EM 2016 Stadien

Natürlich in erster Linie interessant für die Besucher, die vor Ort sind, aber es gibt genug Fans der Stadionkultur, also wollen wir euch einmal die Stadien vorstellen, in denen gespielt wird bei der Europameisterschaft in Frankreich. Hier sind alle Spielstätten. Wenn ihr noch mehr Details lesen wollt, dann könnt ihr unter den jeweiligen Details auf den weiterführenden Link klicken.

Stade De France

Das Stade de France ist das Ergebnis der WM 1998. Als diese 1992 an Frankreich vergeben wurde, verpflichtete man sich zu dem Bau eines Stadions, das über 80.000 Zuschauer fassen würde. Der Vorort Saint-Denis wurde gewählt um den lange vernachlässigten Brennpunkt etwas Aufschwung zu bringen. Das Stadion wird vor allem von den Fußball- und Rugbynationalmannschaften genutzt, aber auch für Leichtathletik und Konzerte.

Stade de France

 

Eckdaten

Eröffnung: 28. Januar 1998

Erstes Spiel: Frankreich – Spanien 1:0

Architekt: Michel Macary, Aymeric Zubléna, Michel Regembal, Claude Constantini

Kapazität: 81.338 Plätze (Fußball & Rugby)

Bekannte Veranstaltungen: Fußball WM 1998, Champions League Finale 2000, Leichtathletik WM 2003, Champions League Finale 2006, Rugby Union WM 2007

Stade Velodrome Marseille

Das Stade Velodrome ist die Heimat von Olympique Marseille und so überrascht es nicht, dass der Club mit den verrücktesten Fans in Frankreich auch das größte Stadion in Frankreich hat, da im Stade de France kein Verein Zuhause ist.

Stadion Velodrome

Eckdaten

  • Eröffnung: 13. Juni 1937
  • Erstes Spiel: Olympique Marseille – AC Torino 2:1
  • Eröffnung nach Grundumbau: 16. Oktober 2014
  • Renovierungen: 1984, 1998, 2011–2014
  • Architekten: Henri Ploquin, Jean-Pierre Buffi
  • Kapazität: 67.000 Plätze
  • Bekannte Veranstaltungen: Fußball WM 1938, Rugby League WM 1954, 1972, 1975, Fußball EM 1984, Fußball WM 1998

Stade Des Lumieres Lyon

Das Stade des Lumieres ist ein kompletter Neubau zur EM 2016. Er wird in Zukunft Olympique Lyon beherbergen, der damit sein legendäres Stade de Gerland aufgibt. Leider ist der ehemalige Serienmeister nur noch ein Schatten seiner selbst, so dass man nur schwer das Stadion vollbekommen dürfte im Alltag. Man wollte eigentlich eine ganze Saison absolviert haben, aber Verzögerungen verhinderten dies.

stade de lumieres

Eckdaten

  • Eröffnung: 09. Januar 2016 (aktueller Termin)
  • Baubeginn: 22. Oktober 2012
  • Erstes Spiel: Olympique Lyon – ES Troyes AC (geplant für den 09. Januar 2016)
  • Architekt: Populous (Unternehmen)
  • Kapazität: 59.500 Plätze
  • Schon geplante Veranstaltungen: Fußball EM 2016, Frauen WM 2019
  • Vorhergesagte Kosten: €250 Millionen (Schätzung inzwischen bei €405 Mio.)

Parc Des Princes Paris

Auch wenn Paris noch 100 neue Stadien bauen würde, so ist das Prinzenparkstadion die wahre Kultstätte für jeden Fußballfan in Frankreich. Das über 100 Jahre alte Stadion ist geschichtsträchtig und beherbergt bis heute den PSG und damit den aktuellen Serienmeister in Frankreich.

Parc Dec Princess

Eckdaten

  • Eröffnung: 18. Juli 1897
  • Erstes Spiel: Damals ein Radrenn-Stadion
  • Renovierungen: 1932, 1972
  • Architekt: Roger Taillibert
  • Kapazität: 49.000 Plätze
  • Große Veranstaltungen: UCI Bahn-WM 1900, Endpunkt Tour de France 1903-1967, Fußball WM 1938, Finale Landesmeister 1975, 1981, Fußball EM 1984, Finale Europokal der Pokalsieger 1995, Finale UEFA Pokal 1998, Fußball WM 1998, Rugby Union WM 2007

Stade Pierre Mauroy Lille

Ein weiteres Stadion, das komplett neu gebaut wurde. Die Arbeiten starteten im März 2010 und etwas über zwei Jahre später gab es das Eröffnungsspiel. Das Stadion ist die Heimat des OSC Lille, der immer wieder in den oberen Plätzen der Liga landen konnte.

stade-pierre-mauroy-lille

Eckdaten

  • Eröffnung: August 2012
  • Erstes Spiel: OSC Lille – AS Nancy
  • Kosten: 282 Mio. €
  • Architekt: Architekturbüro Valode & Pistre, Pierre Ferret
  • Kapazität: 083 Plätze
  • Große Veranstaltungen: Finale Davis Cup 2014

Stade Bollaert-Delelis Lens

Eine der Stadion der guten alten Schule. Wir haben hier ein „Schätzchen“, das so schon seit 1933 existiert und damit zu den ältesten Stadien des Landes gehört. Auch wenn man aktuell 41.000 Zuschauer rein lassen kann, wird es zur EM lediglich 35.000 aufnehmen. Das Stadion wird im Moment sehr umfassend umgebaut.

