• Spielstätte: Toyota Center, Houston
  • Serie: 0-2

Am Ende war es verdammt knapp. Mit 99:98 gewannen die Golden State Warriors auch Spiel zwei der Conference Finals und sicherten sich vorerst den Heimvorteil. Spielentscheidend vor insbesondere das clevere Defensivplay von Steph Curry und Klay Thompson in den Schlusssekunden gegen James Harden. Ansonsten stand der „Beard“ dem MVP erneut in nichts nach. Kaufen können sich die Rockets davon jedoch nichts.

Houston Rockets

Regular Season: 56 Siege, 26 Niederlagen

Playoffs: 4-1 vs. Portland Trail Blazers (1st Round), 4-3 vs. Los Angeles Clippers (2nd Round)

Stats Leaders: James Harden 27.6 PPG, Dwight Howard 14.0 RPG, James Harden 8.1 APG

Im Grunde genommen ist James Harden nur auf dem Papier ein Shooting Guard. Der zweite der MVP-Wahl ist der Dirigent und primärer Ballhandler in Houstons Offense und übernimmt damit per se die Aufgaben von „Point Guard“ Jason Terry – und zwar in herausragender Weise: 38 Punkte, 10 Rebounds und 9 Assists standen auf dem Scoreboard zu Gute für Harden. Zum zweiten Mal in Folge fehlte ihm damit nur eine kümmerliche Vorlage zum Triple Double. Nach zuvor eher mäßigen Auftritten scheint er pünktlich zur tiefen Playoff-Phase endlich heißzulaufen.

Zufrieden war Harden nach dem Spiel dennoch nicht. Sichtlich angefressen verließ er die Arena. Hauptgrund hierfür war sein spielentscheidender Turnover bei Houstons letzter Possesion, als er durch das Double Team Curry und Thompson dermaßen in Bedrängnis kam, dass er den Ball verlor. Hätte er einen Wurf losbekommen und auch getroffen, wäre die Situation seines Teams eine gänzlich andere. Zwischen Himmel und Hölle liegen im Basketball eben nur Nuancen.

Harden die Schuld an der Niederlage zu geben, wäre jedoch falsch. Wie schon in Spiel 1 stemmte er sich vehement gegen die Pleite und war in der Offensive mal wieder nicht zu stoppen. Defensiv allerdings ließ sein Auftritt ebenso wie der der Teamkollegen jedoch zu wünschen übrig.

Die Rockets verteidigten vor allem zu Beginn viel zu zaghaft und ließen aus unerklärlichen Gründen immer wieder Stephen Curry offen an der Dreierlinie stehen. Gegen das starke Ballmovement und Inside-Out-Game der Warriors kamen die Rockets nicht an, anders noch als in Spiel 1.

Nach den bisherigen Spielen der Serie gewinnt man den Eindruck, dass den Rockets einfach ein Tick Qualität und Klasse fehlt, um die Warriors ernsthaft zu gefährden. Josh Smith und Trevor Ariza sind gute Rollenspieler, jedoch nicht konstant genug und werden zudem exzellent verteidigt (8/25 FG in Spiel 2). Jason Terry ist in der Defense mit Curry heillos überfordert und Dwight Howard trotz guter Statistiken mit Knieschmerzen nicht ganz der Alte. Und ein Harden alleine reicht eben nicht gegen diese Dubs.

Vor Spiel drei wird es also davon abhängen, den Supporting Cast ins Rollen zu bringen. Denn wie auch gegen die Clippers waren Smith, Brewer und Ariza der Schlüssel zum Erfolg. Denn mehr als ein Triple Double im Schnitt kann man von James Harden nicht erwarten.

