Ingolstadt – St. Pauli, ein Duell der sportlichen Gegensätze zum Auftakt der Rückrunde. Auf der einen Seite steht der FCI als souveräner Herbstmeister, der mit 36 Punkten und bereits acht Zählern Vorsprung auf Rang vier klar auf Bundesliga-Kurs liegt. Und auf der anderen Seite der Kiez-Klub, der nach der ersten Halbserie mit lediglich 13 Punkten Träger der roten Laterne ist und sich in einer äußerst prekären Situation befindet.

In Ingolstadt wäre für St. Pauli ein 1:1 wie im Hinspiel schon als Erfolg zu werten, der im bereits ausgerufenen Abstiegskampf Mut machen würde. Hoffnung dürfen die Nordlichter aus den bisherigen Duellen mit den Schanzern schöpfen. Denn bei neun Aufeinandertreffen gewann Ingolstadt erst einmal, während St. Pauli bei vier Remis viermal die Oberhand behielt.

FC Ingolstadt

Ingolstadt ist nach den ersten 17 Runden die Übermannschaft der 2. Bundesliga und völlig verdient Herbstmeister geworden. Zehn Siege, sechs Unentschieden und nur eine Niederlage sind ebenso eine eindrucksvolle Bilanz wie 28:11-Tore, die gleichbedeutend mit den Bestwerten für Offensive und Defensive sind. Welche Qualität die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl, dessen Vorstellungen von frühem Pressing und schnellem Umschalten meist annähernd perfekt umgesetzt werden, besitzt, zeigte vor allem die Reaktion auf die einzige Saisonniederlage am 14. Spieltag beim 1. FC Nürnberg (1:2). Anstatt einzubrechen feierten die Schanzer gegen den VfL Bochum (3:0), bei RB Leipzig (1:0) und gegen den 1. FC Kaiserslautern (2:0) drei Siege in Folge ohne Gegentor, wobei besonders die Erfolge gegen die Verfolger Leipzig und Lautern enorme Bedeutung hatten.

Vor der Partie gegen St. Pauli gibt es für Coach Hasenhüttl keinen Grund für personelle Veränderungen. Der nachverpflichtete Tobias Levels hat sich als Rechtsverteidiger-Ersatz für die verletzten Danny da Costa und Konstantin Engel bestens bewährt und ansonsten gibt es keinerlei Formkrisen zu beklagen. Positiv ist außerdem, dass Stefan Lex nach wochenlanger Verletzungspause wieder fit ist und gegen Lautern gleich als Joker traf.

Aufstellung FC Ingolstadt

Voraussichtliche Aufstellung: Özcan – Levels, Matip, Hübner, Danilo – Roger – Groß, Morales – Hartmann, Hinterseer, Leckie

FC St. Pauli

Als Trainer Roland Vrabec nach vier Punkten aus den ersten vier Spielen seinen Hut nehmen musste, erhoffte man sich auf St. Pauli von dieser Maßnahme einen einschneidenden Positiv-Effekt, der aber bis heute ausgeblieben ist. Stattdessen liest sich die Bilanz von Vrabec-Nachfolger Thomas Meggle mit nur neun Punkten aus 13 Partien desaströs. Von den letzten sechs Liga-Spielen wurden bei lediglich zwei Unentschieden sechs verloren, sodass ein extremer Negativtrend nicht zu übersehen ist. Die zumindest leicht aufgekeimte Hoffnung nach dem 3:3 im letzten Auswärtsspiel beim VfL Bochum wurde durch ein spätes 0:1 gegen den SV Darmstadt 98 am Sonntag gleich wieder zerstört. Sollte es für das mit drei Zählern schwächste Auswärtsteam der Liga bis zur Winterpause keine Punkte mehr geben, wäre Meggle kaum mehr zu halten und mit ihm stünde dann auch der für die Kaderzusammenstellung verantwortliche Sportdirektor Rachid Azzouzi auf der Kippe.

Aufgrund vieler Ausfälle verfügt Trainer Meggle kaum über Alternativen und muss hoffen, dass John Verhoek seine Bronchitis rechtzeitig auskuriert, um de gelbgesperrten Ante Budimir im Angriff ersetzen zu können. Ansonsten ist gut möglich, dass das Team unverändert beginnt.

Aufstellung FC St. Pauli

Voraussichtliche Aufstellung: Himmelmann – Schachten, Sobiech, Gonther, Halstenberg – Ziereis, Kurt – Maier, Daube, Buballa – Verhoek

Tipp

Dass sich der FC Ingolstadt in seiner derzeitigen Form ausgerechnet gegen das seit Wochen um Halt ringende Schlusslicht eine Blöße gibt, ist nicht zu erwarten. Die Schanzer werden St. Pauli mit ihrem Pressing zu Fehlern zwingen und auch das letzte Heimspiel des Jahres gewinnen.

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