Manchester United hat den Saisonstart verpatzt, gegen den FC Burnley geht es für Coach Mourinho bereits um die Existenz. Welche Verfassung wird sein Team an den Tag legen?

Der Druck ist groß: Nach zwei Niederlagen aus ersten drei Spielen ist die Lage bei Manchester United prekär. Nur ein Sieg gegen den FC Burnley könnte die Gemüter beruhigen. Hoffnung macht vor allem die Tatsache, dass die Clarets den Saisonstart ebenfalls in den Sand setzten und mit eigenen Problemen beschäftigt sind. Kann sich United aus der Krise schießen?

Interessante Quoten & Tipp

Formschwäche hin oder her – im Duell mit dem FC Burnley ist ManU klarer Favorit. Dennoch macht sich die aktuelle Lage im Old Trafford am Wettmarkt bemerkbar – anders lassen sich doch recht brauchbaren Siegquoten Uniteds (ca. 1.70) nicht erklären.

Insofern stellt sich primär die Frage nach der Erwartbarkeit eines Auswärtssieges von Manchester. Dafür spricht die individuelle Überlegenheit, die Erfahrung der Red Devils und nicht zuletzt die Tatsache, dass Burnley die Doppelbelastung infolge der Europa-League-Qualifikation bislang gar nicht gut verkraftet. Nimmt man diese Faktoren zusammen, so zeichnet sich ein klares Bild, dass United als wahrscheinlichen Sieger porträtiert.

Schlagen können sich die Red Devils am kommenden Sonntag letztlich nur selbst, zu überlegen ist ManUs Kader, als dass von Burnley eine Performance auf Augenhöhe erwartet werden könnte – zumindest, sofern die Red Devils Vollgas geben. Da die Mannschaft nach der Blamage gegen Tottenham jedoch mit Wut im Bauch antreten dürften, scheint ein Unterschätzen des Gegners ausgeschlossen – und der Pflichtsieg umso wahrscheinlicher.

Daher die Prognose: Sieg für Manchester United – Quote 1,70 bei Interwetten.com

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1,70
110€

 

FC Burnley

Die letzten drei Ergebnisse: 1:1 vs. Olympiakos Piräus, 2:4 vs. FC Fulham, 1:3 vs. Olympiakos Piräus

Nun hat der Fluch der Internationalität also auch den FC Burnley erreicht. Vor wenigen Wochen war die Freude über die mögliche Teilnahme an der Europa League noch groß gewesen, nun fordert die Doppelbelastung bereits ihren Tribut: Während der kommende Gegner United erst drei Pflichtspiele auf dem Konto hat, sind es bei Burnley bereits acht. Gewonnen hat es davon lediglich ein einziges, gegen Istanbul – nach Verlängerung.

Es scheint also nicht untertrieben, in Burnley von brennenden Bäumen zu sprechen. In der Liga belegt das Team Rang 16 und gehört zu den sieben Teams, die noch keinen Sieg erringen konnte. Das Abenteuer Europa League wiederum ist bereits beendet, bevor es wirklich begonnen hat: Das Unentschieden gegen Piräus am vergangenen Donnerstag besiegelte Burnleys Aus in der Qualifikation. Eine Enttäuschung, die sich langfristig als Segen herausstellen könnte.

Denn wenn die Clarets keine volle Spielzeit in Abstiegsnot absolvieren wollen, ist eine deutliche Leistsungssteigerung vonnöten. Zumindest körperlich darf diese nun erwartet werden: Nach sechs Spielen in 18 Tagen spielt die Mannschaft fortan im Wochenrhytmus und kann sich voll auf den Ligaalltag konzentrieren.

Was passiert, wenn diese Möglichkeit nicht besteht, war in der Vergangenheit mehrfach ersichtlich. Beim Ligaauftakt gegen Southampton mühte sich das Team zu einer müden Nullnummer, in der Folgepartie gegen Watford (1:3) war man chancenlos. Gegen Aufsteiger Fulham hatten Fans und Verantwortliche auf den Turnarround gehofft, doch nach einer wilden Partie unterlag man auch dem Underdog klar mit 2:4.

So zeigte sich schon früh in der Saison, wo Burnleys größte Probleme liegen: in der Verteidigung. Sieben Gegentreffer sind der zweitschlechteste Wert der Liga, noch beunruhigender scheint die Statistik, sobald man sich vor Augen führt, wer jene sieben Treffer erzielt hat; Watford und Fulham – Teams ohne Spitzenoffensive. Was dem Team gegen Weltklasse-Angriffsreihen blüht, wird sich gegen United zeigen – und dürfte den Verantwortlichen in Burnley vorab Sorgenalten auf die Stirn treiben.

