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1. Bundesliga Tipps, Vorhersagen und Wetten 2017-2018

Die deutsche Bundesliga ist inzwischen Vorbild für fast jede andere Liga der Welt was Zuschauerzahlen und Stimmung angeht. Gleiches gilt auch für alle Fans der Sportwetten. Viele Tore, viel Action und immer wieder große Überraschungen wie in dieser Saison der Fall von Wolfsburg oder eben die starke Form von Leipzig sorgen dafür, dass die Liga ständig interessant bleibt. Unsere Bundesliga Tipps und Prognosen von unseren Experten sowie die besten Wettquoten der verschiedenen Anbieter findet Ihr jederzeit aktuell auf dieser Seite. Wer einen Bonus zu bestimmten Spielen will, der findet immer wieder etwas bei den täglichen Bonusangeboten.

Holstein Kiel – VfL Wolfsburg, Relegationsspiel Tipp 21.05.2018

Holstein Kiel

VfL Wolfsburg

21.05.2018
20:30
Sieg VfL Wolfsburg
3.30

Dank des Hinspielsieges in der Relegation steht der VfL Wolfsburg kurz vor dem Klassenerhalt. Bedanken können sich die Wölfe hierfür auch bei Gegner Kiel, der reihenweise Torchancen liegenließ. Macht es Holstein im Rückspiel besser? Hier unser Tipp zum Relegations-Rückspiel!

1. FSV Mainz 05 – SV Werder Bremen Tipp, Aufstellung & Live Stream Info

1. FSV Mainz 05

SV Werder Bremen

12.05.2018
15:30
Doppelchance 1X
1.41

Das Duell des letzten Spieltages heißt 1. FSV Mainz gegen SV Werder Bremen. Die 05er haben sich am vergangenen Spieltag sensationell gerettet, während die Hanseaten schon vor Wochen den Klassenerhalt eingetütet haben. Unseren ausführlichen Vorbericht mit Tipp, Live Stream Info und Aufstellung gibt's hier!

TSG 1899 Hoffenheim – Borussia Dortmund Tipp, Aufstellung & Live Stream Info

TSG 1899 Hoffenheim

Borussia Dortmund

12.05.2018
15:30
Doppelchance 1X
1.45

Die TSG Hoffenheim empfängt am letzten Spieltag vor heimischer Kulisse Borussia Dortmund. Zwar hat die TSG noch theoretische Chancen am BVB vorbeizuziehen und die direkte Champions League Qualifikation zu fixieren.. Hier weiter zu unserem Tipp mit Aufstellung, Vorbericht und Live Stream Info!

VfL Wolfsburg – 1. FC Köln Tipp, Aufstellung & Live Stream Info

VfL Wolfsburg

1. FC Köln

12.05.2018
15:30
Doppelchance X2
2.30

Der VfL Wolfsburg empfängt zum wahrscheinlich nervenaufreibenden Saisonfinale den Fixabsteiger FC Köln. Für die Wölfe ist vom direkten Abstieg bis zum Klassenerhalt alles drin, haben aber keines der letzten sechs Bundesligaduelle mit dem „Effzeh“ gewonnen. Unser Vorbericht mit Tipp, Live Stream Info und Aufstellung!

FC Schalke 04 – Eintracht Frankfurt Tipp, Aufstellung & Live Stream Info

FC Schalke 04

Eintracht Frankfurt

12.05.2018
15:30
Sieg FC Schalke 04
2.50

Am 34. Spieltag empfängt der FC Schalke 04 Eintracht Frankfurt. Während die Knappen mit der Champions League Qualifikation und dem Vizemeistertitel alle Ziele erreicht haben, könnten die Hessen noch in die internationalen Plätze rutschen.. Hier unser Tipp mit ausführlichem Vorbericht, Aufstellung und Live Stream Info!

SC Freiburg – FC Augsburg Tipp, Aufstellung & Live Stream Info

SC Freiburg

FC Augsburg

12.05.2018
15:30
Doppelchance 1X
2.00

Auch für den SC Freiburg könnte es am Samstagnachmittag im letzten Heimspiel gegen den FC Augsburg hochemotional werden. Die Breisgauer sind ihrerseits nur ein Pünktchen vom Klassenerhalt entfernt, die Fuggerstädter haben ihr Saisonziel schon erreicht.. Hier unser Tipp mit Vorbericht, Aufstellung und Live Stream Info!

Bayer 04 Leverkusen – Hannover 96 Tipp, Aufstellung & Live Stream Info

Bayer 04 Leverkusen

Hannover 96

12.05.2018
15:30
Sieg Bayer 04 Leverkusen
1.20

Alle Spiele des letzten Spieltags werden am Samstagnachmittag ausgetragen. Eines der neun Duelle heißt Bayer 04 Leverkusen gegen den Aufsteiger Hannover 96. Während es für die Werkself um ALLES geht, geht es für die Niedersachsen um NICHTS mehr. Hier zu unserem Tipp mit Aufstellung, Vorbericht und Live Stream Info!

Hertha BSC Berlin – RB Leipzig Tipp, Aufstellung & Live Stream Info

Hertha BSC Berlin

RB Leipzig

12.05.2018
15:30
Sieg RB Leipzig
1.85

Am letzten Spieltag empfängt die alte Dame aus Berlin in ihrem finalen Heimspiel der Saison den Vizemeister RB Leipzig. Weil die Hauptstädter die Minichance auf die internationalen Ränge verspielt hat, geht es für sie nur noch ums Prestige. Zu unserem Vorbericht mit Aufstellung, Tipp und Live Stream Info hier!

Rückblick auf die 55. Bundesliga-Spielzeit in Deutschland

Die 1. Bundesliga geht zu Ende. Der neue und alte Meister steht eigentlich schon seit fünf Wochen fest und heißt zum sechsten Mal in Folge und zum insgesamt 28. Mal auch in diesem Jahr wieder FC Bayern München. Der FCB hatte allerdings, wie so viele andere Clubs in dieser Saison, auch mit diversen Problemen zu kämpfen.

Die Saison starteten sie noch mit dem „italienischen Mister“ Carlo Ancelotti als Trainer. Er musste aber nach der peinlichen Auswärtsniederlage in der Champions League bei Paris Saint Germain Ende September 2017 seinen Hut nehmen. Zudem lagen die Münchner in der Meisterschaft zu diesem Zeitpunkt nach sechs gespielten Bundesligarunden „nur“ auf dem dritten Tabellenplatz und hatten drei Punkte Rückstand auf den Erzrivalen Borussia Dortmund.

Für viele überraschend wurde Erfolgsgarant Jupp Heynckes mit 72 Jahren aus dem Ruhestand zurück an die Säbener Straße geholt. Ein unglaublicher Schachzug der Vereinsverantwortlichen des FCB rund um Uli Hoeneß und Karl Heinz Rummenigge, wie sich herausstellen sollte. Denn es begann eine Aufholjagd, die seines Gleichen sucht. Mit akribischer Arbeit erhöhte „Don Jupp“ das Trainingspensum und formte aus dem teilweise zerstrittenen Haufen eine Mannschaft. Die dankte es ihm in seinen definitiv letzten 40 Spielen als Trainer mit 33 Siegen, 3 Unentschieden und nur vier Niederlagen. Natürlich bedeutete das unterm Strich die Deutsche Meisterschaft und die Qualifikation für die Champions League. Getrübt wurde die Stimmung jedoch durch das Ausscheiden im Champions League Halbfinale gegen Real Madrid, in dem man durch zwei kapitale Eigenfehler in Hin- und Rückspiel das Nachsehen hatte, sowie die sehr überraschende Niederlage (1:3) gegen Eintracht Frankfurt im DFB-Pokalfinale.

