Spielstätte: Toyota Center, Houston

Serie: 0-3 (G1 106:110, G2 98:99, G3 80:115)

Die Rockets sind nicht zu beneiden. Es scheint einfach kein Kraut gewachsen gegen die Golden State Warriors, die sowohl in der Offense als auch in der Defense hervorragende Arbeit leisten. Solange James Harden übermenschliche Vorstellungen lieferte, waren die Rockets zumindest einigermaßen konkurrenzfähig. Was jedoch passiert, wenn der Shooting Guard schwächelt, zeigte Spiel 3. Um den Sweep zu verhindern, muss bei Houston alles passen.

Houston Rockets

Regular Season: 56 Siege, 26 Niederlagen

Playoffs: 4-1 vs. Portland Trail Blazers (1st Round), 4-3 vs. Los Angeles Clippers (2nd Round)

Stats Leaders: James Harden 26.9 PPG, Dwight Howard 14.0 RPG, James Harden 7.9 APG

„Sie haben uns in den Arsch getreten. Das war peinlich“, kommentierte Rockets-Energizer Corey Brewer die herbe 80:115-Klatsche in Spiel drei.  Durch die dritte Pleite in Serie steht Houston vor dem Aus und muss aufpassen, nicht auch noch per Sweep aus den Playoffs zu fliegen. In diese Kerbe schien auch Dwight Howard zu schlagen, als er nach dem Spiel sagte: „Wir dürfen jetzt nicht aufgeben. Wir sind so weite gekommen und haben schon einige schwierige Kämpfe überstanden. So wie heute dürfen wir es nicht enden lassen.“

Recht hat er. In Spiel 3 war D12 der einzige Spieler, der Normalform erreichte und mit seiner Zonenpräsenz zumindest annähernd Gefahr ausstrahlte. Sein sensationeller Dunk über zwei Warriors-Verteidiger hinweg sollte das einzige Rockets-Highlight des Abends bleiben.

Grundsätzlich hatten die Texaner dieselben Probleme wie schon in der gesamten Serie. MVP Steph Curry war nicht zu bändigen, auch nicht von Corey Brewer, der im Rockets-Roster noch am ehesten defensives Potential besitzt. So dirigierte der Point Guard die wieder einmal grandiose Warriors-Offense, die spielend leicht zu Punkten kam. Was man den Rockets dabei jedoch vorwerfen muss, ist, dass in den 50:50-Plays der Einsatz einfach nicht stimmte. Wie sonst soll man es sich erklären, dass beispielsweise Steph Curry gegen Dwight Howard das Outboxing-Duell gewann (!!!) und sich einen Offensivrebound schnappte? Auch insgesamt war die Rockets-Performance an den Brettern eine Katatsrophe. Sage und schreibe 17 Offensivrebounds ließ Houston zu, woraus die Dubs jede Menge 2nd-Chance-Points generierten.

Was den Rockets jedoch wirklich das Genick brach, war die miserable Vorstellung von James Harden. Der begnadete Scorer zeigte sich erstmals in der Serie von seiner menschlichen Seite und warf einen Backstein nach dem anderen. Nur 3 seiner 16 Würfe fanden ihren Weg durch die Reuse. Dass er schlussendlich doch auf immerhin 17 Punkte kam, war dem Umstand zu verdanken, dass Harden es nichtsdestotrotz gewohnt häufig an die Freiwurflinie schaffte (10/11 FT).

Ein Knackpunkt in der bisherigen Serie war definitiv Spiel 2. Die Rockets waren verdammt nah dran an einem Sieg, James Harden hatte die Chance zum Gamewinner. Doch er vertändelte den Ball und die Warriors zogen auf 2-0 weg. Von diesem Rückschlag scheinen sich die Rockets nicht schnell genug erholt zu haben und wirkten in Spiel 3 resigniert. Vom Glauben an die eigene Stärke war nichts zu sehen. Diesen gilt es schnellstmöglich zurückzugewinnen.

