Ende November setzten sich beim ersten Aufeinandertreffen dieser beiden Teams, die Chicago Bulls mit 105-89 gegen die Philadelphia 76ers durch. Heute kommt es zum zweiten Aufeinandertreffen und auch wenn beide seit ihrem letzten Duell jeweils 13 Spiele gewinnen konnte (während dessen verlor Philly 16 und die Bulls 18 Spiele), könnten die jeweiligen Voraussetzungen unterschiedlicher kaum sein.

Chicago Bulls

So ist bei den Bulls derzeit das Chaos ausgebrochen und keiner weiß derzeit genau in welche Richtung es für die Bulls geht. Die Ergebnisse sind zwar nicht ganz so schlecht wie man erwarten könnte, doch das vor allem die erfahrenen Spieler Dinge tun, die man so vielleicht nicht erwartet hätte, ist wohl der eindeutigste Beleg dafür, dass bei Chicago etwas nicht stimmt.

Die Posse um Rondo ist dabei sogar nur ein kleiner Teil der Bulls-Probleme. So wurde Rondo auf Grund schlechter Leistungen auf die Bank beordert oder wurde gar nicht eingesetzt. Rondo selbst hatte dafür natürlich wenig Verständnis und äußerte dies auch gegenüber den Medien. Doch auch seine Degradierung brachte nichts und die Bulls verloren weiter. Daraufhin dachten sich Dwyane Wade und Jimmy Butler einfach mal, das komplette Team und die Einstellung zu kritisieren.

Es könne nicht sein, dass ein alternder, championship-erfahrener Wade genervter über eine Niederlage sei, als Spieler die jung sind und noch nichts erreicht haben. Zudem forderte er, genau wie Butler, mehr Einsatz und Wille von seinen Mitspielern. Rondo ließ es sich anschließend nicht nehmen, die Beiden öffentlich zu kritisieren, dass „seine“ Veteranen, so etwas früher nie über die Medien gesagt hätten. Auch Coach Hoiberg nahm die Kommentare nicht unberührt auf und beorderte Wade und Butler als Bestrafung im letzten Spiel auf die Bank.

Chicago verlor das Spiel mit 88-100 gegen die Miami Heat und vor allem Butler war mit 1-13 aus dem Feld nicht auf der Höhe und enttäuschte. Butler nahm die Schuld immerhin auf sich und sagte er käme zurück. Hoiberg meinte nach dem Spiel, es wäre zuvor ein emotionaler Tag gewesen und man hätte das schwächste Spiel der Saison gesehen. Es war die 2. Pleite in Folge und die vierte in den letzten sechs Spielen – gute Aussichten sehen also sicher anders aus. Zudem könnte sich früher oder später die Frage aufdrängen, ob der junge Hoiberg wirklich der richtige Mann für den nicht ganz einfachen Job in Chicago ist.

Philadelphia 76ers

Die Philadelphia 76ers verloren auf der anderen Seite ebenfalls ihr letztes Spiel. Mit 118-123 mussten sie sich den Houston Rockets geschlagen geben, bei denen James Harden mal wieder Geschichte schrieb und mit 51 Punkten, 13 Rebounds und 13 Assists als erster Spieler zwei 50 Punkte-Triple Doubles erzielte. Doch die Sixers hielten lange mit, gaben sich niemals auf und machten das Spiel spannend.

Mann des Spiels war neben Harden auf Seiten der Rockets, einmal mehr Joel Embiid. Nachdem sich der Center gegen die Blazers verletzte, kehrte er nach drei Spielen Pause zurück und sorgte für eine Menge Highlight-Plays. Am Ende kam er auf 32 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists, 2 Blocks und 3 Steals in gerade einmal 28 Minuten. Als Team leisteten sich die Sixers allerdings 22 Ballverluste, sodass auch Embiids Leistung die gute Team-Quote von 53,8% nicht ausreichte um das Spiel zu gewinnen.

Die Entwicklung der Sixers ist jedoch beeindruckend. Im Januar gehören sie zu den besten Teams der Liga, da sie 10 der letzten 14 Spiele gewinnen konnten. Gegen die Rockets war phasenweise jedoch zu erkennen, dass immer noch ärgerliche Fehler gemacht werden, die allerdings auch auf Unerfahrenheit zurückzuführen sind. Zeit und Erfahrung werden dabei helfen und bedenkt man, dass Ben Simmons demnächst sein Debüt gibt, sind die Aussichten für die Sixers wirklich hervorragend.

Tipp

Die Statistiken und Zahlenwerte mögen gegen die 76ers sprechen, doch sie machen auf dem Feld derzeit einen ganz anderen Eindruck als die Bulls. Kampfgeist, Siegeswille, Geschlossenheit und auch der Wille die Fehler der anderen auszubügeln sind erkennbar, während bei den Bulls häufig Frustration erkennbar ist. Die Sixers haben sich u.a. durch ihre Rookies Embiid und Saric zu einem ernstzunehmenden Team entwickelt, dass sich gegen kriselnde Bulls durchsetzen kann. Daher ist der Tipp auf die Sixers heute berechtigt, stehen ihre Chancen nach den letzten Spielen wirklich gut, auch wenn sie gegen Harden und die Rockets den Kürzeren zogen.

Tipp: +7 Philadelphia – 1,89 10bet.com (starke Quoten)

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Player to watch: Joel Embiid

Joel Embiid wäre von den Fans ins All-Star Game berufen worden, bekam allerdings nicht das Vertrauen der Coaches, die sich für den statistisch schwächeren Millsap und Andere entschieden. Eigentlich ein Witz, betrachtet man die Leistungen Embiids. Auch beim letzten Spiel gegen die Rockets überragte er, eröffnete das Spiel mit einem krachenden Dunk über Nene und sorgte mit weiteren Highlights (Block gegen Harden, Punkten in Folge zu kleinen Läufen) und einer unfassbaren Präsenz dafür, dass selbst Harden lobende Worte für ihn fand und meinte er sei ein Problem als Gegner und hätte eine große Zukunft vor sich. Dies wird Embiid heute bestätigen und seinen Schnitt mit 20 Punkten problemlos erreichen.

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