Die deutsche Nationalelf zeigte sich im Jahr 2018 so schwach wie noch seit Jahren nicht, was Coach Jogi Löw zu radikalen Schritte verleitete. Gelingt gegen Serbien der Auftakt in eine neue Ära? Hier unser Tipp!

Länderspielpremiere 2019: Nach dem Katastrophenjahr 2018 beginnt für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch ein neues Kapitel. Ohne die langjährigen Leistungsträger Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller will Jogi Löw die EM-Qualifikation bestreiten, zuvor jedoch steht der Testlauf gegen Serbien auf dem Programm. Wird sich das Führungsvakuum, dass die ehemaligen Leader hinterlassen, bemerkbar machen?

Interessante Quoten & Tipp

Die Buchmacher sehen den Weltmeister von 2014 am Mittwochabend vorne: Bei Interwetten.com etwa kommt die DFB-Elf auf eine Siegquote von 1,45, während die Gäste aus Serbien bei 7,50 liegen. Sind mit dieser Verteilung die zu erwartenden Verhältnisse treffend beschrieben?

Sicher prognostizieren lässt sich das kaum, doch die Serben in Wolfsburg als glasklaren Außenseiter zu betiteln, wäre riskant. Nicht nur befindet sich die deutsche Nationalelf in Aufruhr und in der schlechteste Form seit Jahren, die Serben selbst gelten auch als unangenehm zu bespielender Gegner – vor allem im Duell mit Topteams. Auch die Bilanz gegen Deutschland dürfte den Underdog optimistisch stimmen: Das letzte von zwei Aufeinandertreffen gewannen die Serbien 1:0 (bei der WM 2010).

Wenn Jogi Löw also erfolgreich ins Länderspieljahr 2019 starten will, wird die Devise Halbgas nicht reichen. Vielmehr wird er sein verunsichertes Team in die Nähe der Höchstform führen müssen – was aber durchaus denkbar scheint: Schließlich werden in der DFB-Elf die Karten neu gemischt, ohne Hummels, Boateng und Müller stehen der jüngeren Generation auf einmal drei freie Posten offen – wenn nicht mehr (Kroos, Neuer). Gegen Serbien dürften Leroy Sané, Serge Gnabry, Niklas Süle & Co. daher ihr Bestes tun, um die neue Nationalmannschaftsära erfolgreich einzuläuten und ihre eigenen Ansprüche zu untermauern.

Daher die Prognose: Sieg für die deutsche Nationalmannschaft – Quote 1,45 bei Interwetten.com

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Deutschland

Die letzten drei Ergebnisse: 2:2 vs. Niederlande, 3:0 vs. Russland, 1:2 vs. Frankreich

Wie erfolgsverwöhnt der deutsche Fußball in der vergangenen Dekade war, das zeigte sich im Laufe des vergangenen Jahres – als es erstmals unter Bundestrainer Jogi Löw nicht lief wie am Schnürchen. Im Gegenteil: Die WM-Vorbereitung verlief schleppend, das Turnier in Russland verkam schließlich zum Desaster.

Mit der 0:2-Niederlage im finalen Gruppenspiel gegen Südkorea besiegelte „Die Mannschaft“ nicht nur das erste Vorrundenausscheiden der Verbandsgeschichte, sondern auch das Ende einer Ära: Nur vier Jahre zuvor war dasselbe Team Weltmeister geworden, nun präsentierten sich dieselben Köpfe lethargisch, uninspiriert, satt. Und wer im Anschluss an das historisch schlechte Abschneiden auf eine Trotzreaktion gehofft hatte, der wurde bitter enttäuscht: In der neu gegründeten Nations League gelang der DFB-Elf in vier Begegnungen gegen Frankreich (0:0, 1:2) und die Niederlande (0:3, 2:2) kein einziger Sieg. Die logische Konsequenz: Der Abstieg in Division B.

Spätestens mit dem Aus in der Nations League ist der Druck auf Bundestrainer Jogi Löw, der trotz des WM-Desasters im Amt blieb, ins Unermessliche gestiegen. Ausgerechnet Löw, der über Jahre erfolgreich die Früchte seiner Arbeit verwaltet hatte, ist seither als Reformer gefragt. Und nachdem man dem Bundestrainer lange Zeit Untätigkeit und Behäbigkeit hatte vorwerfen können, ließ er seinen Umbruchsankündigungen vor zwei Wochen endgültig Taten folgen – und wie: Mit Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller strich Löw gleich drei langjährige Leistungsträger aus seinen EM-Planungen.

Die Entscheidung sorgte für mediales Entsetzen, jedoch weniger aufgrund ihrer Substanz, viel eher wegen ihrer Kommunikation. In einem unangekündigten Dreier-Gespräch setzte der Trainer seine Spieler in Kenntnis, die BILD-Zeitung war bereits Stunden zuvor bestens informiert – und veranlasste den DFB zu einer hastigen Pressemitteilung, die den Verdiensten der drei Weltmeister definitiv nicht gerecht wurde. Ein PR-Desaster sondergleichen, das die aktuelle Fehlerkette rund um die DFB-Führungsriege um ein Kapitel reicher macht.

