Spielstätte: Quick Loans Arena, Cleveland

Serie: 2-0, (G1 97:89, G2 94:82)

Nahezu problemlos erspielten sich die Cleveland Cavaliers eine 2:0-Führung in den Conference Finals im Osten. Die Cavs überzeugen dabei mit guter Defense und einer simplen Offense, die dank King James jedoch grandios effizient ist. Dem hatten die Atlanta Hawks bislang nur herzlich wenig entgegenzusetzen. Neben dem Ausfall zweier Leistungsträger sind vor allem die enttäuschenden Leistungen der All Stars der Grund für die Misere. Wenn die Falken das Ruder noch Rumreißen wollen, ist ein Sieg in Spiel drei Pflicht.

 Cleveland Cavaliers

Regular Season: 53 Siege, 29 Niederlagen

Playoffs: 4-0 vs. Bosten Celtics (1st Round), 4-2 vs. Chicago Bulls (2nd Round)

Stats Leaders: LeBron James 27.2 PPG, Tristan Thompson 10.0 RPG, LeBron James 8.0 APG

Es muss frustrierend sein für die Hawks. Die Offense der Cleveland Cavaliers ist so erschreckend simpel – und dennoch kaum zu verteidigen. Im Angriff setzt das Team aus Ohio überwiegend, fast ausschließlich auf Isolation Plays. Wenn man Spieler wie LeBron James, Kyrie Irving oder einen (kontrollierten) J.R. Smith in seinen Reihen hat, kann man damit sehr erfolgreich sein. Vor allem der King ist im 1-gg-1 einfach nicht zu stoppen. James nutzt in den diesjährigen Playoffs gut ein Drittel seiner Possesions für die Isolation, aus der heraus er entweder spielend leicht scort oder für seine Mitspieler kreiert. Auch in Spiel zwei der Ost-Finals war er mit 30 Punkten, 9 Rebounds und 11 Assists mal wieder der Mann des Abends.

Es ist fast schon erschreckend zu sehen, wie unbeeindruckt die Cavs von ihrer Verletztenmisere sind. Neben Anderson Varejao und Kevin Love setzte in Spiel zwei auch noch Superstar Kyrie Irving aus. Doch solange LeBron derart dominant spielt, könnte man ihm gefühlt auch einfach vier Balljungen an die Seite stellen und Cleveland würde gewinnen.

Zugegeben, so ganz stimmt das nicht. Denn im Schatten des Königs taten sich ein Spieler hervor, der ebenfalls einen großen Einfluss auf den Teamerfolg hat: Tristan Thompson. Der Power Forward rutschte mit Kevin Loves Ausfalls in die Starting Five und verbesserte die Cavs-Defense eklatant. Thompson ist der Hauptgrund dafür, dass weder Pau Gasol in Runde zwei noch Paul Millsap in den Semi-Finals auch nur ansatzweise ein Bein auf den Boden bekamen. Neben seiner Defense sind es jedoch vor allem die Rebounds, die für die Cavaliers gold wert sind.

Zusammen mit Timothey Mozgov zerstörte Thompson bislang die Bigs der Hawks. Die beiden sind der Hauptgrund dafür, dass die Cavs unglaubliche 27,5% ihrer eigenen Fehlwürfe wieder einsammeln (NBA-Spitzenwert). Second-Chance-Points sind die häufige Folge.

Insgesamt sind die Cavaliers trotz personeller Engpässe verdammt gut unterwegs und steuern geradewegs auf die NBA-Finals zu. Das System steht und fällt mit LeBron James, aber solange der King (unmenschliche) Leistung bringt, sind sie nur schwer zu schlagen.

Atlanta Hawks

Regular Season: 60 Siege, 22 Niederlagen

Playoffs: 4-2 vs. Brooklyn Nets (1st Round), 4-2 vs. Washington Wizards (2nd Round)

Stats Leaders: Jeff Teague 15.9 PPG, Al Hordford 9.2 RPG, Jeff Teague 7.1 APG

Es wird nicht einfacher für die Hawks. Nach der Niederlage in Spiel zwei steht das Team mehr oder weniger mit dem Rücken zur Wand und muss nun zusehen, dass die Conference Finals nicht schon nach vier Spielen ein jähes Ende nehmen.

