Im Falle einer Übernahme von bwin durch die aktuellen Bieter GVC/Amaya oder 888 Holdings kann der Geschäftsführer Norbert Teufelsberger mit einer Ablösesumme von etwa 17 Millionen Pfund für sein Aktienpaket rechnen. Was nach viel Geld klingt, ist jedoch nur ein Bruchteil von dem, was bwin noch vor wenigen Jahren wert gewesen ist.

Nachdem sich vergangene Woche die Nachrichten zur potenziellen Übernahme von bwin durch GVC/Amaya Gaming oder 888 Holdings abgelöst haben, finden zurzeit Verhandlungen statt über die Zukunft von bwin, dessen Ergebnisse mit Spannung erwartet werden.

In der Zwischenzeit wurde bwin einer gründlichen Analyse unterzogen mit dem Fokus darauf, wieviel das Unternehmen noch vor wenigen Jahren wert war und welche Summe heute realistisch ist, die sich in den Abfindungen der Shareholder widerspiegelt, allen voran die Ablösesumme des CEOs von bwin, Norbert Teufelsberger.

Unabhängig davon, ob das Unternehmen nun an Amaya Gaming zusammen mit GVC geht oder 888 Holdings der neue Besitzer wird, mit einem Deal im Bereich von 1,5 Milliarden britischen Pfund ist Zahltag für den aktuellen Geschäftsführer mit einer geschätzten Summe von 17 Millionen Pfund bei Abgabe seines Unternehmens. Das mag nach sehr viel klingen und ist in der Summe an sich auch ganz anständig, doch hätte das Stück vom Kuchen weitaus größer ausfallen können, betrachtet man bwin im Wandel der Zeit.

Teufelsberger erhält Bruchteil des ursprünglichen Verkaufswerts

Der Plan, 2011 zwei der erfolgreichsten Online-Gaming Unternehmen mit bwin und Partygaming zu fusionieren, klang gut, ging aber nicht auf, wie die letzten 4 Jahre und der Fall der Aktie von 40 Pfund auf letzte Woche 106,7 Pence beweisen. Dabei war die vergangene Woche bei Weitem nicht der Tiefpunkt, sondern zog nach den Übernahmegerüchten wieder an, doch gehörte die bwin-Aktie zeitweise zu den Pennystocks, ein kaum zu glaubender Fall in so kurzer Zeit von wenigen Jahren und Herunterwirtschaftung par excellence.

Hätte Teufelsberger am Anfang der Fusion verkauft, wäre ihm die unglaubliche Summe von 680.000.000 britischen Pfund zugekommen, zu dem damaligen Wechselkurs also beinahe 800 Millionen Euro, gegen die die aktuellen 17 Millionen wie eine Abstrafung erscheinen. Sein eigenes Aktienpaket besteht aus 13,3 Millionen Wertpapieren sowie weitere 9,2 Millionen Nachzugsaktien und weitere Optionen, die ihm zusätzlich noch etwas einbringen können, sollte GVC und Amaya übernehmen, aber es bleibt ein Bruchteil von dem, was hätte sein können.

Bwin will Verluste von Aktionären kleinhalten

Es ist eine allgemeine Annahme, dass einige Bereiche von bwin ein gutes und solides Einkommen generieren werden, sobald das Unternehmen verkauft und aufgeteilt ist, was vor allem das Pokerprodukt der Seite betrifft. Unterm Strich ist es eine traurige Geschichte eines ehemaligen Weltmarktführers, der innerhalb weniger Jahre einen rasanten Fall hinnehmen musste, der jedoch zu keiner Zeit unaufhaltsam war. Nach Aussage eines Sprechers von bwin sei Norbert Teufelsberger primär an einer Entscheidung interessiert, die im Interesse aller Aktionäre und mit so wenigen Verlusten wie möglich und wenigstens einem kleinen Teilgewinn verbunden sei.

Selbst verschuldet

Der Fall des Gigangten ist zu 100% selbst verschuldet. Die komplette Führung hing noch in Strategien aus ihren Anfangszeiten als alles leicht und locker schien. Als ein guter Sponsoringdeal alle Schlagzeilen in einem Land bescherte. Sinnbildlich war damals die Partnerschaft mit Real Madrid, die so teuer war, dass praktisch kein Budget mehr übrig blieb um dieses Sponsoring auch wirklich zu nutzen bzw. zu aktivieren.

Bei der Fusion verlief dann alles falsch was falsch laufen konnte. Komplett unterschiedliche Unternehmenskulturen, KEINEN Plan wie welches Feld zusammengeführt werden sollte und vor allem wie die potenziell riesigen Synergien ausgenutzt werden könnten. Hinzu kommen Entscheidungen, die einen etwas seltsamen Nachgeschmack haben. So blieb bwin die ganze Zeit bei Bayern München als Sponsor bzw. buchte weiterhin Logen und Co, auch als rechtlich nichts an Werbung möglich war und am Ende wechselt Jörg Wacker, ehemalige Deutschland-Chef bwin in den Vorstand von Bayern München? Diese Art von Bonus konnte kein Aktionär erwarten.

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