• Datum: 22.05.15, Freitag
  • Spielbeginn: 3.00 Uhr
  • Spielstätte: Oracle Arena, Oakland
  • Serie: 1-0

Die Conference Finals im Westen haben begonnen. Den besseren Start erwischten die Golden State Warriors, die sich in Spiel eins mit 110:106 durchsetzten und nur anfangs Probleme mit den Rockets hatten. Steph Curry und James Harden überboten sich wie erwartet mit brillanten Leistungen und konnten sich jeweils auch über die Unterstützung einiger Teamkameraden freuen. Die Rockets verloren zwar Spiel eins, zeigten jedoch, dass sie durchaus ernstzunehmen sind. Auch ohne Howard. Das Bild mit den Wurfversuchen und Treffern zeigt wie ähnlich die zwei Teams sich teilweise sind.

Game 1 Shots

Golden State Warriors

Regular Season: 67 Siege, 15 Niederlagen

Playoffs: 1st Round 4-0 vs. New Orleans Pelicans

                2nd Round 4-2 vs. Memphis Grizzlies

Stats Leaders: Stephen Curry 28.7 PPG, Draymond Green 10.3 RPG, Stephen Curry 6.6 APG

Das wichtige erste Spiel der West-Finals konnten die Warriors knapp, aber verdient für sich entscheiden. Der Heimvorteil bleibt damit vorerst in Oakland. Zu Beginn der Partie schien es, als habe Golden State die Erholungspause nach der anstrengenden Serie gegen Memphis nicht besonders gut getan. Das Team ließ sich insbesondere im ersten Viertel von hellwachen Rockets abkochen, sodass zwischenzeitlich ein 16-Punkte-Rückstand auf der Anzeigetafel prangerte.

Das alles änderte sich schlagartig, als Steven Kerr seine erste Auszeit nahm. Der Coach stellte auf „super small ball“ um und ließ Curry, Livingston, Thompson, Barnes und Green gemeinsam auflaufen. Der Schachzug ging voll auf, auch weil Green mit dem angeschlagenen Howard in der Defensive keine Probleme hatte. Die Rockets, die grundsätzlich eine starke Defensivleistung ablieferten, fanden keine Antwort auf die kleine Warriors-Formation und konnten so nur machtlos zusehen, wie ihr Vorsprung langsam aber sicher schwand. Neben Steph Curry, der die Rockets dafür bestrafte, dass sie Jason Terry auf ihn ansetzten, spielte sich vor allem Shaun Livingston in den Vordergrund. Der große Guard brachte die Rockets mit seinen Riesenpranken in der Defensive auf die Palme und machte im Angriff vieles richtig.

Insgesamt lief die Offense der Warriors jedoch längst nicht so geschmiert, wie es einige erwartet hatten. In der Transition gelangen viele einfache Punkte, im Set Play dagegen stockte der Motor über weite Strecken des Spiels bedenklich.

Im vierten Viertel konnten sich die Warriors dann auf ihren MVP verlassen. Steph Curry, der schlussendlich auf starke 34 Zähler kam, lieferte mit einem Korbleger, einem Dreier und zwei Freiwürfen die entscheidenden Plays und brachte sein Team so auf die Siegerstraße.

Definitiv mehr kommen muss von Andrew Bogut. Der Center plagte sich in Halbzeit eins mit Foulproblemen herum und musste in der Folge lange zusehen, weil Green seine Sache auf der fünf wesentlich besser machte. Sollte Dwight Howard im Laufe der Serie wieder in den Vollbesitz seiner Kräfte gelangen, brauchen die Warriors jedoch Bogut, einen der besten Defensive Anchors der Liga.

Houston Rockets

Regular Season: 56 Siege, 26 Niederlagen

Playoffs: 1st Round 4-1 vs. Portland Trail Blazers

                2nd Round 4-3 vs. Los Angeles Clippers

Stats Leaders: James Harden 26.8 PPG, Dwight Howard 13.8 RPG,  James Harden 8.1 APG

Es war mehr drin für der Rockets in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. In Spiel eins legten die Rockets los wie die Feuerwehr und waren im ersten Viertel heiß wie Frittenfett. 59 Prozent ihrer Würfe fanden ihr Ziel. Superstar James Harden trat in dieser Phase nicht unbedingt als Scorer, sondern mehr als Playmaker und Facilitator. Er kreierte und bediente seine Teamkollegen erstklassig, vor allem die Big Man Jones, Howard und Rookie Klingt Capela profitierten von Hardens Uneigennützigkeit.

Einen schweren Dämpfer mussten die Rockets dennoch bereits im ersten Viertel hinnehmen, als Dwight Howard nach Zusammenprall mit Teamkollege Smith mit schmerzverzerrtem Gesicht in die Kabine humpelte. D12 kehrte wenig später zwar zurück, dennoch war er nach dem Schlag gegen das Knie nur noch ein Schatten seiner selbst. Seine Toughness in allen Ehren, eine Hilfe war er für die Rockets nicht mehr, was auch Coach Kevin McHale schnell erkannte. Howard kam so nur auf 26 Einsatzminuten.

Dabei hätte Houston den Center vor allem offensiv sehr gut gebrauchen können. Als die Warriors auf Small Ball umstellten und Bogut mit Foulproblemen draußen saß, wäre Howard als wandelndes Mismatch auf dem Court gestanden. Draymond Green ist zwar der Zweitplatzierte der diesjährigen DPOY-Wahl, doch auch er wäre unter der Power und Größe eines fitten Howard zerbrochen. Stattdessen fanden die Rockets offensiv wesentlich weniger Mittel gegen die flinken und mobilen Dubs-Defender als noch im ersten Viertel.

In der Defense dagegen standen die Rockets auch ohne Howard ihren Mann. Einzig für Steph Curry scheinen die Texaner keinen adäquaten Defender in ihren Reihen zu haben. Patrick Beverley wird auch in den weiteren Spielen der Serie schmerzlich vermisst werden.

Immerhin hat James Harden bewiesen, dass er, wenn er will, ein mehr als passabler Verteidiger sein kann. Dennoch lag sein Fokus wie gewohnt auf der Offensive und das ist auch gut so. Mit 28 Punkten, 11 Rebounds und 9 Assists kratzte er am Triple Double und hatte bei fast jedem gelungenen Play seine Hände im Spiel. Vor allem in der Crunchtime war der Bärtige zur Stelle und bewies seine Clutchness. Leider, aus Rockets-Sicht, erwies sich Curry in dieser Disziplin mindestens als ebenbürtig.

Tipp

Das erste Spiel einer Serie ist stets sehr aufschlussreich hinsichtlich des weiteren Verlaufs. Die Teams lieferten sich ein spannendes Duell, an dessen Ende sich die Warriors knapp durchsetzten. Es hätte jedoch auch anders ausgehen können. Insbesondere wenn Howards offensiver Output größer gewesen wäre. Seine Fitness ist für Spiel zwei und die gesamte Serie daher von entscheidender Bedeutung. Da Knieschmerzen in der Regel nicht innerhalb von zwei Tagen verschwinden, muss man davon ausgehen, dass D12 auch Donnerstagnacht noch gehandicapt sein wird. Weiterhin muss man davon ausgehen, dass die Warriors nicht noch einmal die Anfangsphase verschlafen. Insgesamt spricht daher, wie schon vor Spiel eins die Mehrheit der Argumente für die Dubs. Sie werden die Defensive von Beginn an ankurbeln, sodass auch der Gesamtscore eher fallen als steigen dürfte (Under 216,5)

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