1. Bundesliga Tipps, Vorhersagen und Wetten 2019

Die deutsche Bundesliga ist inzwischen Vorbild für fast jede andere Liga der Welt was Zuschauerzahlen und Stimmung angeht. Gleiches gilt auch für alle Fans der Bundesliga Wetten. Viele Tore, viel Action und immer wieder große Überraschungen wie in dieser Saison der Fall von Wolfsburg oder eben die starke Form von Leipzig sorgen dafür, dass die Liga ständig interessant bleibt. Unsere Bundesliga Tipps und Prognosen von unseren Experten sowie die besten Wettquoten der verschiedenen Anbieter findet Ihr jederzeit aktuell auf dieser Seite. Wer einen Bonus zu bestimmten Spielen will, der findet immer wieder etwas bei den täglichen Bonusangeboten.

1. FC Union Berlin – VfB Stuttgart Tipp, Tendenz, Aufstellung & beste Quoten

1. FC Union Berlin

VfB Stuttgart

2019-05-27
20:30
Über 2,5 Tore
1.86

Ein 2:2 im Relegationshinspiel bringt ordentlich Pfeffer mit für das zweite Entscheidungsspiel am Montagabend um 20:30 Uhr an der alten Försterei zwischen Union Berlin und dem VfB Stuttgart. Hier unser Tipp!

VfB Stuttgart – 1. FC Union Berlin Tipp, Tendenz, Aufstellung & beste Quoten

VfB Stuttgart

1. FC Union Berlin

2019-05-23
20:30
Sieg VfB Stuttgart
1.87

In der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena treffen im Hinspiel der Bundesliga-Relegation am Donnerstagabend um 20:30 Uhr VfB Stuttgart und Union Berlin aufeinander. Hier unser Tipp!

Borussia Mönchengladbach – Borussia Dortmund Tipp, Tendenz, Aufstellung, Live Stream Info & beste Quoten

Borussia Mönchengladbach

Borussia Dortmund

2019-05-18
15:30
Sieg Borussia Dortmund
2.20

So spannend stellt sich der Fußballfan ein Saisonfinale vor. Die Gladbacher Fohlen empfangen am kommenden Samstagnachmittag im letzten Heimspiel der Saison im Borussen-Derby den BVB. Hier unser Tipp!

FC Bayern München – Eintracht Frankfurt Tipp, Tendenz, Aufstellung, Live Stream Info & beste Quoten

FC Bayern München

Eintracht Frankfurt

2019-05-18
15:30
Sieg FC Bayern München
1.29

Am kommenden Samstagnachmittag kommt es in der insgesamt 56. Bundesligasaison zum alles entscheidenden 34. Spieltag. Zum ersten Mal seit 10 Jahren wird die Vergabe der Meisterschale erst am letzten Spieltag entschieden. Hier unser Tipp!

FC Schalke 04 – VfB Stuttgart Tipp, Tendenz, Aufstellung, Live Stream Info & beste Quoten

FC Schalke 04

VfB Stuttgart

2019-05-18
15:30
Sieg FC Schalke 04
1.63

Neben den spannenden Entscheidungen um die Meisterschale und um den begehrten vierten Rang hat der letzte Spieltag leider auch drei Duelle zu bieten, in denen es nur noch um die sprichwörtliche „goldene Ananas“ geht. Hier unser Tipp!

SV Werder Bremen – RB Leipzig Tipp, Tendenz, Aufstellung, Live Stream Info & beste Quoten

SV Werder Bremen

RB Leipzig

2019-05-18
15:30
Sieg SV Werder Bremen
2.75

Der SV Werder Bremen empfängt am kommenden Samstagnachmittag zur letzten Bundesligarunde die roten Bullen aus Leipzig. Hier unser Tipp!

VfL Wolfsburg – FC Augsburg Tipp, Tendenz, Aufstellung, Live Stream Info & beste Quoten

VfL Wolfsburg

FC Augsburg

2019-05-18
15:30
Sieg VfL Wolfsburg
1.45

Der VfL Wolfsburg hat es in der eigenen Hand, ob sie in der kommenden Saison im internationalen Geschäft vertreten sind. Sie empfangen am letzten Spieltag die bereits fix geretteten Augsburger. Hier unser Tipp!

SC Freiburg – 1. FC Nürnberg Tipp, Tendenz, Aufstellung, Live Stream Info & beste Quoten

SC Freiburg

1. FC Nürnberg

2019-05-18
15:30
Sieg SC Freiburg
1.78

Im Duell um die goldene Ananas empfängt der bereits gesicherte SC Freiburg den Fixabsteiger 1. FC Nürnberg. Beide Mannschaften kamen am vergangenen Spieltag gehörig unter die Räder. Hier unser Tipp!

Rückblick auf die 56. Bundesliga-Spielzeit in Deutschland:

Die insgesamt 56. Bundesligaspielzeit ist vorbei. Erneut krönte sich der FC Bayern München zum Meister. Sieben Mal in Folge haben sie dieses Kunststück nun geschafft. Insgesamt war es der 29. Meistertitel für den FCB. Allerdings war es in der vergangenen Saison alles andere als ein Spaziergang.

Nach dem Abgang vom letzten Trainer Jupp Heynckes waren die Vereinsverantwortlichen der Bayern auf der Suche nach einem adäquaten neuen Coach. Die Suche dauerte nicht lange, denn Wunschkandidaten wie Thomas Tuchel oder Jürgen Klopp waren nicht zu bekommen. Also blieb im Endeffekt nur Niko Kovac übrig, der mit seinem Ex-Verein Eintracht Frankfurt im vergangenen Jahr den Pokal holte und die SGE zu einer beachtlichen Truppe formte. Von Beginn an stand dieser aber in der Kritik. Er habe nie den richtigen Draht zur Kabine gefunden und sei respektlos mit Weltstars wie James Rodriguez umgegangen. Auch seine harten Trainingseinheiten wurden ihm vorgeworfen. Bis zur Winterpause lagen die Münchner mit sechs Punkten und acht Toren Differenz abgeschlagen hinter dem Erzrivalen Borussia Dortmund. Dennoch spuckten sie laute Töne und kündigten eine Aufholjagd an, die spannender nicht hätte sein können.

Am Ende wurde es die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte. Aber der Kampf um die Meisterschale wurde erst am letzten Spieltag entschieden. Neben der Meisterschaft holten die Kovac Mannen auch noch den DFB Pokal. Im Endspiel ließen sie dem Finaldebütanten RB Leipzig keine Chance und besiegten sie mit 3:0. Der einzige Wermutstropfen, den die Münchner zu beklagen hatten, war mal wieder die Champions League. Dort schieden die Bayern bereits im Achtelfinale gegen den FC Liverpool aus, die ihrerseits bis ins Finale vordringen konnten.

Alle Bundesligateams 2018/19 mit ihren Stadien

Hier eine interaktive Karte mit den Stadien aller Bundesligateams, wenn man mit dem Mauszeiger über die Vereine fährt, werden Infos zu den Stadien und der Zuschauerkapazität angezeigt. Wir haben auch eine Europakarte mit allen Teams aus den europäischen Ligen, diese findet ihr hier.

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Die internationalen Plätze – Champions League

Auch der Kampf um die internationalen Ränge blieb bis zuletzt hochdramatisch und der Spitzenplatz der Bundesliga Tabelle wurde ebenfalls erst am letzten Spieltag entschieden.

Neben dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund schaffte es auch RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen sich für das Konzert der ganz großen Clubs zu qualifizieren.

Der BVB ging in diesem Jahr erneut leer aus was Titel betrifft. Sie befinden sich aber im Umbruch und dürfen trotzdem auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Um ein Haar wären sie deutscher Meister geworden aber der Erzrivale FC Bayern München machte ihnen noch einen Strich durch die Rechnung. Im DFB Pokal sind sie im Viertelfinale vor heimischer Kulisse extrem unglücklich aber nicht unverdient im Elfmeterschießen gegen den SV Werder Bremen ausgeschieden. In der Champions League war wie beim FCB ebenfalls im Achtelfinale Schluss. Sie hatten gegen Tottenham das Nachsehen. Die Londoner stehen wie der FC Liverpool im Endspiel der Champions League.

Die größte Überraschung in der vergangenen Saison lieferte der Drittplatzierte in der Endjahrestabelle, RB Leipzig. Weil sie vor Saisonbeginn keinen Trainer gefunden haben, der zu ihrem Team passte, übernahm kurzerhand der Sportliche Leiter Ralf Rangnick selbst. Er hat mit seinen Jungs eindrucksvoll und frühzeitig das Saisonziel Königsklasse eingetütet und auch bis zuletzt um die Meisterschale mitgespielt. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass am Ende doch 12 Punkte auf die Bayern gefehlt haben. Dennoch haben die Roten Bullen beachtliches geleistet. Sie haben sich selbst die Gegentore abgewöhnt. Nur 29 Gegentreffer haben sie hinnehmen müssen und insgesamt haben sie 16 Mal zu Null gespielt. Absoluter Ligahöchstwert! Außerdem haben die Sachsen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das Endspiel des DFB Pokals erreicht. Dort waren sie gegen den Sieger FC Bayern aber chancenlos und hatten mit 0:3 das Nachsehen. International war in der vergangenen Saison viel Luft nach oben. Bereits in der Gruppenphase der Euro League mussten sie die Segel streichen. Allerdings steht mit Julian Nagelsmann der absolute Wunschtrainer vor der Tür. Man darf gespannt sein, in wie weit er die tolle Saison noch „toppen“ kann.

