• Spiel 1: GSW – CLE 113-91
  • Spiel 2: GSW – CLE 132-113
  • Spiel 3: CLE – GSW 113-118
  • Spiel 4: CLE – GSW 137-116
  • Stand: 3-1 Golden State Warriors

„The Warriors blew a 3-1 lead” – mit diesem Satz waren die sozialen Netzwerke im letzten Jahr gefüllt, nachdem die Golden State Warriors ihre 3-1 Führung verspielten und trotz großer Dominanz den Titel an die Cavs herschenkten. Wobei hergeschenkt sicher das falsche Wort ist, bedenkt man, wie hart LeBron und Co. im letzten Jahr um den Titel gekämpft haben.

Wer sich nun fragt, warum dies nun wieder aufgeführt wird, musst nur einen Blick auf den Spielstand werfen, nachdem die Cleveland Cavaliers die Golden State Warriors in ihrem ersten Matchball-Spiel förmlich überrannten. So glichen die Cavs dank einer rekordträchtigen Leistung aus und zeigten ihr vermutlich bestes Spiel der Saison zum besten Zeitpunkt.

Denn eigentlich, so war man sich nach den ersten drei Spielen sicher, hatten die Cavs eigentlich kaum eine Chance gegen eine unfassbar gut spielende Mannschaft aus Golden State. Auch heute erzielten sie wieder 116 Punkte, trafen 45% ihrer Würfe aus dem Feld und leisteten sich gerade noch vertretbare 12 Ballverluste. Doch was die Cavs auf der anderen Seite boten, war unfassbar gut.

Gleich zu Beginn startete das Heimteam nämlich sehr stark. JR Smith und Kyrie Irving versenkten jeweils einen Dreier, sodass die Cavs schnell mit 6-0 führten. Während die Warriors auf einen ähnlich guten Start der Cavs in Spiel 3 noch eine Antwort hatten, konnten sie dem hohen Tempo und der Treffsicherheit heuten kein Paroli bieten, setzten sich die Cavs nach und nach ab und führten bereits nach vier Minuten mit 20-9. Das Viertel verlief ähnlich gut weiter für James und Co., die mit 49 Punkten einen Finals-Rekord für die meisten Punkte in einem Viertel aufstellten. Golden State erzielte selbst respektable 33 Punkte, doch defensiv hatten sie keine Antwort auf das scheinbar alles treffende Team von Tyronn Lue.

So baute das Heimteam die Führung im zweiten Viertel weiter aus und setzte sich bis auf 18 Punkte ab. Die Warriors hingen sich natürlich rein, verkürzten phasenweise nochmal auf 12 Punkte, doch immer wenn man dachte, dass die Warriors vielleicht noch näher rankämen, trafen die Cavs weiter aus allen Lagen und kamen dabei häufig zusätzlich noch an die Linie. Egal was Golden State defensiv versuchte, nichts klappte. Kyrie Irving und LeBron James setzten sich immer wieder im 1-gegen-1 durch und schlossen entweder selbst ab, oder passten auf die freistehenden Schützen, die sich kaum einen Fehlwurf leisteten. Als wenn der Rekord aus dem ersten Viertel nicht genug gewesen wäre, legten sie im zweiten Viertel nochmal 37 Punkte nach und stellten mit insgesamt 86 Punkten in Halbzeit 1 einen neuen Rekord auf.

Die Gäste aus San Francisco hatten zur Halbzeit aber selbst 68 Punkte auf dem Konto und hatten zumindest offensiv wenig zu bestanden. Curry und Thompson waren zwar noch nicht so gut drauf, doch trotzdem war das Problem eher defensiv als offensiv zu finden. Interessant war sicher auch die etwas fragwürdige Linie der Schiedsrichter, die auf beiden Seiten Unruhe ins Spiel brachten und eine besondere Härte zuließen.

So kam es im dritten Viertel auch zu einer merkwürdigen Situation, als Draymond Green ein technisches Foul bekam. Jeder in der Halle dachte es wäre sein Zweites und somit auch seine Disqualifikation, doch die Schiedsrichter hatten dem Anschreibetisch in Halbzeit 1 ein technisches Foul nicht richtig mitgeteilt, so dass fälschlicherweise Green anstatt Coach Kerr mit einem „T“ belastet wurde. Das Chaos wurde aufgeklärt, passte jedoch zur der merkwürdigen Schiedsrichterleistung.

Weniger merkwürdig war hingegen die Leistung der Cavaliers, die mit weiteren 29 Punkten im dritten Viertel überzeugen konnten. Egal ob James, Irving oder Love, heute klappte es bei allen drei Stars der Cavs, die letztlich gemeinsam auf unfassbare 94 Punkte kamen. Dementsprechend waren sie natürlich dafür verantwortlich, dass der Vorsprung verwaltet werden konnte und es beim Stand von 115-96 ins letzte Viertel ging.

