Der Meister aus Cleveland bestritt am gestrigen Samstag das erste Spiel der ersten Runde, der Vizemeister aus Golden State tritt gemeinsam mit den Portland Trail Blazers zum letzten, ersten Spiel der Playoffs 2017 an. Dabei gehen die Warriors als klarer Favorit ins Spiel, erspielten sie sich in dieser Saison erneut die beste Bilanz der Liga und erzielten zum dritten mal in Folge mindestens 67 Siege – Rekord.

Doch damit nicht genug, die gesamte Saison der Warriors war von Rekorden geprägt, auch wenn man am Ende sechs Spiele mehr als in der Saison 2015-16 verlor. Dass jedoch die Bilanz der regulären Saison nicht wirklich von Bedeutung ist, mussten die Warriors bereits im letzten Jahr bitter erfahren, sodass man sich in diesem Jahr erst recht nichts auf die beste Bilanz einbildet, außer das man den Heimvorteil genießen kann.

Als Gegner erwarten die Warriors die Achtplatzierten Portland Trail Blazers, die die Playoff-Qualifikation erst kurz vor dem Ende der regulären Saison klar machten und dabei auch von den Fehlern der Konkurrenz profitierten. Trotzdem waren sie selbst zuletzt auch sehr gut drauf und da der Trade von Jusuf Nurkic dem Blazers-Spiele einige neue Optionen ermöglichte, gehen Lillard und Co. selbstbewusst in die Serie und der Guard sprach davon, die Serie in sechs Spielen zu gewinnen.

Vor der Saison sprach Lillard allerdings auch davon die Conference-Finals erreichen zu wollen, doch nach der schwachen regulären Saison hatten sie sogar etwas Glück überhaupt in der entscheidenden Phase der Saison dabei zu sein. Die Ergebnisse der regulären Saison sprechen allesamt klar für die Warriors (127-104, 135-90, 125-117, 113-111), was die Favoritenstellung nochmals untermauert.

Situation Golden State Warriors (1. Platz: 67 Siege – 15 Niederlagen)

In der vergangen Saison gab es eine Menge Superlative um die Saison der Warriors zu beschreiben. Allen voran die 73 Siege waren ein Meilenstein und ein Beleg für die unfassbare Klasse von Curry, Thompson und Co. Bekanntermaßen reichte es aber nicht für den Titel, sodass man die Chance ergriff, sich mit Kevin Durant einen absoluten Hochkaräter hinzuzuholen und den Kader für einen weiteren Angriff auf den Titel zu verbessern.

Gleichzeitig bedeutete dies jedoch auch Umstrukturierung und mit Bogut und Barnes verließen zwei Starter das Team. Außerdem trennte man sich von Spielern wie Speights und Ezeli und sah sich vor dem Problem die Bank neu gestalten zu müssen. Alles in allem lief es aber gut und trotz der vielen Neuzugänge und einer Verletzung von Durant standen sie am Ende wieder ganz oben, mit sechs Spielen Vorsprung auf den engsten Verfolger.

Obwohl man vergangenes Jahr teilweise nah an der Perfektion spielte, verbesserte sich das Team von Coach Kerr in dieser Saison nochmal in einigen Statistiken und trotzte so den Kritikern, die meinten das Team wäre insgesamt nicht mehr tief genug besetzt. Erstaunlich war dabei auch, dass die Einführung von Durant relativ problemlos lief, auch wenn klar zu erkennen ist, dass noch nicht alles 100%ig rund läuft. Seine Verletzung einige Wochen vor dem Ende der Saison, kam eigentlich zur Unzeit, doch glücklicherweise konnte Steph Curry die Chance nutzen um wieder an seine MVP-Form heranzukommen, die er neben KD nur selten zeigen konnte.

Kleinere Abstimmungsprobleme hin oder her, die Warriors sind super drauf. Sie gewannen 15 ihrer letzten 16 Spiele und strahlten Souveränität und Gelassenheit aus. Gleichzeitig war dies jedoch keinesfalls Überheblichkeit, machten sie z. B. klar, dass sie Blazers ernst nehmen und sie genau wissen, dass sie mit Nurkic ein anderes Team sind, als in den vier Spielen in der regulären Saison.

Situation Portland Trail Blazers (8. Platz: 41 Siege – 41 Niederlagen)

Die Nurkic-Verpflichtung war für die Blazers das Beste was ihnen passieren konnte. Auch wenn er sich verletzte und die letzten acht Spiele verpasste, konnten die Blazers seit seiner Verpflichtung 17 der vergangenen 23 Spiele gewinnen. Dabei war Nurkic ein ganz wichtiger Leistungsträger, bevor Lillard und McCollum ihr Team in die Playoffs führten. Die Variabilität von Nurkic eröffnete den Blazers viele neue Optionen und brachte natürlich Selbstvertrauen in die zu Saisonbeginn noch strauchelnde Mannschaft.

Damian Lillard zeigte sich angriffslustig und meinte, dass sie Blazers die Serie in sechs Spielen gewinnen werden. Eine gewagte Voraussage, doch wer die Blazers in den letzten Jahren beobachtet hat, der weiß, dass sie ihr Spiel steigern können und sich zu einem sehr unangenehm zu spielenden Gegner entwickeln können. Es bleibt allerdings auch klar, dass Nurkic gebraucht wird um überhaupt eine Chance zu haben. Bis jetzt war sogar unklar, ob er bis Spiel 1 fit wird, und wie fit er tatsächlich sein kann, wird man auch erst an den Leistungen und Spielminuten sehen.

