Alle zwei Jahre zu Herbstbeginn bricht bei den Fans des kleinen weißen Balls mit den 300 bis 450 Dimples das Fieber aus – der Golfinteressierte weiß dann: It´s Ryder Cup Time. Vom 30.09. bis 02.10.2016 steigt im Hazeltine National Golf Club in Chaska, Minnesota die 41. Auflage des prestigeträchtigen Golf-Vergleichs zwischen den USA und Europa.

Der Platz

Unschätzbar könnte für die USA der Heimvorteil sein – der höllisch schwere, von Robert Trent Jones entworfene Platz im Hazeltine National Golf Club lässt Runden unter Par nicht so leicht zu. Kein Wunder, dass der Kurs nicht regelmäßiger Bestandteil der PGA-Tour ist. Je zwei Mal wurden in Chaska die US Open und die PGA-Championship sowie die Women US Open und die US Amateur Championship ausgetragen, auch die Seniors US Open waren zu Gast in Hazeltine.

Mit knapp über 7000 m Länge wird der Platz den Akteuren nicht nur in konditioneller Hinsicht alles abverlangen. Vor allem mental wird es – speziell für die RC-Neulinge – nicht ganz einfach, denn man kann den Ryder Cup von der Stimmung her durchaus mit einem Fußballspiel zwischen Deutschland und England vergleichen, der Lärmpegel erreicht jedenfalls Ausmaße, die man auf einem Golfplatz normalerweise nicht gewöhnt ist.

Der Modus

Nach alter Ryder-Cup-Tradition durfte Davis Love III als Kapitän des Heimteams den Austragungsmodus der beiden ersten Tage wählen, Love III entschied sich in den Team-Matches dafür, am Vormittag die Foursomes und am Nachmittag die Fourballs zu spielen. Zur Erklärung: Bei den Foursomes wird ein Ball von den beiden Teamkollegen abwechseln gespielt, wobei der eine auf den ungeraden und der andere auf den geraden Löchern abschlagen muss.

Beim Fourball hingegen spielt jeder einen Ball, das bessere Lochergebnis kommt in die Wertung. Zum Abschluss des Ryder Cups werden dann am Sonntag die 12 Einzelpartien ausgetragen, nach insgesamt 28 Ryder-Cup-Spielen muss also eine Mannschaft 14 ½ Punkte erzielen, um den Pokal zu gewinnen. Bei einem Unentschieden bleibt der Ryder Cup beim Titelverteidiger.

Die bisherigen Duelle

In bisher 40 Duellen zwischen Europa  und den USA blieben die Amerikaner 25 Mal siegreich, Europa holte 13 Siege, bei zwei Vergleichen trennte man sich unentschieden. Seit 1979 hat sich der Trend allerdings etwas zu Gunsten der Europäer verschoben, von den letzten 18 Ausgaben des Ryder Cups konnte Europa nicht weniger als elf für sich entscheiden, einmal blieb man nach einem Remis im Besitz der Trophäe, sieben Mal gewannen die USA.

Die Chancenverteilung

Die Favoritenrolle fällt in diesem Jahr wohl den Amerikanern zu, deren Mannschaft aus gleich 11 Leute mit RC-Erfahrung besteht und die mit Brooks Koepka nur einen Debütanten in ihren Reihen hat. Auf der anderen Seite holte Darren Clarke nicht weniger als sechs Rookies in sein 12-köpfiges Team. Auch wenn die Europäer diesmal als Außenseiter nach Amerika reisen, die letzten drei Vergleichskämpfe konnten sie für sich entscheiden. Besonders gut noch in Erinnerung der Ryder Cup 2012 in Medina, als Europa nach den ersten beiden Tagen mit 6:10 zurücklag und mit einem sensationellen Endspurt am Sonntag das Endergebnis noch auf 14 ½ : 13 ½ drehen konnte.

Die Kapitäne

Zum zweiten Mal als US-Kapitän dabei ist Davis Love III, während der Ire Darren Clarke erstmals an der Spitze des Teams Europa steht. Sowohl Love III als auch Clarke konnten den Ryder Cup bereits als Spieler gewinnen, einer der beiden wird den von Samuel Ryder gestifteten Goldpokal erstmals auch als Kapitän seines Teams in den Händen halten.