Endlich, muss man fast sagen, hat sich auch Bayer 04 Leverkusen mal wieder für die Champions League qualifizieren können. Allerdings blicken sie auf eine Saison mit viel Höhen und Tiefen zurück und konnten auch erst am letzten Spieltag ihr Saisonziel klar machen. In der Winterpause kam es zu einem Trainerwechsel, den kaum jemand verstanden hat. Heiko Herrlich wurde durch den ehemaligen Borussia Dortmund Trainer Peter Bosz ersetzt. Sportchef Rudi Völler meinte, dass er einfach besser zum Spielstil seiner Mannschaft passen würde. Am Ende hatte er damit völlig Recht. Zudem kann sich die Werkself glücklich schätzen Spieler zu haben wie Julian Brandt oder Kai Havertz, die aus dem eigenen Stall zu Weltstars geworden sind. Allerdings wird Julian Brandt Leverkusen in Richtung Borussia Dortmund verlassen. Was mit Kai Havertz passiert, bleibt abzuwarten. Er dürfte aber auch nicht zu halten sein, denn seine Saison war überragend. Mit gerade mal 19 Jahren läuft er über den Platz, als hätte er bereits 500 Bundesligaspiele auf dem Buckel. In 40 Pflichtspielen kommt er auf sensationelle 20 Tore und drei Vorlagen. Der Nationalspieler zeichnete in der gesamten Spielzeit für neun Auftakttreffer verantwortlich, mehr als jeder andere Bundesliga-Akteur. Zurecht wird er als der nächste Topstar des deutschen Fußballs gefeiert.

Die internationalen Plätze – Europa League

Nach den Champions League Plätzen kommen bekannter Weise die Euro League Ränge. Für diese drei Plätze konnten sich Borussia Mönchengladbach, der VfL Wolfsburg und die Frankfurter Eintracht qualifizieren.

Den Gladbacher Fohlen fehlten am Ende nur drei Zähler zur Königsklasse. Unter der Regie von Trainer Dieter Hecking wurden sie in der Hinrunde zur absoluten Heimmacht. Im Borussen Park waren sie saisonübergreifend 12 Heimspiele in Folge ohne Punktverlust. Ausgerechnet im verflixten 13. Heimspiel gegen die alte Dame aus Berlin setzte es am 21. Spieltag völlig überraschend eine 0:3 Pleite. Genau nach dieser Partie begann der Bruch. Am Ende schafften sie es nicht sich für das Konzert der ganz großen zu qualifizieren. Zudem muss Dieter Hecking trotz vorzeitiger Vertragsverlängerung während der Saison seinen Hut nehmen. Für ihn wurde Marco Rose von RB Salzburg als neuer Trainer eingestellt.

Auf Platz sechs schaffte es der VfL Wolfsburg. Nach zwei vorhergegangenen Seuchen-Jahren, in denen sie nur knapp dem Abstieg entronnen sind, machten die Wölfe unter der Regie von Trainer Bruno Labbadia plötzlich wieder Spaß. Allerdings wurde auch Labbadia während der Saison schon freigestellt und wird zur neuen Saison durch den Österreicher Oliver Glasner ersetzt. Trotz vieler kleiner Probleme führte Bruno Labbadia völlig verdient den VfL Wolfsburg in das internationale Geschäft und wird seinerseits keine Probleme haben einen neuen Verein zu finden.

Hinter den Wölfen reiht sich Eintracht Frankfurt auf Platz sieben ein. Die SGE stellte nach dem Abgang von Niko Kovac Adi Hütter als neuen Coach vor. Der Österreicher wurde zu Beginn der Saison von allen noch belächelt und strafte am Ende alle Kritiker lügen. Natürlich hatten sie einen wenig erfolgreichen Start in die neue Spielzeit. Im DFL Supercup Finale wurden sie vom FCB mit 0:5 aus dem eigenen Station geschossen und auch im DFB Pokal schieden sie sang und klanglos in der ersten Runde aus. Was die Frankfurter allerdings danach auf den Rasen gezaubert haben, verschlug vielen teilweise die Sprache. Mit ihren tollen Fans im Rücken eroberten sie in der Euro League halb Europa und hatten erst im Halbfinale gegen den FC Chelsea im Rückspiel im Elfmeterschießen das Nachsehen. Gegen Ende der Saison merkte man der SGE die unglaublichen Strapazen der insgesamt 51 Pflichtspiele an. Es kann ihnen aber keiner verübeln, dass ihnen etwas die Luft ausgegangen ist. Die unglaubliche Saison krönten sie sich am letzten Spieltag selbst mit dem Erreichen der Euro League.

Das Niemandsland in der Tabelle

Von Rang acht bis 15 beginnt das Niemandsland der Tabelle. Knapp nicht für das internationale Geschäft hat sich der SV Werder Bremen qualifizieren können. Am Ende fehlte ein magerer Punkt zum Erreichen des Saisonzieles. Dennoch haben die Bremer unter der Führung von Trainer Florian Kohfeldt für den einen oder anderen Gänsehautmoment gesorgt. Allen voran „Oldie but Goldie“ Claudio Pizarro. Er sorgte im zarten Alter von 40 Jahren für extrem wichtige Tore und wird aller Voraussicht nach noch ein weiteres Jahr an seine unglaubliche Karriere anhängen.

Der neunte Platz geht an die TSG 1899 Hoffenheim. Sie haben sich ihre Saison selbst verpatzt. Nicht weniger als 13 Mal gaben die Sinsheimer nach Führung noch das Spiel aus der Hand. Zudem trafen sie insgesamt 26 Mal Aluminium. Absoluter Ligahöchstwert! Nach drei wundervollen Jahren verabschiedet sich der immer noch jüngste Trainer Julian Nagelsmann von der TSG. Er wird neuer Trainer bei RB Leipzig. Seine Nachfolge tritt Alfred Schreuder an. Er gilt bis Dato als völlig unbeschriebenes Blatt.

Wenn man von Überraschungsmannschaften in der vergangenen Saison spricht, darf die zehntplatzierte Fortuna Düsseldorf auf keinen Fall fehlen. Mit einer Leichtigkeit tüteten sie unter der Regie von Trainerfuchs Friedhelm Funkel trotz einer 1:4 Auswärtsniederlage beim FC Bayern München bereits am 29. Spieltag den Klassenerhalt ein. Es war laut eigenen Aussagen der größte Erfolg von Coach Funkel in seiner langen Laufbahn.

Für Hertha BSC Berlin reichte es mal wieder zu nicht mehr als Rang 11. Erneut hatten sie mit vielen Rückschlägen zu kämpfen. Gegen Ende der Saison wurde bekannt, dass Trainer Pal Dardai seinen Hut nehmen muss. Er bleibt dem Verein aber in einer anderen Funktion erhalten.

Auch dem 1. FSV Mainz 05 muss man ein Kompliment aussprechen. Sie belegen in der Endjahrestabelle den 12. Platz und dürfen sich freuen auch in der kommenden Saison erstklassig zu sein.

Dasselbe gilt für den SC Freiburg. Die Mannen um Erfolgstrainer Christian Streich wurden 13. in der Tabelle. Der absolute Ausbildungsverein verfügt über weitaus weniger finanzieller Mittel als der Rest der Liga. Zudem werden ihnen jedes Jahr die besten Spieler weggekauft, um überhaupt überleben zu können. Alleine diese Tatsache zeigt, was in der Bundesliga möglich ist, wenn man in Ruhe arbeiten kann.

Mit Sicherheit einer der schlechtesten Teams in der vergangenen Saison war der FC Schalke 04. Sie begannen die Spielzeit als Vizemeister und hatten von Beginn an mit sich selbst zu kämpfen. Viel zu spät wurde die Reißleine in Sachen Trainer gezogen. Domenico Tedesco hatte den Karren an die Wand gefahren. Interimistisch sprang der „Knurrer aus Kerkrade“ Huub Stevens ein. Außerdem musste auch Sportchef Christian Heidel seinen Hut nehmen. Die zusammengewürfelte Truppe funktionierte zu keiner Zeit der Saison. Neuer starker Mann an der Seitenlinie wird allerdings ein Toptrainer. David Wagner schaffte es mit Huddersfiel Town in die englische Premier League aufzusteigen und sich dort zu etablieren. Kein geringerer als Jürgen Klopp streute ihm im Vorfeld schon Rosen. Allerdings ist und bleibt der FC Schalke eine Schlangengrube und es bleibt abzuwarten, ob er die Knappen wieder an alte Erfolge heranführen wird können.