Die internationalen Plätze und der Kampf um den Klassenerhalt

So wenig spannend der Kampf um die Meisterschaft war, so spannend ging es im Kampf um die internationalen Plätze und im Kampf um den Klassenerhalt zu.

Eine der Überraschungsmannschaften der Saison war bestimmt der FC Schalke 04. Unter dem zu Beginn noch belächelten Jungtrainer Domenico Tedesco starteten die Knappen in die Meisterschaft. Am Ende führte er sein Team zur Vizemeisterschaft und zur ersten Champions League Teilnahme seit der Saison 2014/2015. Viel wichtiger für die Fans der Königsblauen scheint aber zu sein, dass sie endlich wieder die Nr. 1 im Pott sind. Tedesco hat in diesem Jahr zwei unglaubliche Revierderbys erlebt. In der Hinrunde lagen sie beim BVB zur Halbzeit mit 4:0 zurück. Am Ende köpfte Oldie Naldo in der Nachspielzeit das 4:4 und ließ die Schalker Fans durchdrehen. In der Rückrunde ließen sie den Dortmundern vor heimischer Kulisse keine Chance und bezwangen den BVB mit 2:0. Danach ließ sich Tedesco als erster Trainer überhaupt darauf ein, zu den ULTRAS der Schalker aufs Podest zu steigen und ein Schlachtlied anzustimmen. Wie gut Tedesco das Team geformt hat, zeigt alleine die Tatsache, dass sie unter ihm in 39 Pflichtspielen nicht weniger als 16 Mal zu Null spielten und somit zu Recht als Vizemeister die Saison beendeten.

Eine weitere Überraschung findet sich auf Rang drei der Endjahrestabelle. Die TSG Hoffenheim unter der Regie von Trainer Julian Nagelsmann qualifizierte sich zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins für das ganz große internationale Konzert, nämlich die Champions League. Entschieden wurde Platz drei erst am allerletzten Spieltag. Vor heimischer Kulisse fertigten sie den BVB mit 3:1 ab und überholten die Westfalen noch in der Tabelle.

Die Dortmunder haben ihrerseits eine Seuchen-Saison hinter sich. Nach der relativ erfolgreichen Saison des vergangenen Jahres, in der sie am Ende auf dem dritten Platz standen und zudem den DFB Pokal Sieg feierten, musste Ex-Trainer Thomas Tuchel auf Grund interner Streitereien mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke seinen Hut nehmen. Auf ihn folgte der holländische Trainer Peter Bosz, der sich im Nachhinein als großes Missverständnis herausstellte. Zwar starteten die Dortmunder mit sechs Siegen und einem Unentschieden so gut wie nie in eine Saison und gaben erst nach dem 10. Spieltag die Tabellenführung an den FC Bayern München ab, in der Champions League Gruppenphase wurde der BVB allerdings mit Ach und Kach nur Dritter. Kein Sieg aus sechs Spielen bedeutete das frühe Aus und man musste in der Euro League weitermachen, in der man am Ende kläglich gegen RB Salzburg ausschied. Nach der peinlichen Heimniederlage Anfang Dezember 2017 gegen Werder Bremen entschieden die Vereinsverantwortlichen, Peter Bosz zu feuern. Auf ihn folgte der Österreicher Peter Stöger, der kurioserweise erst eine Woche zuvor beim FC Köln entlassen wurde. Sein vorgegebenes Ziel, die Champions League zu erreichen, schaffte Stöger und nach dem letzten Spiel gegen Hoffenheim verkündete er selbst seinen Abschied aus Dortmund. In der neuen Saison soll Lucien Favre es richten und aus dem zerstrittenen Haufen ein Team formen. Auch die Abgänge von Dembele und Aubameyang haben immer noch einen faden Beigeschmack. Zwar ist die Vereinskasse zum Bersten voll, allerdings streikten sich beide Topspieler vom Verein weg und brachten unnötig Unruhe ins Team. Es wartet eine Menge Arbeit auf den neuen Trainer.

Fix in der Euro League zur kommenden Saison starten Bayer 04 Leverkusen und RB Leipzig. Die Werkself beendete die Saison mit 55 Zählern punktgleich mit der TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund auf Rang fünf. Gegen Ende der Spielzeit ist den Mannen um Trainer Heiko Herrlich die Luft ausgegangen und lediglich das schlechtere Torverhältnis führte dazu, dass sie nicht im ganz großen Konzert des internationalen Fußballes mitmischen werden.

Der Vizemeister der vergangenen Saison RB Leipzig erlebte eine Spielzeit mit Höhen und Tiefen und landete am Ende auf Platz sechs. Ein eher enttäuschendes Ergebnis, wie die Vereinsverantwortlichen verlauten ließen. Genau wie der BVB reichte es auch für die Sachsen in ihrer ersten Champions League Saison nicht für mehr als die Gruppenphase. In der Euro League schieden die Roten Bullen allerdings erst im Viertelfinale gegen Marseille aus. Trainer Ralph Hasenhüttl musste mitansehen, dass der Kader für die Dreifachbelastung mit Bundesliga, DFB Pokal und Euro League viel zu dünn angelegt war. Gegen Ende der Spielzeit war der Österreicher sogar in die Kritik geraten und kurzfristig die Vertragsverhandlungen zur Verlängerung seines Kontraktes über das Jahr 2019 hinaus auf Eis gelegt worden. Mit einem 2:6 Kantersieg am letzten Spieltag bei Hertha BSC Berlin gelang den Leipzigern aber dann doch noch irgendwie ein versöhnlicher Abschluss und alle haben sich wieder lieb.

Der Aufsteiger VfB Stuttgart beendet die Saison auf dem sensationellen siebten Platz und gilt als eine der größten Überraschungen dieser Spielzeit. Bis kurz nach der Winterpause galten die Schwaben als einer der Top-Abstiegskandidaten. Nach der Heimniederlage gegen den FC Schalke 04 zu Beginn des Jahres 2018 musste Ex-Trainer Hannes Wolf, der den VfB in die erste Liga führte, seinen Hut nehmen. Auf ihn folgte der mehr als kritisch beäugelte Trainer Tayfun Korkut. Bei seinem ersten Training herrschte rund um das Trainingsgelände unheimliche Stille und niemand traute dem gebürtigen Stuttgarter die Rolle als Cheftrainer zu. Am Ende sprachen die Ergebnisse für ihn. 14 Spiele, neun Siege, vier Unentschieden und lediglich eine Niederlage führten dazu, dass nur aufgrund des unerwarteten DFB Pokal Sieges der Frankfurter die Schwaben in der kommenden Saison nicht die Qualifikation zur Euro League spielen dürfen. Dennoch war die Saison ein großer Erfolg für die Stuttgarter, die den Grundstein dafür mit dem Transfer von Heimkehrer Mario Gomez legten. Er wechselte in der Winterpause völlig überraschend nach Hause und war mit acht Treffern und zwei Vorlagen maßgeblich daran beteiligt, dass der VfB so erfolgreich war.

