St. Pauli – Kaiserslautern, ein Duell, das in der Vergangenheit desöfteren auch Bestandteil der Bundesliga war, in die beide Vereine so schnell wie möglich zurück möchten. Eine im Sommer zumindest vorsichtig in diese Richtung ausgesprochene Zielsetzung ist beim FC St. Pauli aber seit vergangener Woche endgültig Geschichte. Vielmehr haben Trainer Thomas Meggle und Sportdirektor Rachid Azzouzi unisono erklärt, dass es nur um den Klassenerhalt geht. Eine angesichts von Platz 17 und den Leistungen der letzten Wochen unausweichliche Korrektur. Kaiserslautern hat derweil zuletzt etwas an Boden verloren und ist durch fünf Unentschieden in Folge auf Platz acht abgerutscht. Mit Blick auf das enorme Potential im Team und auf lediglich zwei Punkte Rückstand auf den dritten Platz ist der FCK aber weiter als heißer Aufstiegskandidat zu sehen.

In kaum ein Stadion reist der FCK lieber als ans Hamburger Millerntor, wo die Pfälzer bei 14 Auftritten siebenmal gewinnen konnten und erst vier Niederlagen einstecken mussten. Allgemein ist St. Pauli eine Art Lieblingsgegner der Roten Teufel: nach 30 Duellen stehen 20 Siege sowie lediglich fünf Remis und fünf Pleiten in der Bilanz.

FC St. Pauli

Nach sieben Punkten aus den drei Partien vom siebten bis zum neunten Spieltag war die Zuversicht beim FC St. Pauli groß, dass der nach dem vierten Spieltag erfolgte Trainerwechsel von Roland Vrabec zu Thomas Meggle Früchte trägt. Sechs Pflichtspiele mit fünf Niederlagen und einem Remis bei einem zu diesem Zeitpunkt desolaten 1. FC Nürnberg später hat die Krise den Kiez-Klub aber fest im Griff. Auftritte wie zuletzt gegen den 1. FC Heidenheim (0:3) und bei RB Leipzig (1:4) machen St. Pauli zu einem klaren Abstiegskandidaten, der mit den eingangs erwähnten Aussagen von Trainer und Sportdirektor aber zumindest die Zeichen der Zeit erkannt hat.

Nach der desolaten Vorstellung in Leipzig könnte Coach Meggle eigentlich die gesamte Mannschaft auswechseln, wird es aber wohl bei einigen wenigen Wechseln belassen. Sicher nicht mit dabei ist der verletzte Marc Rzatkowski, für den Lennart Thy aus dem Angriff nach hinten rücken könnte, während in der Spitze Ante Budimir oder John Verhoek eine neue Chance winkt. Nach langer Pause ist außerdem Daniel Buballa wieder bereit für einen Einsatz und könnte die linke Abwehrseite stabilisieren. Vermutlich an der Seite des in Leipzig überraschend auf der Bank sitzenden Kapitäns, der wohl wieder gemeinsam mit Lasse Sobiech die Innenverteidigung bilden und Philipp Ziereis verdrängen wird.

Aufstellung FC St. Pauli

Voraussichtliche Aufstellung: Tschauner – Schachten, Sobiech, Gonther, Buballa – Kurt, Buchtmann – Thy, Alushi, Maier – Budimir

1. FC Kaiserslautern

Nach neun Spieltagen stand der 1. FC Kaiserslautern noch auf dem zweiten Tabellenplatz und obwohl seitdem kein Spiel verloren wurde, sind die Pfälzer in den vergangenen Wochen deutlich abgerutscht. Denn gewonnen wurde abgesehen vom 2:0 im DFB-Pokal gegen Greuther Fürth auch keine Partie. Stattdessen legte Lautern eine Serie von fünf Unentschieden am Stück hin, wobei zumindest in vier dieser Spiele bei besserer Chancenverwertung ein Sieg fast zwingend gewesen wäre. Das jüngste 0:0 gegen den SV Darmstadt 98 war dagegen auch in spielerischer Hinsicht eine Enttäuschung. Das eigentlich so kreative FCK-Mittelfeld brachte wenig Konstruktives zustande, sodass diese Punkteteilung in Ordnung ging.

Trotz dieser eher bescheidenen Vorstellung wird Trainer Kosta Runjaic aber wohl auf die gleiche Startelf setzen. Erste Alternativen wären Jean Zimmer auf beiden Seiten der Viererkette sowie Kerem Demirbay zentral offensiv.

Aufstellung 1. FC Kaiserslautern

Voraussichtliche Aufstellung: Sippel – Schulze, Orban, Heintz, Löwe – Karl, Jenssen – Matmour, Younes, Stöger – Lakic

Tipp

St. Pauli präsentierte sich zuletzt erschreckend schwach, während beim FCK meist die Leistungen, nicht aber die Ergebnisse stimmten. Diesmal sollte die Remis-Serie aber reissen und Lautern endlich den ersten Auswärtssieg einfahren.

Tipp: Sieg 1. FC Kaiserslautern – 2.10 Interwetten

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