Auch der FC Augsburg kann auf eine wenig erfolgreiche Saison zurückblicken. Platz 15 reicht am Ende für den Klassenerhalt aber die Spielzeit hatte definitiv mehr Schatten als Licht vorzuweisen. Der langjährige Trainer Manuel Baum musste nach 85 Bundesligaspielen als Coach der Fuggerstädter am 9.4.2019 seinen Hut nehmen. Die Vereinsverantwortlichen mussten handeln und einen frischen Wind in die Truppe bringen. Mit Martin Schmidt ist ihnen das perfekt gelungen. Der Schweizer holte gleich aus seinen ersten zwei Spielen als Trainer des FCA sechs Punkte. Aus den restlichen verbleibenden vier Partien allerdings nur noch einen Zähler der im Endeffekt zum Halten der Klasse reichte. Ein fader Beigeschmack bleibt aber trotzdem, denn am letzten Spieltag ließen sich die lustlosen Kicker der Fuggerstädter gleich mit 8:1 vom VfL Wolfsburg abschießen.

Die Bundesliga Absteiger

Ein weiterer Kandidat der Marke Selbstzerfleischung innerhalb eines Vereins war in der vergangenen Spielzeit der VfB Stuttgart. Von Januar 2018 bis zum Ende der letzten Saison wechselten die Schwaben nicht weniger als fünf Mal den Trainer. Die Quittung dafür heißt Abstieg, denn sie konnten sich in den Relegationsspielen gegen Union Berlin nicht durchsetzen und müssen zum insgesamt dritten Mal den Gang in die zweite Liga antreten. Die katastrophale Spielzeit endet mit dem größtmöglichen Schaden und den haben selbst die eingefleischtesten Fans mit Anlauf von der Ferne gesehen. Ab dem 16. Spieltag standen die Stuttgarter immer auf dem Relegationsplatz. Dazu kommen viele Probleme innerhalb des Vereins, die auch nicht auf einen sofortigen Wiederaufstieg hoffen lassen. Eher sollten sich die Schwaben weiter nach unten orientieren.

Außerdem haben Hannover 96 und der 1. FC Nürnberg es nicht geschafft, die Klasse zu halten.

Für Hannover 96 gilt in Wahrheit das gleiche wie für den VfB Stuttgart. Magere fünf Saisonsiege waren am Ende natürlich viel zu wenig, um in Deutschlands höchster Spielklasse ein Wörtchen mitzureden. Außerdem haben sie sage und schreibe 71 Gegentreffer kassiert, was gleichbedeutend mit der Schießbude der Liga ist. Der Fisch fängt ja bekanntlich beim Kopf zu stinken an. Und wenn man einen Präsidenten wie Martin Kind hat, der sich an einem guten Tag auch mit dem lieben Gott anlegen würde, braucht man sich nicht wundern, wenn man sang und klanglos absteigt. Es bleibt den Niedersachsen zu wünschen, dass sie sich innerhalb des Vereins finden, sich in der zweiten Liga neu ausrichten und eventuell gestärkt zurück in die 1. Fußball Bundesliga kommen. Aber die Tatsache, dass sie Mirko Slomka als neuen Trainer vorgestellt haben zeigt, dass sie aus ihren Fehlern nichts gelernt haben und sich lieber weiter im Kreis drehen.

Beim Tabellenletzten 1. FC Nürnberg hatte man schon vor Beginn der Meisterschaft kein gutes Gefühl. Sie sind das Abenteuer Bundesliga komplett falsch angegangen. Nach dem Motto „Schauen wir mal, dann sehen wir schon“ kann man einfach nicht bestehen. Außerdem haben sie ebenfalls viel zu lange am Aufstiegstainer Köllner festgehalten. Er wurde viel zu spät durch Schommers ersetzt und dankte es den „Clubberern“ mit einer Klage, weil ihm seine Abfindung zu niedrig war. Lächerliche drei Mal konnten sie ein Spiel gewinnen und haben insgesamt nur 26 Tore erzielt. Robert Lewandowski kommt im Vergleich alleine in allen Pflichtspielen in der vergangenen Spielzeit auf 40 Treffer.

Insgesamt hätte sich kein Fußballfan eine spannendere 56. Bundesligasaison wünschen können. In wie weit es mit dem mehr als umstrittenen Video Assistenten weitergeht, muss abgewartet werden. Die Männer im Kölner Keller haben nicht nur einmal in der vergangenen Saison für absolutes Gelächter gesorgt. Zudem spaltet der VAR die gesamte Fußballnation. Es dauert einfach viel zu lange, bis der Schiedsrichter endlich eine Entscheidung treffen kann. Und seien wir uns ehrlich, wen interessiert es, wenn ein Traumtor fällt und es wieder aberkannt wird, weil man eine kalibrierte Linie setzen muss, die dann zeigt, dass es sich um einen Millimeter gehandelt hat.

 

Vorschau Deutsche Bundesligasaison 2019/2020:

Die Abstiegskandidaten:

Die vergangene Bundesligasaison dürfte nach dem Geschmack eines jeden Fußballfans gewesen sein. Speziell der Kampf um die Meisterschale und der um die internationalen Ränge gestaltete sich so spannend, wie seit mindestens 10 Jahren nicht mehr. Leider, aus Sicht der Fans, ist auch die Pause so lange wie selten zuvor. Erst am 16.8.19 eröffnet der erneute Deutsche Meister FC Bayern München gegen Hertha BSC Berlin die insgesamt 57. Spielzeit.

Es werden zur neuen Saison einige Änderungen im Reglement vorgenommen. Endlich wird es klare Richtlinien in Sachen Handspiel geben. Zum Beispiel soll ein Schiedsrichter pfeifen, wenn ein Spieler seine Körperfläche unnatürlich vergrößert oder die Hand bzw. den Arm in Schulterhöhe oder höher hat. Darüber hinaus wird es auch bei Standardsituationen künftig etwas anders aussehen. Bei einem Freistoß müssen gegnerische Spieler mindestens einen Meter Abstand zur Mauer halten, sofern diese mindestens von drei Spielern gebildet wird. Das wiederum wird definitiv zu mehr Freistoßtoren führen als zuvor. Ebenfalls neu wird sein, dass der siegreiche Kapitän der Platzwahl entweder Anstoß oder die Spielseite wählen darf.

Mit dem 1. FC Nürnberg und Hannover 96 hat es in der vergangenen Saison zwei Teams erwischt, mit denen man rechnen konnte, dass sie absteigen. Beide spielten eine unterirdische Saison und hatten dennoch bis kurz vor dem Ende der Meisterschaft eine kleine Chance, um doch noch die Klasse zu halten. Mit dem dritten Absteiger VfB Stuttgart hat es einen Traditionsverein erwischt. Sie konnten sich in der Relegation nicht gegen Union Berlin durchsetzen. Die „Eisernen“ schafften es zum ersten Mal überhaupt in die Bundesliga aufzusteigen und sind insgesamt der 56. Verein, der je in Deutschlands höchster Spielklasse mitreden darf.

Neben Union Berlin schaffte der 1. FC Köln den sofortigen Wiederaufstieg. Allerdings haben sie eine alles andere als souveräne Spielzeit hinter sich. Bis kurz vor dem Ende stand Markus Anfang als gebürtiger Kölner an der Kommandobrücke. Er wurde trotz Tabellenführung abgesägt. Man wollte einen neuen Impuls setzen, um den Aufstieg nicht zu gefährden. Am Ende schafften sie es und kein Hahn kräht mehr nach Anfang. Der dritte Aufsteiger im Bunde ist der SC Paderborn. Sie legten eine beachtliche Serie hin. Vor drei Jahren sind sie dem Abstieg in die Regionalliga nur deswegen entronnen, weil ein anderer Verein die Lizenz nicht bekommen hat, wurden prompt Meister und stiegen im darauffolgenden Jahr in die zweite Liga auf. Im vergangenen Jahr wurden sie zweiter der 2. Bundesliga und dürfen in der kommenden Saison im Geschäft der 18 besten Clubs Deutschlands mitmischen.

Wer es schwer haben wird in der neuen Saison:

Fortuna Düsseldorf:

Fortuna Düsseldorf wird bestimmt nicht mehr so eine Saison hinlegen können, wie in der vergangenen Spielzeit. Als Aufsteiger belegten sie am Ende den famosen 10. Tabellenplatz und hatten über die gesamte Saison nichts mit dem Abstieg zu tun. Trainerfuchs Friedhelm Funkel bezeichnete dies als seinen größten Erfolg in seiner langen Trainerkarriere. Man kann Funkel den tollen Erfolg fast zu 100% zuschreiben. Er ließ einen erfrischenden Offensivfußball spielen. Für die kommende Spielzeit wird er sich allerdings etwas Neues einfallen lassen müssen. Denn die großen Clubs werden gewarnt sein und nicht mehr auf die gefährlichen Konter reinfallen. Außerdem wird Dodi Lukebakio, der letztes Jahr das Um und Auf in der Mannschaft war, den Verein verlassen. Ihn zieht es zurück nach England zum FC Watford. Auch Benitio Raman hat Begehrlichkeiten geweckt. Viele Clubs sind interessiert an dem flinken und abschlussstarken Flügelspieler. Wer am Ende das Rennen machen wird ist unklar. Fest steht aber, dass er den Verein verlassen will.