Entschieden war das Spiel zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, denn es war klar, dass man die Warriors bis zum Ende ernst nehmen muss. Schlussendlich brachten die Gäste aber nicht mehr viel zu Stande und verloren das Spiel am Ende mit 116-137. Die Cavs stellten dabei aber nicht nur Rekorde in Viertel Nummer 1 und in der ersten Halbzeit auf. Insgesamt trafen sie nämlich 24 Dreier, was ebenfalls ein Finals-Rekord war. Letztlich war der Sieg also hochverdient, denn selbst ein Team wie Golden State, konnte gegen so überragend spielende Cavs nichts ausrichten.

Spiel 5 Golden State – Cleveland

Vor Spiel 5 ist nun natürlich die Frage, wie die Warriors mit der Situation umgehen. Immer wieder wurde in den ersten drei Spielen davon gesprochen, dass die Warriors ein anderes Team sind, als im vergangen Jahr, was eigentlich nahelegen sollte, dass sie ihren Vorsprung nicht wieder verspielen. Trotzdem schwebt das Verspielen der 3-1 Führung im letzten Jahr noch immer wie eine dunkle Wolke über Golden State.

Allerdings muss man sagen, dass es äußerst unwahrscheinlich scheint, dass die Cavs die Leistung aus Spiel 5 wiederholen können. Bereits nach den ersten Spielen in denen Love, James und Irving insgesamt überzeugten, standen eher die Rollenspieler in der Verpflichtung. Heute trafen diese auch deutlich besser, doch die Leistung von Irving (40 Punkte), Love (23 Punkte) und James (31 Punkte) war einfach unfassbar.

Vor allem James heimste weitere Rekorde ein. Mit seinem neunten Finals-Triple Double (31, 10, 11) überholte er Magic, zudem überholte er Jordan als der Spieler, mit den meisten getroffenen Freiwürfen. Dazu kam, dass er wieder zahlreiche Highlight-Plays zu bieten (z. B. der Self-Alley-Oop gegens Brett) und sogar „nur“ 41 Minuten spielen musste. 32 Punkte Vorsprung erspielten sich die Cavs in dieser Zeit – Wahnsinn.

Dazu verteilten die Cavs heute sogar mehr Assists als die Warriors (27-26), und lagen eigentlich in sämtlichen Statistiken (außer Blocks und Freiwurfquote) vor Golden State. Von einem perfekten Spiel zu sprechen, wäre vielleicht zu viel das Guten, aber nachdem die Warriros in den ersten Spielen schon überragten, setzten die Cavs mit ihrer Leistung in Spiel 4 nochmal einen drauf.

Gleichzeitig legten sie die Messlatte für Spiel 5 damit natürlich unfassbar hoch und es scheint einfach unwahrscheinlich, dass ihnen erneut so ein Meisterstück gelingt. Außer Deron Williams (0-1) trafen alle Cavs-Spieler 50% oder besser aus dem Feld und selbst Tristan Thompson zeigte mit 5 Punkten, 10 Rebounds und 5 Assists endlich wieder eine gute Leistung.

Dass die Warriors jedoch erneut 137 Punkte zulassen, scheint unwahrscheinlich. Obwohl sie mit Iguodala, Durant oder Thompson starke 1-gegen-1 Verteidiger hatten, ließen sie sich heute den Ball förmlich durch die Nase ziehen und werden darauf in Spiel 5 sicher reagieren. Zudem waren Curry (4-13) und Thompson (4-11) viel zu passiv und auch Durant war trotzdem seiner 35 Punkte (9-22) nicht treffsicher genug.

Ich denke daher nicht, dass die Karten vor Spiel 5 neu gemischt werden. Die Warriors werden sich von dem Schock erholen, während die Cavs irgendwie zusehen müssen, ihre Leistung wenn möglich zu wiederholen. Natürlich soll man niemals das Herz einen Champions unterschätzen, doch ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Warriors erneut die Chance auf den Titel vor den eigenen Fans nehmen lassen.

Beide Teams werden also hochkonzentriert in Spiel 5 gehen, doch diesmal sind die Warriors fit, haben keine Sperren und können sich in Ruhe auf das Spiel vorbereiten. Sie werden Antworten parat haben und ich gehe davon aus, dass sie die Cavs diesmal in ihre Schranken verweisen. LeBron und Kyrie versuchen alles, doch die Leistung aus Spiel 4 können sie nicht wiederholen und so sichern sich die Warriors die Meisterschaft in Spiel 5.

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