Zum Auftakt des ersten Grand Slam-Turniers 2017 kommt es im Herren-Einzelbewerb zu einem „Ü35“-Duell. Die langjährige Nummer eins im österreichischen Tennis Jürgen Melzer trifft dabei auf den erfolgreichsten Tennisspieler der Geschichte, den Schweizer Roger Federer, der nach Wimbledon 2016 wieder ins ATP-Geschehen eingreift. Gegen Melzer, der aufgrund von Verletzungspausen auf Platz 300 im ATP-Ranking zurückgefallen ist und nachwievor um den Anschluss kämpft, gilt Federer als haushoher Favorit. Aber in welcher Höhe fällt der Sieg aus?

Jürgen Melzer

Mit einem 6:2, 3:6, 6:3 Erfolg über Rajeev Ram (USA) hat sich der Österreicher für den Hauptbewerb in Melbourne qualifiziert. „Ich habe eine super Vorbereitung gehabt. Es ist schön, wenn man das dann gleich am Anfang des Jahres bestätigen kann“, so Melzer, der zum 13. Mal bei den Australian Open antritt.

Allerdings wurde ihm mit Roger Federer einer der schwersten Gegner überhaupt zugelost. „Natürlich habe ich mir das nicht gewünscht, zumindest in der ersten Runde. Ich werde aber rausgehen und alles versuchen. Wichtig ist, dass ich an meine Chance glaube, sonst schießt mich Roger einfach ab“, so der Deutsch-Wagramer. Positiv sehe er den Aspekt, dass er erstmals in seiner Karriere eine „Night Session“ in der Rod-Laver-Arena spielen werde. Den Aspekt, dass sein Gegenüber seit seinem Comeback nur beim Hopman Cup, der bekanntlich nur Exhibition-Charakter hat, am Start war, sieht Melzer als wenig bedeutend. „Roger braucht nicht viele Matches. Das hat er schon des öfteren bewiesen, wenn er nach Pausen wieder eingestiegen ist“.

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Roger Federer

Aufgrund einer Knieverletzung, die er sich nach den Australian Open 2016 beim Spielen mit seinen Kinder sich zugezogen hatte, hatte sich die langjährige Nummer eins der Welt nach dem Grand-Slam-Turnier in Wimbledon zu einem vorzeitigen Abbruch der Saison 2016 entschlossen, um sich vollständig auszukurieren und dann mit neuen Kräften in das Jahr 2017 zu gehen. Seine Bilanz auf der ATP-Tour 2016 lautet 21:7. „Ich will noch einige Zeit spielen. Daher ist es wichtig, dass ich meine Verletzung, die sich nach Wimbledon wieder aufgetan hat, auch vollständig auskuriere“, so der gebürtige Basler damals, der schon damals den Start bei den Australian Open als Ziel ausgab.

Laut Federer wurde bei der Behandlung und der Rehabilitation besonders konservativ vorgegangen. Dafür nahm er in Kauf, das Turnier von Brisbane auszulassen, bei dem er im Vorjahr bis ins Finale gelangt war, und damit auch den Verlust von weiteren Punkten im ATP-Ranking. Die Vorfreude auf den 18. Antritt in Melbourne ist beim Schweizer groß: „Du vermisst die Spiele. Du vermisst das Gefühl des Gewinnens, den Einlauf ins Stadium und die ganze Menschen zu sehen. Es ist wie eine zusätzliche Familie zu einem gewissen Teil“, sagte Federer kürzlich. Als wiederkehrender Gast in den letzen 20 Jahren habe er überall viele Freunde. „Es tut gut, jedes Jahr vertraute Gesicher zu sehen. Das habe ich die letzten sechs Monate doch sehr vermisst“.

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Tipps und Prognosen

Im Head to Head führt wenig überraschend Federer mit 3:1 gegen Melzer. Das letzte Aufeinandertreffen liegt allerdings schon lange zurück (2011 beim ATP 1000-Turnier in Monte Carlo, Sieg für den Österreicher). Daher ist diese Statistik wenig aussagekräftig. Daher konzentrieren wir uns auf die Auftritte zuletzt.

Mit zwei Siegen (gegen den Briten Daniel Evans und den Franzosen Richard Gasquet) und einer Niederlage (gegen das deutsche Supertalent Alexander Zverev) beim Hopman Cup hat Roger Federer ein gutes Comeback hingelegt. Viele Tennis-Fans hoffen darauf, dass der Schweizer nochmals in die Reichweite der Top 3 der Welt kommt oder einen weiteren Grand-Slam-Titel nochmals gewinnt. Zu beweisen hat der Schweizer mit seinen schon jetzt gesetzten Rekorden keinem mehr etwas. Ihm mache das Tennisspielen nachwievor noch viel Spaß, sagte „RF“ auf die Frage, warum er sich all den Aufwand für die Rückkehr antue. Und wer den Schweizer kennt, weiß er dass er sich darauf perfekt vorbereitet hat.

Bei Jürgen Melzer hingegen ist die Ausgangslage eine andere: die Qualifikationsspiele in Melbourne waren seine ersten auf der ATP-Tour in diesem Jahr. Aufgrund der langen Verletzungspause und dem Rückfall in der Weltrangliste, was den oftmaligen Gang in die Qualifikation bedeutet, kam der 35-jährige nur auf eine Bilanz von 4:3 auf der ATP-Tour 2016. Allerdings hat der Deutsch-Wagramer dabei gezeigt, dass er im Stande ist, mit Spieler aus den Top 100 oder besser mitzuhalten oder auch zu schlagen. „Einmal noch in die Top 50 zu kommen, das ist mein Ziel“, meinte die ehemalige Nummer acht im ATP-Ranking vor wenigen Monaten.

Dass Federer der klare Favorit in dieser Begegnung ist, wird jedem klar sein. Auch wenn Melzer betont, alles zu geben, um nicht vom Platz zu geschossen werden: es wird eindeutig werden, auch wenn der Schweizer zuletzt noch Potenzial bei seiner Rückhand sah. In Sachen Wetten erscheint uns dabei das Setzen auf Game Handicap Federer -7,5 am interessantesten. Bei Matchbook beträgt die Quote darauf solide 1,92.

Tipp: Game Handicap Federer -7,5 Quote 1,85 Betway (der 200€ Bonus ist der aktuell beste auf dem Markt)

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