Deutschland

Die letzten drei Ergebnisse: 3:2 vs. Australien, 7:0 vs. San Marino, 1:1 vs. Dänemark

Vorne Top, hinten Flop. Wer nach einer Kurzversion des deutschen Turnierauftakts gegen Australien beim Confed Cup fragt, den könnte man vermutlich mit dieser Antwort zufriedenstellen. Während die Offensivfraktion um Gladbachs Lars Stindl nämlich von Anfang an gute Ansätze zeigte, erwischte Bernd Leno zwischen den Pfosten einen rabenschwarzen Tag. Der (Noch-)Leverkusener zwar war kaum gefordert, langte jedoch zweimal daneben und musste in der Folge den Ball aus dem Netz fischen. Alles in allem hätte er sich nicht über Schuldzuweisungen beschweren dürfen, wäre die Partie aufgrund seiner Schnitzer mit einem Unentschieden geendet.   

Stattdessen kann er sich bei Stindl, Draxler und Goretzka bedanken, die eine solide deutsche Leistung mit ihren Treffern in drei Punkte ummünzten. Vor allem Goretzka bewarb sich in der Schaltzentrale für höhere Aufgaben und dürfte gegen Chile eine der Schlüsselfiguren werden. Mehr Sorgen bereitet dagegen die Hintermannschaft um Antonio Rüdiger und Shkodran Mustafi, die vor beiden Gegentoren herzlich wenig Gegenwehr zeigte.  Gegen einen Alexis Sanchez muss die DFB-Elf defensiv deutlich wacher auftreten, sonst wird es nicht bei zwei Gegentreffern im Turnier bleiben.

Unterm Strich gelang es der Mannschaft jedoch, ihren Favoritenstatus zu untermauern und (im Gegensatz zu manch anderem Team) gelegentlich spielerische Akzente zu setzen. Baut man auf diesen Ansätzen auf, dürften auch die Chilenen ihre Probleme bekommen.

Aufstellung Deutschland

Bernd Leno dürfte seinen Platz zwischen den Pfosten abgeben. Davon abgesehen scheinen lediglich Rüdiger, Mustafi, Kimmich, Draxler, Gortzka und Stindl gesetzt. Es ist gut möglich, dass Bankkräfte wie Emre Can, Timo Werner oder Kerem Demirbay am Donnerstag zu Startelfeinsätzen kommen.

Trapp – Mustafi, Hector, Rüdiger, Kimmich – Draxler, Can, Goretzka, Stindl, Brandt – Werner

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Chile

Die letzten drei Ergebnisse: 2:0 vs. Kamerun, 2:3 vs. Rumänien, 1:1 vs. Russland

Die drei Punkte sind eingesackt, das ist das wichtigste. Ohne sich mit Ruhm zu bekleckern starteten die Chilenen am Samstag in den Confed Cup und setzten sich dank feldüberlegenen Spiels und solider Chancenverwertung gegen harmlose Kameruner durch. Da die Partie kaum Spannung produzierte, sorgte der neuerdings installierte Video-Referee für die größten Aufreger. Dieser ließ den vermeintlichen Führungstreffer Chiles nämlich annullieren, aufgrund einer minimalen Abseitsstellung, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen gewesen wäre. Da half auch ausgiebiges Lamentieren seitens der Chilenen wenig.

So dauerte es bis tief in die zweite Halbzeit, ehe Arturo Vidal seine Farben erlöste. Der Bayern-Profi verwertete eine Flanke des eingewechselten Sanchez eiskalt per Kopf und belohnte damit die Offensivbemühungen seiner Truppe. Kurz vor Abpfiff kam dann auch noch der zuvor glücklose Ex-Hoffenheimer Vargas zu seinem Treffer und machte den Sack zu. Unterm Strich steht ein glanzloser, wohl aber hochverdienter 2:0-Sieg zu Buche, dank dem sich die Südamerikaner an die Spitze der Gruppe B setzten.

Insofern würde dem Team auch ein Unentschieden gegen Deutschland weiterhelfen. Es darf allerdings bezweifelt werden, ob die leidenschaftlichen Chilenen den Wettbewerb mit der DFB-Elf scheuen werden. Da bahnt sich ein offenes Duell an.

Aufstellung Chile

Chiles Coach Pizzi überraschte mit der Entscheidung, Alexis Sanchez gegen Kamerun auf der Bank zu lassen. Dessen immenser Wert fürs Team ist dennoch unbestritten, was nicht zuletzt seine Torvorbereitung zur Führungstreffer bewies. Gegen Deutschland dürfte der Arsenal-Star starten.

Herrera – Isla, Beausejour, Medel – Jara, Fuenzalida, Vidal, Aranguiz, Diaz – Vargas, Sanchez

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Interessante Quoten & Tipp

Wer den Chilenen bislang wenig zugetraut hatte, der sollte einen Blick auf den Wettmarkt werfen. Dort sehen die Buchmacher die Südamerikaner nämlich vorne – auch im Duell mit Deutschland. Auf Interwetten.com etwa kommt der Sieger der Copa America auf die Siegquote 2,50. Der DFB liegt bei 2,85. Ähnlich verhält es sich bei anderen Anbietern.

Ob Chile die Partie tatsächlich für sich entscheiden kann, steht auf einem anderen Blatt. Sicher ist: Sie werden es Jogi Löws bunt zusammengewürfelter Truppe verdammt schwermachen. Schon die Kameruner fanden kaum ein Mittel durch das engmaschige chilenische Mittelfeldnetz, welches auch Goretzka, Stindl und Co. einiges abverlangen wird. Wie viele Punkte am Ende herausspringen, wird jedoch vor allem vor dem eigenen Kasten entschieden. Egal, wer zwischen den Pfosten steht, Patzer sind Tabu, und die Viererkette muss entschlossener zupacken als zuletzt gegen Australien. Doch wie sagt man so schön? Deutschland ist eine Turniermannschaft.

Löw wird seine Elf exzellent einstellen, sodass uns eine taktisch geprägte Partie auf hohem Niveau erwartet. Die Kehrseite der Medaille: Echte Chancen werden Mangelware sein.

Daher die Prognose: Unter 2,5 Tore – Quote 2,30 bei Interwetten.com

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