Golden State Warriors

Regular Season: 67 Siege, 15 Niederlagen

Playoffs: 4-0 vs. New Orleans Pelicans (1st Round), 4-2 vs. Memphis Grizzlies (2nd Round)

Stats Leaders: Stephen Curry 29.9 PPG, Draymond Green 10.3 RPG, Stephen Curry 6.6 APG

Was soll man zu diesen Warriors noch sagen? Welche Worte soll man über diesen Curry noch verlieren? Golden State spielt fantastischen Basketball und steht kurz vorm Einzug in die NBA-Finals. Bislang hatten die Dubs kaum Probleme mit den Houston Rockets, vor allem in Spiel drei hinterließen sie eine Welle der Zerstörung in Texas.

Nicht den alleinigen, aber einen großen Anteil an den jüngsten Erfolgen hat Steph Curry. Der MVP spielt ohnehin schon starke Playoffs, scheint sich jedoch noch weiter steigern, je tiefer der Playoff-Run seines Teams wird: Im dritten Spiel der Conference Finals schenkte er den Rockets unglaubliche 40 Punkte ein, und das bei absoluten Fabelquoten (12-19 FG, 7-9 3P, 9-10 FT). Durch seine sieben Dreier egalisierte er übrigens den Rekord für erfolgreiche 3-Punkte-Würfe in einer Playoff-Saison. Er überholte Reggie Miller, der 200 in 22 Playoff-Spielen 58 versenkte. Curry steht mittlerweile schon bei 64 – in 13 Partien! Und als wäre das nicht schon beeindruckend genug, werfen wir noch einen Blick auf seine Dreierquote aus der linken Ecke: Unfassbare 90% (90 PROZENT) trifft er von dort. Nicht zu glauben.

Speziell gegen die Rockets fällt ihm das Punkten besonders leicht, da es einfach keinen adäquaten Verteidiger gibt, der Curry in irgendeiner Form bremsen könnte. Durch sein herausragendes Scoring und Playmaking fällt die bislang schwache Performance von Slash Brother Klay Thompson kaum ins Gewicht.

Dass Thompsons Schwächephase kaum stört, liegt aber auch daran, dass die Warriors den Ball herausragend bewegen und für die weniger starken Schützen jede Menge freie Würfe abfallen. Draymond Green beispielweise ist offensiv nicht unbedingt facettenreich, dennoch punktet er im Schnitt zweistellig.

Trotz der starken Offense ist Golden States eigentlicher Trumpf die Defensive. Sowohl auf den Flügeln (Barnes, Igoudala, Thompson) als auch in der Zone (Green, Bogut, Ezeli) verfügen die Warriors über hochwertige Individual-Verteidiger, die Dubs-Coach Steve Kerr zu einer funktionierenden Einheit geformt hat. So halten die Warriors ihre Gegner bei 98,2 Punkten pro 100 Posessions. Von den verbliebenen Playoff-Teams sind nur die Cleveland Cavaliers minimal stärker (98,1).  Gegner Housten dagegen hat eine Defensive Efficiency von 107,3.

Tipp

Sweep. Die Warriors verfügen sowohl über die bessere Offense als auch die bessere Defense und sind den Rockets somit an beiden Enden des Feldes klar überlegen. Zudem zeigten die Rockets in Spiel 3 leichte Resignationserscheinungen, die den Dubs das Siegen noch leichter machten. Wenn James Harden eine Monsterperfomance raushauen sollte (40-50 Punkte) und auch sonst alles passt, könnten die Rockets ihr Ausscheiden noch um ein oder zwei Spiele verzögern. Da die Warriors aktuell jedoch zu abgebrüht, potent und fokussiert auftreten, ist davon jedoch nicht auszugehen. Sie werden wie schon in Spiel 2 und 3 von Beginn an das bestimmende Team sein und einen (annähernden) Start-Ziel-Sieg einfahren.

Um die überschaubaren Quoten für die Warriors (ca. 1,5) ein wenig aufzubessern, wären daher die Handicap-Wette (-4.5 bei Tonybet, 1,92er Quote) oder der Halbzeittipp (Warriors / Warriors bei Betway, 2,05er Quote) eine Option.

Tipp: Sieg Warriors – 1,56 bet-at-home (bester Support!)

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