Richtige Verstärkungen haben die Düsseldorfer bis dato noch nicht zu vermelden. Mit dem geringen Etat des Clubs wird es auch schwer Spieler zu bekommen, die ihnen sofort helfen können.

Coach Funkel bat seine Truppe bereits am 30.6.19 wieder zum Trainingsauftakt. Die Fortuna wird im Sommer gleich zwei Trainingslager bestreiten. Von 1. bis 8. Juli geht es nach Wiesensee und von 17. bis 26. Juli gastieren sie in Maria Alm (Österreich). In dieser Zeit werden sie vier Mal gegen unterklassige Teams testen.

Unterm Strich steht den Düsseldorfern eine extrem schwere Saison bevor. Es heißt ja, dass die zweite Saison nach dem Aufstieg die schwerste ist. Auch der oben genannte geringe Etat wird nicht reichen, um erneut die Großen zu ärgern.

SC Paderborn:

Das beschauliche 150.000 Einwohner Dörfchen Paderborn hat es zum insgesamt zweiten Mal in der Vereinsgeschichte geschafft, in die erste Bundesliga aufzusteigen. Nach dem Abstiegsjahr 2014 zeigte die Formkurve stark nach unten. Sie wurden beinahe in die Regionalliga durchgereicht. Mit der Installierung von Steffen Baumgart als neuen Trainer gingen die Vereinsverantwortlichen ein gewisses Risiko ein. Er trainierte zuvor nur unterklassige Teams, zahlte es aber dem Verein mit einem Punkteschnitt von 2,08 in 93 Spielen zurück. Paderborn stieg in die zweite Liga auf und schaffte im vergangenen Jahr den Durchmarsch in das Konzert der ganz Großen.

Nach dem Motto „Hurra, das ganze Dorf ist da“ werden die Paderborner jedes zweite Wochenende ein Volksfest in der Benteler-Arena veranstalten. Das Stadion fasst überschaubare 15.000 Plätze und ist mit Abstand das kleinste der Liga.

Auf dem Transfermarkt waren die „Zebras“ bis dato sehr emsig. Gleich neun neue Spieler haben sie geholt. Allerdings muss man ehrlich sagen, es handelt sich dabei um keine namhaften Profis. Man wird sehen, in wie weit diese Spieler dem Verein weiterhelfen werden.

Das Ziel des Vereines ist klar definiert. Sie wollen nicht nur ein Jahr in der Liga bleiben. Das ist das was niemand von ihnen erwartet. Vielleicht hat Coach Baumgart deshalb als erstes wieder das Training aufgenommen. Er startete mit seinen Jungs bereits am 27. Juni wieder. Bis dato ist kein Trainingslager bekannt. Getestet wird gleich sechs Mal.

  1. Juli beim VfB Salzkotten
  2. Juli gegen Ipswich Town
  3. Juli beim SC Verl
  4. Juli beim Delbrücker SC
  5. Juli beim FC Eintracht Northeim
  6. August gegen Lazio Rom

Auch wenn man die Leistungen der vergangenen Jahre vom SC Paderborn auf keinen Fall schmälern darf, wird es eine Mammut-Aufgabe die Klasse zu halten. Speziell der Etat wird für den Dorf Club ein Problem werden. Der SC Paderborn ist nicht in der Lage eine utopische Ablöse zu zahlen bzw. das Gehaltsgefüge der Top Clubs auch nur annähernd zu erreichen.

Union Berlin:

Ähnlich wie beim SC Paderborn gestaltet sich die Situation beim Bundesliganeuling Union Berlin. Die Eisernen schafften in der vergangenen Saison zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die erste Bundesliga. Sie rangen in zwei extrem intensiven Partien den VfB Stuttgart in der Relegation nieder. Wie weit es für die Union reichen wird, bleibt abzuwarten. Auf was man sich als Fußballfan allerdings freuen darf, ist ein Hauptstadt Derby. Speziell in der Alten Försterei wird der Rauch aufgehen. In dem schmucken 22.000 Zuschauer fassenden Fußballstadion, in dem sonst nur das Adventsingen und spezielle Public-Viewing-Events die Arena füllen, werden sich die Fans wie bei der Aufstiegsfeier die Seele aus dem Laib schreien.

Auf dem Transfermarkt haben die Eisernen auch bereits zugeschlagen. Der namhafteste ist mit Sicherheit Anthony Ujah. Er kommt vom 1. FSV Mainz und wird dem Aufsteiger mit seiner Erfahrung und seiner Torgefahr bestimmt sofort helfen können.

Trainer der Eisernen, Urs Fischer, bat seine Mannschaft am 29. Juni zum Trainingsauftakt. Union Berlin wird gleich zwei Trainingslager bestreiten. Von 30. Juni bis 3. Juli geht es nach Bad Saarow und von 8. Juli bis 18. Juli ins beschauliche Windischgarsten (Österreich). Bis dato stehen fünf Testspiele fest:

  1. Juli gegen Bröndby IF
  2. Juli gegen die SV Ried
  3. Juli beim FC Blau-Weiß Linz
  4. Juli beim First Vienna FC
  5. Juli bei Erzgebirge Aue

Wie beim anderen Aufsteiger SC Paderborn, wird auch Union Berlin mit dem geringen Vereins-Etat zu kämpfen haben. Es steht ihnen eine denkbar schwere Saison bevor. Sie wollen aber in jedem Spiel zeigen, dass sie es verdient hätten über die Saison 2019/2020 hinaus in Deutschlands höchster Spielklasse bestand zu haben. In wie weit es reichen wird, wird man am Ende sehen.

FC Augsburg:

Der FC Augsburg wird in der kommenden Saison zum insgesamt neunten Mal in Folge in der ersten Bundesliga vertreten sein. Allerdings blicken die Fuggerstädter auf eine äußerst durchwachsene Saison zurück. Gegen Ende der Spielzeit musste der langjährige Coach Baum seinen Hut nehmen und wurde durch Martin Schmidt ersetzt. Die Vereinsverantwortlichen erhofften sich einen Impuls um die Klasse zu halten. Schmidt wurde dieser Aufgabe gerecht. Er holte gleich in seinen ersten beiden Spielen als neuer starker Mann an der Seitenlinie sechs Punkte, die im Endeffekt zum Klassenerhalt reichten. Aus den darauffolgenden vier Spielen schaute nicht mehr als ein magerer Punkt heraus. Die Augsburger beendeten die Meisterschaft mit einem faden Beigeschmack. Am letzten Spieltag verloren sie beim VfL Wolfsburg gleich mit 8:1. Unterm Strich wäre es in der Halbzeit besser gewesen, das weiße Handtuch aufs Feld zu werfen und nach Hause zu fahren.

Auf dem Transfermarkt gibt es bis dato von einem namhaften Neuzugang zu berichten. Florian Niederlechner kommt vom SC Freiburg zum FCA und wird den Fuggerstädtern bestimmt sofort helfen können. Dafür kehrt Jonathan Schmid zu den Freiburgern zurück.

Trainer Martin Schmidt bat seine Truppe am 29. Juni zum Trainingsauftakt. Die Augsburger werden vom 21.-28. Juli ein Trainingslager bestreiten. Der Ort steht allerdings noch nicht fest. Getestet wird am 9. Juli in Jettingen gegen den FC Gundelfingen. Am 13. Juli nehmen die Fuggerstädter am Schauinsland-Reisen-Cup in Heimstetten mit dem Borussia Mönchengladbach, der SpVgg Greuther Fürth und 1860 München teil. Es wird jeweils 45 Minuten gespielt.

Zu viel Unruhe innerhalb des Vereins und die glückliche vergangene Saison lassen nichts Gutes hoffen für die kommende Spielzeit. Es kann gut sein, dass es den FCA in der kommenden Saison erwischt. Zumindest werden sie es extrem schwer haben die Klasse zu halten.

SC Freiburg und 1. FSV Mainz 05:

Mit dem SC Freiburg und dem 1. FSV Mainz 05 kommen noch zwei alte Bekannte zu den bereits genannten Teams dazu, die es eigentlich in jedem Jahr schwer haben, die Klasse zu halten. Natürlich gab es Jahre, in denen es mal etwas besser ausgesehen hat, aber im Endeffekt muss man die beiden Mannschaften auch zu den möglichen Absteigern rechnen.

