• Datum: 20.05.15, Mittwoch
  • Spielbeginn: 03.00 Uhr
  • Spielstätte: Oracle Arena, Oakland (Kalifornien)
  • Serie: 0:0

Mögen die Spiele beginnen: Für die Golden State Warriors und die Houston Rockets geht es um den Einzug in die NBA Finals. Beide Teams spielten eine starke Regular Season und trumpften auch in den Playoffs auf. Dennoch gehen die Warriors als Favoriten in die Serie, da seine eine herausragende Regular Season ablieferten und zudem keine Verletzten zu beklagen haben. Dass die dezimierten Rockets jedoch keinesfalls zu unterschätzen sind, bewiesen sie in den Semifinals gegen die Clippers.

Golden State Warriors

Regular Season: 67 Siege, 15 Niederlagen

Playoffs: 1st  Round 4-0 vs. New Orleans Pelicans

                2nd Round 4-2 vs. Memphis Grizzlies   

Stats Leaders (Playoffs): Stephen Curry 28.2 PPG, Draymond Green 10.1 RPG, Stephen Curry 6.1 APG

Die Warriors machten in der Postseason dort weiter, wo sie in der regulären Spielzeit aufgehört hatten. Den Pelicans um Superstar Anthony Davis ließen die Dubs nicht den Hauch einer Chance und konnten sich dabei wie immer auf MVP Steph Curry verlassen, der der Katalysator der herausragenden Warriors-Offense ist.

Gegen die Grizzlies wurde es dann schon wesentlich schwieriger. Mit ihrer unangenehmen Grit-and-Grind-Defense gelang es der Truppe um Marc Gasol und Zach Randolph, die gut geölte Angriffsmaschinerie aus Oakland ins Stottern zu bringen. Insbesondere Scharfschütze Klay Thompson wurde dank Edel-Defender Tony Allen komplett aus dem Spiel genommen. Auch Curry tat sich enorm schwer, vor allem von hinter der Dreierlinie. Die Grizzlies brachten es so sogar zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung – trotz des Fehlens von Mike Conley.

Dann jedoch fiel Tony Allen aus und die Defense von Coach Dave Joerger auseinander. Die Warriors gewannen drei Spiele in Folge relativ deutlich und standen somit als erster Finalist im Westen fest. Im dritten Viertel der entscheidenden Partie rehabilitierte sich MVP Steph Curry dann endgültig mit einem 3-Punkt-Wurf weit hinter der Mittellinie, der mit dem Buzzer sein Ziel fand.

In das Matchup mit den Rockets gehen die Dubs nun also mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein, zum Teil auch aufgrund der Erfolge in der regulären Spielzeit. Die Season Series gegen Houston beendete der No.1-Seed mit einem Sweep. Sämtliche vier Partien wurden gar mit mindestens 10 Punkten Vorsprung gewonnen. Die Verletzung von Patrick Beverley dürfte dem Superstar-Backcourt der Warriors zusätzlich in die Karten spielen.

Houston Rockets

Regular Season: 56 Siege, 26 Niederlagen

Playoffs: 1st Round 4-1 vs. Portland Trail Blazers

                 2nd Round 4-3 vs. Los Angeles Clippers

Stats Leaders: James Harden 26,7 PPG, Dwight Howard 13,9 RPG, James Harden 8.0 APG

Wer die Houston Rockets nun immer noch zu kritisieren wagt, dem muss man Befangenheit vorwerfen. Die Texaner beendeten die Regular Season auf einem starken zweiten Platz und beförderten anschließend die Trail Blazers sowie die Clippers aus den Playoffs. Spätestens jetzt wissen wir also: Houston ist ein Contender.

Gegen die Trail Blazers gewann Houston im Schongang. Portland verzweifelte am besten 1-2 Punch, den diese Playoffs bislang zu bieten haben. James Harden und Dwight Howard ließen in Portland eine Welle der Zerstörung zurück. Insbesondere die Geschichte des vielgescholtenen Centers ist erbaulich. Howard pausierte große Teile der Saison, zeigt sich aber seit Beginn der Playoffs in absolut herausragender Form und beweist endlich, dass er sein Geld wert ist.

Gegen die Clippers allerdings hätten Harden und Howard alleine jedoch nicht gewonnen. Die Rockets lagen bereits mit 1-3 hinten. Das Fehlen von Premiumverteidiger Patrick Beverley und Rollenspieler Donatas Montejunas tat den Texanern – anders als gegen Portland – merklich weh. In Spiel sechs lag das Team Mitte des dritten Viertels bereits mit 19 Punkten hinten. Doch Houston gelang das Monstercomeback, sodass sich die Rockets 2015 als eines der wenigen Team rühmen dürfen, die einen 1-3-Rückstand noch kippten.

Einen großen Beitrag leistete dabei der herausragende Bench Mob um Josh Smith und Corey Brewer. Coach Kevin McHale kann sich auf seine Second Unit verlassen und seinen Startern jederzeit bedenkenlos eine Pause gönnen. Die zweite Garde war es sogar, die in Spiel sechs die Aufholjagd startete.

Fast noch wichtiger für Houstons Erfolg ist allerdings Trevor Ariza. Der Small Forward könnte mit seiner Deny Defense und dem sensationell sicheren Dreier zum X-Factor in der Serie werden.

Tipp

Erster gegen Zweiter. MVP-Wahl-Gewinner gegen MVP-Wahl-Zweiter. Oder auch: Dreier gegen Dreier. Die Rockets und die Warriors werden sich die Dreier um die Ohren schmeißen als wären es Layups. Genau in dieser Disziplin könnte sich das Spiel auch entscheiden. Denn sobald die Rockets den Dreier verlieren, tun sie sich schwer mit dem gewinnen. Allgemein dürfte es gegen die Dubs schwer werden. Golden State wird nicht den Fehler machen, Houston zu unterschätzen. Dazu hat das Team mit Andre Igoudala, Harrison Barnes und – mit Abstrichen – Klay Thompson drei Elite-Verteidiger, die James Harden abwechselnd das Leben schwer machen können. Steph Curry wiederum wird es in der Offense mit Veteran und Defensivmuffel Jason Terry zu tun bekommen, was der MVP zu nutzen wissen wird. Anders als in den vergangenen Regular Season Spielen wird in den Playoffs allerdings Dwight Howard mit von der Partie sein. Dass der Center die Rockets jedoch alleine schultert, erscheint unrealistisch. Schließlich gibt es ja noch Andrew Bogut – und Hack-a-Dwight.

Tipp: -10 Golden State Warriors – 1,90 Betway

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