Im Finale des letzten ATP 1000-Turniers der Saison 2016 trifft die designierte Nummer 1 der Weltrangliste Andy Murray auf John Isner, der heuer die meisten Asse aller ATP-Profis geschlagen hat. Während dem US-Amerikaner bereits mit dem Finaleinzug das bisherige Saisonhighlight gelungen ist, hat der Schotte nun die Chance, seinen feststehenden Aufstieg zur Nummer 1 im ATP-Ranking mit dem Turniersieg zu krönen.

John Isner

Mit Paris ist dem 31-jährigen Isner erstmals in dieser Saison der Einzug in ein ATP 1000-Finale gelungen. Zuvor bezwang er im Halbfinale den Kroaten Marin Cilic, die Nummer zehn der Welt, mit 6:4, 6:3. Dies war für viele etwas überraschend, da Cilic kürzlich die Swiss Indoors in Basel gewann und im Viertelfinale von Paris die bisherige Nummer eins der Welt Novak Djokovic aus Serbien aus dem Turnier geworfen hatte. „Ich bin auf den Platz mit viel Selbstvertrauen gegangen. Immerhin war es das erste Mal in dieser Saison, dass ich mit vier Siegen in Folge in ein Spiel gegangen bin“, sagte Isner nach dem Halbfinalerfolg. „Ich habe mich sicher gefühlt und tatsächlich habe ich vom Start weg wirklich richtig gut serviert. Das hat viel Druck von mir genommen“.

Mit ein Grund für seine starke Leistungen beim finalen ATP-Turnier der Saison (die World Finals ausgenommen) ist die Tatsache, dass Isner bisher äußerst erfolgreich in den Tiebreaks auftritt. Vor Paris kam die Nummer 27 der Welt auf eine Bilanz von 28:30 in diesem Bereich. Sechsmal verlor Isner in diesem Jahr ein Spiel mit 6:7 im dritten Satz bei ATP-Turnieren. Im aktuellen Wettbewerb hat er allerdings eine unerwartete Siegesmentalität in den Tiebreaks gezeigt, von denen er nur eines von insgesamt fünf verlor (gegen den Deutschen Jan-Lennard Struff in der dritten Runde). Möglicherweise hat der Sieg gegen den Spanier Feliciano Lopez (ATP-Ranking 30) beim ATP 500 Turnier von Wien vergangene Woche, wo Isner den Tiebreak im dritten Satz für sich entschied, das nötige Selbstvertrauen in solchen engen Situationen zurückgegeben.

Dazu kommt, dass Isner im aktuellen Turnier seine Breakchancen effizienter nützt. Verwertete er auf der diesjährigen ATP-Tour nur 32 Prozent seiner Breakbälle, so hat er in Paris auf 47 Prozent (9 von 19 Breakbälle) gesteigert.

„Auf Andy zu treffen ist eine große Herausforderung. Das macht es aufregend und hart in einem. Bisher war Andy besser als ich. Aber ich habe auch gegen Cilic nicht gewonnen bis zum jetzigen Spiel“, meinte der 31-jährige, der sich im Halbfinale bereits zum Spieler mit den meisten Assen der Saison (aktuell 1.123 Asse) krönte. Unabhängig vom Ausgang des Finales steht auch fest, dass Isner das fünfte Jahr in Folge der bestplatzierte US-Amerikaner im ATP-Ranking wird und zum siebten Mal in Folge das Jahr innerhalb der Top 20 abschließen wird.

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Andy Murray

Durch das verletzungsbedingte Nichtantreten des Kanadiers Milos Raonic (rechtes Bein) im Halbfinale stand es fest: der Schotte Andy Murray wird als 26. Spieler in der ATP-Historie in der Weltrangliste als Nummer eins geführt werden. Damit ist er auch der erste Brite seit der Einführung der ATP-Rangliste 1973, dem das gelingt. Damit löst er kommenden Montag Novak Djokovic an der Spitze ab, der diese Position die vergangenen 122 Wochen innehatte. „Die letzten Monate waren die beste meiner Karriere und ich bin sehr stolz, es zur Nummer eins geschafft zu haben. Das war ein Ziel von mir in den letzten Jahren“, sagte der 29-jährige Schotte in einer ersten Stellungnahme.

Nicht nur in den letzten Monate, sondern auch im bisherige Jahr 2016 hat Andy Murray die besten Leistungen in seiner Karriere gezeigt. Noch nie gewann er soviele ATP-Turniere (aktuell sieben, womit er sich den Jahresbestwert mit Djokovic teilt) wie heuer, zum zweiten Mal gelang es der Sieg in Wimbledon und der Sieg beim olympischen Tennisturnier. Die aktuelle Matchbilanz lautet unglaubliche 72:9, wo Murray seit 18 Matches unbezwungen ist. Die letzte Niederlage setzte es im US Open-Viertelfinale gegen den Japaner Kei Nishikori.

Bei diesen Siegen waren zuletzt auch einige enge Angelegenheiten dabei. In der zweiten Runde von Paris ging es gegen ein stark aufspielenden Fernando Verdasco (ATP-Ranking 46) über die volle Distanz, ehe Murray mit 6:3, 6:7(5), 7:5 vom Platz ging. Im Viertelfinale war der Tscheche Tomas Berdych, der bei einem Sieg das Ticket für die ATP World Finals gelöst hätte, ein gleichwertiger Gegner, gegen den Murray alle Register ziehen musste. Im Tie-Break des ersten Satzes hatte der Tscheche nach einer 6:1-Führung insgesamt sieben Satzbälle. Murray wehrte aber allesamt ab und zeigte dann mit dem Nutzen seines zweiten Satzballes, dass Effizienz mit ein Schlüssel zum Erfolg ist. Schließlich ging der Schotte mit 7:6(9), 7:5 als Sieger vom Platz.

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Tipps und Prognosen

Wie bereits erwähnt, ist die Bilanz von Andy Murray gegen John Isner makellos (sieben Spiele, sieben Siege). Das letzte Aufeinandertreffen war in der vergangenen Woche im Viertelfinale von Wien, wo Murray ordentlich aufdrehte und Isner mit 6:1, 6:3 vom Platz schickte. Damit kam es zum ersten Mal in diesem Duell zu keinem Tie-Break, was aufgrund der Aufschlagstärke von Isner etwas außergewöhnlich war.

In der Turnierwoche von Isner waren die Serviceleistungen von Isner wie gewohnt stark. In Kombination mit den Ergebnissen von Murray, der in Paris bis auf Lucas Pouille keinen Gegner vom Platz „schoss“, ist daher das Setzen auf ein Tie-Break im Match vor allem bei Ladbrokes interessant, wo eine Quote von 2,00 geboten wird. Gleichzeitig ist aber auch so, dass Murray aufgrund des kampflosen Aufstiegs in das Finale einen nicht zu unterschätzenden konditionellen Vorteil hat. Dazu kommt, dass ihn der Status als neue Nummer 1 im ATP-Ranking ziemlich motivieren wird. Mit der Fortdauer des Spiels könnte der Schotte möglicherweise dann das Spiel an sich ziehen. Daher erscheint uns auch ein Setzen auf Andy Murray Handicap -4 bei Matchbook lukrativ, wo die Quote 2,06 beträgt.

Tipp: Andy Murray Handicap -4 Quote 1,90 Betway (bester Bonus im Moment)

Tipp2: Tie Break in Match Quote 1,91 Betway (bester Bonus im Moment)

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