Für den SC Freiburg ist es die vierte Saison in Folge in Deutschlands höchster Spielklasse. Nach dem Aufstieg im Jahre 2016 belegten sie prompt den siebten Tabellenplatz in der Bundesliga. Sie waren aber mit der Doppelbelastung, die die Euro League mit sich brachte, schwerst überfordert. Ein Jahr später mussten sie dafür Tribut zollen und belegten den 15. Rang. Sie entgingen dem Abstieg nur um ein Haar. In der vergangenen Saison hatten sie mit dem Abstieg nichts zu tun und waren bereits einige Spieltage vor dem Ende der Meisterschaft gerettet. Am Ende belegten sie den 13. Rang.

Trainerfuchs Christian Streich ist wohl das größte Ass im Ärmel auf Seiten der Breisgauer. Der sympathische Coach hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und dürfte einen guten Draht zu seinen Spielern haben. Jedes Jahr muss er mitansehen, wie ihm die besten Spieler weggekauft werden, damit der Verein überhaupt überleben kann. Der Kader hat absolut keinen Topstar. Die meisten Jungs kommen aus dem eigenen Stall. Streich wird am 17.8.2019 sein insgesamt 285. Bundesligaspiel als Trainer des SC Freiburg bestreiten. Sie haben gegen den 1. FSV Mainz 05 Heimrecht.

Die Freiburger haben am 1. Juli zum Trainieren begonnen. Auch ein Trainingslager ist fixiert. Sie verweilen eine Woche vom 18.-27.72019 im wunderschönen Schruns in Österreich. Getestet wird gleich fünf Mal, wobei teilweise die Gegner noch nicht feststehen.

Auf dem Transfermarkt tut sich beim SC Freiburg kaum etwas. Für Florian Niederlechner, der den Verein in Richtung Augsburg verlassen wird, kommt Jonathan Schmid vom FC Augsburg zurück in den Breisgau.

Wie bei den vorher genannten Teams ist auch beim SC Freiburg die Krux in Sachen Etat begraben. Sie selbst bezeichnen sich als Ausbildungsverein. Wenn sich jemand so bezeichnen darf, dann die Freiburger. Unzählige Talente haben den Sprung vom Breisgau zu diversen Top Clubs geschafft. In wie weit sie in dieser Saison bestehen werden, ist noch offen.

Ähnlich wie beim SC Freiburg gestaltet sich die Situation beim 1. FSV Mainz 05. Die Mainzer sind seit 2009 fester Bestand der ersten Bundesliga. Genau das gibt einem langsam zu denken. Irgendwie macht es den Anschein, als würden sie sich jedes Jahr ein bisschen durch die Liga mogeln. In der Saison 2016/2017 schafften sie es mit Ach und Krach die Klasse zu halten. Am Ende belegten sie den 15. Rang.

Seit 1.7.2017 heißt der Trainer der Mainzer Sandro Schwarz. Er gilt als einer der jüngsten Coaches in der Bundesliga. In seinen bisherigen 74 Spielen an der Seitenlinie beim 1. FSV Mainz kommt er im Schnitt auf 1,23 Punkte pro Spiel. Leider sind die Leistungen der Mainzer einfach zu inkonstant. Oft starten sie eine Runde gut und lassen extrem nach oder umgekehrt.

In die Sommervorbereitung sind die Schwarz Mannen bereits am 28. Juni gestartet. Das Trainingslager nehmen sie am 15. Juli auf. Sie werden bis 22. Juli in Grassau verweilen. Kaum jemand testet so oft wie die 05er.

  1. Juli Fupa-Allstars Rheinhessen
  2. Juli bei den SF Eisbachtal
  3. Juli SV Gonsenheim
  4. Juli gegen SSV Jahn Regensburg
  5. Juli Opel-Cup in Mainz gegen den FC Everton und den FC Sevilla
  6. August zwei Tests über je 90 Minuten gegen den FC Metz

Auf dem Transfermarkt tut sich gar nichts bei den Mainzern. Nur Anthony Ujah wird den Verein verlassen. Ihn zieht es zum Aufsteiger Union Berlin.

Wie bei allen genannten Clubs, spielt der Etat in Sachen Klassenerhalt die Hauptrolle. Alle sechs Teams können in Sachen Geld den Top Clubs nicht das Wasser reichen. Ergo gibt es nicht so viel zu verdienen, was wiederum keine guten Spieler anlockt.

Für den Fußballfan bleibt nur zu hoffen, dass der Abstiegskampf in der kommenden Saison um ein vielfaches spannender wird, als in der vergangenen Spielzeit. Da standen ja bereits zu Weihnachten die Absteiger fest.

 

Das Niemandsland der Tabelle:

1. FC Köln:

Der 1. FC Köln hat den sofortigen Wiederaufstieg geschafft. Allerdings mit einigen Problemen. Markus Anfang, der bis kurz vor dem Ende der Saison Trainer war, wurde trotz Tabellenführung abgesägt. Aus der Vereinsführung kam die Begründung, dass man den Aufstieg in Gefahr sah und man einen neuen Impuls setzen wollte. Das ist ihnen geglückt und Anfang ist schon wieder vergessen.

Als neuen Trainer hat der „Effzeh“ Achim Beierlorzer zur kommenden Saison verpflichtet. Die Kölner wurden auf ihn aufmerksam, weil er mit Jahn Regensburg große Erfolge gefeiert hat. In der Bundesliga ist Beierlorzer bis auf eine kurze Interimstrainertätigkeit bei RB Leipzig allerdings noch ein unbeschriebenes Blatt. Man wird sehen, in wie weit er seine Ideen der Mannschaft einflößen kann. Jedenfalls will er mit Kleinigkeiten Großes bewirken.

Auf dem Transfermarkt waren die Kölner auch schon fleißig unterwegs. Bis dato muss man aber sagen, dass es keine namhaften Profis waren, die sie verpflichtet haben. Mit Lehmann verlieren sie allerdings ihren langjährigen Kapitän. Er hielt ganze sieben Jahre seine Knochen für seinen Herzensverein hin und wurde gebührend verabschiedet.

Coach Beierlorzer bittet seine Mannen erst am 4. Juli zum Trainingsauftakt. Nur Bayern, Dortmund und Leipzig starten noch später. Der „Effzeh“ belegt gleich zwei Trainingslager. Vom 8. bis 14. Juli geht es nach Donaueschingen und vom 23. bis 30. Juli gastieren sie im wunderschönen Scheffau (Österreich). Getestet wird auch fleißig.

  1. Juli gegen SpVg Frechen 20
  2. Juli beim FC Bad Dürrheim
  3. Juli beim SSV Reutlingen
  4. Juli Blitzturnier in Lohne mit Spielen gegen VfL Osnabrück und Werder Bremen
  5. Juli gegen FC Bologna
  6. August beim FC Southampton

Sollten die Kölner es schaffen die Aufstiegseuphorie so lange wie möglich zu halten, kann man ihnen durchaus zutrauen die Klasse zu halten. Ein weiterer wichtiger Schritt wird sein, die Unruhen innerhalb des Vereins zu beenden. Es gab kaum eine Saison, in der die Geißböcke mal in Ruhe arbeiten konnten. Hier ist vor allem die Vereinsführung gefragt.

Hertha BSC Berlin:

Alle Jahre wieder dasselbe Drama bei der alten Dame aus Berlin. Bei der vorletzten Saison hieß es noch, es sei eine Übergangssaison. Man beendete diese auf dem 10. Rang. In der vergangenen Saison sah es aber nicht viel besser aus. Erneut war es die Inkonstanz, die den Hauptstädter zu schaffen machte. Nach einem Erfolgserlebnis setzte es meistens einen Nackenschlag. Oder man gewann gegen Teams, gegen die man es nicht erwarten konnte und umgekehrt. In diesem Jahr hatten die Vereinsverantwortlichen aber dann genug. Sie setzten kurz vor dem Ende der Saison den langjährigen Trainer Pal Dardai vor die Tür. Neuer starker Mann an der Seitenlinie ist genau wie der sympathische Ungar einer mit Stallgeruch. Ante Covic trug als Spieler schon das Trikot der Hertha und wurde von der zweiten Mannschaft hochgezogen in das Bundesligateam. Bei seiner Vorstellung sagte er, dass die alte Dame auf Dauer um die Internationalen Ränge mitspielen will. Das haben schon andere vor ihm gesagt. Man wird sehen, in wie weit er seinen Traum ausleben kann.

Auf dem Transfermarkt tat sich bisher kaum etwas bei der Hertha. Die einzig namhafte Neuverpflichtung ist Löwen vom Absteiger 1. FC Nürnberg. Dafür haben sie zwei sehr namhafte Profis verloren. Der Österreicher Lazaro hat die Chance bei einem Europäischen Top Club zu spielen beim Schopf gepackt. Er wird in der kommenden Saison für Inter Mailand auflaufen. Den Mailändern hat der Spaß etwas mehr als 25 Mio. Euro gekostet. Und mit Lustenberger verlässt ein absolutes Urgestein den Hauptstadt Club. Er hielt sage und schreibe 12 Jahre die Knochen für seinen Herzensverein hin und wechselt nach Luzern.

