• Spiel 1: CLE – IND 109-108
  • Spiel 2: CLE – IND 117-111
  • Spiel 3: IND – CLE 114-119
  • Stand: 3-0 Cleveland Cavaliers

LeBron James scheint für die Teams in der Eastern Conference weiter das unüberwindbare Hindernis in der 1. Runde der Playoffs zu sein. Durch den 119-114 Erfolg über die Indiana Pacers erspielten sich die Cavs nicht nur die 3-0 Führung in dieser Serie, LeBron erzielte außerdem den 20. Erstrundensieg in Folge und ist auf dem besten Weg zum 12. Mal in Folge seine Erstrundenserie zu gewinnen.

Dabei hätte alles ganz anders laufen können, wenn die Indiana Pacers etwas mehr Glück gehabt hätten. Erinnert man sich an den vergebenen Game-Winner in Spiel 1 und die große Chance, die man in Spiel 2 hatte, ist vor allem nach der Pleite im dritten Spiel wenig überraschend, dass Paul George davon sprach, dass die Pacers mindestens 2-1 führen könnten.

Das dritte Spiel verlief nämlich zunächst herausragend gut für die Pacers, starteten sie furios und erspielten sie sich schnell eine Führung. Ein Monster-Dunk von Myles Turner sorgte bereits früh im Spiel für ein erstes Ausrufezeichen und da die Pacers ihr gutes Spiel aufrecht halten konnten, gingen sie mit einer großen Führung von 74-49 in die Halbzeitpause.

Man spürte die Zuversicht und Freude der Fans über das Ergebnis und nachdem die Cavs als Team in den Playoffs bisher nicht klar dominieren konnten, erhofften sich die Pacers die Serie verkürzen zu können. Diesen Plan machten sie allerdings ohne LeBron James, der mit 28 Punkten in Halbzeit 2 das Spiel an sich riss und seine Cavs nach und nach zurück ins Spiel führte.

Beim Stand von 96-98 aus Sicht der Cavs, 6:58 Minuten vor dem Ende des Spiels, sorgte LeBron mit einem krachenden Dunk für den Ausgleich, nur um 30 Sekunden später einen weiteren Korb zu erzielen und die Cavs in Führung zu bringen. Die Pacers versuchten viel, doch die Leichtigkeit aus Halbzeit Nummer 1 war weg und die Cavs zogen davon um das Spiel zu gewinnen.

Damit stellten LeBron und die Cavs eine alte Playoff-Bestmarke ein, da sie mit 26 Punkten einen der größten Rückstände jemals in den Playoffs aufholen konnten. Doch als wenn ein Rekord nicht genug wäre, setzte LeBron noch weitere oben drauf, überholte er Kobe Bryant gleich in zwei Statistiken (Playoff-Punkte und getroffene Dreipunktewürfe).

LeBron war überall zu finden und konnte das Spiel sogar ohne die Mithilfe von Kevin Love und Kyrie Irving entscheiden, die beide auf Grund von schwachen Leistungen (Love 13 Punkte (4-12), 6 Rebounds – Irving 13 Punkte (4-17)) das komplette letzte Viertel auf der Bank verbrachten. Am Ende ging der Sieg für die Cavs aber in Ordnung, da sie LeBron hatten, dadurch besser spielten und die Pacers sich in Passivität verloren. Die Cavs sind damit so gut wie durch.

Aussicht Spiel 4

Als erstes Team haben die Cavs die Chance in die 2. Runde einzuziehen und damit die Kritiker vorerst verstummen zu lassen. Dazu müssen sie allerdings auch das vierte Spiel gewinnen und ihre Chancen stehen denkbar gut. Auch wenn man in den Playoffs immer sagt, dass man jedes Spiel für sich nehmen sollte, gelang es bisher nie einem Team, einen 0-3 Rückstand aufzuholen.

Sicher, die Pacers hatten in allen drei Spielen ihre Chance, doch das sagte man in den letzten Jahren häufig über die Gegner von LeBron, die bekanntermaßen meistens den Kürzeren zogen. Dabei kann LeBrons Leistung gar nicht hoch genug gehängt werden und man kann damit rechnen, dass er auch in Spiel 4 Nummer erneut grandios spielt.

32,7 Punkte, 9,7 Rebounds, 10,7 Assists, 2 Blocks und 2,7 Steals sind die Ausbeute von LeBron während der ersten drei Spiele. Paul George, auf Seiten der Pacers, bracht sich mit 32,3 Punkten, 9,3 Rebounds, 7,7 Assists, 0,3 Blocks und 1 Steal pro Spiel zwar auch nicht verstecken, doch die Differenz der Statistiken, kann symbolisch dafür stehen, dass LeBron und sein Team einfach einen Tick besser bzw. abgezockter sind und deswegen nicht unverdient mit 3-0 führen.

Die Pacers haben die Schwächen der Cavs aber erkannt und wollen diese natürlich auch in Spiel 4 ausspielen. Doch mit dem Wissen, gegen einen schier übermächtigen LeBron zu spielen und, dass noch nie ein Team einen 0-3 Rückstand aufholen konnte, sind ihre Chancen für ein Weiterkommen sehr gering.

Ob das Team genug Charakter hat um sich nicht sweepen zu lassen darf allerdings in Frage gestellt werden. Sicher die Ausgangslage ist schlecht, doch vor allem Paul George, der sich diesmal selbst wegen fehlenden Aggressivität kritisierte, als sein Team in brauchte, wird bemüht sein, sich nicht sweepen zu lassen. Da die Cavs zudem immer ein wenig Glück hatten und die Pacers niemals chancenlos waren, denke ich, dass sie zumindest das vierte Spiel für sich entscheiden und den Sweep verhindern.

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