Es sind nur noch vier Mannschaften übrig, die um den WM-Titel der Frauen 2015 kämpfen in Kanada. Deutschland und die USA gelten unter den verbliebenen Nationen als Topfavoriten, treffen allerdings schon im Halbfinale aufeinander. Während es die DFB-Frauen im Viertelfinale mit der Startruppe aus Frankreich zu tun bekam, ging es für die Damen aus den Staaten gegen die Chinesinnen. Knapp war es beide Male.

USA

Bisheriger Turnierverlauf: 3:1 vs. Australien, 0:0 vs. Schweden, 1:0 vs. Nigeria, 2:0 vs. Kolumbien, 1:0 vs. China

Quasi im Gleichtakt mit der DFB-Elf fuhren die USA im bisherigen Turnier sechs Siege bei einem Unentschieden ein. Fast noch imposanter ist die Tatsache, dass die Mannschaft bislang erst ein einziges Gegentor kassierte, direkt zum Auftakt gegen Australien. Seither, seit über 450 Minuten musste Skandalnudel Hope Solo im US-amerikanischen Tor nicht mehr hinter sich greifen.

Schon im Vorfeld der Endrunde galten die Frauen aus den vereinigten Staaten als brandheiße Kandidaten auf den Titel. Diese Vorschusslorbeeren rechtfertigte das Team im bisherigen Turnier. Die Underdogs wie Nigeria oder Australien wurden souverän besiegt und auch gestandene sowie fähigere Nationen wie China oder Kolumbien wurden mehr oder weniger problemlos bezwungen. Neben der starken Defensive zeichnen das Team von Frauenfußball-Legende Jill Ellis vor allem die enorme Erfahrung und die herausragende Athletik aus.

„Da hat ja fast keine unter 100 Länderspiele“, fasste Nadine Angerer die Erfahrung des US-Kaders zutreffend zusammen. Und Angerer, die in Portland spielt und selbst 144 Länderspiele auf dem Buckel hat, muss es wissen. Tatsächlich stellen die Amerikanerinnen noch vor Deutschland das Team mit den meisten Länderspielen pro Kopf und verfügen über jede Menge ausgebuffte Akteurinnen, allen voran natürlich Stürmerikone Abby Wambach und Superstar Alex Morgan.

Was die Truppe dabei besonders auszeichnet ist die Power und Dynamik in ihrem Spiel. Offensiv wie defensiv tritt das Team dermaßen athletisch und wuchtig auf, dass sie viele Gegner schlichtweg überpowern. Gegen Deutschland spielen die US-Ladies allerdings nicht gerne.

Deutschland

Bisheriger Turnierverlauf: 10:0 vs. Elfenbeinküste, 1:1 vs. Norwegen, 4:0 vs. Thailand, 4:1 vs. Schweden, 5:4 i.E. vs. Frankreich

„… und am Ende gewinnen immer die Deutschen“. Falls Gary Lineker das Viertelfinale der deutschen Frauen gegen Frankreich gesehen haben sollte, wird er sich bestätigt gefühlt haben. Denn wirklich angedeutet hatte sich der Sieg der DFB-Frauen nicht. Doch der Reihe nach:

In der Gruppenphase war die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid klar unterfordert, woran auch das dürftige Remis gegen Norwegen nicht ändert. Wer sich mit 7 Punkten und 15:1 Toren für die K.O.-Phase qualifiziert, der darf sich mit Fug und Recht unterbeschäftigt nennen.

Im Achtelfinale wurde es gegen Schweden dann auch nicht allzu viel schwerer. Nachdem es in den zahlreichen vorherigen Spielen gegen die Skandinavierinnen traditionell eng wurde, machten es die deutschen Frauen dieses Mal alles andere als spannend und ließen beim 4:1-Sieg nichts anbrennen.

Den größten Nervenkitzel bot bis dahin das Rennen um die Torschützenkrone, die die DFB-Stürmerinnen Celia Sasic (6 Tore) und Anja Mittag (5 Tore) wohl unter sich ausmachen werden. Das Viertelfinale stand dann unter neuen Vorzeichen. Erstmals ging Deutschland nicht als klarer Favorit in die Partie, schon eher als kleiner Außenseiter angesichts der enormen individuellen Qualität der Französinnen. In der ersten Hälfte bestätigte sich diese Rollenverteilung. Aus deutscher Sicht war es ein Debakel, was sich da in den ersten 45 Minuten abspielte. Das Team wurde schwindelig gespielt von den dribbel- und kombinationsstarken Französinnen um Topstar Louisa Necib. Der Führungstreffer der Kreativspielerinnen war somit mehr als verdient und hätte eigentlich nicht das einzige französische Tor des Tages bleiben dürfte.

In der Halbzeitansprache fand Neid dann jedoch wohl die richtigen Worte, denn das deutsche Team steigerte sich von Minute zu Minute und war pünktlich zum Ende der Partie voll da und hatte dann noch das Glück kurz vor Ende einen Handelfmeter zugesprochen zu bekommen, den Sasic sicher verwandelte. Nach ergebnisloser Verlängerung kam es zum Elfmeterschießen und das gewinnen deutsche Mannschaften ja fast schon traditionell.

Tipp

Die USA sind weiterhin das einzige Team im Frauenfußball, das in jeder einzelnen Endrunde mindestens das Halbfinale erreichte. Damit gibt sich bei den Amis jedoch niemand zufrieden, erstmals seit 16 Jahren soll endlich mal wieder ein Titel her. Gegen die DFB-Frauen gehen sie aufgrund ihres in der Breite besser besetzten Kaders und der sicheren Unterstützung der kanadischen Fans als Favoriten ins Spiel. Allerdings bietet es sich trotzdem an, auf das heimische deutsche Pferd zu setzen. Die Elf von Silvia Neid ist offensivstark einfach eine Turniermannschaft, die weiß, worauf es ankommt und mit dem Siegergen ausgestattet ist. Argumente lassen sich auf beiden Seiten finden, weshalb diese mentale Komponente durchaus ausschlaggebend sein kann.

Daher der Tippdie Prognose: Sieg für Deutschland – 2,60 Ladbrokes (SONDERBONUS!!!)

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