Nach einer fast vierwöchigen „Sommerpause“ zieht der Formel 1-Zirkus nun nach Belgien zur Traditionsstrecke von Spa-Francorchamps in Belgien. Auf dieser Strecke, feierte der spätere Rekordweltmeister Michael Schumacher, über dessen Gesundheitszustand nach dem Skiunfall vor fast drei Jahren nachwievor wenig bekannt ist, vor nunmehr 25 Jahren seinen Einstand in der Formel 1.

Nun will dessen Ex-Teamkollege Nico Rosberg sich im Kampf um die Weltmeisterschaft mit einem kräftigen Lebenszeichen wieder zurückmelden und wieder Boden auf seinen Teamkollegen, dem Weltmeister Lewis Hamilton wettmachen. Die Zeichen dafür stehen vor allem aufgrund einer bevorstehenden Strafversetzung von Hamilton sehr günstig.

Power Unit Nr. 6 als Handicap für Hamilton in Belgien

Wie schon in den Rennen zuvor des Öfteren angesprochen wurden, haben die technischen Probleme von Lewis Hamilton und die daraus resultierenden zahlreichen Wechsel von Motorteilen nun schwerwiegende Konsequenzen. Beim Wagen des Weltmeisters war schon seit einigen Rennen die fünfte Power Unit in Verwendung. Daher war klar, dass in den folgenden Rennen es zu einem Austausch kommen könnte, der eine Strafversetzung in der Startaufstellung um mindestens zehn Plätze nach sich ziehen würde.

Als mögliche Alternativen boten sich dafür Kurse wie jene in Spa-Franorchamps oder in Monza an, die aufgrund ihrer schnellen Streckenprofile sich für Aufholjagden am besten geeignet hätten. Beim Team Mercedes AMG F1 schien der Gedanke, so schnell wie möglich diese „Sache“ hinter sich zu bringen, zu der Entscheidung geführt haben, gleich beim ersten Rennen nach der Sommerpause den Tausch durchzuführen. Dies wurde von Lewis Hamilton auf der offiziellen Presskonferenz vor dem Grand-Prix-Wochenende in Belgien bestätigt: „Im Normalfall haben wir Motorenstrafen ja schon im Vorfeld diskutiert, deshalb wird das sicher passieren. So weit es mir bekannt ist, nehmen wir die Motorenstrafe dieses Wochenende in Kauf. Ich habe keine Motoren mehr übrig“, sagte der regierende Weltmeister aus Großbritannien.

Rosberg trotz Rückversetzung von Hamilton eher nüchtern

Trotz dieses Handicaps bläst der Titelverteidiger und aktuelle Weltmeisterschaftsführende jedoch keine Trübsal. „Ob ich einen Fehler mache oder es ein technisches Problem gibt: Wir gewinnen und verlieren zusammen! Manchmal sind es ja nicht einmal Fehler, sondern einfach Dinge, die geschehen und aus denen wir auch lernen, sodass wir diese Probleme hoffentlich nicht wieder haben werden“.

Die Entscheidung des Mercedes-Teams hat natürlich die Chancen von Nico Rosberg, den Rückstand in der Formel 1-Weltmeisterschaft zu verringern oder sogar die Führung wieder zurück zu gewinnen, deutlich erhöht. Von Euphorie ist aber beim Deutschen nichts zu hören ebenso wie von einer taktischen Umstellung „Für mich ist nichts anders an diesem Wochenende. Ich bin genauso konzentriert und werde ans Limit gehen in allen Bereichen, um zu gewinnen und die Pole zu holen“, sagte Rosberg.

Die Rückversetzung von Hamilton sei natürlich ein Vorteil, so Rosberg, der aber im selben Atemzug auf die Konkurrenz verwies. „Beim letzten Rennen in Hockenheim waren beide Red Bulls vor mir. Man muss erstmal die Konkurrenz schlagen und die sind in letzter Zeit recht stark gewesen. Auch in Ungarn“, sagte der derzeitige Zweite der Weltmeisterschaftswertung der Formel 1. Die Frage, ob er etwaige Umstellungen in Sachen Technik oder Taktik durchgeführt habe, verneinte Rosberg: „Ich habe lediglich das Fitnesslevel angekurbelt. Aber wenn man es genau nimmt: ja, ich habe die Start geübt. In Hockenheim hat mir ein schlechter Start das Rennen gekostet. Ich habe das versucht, zu verbessern, und bin guter Dinge“:

Tipps und Prognosen

Der nun doch in Belgien durchgeführte Tausch der Power-Unit bei Hamilton und die damit verbundene Strafversetzung um zehn Plätze haben die Chancen auf einen Doppelerfolg des Mercedes-Teams geschmälert. Hamilton meinte, dass eine Aufholjagd heuer deutlich schwieriger sei als in den Jahren zuvor: „Ich bin vor ein paar Jahren in Ungarn als Letzter gestartet als die Abstände viel größer waren und wurde Vierter, also wir Sonntag definitiv härter als das und ich hoffe einfach, in die Punkte zu kommen. Ich gebe alles, um die Auswirkungen zu minimieren“, so Hamilton. Ein konkretes Ziel bei der Platzierung nannte der dreifache Formel 1-Weltmeister nicht: „Es kommt auf die Pace der anderen Autos an. Wenn die anderen viel langsamer sind, dann steigen die Möglichkeiten. Es kann auch Safety Cars geben, alle möglichen Dinge“.

Hamiltons Worte in Ehren, aber der Brite stapelt bezüglich seiner Ziele etwas tief. Wenn man sich die letzten Ergebnisse vor der Sommerpause ansieht, stellt man fest, dass der Brite in den Rennen der schnellste und cleverste von allen im Formel 1-Startfeld gewesen ist. Als Fahrer mit Vorliebe für schnelle Kurse und Mutkurven wie „Eau Rouge“ kommt ihm das Streckenprofil sehr entgegen. Für ganz vorne wird es wahrscheinlich nicht reichen, aber ein Podiumsplatz sollte möglich sein. Nico Rosberg hat sehr gute Chancen auf den Sieg, wenn er die Nerven behält und die Mentalität aus den ersten Rennen der Saison wieder zu Tage legt. Dies ist sehr wahrscheinlich, und daher empfiehlt sich der Tipp auf beide Mercedes-Fahrer am Podium am Sonntag. William Hill bietet auf ein solches Ergebnis eine Quote von 2,25.

Tipp: Double Podium Race Finish Mercedes AMG F1 Quote 2,25 bei William Hill

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