Offizieller Trainingsstart bei Hertha BSC Berlin war am 1. Juli. Wie die meisten Clubs in der Bundesliga, bestreiten auch sie zwei Trainingscamps. Vom 3. bis 10. Juli geht es nach Neuruppin und vom 24. Juli bis 1. August ins beschauliche Stegersbach (Österreich). Auch die Hertha testet fleißig.

  1. Juli gegen Eintracht Braunschweig
  2. Juli Jubiläumsturnier beim Karlsruher SC
  3. Juli beim FC Erzgebirge Aue
  4. Juli beim VfL Bochum
  5. August bei Crystal Palace

Ob sie in dieser Saison wirklich an den internationalen Rängen kratzen werden, oder doch wieder nur im Niemandsland der Tabelle herumirren, wird davon abhängen, in wie weit der neue Coach seine Ideen umsetzen kann.

SV Werder Bremen:

Der SV Werder Bremen hat um Haaresbreite das Saisonziel der vergangenen Spielzeit nicht erreicht. Am Ende belegten sie mit einem Punkt und zwei Toren Rückstand nur den achten Tabellenplatz. Spaß haben die Jungs von Trainer Florian Kohfeldt trotzdem gemacht. Der Coach hat aus dem Team eine Einheit geformt und zudem den einen oder anderen Nationalspieler herausgebracht. Die kommende Spielzeit wird voraussichtlich aber etwas schwerer. Zum einen hat Kapitän Max Kruse, aus welchem Grund auch immer, den Verein in Richtung Türkei verlassen. Er galt als Antreiber und Publikumsliebling und einen Mann seines Formates werden die Bremer so schnell nicht wieder bekommen. Zum anderen dürfte es für den jungen Coach schwerer werden, die positive Stimmung weiter hoch zu halten.

Der Kruse Abgang wurde bereits genannt. Neuzugänge gibt es auch zu vermelden. Niklas Füllkrug kommt von Hannover 96. Der bullige Stürmer ist vor allem für seine Wucht bekannt. Er war aber lange verletzt und es bleibt abzuwarten, in wie weit er diese Verletzung auskuriert hat. Des Weiteren ist Michael Gregoritsch vom FC Augsburg im Gespräch bei den Bremern. Dieser Transfer ist aber noch nicht bestätigt.

Florian Kohfeldt bat seine Mannen bereits am 28. Juni zum Galopp. Auch die Hanseaten werden zwei Trainingslager aufschlagen. Vom 4. bis 14. Juli geht es nach Zell am Ziller (Österreich) und vom 26. Juli bis 3. August gastieren die Bremer in Grassau am Chiemsee. In diesem Zeitraum sind fünf Testspiele geplant.

  1. Juli gegen Darmstadt 98
  2. Juli Blitzturnier in Lohne mit Spielen gegen VfL Osnabrück und den 1. FC Köln
  3. Juli in Grassau gegen SD Eibar
  4. August gegen den FC Everton

Auch die Bremer werden innerhalb des Vereins für Ruhe sorgen müssen. Sie sind auch dafür bekannt, dass sie immer wieder durch Kleinigkeiten an ihrer Arbeit gehindert werden. Sollte es Kohfeldt gelingen den Spaßfaktor hochzuhalten, werden sie mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen. Wie weit es in die oberen Ränge der Tabelle reichen wird, bleibt abzuwarten.

Eintracht Frankfurt:

Was haben uns die Hessen in der vergangenen Saison für einen Spaß gemacht. Nicht nur in der Liga haben sie für Furore gesorgt. Ganz nebenbei haben sie mit ihren tollen Fans im Rücken ganz Europa erobert. Am Ende mussten sie für die fast unmenschlichen Strapazen Tribut zollen. Bis kurz vor dem Ende der Meisterschaft standen sie nämlich auf einem Champions League Platz. Auf Grund des dünnen Kaders konnten sie diesen jedoch nicht halten und wurden bis auf Platz sieben durchgereicht und schieden in der Euro League in zwei packenden Spielen gegen den späteren Sieger FC Chelsea im Elfmeterschießen im Halbfinale aus. Für den gesamten Verein aber speziell für Coach Adi Hütter wird es eine Mammut-Aufgabe so eine Saison zu wiederholen. Hütter selbst wurde als bester Trainer der vergangenen Spielzeit ausgezeichnet. Für ihn ein Preis ohne Wert, weil er nicht in der Vergangenheit lebt. Gefreut hat er sich trotzdem darüber.

Auf dem Transfermarkt tat sich einiges bei den Hessen. Zum einen hat Top Scorer Luka Jovic den Verein verlassen. Er bekam ein Angebot von Real Madrid und so etwas schlägt man bekanntlich nicht aus. Kolportierte 60 Mio. Euro flattern auf das Konto der SGE. Hrgota hat den Verein ebenfalls verlassen. Und wenn es hart auf hart kommt, werden auch noch Haller und Rebic gehen. Dann bekommen sie ein richtiges Stürmerproblem. Neuzugänge haben sie aber ebenfalls zu vermelden. Nicolai Müller kommt als Verstärkung von Hannover 96. Kohr kommt aus Leverkusen nach Frankfurt und Durm von Huddersfield Town.

Coach Hütter bat seine Jungs am 1. Juli zum Leistungstest. Offizieller Trainingsauftakt war am 3. Juli. Sie belegen zwei Trainingscamps. Eines vom 7. bis 13. Juli in Thun (Schweiz) und wie könnte es anders sein, vom 26. Juli bis 4. August in Windischgarsten (Österreich). Bis dato sind vier Testspiele ausgemacht.

  1. Juli bei der DJK Bad Homburg

Uhrencup in Biel (Schweiz) mit Spielen gegen BSC Young Boys und FC Luzern

  1. Juli beim FC Wels

Wie Trainer Hütter vor kurzem sagte, wird diese Saison kein Spaziergang. Es bleibt abzuwarten, ob Haller und Rebic den Verein noch verlassen. Sollte dies der Fall sein, stehen die Frankfurter vor einem echten Problem. Allerdings dürften diese beiden Topstars auch noch mal die Kasse ordentlich klingeln lassen und man dürfte dann auch gute Spieler holen können.

TSG 1899 Hoffenheim:

Nach dem Motto „Alles Neu“ startet die TSG Hoffenheim mit einem neuen unbeschriebenen Blatt als Trainer in die kommende Spielzeit. Alfred Schreuder heißt der gute Mann. Er war in der vergangenen Saison als Co-Trainer bei Ajax Amsterdam tätig. Die Fußstapfen, in die er reintreten muss, sind keine kleinen. Denn der Erfolgscoach der vergangenen drei Jahre, Julian Nagelsmann, hat die Sinsheimer zu dem gemacht, was sie jetzt sind. Nagelsmann wird künftig neuer Trainer bei RB Leipzig sein. Aus der Saison und von der TSG verabschiedet hat sich Nagelsmann mit dem unzufrieden stellenden neunten Rang. Er wollte die Hoffenheimer unbedingt nochmal ins internationale Geschäft bringen. Am Ende haben die Unentschieden-Könige der Liga zu oft remisiert. Über den neuen Trainer Schreuder gibt es kaum etwas zu berichten. Man wird sehen, in wie weit er seine Ideen, die er gewiss aus der Ajax Schule hat, auf die Mannschaft übertragen kann.

Mit Niko Schulz hat die TSG einen Nationalspieler an Borussia Dortmund verloren. Der mehr als zuverlässige Flügelflitzer wird den Sinsheimern an allen Ecken und Enden fehlen. Er war so gut wie nie verletzt und brachte eine unglaubliche Dynamik und Schnelligkeit mit. Gekostet hat es den BVB das fast lächerliche „Sümmchen“ von 25 Mio. Euro. Dafür zieht es zwei alte Bekannte zurück in den Kraichgau. Grifo kommt vom SC Freiburg zurück und Nordtveit vom FC Fulham.

Trainingsstart war bereits am 28. Juni. Anders wie die meisten Bundesligaclubs, dürfte dem neuen Trainer ein Camp reichen. Sie gastieren vom 18. bis 26. Juli in Windischgarsten (Österreich). Bis jetzt wurden vier Testspiele ausgemacht.

  1. Juli gegen Eintracht Braunschweig
  2. Juli gegen Jahn Regensburg
  3. August gegen FC Sevilla
  4. August gegen FC Sevilla

Ob die TSG genau so viel Spaß machen wird, wie in den vergangenen drei Jahren unter Nagelsmann, wird hauptsächlich davon abhängen, ob der neue Coach Schreuder in die Köpfe der Spieler reinkommen wird. Die Mannschaft an sich ist aber mit vielen Top Stars gespickt, sodass es gut möglich ist, auch am oberen Tabellendrittel anklopfen zu können.

