu viel übrig sein. Viele hatten angesichts der verhältnismäßig leichten Finalpfades der Kroaten einen souveränen Durchmarsch bis (mindestens) ins Halbfinale erwartet. Doch die Cockasti tat sich schwer. Unerwartet schwer.

Gegen Dänemark lag die Mannschaft bereits nach 58 Sekunden hinten, egalisierte den Rückstand jedoch schon drei Minuten später. In den anschließenden 117 Minuten passierte so gut wie nichts mehr, lediglich Modrics vergebener Strafstoß bleibt in Erinnerung. Das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen, und hier wurde Danijel Subasic mit drei parierten Versuchen zum Held.

Das Viertelfinale gegen Gastgeber Russland sollte Kroatiens spielerische Auferstehung werden, doch auch hier schoss zunächst der Gegner das Tor: Nach Cherysehvs sehenswertem Führungstreffer glich Kramaric jedoch aus. Erneut mangelte es den Kroaten an spielerischem Esprit, um fortwährend für Gefahr zu sorgen, weshalb sich das Team kaum nennenswerte Chancen rausspielte. Und als Vida schließlich zum 2:1 in der Verlängerung einnickte, dauerte es nur wenige Minute, ehe die Russen noch einmal zurückkamen. Erneut musste das Elfmeterschießen her, erneut war Subasic zur Stelle.

Die allenfalls mittelprächtigen Leistungen in der K.o.-Phase dürften ihre Spuren hinterlassen haben. Nicht nur musste das Team zwei Mal über 120 Minuten ran, die Mannschaft wird auch mental geschlaucht sein. Gegen England wird es von großer Bedeutung sein, wieder das Vertrauen in die eigene Stärke zu finden.

Mögliche Aufstellung Kroatien

Dalic könnte im Vergleich zur Partie gegen Russland einige Änderungen vornehmen. Einerseits aus Fitness-Gründen. Andererseits, weil mit England ein komplett anderer Gegner wartet mit weitaus mehr Offensivqualität. Denkbar scheint vor allem, dass Brozovic für Kramaric zurück in die Startelf kehrt.

Subasic – Vrsaljko, Lovren, Vida, Strinic – Modric, Brozovic – Rakitic, Perisic, Rebic – Mandzukic

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England

Die bisherigen WM-Ergebnisse: 2:1 vs. Tunesien, 6:1 vs. Panama, 0:1 vs. Belgien, 4:3 n.E. vs. Kolumbien, 2:0 vs. Schweden

Kommt der Fußball nach Hause? In England scheint die Hoffnung so groß wie lange nicht mehr. Erstmals seit 1990 erreichten die Three Lions wieder ein WM-Halbfinale, erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit wirkt die Mannschaft wie ein seriöser und vor allem mental gefestigter Titelkandidat. Ausgerechnet 2018, als dem Team vorab kaum etwas zugetraut worden war.

Nach rund drei WM-Wochen sind die kritischen Stimmen nahezu verstummt. In der Vorrunde erledigten die Engländer brav ihre Hausaufgaben, dominierten sowohl Tunesien als auch Panama, auch wenn sich die Überlegenheit nur beim zweiten Spiel auch im Ergebnis niederschlug. Dank der sechs eingesackten Punkte war die abschließende Partie gegen Belgien von sekundärer Bedeutung. Mit der 0:1-Niederlage konnte die Mannschaft gar gut leben, sie bescherte den Three Lions in der K.o.-Phase den klar leichteren Pfad.

Im Achtelfinale trafen die Engländer auf Kolumbien. Über weite Strecken kontrollierten die Briten das Spiel, doch nach dem Führungstreffer durch Harry Kane lag der Fokus zu sehr auf der Verwaltung des Ergebnisses. Der Verzicht auf offensive Mühen wurde bestraft: Kolumbien erzielte den Ausgleich, sodass die Partie letztlich ins Elfmeterschießen ging. Dort gewannen ausgerechnet die Engländer, denen vieles zugetraut wird, aber definitiv keine Nervenstärke vom Punkt. Spätestens hier dürfte klar gewesen sein: Das englische Team von 2018 ist ein besonderes.

Anschließen bekamen es die Engländer mit Schweden zu tun. Gegen die Skandinavier konnten sich die Three Lions einmal mehr auf ihre größte Stärke verlassen: Standards. Nach einer Ecke stieg Leicesters Harry Maguire am höchsten und nickte zum 1:0 ein –  es war das achte WM-Tor nach ruhendem Ball für die Briten. Die Schweden bemühten sich in der Folge um Torchancen, waren gegen souverän verteidigende Engländer jedoch viel zu harmlos. Zum Ende hin sorgte Dele Alli ebenfalls per Kopf für die Entscheidung.

Nun also das Halbfinale. Die Euphorie im Mutterland des Fußballs ist so groß wie lange nicht, doch blickt man auf das Team in Russland, so scheint es den Druck bestens kanalisieren zu können. Auf Twitter wird gewitzelt und geneckt, Trainer Southgate findet stets die richtigen Worte und Torjäger Harry Kane (sechs Treffer) wirkt noch gefährlicher als im Trikot der Tottenham Hotspur.

Wenn der Mannschaft jedoch eines zum Verhängnis werden könnte, dann ist es ihre Jugend. England stellt das zweitjüngste Team des gesamten Turniers, ein Halbfinale in großen Spielen hat im englischen Kader niemand in den Knochen. Zudem wartet mit Kroatien der erste Gegner der Kategorie Weltklasse (da Belgien im Gruppenspiel nur mit einer B-Elf antrat). Das Halbfinale scheint nicht weniger zu sein als die ultimative Reifeprüfung für dies aufregende, begeisternde Mannschaft.

Mögliche Aufstellung England

Coach Southgate wird uns gegen Kroatien nicht überraschen.

Pickford – Walker, Stones, Maguire – Trippier, Henderson, Alli, Young – Sterling, Kane, Lingard

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Kroatien – England im TV oder Livestream

Das ZDF überträgt das Halbfinale zwischen Kroatien und England live im TV sowie per Stream auf zdf.de. Anpfiff ist am 11. Juli um 20.00 Uhr.

 

Liveticker und Statistiken