Mögliche Aufstellung FC Burnley

Clarets-Coach Dyche wird im Vergleich zum enttäuschenden Remis gegen Olimpiakos kräftig rotieren – kaum ein Akteur empfahl sich gegen United für die Startelf, zumal mit müden Beinen. Hinzu kommen taktische Aspekte, die letztlich wohl zu einer defensiveren Ausrichtung führen werden. Folgende Startformation scheint auf dieser Basis plausibel:

Hart, Lowton, Tarkoski, Mee, S. Ward – Lennon, Cork, Westwood, Taylor – Hendrick, Wood

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6,25
250€

 

Manchester United

Die letzten drei Ergebnisse: 0:3 vs. Tottenham Hotspur, 1:3 vs. Brighton & Hove Albion, 2:1 vs. Leicester City

Wenn ein von José Mourinho trainiertes Team in zwei Spielen sechs Gegentreffer kassiert, ist über die Verfassung seiner Mannschaft bereits Vieles gesagt. Ausgerechnet die Stabilität der Defensive, für gewöhnlich der Anker in Mourinhos Konzepten, ist bei den Red Devils völlig aus den Fugen geraden – der Hauptgrund für den verkorsten Saisonstart mit zwei Niederlagen aus den ersten drei Ligaspielen.

Nach dem Auftakt gegen Leicester hatte es in Manchester noch nicht nach derartigen Problemen gerochen. Zumindest ergebnistechnisch konnte das Team nach dem hart erkämpften 2:1-Erfolg gegen den Meister von 2016 zufrieden sein. Doch schon dort hatte sich gezeigt, dass die Red Devils Schwierigkeiten haben werden, den eigenen Ambitionen gerecht zu werden: Die Balance zwischen Abwehr und Angriff war allenfalls mittelprächtig, der Spielfluss stockend. Dass ein Elfmeter von Paul Pogba und der in der Entstehung zufällige Treffer von Abwehrmann Shaw letztlich für den Sieg sorgten, steht diesbezüglich sinnbildlich.

Dennoch: Der Ligaauftakt war kein Vergleich zu dem, was folgte. Am zweiten Spieltag ging es nach Brighton, bereits nach 20 Minuten lag United 0:2 zurück, wovon sich das Team nicht mehr erholte. Nach 90 Minuten und eine indisponierten Leistung reiste die Mannschaft mit einer unerwarteten 1:3-Pleite ab. Auf die Überraschung folgte eine Woche später die Blamage.

Gegen die Tottenham Hotspur galt Gastgeber United für viele als Favorit – trotz der zuvor dürftigen Leistungen. Doch diese Einschätzungen konnte das Team nicht rechtfertigen: Nach einem schwungvollen Schlagabtausch im ersten Durchgang brachen die Red Devils zu Beginn der zweiten Halbzeit ein.  Tottenham nutzt das zur Vorentscheidung per Doppelschlag und fügte Mourinho eine seiner bittersten Pleiten zu.

Es verwundert daher nicht, dass englische Medien bereits am Stuhl des Portugiesen sägen. Der Starcoach, der im Sommer durch seine permanenten Transferbeschwerden selbst Unruhen ins eigene Lager gebracht hatte, wird gegen Burnley Antworten liefern müssen – ansonsten kann die Luft auf der Trainerbank sehr schnell sehr dünn werden.

Mögliche Aufstellung Manchester United

Stabilität dürfte nach der heftigen Pleite gegen Tottenham Mourinhos oberste Priorität sein, was sich auch auf seine Personalentscheidungen auswirken wird. Vor allem die enttäuschenden Herrera und Lindelöf dürften sich gegen Burnley auf der Bank wiederfinden.

De Gea – Lindelöf, Smalling, Jones – A. Valencia, Pogba, Matic, Fred, Shaw – Lingard – Lukaku

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1,70
110€

 

FC Burnley – Manchester United im TV oder Livestream

Wer die Partie zwischen dem FC Burnley und Manchester United live verfolgen möchte, benötigt ein Abo beim kostenpflichtigen Streaming-Dienst DAZN. Der hiesige Rechteinhaber der Premier League überträgt die Partie auf dazn.de, Anpfiff ist am 2. September um 17.00 Uhr.

 

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