Mit Bestzeit in beiden Freitagtrainings von Silverstone hat Formel 1-Weltmeister Lewis Hamilton (Mercedes AMG F1) seine Favoritenrolle beim Großen Preis von Großbritannien unterstrichen. Damit dürfte die Aufgabe für Rosberg immer schwieriger werden und damit der Druck immer größer.

Während er im ersten Training mit 1:31,654 knapp vor seinem Teamkollegen, dem aktuellen WM-Führenden Nico Rosberg (+0,033), und dem Force India-Piloten Nico Hülkenberg (+0,838) lag, fuhr er im Nachmittagstraining deutliche Bestzeit vor den Red Bull-Boliden von Daniel Ricciardo (+ 0,391) und Max Verstappen (+0,626). Rosberg konnte aufgrund technischer Schwierigkeiten am zweiten Training nicht teilnehmen.

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Rosberg trotz verlorener Trainingszeit zuversichtlich

Fieberhaft hatten die Mechaniker von Mercedes nach der Ursache für die unfreiwillige Auszeit von Rosbergs Wagen gesucht. Ursprünglich hatte man beim Team mit dem Stern ein Wasserleck ausgemacht. Trotz der so verlorenen Zeit zum Abstimmen seines Wagens zeigte sich der Deutsche entspannt: „Natürlich ist es schade, dass ich am Nachmittag nicht teilnehmen konnte. Wir werden aber das Problem bis morgen lösen, da bin ich mir sicher“. Der Brite zeigte sich sehr zufrieden mit dem ersten Trainingstag von Silverstone. „Es ist uns viele positive Entwicklungen bei der Balance des Wagens gelungen“.

Unterdessen betonte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nochmals die am Donnerstag ausgesprochene Warnung an seine Fahrer nach der Kollision in Spielberg vergangenes Wochenende. „Kommt es nochmals zu einem derartigen Zwischenfall, der den Gesamterfolg unseres Teams gefährdet, werden wir uns Sanktionen wie eine Sperre vor“, so Wolff. Formel 1-Experten messen den Worten von Wolff wenig Bedeutung bei und vermuten eher harmlose Strafen im Falle des Falls. Aus sportlichen Gründen könne sich Mercedes nicht erlauben, einen seiner beiden Fahrer zu sperren, da es an gleichwertigem Ersatz fehle, um das Ziel Konstrukteursweltmeister zu erreichen, so Formel 1-Insider. Als etwaige Sanktionen werden Geldstrafen bei nochmaligen Vorfällen (man munkelt von einer Million Euro pro Unfall) vermutet, was Hamilton und Rosberg aufgrund ihrer Fahrergagen eher weniger beschäftigen würde.

Duell von Red Bull und Ferrari ums Podium

Eine Erkenntnis hat der erste Trainingstag, der an und für sich wenig Aussagekraft hat, auf jeden Fall gebracht: Mercedes ist sowohl auf der Runde als auch im „Longrun“ zu schnell für die Verfolger Red Bull und Ferrari. Red Bull-Motorsportberater Helmut Marko sieht ein enges Duell mit Ferrari um das Podium am Sonntag. „Es sieht so aus, dass wir auf Augenhöhe unterwegs sind, wenn nicht sogar knapp vor ihnen“: Diese Zuversicht teilte auch der niederländische Jungspund Max Verstappen: „Wir sind sowohl im Shortrun als auch im Longrun gut unterwegs. Man weiß zwar nie, was Teams wie Ferrari machen, aber wir sind zufrieden mit unserer Leistung“.

Etwas nüchtern zeigte sich dagegen der Ferrari-Pilot Sebastian Vettel: „Es war heute sehr windig und zum Trainingsbeginn haben wir uns schwer getan. Aber der Longrun war ziemlich okay“. Man werde schauen und vergleichen müssen, wo man stehe, so der vierfache Weltmeister. Die Basis sei gut. „Wir haben seit heute Morgen einige Dinge verbessern können“, sagte sein Teamkollege Kimi Raikkönen, der am Freitag als Ferrari-Fahrer für 2017 bestätigt wurde.

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Wird Force India ein neuerliches Top-Ergebnis im Qualifying erreichen?

Mit Platz drei am Vormittag durch Nico Hülkenberg präsentierte sich das Force India-Team sehr stark. Am Nachmittag landet man dann mit dem Deutschen und Sergio Perez außerhalb der Top 10. Dieser Rückfall sei aber laut Hülkenberg kalkuliert gewesen: „Wir sind am Nachmittag nicht auf den Soft-Reifen gefahren. Deswegen sehen unser Positionen nicht so gut aus“.

Im Fokus standen zudem bei den Indern Reifentests. „Wir haben alle drei Mischungen ausgetestet. Einen eklatanten Unterschied haben wir aber nicht ausgemacht“, so „Hulk“. Der einzige Störfaktor sei der Wind gewesen. Es werde daher wichtig sein, eine Lösung zu finden, um dessen Effekt auf den Wagen zu reduzieren.

Darüber hinaus hat Force India das zweite Update in dieser Saison verbaut. „Heute Morgen haben wir uns darauf konzentriert, die neuen Teile am Auto zu bewerten, während der Rest des Tages auf die Rennvorbereitung ausgelegt war“, so Teamchef Vijay Mallya.

Tipps und Prognosen

Auch wenn Mercedes beim Nachmittagstraining nach den Problemen bei Rosberg nur mit einem Wagen teilgenommen hat: es ist davon auszugehen, dass beide Wagen mit dem Stern auf der Front in der ersten Startreihe stehen werden. Zu deutlich ist der Rückstand von Red Bull und Ferrari. Interessant könnte der Kampf um den dritten Platz in der Qualifikation werden. Infrage dafür kommt unter anderem der Red Bull-Pilot Max Verstappen, der am Freitagnachmittag den dritten Rang einnahm. Beim Talent des Niederländers ist es ihm auf jeden Fall zuzutrauen. Auf eine Top 3 Platzierung im Qualifying des Niederländers bietet bwin eine Quote von 4,50.

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