Nach vier kräftezehrenden Wochen hat es nicht ganz gereicht: Die Frauennationalmannschaften aus Deutschland und England verpassten das Endspiel knapp und müssen sich nun mit dem „kleinen Finale“ zufriedengeben. Wie glücklich die Teams damit sind, sei erstmal dahingestellt, schließlich will sich jeder ordentlich aus dem Turnier verabschieden.

Deutschland

Bisheriger Turnierverlauf: 10:0 vs. Elfenbeinküste, 1:1 vs. Norwegen, 4:0 vs. Thailand, 4:1 vs. Schweden, 5:4 i.E. vs. Frankreich, 0:2 vs. USA

Die deutschen Frauen waren anders als in den Endrunden zuvor nicht als absoluter Topfavorit zur WM gefahren. In Kanada gehörte die DFB-Elf zum erweiterten Kreis der Favoriten, aber nie zu den ganz heiß gehandelten. Dieser Rolle wurde das Team im Turnier dann auch gerecht.

In der Gruppenphase hatte das Team von Bundestrainerin Silvia Neid keinerlei Probleme mit den Außenseitern Elfenbeinküste und Thailand, die jeweils mit einer ordentlichen Packung nach Hause geschickt wurden. Deutlich schwerer tat man sich dann schon gegen die Norwegerinnen, die man nicht unbedingt zur absoluten Weltklasse zählen muss. Schlussendlich sprang ein Punkt heraus, der dank des besseren Torverhältnisses für den Gruppensieg reichte.

Mit den Schweden machte man dann im Achtelfinale kurzen Prozess. Die DFB-Elf war den Skandinavierinnen in allen Belangen überlegen und gewann auch in der Höhe verdient mit 4:1. So las sich die Bilanz bis zum Viertelfinale überragend, weshalb man schnell übersah, dass diese Leistungen gegen allenfalls mittelmäßige Teams abgerufen wurden

Besonders deutlich wurde dies in der ersten Hälfte des Viertelfinales, wo die deutschen Frauen gegen die Französinnen kein Land sahen und Glück hatten, dass die Partie nicht schon zur Halbzeit gelaufen war. Sasic versenkte in der regulären Spielzeit ebenso wie im Elfmeterschießen einen Strafstoß und avancierte so zur Matchwinnerin.

Wie schnelllebig der Fußball ist, durfte Sasic wenige Tage später am eigenen Leib erfahren. Im Halbfinale gegen die USA war man unterlegen, aber dennoch in der Lage zu gewinnen. Dafür hätte Sasic allerdings den Elfmeter verwandeln sollen, den die DFB-Damen Mitte der zweiten Hälfte zugesprochen bekamen. Dieses Mal traf sie jedoch nicht, wovon sich das Team nicht mehr erholte. 0:2 lautete das Endergebnis nach 90 Minuten.

Gegen die Engländerinnen geht es nun vor allem darum, sich vernünftig aus dem Turnier zu verabschieden und mit einem einigermaßen positiven Gefühl in den Urlaub zu gehen.

England

Bisheriger Turnierverlauf: 0:1 vs. Frankreich, 2:1 vs. Mexiko, 2:1 vs. Kolumbien, 2:1 vs. Norwegen, 2:1 vs. Kanada, 1:2 vs. Japan

Der Turnierverlauf der Engländerinnen hat etwas fast schon beängstigendes. Die Briten spielten nicht ein einziges Mal Unentschieden und gewannen bzw. verloren stets mit genau einem Tor Differenz. Und bis auf das Auftaktmatch endete tatsächlich jede einzelne Partie mit 2:1!

Vier dieser fünf 2:1-Spiele entschieden die Three Lions für sich. Gegen Mexiko und Kolumbien waren es zwei enorm wichtige Dreier, ohne die man die K.O.-Phase vermutlich gar nicht erreicht hätte. Allerdings hätte man sich in fast jeder der Partien auch über eine Punkteteilung nicht beklagen  dürfen. Dennoch tankten sich die Engländerinnen immer weiter durch, auch Norwegen und Gastgeber Kanada wurden knapp geschlagen.

Im Halbfinale war dann Schluss. Gegen die starken Japanerinnen stand erstmals auf Seiten Englands die eins anstatt der zwei. Wie schon zu Beginn gegen Frankreich zeigte sich im Halbfinale deutlich, dass den Britinnen zur absoluten Weltspitze noch ein Stückchen fehlt. Gerade deshalb war das Scheitern im Halbfinale für das Team auch kein Beinbruch, sondern der Beleg für einen riesigen Erfolg und dafür, dass die Damen endlich auch in der Wiege des Fußballs Fuß fassen. Gegen die DFB-Elf soll dieser erfreulichen Entwicklung nun vorab die Krone aufgesetzt werden.

Tipp

Erstmals seit dem Achtelfinale gehen die deutschen Frauen wieder als relativ klare Favoriten ins Spiel. Die Engländerinnen sind gut, kommen aber an die  individuelle Klasse und Breite des deutschen Kaders nicht ganz heran. Der größte Vorteil, den die Frauen mit dem Bundesadler auf der Brust haben, ist allerdings die Erfahrung. In punkto Länderspiele und Turniererfahrung spielen wohl nur die Amerikanerinnen in einer Liga mit der deutschen Truppe. Das dürfte sich auch in einem kleinen Finale bemerkbar machen.

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