VfL Wolfsburg:

Last but not least“ ist der VfL Wolfsburg noch unter den Vereinen, die sich eher im Niemandsland der Tabelle aufhalten werden, zu erwähnen. Auch bei den Niedersachsen wird in dieser Saison ein neuer Trainer an der Kommandobrücke stehen. Bruno Labbadia wurde trotz guter Leistungen und dem Erreichen der internationalen Ränge schon während der Saison abgesägt. Auf ihn folgt der Österreicher Oliver Glasner. Er hat zuvor aus dem Österreichischen Traditionsverein Linzer ASK eine Top Mannschaft geformt. Allerdings ist die deutsche Bundesliga nochmal ein anderes Kaliber und es bleibt abzuwarten, wie schwer es ihm fallen wird, sich auch im Konzert der ganz Großen durchzusetzen.

Auf dem Transfermarkt tut sich auf Seiten der Wölfe so einiges. Zum einen wird Paul Verhaegh den Verein in Richtung seiner Heimat verlassen und künftig für Enschede spielen. Auf der anderen Seite gibt es mit Joao Victor einen quirligen Brasilianer als Neuzugang zu vermelden. Er hat unter Glasner bereits beim LASK sein Können bewiesen. Vor kurzem wurde bekannt, Werner Schlager wird ebenfalls zum VfL wechseln. Er spielte zuvor beim österreichischen Meister RB Salzburg und ist für sein körperliches Spiel bekannt.

Oliver Glasner bat seine Truppe am 30. Juni zum Trainingsauftakt. Die Wölfe bestreiten vom 19. Bis 27. Juli, wie könnte es anders sein, ein Trainingslager im wunderschönen Schladming (Österreich). Bis dato sind nur drei Testspiele ausgemacht. Laut Verein werden aber noch weitere folgen.

  1. Juli gegen SM Caen
  2. Juli gegen die VVV-Venlo
  3. Juli bei der PSV Eindhoven

Sollte es Glasner gelingen, wie bei seinem Ex-Club ein Team aus den Wölfen zu formen, kann in Wahrheit alles passieren.

 

Der Kampf um die internationalen Plätze:

FC Schalke 04:

Wie froh werden die Vereinsverantwortlichen bei den Knappen sein, dass sie die Horrorsaison hinter sich haben. In die Spielzeit sind sie als Vizemeister gestartet. Am Ende hat es gerade so gereicht, um die Klasse zu halten. Ex-Trainer Domenico Tedesco hat am eigenen Leib erfahren müssen, wie schnelllebig der Fußball ist. Vom von den Schalker Ultras gefeierten Helden ist es oft ein schmaler Grat in die Bedeutungslosigkeit. Nach 75 Spielen als starker Mann an der Seitenlinie musste er seinen Hut nehmen. Bei der Vorstellung der Interimstrainer Stevens und Büskens schüttelte ganz Schalke den Kopf. Beide hatten sich nicht weiterentwickelt aber konnten mit Ach und Krach den Klassenerhalt schaffen. Jetzt soll alles neu werden auf Schalke. Den größten Coup haben sie mit dem neuen Trainer David Wagner gelandet. Er bekam extreme Vorschusslorbeeren von einem ganz bekannten Coach, nämlich Jürgen Klopp. Er meinte, dass Wagner Huddersfield Town, ein Club aus der englischen Premier League, zu dem gemacht hat, was er jetzt ist. Wagner stand ganze 175 Pflichtspiele als Coach an der Seitenlinie der Engländer. Im vergangenen Jahr musste er aber mit dem Club absteigen. Zum Glück für die Königsblauen, denn nur deswegen wurde der Weg frei. Wagner gilt als ein akribischer Arbeiter mit eigenen Ideen und wird den Schalkern auf jeden Fall neues Leben einhauchen.

Die erste Aufgabe vom neuen Trainer ist es den viel zu großen und mit unbrauchbaren Spielern gespickten Kader zu verkleinern. Eine Mammut-Aufgabe, denn Profis wie Di Santo oder Baba, die beide mit dem Spielgerät auf Kriegsfuß sind, an den Mann zu bringen war nicht leicht. Mit Embolo haben sie allerdings einen Spitzenmann ziehen lassen. Ihn verschlägt es zu Borussia Mönchengladbach. Mit Kabak haben sie sich einen Verteidiger vom Absteiger VfB Stuttgart geschnappt. Er hat sich allerdings im ersten Training schwer verletzt und wird für längere Zeit ausfallen.

Trainingsbeginn auf Schalke war am 1. Juli. Die Knappen schlagen zwei Trainingscamps auf. Vom 16. bis 19. Juli geht es nach Herzlake und vom 26. Juli bis 3. August geht es nach Mittersill. Testen werden die Schalker fünf Mal.

  1. Juli bei Rot-Weiß Oberhausen
  2. Juli gegen eine Stadtauswahl in Bottrop
  3. Juli bei der SG Wattenscheid 09
  4. Juli gegen Norwich City
  5. Juli beim FC Twente in Enschede

David Wagner ist ein fähiger Mann. Mit ihm ist den Schalkern einiges zuzutrauen. Allerdings werden sie noch Verstärkungen brauchen, um ganz oben um die internationalen Ränge mitmischen zu können.

Borussia Mönchengladbach:

Bei Borussia Mönchengladbach stellt sich die Situation ähnlich dar, wie beim FC Schalke 04, nur haben sie in der vergangenen Saison nicht so schlecht abgeschnitten. Die Fohlen spielten eine tadellose Hinrunde und waren lange Zeit auf einem Champions-League Platz. Den Borussenpark hatten sie in eine Festung verwandelt und hätten im Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin den Rekord an gewonnen Heimspielen hintereinander brechen können. Doch es kam alles anders. Sie verloren die Partie und gleichzeitig den Faden in der Spielzeit. Dieter Hecking wurde trotz vorzeitiger Vertragsverlängerung während der Saison mitgeteilt, dass er am Ende doch nicht mehr Trainer der Borussen sein wird. Zwischen Manager Eberl und Hecking herrschte ab dem Zeitpunkt Eiszeit. Hecking brachte die Saison in profihafter Manier zu Ende und belegte den fünften Platz. Neuer Trainer wird Marco Rose. Er kommt vom österreichischen Serienmeister RB Salzburg und gilt als Menschenfänger. Er soll einen unglaublich guten Draht zu den Spielern aufbauen können und lässt einen erfrischenden Offensivfußball spielen.

Auf dem Transfermarkt tut sich einiges bei den Fohlen. Mit Hazard haben sie ihren besten Offensivfußballer an den BVB abgegeben. Mit Embolo haben sie allerdings einen äußerst fähigen Mann dazubekommen. Er kommt vom FC Schalke 04. Und mit Lainer hat Rose von seinem Ex-Club einen richtig guten Rechtsverteidiger mitgebracht, der mit einer Pferdelunge ausgestattet ist.

Zum Auf Galopp bat Rose seine Profis bereits am 30. Juni. Sie werden anders wie die meisten Top Clubs der Bundesliga nur ein Trainingscamp aufschlagen. Vom 14. bis 21. Juli geht es nach Rottach-Egern. Auch die Fohlen werden fleißig testen.

  1. Juli gegen den 1. FC Mönchengladbach
  2. Juli Schauinsland-Reisen-Cup in Heimstetten mit dem FC Augsburg, der SpVgg Greuther Fürth und 1860 München (Spiele jeweils 45 Minuten)
  3. August gegen den FC Chelsea im Borussia-Park

Wenn es dem neuen Trainer gelingt seine Spielidee genauso wie bei RB Salzburg durchzusetzen, werden nicht nur die Gladbacher Fans große Freude in der kommenden Spielzeit haben.

Bayer 04 Leverkusen:

Bayer 04 Leverkusen hat es in der vergangenen Saison mit Ach und Krach geschafft, ihr Saisonziel Champions League zu erreichen. Der Weg dorthin war extrem steinig. Dem Ex-Trainer Heiko Herrlich legte man einen Tag vor Weihnachten seine Kündigung unter den Christbaum. Auf ihn folgte ein alter Bekannter, nämlich Peter Bosz. Der Niederländer war ein Jahr zuvor beim BVB als großes Missverständnis tituliert worden. Bei der Werkself scheint er zu funktionieren. Er machte aus Brandt und Havertz zwei Topstars. Das war genau die Idee von Rudi Völler, dass die jungen Spieler weiterentwickelt werden.

Allerdings ist bis dato einer von den zwei oben genannten Spielern bereits weg. Brandt wurde vom BVB verpflichtet. Er kostete das in der heutigen Zeit fast lächerliche „Sümmchen“ von 25 Mio. Euro. Wie es mit Havertz weitergeht, bleibt abzuwarten. Der Shootingstar ist bei fast allen Top Clubs der Welt auf der Liste. Ob Bayer schwach wird, wird man sehen. Außerdem hat Kohr den Verein verlassen. Er heuert bei Eintracht Frankfurt an. Auf der Habenseite steht Kerem Demirbay. Er kommt für 32 Mio. Euro von der TSG Hoffenheim und gilt als begnadeter Mittelfeldspieler.