Das Problem der Hawks ist – wie schon während der gesamten Playoffs – dass der Teambasketball, der die Mannschaft so erfolgreich machte, in den zähen Serien der K.O.-Phase einfach nicht so richtig funktionieren will. Die Gegner stellen sich immer besser auf die methodischen Lauf- und Passwege ein, sodass es für die Hawks wesentlich schwieriger geworden ist, den offenen Wurf zu kreieren. Und wenn der dann mal gefunden ist, fehlt schlichtweg die Kaltschnäuzigkeit. 42,5% Field Goal Percentage gegen die Cavs sind einfach zu wenig, um in die NBA-Finals einzuziehen.

Wenn das Prinzip Teambasketball nicht richtig aufgeht, müssten eigentlich die Stars übernehmen. Vor allem die Big Men Al Horford und Paul Millsap, beide All Stars (!), kommen mit der rauen Defense der Cavaliers überhaupt nicht zurecht. Sowohl in Sachen Scoring als auch in Sachen Rebounding ließen sich die Bigs bisher komplett abkochen von Tristan Thompson und Timothey Mozgov. So erzielte Millsap in Spiel zwei mickrige vier Punkte – in 27 Minuten.

Der einzige, der bislang unbeeindruckt seinen Stiefel runterspielt, ist Dennis Schröder. Der Deutsche spielt nicht überragend, aber passabel und wirkt wesentlich selbstbewusster als die meisten seiner Kollegen. Nun könnte er noch mehr ins Blickfeld rücken. Da sich Kyle Korver in Spiel zwei am Knöchel verletzte und eventuell sogar operiert werden muss, wird sein Platz in der Starting Five frei. Vieles spricht dafür, dass Schröder den vakanten Spot einnimmt. Wirklich kompensieren kann er den Scharfschützen jedoch nicht. Selbst außer Form war Korver enorm wichtig für das Spacing der Hawks, da er seinen Verteidigung bis hinter die Dreierlinie hinaus bindet. Als wäre sein Ausfall nicht schon schlimm genug, musste in Spiel zwei auch noch Al Horford verletzt runter. Der Center bekam jedoch inzwischen das Okay der Ärzte für Game 3.

Insgesamt steckt Atlanta in einer verdammt schwierigen und verzwickten Situation. Bislang schafften sie es nicht, der Dominanz von LeBron James etwas entgegenzusetzen. Dabei ist genug spielerisches Potential vorhanden. Teague, Horford und Millsap müssen es jedoch auch abrufen.

Tipp

14 Mal lag LeBron James in einer Playoffserie mit 2:0 vorne. 14 Mal erreichte sein Team die nächste Runde. Die Hawks dagegen konnten in ihrer Playoff-Geschichte noch keine Serie nach 0:2-Rückstand drehen. Rein statistisch und historisch scheint der Finalseinzug der Cavaliers also mehr oder weniger sicher.

Zunächst geht es jedoch um das vorentscheidende Spiel drei. Die Maßregel ist einfach: Solange LeBron James keinen gebrauchten Tag erwischt, werden die Cavaliers mit großer Sicherheit als Sieger vom Platz gehen. Dann nämlich genügt der Support von Smith, Thompson & Co., um mit 3:0 in Führung zu gehen. Die Hawks dagegen müssen auf ihre eigenen Stars hoffen, die bislang auf ganzer Linie enttäuschten. Zudem fällt mit Korver ein weiterer Schlüsselspieler aus. Um also zu gewinnen, müsste aus Hawks-Sicht eine ganze Menge zusammen kommen (LeBron schwach + eigene Stars stark + Ausfälle kompensieren). Insgesamt zu viele Variablen, um auf das Team von Dennis Schröder zu setzen.

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