Hinter den Schwaben reihte sich die Frankfurter Eintracht auf Platz acht ein. Die Saison der Hessen war bis zum letzten Spieltag noch in Ordnung, denn erst da wurden sie vom VfB Stuttgart überholt. Dennoch sind die Frankfurter aufgrund des sensationellen Sieges im DFB-Pokalfinale gegen die Bayern in der kommenden Saison auch international vertreten. Zudem müssen sie sich weiter um einen neuen Trainer umsehen, da Niko Kovac der neue starke Mann am Ruder des FC Bayern wird. Die Schlammschlacht nach der Bekanntgabe dieser Tatsache hatte es in sich, aber mittlerweile haben sich die Wogen geglättet und man blickt zuversichtlich in die kommende Spielzeit.

Das Niemandsland: Platz 9-13

Ab Platz neun bis Platz 13 beginnt das sogenannte Niemandsland der Tabelle, wo sich zuerst die Gladbacher einreihen. Die Fohlen haben eine aus ihrer Sicht enttäuschende Saison hinter sich und schafften es erneut nicht, sich für das internationale Geschäft zu qualifizieren und das obwohl ihr Kader mit teilweise sehr namhaften Profis gespickt war.

Platz 10 belegt die alte Dame aus Berlin, die ihrerseits mit dem Endergebnis in der sogenannten Übergangssaison, in der sie junge Spieler in den Kader heran führten, zufrieden ist.

Auf Rang 11 hat Trainer Florian Kohfeldt das Team von SV Werder Bremen geführt. Der junge Trainer bekam im November vergangenen Jahres das Vertrauen ausgesprochen und formte ein klasse Team. Jede Woche zwängten sie noch so übermächtig wirkenden Gegnern ihr Spiel auf und überzeugten mit tollen Ergebnissen.

Der FC Augsburg konnte ebenfalls das Saisonziel Klassenerhalt perfekt machen, beendete die Meisterschaft auf Platz 12 und wird in der kommenden Saison zum achten Mal in Folge in Deutschlands höchster Spielklasse vertreten sein.

Rang 13, 14 und 15 gehen an den Aufsteiger Hannover 96, den 1. FSV Mainz 05 und den SC Freiburg. Alle drei Teams waren bis zuletzt mehr oder weniger in den Abstiegskampf verwickelt. Dem Team um Trainer Andre Breitenreiter drohte beinahe, gegen Ende der Saison die Luft auszugehen. Mit einem Heimsieg am vorletzten Spieltag machten sie aber den Klassenerhalt perfekt und dürfen sich über die Erstklassigkeit im kommenden Jahr freuen.

Die Mainzer konnten ebenfalls nach langem Zittern den Klassenerhalt am 33. Spieltag mit einem überraschenden Auswärtssieg beim BVB fixieren und werden die kommende Spielzeit auch in der ersten Bundesliga verbringen.

Anders sieht es beim SC Freiburg aus. Der sogenannte Ausbildungsverein hat es erst am letzten Spieltag geschafft, nicht absteigen zu müssen. Trainerfuchs Christian Streich sowie die gesamte Region konnte nach dem Heimsieg gegen den FC Augsburg am 34. Spieltag aufatmen und belegt den ersten Nichtabstiegsplatz.

In die Relegation musste wie schon zur Saison 2016/17 erneut der VfL Wolfsburg. Am letzten Spieltag siegten sie gegen den Absteiger 1. FC Köln mit 4:1 vor heimischer Kulisse zogen so in die beiden Endspiele gegen Holstein Kiel ein. Für die Kieler waren die Niedersachen eine Nummer zu groß und somit darf der VfL in der kommenden Saison auch erstklassig spielen.

Die Absteiger der Bundesliga Saison 2017/18

Einer der beiden Fixabsteiger heißt Hamburger SV. Das Gründungsmitglied der Bundesliga steigt zum ersten Mal in der Geschichte überhaupt in die zweite Liga ab. Nach einer in allen Richtungen sich selbst zerfleischenden Saison mussten sich die Hanseaten trotz einer guten Endphase ihrem Schicksal beugen. Irgendwann musste es aber so kommen und in dieser Saison war das Unheil nicht mehr abzuwenden. Nicht weniger als fünf Trainer haben die Hamburger in den letzten drei Jahren verschlissen, drei alleine in dieser Spielzeit. Aus dem daraus entstehenden „Spielergulasch“ war kein Team mehr zu formen und womöglich tut den Rothosen eine bereinigende Zweitligasaison gut und sie kommen gestärkt wieder in die erste Bundesliga zurück. Allerdings bleibt abzuwarten, wie es rund um den HSV weitergeht, denn die Vorzeichen für einen sofortigen Wiederaufstieg stehen schlecht. Kein Geld, keine Spieler, keine Struktur. Es kann auch durchaus sein, dass der HSV im absoluten Niemandsland des deutschen Fußballs versinkt. Es wäre jedenfalls schade um die Hamburger und ihre Fankultur.

Anders sieht es beim 1. FC Köln aus. Die Domstädter wussten eigentlich schon zu Beginn des neuen Jahres, dass es sehr schwer wird, die Klasse zu halten. Eine furchtbare Hinrunde zwang die Vereinsverantwortlichen zum Handeln. Neben Geschäftsführer Jörg Schmadtke musste auch Trainer Peter Stöger seinen Hut nehmen. Auf Schmadtke folgte Armin Veh, auf Stöger Stefan Ruthenbeck. Während Veh vehement an einem zweitligatauglichen Kader arbeitet und fast alle Leistungsträger dazu brachte, beim Verein zu bleiben, wird Ruthenbeck in der kommenden Saison durch Ex- Trainer der Kieler Markus Anfang ersetzt. Er ist ein gebürtiger Kölner und trägt den „Effzeh“ im Herzen. Ob das reicht, um sofort wieder aufzusteige,n bleibt abzuwarten, eine schlagkräftige Truppe werden die Domstädter allemal stellen.

Somit ist die 55. Bundesligasaison vorbei, aber was war sonst noch neu? Zu Beginn der letzten Spielzeit wurde der mehr als umstrittene Videoassistent installiert. Eine mehr als fragwürdige Neuheit, die man in der Winterpause beinahe wieder abgeschafft hätte. Niemand kannte die Regeln und alle fühlten sich mindestens einmal vom Videobeweis benachteiligt. Was ist also der Unterschied zwischen Streitereien nach dem Spiel ohne und mit Videobeweis, fragte sich so manch ein Fußballexperte bei diversen Talks. Unterm Strich war man sich einig, dass man die ganze Sache noch einmal neu reformieren und überdenken muss, denn so wie der Videobeweis jetzt läuft, ist er reine Zeitverschwendung. Wer hat es nicht noch vor Augen, als Eintracht Frankfurt Profi Wolff die Rote Karte sah, vom Platz gestellt wurde und nach Betrachtung des Videobeweises vom Referee aus der Dusche zurückgeholt wurde und nur gelb sah. Oder als die Mainzer schon den Pausentee schlürften im Spiel gegen den SC Freiburg und der Schiedsrichter nach dem Anschauen des Beweises alle Akteure aufs Feld holte und sieben Minuten nach dem Pausenpfiff auf Elfmeter für die 05er entschied. Alles Lächerlichkeiten, die im Fußball eigentlich nichts zu suchen haben und seien wir uns ehrlich, es diskutiert sich am Stammtisch doch besser, ohne einen Videobeweis zu haben, der genauso wie die Schiedsrichter des Öfteren daneben lag.

