Schaut man sich die Spiele zwischen den Dallas Mavericks und den San Antonio Spurs innerhalb der letzten 20 Jahre an, gab es viele Spitzenduelle, harte Playoff-Fights und oft relativ ausgeglichene Matchups. Mit dabei war auch meistens Dirk Nowitzki, der auch in dieser Saison immer noch für Dallas an den Start geht. Leider ist er aber nicht mehr der Jüngste, kann sein Team nicht mehr anführen und während die Spurs trotz wichtiger Verletzungen noch auf Rang 4 stehen, sind die Mavs derzeit das schlechteste Team der Liga.

Dirk Nowitzki selbst ist die Lage klar, doch trotz der zwölf Niederlagen in den ersten vierzehn Spielen will er die Hoffnung noch nicht aufgeben und glaubt an seine Mannschaft. Er sprach zudem davon, dass die Mannschaft nicht immer ganz fit gewesen sei, obwohl mit Barnes, Barea, Matthews, Ferrell, Powell und ihm viele wichtige Spieler bisher alle Partien bestritten. Doch die Verletzungen von Seth Curry, Josh McRoberts oder auch Devin Harris oder Dennis Smith Jr. warfen das Team dann doch immer wieder zurück, sodass nie ein wirklicher Rhythmus aufkommen konnte.

Enttäuschend sicher auch die Entwicklung von Nerlens Noel, der im Sommer ein 70 Millionen Dollar Angebot der Mavs ausschlug, sich aber derzeit nicht gut genug präsentiert um es in die Rotation zu schaffen. Dazu kommt ein Nowitzki, der zwar bemüht ist, aber auf seine alten Tage häufig das Nachsehen hatte. Exemplarisch sicher die Situation bei der Niederlage gegen die Cavs, als LeBron ihn im 1-gegen-1 ganz alt aussehen ließ und den Cavs damit den Sieg sicherte.

Immerhin kam Harrison Barnes zuletzt etwas besser in Fahrt und erzielte in den letzten fünf Spielen 23,8 Punkte und 8,8 Rebounds pro Spiel. Auch Rookie Dennis Smith Jr konnte überzeugen, doch als Mannschaft bleiben die Mavs eines der ungefährlichsten Teams in der Offensive, das gleichzeitig defensiv zu viele Fehler macht.

Der heutige Gegner aus San Antonio ist eigentlich dafür bekannt solche Fehler gnadenlos auszunutzen, doch auch bei der Mannschaft von Gregg Popovich läuft es noch nicht ganz rund. Eine Niederlagenserie von vier Spielen (Orlando, Indiana, Boston und Golden State) zog die Bilanz runter, eine weitere Pleite gegen die Bucks sorgte für die fünfte Pleite in dieser Saison.

Immerhin konnten aber acht Siege erspielt werden und dabei auch gute Leistungen gezeigt werden. Im letzten Spiel gegen die Bulls gewannen die Spurs mit 133-94 und es war nichts vom Fehlen der Verletzten Leonard und Parker zu spüren. Zudem fehlten auch Danny Green und Manu Ginobili, doch Pau Gasol führte San Antonio mit 21 Punkten und 10 Rebounds an. Insgesamt hatten die Spurs acht Spieler die 13 oder mehr Punkte erzielen konnten, zudem scorte jeder der 12 eingesetzten Spieler.

Die Spurs halten sich also trotz der Verletzungen über Wasser und hoffen darauf, dass Leonard und Parker vielleicht sogar noch im November zurückkehren. Bis dahin hat Popovich also noch ein wenig Zeit die anderen Spieler zu testen, was im Hinblick auf die Playoffs sicher nicht wirklich vom Nachteil ist. Die Saison ist schließlich noch lang genug um auch mit Parker und Leonard einen neuen Rhythmus zu finden.

Weitere Ausfälle gibt es bei den Spurs derzeit nicht. Dallas wartet weiter auf die Genesung von Seth Curry, über die Einsätze von McRoberts und Harris wird kurzfristig entschieden.

Tipp: San Antonio Spurs

Unter Anbetracht des bisherigen Saisonverlaufs und der Tatsache, dass Dallas erst eines der sieben Heimspiele gewinnen konnte, kann man wohl kaum davon sprechen, dass die Mavs irgendeinen Vorteil auf ihrer Seite haben. Die Spurs sind besser drauf, harmonieren besser als Team, können es auch ohne Leonard und Parker individuell mit den Mavs aufnehmen und sind der glasklare Favorit. Daher sollte der Tipp auf die Spurs gehen, da Nowitzki und seine Mavs im Texas-Duell mal wieder das Nachsehen haben.

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Player to watch: Pau Gasol

Mit mittlerweile 37 Jahren ist Pau Gasol natürlich nicht mehr der, der er vor einigen Jahren war, doch in 25 Minuten macht er mit 10,9 Punkten und 8,1 Rebounds immer noch einen guten Job. Zudem hat er immer wieder Spiele wie zuletzt gegen die Bulls, in denen mal eben ein lockeres Double Double (21 Punkte, 10 Rebounds) auflegen kann. Besonders beeindruckend ist zudem sicherlich seine 3er Quote, die in der vergangenen Saison bei 53,8% und in diesem Jahr bei 48% liegt obwohl er fast einen Dreier pro Spiel versenkt. Gasol ist ein wichtiger Faktor der Spurs und wird auch heute wieder überzeugen und dabei mit 11 Zählern seinen Schnitt von 10,9 Punkten erreichen können.

 

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