Chile

Die letzten drei Ergebnisse: 3:0 n.E. vs. Portugal, 1:1 vs. Australien, 1:1 vs. Deutschland

Auch wenn das Halbfinale zwischen Portugal und Chile (bis zum Elfmeterschießen) eine knappe Angelegenheit war, geht der Sieg für die Südamerikaner unterm Strich völlig in Ordnung. Die von Arturo Vidal ins Feld geführte Truppe schnürte Portugals Offensivfraktion mehr oder minder durchgehend die Luft ab und isolierte das mehr als potente Dreigestirn aus Ronaldo, Nani und Quaresma bilderbuchartig.

Offensiv wiederum erspielte sich die Mannschaft die klar besseren Möglichkeiten, offenbarte jedoch wie schon gegen Deutschland Schwächen in der Chancenverwertung. Da zusätzlich auch noch eine Menge Pech dazukam, etwa beim doppelten Aluminiumtreffer Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit, sollte es bis zum Elfmeterschießen dauern, ehe die Chilenen sich für ihr engagiertes Auftreten belohnten. Dort allerdings deutlich.

Gleich drei Mal roch Claudio Bravo die richtige Ecke, tauchte ab, und bekam die mäßig getretenen portugiesischen Elfmeter zu fassen. Vidal, Sanchez und Arranguiz dagegen blieben eiskalt, und so genügten den Südamerikanern drei Anläufe vom Punkt, um den Finaleinzug klarzumachen. Die Frage nach dem Helden des Abends stellte sich logischerweise nicht.

Dennoch können die Chilenen nicht vollends zufrieden sein mit den vergangenen Leistungen. Denn nüchtern betrachtet gelang dem Copa-America-Sieger aus den vergangenen drei Partien kein Sieg nach regulärer Spielzeit. Auch gegen Deutschland nicht.

Aufstellung Chile

Juan Pizzi wird das bestmögliche Aufgebot ins Finale von Moskau schicken und der deutschen Elf eine der unangenehmsten Truppen entgegensenden, die auf einem Fußballfeld anzutreffen ist. Konkret sieht diese wie folgt aus:

Bravo – Isla, Beausejour, Medel, Jara – Vidal, Hernandez, Arranguiz, Diaz – Sanchez, Vargas

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2,30
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Deutschland

Die letzten drei Ergebnisse: 4:1 vs. Mexiko, 3:1 vs. Kamerun, 1:1 vs. Chile, 3:2 vs. Australien

Schon jetzt hat der Confed Cup einmal mehr gezeigt, dass der Weltmeister aus Deutschland ein absolutes Turnierteam ist. Die DFB-Elf schaffte es auch beim eher geächteten Testturnier vor der WM 2018, mit einem Mix aus individueller Klasse, mannschaftlicher Geschlossenheit und mentaler Stärke die maximal mögliche Anzahl an Spielen erreichen. Ob auch der maximale Erfolg herausspringen wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Da wäre zum Einen die Spielanlage. Natürlich merkt man der Mannschaft das Fehlen der Stammriege um Hummels, Kroos, Müller & Co. an, aber nichtsdestotrotz verfügt die Nationalelf über jede Menge spielerisches Potential – welches bislang nur teilweise ausgeschöpft wurde. Das Halbfinale gegen Mexiko ist hierfür das perfekte Beispiel.

Dort ließ die Mannschaft ihre Klasse immer wieder aufblitzen. Logisch, bei vier Treffern, die allesamt tadellos herausgespielt wurden. Das deutliche Ergebnis sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mannschaft stellenweise nur rund 30% Ballbesitz hatte und völlig untertauchte. Ähnliches war auch zuvor gegen Chile zu beobachten, als die Deutschen erst nach dem überraschenden Ausgleichtreffer von Stindl wirklich am Spiel teilnehmen. Ein zweites Mal wird man sich derartie Passivitäten nicht erlauben können.

Zum anderen wäre da die mentale Komponente. Diesbezüglich erwiesen sich die Weltmeister bislang einmal mehr als titelreif. Sei es gegen Australien, als auch zwei individuelle Patzer von Bernd Leno nicht ausreichten, um das Team zu brechen. Sei es gegen Chile, wo sich die Mannschaft selbst aus der eigenen Lethargie riss. Oder eben gegen Mexiko, wo insbesondere vor dem Tor eine Entschlossenheit zu beobachten war, die einfach nicht zu verteidigen ist. Kombinieren Jogi Löws Mannen diese mentale Reife mit ihrem spielerischen Potential und läuferischem Elan, ist der Turniersieg drin.

Aufstellung Deutschland

Jogi Löw tobte sich aufstellungstechnisch ordentlich aus und steht nun vor der Qual der Wahl. Denn abgesehen von Bernd Leno wusste gewissermaßen jeder eingesetzte Akteur auch zu überzeugen. Fürs Finale dürfte der Bundestrainer jedoch vor allem auf Erfahrung setzen. Und natürlich auf die neuen Shootingstars:

Ter Stegen – Hector, Mustafi, Rüdiger, Kimmich – Draxler, Goretzka, Can, Brandt, Younes – Werner

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3,00
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Interessante Quoten & Tipp

Anders als noch in der Gruppenphase sehen die Wettanbieter im Finale Deutschland als favorisiert an. Eine Entwicklung, die angesichts der jüngsten Ergebnisse durchaus nachvollziehbar erscheint. So kommt die DFB-Elf etwa bei WilliamHill auf 2,30, während die Chilenen bei 3,00 liegen.

Wer sich abseits der Siegwette verausgaben will, dem sei der Zeitpunkt des ersten Treffers ans Herz gelegt. In den Partien mit deutscher oder chilenischer Beteiligung fiel die große der Mehrheit der Tore nach der 30. Minute (über 80%). Da die Mannschaften im Finale sicher nicht im Hurrastil auftreten, sondern zunächst auf Sicherheit bedacht sein werden, dürfte das Endspiel hinsichtlich dieser Statistik nicht aus dem Rahmen fallen.

Daher der Tipp: 1. Tor nach der 30. Minute – Quote 2,10 bei WilliamHill.com

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2,10
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