Stade Bollaert

Eckdaten

  • Eröffnung: Juni 2012
  • Renovierungen: 1954, 1976, 1977, 1983, 1995–1997, 2014–2015
  • Kosten für die aktuelle Renovierung: 78 Mio. €
  • Architekt: Architekturbüro Valode & Pistre, Pierre Ferret
  • Kapazität: 233 Plätze jetzt, 38.223 nach Renovierung
  • Große Veranstaltungen: Fußball EM 1984, Fußball WM 1998, Rugby Union WM 1999, 2007

Stade De Bordeaux (Matmut Atlantique)

Ein weiterer Neubau, den wir in Bordeaux sehen. Das Stadion von Beginn an für die EM geplant und soll eine extrem moderne Spielstätte mit Platz für 42.000 Zuschauer werden. Es wurde schon eröffnet obwohl es einige Verzögerungen gab auf Grund der zahlreichen Proteste der Anwohner, wie schon bei anderen Neubauten.

Stade De Bordeaux (Matmut Atlantique)

Eckdaten

  • Eröffnung: Mai 2015
  • Eröffnungsspiel: Girondins Bordeaux – HSC Montpellier
  • Kosten: 183 Mio. €
  • Architekt: Architekturbüro Herzog & de Meuron
  • Kapazität: 052 Plätze jetzt, 38.223 nach Renovierung
  • Große Veranstaltungen: Halbfinale Rugby Union Meisterschaft 2014/2015, alle Heimspiele von Girondins Bordeaux
  • Gelder-Herkunft: Public-Private-Partnership (vertraglich geregelte Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Unternehmen der Privatwirtschaft)

Stade Geoffroy-Guichard (Saint-Étienne)

Perfekt zum Kontrast passend, eines der sehr alten Stadien, das zu Beginn nicht einmal 2000 Zuschauer aufnehmen konnte. Anfang der 30er Jahre gebaut, wurde es inzwischen einigen Umbauarbeiten unterzogen, inklusive Vergrößerungen und Verkleinerungen. Zur EM wurde es erneut umgebaut, womit die leeren Ecken gefüllt wurden und das Fassungsvermögen noch einmal erhöht wurde.

Stade Geoffroy-Guichard

Eckdaten

  • Eröffnung: September 1931
  • Renovierungen: 1984,1998, 2011-2014
  • Kosten: 183 Mio. €
  • Architekt: Architekturbüro Herzog & de Meuron
  • Kapazität: 000 Plätze
  • Interessantes: Wie der Name schon verrät, ist das Stadion nach dem Casinobesitzer Geoffroy Guichard, aus dessen Casinos heraus auch der Verein St. Etienne entstand und der das Grundstück zur Verfügung stellte. Ohne Fan-Proteste hätte es wohl einen Neubau gegeben zur EM.

Stadium Municipal Toulouse

Das Stadion in Toulouse hat einen gewissen Außenseiter Kultstatus. Erbaut bereits 1937 gehört es noch immer zu den größeren Stadien des Landes und vor allem fanden hier schon einige sehr spannende Events statt. Es ist die Heimat des FC Toulouse, aber auch des Rugby Vereins Stade Toulousian und so überrascht es nicht, dass viele Rugby-Großereignisse hier stattgefunden haben.

Stadium Municipal

Eckdaten

  • Eröffnung: 1938 (eingeweiht 1937)
  • Renovierungen: 1949, 1997, 2015
  • Architekt: Jean Montariol
  • Kapazität: 472 Plätze
  • Interessantes: Man verzichtet inzwischen auf den Naturrasen und nutzt einen Hybridrasen, da die Belastung aus Fußball und Rugby zu groß wurde.
  • Großereignisse: Fußball WM 1938, Rugby League WM 1954, Rugby Union WM 1991, Fußball WM 1998, Rugby Union WM 1999, 2007

Allianz Riviera Nizza

Nein, Sie haben sich nicht verlesen, wir meinen nicht die Allianz Arena in München. Seit 2013 steht eine hochmoderne Arena an der Cote d’Azur, die sehr variabel eingesetzt werden kann. Auch wenn das Fassungsvermögen bei Fußballspielen bei nur 35.000 Plätzen liegt, so erfreut sich das Stadion großer Beliebtheit. Berühmt wurde das Stadion in Frankreich durch eine große Kostenexplosion während des Baus.

Allianz Riviera Nizza

Eckdaten

  • Eröffnung: September 2013
  • Eröffnungsspiel: OGC Nizza – FC Valenciennes
  • Architekt: Wilmotte & Associates SA
  • Kapazität: 624 Plätze
  • Interessantes: Ursprünglich sollte der Neubau 166 Millionen Euro kosten, doch am Ende standen echte Kosten in Höhe von 243,5 Millionen Euro. Inzwischen ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft zu den Hintergründen und den Verträgen.
  • Sponsoring: Allianz sicherte sich die Namensrechte im Jahr 2012 und hat gleich für neun Jahre unterschrieben.