Im Kampf um einen Platz im Finale des ATP-Turniers von Los Cabos kommt es zu einem spanischen Duell. Der topgesetzte Feliciano Lopez trifft dabei auf Pablo Carrena-Busta. Während Lopez eine souveräne Vorstellung im Viertelfinale zeigte, hatte die Nummer 55 im ATP-Ranking ordentlich zu kämpfen für den Einzug in die Vorschlußrunde.

Aktuelle Form Feliciano Lopez

Gerade mal 73 Minuten benötigte der 34-jährige Lopez für seinen 6:3, 6:4 Erfolg über den 35-jährigen Franzosen Julien Benneteau (ATP-Ranking 361). Ein Schlüssel zum Erfolg des Spaniers war seine Punkteausbeute auf ersten Aufschlag: ganze drei Punkte gab Lopez an Benneteau ab (Quote 92 Prozent). Dazu kam ein deutlicher Unterschied beim Punkten als Rückschläger bei erstem Aufschlag (Lopez 10 von 32, Benneteau 3 von 36).

Ein weiterer Unterschied zwischen Lopez und Benneteau war auch die Effizienz in den Schlüsselmomenten, wie etwas bei den Breakchancen. Während Lopez dem Franzosen den Aufschlag zum 2:0 auf zweite Chance abnahm, ließ Benneteau im darauffolgenden Game zwei Chancen aufs Rebreak ungenützt.

Ein weiteres Beispiel folgte dann, als Lopez beim Stand von 5:3 auf den Satzgewinn servieren konnte. Benneteau hatte beim Stand von 15:40 wieder zwei Chancen auf das Rebreak und den Satzverlust zu vermeiden. Darauf agierte Lopez mit der von ihm abseits des Tenniscourts oft gezeigten Lässigkeit, indem er viermal in Folge punktet und sich so Satz 1 sicherte. Im zweiten Satz vergab der Weltranglisten-18. im fünften Game zwei Möglichkeiten auf ein vorentscheidendes Break. Dies holte er sich aber dann beim nächsten Returngame und serviert dann zum Matchgewinn aus. Damit ist Feliciano Lopez noch immer ohne Satzverlust in Los Cabos und steht damit bereits zum sechsten Mal heuer im Halbfinale eines ATP-Turniers.

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Aktuelle Form Pablo Carrena-Busta

Ordentlich zu kämpfen hatte der 25-jährige Pablo Carrena-Busta in seinem Viertelfinalspiel gegen den 28-jährigen Kolumbianer Santiago Giraldo (ATP-Ranking 137), das insgesamt über drei Stunden dauerte und mit 6:7 (4), 7:6 (2), 6:4 für den Spanier endete.

Im ersten Game des ersten Satzes gab Carrena-Busta gleich seinen Aufschlag ab, wehrte aber dann mit dem Rebreak zum 5:5 den Satzverlust zunächst ab. Da danach beide ihre Aufschlagspiele durchbrachten, kam es zum Tie-Break. Nach einer Serie von Mini-Breaks nützte der Außenseiter Giraldo die zweite Möglichkeit zum Satzgewinn. Als die Nummer 137 schließlich dann Carrena-Busta den Aufschlag zum 2:0 abnahm, sah es fast schon nach einer kleinen Sensation aus.

Doch der Spanier kämpfte sich zurück. Zunächst gelang ihm das Rebreak zum 2-3 aus seiner Sicht. Dem folgte wieder ein Tie-Break wie im Satz zuvor, indem aber Carrena-Busta konzentrierter wirkte. Er nützte sämtliche Mini-Breakchancen und gewann den Tie-Break mit 7:2. Der Entscheidungssatz war dann eine Ansammlung zahlreicher Breaks und noch zahlreicher Breakmöglichkeiten. Dabei zeigte sich Carrena-Busta als Chancenvernebler der Sonderklasse: für sein Break zum 2-0 benötigte er nicht weniger als sieben Möglichkeiten, um diesen hart erkämpften Vorteil bei der ersten Gelegenheit wieder abzugeben. Als Antwort auf das kassierte Rebreak nahm der Spanier Giraldo wieder den Aufschlag ab und ging dann mit 3:1 in Führung. Die Vorentscheidung? Mitnichten, es folgte das Rebreak zum 3-4, ehe Carrena-Busta sein drittes Break im Satz gelingt und er damit die Möglichkeit hatte, auf den Matchgewinn zu servieren. Und dies nützte er souverän, zu Null gewann er das Game und löste damit das Ticket für die Runde der letzten Vier.

„Es war ein sehr schwieriges Spiel“, sagte Carreno-Busta im Interview nach dem Match. „Santiago war ein harter Brocken. Nach dem Verlust des ersten Satzes bin ich ruhig geblieben und am Ende doch als Sieger vom Platz gegangen“. Beim Blick auf die Matchstatistik hatte man eher den Eindruck, dass Carreno-Busta vor allem mit sich selbst zu kämpfen hatte. Giraldo hatte gerade mal 54 Prozent beim 1. Aufschlag, gewann gerade mal 58 Prozent der Punkte auf diesen und war damit hinter dem Spanier (1. Aufschlag 71 Prozent, Punkt auf 1. Aufschlag 68 Prozent). Hauptgrund für die „Mehrarbeit“ für Carreno-Busta war seine Schwäche bei der Abwehr von Breakbällen mit gerademal 56 Prozent und vor allem die unterirdische Quote von 33 Prozent beim Verwerten eigener Breakchancen (5 von 15).

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Tipps und Prognosen

Auf der ATP-Tour sind die beiden Spanier erst einmal aufeinander getroffen. 2014 siegte Carreno-Busta beim Hallenturnier von Valencia mit 6:4, 6:4. Die Win-Loose-Bilanz auf der ATP-Tour 2016 ist relativ ähnlich (Lopez 21-16, Carreno-Busta 22-18). Für Lopez spricht neben der besseren Weltranglistenplatzierung auch der bisherige Verlauf im Turnier. Dazu kommen die weit besseren Werte in der Hartplatz-Saison 2016 bei Service Game Win (Lopez 84 Prozent, Carreno-Busta 62 Prozent) und die Abwehr von Breakbällen (62 Prozent zu 47 Prozent). Dadurch erscheint es gut möglich, dass Lopez in 2-0 Sätzen gewinnt.

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