Hamburger SV – Greuther Fürth, schafft der Dino über die Relegation den Klassenerhalt? Auf diese Frage haben wir spätestens kommenden Sonntag unsere Antwort. Nun geht es aber für den HSV erst einmal darum mit einer guten Ausgangslage ins Frankenland zu fahren. Was haben die Hamburger nur ihren Fans angetan? Es war die schlimmste Saison in der Geschichte dieses ruhmreichen Clubs.

Man kann hier und jetzt auch nicht behaupten, dass sie sich die Relegation verdient haben. Wie auch Nürnberg und Braunschweig haben sie die vergangenen fünf Partien verloren. Man muss sich das einmal vorstellen, mit 27 Punkten haben sie noch immer die Möglichkeit sich zu retten.

Greuther Fürth hat nach nur einem Jahr in der zweiten Liga gleich wieder die Chance aufzusteigen. In einer sehr ausgeglichenen zweiten Liga mussten sie sich letztendlich mit Platz drei begnügen. Wohl niemand konnte vorhersehen, dass ausgerechnet Paderborn ihnen den direkten Aufstieg vermasseln wird. Die Kleeblätter sind natürlich besser drauf als der HSV, dennoch sind die Rothosen der Erstligist und demnach für mich auch der Favorit in diesen Relegationsspielen.

Hamburger SV

Zumindest beim Management ist nun etwas Realität zurückgekehrt. Während einige Spieler das 2:3 in Mainz ähnlich feierten wie die 1:4 Niederlage gegen die Bayern eine Woche zuvor war Vorstandsboss Jarchow nicht zum Lachen zu Mute. Er wollte von Gratulationen für das Erreichen der Relegation nichts wissen. Auch Trainer Slomka war nach einer weiteren Niederlage sehr angefressen.

Nun sind wir aber an einem Punkt angelangt indem sie nicht mehr auf die Schützenhilfe aus Nürnberg oder Braunschweig hoffen können, diesen letzten Schritt müssen sie jetzt selber gehen. Die Leistungen der Mannschaft in diesem Jahr lassen nichts Gutes erahnen. Einzig der Fakt das auch der Dritte der zweiten Liga nicht unbedingt eine überragende Mannschaft hat, lässt mich hier an die Rettung glauben.

Heute gab es dann noch die Meldung das Hakan Calhanoglu mit Bayer Leverkusen flirtet. Sein Abgang ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. Sie werden ihn auch bei einem Klassenerhalt wohl kaum halten können. Sogar Bayern soll wie dran sein am Talent des HSV. Ansonsten vertraut Slomka wieder auf seinen Retter Lasogga. Mit ihm stehen die Chancen sicherlich nicht schlechter.

Ein Abstieg könnte fatale Folgen haben, denn die Lizenz für die zweite Liga ist in diesem Moment noch nicht gesichert. Das einstmals große Hamburg könnte auf einen Schlag von der Fußballbühne verschwinden.

Voraussichtliche Aufstellung HSV: Adler – Diekmeier, Westermann, Mancienne, Jiracek – Badelj, Tesche, Rincon, van der Vaart, Calhanoglu – Lasogga

Greuther Fürth

Geht es für die Kleeblätter gleich wieder nach oben? Der Glaube an den zweiten Aufstieg ist ungebrochen. Nach dem Abstieg vom 1. FC Nürnberg wäre die Freude umso größer sollte der Aufstieg gelingen. Doch zuerst einmal müssen sie die Hürde Hamburg nehmen.

Die zweite Liga war seit langer Zeit nicht mehr so ausgeglichen wie in diesem Jahr. Es gab zeitweise bis zu sieben Mannschaften die um den Aufstieg kämpften. Fürth hatte noch bis zum letzten Spieltag gehofft es direkt zu schaffen, doch das kleine Paderborn wollte ihnen den Gefallen einfach nicht mehr tun. Von hinten mussten sie den Angriff von Kaiserslautern abwehren, was auch nicht immer einfach war.

Man muss der Mannschaft dennoch ein Kompliment machen, dass sie sich nach dem Abstieg im letzten Jahr gleich wieder gefangen haben. Die erste Liga scheint immer noch eine Nummer zu groß für sie zu sein, aber viel schlechter als der HSV würden sie sich wahrscheinlich nicht präsentieren. Für sie geht es vor allem darum mit einer guten Ausgangslage nach Fürth zu fahren. Ein Auswärtstor wäre dabei immer gut. Mit Ilir Azemi haben sie vorne einen Mann, der immer für ein Tor gut ist.

Voraussichtliche Aufstellung Fürth: Hesl – Brosinski, Mavraj, Röcker, Gießelmann – Fürstner, Sukalo, Stieber, Weilandt, Djurdjic – Azemi

Aktuelle Form

Schlecht, schlechter, Hamburg, so in etwa kann man die Form des HSV einordnen. Sieben Niederlagen aus den vergangenen zehn Spielen sprechen eine klare Sprache. Die letzten fünf Partien haben sie sogar alle verloren. Selbst in der heimischen Imtech Arena hatten sie zuletzt öfter das Nachsehen. In dieser Form werden sie auch gegen Fürth keine Chance haben.

Die Kleeblätter haben nur eines ihrer vergangenen zehn Spiele verloren. Es waren aber auch fünf Unentschieden dabei. Daran kann man gut erkennen was das Problem in dieser Saison war. Es gab einfach zu viele Remis in Spielen wo sie klar überlegen waren. Über ein Unentschieden würden sie sich in dieser Partie aber sicherlich nicht beschweren.

Tipp

Hamburg spielt daheim gegen einen Zweitligisten, dass sollte sie doch zum klaren Favoriten machen, oder? Ich traue der ganzen Sache nicht so richtig. Über die zwei Spiele sollten sich die Hanseaten trotz einer desolaten Saison eigentlich durchsetzen, doch es wird bestimmt nicht einfach. Fürth hat auf alle Fälle weniger zu verlieren als der HSV für den es hier auch um die Existenz geht. Ich will nicht sehen was im Stadion los sein wird, sollte Fürth in Führung gehen. Besonders die Abwehr der Hamburger war ein Witz, von daher glaube ich, dass es auch Fürth gelingt hier mindestens einmal zu treffen. Die Entscheidung wird sicherlich nicht schon in der Imtech Arena fallen.

Tipp: beide Mannschaften erzielen mindestens ein Tor – 1,8 Interwetten

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