Der Konkurrenz deutlich enteilt ist Mercedes AMG F1 am ersten Trainingstag zum Großen Preis von Ungarn. Der deutsche WM-Führende Nico Rosberg erzielte mit 1:20.435 min am Freitagnachmittag die Tagesbestzeit vor dem australischen Red Bull-Piloten Daniel Ricciardo (+ 0.595 sec).

Aufreger des Tages war der Crash von Rosbergs Teamkollege Lewis Hamilton (Großbritannien), der Schnellster im Vormittagstraining war. Ein Abflug von der Strecke samt Einschlag in die Streckenbegrenzung kurz nach Beginn des zweiten Trainings sorgte für einen Kurzauftritt des Briten, der keine Blessuren davontrug, am Nachmittag.

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Hamilton nimmt Abflug auf seine Kappe und kritisiert Umbauten abermals

13 Minuten nach dem Start ins Nachmittagstraining verlor der 31-jährige Hamilton in Kurve elf die Kontrolle über seinen Wagen, drehte sich und rutschte seitlich in die Werbebande. Zwar konnte Hamilton noch mit dem Wagen in die Boxengasse zurückkehren, aufgrund der Beschädigungen am Wagen war der Nachmittag jedoch für ihn gelaufen.

„Das war ganz klar nicht die beste Session für mich. Ich muss mich bei meiner Crew entschuldigen. Sie haben jetzt viel Arbeit vor sich, um den Wagen wieder hinzubekommen“, sagte Hamilton nach dem Unfall. Dennoch zeigte sich der Weltmeister zuversichtlich für das kommende Qualifikationstraining und das Rennen: „In den wenigen Runden, in denen ich gefahren bin, hatte ich ein gutes Gefühl. Die Pace ist eindeutig vorhanden“, so der Mercedes-Pilot.Über die Ursache für den Abflug klärte Mercedes-Technikchef Paddy Lowe auf: „Lewis wurde am Eingang von Kurve elf von einem der neuen, unlackierten Kerbs eiskalt erwischt“.

Hamilton, der sich schon zuvor über die neuen Verhältnisse in Ungarn (neuer Asphalt und neue Kerbs) sehr kritisch geäußert hatte, sagte: „Ich weiß nicht, warum sie angebracht haben. Es war in Ordnung, wie es zuvor war. Natürlich: ich war es, der mit dem Reifen auf die falsche Stelle gekommen ist. Aber es ist schade, dass sie solche Dinge machen. Es hat so viele Jahre funktioniert und sie haben sich dazu entschieden, es zu ändern. Ich vermute, sie hatten einfach zu viel Geld, sodass sie es ausgeben mussten“.

Ricciardo zuversichtlich für Wochenende und lobend über Max Verstappen

Aufgrund des Aus von Hamilton lag es an seinem Teamkollegen Rosberg, Daten für die Qualifikation und das Rennen zu sammeln. „Es war ein sehr beeindruckender Tag für uns. Derzeit sieht es sehr positiv für uns aus“, so der Deutsche, dessen Vertragsverlängerung bei Mercedes bis 2018 am Freitag bekannt gemacht wurde. Vor allem am Freitagvormittag hatte es Mercedes ordentlich krachen lassen und die Konkurrenz deutlich abgehängt. Hinter Hamilton und Rosberg wies der drittplatzierte Ferrari-Pilot Sebastian Vettel bereits einen Rückstand von 1,644 Sekunden auf. Es sieht ganz danach aus, dass das Mercedes-Team nur sich selbst schlagen kann beim diesjährigen Rennen am Hungaroring, wo man bisher noch nie in der Hybrid-Turbo-Ära gewinnen konnte.

Der erste Verfolger der Mercedes könnte an diesem Wochenende das Red-Bull-Racing Team sein. „Wenn wir am Freitag nahe beieinander sind, ändert sich das am Samstag nicht mehr großartig. Ich würde sagen, der heutige Tag ist ziemlich repräsentativ“, so Daniel Ricciardo zum geringen Abstand zwischen Red Bull und Ferrari in beiden Trainings. Im ersten Training verzichtete Red Bull noch komplett auf den supersoften Reifen, erst am Nachmittag griffen sie auf die weichste zur Verfügung stehende Mischung zurück.

 

„Der Super Soft war nicht so toll, aber auf den Softs sah es besser aus“, so der Australier, der in beiden Trainings vor seinem Teamkollegen Max Verstappen lag. Über das 18-jährige Supertalent aus den Niederlanden, der mit seinem Sieg im Premieren-Rennen für Red Bull in Barcelona die Sensation der Saison gelandet hat, spricht Ricciardo sehr respektvoll. „Wenn Max sich mit der Geschwindigkeit weiterentwickelt, mit der er angefangen hat, und die nächsten fünf oder zehn Jahre besser und besser wird, wäre das für ein paar Leute sicherlich ziemlich angsteinflößend“, so der Australier. Missgunst empfindet der Australier, der heuer im Gegensatz zu Verstappen sieglos ist und in der WM-Wertung hinter ihm liegt, jedoch nicht: „Es ist nicht so, dass ich all das Pech und er dafür all das Glück dieser Welt hatte. Er war schnell und ist aus eigener Kraft dort gelandet“.

Tipps und Prognosen

Aufgrund der deutlichen Dominanz von Mercedes am Freitag spricht wenig für einen Kampf um die Pole-Position mit vielen Beteiligten. Red Bull wird sich mit Ferrari ein Kampf um die zweite Startreihe liefern. Interessant war am ersten Trainingstag das Ergebnis innerhalb des Williams-Teams. Hier war sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag der brasilianische Routinier Felipe Massa, Vizeweltmeister 2008, jeweils vor seinem finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas. War es am Vormittag ein Vorsprung von zwei Zehntel Sekunden, so distanzierte Massa seinen Kollegen am Nachmittag um ein Zehntel. Die Quote auf die Wiederholung dieses Resultats in der morgigen Qualifikation ist interessant: Bet365.com bietet auf den Sieg von Massa im Head-to-Head eine Quote 2,62.

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