• Spiel 1: GSW – CLE 113-91
  • Spiel 2: GSW – CLE 132-113
  • Stand: 2-0 Golden State Warriors

Ähnlich wie im letzten Jahr konnten die Golden State Warriors auch das zweite Spiel gegen die Cleveland Cavaliers deutlich gewinnen und sich so eine 2-0 Führung in der Serie erspielen. Kevin Durant war dabei mit  33 Punkten, 13 Rebounds, 6 Assists, 3 Steals und 5 Blocks einmal mehr überragend auf Seiten von Golden State. Doch genauso stark präsentierte sich Steph Curry, der mit 32 Punkten, 10 Rebounds und 11 Assists ein Triple Double erzielte. Auf Seiten der Cavs konnte LeBron James ebenfalls mit einem Triple Double überzeugen (29 Punkte, 11 Rebounds, 14 Assists), Kevin Love war mit 27 Punkten und 7 Rebounds auch stark. Kyrie Irving blieb heute eher blass und konnte mit 19 Punkten nicht ganz seine Leistung abrufen.

Nachdem die Cavs bereits im ersten Spiel einen soliden Start in die Partie erwischten, kamen sie in Duell Nummer 2 noch besser in die Partie. Vor allem Kevin Love traf aus allen Lagen und brachte seine Mannschaft früh mit 11-6 in Führung. Die Antwort der Warriors ließ jedoch nicht lange auf sich warten und schnell war der Rückstand egalisiert. Immer wieder schickten die Cavs dabei Steph Curry an die Linie, wo er einige seiner 15 Punkte im ersten Viertel sammeln konnte. Doch auch Durant und Co. kamen mit der Zeit besser in die Partie, sodass die Heimmannschaft zum Ende des 1. Viertels mit 40-34 in Führung lag.

In der ersten Viertelpause sprach Steve Kerr dann zu seinem Team. Er feierte heute sein Comeback an der Seitenlinie, nachdem er in den vergangenen Wochen nur im Hintergrund agieren konnte. Erwartungsgemäß fand er die richtigen Worte und die zweite Fünf setzte seine Vorgaben hervorragend um. Schnell wuchs der Vorsprung an und die Warriors führten mit 50-38. In der Folgezeit nahmen die Cavs den Kampf aber an, zwangen die Warriors zu Fehlwürfen und Ballverlusten, sodass das Spiel in Viertel Nummer 2 ausgeglichen blieb. 67-64 lautete der Spielstand am Ende der ersten Halbzeit und obwohl die Warriors heute gut trafen, waren die Cavs noch im Spiel.

Der Grund dafür war wie angemerkt schnell aufgedeckt, schenkte Golden State den Ball zu oft her. Allein Curry hatte in Halbzeit 1 sechs Ballverluste, zwei mehr als das gesamte Team in Spiel 1. Dementsprechend war jedoch klar, dass die zweite Hälfte konzentrierter gespielt werden muss, da vor allem LeBron James von den vielen Ballverlusten profitierte. Er zog immer wieder zum Korb und suchte sein Glück am Ring. Im Stile eines Top-Teams kam Golden State jedoch hochkonzentriert aus der Pause. Zunächst verkürzten die Cavs zwar nochmal auf einen Punkt Rückstand (68-69), doch keine zwei Minuten später führten die Warriors wieder mit zehn Punkten (83-73). Die Cavs stemmten sich nun gegen die drohende Niederlage, doch als James eine Minute vor dem Ende des Viertels ausgewechselte wurde, war ihm die Erschöpfung anzusehen und verkürzt werden konnte der Rückstand auch nicht.

Das hohe Tempo der Warriors machte auch den anderen Cavs-Spielern zu schaffen, trotzdem war der 14 Punkte Rückstand zu Beginn des letzten Viertels nicht uneinholbar. Doch immer wenn man dachte, dass für die Cavs noch etwas ging, hatten Curry, Durant oder Thompson, der heute mit erneut starker Verteidigung und 22 Punkten ebenfalls ein gutes Spiel machte, die richtige Antwort parat. Am Ende konnte Golden State den Vorsprung noch weiter ausbauen uns das Spiel mit 132-113 für sich entscheiden.

