• Spielstätte: Oracle Arena, Oakland
  • Serie: 0-0

Showtime! Die NBA Finals stehen vor der Türe und in ihnen stehen sich zwei würdige Finalisten gegenüber. Auf der einen Seite die Cleveland Cavaliers, die von LeBron James souverän durch den Osten geführt wurden. Zum anderen die Golden State Warriors um MVP Steph Curry, die bislang phänomenale Playoffs spielen und im starken Westen unbezwingbar waren. Nun kommt es zum Showdown.

Golden State Warriors

Regular Season: 67 Siege, 15 Niederlagen

Playoffs: 4-0 vs. New Orleans Pelicans, 4-2 vs. Memphis Grizzlies, 4-1 vs.  Houston Rockets

Stats Leaders: Stephen Curry 29.2 PPG, Draymond Green 10.8 RPG , Stephen Curry 6.4 APG

Hut ab vor diesen Warriors. Wie die Dubs erhobenen Hauptes als Sieger aus dem starken Westen hervorgingen ist aller Ehren wert. Weder die New Orleans Pelicans, noch die Memphis Grizzlies, noch die Houston Rockets in den Conference Finals konnten dem besten Team der Regular Season etwas entgegensetzen. So setzten die Warriors ihren Siegeslauf in der Postseason fort und sammelten 12 Wins bei 3 Niederlagen.

Was dem Coaching Staff der Cavaliers die Schweißperlen auf die Stirn treiben dürfte ist die Tatsache, dass Golden State bisher auf nahezu alle Probleme, vor die sie gestellt wurden, eine Antwort fanden. Und zwar nicht innerhalb einer Serie, sondern innerhalb eines Spiels. Steve Kerr macht als Rookie-Coach einen herausragenden Job. Defensiv erntete er die Früchte von Vorgänger Marc Jackson, der eine Franchise mit Defense-Allergie zu einem absoluten Bollwerk formte. Offensiv dagegen legten die Warriors unter Kerr eine 180-Grad-Wende hin und spielen eine abgespeckte Form des Spurs-Teambasketballs. Hierfür hat der Coach auch einfach überragendes Spielermaterial zur Verfügung. Allen voran  MVP Stephen Curry, der seine unglaubliche Performence aus der Regular Season bislang mühelos fortsetzt. Dabei arbeitet er weiterhin munter an seinem Vermächtnis als bester Shooter, den die NBA jemals hervorbrachte. So traf er in den bisherigen Playoffs aus dem linken Eck absurde  92% seiner Dreier.

Der andere Splash Brother, Klay Thompson, tut sich bislang wesentlich schwerer in den Playoffs, fand jedoch zum Ende der Conference Finals gerade rechtzeitig seinen Touch wieder. Allerdings wurde Thompson durch eine Gehirnerschütterung gestoppt, die Golden State in den vergangenen Tagen den Atem stocken ließ. Mittlerweile wissen wir: Klay wird in den Finals mit von der Partie sein.

Neben dem Splash Brother tümmeln sich noch zahlreiche weitere  Spieler mit herausragenden Fähigkeiten im Warriors Roster. Für den Finals kehrt nun sogar Mareise Speights zurück, der Kerr auf den großen Positionen noch mehr Möglichkeiten eröffnet.

Insgesamt wirken die Warriors bestens gewappnet für die Finals. Das Team ist eingespielt, die Spieler perfekt aufeinander eingestimmt. Das Selbstvertrauen ist ebenso groß wie der Titelhunger. Nun gilt es, die Cavaliers – sprich LeBron James – zu stoppen.

Cleveland Cavaliers

Regular Season: 53 Siege, 29 Niederlagen

Playoffs: 4-0 vs. Boston Celtics, 4-2 vs. Chicago Bulls, 4-0 vs. Atlanta Hawks

Stats Leaders: LeBron James 27.6 PPG, LeBron James 10.5 , LeBron James 8.3 APG

Hero Ball at its finest. Auf seinen breiten Schultern hat LeBron James seine Cleveland Cavaliers in die NBA Finals getragen. Das Erfolgsrezept ist einfach wie genial: Den King machen lassen. James ist vermutlich der einzige Spieler, mit dem man diese Strategie fahren kann, doch bislang klappt es in Ohio auf diesem Wege ziemlich gut.