Sei es wie es sei. Auch im Sommer bei der WM in Russland kommt der Videoassistent zum ersten Mal bei einem internationalen Turnier zum Einsatz. Das allerdings könnte spaßig werden, wenn Schiedsrichter aus Ländern, die noch nicht einmal wissen, dass es diese Technologie gibt, sich damit herumschlagen müssen.

1. Bundesliga Saison 2017/18 Teams und Prognosen

Abstieg bzw. Relegation

SC Freiburg

SC Freiburg
Glaubt man dem einen oder anderen Fußballexperten, so könnte für den Sportklub aus Freiburg eine enorm schwere Saison anstehen. Im vergangenen, ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg in Deutschlands höchste Spielklasse konnten die Streich-Mannen die Euphorie erfolgreich mitnehmen und spielten Woche für Woche groß auf. Am Ende wurde es der hervorragende siebte Tabellenplatz, der auf Grund des Pokalsieges von Borussia Dortmund sogar für das internationale Geschäft reichte.

Mit einem der geringsten Etats aller Vereine der Bundesliga und mit Sicherheit einem der schlechtesten Kader was die Breite des Kaders betrifft, schafften es die Freiburger mit sehr laufintensivem, giftigen Fußball so manch einem Top-Club das Leben schwer zu machen und kamen vor allem über den internen Zusammenhalt, auf den Trainer Guru Christian Streich so sehr baut, zu dem doch überraschenden Endergebnis in der Tabelle im vergangenen Jahr.

In der ersten von insgesamt drei Euro League Qualirunden konnten sich die Freiburger knapp im ersten Spiel gegen Domzale mit 1:0 durchsetzen und spielen am Donnerstag das Rückspiel. Zwar ist es den sympathischen Breisgauern zu wünschen, dass sie in die Euro League einziehen, aber erstens ist es bis dahin noch ein langer Weg und zweitens sind dann die Probleme vorprogrammiert.

Die Doppel-, bzw. Dreifachbelastung, mit dem DFB Pokal, bei dem der SC in der ersten Runde am 12.8.17 auf das machbare Los VfB Germania Halberstadt trifft, könnte dem ohnehin dünnen Kader teuer zu stehen kommen.

Denn wenn man bedenkt, dass mit Maximilian Philipp, der zu Borussia Dortmund und Vincenzo Grifo, der zu den Gladbacher Fohlen wechselte, zwei Topscorer und Leistungsträger der vergangenen Saison den Verein verlassen haben und im Gegenzug bisher noch nichts nennenswertes als Ersatz verpflichtet wurde, wird selbst ein Christian Streich einen Zauberer brauchen, um die Klasse halten zu können.

Selbst wenn der SC nicht in die Euro League einzieht, wird es eine Mammutaufgabe für den gesamten Verein in dieser Saison nicht abzusteigen, auch wenn viele dies vom Sportklub aus Freiburg vorher schon gesagt haben und sie danach alle zum Staunen brachten, wie in der letzten Saison.

Fazit: Für das sympathische, kleine Städtchen aus dem wärmsten Ort Deutschlands könnte es nach nur einem Jahr in der Bundesliga gleich wieder eng werden.

Zwar ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft gut, das Trainingslager im beschaulichen Schruns/Österreich war anstrengend und ging ohne weitere Probleme über die Bühne und auch die Testspielergebnisse passten bisher, jedoch blickt man alleine auf das kommende Programm bis zum Saisonstart am Sonntag den 20.8.17 im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt kann einem schwindelig werden.

Am Donnerstag geht es zum Rückspiel in der Euro League nach Slowenien gegen Domzale, am Sonntag gastiert der FC Turin im Schwarzwaldstadion zum letzten Test, am Samstag den 12.8.17 steht die erste Runde im DFB Pokal an. Sollten sie die Euro League Playoffs erreichen, müssen sie am 17.8.17 spielen und am Sonntag darauf der Bundesligastart gegen Eintracht Frankfurt. Macht unterm Strich fünf Spiele in 20 Tagen und die Saison hat noch gar nicht angefangen.

Prognose: Wenn alles gut läuft für den SC Freiburg, könnten sie den Relegationsplatz erreichen.

Zugänge: Bartosz Kapustka (Leicester City), Pascal Stenzel (BVB), Philipp Lienhart (R. M. Castilla), Tim Kleindienst (1. FC Heidenheim), Caleb Stanko (FC Vaduz), Jonas Meffert (KSC), Fabian Schleusener (FSV Frankfurt), Florian Kath (1. FC Magdeburg).

Abgänge: Maximilian Philipp (BVB), Vincenzo Grifo (Borussia Mönchengladbach), Falahen Amir (unbekannt), Marc Torrejon (1. FC Union Berlin), Jonas Föhrenbach (1. FC Magdeburg), Havard Nielsen (Fortuna Düsseldorf).

Mögliche Zugänge: Dario Lezcano (FC Ingolstadt)

Hannover 96

Hannover 96
Die Hannoveraner schafften in der vergangenen Saison den sofortigen Wiederaufstieg in Deutschlands höchste Spielklasse und beendeten die Spielzeit als Tabellenzweiter. Glaubt man diversen Medienberichten, war dies auch die einzige Möglichkeit um das Überleben des Vereins zu sichern.

Auch wenn das Ziel Wiederaufstieg mehr oder weniger souverän erreicht wurde, war es eine sehr holprige Saison in der die Niedersachsen gleich zwei Mal den Trainer tauschten und mit Horst Heldt einen neuen Sportdirektor installierten.

Auf den viel gepriesenen aber erfolglosen Thomas Schaaf folgte No Name Daniel Stendel, der seine Sache gut machte. Völlig aus dem Nichts musste er nach dem 25. Spieltag den Hut nehmen und das obwohl sein Team auf dem vierten Tabellenplatz stand. Mit lediglich drei Punkten Rückstand auf den zweiten Tabellenplatz, der für den direkten Wiederaufstieg gereicht hätte. Sei es wie es sei. Auf Stendel folgte Andre Breitenreiter, der mit Paderborn große Erfolge feiern durfte, aber danach bei Schalke 04 zum Rohrkrepierer mutierte.

Dennoch steht unter dem Aufstieg sein Name, auch wenn er vielleicht wieder nur ein weiteres Hirngespinst von Vereinspräsident Martin Kind bzw. Sportdirektor Horst Heldt gewesen ist.

Der vielumstrittene „Gönner“ der 96er Martin Kind, ist definitiv eher ein Problem als ein Segen für den Verein. Er gibt immer wieder seinen Senf dazu und so kann nie Ruhe in den Verein einkehren. Auch wenn er seit Jahren davon spricht, sich aus dem Verein zurückzuziehen, kann er es einfach nicht lassen und deshalb wird es Hannover in der kommenden Bundesligasaison sehr schwer haben.

Fleiß kann man den Hannoveranern nicht absprechen. Sie starteten mit Eintracht Frankfurt als erste in die Vorbereitung und absolvierten gleich zwei Trainingslager. Von den bisher neun Testspielen ging kein einziges verloren, wobei man sagen muss, dass bis auf Udinese Calcio eigentlich nur Kanonenfutter dabei war.