Spiel 3 Cavaliers – Golden State

Entschieden ist nach den beiden Siegen der Warriors natürlich noch nichts, doch vergleichbar mit dem letzten Jahr ist die aktuelle Situation auch nicht wirklich. Kevin Love, Kyrie Irving und LeBron erzielten in Spiel 2 im Jahr 2016 gemeinsam nur 34 Punkte, während sie in diesem Jahr gemeinsam auf 75 Punkte kamen. Dementsprechend war letztes Jahr zu erwarten, dass die Top-Stars sich anders präsentieren werden. In diesem Jahr sind es aber vor allem die Rollenspieler der Cavs, die in den Finals nicht zu Recht kommen. Deron Williams konnte Dellavedova bisher nicht ersetzen,  JR Smith ist weit von der Form des letzten Jahres entfernt und auch andere wichtige Rollenspieler wie Korver, Shumpert, Frye, Jefferson oder Thompson kommen überhaupt nicht zum Zug.

Vor allem das hohe Tempo und die harte Gangart des jüngeren Warriors-Teams scheint Früchte zu tragen, so dass auch James in den ersten Spielen einen teilweise erschöpften Eindruck machte. Auch in Spiel 2 konnte er in der zweiten Hälfte nicht ganz so stark agieren wie noch in Halbzeit 1. Dazu kommt, dass Golden State wirklich gut drauf ist und vor allem Kevin Durant die Serie entscheidend beeinflusst. Bereits nach zwei Partien hat er die Statistiken von Harrison Barnes aus dem letzten Jahr übertrumpfen können. Dazu haben die Cavs defensiv große Probleme gegen Durant, der immer wieder Missmatches ausnutzt und scheinbar nach Belieben punktet.

Doch fast noch wichtiger als Durants Offensive ist seine Arbeit in der Defensive. Egal ob gegen Irving, Love, James oder andere Spieler, Durant scheint defensiv immer eine Chance zu haben und die vielen Steals und Blocks belegen dies auch statistisch. Ähnliches gilt für Klay Thompson, der offensiv zwar noch nicht ganz so stark in Erscheinung trat, dafür aber defensiv voll auf der Höhe ist. Dazu scheint auch der Kopf des Teams, Steph Curry in herausragender Verfassung. Letztes Jahr hatte er noch Probleme an Spielern wie Jefferson, Thompson oder Love vorbeizukommen, in diesem spielt er sie schwindelige und ließ auch Irving oder James alt aussehen. Ein Beleg sind seine Statistiken, sind diese mit 30 Punkten, 8 Rebounds und 11,5 Assists pro Spiel in den Finals bisher überragend.

Zu guter Letzt muss man resümieren, dass die Cavs Spiel 2 mit 19 Punkten Unterschied verloren, obwohl sich die Warriors 20 Ballverluste erlaubten (die Cavs nur 9). Zudem erzielte Cleveland ordentliche 113 Punkte, doch derzeit scheint es schwer vorstellbar, dass die Cavs irgendwie einen Schalter umlegen können um die Serie zu drehen. Immerhin spielen sie in Spiel 3 nun zu Hause und obwohl man James keinen Vorwurf machen kann, wartet man noch immer auf sein erstes 30 Punkte-Spiel in den Finals. Auch die erfahrenen Rollenspieler können und müssen besser spielen. Da die Cavs der amtierende Meister sind und man sie nie unterschätzen darf, denke ich, dass sie ihr Spiel im dritten Duell nochmal steigern können. Einen Tipp würde ich nach den ersten beiden Spielen aber nicht empfehlen. Spielerisch gibt es nämlich keine Anhaltspunkte, die einen Tipp auf die Cavs zulassen.

Auch wenn ein Sweep auch jetzt noch undenkbar scheint, trat Golden State so überzeugend auf, dass ich denke, dass sie auch Spiel 3 gewinnen. Denn ihr Limit hatten sie weder in Spiel 1, noch in Spiel 2 erreicht. Sollten Die Cavs das Spiel dennoch spannend machen, spricht im Zweifel sogar der Spread für Golden State.

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