• Spiel 1: GSW – CLE 113-91
  • Spiel 2: GSW – CLE 132-113
  • Spiel 3: CLE – GSW 113-118
  • Stand: 3-0 Golden State Warriors

Die Golden State Warriors machten auch in fremder Halle keinen Halt und sicherten sich durch den 118-113 Auswärtssieg, die 3-0 Führung und damit vier Matchbälle um die Meisterschaft. Auch wenn die Spieler darauf beharrten, dass noch nichts entschieden ist, scheint es unwahrscheinlich, dass die Cavs den Rückstand nochmal drehen können. So gelang es zum einen noch nie einer Mannschaft einen 0-3 Rückstand aufzuholen, zum anderen scheinen die Warriors schier unbesiegbar, wie der Verlauf des dritten Spiels belegte.

Obwohl LeBron James mit 39 Punkten, 11 Rebounds und 9 Assists überragte und ihn Kyrie Irving mit 38 Punkten, 6 Rebounds und 3 Assists ebenso überragende unterstützte, hatten die Warriors am Ende doch den längeren Atem und setzten sich dank Durant (31 Punkte), Thompson (30 Punkte) und Curry (26 Punkte, 13 Rebounds, 6 Assists) durch.

Dabei begann das Spiel zunächst besser für die Cavs, gingen sie schnell mit 5-0 in Führung. Golden State hatte aber natürlich eine Antwort parat und antwortete mit zwei Dreiern von Klay Thompson und Kevin Durant. Doch die Cavs blieben unbeeindruckt, legten große Aggressivität an den Tag und zeigten sich von Beginn an hochkonzentriert. Es entwickelte sich ein offenes Spiel, bei dem die Cavs zunächst führten, doch Klay Thompson, der mit 16 Punkten im ersten Viertel überzeugte, hielt die Warriors nicht nur im Spiel, sondern war auch dafür verantwortlich, dass sie zum Ende des Viertels mit 39-32 führten. Ganze 9 Dreier trafen Thompson und Co. dabei – Finals Rekord.

Cleveland blieb jedoch unbeeindruckt von der guten Warriors-Trefferquote jenseits der Dreipunktelinie. Schnell konnten sie auf 39-39 ausgleichen und ähnlich wie in den ersten beiden Spielen, boten die Cavs trotz des Rückstands Paroli. In Führung gehen konnten sie jedoch nicht, obwohl sie die Chance dazu hatten. Zudem war der Spielverlauf so, dass man stets das Gefühl hatte, dass die Cavs besser im Spiel waren. Trotzdem behaupteten die Gäste ihren Vorsprung, den sie bis zum Ende der ersten Halbzeit wieder auf 67-61 ausbauen konnten.

Bester Mann auf dem Feld war zu diesem Zeitpunkt mal wieder LeBron James, der immer wieder zum Korb ziehen konnte oder seine Mitspieler einsetzte. Auch Kyrie Irving zeigte sich stärker als bisher, während bei Golden State hauptsächlich Klay Thompson in den Vordergrund trat. Die Führung der Warriors erinnerte letztlich aber an die ersten beiden Spiele. Die Cavs fighteten, doch Curry und Co. hatten die Oberhand.

Als die Cavs jedoch im dritten Viertel deutlich agiler und wacher aus der Pause kamen, erkämpften sie sich drei Minuten nach Beginn des Viertels zum ersten mal in dieser Serie eine Führung außerhalb des ersten Viertels. Zunächst wechselte die Führung anschließend hin und her, doch zum Ende des Viertels verloren sich die Warriors plötzlich in zu viele Einzelaktionen. Die Cavs nutzten ihre Chance und erspielten sich eine Führung mit der sie in die letzte Viertelpause gingen (94-89).

Entschieden war das Spiel keinesfalls, doch auch im letzten Spielabschnitt konnten LeBron und Kyrie Irving immer wieder entscheidende Akzente setzen. Dazu trafen heute auch JR Smith (5-10) und Kyle Korver (2-6) ein paar Dreier und profitierten von den starken 1-gegen-1 Aktionen von LeBron oder Kyrie, durch die sie immer wieder frei wurden. So war es auch JR Smith, der 3:09 Minuten vor dem Ende einen Dreier zum 113-107 traf und die Cavs in eine gute Position brachte.