Was den Kader betrifft, können die Niedersachsen bisher vier Neuzugänge vermelden, die aber alle unter der Rubrik Auslaufmodelle eingeordnet werden müssen. Des Weiteren sind sie auf der Suche nach einem Stürmer und sollte es ihnen nicht gelingen einen Knipser zu verpflichten, wird neben Martin Kind das Tore schiessen ein großes Problem, sollten sie die Klasse halten wollen.

Fazit: Neben einem auf Krawall gebürsteten Präsidenten und einem äußerst dünn besetzten Kader ohne echten Sturmtank, kommen noch viele weitere Fragezeichen auf die Niedersachsen zu, die es am Ende schier unmöglich machen werden, den Klassenerhalt zu schaffen.

Prognose: Maximal Platz 17, gleichbedeutend mit dem direkten Wiederabstieg nach dem direkten Wiederaufstieg.

Zugänge: Julian Korb (Borussia Mönchengladbach), Pirmin Schwegler (TSG 1899 Hoffenheim), Michael Esser (SV Darmstadt 98), Matthias Ostrzolek (Hamburger SV).

Abgänge: Artur Sobiech (SV Darmstadt 98), Elias Huth (Rot-Weiß-Erfurt), Timo Königsmann (unbekannt), Tim Drießen (unbekannt), Stefan Strandberg (FK Krasnodar).

Mögliche Zugänge: Anthony Ujah (Liaoning Whowin), Di Santo (FC Schalke 04).

1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05
Die 05er haben eine äusserst schwere Saison hinter sich mit vielen Auf und Abs. Auf der einen Seite konnten sie in der Euro League für Furore sorgen und verpassten das Ziel K. O. Phase nur knapp und auf der anderen Seite konnten sie in der Bundesliga nie wirklich überzeugen und schafften es am Ende mit einem Herzschlagfinale die Klasse zu halten. Lediglich das knapp bessere Torverhältnis bescherte ihnen den 15. Tabellenplatz, punktgleich mit dem VfL Wolfsburg, die in die Relegation mussten.

Der vielgescholtene Schweizer Trainer Martin Schmidt, der eigentlich die ganze Saison kurz vor dem Rausschmiss stand, musste trotz Klassenerhalt aber mangelnder Entwicklung der Mannschaft gleich nach der Saison dann doch seinen Hut nehmen. Auf ihn folgt das unbeschriebene Blatt Sandro Schwarz, der wie auch sein Vorgänger Schmidt bisher Trainer der U23 von den Rheinhessen war.

Eben dieser junge, neue Trainer könnte zu einem Stolperstein für die Mainzer werden, denn das Bundesligageschäft ist kein Honiglecken und es bleibt abzuwarten, wie die Profis im Verein ihn annehmen und ob er in Ruhe arbeiten wird können.

Des Weiteren wird der Abgang von Sturmtank und Leistungsträger Jhon Cordoba kaum zu ersetzen sein. Der Laufstarke Mittelstürmer, der nicht nur durch seine Tore und Vorlagen glänzte, war unter anderem auch noch sehr mannschaftsdienlich und wird den Rheinhessen an allen Ecken und Enden fehlen.

Die Bemühungen eine schlagfertige Truppe für die kommende Saison zusammenzustellen laufen auf Hochtouren. Blickt man jedoch auf die Namen bzw. die Vereine von denen die Spieler kommen, kommt einen gleich wieder der Oberflopp Bojan in den Sinn. Er war von Stoke City ausgeliehen und sollte einen Neuanfang bei den 05ern schaffen. Daraus wurde leider nichts und nach insgesamt 630 Einsatzminuten und lediglich einem Tor war der Spuk auch schon wieder vorbei. Der einzige Neuzugang, der den Mainzern wirklich helfen kann ist Tormann Rene Adler, wobei man bei ihm auch immer im Hinterkopf behalten muss, dass er in den letzten Jahren gefühlt mehr verletzt als fit war.

Die bisherige Testspielphase lief bis auf einen Ausrutscher gut, auch die beiden Trainingslager verliefen ohne Probleme. Dennoch werden es die Mainzer schwer haben in der verbleibenden Zeit die Mannschaft so einzustellen, damit sie am Ende konkurrenzfähig sind und eventuell doch die Klasse halten können.

Fazit: Die 05er befinden sich im absoluten Umbruch. Neuer Trainer, kaum ersetzbare Abgänge, viele Neuzugänge, die erst integriert werden müssen und eine vergangene Saison in der man mit jeder Menge Dusel gerade noch die Klasse halten konnte. Bleibt abzuwarten, ob sie dieses Kunststück in der kommenden Saison auch noch einmal schaffen.

Prognose: Mainz wird in diesem Jahr nicht nochmal so viel Glück haben und absteigen.

Zugänge: Abdou Diallo (AS Monaco), Viktor Fischer (FC Middlesbrough), Kenan Kodro (CA  Osasuna), Alexandru Maxim (VfB Stuttgart), Rene Adler (Hamburger SV), Jose Rodriguez (FC Malaga), Robin Zentner (Holstein Kiel).

Abgänge: Devante Parker (SKN St. Pölten), Jonas Lössl (Huddersfield Town), Niki Zimling (SönderjyskeE), Maximilian Beister (unbekannt), Jhon Cordoba (1. FC Köln), Besar Halimi (Bröndby IF), Andre Ramalho (Bayer 04 Leverkusen), Bojan (Stoke City), Pierre Bengtsson (FC Kopenhagen).

Der Kampf ums Überleben

Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt
Es scheint fast so, als würde sich die Frankfurter Eintracht jedes Jahr erneut in einen Umbruch stürzen. Zumindest wenn man einen genaueren Blick auf die bisher getätigten Transfers wirft, fällt einem sofort auf, dass viele Leistungsträger der vergangenen Saison in wichtigen Positionen den Verein verlassen haben und jede Menge frisches Blut in die Mannschaft geholt wurde.

Auch in der äußerst durchwachsenen vergangenen Saison hatte Trainer Kovac damit zu kämpfen, die vielen neuen Spieler in die Mannschaft zu integrieren und ihnen seinen Spielstil einzuimpfen. Die Herbstsaison beendeten sie überraschenderweise auf einem Europacup Platz, aber alles was nach Weihnachten mit den Hessen geschah, war einfach nur zum Vergessen, stellt man das Erreichen des DFB Pokalfinales aussen vor.

Zu viele verschiedene Charaktere aus vielen verschiedenen Ländern, die teilweise nicht fix verpflichtet wurden, sich in dem vergangenen Jahr jedoch zu Stammspielern entwickelt haben, mussten nun zu ihren Vereinen zurückkehren und hinterließen ein mächtiges Loch auf den verschiedensten Positionen. Für Trainer Nico Kovac heisst es jetzt so rasch als möglich diese Löcher zu stopfen und eine schlagfertige Truppe zusammenzustellen. Dies könnte ein Wettlauf mit der Zeit werden. Wahrscheinlich waren die Frankfurter deshalb die ersten, die den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen haben.

Nach einigen Einheiten auf heimischem Boden reiste die Truppe in Sachen PR nach Amerika und legte ein weiteres Trainingslager in Südtirol ein. Laut den Vereinsverantwortlichen sei die Stimmung gut und man sei mindestens einen Schritt weiter als letzte Saison.

