• Spiel 1: BOS – CHI 102-106
  • Spiel 2: BOS – CHI 97-111
  • Stand: 2-0 Chicago Bulls

Was für eine Überraschung! Die Chicago Bulls sorgten mit ihrem 111-97 Sieg in Spiel 2 gegen die Boston Celtics für ein unerwartetes Ergebnis und konnten sich mit zwei Auswärtssiegen in eine herausragende Position für die verbleibenden Spiele bringen. Die Starting Five der Bulls überzeugte auf ganzer Linie, während die Celtics blass blieben und letztlich Kampf und Wille vermissen ließen.

Dabei startete das Spiel zunächst besser für Boston, zeigten sie sich aggressiv am Brett und führten mit 7-0. Dann kamen die Bulls aber besser ins Spiel und ein 20-4 Lauf sollte das Spiel drehen. Von nun an war Chicago am Drücker und die Celtics hatten Probleme das Tempo mitzugehen. Zwar blieben sie in Schlagdistanz und übernahmen in Viertel Nummer 2 sogar nochmal die Führung, doch zum Ende der ersten Halbzeit konnten die Bulls die Führung nochmal auf 8 Punkte ausbauen.

Im dritten Viertel konnte das Heimteam von Brad Stevens dann erneut ausgleichen, doch Rondo, Butler und Wade waren heute zu stark und erspielten sich schnell einen Vorsprung. Das Publikum wurde unruhig und am Ende vom Team enttäuscht. Ein Aufbäumen blieb nämlich aus und die Bulls konnten das Spiel nach Hause bringen.

Rajon Rondo war dabei mit 11 Punkten, 9 Rebounds und 14 Assists der vielseitigste Mann und konnte seine Mitspieler hervorragend in Szene setzen. Butler und Wade überzeugten mit je 22 Punkten und auch Mirotic (13 Punkte) und Lopez (19 Punkte) waren für die starke Leistung der Starting Five verantwortlich.

Bobby Portis, der in Spiel 1 noch von der Bank brillierte, kam heute nur auf drei Punkte, doch dafür spielte sich der deutsche Rookie Paul Zipser in den Vordergrund und konnte offensiv mit 16 Punkten überzeugen. Die ausgeglichene Teamleistung sprach also klar für die Bulls, denen man solche Leistungen nach der schwachen regulären Saison nicht zugetraut hätte. Doch mit Wade und Rondo hat man Meisterschafts-erfahrene Spieler und auch Butler und Co. zeigten bereits, dass sie wenn es ernst wird, einen Gang hoch schalten können.

Die Celtics, die eigentlich auch schon Erfahrung haben und sich mit Horford nochmal verstärkten, ließen bisher die guten Leistungen vermissen und konnten nicht an den Erfolg der regulären Saison anknüpfen. Sicher, die Situation um Thomas und den Tod seiner Schwester war ein schwerer Schlag, doch trotzdem muss man mehr von der Mannschaft von Brad Stevens erwarten können.

Reboundschwach, ideen- und willenlos und ohne Kampfgeist waren die Niederlagen verdient und warfen Fragen nach der tatsächlichen Leistungsfähigkeit des Celtics-Kaders auf. Rajon Rondo sagte zudem wohl während des Spiels schon, dass sich die Celtics aufgegeben hätten. Ein Verhalten, dass man eigentlich nicht von den Celtics kennt. Von Boston muss also dringend mehr kommen, vor allem da die nächsten beiden Spiele in Chicago stattfinden.

Aussicht Spiel 3

Isaiah Thomas reiste nach der Pleite in Spiel 2 zu seiner Familie um den Tod seiner Schwester zu betrauern. Der Rest seines Teams wird weiter an daran arbeiten die Fehler abzustellen um in Spiel 3 eine bessere Chance zu haben. Thomas wird für Spiel 3 zurückerwartet.

Der Heimvorteil ist weg und so sind die Celtics dazu gezwungen, mindestens ein Spiel in Chicago zu gewinnen um nochmal nach Hause zu dürfen. Einfach wird es aber nicht, gewannen die Celtics das letzte mal im Jahr 2014 in Chicago. Zudem waren auch die Leistungen in den ersten beiden Spielen nicht besonders stark, sodass die Ausgangslage vor der heutigen Partie nicht einfach ist.

Ein weiteres Problem erschuf Marcus Smart, als er während des zweiten Spiels den Mittelfinger Richtung Fans zeigte. Ein Verhalten, dass Coach Stevens nicht gut heißen konnte, katastrophal für die Playoffs ist und zu dem verkorksten Start in die Playoffs passt.

Die Celtics haben also mehrere Probleme, müssen sie jedoch vor allem besser rebounden und Alternativen zu Isaiah Thomas finden. Was in der regulären Saison noch problemlos klappte (Thomas Hero-Ball im letzten Viertel), ist in den Playoffs nicht mehr so einfach und wenn Bradley, Horford, Smart und Co. nicht besser spielen, könnte die Serie für Boston ganz schnell beendet sein.

Die Bulls haben derzeit nämlich einen Lauf und die Big Three (Rondo, Butler und Wade) zeigen plötzlich, warum man ihnen zumindest auf dem Papier eine Menge zutraute bzw. zutrauen kann. Für mich liegt der Vorteil heute daher klar bei den Bulls, machen sie einen fokussierten Eindruck und konnten sie die Probleme der regulären Saison ausblenden.

Auch wenn die Celtics den Sieg unbedingt brauchen, glaube ich nicht, dass sie es heute schaffen. Die Bulls sind zu Hause solide und die Celtics überragten in fremder Halle keineswegs. Zudem waren sie zu sehr von Thomas abhängig, sodass die Bulls auch in Spiel 3 als Sieger vom Feld gehen und damit weiter überraschen.

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