• Spiel 1: GSW – CLE 113-91
  • Stand: 1-0 Golden State Warriors

Die Golden State Warriors haben auch ihr 13. Playoff-Spiel in Folge gewonnen und die Cleveland Cavaliers in Spiel 1 der NBA Finals 2017 dominiert. Kevin Durant wurde mit 38 Punkten, 8 Rebounds und 8 Assists zum Spieler des Spiels und zeigte, warum die Warriors in diesem Jahr eine andere Mannschaft sind als noch im letzten Jahr.

Auf Seiten der Cavs war LeBron James mit 28 Punkten, 15 Rebounds und 8 Assists der beste Mann und bekam von Kyrie Irving 24 Punkte und Kevin Love (15 Punkte, 21 Rebounds) relativ gute Unterstützung. Erwähnenswert war jedoch, dass sowohl LeBron (9-20), als auch Irving (10-22) und Love (4-13) unter 50% aus dem Feld blieben und damit die schwachen Leistungen ihrer Teamkameraden nicht auffangen konnten.

Das Spiel begann recht ausgeglichen, obwohl beide Teams einen etwas nervösen Eindruck machten. Häufig ging es in den ersten Minuten schnell hin und her und Fehlwürfe und Ballverluste waren die Folge. Doch mit der Zeit legte sich die Aufregung und es entwickelte sich ein interessantes Spiel, bei dem sich zunächst kein Team absetzten konnte. Beim Stand von 24-24 waren bereits fast zehn Minuten vergangen und es sah so aus, als würden sich die Teams ihrer Stärken berauben. Zu diesem Zeitpunkt hatte Golden State jedoch noch keinen einzigen Dreier getroffen und auch in der Zone vergaben sie viele Chancen. Curry brach dann endlich den Bann, traf zwei Dreier und als Iguodala mit dem Ertönen der Sirene einen weiteren erzielte, hatten sich die Warriors eine 35-30 Führung erspielt.

In Viertel Nummer 2 wurde es für die Cavs nicht leichter. Draymond Green, der früh im ersten Viertel sein zweites Foul kassierte, kehrte aufs Spielfeld zurück und mit ihm behaupteten die Warriors die Führung. Obwohl Cleveland zunächst mithalten konnte, bekam man mehr und mehr das Gefühl, dass die Warriors die Kontrolle über das Spiel übernahmen. Zum Ende der 1. Halbzeit führte das Heimteam zwar nur mit 60-52, doch die Turnover -Differenz machte klar, dass die Vorteile bei ihnen liegen. So verloren die Warriors nur einmal den Ball, während die Cavs 12 Ballverluste zu verzeichnen hatten.

Da Golden State aber viele einfache Punkte am Brett liegen ließ, war klar, dass Coach Mike Brown, der erneut als Vertretung für Kerr an der Seitenlinie stand, zuversichtlich in die zwei Halbzeit ging, da er sich sicher war, dass der Abschluss besser laufen sollte. Die Cavs hatten andererseits große Probleme, verloren sie zum einen zu viele Bälle, hatten sie jedoch auch defensiv immer wieder Probleme in der Transition und fanden sie keine Antwort auf Durant und Curry.

Als das dritte Viertel dann ca. vier Minuten alt war, hatten sich die Vorzeichen aus Halbzeit 1 bestätigt. Golden State kam hochkonzentriert aus der Pause, war wacher, schneller und treffsicherer. Ein 13-0 Lauf zum Start der zweiten Halbzeit schraubte den Vorsprung auf 73-52 hoch und plötzlich schien das Spiel bereits entschieden. Die Cavs gaben sich aber nicht auf und in der Mitte des dritten Viertels erlaubte sich Golden State plötzliche einige Unkonzentriertheiten. Plötzlich waren die Cavs wieder auf 68-80 dran, doch Durant, Curry und Green erzielten mal eben zehn Punkte in Serie, so dass der Vorsprung wieder auf 22 Punkte anwuchs.

Im letzten Viertel blieb das große Aufbäumen der Gäste aus, auch weil das Team um Curry und Durant heute einfach zu souverän auftrat. Sie erlaubten sich nur ganz wenige Fehler, trafen zum Ende besser und sicherten sich so den verdienten 113-91 Sieg.