Die Blazers hoffen auf eine Überraschung und so gut die letzten Wochen auch waren, so klar ist auch die Außenseiterrolle. Das Team ist insgesamt nicht so gut besetzt wie das der Warriors, auswärts gewannen sie nur 16 von 41 Spielen und die Verteidigung ist die zweitschlechteste aller Playoff-Teams. Portland hat also eine Menge Arbeit vor sich um die Äußerung von Lillard wahr werden zu lassen.

X-Faktor: Jusuf Nurkic

Das Matchup zwischen Curry und Thompson und Lillard und McCollum wird die Diskussion über den besten Backcourt der Liga wieder aufkommen lassen. Da sich beide aber wenig schenken werden und nicht zu erwarten ist, dass ein Duo klar dominieren wird, werden andere Spieler die Serie entscheiden. Bei Portland kann das nur Jusuf Nurkic sein.

Seine Verletzung warf ihn natürlich ein bischen zurück und es bleibt unklar, ob, wann und wie lange er spielen kann, doch Fakt ist auch, dass er es sowohl mit Pachulia und McGee aber auch mit Draymond Green aufnehmen kann und vor allem offensiv für Portland eine wichtige Rolle spielen wird.

Ist Nurkic einigermaßen fit und kann er die Leistungen abrufen, die man von ihm erwartet, könnte er den Warriors Probleme bereiten, die bekanntermaßen zwar gut in der Defensive sind, aber im 1-gegen-1 auf den Positionen 4 und 5 durchaus Nachteile haben, da nicht alle so überragend verteidigen wie Green.

In den bisherigen Duellen gegen die Warriors zeigte er sich zwar nicht außergewöhnlich stark, doch er könnte das Zündlein an der Waage sein, warum die Serie zumindest ansatzweise spannend wird.

Golden State Warriors – Portland Trail Blazers Serien-Tipp

Beide Mannschaften sind auf Grund vergangener Verletzungen von Schlüsselspielern (Durant auf Seiten der Warriors, Nurkic bei den Blazers) noch nicht bei 100%. Trotzdem spielten beide eine tolle Schlussphase und während die Warriors 15 der letzten 16 Spiele für sich entschieden, gewann Portland wie bereits erwähnt 17 der letzten 23 Spiele.

Durch die späte Verpflichtung von Nurkic und dem damit verbundenen Formanstieg, sind auch die Ergebnisse der direkten Duelle fast nichtssagend und die Karten werden neu gemischt. Letztlich spielt dies aber wohl kaum eine Rolle, da das Team der Warriors immer noch zu stark scheint und alles andere als ein Sieg in Runde 1 eine Überraschung wäre.

Das Team aus Portland ist jedoch für die kämpferische Einstellung bekannt und Curry und Co. sollten sich vorsehen, dass Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. Zudem gilt es auch für Golden State das Zusammenspiel mit Kevin Durant weiter zu verbessern, was auch Konzentrationen erfordern wird.

Letztlich darf man sich aber trotz der klaren Favoritenstellung über eine interessante Serie freuen, bei der vieles möglich ist. Vor allem das Duell der Backup-Duos verspricht eine Menge Freude, doch letztlich ist der Qualitäts- und Erfahrungsunterschied zu groß, als das man den Blazers eine ernsthafte Chance zusprechen kann. Daher werden die Warriors die Serie in fünf Spielen entscheiden können. Lillard sollte zumindest in einem Spiel so stark spielen, dass sie den Warriors ein Spiel stehlen.

Tipp: Golden State Warriors in 5

Spiel 1:

Für Golden State beginnt mit den diesjährigen Playoffs auch eine Art Wiedergutmachung, nachdem sie den Titel im letzten Jahr fast schon her schenkten. Gleichzeitig sind die Playoffs aber auch eine große Aufgabe, da die Teamchemie auf dem Feld sicher noch nicht so gut ist, wie im vergangen Jahr.

Damit die Playoffs zu einem Erfolg werden, wäre ein Sieg in Spiel 1 von besonderer Bedeutung. Souveränität, Abgeklärtheit, aber vor allem die nötigen Konzentration und Einsatzwille werden entscheidend sein um direkt ein klares Zeichen Richtung Portland zu setzen.

Da Golden State zu Hause nochmal deutlich bessere Werte abliefert als auswärts, nur fünf Spiele verlor und die Blazers auswärts nicht besonders stark auftraten, sollte das erste Spiel eine klare Sache für Curry und Co. sein. Zudem weiß man nicht, ob und wie fit Jusf Nurkic ist und da Durant bei den Warriors wieder dabei ist, sollte der Ergebnis klar zu Gunsten des Vizemeisters ausfallen.

Matt Barnes, der von den Warriors kurz nach der Verletzung von Durant geholt wurde, war zuletzt auch angeschlagen und zuletzt sah es so aus, als würde er das erste Spiel verpassen. Sein Ausfall wiegt aber nicht stark, so dass Coach Kerr auch ohne ihn einen Sieg anvisieren wird.

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