Nun geht es für das Trainerteam um den taktischen Feinschliff. In dieser Woche stehen noch zwei Testspiele an. Unter anderem das Stadtderby gegen FSV Frankfurt zum Anlass der Saisoneröffnung, bevor es nächste Woche im DFB Pokal gegen die TuS Erndtebrück geht. Das erste Bundesligaspiel wird kein leichter Auftritt. Die Mannen um Trainer Kovac müssen nach Freiburg und dort ist es bekannterweise nie leicht etwas mitzunehmen.

Fazit: Integration muss bei der SGE mal wieder ganz groß geschrieben werden. Die erneut vielen neuen Spieler müssen sich erst zurecht finden und das System verinnerlichen.

Aus der vergangenen Saison werden sie gelernt und daraus die notwendigen Schlüsse gezogen haben. Die Stimmung innerhalb des Teams scheint gut zu sein, allerdings geben die bisherigen Testspielergebnisse dafür keinen Anlass.

Ebenfalls besorgnisserregend ist der Gesundheitszustand von Alex Meier, den die SGE in dieser Saison mehr denn je brauchen wird. Er laboriert an Borreliose und wird mit Antibiotika behandelt, soll aber laut Kovac Kapitän bleiben.

Alles in Allem könnte es eine sehr schwere Saison für die SGE werden, denn seien wir uns ehrlich, es müssen schon ganz viele Komponenten bei der Eintracht in nur ganz kurzer verbleibender Zeit zusammengeführt werden, um nicht eine negative Überraschung zu erleben.

Prognose: Gelingt es den Vereinsverantwortlichen die vielen neuen Spieler zu integrieren, werden sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben, aber mehr auch schon nicht.

Zugänge: Jetro Willems (PSV Eindhoven), Jonathan de Guzman (SSC Neapel), Daichi Kamada (Sagan Tosu FC), Luka Jovic (Benfica Lissabon), Jan Zimmermann (1860 München), Carlos Salcedo (Deportivo Guadalajara), Gelson Fernandes (Stade Rennes), Danny da Costa (Bayer 04 Leverkusen), Renat Dadashov (eigener Nachwuchs), Sebastien Haller (FC Utrecht).

Abgänge: Bastian Oczipka (FC Schalke 04), Nelson Mandela Mbouhom (unbekannt), Furkan Zorba (VfL Osnabrück), Heinz Lindner (Grasshopper Club Zürich), Jesus Vallejo (Real Madrid), Guillermo Varela (Manchester United), Michael Hector (FC Chelsea), Shani Tarashaj (FC Everton), Ante Rebic (AC Florenz), Haris Seferovic (Benfica Lissabon).

Hamburger SV

Hamburger SV
Es ist überraschend ruhig um den HSV in der Vorbereitungsperiode. Es scheint so, als könne Trainer Gisdol seine Mannen ohne medialen Stress auf die neue Saison einstellen, auch wenn von den diversen Fußballexperten immer mal wieder versucht wird, etwas Öl ins Feuer zu gießen.

Zuerst wurde die mangelnde Aktivität am Transfermarkt bekrittelt. Das Trainerteam meint immer noch, dass sie vorne zu viele Spieler haben und hinten zu wenig.

Danach, wie könnte es anders sein, kam das Thema Kühne wieder auf. Der Investor ist seit Jahren im Blickpunkt der Kritik, da er zu viel Mitspracherecht fordert im Gegenzug für seine Millionen. Aber auch hier hat Trainer Gisdol eine Lanze für den Gönner gebrochen und gemeint, dass Kühne ein wichtiges Gut für die Hanseaten sei. Und seien wir uns mal ehrlich, ohne den stinkreichen Investor würde nicht einmal noch die Stadionuhr übrig sein.

Auch die psychische Belastung wird noch eine Rolle spielen in den Köpfen so manch eines Profis, denn die vergangene Saison muss erst einmal verarbeitet werden. Wieder konnte sich der Bundesligadino in allerletzter Sekunde retten und die Klasse halten und diesmal sogar ohne Relegation.

Das harte elftägige Trainingslager in Längenfeld/Tirol wurde dazu verwendet, um der Mannschaft eine Woche vor dem DFB Pokal den taktischen Feinschliff zu verpassen. Die bisherigen Testspiele liefen aber alles andere als gut für die Hanseaten. Der letzte Test im Trainingslager gegen Antalyaspor ging mit 2:0 verloren. In den verbleibenden zwei Tests muss Gisdol sein Team so weit haben, um nicht im DFB Pokal ein blaues Wunder zu erleben, denn der VfL Osnabrück ist ein äusserst unangenehmer Gegner, den man erstmal schlagen muss.

In der Woche drauf geht es dann mit dem Heimspiel gegen den FC Augsburg los und auch die haben nicht zu verschenken und wollen auch aus dem Volksparkstadion etwas mitnehmen.

Fazit: Schaffen es die Hamburger noch den einen oder anderen überbezahlten Spieler von der Gehaltsliste zu bekommen und im Gegenzug noch mindestens einen konkurrenzfähigen Verteidiger zu verpflichten, könnte zumindest der Start in die Saison glücken.

Für den Rest der Saison gilt dasselbe wie schon in den vergangenen Jahren. Kämpfen bis zur letzten Sekunde, um nicht eines Tages doch aus der Bundesliga abzusteigen.

Prognose: Die Hanseaten werden es erneut schwer haben in dieser Saison und werden wieder bis zuletzt kämpfen müssen um den Klassenerhalt, aber erneut nicht absteigen.

Zugänge: Andre Hahn (Borussia Mönchengladbach), Bjarne Thoelke (Karlsruher SC), Julian Pollersbeck (1. FC Kaiserslautern), Sven Schipplock (SV Darmstadt 98), Batuhan Altintas (Kasimpasa Istanbul), Mohamed Gouaida (FC St. Gallen).

Abgänge: Nabil Bahoui (Grasshopper Club Zürich), Michael Gregoritsch (FC Augsburg), Dren Feka (FC Luzern),  Rene Adler (1. FSV Mainz 05), Ashton Götz (unbekannt), Johan Djourou (unbekannt), Matthias Ostrzolek (Hannover 96).

Mögliche Zugänge: Alvaro Gonzalez (FC Villerreal), German Pezzella (Real Betis).

SV Werder Bremen

SV Werder Bremen
Nach einer miserablen Herbstsaison der Hanseaten im vergangenen Jahr sorgten sie in der Rückrunde für Furore und belegten am Ende den hervorragenden achten Tabellenplatz. Trainer Nouri hatte bestimmt ein lachendes und ein weinendes Auge, denn mit etwas Glück wäre sogar noch das internationale Geschäft möglich gewesen. Aber wer weiß für was es gut ist, dass dies jetzt nicht der Fall ist. Die Saison für die Bremer wird so oder so schwer genug, da brauchen sie nicht auch noch die Doppelbelastung im Europäischen Bewerb.

In Sachen Transfers hat sich auch einiges bei den Bremern getan, zumindest was die Abgänge betrifft. Gnabry, Pizarro, Fritz, Grillitsch sind nur einige, die den Verein verlassen haben und das obwohl sie absolute Leistungsträger in der letzten Spielzeit waren.

