St. Pauli – Aalen, obwohl es sich erst um den 19. Spieltag handelt, darf man schon jetzt getrost von Abstiegskampf pur sprechen, wenn der Tabellenletzte den -fünfzehnten erwartet. St. Pauli hat lediglich 13 Punkte auf dem Konto und darf sich gegen einen direkten Konkurrenten keinen Ausrutscher erlauben, um zu Beginn der 15 Partien umfassenden Restrückrunde nicht schon extrem mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Aalen wird derweil alles versuchen, um zu punkten und Weihnachten über dem Strich feiern zu können.

An den letzten Auftritt am Millerntor hat Aalen auf jeden Fall beste Erinnerungen. Am 27. April feierte der VfR einen 3:0-Erfolg in Hamburg und hat dadurch auch insgesamt im Direktvergleich die Nase vorne. Von fünf Duellen hat der VfR drei gewonnen, während St. Pauli zweimal am Ende jubeln durfte.

FC St. Pauli

Der FC St. Pauli hat am Tag vor dem Mittwochsspiel beim FC Ingolstadt für einen Paukenschlag gesorgt und Ewald Lienen als neuen Trainer vorgestellt, während der bisherige Chefcoach Thomas Meggle dem freigestellten Rachid Azzouzi als Sportdirektor nachfolgt. Eine nach neun Pflichtspielen ohne Sieg und nur zwei Punkten aus den letzten acht Liga-Spielen durchaus nachvollziehbare Entscheidung. Nur der Erfolg stellte sich auch unter dem erfahrenen Lienen nicht ein. Beim Spitzenreiter in Ingolstadt kassierten die Kiez-Kicker eine 1:2-Niederlage und blieben Letzter. Allerdings machte der Auftritt beim Tabellenführer auch Hoffnung, präsentierte sich St. Pauli doch in einem neuen 4-4-2 in vielerlei Hinsicht verbessert und durfte kurz vor Schluss sogar an einem Punkt schnuppern.

Aufgrund der ordentlichen Leistung und weiterhin viele Ausfälle dürfte es Lienen bei seiner Heimpremiere bei geringfügigen Änderungen belassen. Mit Sebastian Schachten fällt aber ausgerechnet der Torschütze vom Mittwoch gelbgesperrt aus. Erste Alternative auf der rechten Abwehrseite dürfte Philipp Ziereis sein.

Aufstellung FC St. Pauli

Voraussichtliche Aufstellung: Himmelmann – Ziereis, Sobiech, Gonther, Halstenberg – Maier, Daube, Nehrig, Görlitz – Verhoek, Thy

VfR Aalen

Nach einem kleinen Zwischenhoch mit Siegen gegen Fortuna Düsseldorf (2:0) und beim 1. FC Heidenheim (0:1) ist der VfR Aalen wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt und holte aus den Heimspielen gegen den 1. FC Nürnberg (1:2) und RB Leipzig (0:0) nur einen Punkt. Insbesondere das Unentschieden gegen Leipzig war angesichts vieler Torchancen und einer 35-minütigen Überzahl eigentlich zu wenig. Insgesamt verkauft sich die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck aber unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten und der deshalb doch überschaubaren Qualität im Kader auch im dritten Zweitliga-Jahr in Folge sehr teuer.

Auf St. Pauli wird Trainer Ruthenbeck wohl nicht viel verändern. Sollte Mittelfeldabräumer Andreas Hofmann seine Erkältung rechtzeitig auskurieren, muss Andre Hainault als einziger Sechser aber wahrscheinlich weichen. Ansonsten dürfte die gleiche Elf wie gegen Leipzig auflaufen.

Aufstellung VfR Aalen

Voraussichtliche Aufstellung: Bernhardt – Ofosu-Ayeh, Barth, Leandro, Feick – Hofmann – Daghfous, Ludwig, Gjasula, Drexler – Klauß

Tipp

Ein erster Effekt des Trainerwechsels beim FC St. Pauli war schon in Ingolstadt zu sehen, obwohl Ewald Lienen gerade einen Tag mit seiner neuen Mannschaft arbeiten konnte. Gegen Aalen darf man nun eine weitere Steigerung erwarten, zumal der Kader des Kiez-Klubs fraglos mehr Potential besitzt als der aktuelle Tabellenplatz aussagt. Aalen muss derweil immer am Limit spielen, um in dieser Liga zu punkten. Auf St. Pauli dürfte dies auch gegen ein fanatisches Publikum schwierig werden.

Tipp: Sieg FC St. Pauli – 2.30 Interwetten (unglaubliche Quote)

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