In der Runde der letzten Acht beim olympischen Tennisturnier der Herren trifft der Argentinier Juan Martin del Potro, der in Runde 1 den ATP-Weltranglistenersten Novak Djokovic bezwungen hat, auf den Spanier Roberto Bautista-Agut. Kann der Argentinier seine starke Comeback-Tour fortsetzen und damit möglicherweise zum Medaillenanwärter bei den Olympischen Spielen in Rio werden?

Aktuelle Form Juan Martin Del Potro

Nach seinem sensationellen Auftaktsieg gegen Novak Djokovic in zwei Tie-Breaks hatte Del Potro auf dem Weg ins Viertelfinale ordentlich zu kämpfen. Sowohl gegen den Portugiesen Joao Sousa (ATP-Ranking 36) als auch gegen Taro Daniel aus Japan (ATP-Ranking 117) ging es für den Argentinier jeweils über die volle Distanz von drei Sätzen. Gegen den Japaner ging Del Potro im ersten Satz etwas fahrlässig mit seinen Chancen um.

Bei einer 3:1 Führung hatte der „Djoker“-Bezwinger zwei Breakchancen auf das 4:1, die er ausließ. Dies rächte sich wenig später: anstatt bei eigenem Aufschlag mit 5:3 in Führung zu gehen und damit Daniel unter Druck zu setzen, kassierte Del Potro das Rebreak. Da beide dann ihre Aufschlagspiele durchbrachten, ging es in den Tie-Break. Hier gelang dem japanischen Außenseiter ein Mini-Break und eine 6-3 Führung. Del Potro konnte zwar den ersten Satzball abwehren, die zweite Möglichkeit nützte die Nummer 117 der Welt aber dann.

Nach diesem Satzverlust schien Del Potro aber dann aufgewacht zu sein. In Satz zwei startete er mit zwei Breaks und einer 5-0 Führung, was dann zum Satzausglich mit 6-1 führte. Im dritten Satz hielten beide ihre ersten beiden Aufschlagspiele, bis dann der „Turm von Tandil“ (Del Potro misst stolze 1,98 Meter) einen Zahn zulegte. Zwei Breaks in Folge führen dann zum Satzgewinn mit 6-2 und Aufstieg ins Viertelfinale.

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Aktuelle Form Roberto Bautista-Agut

Für „Bati“, der heuer schon zwei Turniere auf der ATP-Tour (Auckland und Sofia) gewonnen hat, läuft es in Rio bisher sehr gut. Zum Auftakt profitierte er von der Aufgabe des Russen Andrei Kuznezow (ATP-Rang 43) beim Stand von 6:7, 6:2. Dem folgten dann zwei Siege ohne Satzverlust gegen den Kitzbühel-Sieger Paolo Lorenzi aus Italien (ATP-41) mit 7:6 (2), 6:2 und gegen den Luxemburger Gilles Müller (ATP-Ranking: 37) mit 6:4, 7:6(4). Im letzeren Match nützte der Spanier den einzigen Breakball des gesamten ersten Satzes zum 3:2 und servierte dann sicher aus. Sehr beeindruckend war die Quote bei den gewonnen Punkten auf ersten Aufschlag: 100 Prozent.

Zu Beginn des zweiten Satzes schien Bautista-Agut gleich nachlegen zu wollen und nahm Müller den Aufschlag ab. Der Luxemburger kämpfe sich aber mit einem Rebreak zurück und hatte dann bei 5:4 bei Aufschlag von Bautista-Agut die Chance auf den Satzausgleich. Der Spanier vereitelt dies aber und brachte dann sein Aufschlagspiel durch. So ging es dann in den Tie-Break, wo die Nummer 17 der Welt mit zwei Mini-Breaks 4-1 in Führung ging, was dann zum Matchgewinn führte.

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Tipps und Prognosen

„Der Turm von Tandil“ und „Bati“ sind auf der ATP-Tour erst einmal aufeinander getroffen, dafür aber äußerst spektakulär. Bei den Australian Open 2014 siegte Bautista-Agut in der Runde der letzten 64 in einer hartumkämpften Partie mit 4:6, 6:3, 5:7, 6:4, 7:5.

Seit damals ist jedoch viel passiert. Del Potro hatte aufgrund von Problemen mit dem Handgelenk und daraus folgenden Operationen lange Zwangspausen, was zu einem massiven Rückfall im ATP-Ranking führte. Anfang Februar 2016 war die ehemalige Nummer vier der Welt nur auf Rang 1045 in der ATP-Rangliste zu finden. Was aber dann folgte, war aber ein Comeback, das seinesgleichen suchte und zum aktuellen Platz 141 geführt hat. Unter andrem erreichte er im ersten Comeback-Turnier in Delray Beach gleich das Halbfinale und spielte sich in München ins Viertelfinale.

Bei seinem Kontrahenten Bautista-Agut läuft es auch heuer gut. Auf Rang 25 in das Jahr gestartet, hat der Spanier neben den zwei erwähnten Turniersiegen sich auch bei den Grand-Slam-Turnieren (Achtelfinale bei den Australian und French Open) in guter Verfassung gezeigt und zudem bei vier ATP-Turnieren das Viertelfinale erreicht.

Beide Kontrahenten weisen heuer ähnliche Statistiken bei Gewinn der eigenen Aufschlagspiele (Bautista-Agut 81 Prozent, Del Potro 85 Prozent) und beim Gewinnen von Rückschlagspielen auf (25 zu 23 Prozent). Das könnte möglicherweise zu einem vom Start weg sehr ausgeglichenen Spiel mit wenigen Breakmöglichkeiten führen. Zusammen mit der Tatsache, dass Bautista-Agut in all seinen Auftritten in Rio immer eine Tie-Break-Entscheidung dabei hatte, bietet sich das Setzen auf einen Tie-Break im ersten Satz an.

Tipp: Tie-Break in Satz 1 Quote 2,75 WilliamHill (wieder zurück in Deutschland mit toller Auswahl)

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