Spiel 2 Golden State – Cleveland

Am Ende zeigten die Statistiken die großen Probleme der Cavs in Spiel 1 auf. Durant (38 Punkte) und Curry (28 Punkte) waren kaum zu stoppen. Zwar erzielte kein anderer Warrior mehr als 9 Punkte und selbst die Quote war mir 42,5% schlechter als normalerweise, doch gleichzeitig erlaubten sich auch nur Curry und Durant jeweils zwei Ballverluste, sodass die Warriors auf insgesamt gerade einmal vier Ballverluste kamen.

Die Cavs verloren den Ball allerdings 20 mal und erlaubten den Warriors so natürlich ihr schnelles Spiel aufzuziehen. Die Cavaliers dominierten zwar die Bretter 59-50, doch die 14 Offensivrebounds der Warriors erlaubten trotz allem zu viele zweite Chancen. Zudem gelang den Cavaliers nicht ein einziger Steal und auch die Tatsache nur 15 Assists gespielt zu haben (Golden State hatte 31) zeigte, dass bei den Cavs heute wenig zusammenlief.

Auch die Quote war bei den Cavs unterirdisch. Nur 30 von 86 fanden ihr Ziel und nimmt man die Werte von James, Irving und Love heraus, trafen die Rollenspieler nur 7 von 31 Würfen. Besonders auffällig waren zudem die Probleme von James. Teilweise wirkte er etwas müde und die acht Ballverluste waren untypisch für ihn. Stand er auf dem Feld, scorten die Warriors 22 Punkte mehr als die Cavs, ein Wert, mit dem die Cavs unmöglich gewinnen können.

So bleibt natürlich die Frage, wie die Aussicht für die Cavs für Spiel 2 ist. Man muss resümieren, dass die Warriors sehr konzentriert und hoch motiviert ins Spiel gingen. Sie erlaubten sich kaum Fehler und vor allem der Auftritt von Kevin Durant vermittelte den Eindruck, dass die Warriors ein deutlich stärkeres Team als im letzten Jahr sind.

So darf man nicht vergessen, dass Klay Thompson nur 3-16 Würfen traf und Draymond Green zu Beginn des Spiels mit Foulproblemen zu kämpfen hatte. Erstaunlich war jedoch auch die gute Defensivleistung von Golden State. James musste sich abwechselnd gegen Durant, Iguodala und Green behaupten, die es ihm ziemlich schwermachten. Klay Thompson überragte zudem auch defensiv, trafen seine Gegenspieler nur einen ihrer zwölf Würfe. Schlussendlich kam sein Team auf 12 Steals und 3 Blocks und zwang die Cavs zu vielen schwierigen Würfen.

Doch auch wenn Golden State auch gegen die Cavs einen sehr dominanten Eindruck machten, gibt es bei den Cavs noch keinen Grund zur Panik. Schließlich verloren sie im letzten Jahr sogar die ersten beiden Spiele sehr deutlich und jeder weiß, dass eine Niederlage in Spiel 1 nichts bedeuten muss.

Zudem kann man erwarten, dass die Cavs in Spiel 2 etwas besser treffen werden und besser auf den Ball aufpassen werden. Bedenkt man die schwachen Quoten von Love und den Rollenspielern und die wirklich schwachen Leistungen von Spielern wie Tristan Thompson, Richard Jefferson oder Kyle Korver ist klar, dass die Cavs noch eine Menge Luft nach oben haben, weshalb man als Fan trotzdem zuversichtlich in die weiteren Finals-Spiele gehen kann.

Ich denke jedoch, dass auch das zweite Spiel zu Gunsten der Warriors ausgehen wird. Am Ende hatten beide eine lange Pause vor Spiel 1, was vielleicht auch ein Grund für die durchwachsenen Quoten war. Der Auftritt der Warriors war jedoch schon beeindruckend, obwohl sie noch längst nicht am Limit spielten. Die Cavs haben eine schwierige Aufgabe vor sich, doch in Spiel 1 hatten sie das Spiel eigentlich zu keiner Zeit im Griff, sodass ein Tipp auf sie in Spiel 2 nicht gerechtfertigt ist. Schließlich spielt Golden State zu Hause, wo sie in den letzten zwei Jahren insgesamt nur elf Spiele verloren.

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