Dabei haben die Cavaliers in LeBrons Rücken durchaus andere Spieler von Format. Doch während Anderson Varejao und Kevin Love verletzungsbedingt zum Zuschauen verdammt sind, ist Star Point Guard Kyrie Irving in den Playoffs nur ein Schatten seiner selbst. Seine Knöchelprobleme scheinen den Scorer noch immer zu behindern.

Ohne die Co-Stars sprangen also diverse Rollenspieler ein. Matthew Dellavedova beispielsweise, der statt Irving viele Minuten auf der eins bekommt und mit seiner entnervenden defensiven Intensität und seinem Spot-Up-Shooting ein wichtiges Asset darstellt. Auch der Wurf-Wahnsinnige J.R. Smith stellt größtenteils vernünftige Dinge mit dem Spalding an und bringt so wichtige Production von der Bank. Imam Shumpert wiederum obliegt die Aufgabe, den besten Scorer des Gegners zu verteidigen. In dieser Disziplin hielt sich LeBrons James bislang nämlich vornehm zurück.

Dies ist allerdings auch verständlich, da sein Team dem King offensiv alles abverlangt. 75% seiner Punkte erarbeitet sich James selbst, nur einem Viertel seiner Korberfolge gehen Assists voraus. Da sich quasi durchgehend die Elite-Defender auf ihn stürzen, ist seine Dreierquote auf 17% abgestürzt. In der Zone allerdings ist gegen seinen Mix aus dampfwalzenartiger Power, Beweglichkeit und Rafinesse kein Kraut gewachsen, sodass James traumwandlerisch sicher unter dem Korb abschließt (64,2%).

Fast noch wichtiger ist jedoch das Playmaking des Point Forwards. Gegen die Atlanta Hawks war James an aberwitzigen 53 Cavaliers-Punkten pro Spiel direkt beteiligt. Aus der Isolation heraus zieht  er in die Zone, wird dabei häufig gedoppelt und findet dann den freien Schützen am Perimeter oder die Big Men unter dem Korb. Das Drive-and-Kick spielt niemand besser als LeBron James.

Im Osten hat diese simple Offense in Kombination mit einer starken Teamdefense problemlos gereicht. Gegen die Warriors kommt es nun zur finalen Bewährungsprobe

Tipp

Anders als in den bisherigen Serien könnte es in den NBA Finals ein wenig spannender zugehen. Schließlich stehen sich nun die mit Abstand besten Teams der Postseason gegenüber und ebenso die besten Spieler: Steph Curry und LeBron James sind das derzeit beste, was der Basketball zu bieten hat. Während James im All-Arround-Game schon alleine aufgrund seiner körperlichen Voraussetzungen die Nase vorn hat, ist Currys Shooting um Welten besser als das des Kings, der sich schlichtweg durchpowert. Auch in den Finals wird keiner der beiden dauerhaft gestoppt werden können. Und eben deshalb sehe ich die Warriors in der Favoritenrolle. Anders als ihr Kontrahent aus dem Osten sind die Dubs nämlich nur bedingt abhängig von ihrem Superstar. Sie haben noch zahlreiche weitere Weltlklasse-Akteure, die eine eventuelle Schwächephase Currys zumindest zeitweise ausgleichen können.

Der größte Trumpf der Cavaliers dagegen ist letzten Endes auch ihre größte Schwäche: Ohne LeBron geht nichts. Sollte sich der Point Forward verletzen, müssten die Cavs wohl gar nicht mehr antreten. Die X-Factor-Rolle kommt daher Kyrie Irving zu. Dieser ist grundsätzlich einer der besten Creators der Liga, versagte in den bisherigen Playoffs jedoch. Ohne sein Scoring, mit LeBron allein auf weiter Flur, wird es gegen die Warriors nicht reichen. Da Golden State jedoch mehrere Kettenhunde (auf der eins vor allem Shaun Livingston) im Kader hat, wird sich der Point Guard auch in den Finals schwertun.

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