Golden State Warriors

Regular Season: 67 Siege, 15 Niederlagen

Playoffs: 4-0 vs. New Orleans Pelicans (1st Round), 4-2 vs. Memphis Grizzlies (2nd Round)

Stats Leaders: Stephen Curry 29.1 PPG, Draymond Green 10.1 RPG, Stephen Curry 6.6 APG

Die Warriors sind der Nummer-1-Contender auf den diesjährigen Titelgewinn, Punkt. Nach einer der besten Regular Seasons der NBA-Geschichte konnten die Dubs ihre Form auch während der bisherigen Playoffs konservieren und schalteten die Pelicans und Grizzlies mühelos aus. Mittlerweile scheint es, als könnten auch die Rockets Golden State nicht wirklich etwas anhaben. Mit ihrer enormen Klasse, der Erfahrung und der guten Chemie kann sich das Team derzeit nur selbst schlagen. Doch dafür wirken die Warriors zu abgezockt.

Anders als in Spiel eins waren die Dubs von der ersten Minute an voll da. Sie nutzten die schluderige Rockets-Defense gnadenlos aus und spielten sich in einen Rausch. 21 der 23 Field Goals in Hälfte 1 ging ein Assist voraus, ein überragender Wert. Alleine Stephen Curry wurde im ersten Viertel vier Mal freistehend am Perimeter gefunden und nahm dankend an. Durch seine 33P-Performance überschritt er zum dritten Mal in Serie die 30-Punkte-Marke. Die Rockets haben für Curry einfach keinen adäquaten Verteidiger.

Dass es trotz der offensiven Effizienz (53.2 % FG) so knapp wurde, lag vor allem an der Turnoveranfälligkeit des Teams. 17 Mal gaben die Warriors den Spalding aus der Hand, woraus 24 Rockets-Punkte resultierten.

Bis auf diese Unachtsamkeit gibt es nicht allzu viel zu bemängeln am Spiel der Warriors. Mit Ausnahme der Tatsache, dass bislang weder Klay Thompson noch Harrison Barnes noch Andre Igoudala James Harden in den Griff bekamen – mit einer Ausnahme: Sekunden vor dem Buzzer erzwangen Thompson und Curry per Double Team Harden’s Ballverlust und sicherten so den hauchdünnen Sieg. Ansonsten war Harden nie zu fassen. Solange jedoch der Rest der Rockets-Rotation kontrolliert wird, wird dies wohl auch weiterhin folgenlos bleiben.

Tipp

So sehr man auch mit den leidenschaftlichen Rockets und James Harden leidet, vor Spiel 3 sieht es düster aus für die Texaner. Die Warriors 2014/15 sind einfach ein verdammt starker Haufen. Sie bringen die nötige Klasse mit, sind extrem gut eingespielt, aufeinander abgestimmt und dazu noch ziemlich abgezockt. Nebenbei haben sie auch noch den MVP und den Zweitplatzierten der DPOY-Wahl in ihren Reihen. Das einzige echte Problem in Spiel zwei waren die Turnover, doch die werden sie in dieser Häufigkeit nicht noch einmal fabrizieren.

Stephen Curry ist der Schlüssel. Er macht aus der guten Dubs-Offense die beste der Association. Mit Patrick Beverley als defensivem Kettenhund wäre diese Serie vermutlich eine ganz andere. Da der beste Flügelstopper Houstons jedoch verletzt ausfällt, darf Curry auch weiterhin scoren wie er will.

Was bei all der Offensiv-Lobhudelei fast ein wenig untergeht, ist die Tatsache, dass die Warriors auch ein herausragendes Defensivteam sind. In den Playoffs liegt der gegnerische Punkteschnitt derzeit bei weit unter 100 Punkten. In Spiel 1 der Conference Finals kassierten die Dubs erst zum zweiten Mal in den diesjährigen Playoffs mehr als hundert Punkte. Eine Under 107.5-Wette (pinnacle) dürfte daher eine sichere Bank sein.

Da die Quoten für Warriors-Wins kontinuierlich fallen, empfiehlt sich für Siegessichere u. U. das Handicap (beispielsweise -2.5 bei Betway, Quote 2,1).

Tipp 1:  Sieg Warriors – 1,87 Betway.com

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Tipp 2: Under 107.5 Team Points Rockets – 1,86 Betway.com

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