Doch was nun passierte, war für die Cavaliers ganz bitter. In der gesamten verbleibenden Zeit versäumten sie es, weitere Punkte zu erzielen, während sie defensiv keine Antwort auf Durant und die Warriors hatten. Dank eines 11-0 Laufs in den letzten drei Minuten drehten die Warriors das Spiel und erspielten sich den Sieg. 45 Sekunden vor dem Ende wurde dabei Kevin Durant zum Helden, als er einen Pull-Up Dreier über LeBron traf und seine Warriors damit in Führung brachte. In der Folge hielt die gute Defensive von Thompson und Iguodala stand und die Warriors sicherten sich den Sieg.

Spiel 4 Cleveland – Golden State

In Spiel 2 kamen James, Irving und Love bereits gemeinsam auf 75 Punkte. In Spiel 3 erzielten alleine James und Irving 77 Punkte. Love steuerte außerdem 9 Punkte, 13 Rebounds und 6 Steals bei, sodass die Big 3 insgesamt mit 86 Punkten, 30 Rebounds, 13 Assists und 7 Steals überaus stark auftrat. JR Smith erzielte zudem 16 Punkte, doch trotz allem reichte es am Ende nicht.

Deron Williams, Richard Jefferson, Iman Shumpert und Tristan Thompson erzielten gemeinsam nur 3 Punkte und trafen 0 ihrer 10 Würfe. Loves Quote von 1-9 warf auch einen dunklen Schatten auf sein ansonsten recht ordentliches Spiel, doch alles in allem hatten James und Irving zu wenig Unterstützung.

Auf Seiten der Warriors erzielten zwar auch nur Curry, Durant und Thompson zweistellige Werte (gemeinsam 87 Punkte), doch die Rollenspieler wie West (3-3 aus dem Feld), Iguodala (2-6) oder Livingston (3-6), konnten zumindest ihren Teil beitragen. Auch Draymond Green war mit 8 Punkten, 8 Rebounds und 7 Assists, trotz eines technischen Fouls und insgesamten Foulproblemen eine wichtige Stütze.

Am Ende bleibt den Cavs nur Ernüchterung, da sie wirklich gut spielten und dazu überragende Abende von LeBron und Kyrie bewundern durften. Doch am Ende reicht es nicht, denn letztlich, so scheint es, mussten die Cavs und vor allem James und Irving ihren guten Leistungen im Verlaufe des Spiel Tribut zollen. Während James und vor allem Irving im dritten Viertel noch überragten, trafen sie im letzten Viertel gemeinsam nur 1-10 Würfen unter Druck. Auch die Warriors sprachen davon, dass man ihnen die Müdigkeit anmerkte, allerdings brauchen sich beide keine Vorwürfe zu machen, konnte man erkennen, dass Beide an ihre Grenzen gingen, leider ohne Erfolg.

Das vermutlich Ernüchternste daran war die Leichtigkeit, mit der die Warriors andererseits spielten. Einen wirklich kaputten Eindruck machten sie nur und selbst wenn sie zurücklagen, dauerte es teilweise nur zwei oder drei Angriffe, bis sie das Spiel wieder ausgeglichen oder gedreht hatten.

Schlussendlich erspielten sie sich verdientermaßen eine 3-0 Führung und zeigten auch während des Spiels, dass sie sich insgesamt weder von Schiedsrichterentscheidungen noch anderen Dingen, aus dem Konzept bringen ließen. Dazu bleibt die große Offensivgefahr von Durant, Curry und Thompson und eine Defensive, die James und Irving, nur dank ihrer überragenden individuellen Klasse in Verlegenheit bringen konnte.

Am Ende scheint es kaum denkbar, dass die Cavs diese Serie gewinnen, doch ein Erfolg in Spiel 4 wäre für den amtierenden Meister zumindest noch eine Rettung der Ehre. Andererseits haben die Warriors die Chance das erste Team zu werden, welches die Playoffs ohne Niederlage übersteht. Eine 16-0 Bilanz ist ein Anreiz und bedenkt man, dass sich die Warriors auch in Spiel 3 wieder 18 Ballverluste erlaubten, Green Foulprobleme hatte und Curry nur 8 seiner 19 Würfe traf, so bleibt erneut Luft nach oben, was die Aussicht für die Cavs nur noch schlechter werden lässt.

Dementsprechend denke ich, dass Golden State die Serie mit 4-0 gewinnen wird. Damit soll nicht die Klasse der Cavs untergraben werden, doch so wie die Warriors derzeit spielen, muss nicht nur alles perfekt für die Cavs laufen, denn gleichzeitig müssen auch die Warriors einen schwachen Tag erwischen, doch solche scheint es derzeit nicht zu geben. Die Warriors gewinnen also auch Spiel 4 und tragen sich mit der perfekten Meisterschaft in die Geschichtsbücher ein, denn selbst ein LeBron James kann gegen so ein Team nichts ausrichten.

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