Im Endeffekt liegt es nun an der Mannschaft selbst, wieder für positive Schlagzeilen zu sorgen und die zahlreichen Nebenkriegsschauplätze mit gutem Fußball und starken Resultaten zu begraben. Den roten Teppich hat Löw jedenfalls ausgerollt: Altstars der vergangenen Dekade sind kaum noch vorhanden (Neuer, Kroos), mit Leroy Sané, Serge Gnabry, Leon Goretzka und natürlich Joshua Kimmich scheint die nächste Generation bereit, Verantwortung zu übernehmen. In Person von Lukas Klostermann, Maximilian Eggestein und Niklas Stark (Hertha BSC) nominierte Löw außerdem drei junge Neulinge, deren Berufung wohl auch als Signal dient. Ganz nach dem Motto: Die Karten werden neu gemischt, vom Stammspieler bis zum Ende der Rotation. Gegen Serbien wird Fußball-Deutschland am Mittwoch einen ersten Eindruck davon bekommen, wie die Mannschaft mit dieser ungewohnten Situation umgeht.

Mögliche Aufstellung Deutschland

Löw wird seiner aktuellen Verjüngungskur auch mit einer frisch gestalteten Startelf Rechnung tragen. Folgende Formation scheint denkbar:

Neuer – Ginter, Süle, Rüdiger – Kehrer, Kimmich, T. Kroos, N. Schulz – Brandt, Ti. Werner, L. Sané

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Serbien

Die letzten drei Ergebnisse: 4:1 vs. Litauen, 2:1 vs. Montenegro, 0:0 vs. Rumänien

Serbien gehört nicht zu Europas großen Fußballnationen, doch mit seinem aktuellen Kader gehört der stolze Balkanstaat zweifellos zu den besseren Teams auf dem Kontinent. Nicht zuletzt durch die Qualifikation für die WM 2018 unterstrich die Mannschaft ihre gestiegenen Ambitionen eindrucksvoll – und mit der EM 2020 hat man bereits das nächste große Ziel vor Augen.

In dem nächstjährigen Kontinentalturnier soll es für die Serben dann auch weitergehen als zuletzt in Russland: Trotz einer fußballerisch respektablen Vorrunde reichte es für die Elf aus Osteuropa letztlich nur zu Gruppenplatz drei hinter Brasilien und der Schweiz. Zum Knackpunkt verkam letztlich das Duell mit den Eidgenossen, das die Serben trotz 1:0-Führung verloren (1:2) – und das aufgrund nationalistischer Gesten einiger Schweizer (mit kosovo-albanischen Wurzeln) zum Politikum verkam.

Stichwort Politikum: Weit mehr als fußballerische Interessen bediente auch Serbiens Duelle gegen Montenegro in der Nations League. Noch immer ist die politische und soziale Rivalität groß zwischen den ehemaligen Landesgenossen, wodurch die beiden Spiele im Oktober und November so emotional aufgeladen verliefen wie kaum eine zweite Serie des neuen FIFA-Wettbewerbs: Letztlich bewiesen die Serben das größere fußballerische Können und entschieden beide Partien für sich (2:0, 2:1).

Das letzte Länderspiel des vergangenen Jahres bestritt das Team schließlich gegen Litauen. Dank eines lockeren 4:1-Sieges konnte die Mannschaft den Aufstieg in Division B festmachen – was das Selbstvertrauen vor dem Duell mit Deutschland durchaus gestärkt haben dürfte. Personell dürften die Hoffnungen der Mannschaft vor allem auf Stürmerstar Mitrovic (FC Fulham) und Ajax-Held Tadic ruhen; beide verkörpern europäische Klasse und sollen das Team zur Euro 2020 führen. Wie ließe sich diese Mission besser starten als mit einem gelungenen Testlauf gegen ein geschwächtes DFB-Team?

Mögliche Aufstellung Serbien

Serbiens Coach Kristajic zeigte sich nach dem WM-Aus weit weniger rigoros als sein Gegenüber Löw – sein Kader hat sich kaum verändert. Dementsprechend sollten auch in der Startelf keine größeren Anpassungen zu erwarten sein.

Dmitrovic – Rukavina, Milenkovic, Veljkovic, Bogosavac – Maskimovic, Matic – Tadic, Milinkovic-Savic, Kostic – A. Mitrovic

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Deutschland – Serbien im TV oder Livestream

Deutschlands Länderspielpremiere im Jahr 2019 wird wie gewohnt bei RTL zu sehen sein. Der Privatsender überträgt die Partie sowohl im TV als auch via Stream über tvnow.de. Anpfiff ist am 20. März um 20.45 Uhr.

 

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