St. Pauli – Aue, ein Blick auf die Tabelle genügt, um vor dem 23. Spieltag die Brisanz dieser Paarung zu erkennen. Der FC St. Pauli, der vor der Saison noch zum erweiterten Kreis der Aufstiegsanwärter gezählt wurde, ist mit lediglich 17 Punkten Tabellenschlusslicht und geht schweren Zeiten entgegen. Seitdem die 2. Bundesliga konstant mit 18 Mannschaften spielt, hat das Tabellenschlusslicht nach dem 22. Spieltag nur ein einziges Mal noch die Klasse gehalten. Nur unwesentlich besser steht Erzgebirge Aue da. Die Veilchen belegen mit drei Punkten mehr den Relegationsplatz, liegen aber auch einen Zähler hinter dem rettenden Ufer zurück.

In der 2. Bundesliga gab es dieses Duell bislang neunmal. Aue bringt es dabei auf vier Siege bei drei Unentschieden und nur zwei Niederlagen. Auch auf St. Pauli haben die Veilchen mit zwei Siegen sowie je einem Unentschieden und einer Pleite eine positive Bilanz. Im Hinspiel in dieser Spielzeit feierte Aue mit einem klaren 3:0 den ersten Dreier.

FC St. Pauli

Beim FC St. Pauli war man in der Winterpause guter Dinge, was den weiteren Saisonverlauf anging. Nicht von ungefähr, denn in den beiden Spielen unter dem neuen Trainer Ewald Lienen präsentierten sich die Kiez-Kicker beim FC Ingolstadt (1:2) sowie gegen den VfR Aalen (3:1) deutlich verbessert. Die geweckten Hoffnungen wurden allerdings im neuen Jahr nicht bestätigt. Nahm St. Pauli zum Auftakt beim SV Sandhausen (0:0) zumindest noch einen Punkt mit, setzte es im Anschluss gegen zwei weitere Klubs aus der unteren Tabellenhälfte Niederlagen. Wie in Sandhausen war auch zu Hause gegen die SpVgg Greuther Fürth (0:1) und beim TSV 1860 München (1:2) das Offensivspiel das Kernproblem, zu dem sich prompt bestrafte individuelle Aussetzer in der ansonsten einigermaßen stabilen Hintermannschaft gesellten.

Oberste Aufgabe von Coach Lienen ist es nun, dem Angriff zu mehr Durchschlagskraft zu verhelfen. Möglich, dass der in München erfolgreiche Christopher Nöthe erneut den Vorzug vor Ante Budimir und John Verhoek erhältlich. Generell sind kaum personelle Änderungen zu erwarten. Wohl weiterhin fehlen wird der wegen seines leidenschaftlichen Spielweise und seines Offensivdrangs schmerzlich vermisste Sebastian Schachten. Für den an Oberschenkelproblemen laborierenden Rechtsverteidiger könnte diesmal aber Jan-Philipp Kalla anstelle des in München schwachen Youngsters Andrej Startsev beginnen. Wieder dabei ist nach auskurierten Muskelproblemen Neuzugang Waldemar Sobota.

Aufstellung FC St. Pauli

Voraussichtliche Aufstellung: Himmelmann – Kalla, Sobiech, Gonther, Halstenberg – Daube, Koch – Sobota, Thy, Rzatkowski – Nöthe

Erzgebirge Aue

Nach dem für Winterpausen-Verhältnisse ungewöhnlich großen Umbruch mit acht Neuzugängen hat Erzgebirge Aue einen Auftakt nach Maß hingelegt und gegen RB Leipzig (2:0) sowie bei Fortuna Düsseldorf (3:1) zwei nicht unbedingt zu erwartende Siege eingefahren. Am vergangenen Wochenende verpassten es die Veilchen bei der 0:1-Heimniederlage gegen den SV Darmstadt 98 allerdings nachzulegen.

Noch schwerer als die Niederlage wog aber das verletzungsbedingt Ausscheiden von Neuzugang Bobby Wood, der gegen Leipzig und in Düsseldorf der herausragende Mann auf dem Platz war. Der US-Nationalspieler muss mit einer Knieverletzung mindestens sechs Wochen pausieren und hinterlässt in der nur dünn besetzten Offensive eine große Lücke. Mangels eines zweiten Stürmers wird Trainer Tomislav Stipic wohl auf 4-2-3-1 mit zwei offensiven Außen umstellen. Auf St. Pauli nicht dabei ist auch Linksverteidiger Nils Miatke nach seiner gelb-roten Karte gegen Darmstadt.

Aufstellung Erzgebirge Aue

Voraussichtliche Aufstellung: Männel – Rankovic, Vucur, Fink,Hertner – Fandrich, Schönfeld – Müller, Alibaz, Novikovas – Mugosa

Tipp

Der FC St. Pauli wird sich früher oder später für den enormen Aufwand, der regelmäßig betrieben wird, belohnen. Vermutlich muss beim Kiez-Klub einfach nur der Knoten platzen, was gegen ein nach dem letzten Wochenende angeknackstes Aue auch mit der Unterstützung der Zuschauer gelingen kann.

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