Team USA

Captain:
Davis Love III (52) – 6x Ryder Cup als Spieler, 1x als Captain, 21 Siege auf der PGA-Tour
Vice-Captains:
Jim Furyk (46), Tom Lehman (57), Steve Stricker (49), Tiger Woods (40)

Spieler (in alphabetischer Reihenfolge):
Rickie Fowler (28/Captain´s Pick) – 2x Ryder Cup, 6 Turniersiege
J. B. Holmes (34/Captain´s Pick) – War 2008 beim letzten RC-Sieg der USA Mitglied des US-Teams, 4 Turniersiege
Dustin Johnson (32) – je 2x Ryder Cup, Presidents Cup, 1 Major (Masters 2016), 8 Turniersiege
Zach Johnson (40) – je 4x Ryder Cup, Presidents Cup, 2 Majors (Masters 2006, The Open 2015), 7 Turniersiege
Brooks Koepka (26) – Ryder-Cup-Debütant, 2 Turniersiege
Matt Kuchar (38/Captain´s Pick) – je 3x Ryder Cup, Presidents Cup, 2x World Cup, 7 Turniersiege
Phil Mickelson (46) – seit 2012 Mitglied in der Hall of Fame – 10x Ryder Cup (2 Siege), 13x Presidents Cup (9 Siege, 1 Remis), 1x Alfred Dunhill Cup, 5 Majors (Masters 2004, 2006, 2010; PGA Championship 2005, The Open 2013), 36 Turniersiege
Ryan Moore (32/Captain´s Pick) – RC-Debütant, 5 Turniersiege
Patrick Reed (26) – je 1x Ryder Cup, Presidents Cup, 5 Turniersiege.
Brandt Snedeker (35) – je 1x Ryder Cup, Presidents Cup, World Cup, 8 Turniersiege
Jordan Spieth  (23) – je 1x Ryder Cup, Presidents Cup, 2 Majors (Masters, US Open 2015), 8 Turniersiege
Jimmy Walker (37) – je 1x Ryder Cup, Presidents Cup, 1 Major (PGA-Championship 2016), 7 Turniersiege

Team Europa

Captain:
Darren Clarke (48) – 5x Ryder Cup als Spieler, 1x als Vice-Captain, 1 Major (The Open 2011) 21 Turniersiege
Vice-Captains:
Thomas Björn (45), Padraig Harrington (45), Paul Lawrie (47), Ian Poulter (40), Sam Torrance (63)

Spieler:
Rafa Cabrera-Bello (32) – RC-Debüt, 5 Turniersiege
Matthew Fitzpatrick (22) – RC-Debüt, 1x Eurasia Cup, 2 Turniersiege
Sergio Garcia (36) – 7x Ryder Cup, 4x World Cup, 2x Seve Trophy, 29 Turniersiege
Martin Kaymer (31/Captain´s Pick) – 3x Ryder Cup, 4x World Cup, 2 Majors (PGA Championship 2010, Masters 2014), 20 Turniersiege
Rory McIlroy (27) – 3x Ryder Cup, 2x World Cup, 3 Majors (US Open 2011, The Open, PGA Championship 2014), 18 Turniersiege
Thomas  Pieters (24/Captain´s Pick) – RC-Debüt, 3 Turniersiege
Justin Rose (36) – 3x Ryder Cup, 4x World Cup, 1 Major (US Open 2013), 19 Turniersiege
Henrik Stenson (40) – je 3x Ryder Cup, World Cup, 4x Royal Trophy, 1 Major (The Open 2016) 18 Turniersiege
Andy Sullivan (30) – RC-Debüt, 1x Eurasia Cup, 5 Turniersiege
Lee Westwood (43/Captain´s Pick) – 9x Ryder Cup, je 4x Seve Trophy, Alfred Dunhill Cup, 42 Turniersiege
Danny Willett (28) – RC-Debüt, 1x World Cup, 1 Major (Masters 2016), 3 Turniersiege
Chris Wood (28) – RC Debüt, 1x World Cup, 2x Seve Trophy, 4 Turniersiege

Tipp

Auch wenn bei den letzten Aufeinandertreffen die Europäer die Nase vorne hatten, könnte es heuer endlich wieder mit einem Sieg der Amerikaner klappen. Der extrem schwer zu spielene Platz, den einige US-Amerikaner bereits spielen durften sowie die Tatsache dass bereits 11 Spieler vom Team USA Ryder Cup Erfahrung haben, sollten ihnen da ganz klar in die Karten spielen.

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