Trainingsauftakt bei Bayer 04 Leverkusen war am 1. Juli und ihr einziges Trainingscamp schlagen sie wie fast jedes Jahr vom 15. bis 21. Juli in Zell am See/Kaprun (Österreich) auf. Bis dato sind nur zwei Testmatches ausgemacht. Am 6. Juli beim Wuppertaler SV und am 4. August gegen den FC Valencia. Weitere Tests sind in Planung.

Es ist gut möglich, dass die Werkself erneut oben mitmischen wird. Allerdings von der Meisterschale sind sie gegenüber den anderen Top Clubs meilenweit entfernt.

RB Leipzig:

Etwas näher an die Meisterschale als Bayer 04 Leverkusen dürfte RB Leipzig rankommen. In der vergangenen Spielzeit meisterten sie souverän das Saisonziel Klassenerhalt. Ralf Rangnick formte aus den Bullen eine Top Mannschaft, die mit Abstand die beste Defensive am Start hatte. Bis zum Schluss hatten sie noch die Möglichkeit die Meisterschaft zu gewinnen. Am Ende wurde es der dritte Platz. Zudem standen sie gegen den FC Bayern München im DFB Pokal Finale, in dem sie aber den kürzeren zogen. Schon in der Winterpause der vergangenen Saison wurde bekannt, dass Julian Nagelsmann ab Sommer neuer Trainer der Leipziger wird. Dies ist mit Sicherheit der größte Coup den die Sachsen gelandet haben. Nageslmann gilt als einer der besten Trainer die es in Deutschland gibt und wird perfekt zu den Roten Bullen passen.

Transfers gibt es auch bereits zu vermelden. Mit Wolf und Haidara kommen zwei fähige Leute vom Tochterclub RB Salzburg. Der erstgenannte Wolf hat sich allerdings bei der U-21 EM nach einem Horrorfoul extrem schwer verletzt und wird voraussichtlich die komplette Hinrunde verpassen. Der namhafteste Abgang ist Bruma. Er wechselt zu PSV Eindhoven.

Auf Grund der vielen Nationalspieler im Kader der Roten Bullen starten sie erst am 5. Juli mit dem Training. Deshalb bleibt auch nur Zeit für ein Trainingslager. Vom 14. bis 20. Juli zieht es die Leipziger nach Seefeld (Österreich). Vier Testspiele sind bereits geplant.

  1. Juli gegen den FC Zürich
  2. Juni Gegner offen (im Trainingslager)
  3. Juli Gegner offen (in Markranstädt)
  4. August gegen Aston Villa

Mit Julian Nagelsmann als neuen Trainer werden die Sachsen bestimmt noch stärker und könnten eventuell auch um die Schale mitspielen.

FC Bayern München:

Den siebenfachen Serienmeister FC Bayern München muss man auch in der kommenden Saison auf dem Zettel haben. Allerdings machen sich die Vereinsverantwortlichen, allen voran Hoeneß, Rummenigge und Salihamidzic immer mehr zum Gespött. Zwar haben die Bayern auf dem Transfermarkt schon etliche Mio. Euro ausgegeben aber sind wir uns ehrlich, Weltmeister Pavard, der bis auf einen Tausend-Gulden-Schuss bei der WM äußerst unauffällig agiert hatte und in der vergangenen Saison mit dem VfB Stuttgart abgestiegen ist, ist nie und nimmer 35 Mio. Euro wert. Mit Hernandez haben sie einen Spieler geholt, den hierzulande niemand kennt. Er kostete die perverse Summe von 80 Mio. Euro und wurde gleich vom Bayern Arzt unters Messer gelegt. Es kann gut sein, dass er nicht rechtzeitig fit wird bis zum Saisonbeginn. Arp kommt vom HSV und wird bestimmt nur die Bank drücken. Er ist bei weitem nicht so weit, als dass er dem FCB helfen könnte. Das war’s dann aber auch schon. Bei den wirklich namhaften Spielern, die im Gespräch sind bzw. waren, beißen sich die Münchner die Zähne aus. Sane von Man City hat schon abgesagt. Jetzt sind sie an Dembele dran. Ja sie haben richtig gehört. Dieser Dembele, der sich vom BVB zu Barcelona weggestreikt hat und als absoluter Einzelkämpfer und extrem schwieriger Typ gilt. Aber in der momentanen Phase würde dieser Transfer genau zu den Bayern passen.

Auf der anderen Seite haben Spieler wie Ribery, Robben, Rafinha oder James den Verein bereits verlassen. Ebenso wie Matts Hummels. Der Innenverteidiger gibt mal wieder den Boomerang. Er kehrt zu seinem Ex-Verein Borussia Dortmund zurück. Man darf gespannt sein, wie die Fans vom BVB reagieren. Er wurde damals mit einem riesen Banner verabschiedet auf dem stand „Der Kapitän geht als erstes von Bord, am besten sofort!“.

Trainer Nico Kovac bittet seine Jungs als allerletztes zum Trainingsauftakt. Erst am 8. Juli steigen sie ins Tagesgeschäft ein. Ab dem 5. August sind sie auf Trainingslager in Rottach-Egern. Die Dauer ist abhängig von der zeitgenauen Ansetzung des Erstrundenspiels im DFB-Pokal.

Wenn es den Bayern gelingt mit der Dreifachbelastung gut umzugehen, werden sie auch am Ende der neuen Saison ganz weit oben stehen, vielleicht sogar ganz oben. Getestet wird im Zuge der alljährlichen PR-Reise in den USA und beim Audi Cup in der Allianz Arena.

  1. Juli gegen Arsenal (5 Uhr MESZ, in Los Angeles)
  2. Juli gegen Real Madrid (2 Uhr MESZ, in Houston)
  3. Juli gegen AC Milan (3 Uhr MESZ, in Kansas City)

30./31. Juli Audi Cup mit Real, Fenerbahce und Tottenham Hotspur

  1. August „Traumspiel“ gegen Fanclub Vilshofen Rot Weiß (16 Uhr)

Man darf gespannt sein, wo die Bayern am Ende der Saison landen. Wenn sie nicht noch Verstärkungen bekommen, wird es aber definitiv nichts mit dem Gewinn der Königsklasse. Und die ist ja bekanntlich, genau wie das Tripple, immer das Ziel der Münchner.

Borussia Dortmund:

Der Top Favorit auf die Meisterschale in der kommenden Saison ist mit Sicherheit Borussia Dortmund. In der abgelaufenen Spielzeit haben sie dem Erzrivalen FC Bayern München schon das Leben extrem schwer gemacht und sind mit nur zwei Punkten Rückstand zweiter geworden. Sie haben den Bayern gezeigt, was richtige Transferpolitik ist. Mit Schulz von der TSG Hoffenheim, Brandt von Bayer Leverkusen, Hazard von Borussia Mönchengladbach und Matts Hummels vom FC Bayern haben sie gleich vier gestandene Profis geholt. Eine ordentliche Kampfansage in Richtung der Münchner. Insgesamt haben sie bis dato mehr als 110 Mio. Euro ausgegeben und wer weiß was da noch alles kommt.

Wirklich abgegeben haben sie bisher noch keinen Spieler. Bis auf Kagawa, aber der war in der vergangenen Spielzeit ohnehin nur noch Bankdrücker.

Trainer Favre bat seine Jungs am 3. Juli zum Trainingsauftakt. Von 15. Bis 21. Juli geht es genau wie bei den Münchner auf PR Reise nach Amerika. Ein zweites Trainingslager ist ebenfalls geplant. Vom 27. Juli bis 2. August gastieren sie in Bad Ragaz (Schweiz). Der BVB wird auch fleißig testen.

  1. Juli beim FC Schweinberg
  2. Juli bei den Seattle Sounders (4.30 Uhr)
  3. Juli in South Bend (Indiana/USA) gegen den FC Liverpool (2 Uhr)
  4. Juli gegen Udinese Calcio
  5. Juli beim FC St. Gallen

Es steht außer Frage, dass der BVB mit dieser gewaltigen Transferoffensive ganz oben mitmischen wird. Ob es am Ende für die Schale reichen wird, bleibt abzuwarten. Ebenfalls wird viel davon abhängen, ob Kapitän Marco Reus es endlich schafft über eine gesamte Saison verletzungsfrei zu bleiben. Man hat in der abgelaufenen Spielzeit gesehen, wie wichtig er für das Team ist und wie schwer sich die Mannschaft ohne ihn tut.

Alles in allem bleibt zu hoffen, dass der Kampf um die Schale bzw. den internationalen Rängen wieder genauso spannend wird, wie in der abgelaufenen Saison.

 

 

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Vor und während der Saison haben wir hier Vorberichte wie mögliche Titel- bzw. Abstiegskandidaten, Teams mit Überraschungspotential und werden natürlich auch im Laufe der Saison auf verschiedene wichtige Trends und Entwicklungen eingehen.

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