Glaubt man diversen Medienberichten könnte es gut sein, dass Kapitän Junuzovic und Torjäger Kruse ebenfalls noch die Bremer verlassen. Dann könnte es zappenduster werden, denn mit einem Transferbudget von lächerlichen drei Millionen Euro könnten sie sich nichtmal die Schuhe von einem wertvollen Spieler leisten.

Am 2. Juli bat Trainer Nouri sein Team zum Vorbereitungsstart. Die bisherigen Testspiele gegen namhafte Gegner verliefen eher durchwachsen und man ist immer noch auf der Suche nach der perfekten Elf. Es steht noch ein Test gegen niemand geringeren als FC Valencia an, bevor es in der Woche drauf in der ersten Runde des DFB Pokals nach Würzburg geht. Man kann nur hoffen, dass sie aus den Fehlern der vergangenen Saison gelernt haben, denn da sind sie eben in dieser ersten Runde bereits ausgeschieden, da sie den damaligen Gegner Sportfreunde Lotte nicht ernst genommen haben.

Die Hanseaten absolvierten zwei Trainingslager, die laut Medienberichten sehr gut verlaufen sind und die Stimmung intern sei bestens.

Zum Bundesligastart können sich die Bremer gleich warm anziehen, denn da müssen sie zur TSG nach Hoffenheim, wo es gleich zum Wiedersehen mit Serge Gnabry kommt. Der Jungnationalspieler wechselte nach nur einem Jahr an der Weser zum großen FC Bayern und hat sich von den Münchnern nach Hoffenheim ausleihen lassen, um Spielpraxis zu sammeln.

Fazit: Viele namhafte Abgänge und kaum gute neue Spieler weisen auf eine harte Saison für den SV Werder Bremen hin. Sollten auch noch Kruse und Junuzovic den Verein verlassen, könnte es sogar ganz dick kommen. Jedoch scheinen die beiden Leistungsträger nach jetzigem Stand dem Verein erhalten bleiben. Nichts desto trotz wird es ein Kampf bis zum Ende, aber dennoch sollten sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

Prognose: Trainer Nouri wird alle Hände voll zu tun haben mit dem ihm zur Verfügung stehendem Material und wird sich am Ende zwischen Platz 11 und 15 wieder finden.

Zugänge: Yuning Zhang (West Bromwich Albion), Jiri Pavlenka (Slavia Prag), Levent Aycicek (1860 München), Thanos Petsos (FC Fulham), Jerome Gondorf (SV Darmstadt 98), Lennart Thy (FC St. Pauli), Ludwig Augustinsson (FC Kopenhagen).

Abgänge: Melvyn Lorenzen (ADO den Haag), Claudio Pizarro (unbekannt), Felix Wiedwald (Leeds United), Santiago Garcia (Deportivo Toluca), Raphael Wolf (Fortuna Düsseldorf), Serge Gnabry (FC Bayern München), Clemens Fritz (Karriereende), Florian Grillitsch (TSG 1899 Hoffenheim).

Niemandsland

Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen
Nach der total verkorksten vergangenen Saison startet die Werkself einen neuen Angriff auf ganz oben, glaubt man den Aussagen von Sportdirektor Rudi Völler. Zwar nannte Völler mehrere Gründe dafür, wie das ganze zu Stande kommen soll aber wie genau das gehen soll, dass Bayer sein Ziel erreicht und wieder im Europapokal spielen soll, steht anscheinend auf einem anderen Blatt Papier.

Der neue Trainer, Heiko Herrlich, ist nicht zu beneiden. Zwar kommt er total unbelastet von allem zum Verein und hat in Wahrheit nach dem letzten Trainer, Tayfun Korkut, der nun wahrlich absolut keinen Erfolg gehabt hat, nichts zu verlieren, denn schlechter kann man seinen Job nicht machen. Dennoch, betrachtet man die namhaften Abgänge wie Toprak, Chicharito oder Calhanoglu, um nur einige zu nennen, könnte es ziemlich schwer werden für solche Stars gleichwertigen Ersatz zu finden.

Laut Völler soll es anscheinend auch viel unangenehmer werden gegen Leverkusen zu spielen, weil man mit der Verpflichtung von Sven Bender die Zwillinge vereint hat und ein Tah wieder fit ist. Aber seien wir uns ehrlich, nur weil mindestens einer der Benders nach einer Platzwunde mit einem Turban spielt, heisst das noch lange nicht, dass sie die Elf von Neutrainer Herrlich führen können und ein Jonathan Tha wird auch noch seine Zeit brauchen, um wieder 100% fit zu sein.

Der einzige wirkliche Grund warum die Werkself eventuell vorne angreifen könnte ist, dass sie nicht im Europapokal spielen und sich voll auf die Meisterschaft konzentrieren können.

Wirft man einen Blick auf die bisherigen sieben Testspielergebnisse, könnte Heiko Herrlich angst und bange werden. Denn bis auf das erste Spiel gegen das Kanonenfutter VfB Speldorf, als man locker mit 6:0 gewinnen konnte, gingen drei weitere verloren und in den restlichen drei Spielen war nicht mehr als ein Punkt drinnen. Viel Arbeit also bis zum kommenden Wochenende, wenn Bayer im DFB Pokal zum schweren Auswärtsmatch beim Karlsruher SC reisen muss. Und der Saisonauftakt in der Allianz Arena gegen Bayern München eine Woche später, wird bestimmt auch kein Honiglecken.

Das Trainingslager in Zell am See konnte sich sehen lassen und der Trainer war mit der Arbeit der Profis sowie der Stimmung in der Mannschaft sehr zufrieden. Das Mannschaftsgefüge müsse laut ihm wieder besser werden, denn das ging in der letzten Saison etwas verloren.

Fazit: Der Umbruch bei Bayer 04 Leverkusen ist nicht zu übersehen. Der neue Trainer, der bisher noch nie eine Bundesligamannschaft trainiert hat, aber in den letzten beiden Saisonen Jahn Regensburg in die zweite Bundesliga führte, wird es nicht leicht haben.

Mangelndes Spielermaterial, vor allem was den Angriff betrifft und die vielen namhaften Abgänge machen seine Arbeit auch nicht gerade leichter. Sollten sie nach dem Abgang von Chicharito und Calhanoglu nicht schleunigst Ersatz finden, könnte der Saisonstart gründlich in die Hose gehen.

Auch die rekonvaleszenten Spieler werden noch eine Zeit brauchen bis sie wieder fit sind und selbst dann haben sie nicht das Niveau das Bayer brauchen würde ,um seine Ziele zu verwirklichen.

Prognose: Die Bender Zwillinge alleine werden Bayer nicht dazu verhelfen nächstes Jahr wieder im Europapokal zu spielen. Eine erneut schwere Saison steht ihnen bevor, in der am Ende nicht mehr drinnen sein wird, als das Niemandsland.

Zugänge: Sven Bender (Borussia Dortmund), Marlon Frey (1. FC Kaiserslautern), Andre Ramalho (1. FSV Mainz), Marc Brasnic (Fortuna Köln), Dominik Kohr (FC Augsburg).

Abgänge: Tim Handwerker (1. FC Köln), Chicharito (West Ham United), Hakan Calhanoglu (AC Milan), Kyriakos Papadopulos (Hamburger SV), Patrik Dzalto (Jahn Regensburg), Danny da Costa (Eintracht Frankfurt), Roberto Hilbert (unbekannt), Ömer Toprak (Borussia Dortmund).

VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg
Die Wölfe konnten in der völlig missratenen vergangenen Saison gerade noch den Kopf aus der Schlinge ziehen. Zwei Relegationsspiele wurden jeweils knapp und teilweise durch umstrittene Schiedsrichterentscheidungen mit 1:0 gewonnen und der Verbleib in Deutschlands höchster Spielklasse gesichert.

Doch was nun. Nach der durchaus erfolgreichen Ära unter Dieter Hecking, der aber nach ausbleibender Entwicklung der Mannschaft im Oktober vergangenen Jahres seinen Hut nehmen musste und dem kurzen aber erfolglosen Intermezzo von Valerien Ismael muss nun Andries Jonker den Karren aus dem Dreck ziehen und Ergebnisse liefern. Diese Aufgabe könnte eine schwere werden, denn unter den namhaften Abgängen wie Luiz Gustavo, Rodriguez oder aber auch Diego Begnalio verlassen nicht nur drei Leistungsträger den Verein, sondern auch Identifikationsfiguren von denen der VfL generell schon sehr wenig hatte.

Und mit einem Paul Verhaeg, der davon lebt gut Elfmeter schiessen zu können, aber längst über seinem Alterszenit spielt oder einem Ignacio Camacho, der wie jeder Spanier Eingewöhnungszeit braucht und bestimmt einen kulturellen Schock erlitten hat, wird nicht sofort helfen können. Dass der Umbruch unumgänglich ist und im Kader viel zu alte Spieler sind ist klar, aber die Wölfe werden noch ein wenig Geld in die Hand nehmen müssen, um eine konkurrenzfähige Mannschaft auf den Platz zu bekommen. Zumindest braucht sich der Vorstand keine Gedanken zu machen wegen einer möglichen Dreifachbelastung, denn von der waren sie in der letzten Saison meilenweit entfernt.

Wenigstens kann Trainer Jonker mit den bisherigen Leistungen in den Tests halbwegs zufrieden sein. Von den acht bisherigen Testspielen konnten fünf gewonnen werden, auch wenn dabei teilweise Mannschaften geschlagen wurden, wie der FC Rapperswil, die man nicht wirklich kennt. In dieser Woche steht noch ein Test am Programm, ehe es am Wochenende im DFB Pokal zum Regionalligist Eintracht Norderstedt geht. Am Wochenende darauf empfangen die Wölfe zum Bundesligaauftakt niemanden geringeren als Borussia Dortmund und von denen wurden sie in der vergangenen Saison bekanntlich ordentlich verprügelt.

In den beiden Trainingslagern in Bad Ragaz, wo zuerst an der Kondition geschuftet wurde und in Klosterpforte, wo man in Ruhe an der Taktik arbeiten konnte, ging alles gut und auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft war großartig.

Fazit: Ein Kader mit zu vielen zu alten Spielern, der in der Breite zumindest für diese Saison reichen könnte, da das internationale Geschäft wegfällt. Zu viele namhafte Abgänge und zu wenig Qualität, die in den Kader dazugekommen ist, sind nur einige der vielen Gründe, warum es für den Vfl in dieser Saison wieder besonders schwer werden könnte.

Prognose: Zwar sollten die Wölfe in der kommenden Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben, jedoch mehr wie das gesicherte Mittelfeld wird nicht drinnen sein.

Zugänge: Paul Verhaeg (FC Augsburg), Ignacio Camacho (FC Malaga), Kaylen Hinds (FC Arsenal), Felix Uduokhai (1860 München), Landry Dimata (KV Oostende), William (Internacional Porto Alegre), John Anthony Brooks (Hertha BSC Berlin).

Abgänge: Ismail Azzaoui (Willem II Tilburg), Luiz Gustavo (Olympique Marseille), Patrick Drewese (Würzburger Kickers), Francisco Rodriguez (FC Luzern), Hendrik Hansen (Würzburger Kickers), Amara Conde (Holstein Kiel), Philipp Wollscheid (Stoke City), Diego Benaglo (AS Monaco), Ashkan Dejagha (unbekannt), Borja Mayoral (Real Madrid), Jannes Horn (1. FC Köln), Ricardo Rodriguez (AC Mailand), Sebastian Stolze (Jahn Regensburg).

Mögliche Zugänge: Anthony Martial (Manchester United), Vieirinha (PAOK).

VfB Stuttgart

VfB Stuttgart
Die Stuttgarter schafften nach dem sportlichen Absturz in die zweite Liga den sofortigen Wiederaufstieg und krönten sich am Ende nach einer mehr oder weniger guten Saison mit dem Meistertitel. Dennoch hat es den Anschein, als wären die Schwaben einer der grössten Unbekannten in der kommenden Saison.

Sie haben nach der vergangenen Spielzeit mit ihrem Trainer Hannes Wolf zurecht verlängert und gehen somit mit einem der jüngsten Trainer in die Saison. Sein Team ist nicht gerade mit Stars gespickt, sondern es wird auf den Teamgeist und den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft gesetzt.

Auch am Transfermarkt waren sie bisher nur sehr dürftig unterwegs. Zwar konnten sie mit Holger Badstuber ein Sternchen verpflichten, aber jeder der sich ein bisschen für Fußball interessiert weiss, dass eben dieser Badstuber in den letzten Jahren mehr Zeit damit verbracht hat, sich nach einer Verletzung wieder fit zu machen, als auf dem Fussballplatz zu stehen. Auch Trainer Wolf plant nach eigenen Aussagen vorerst nicht mit ihm und es wird einige Zeit dauern bis Badstuber seinem neuen Team helfen kann.

Zumindest konnte der Stamm der Mannschaft gehalten werden und bis auf einige zweitklassige Spieler musste bislang niemand den Verein verlassen.

Die Testspielphase ist bereits abgeschlossen und von den sieben bestrittenen Spielen konnten lediglich zwei gewonnen werden und das nicht unbedingt gegen die besten Teams. Auch das erste Punktspiel im DFB Pokal am kommenden Wochenende bei Energie Cottbus ist kein Selbstläufer, denn die sind bekannter weise alles andere als leicht zu schlagen. Zum Saisonauftakt müssen die Schwaben gleich bei Hertha BSC Berlin antreten. Eine Auswärtsfahrt, die es ebenfalls in sich hat.

Beide Trainingslager in Grassau am Chiemsee und in Neustift im Stubaital verliefen positiv und es wurde an der Kondition und am taktischen Verhalten geschuftet.

Fazit: Ein sehr junger Trainer, kaum Stars und ein unruhiges Umfeld sind nur einige der Probleme der Stuttgarter. Die Euphorie wird ihnen am Beginn der Saison vielleicht noch helfen, aber danach könnten sie mit dem ohnehin sehr kleinen Kader Probleme bekommen.

Prognose: Ein Platz im gesicherten Mittelfeld ist für die Schwaben drin, nicht mehr und nicht weniger.

Zugänge: Holger Badstuber (FC Schalke 04), Ailton (GD Estoril Praia), Ron-Robert Zieler (Leicester City), Dzenis Burnic (Borussia Dortmund), Chadrac Akolo (FC Sion), Anastasios Donis (Juventus Turin), Orel Mangala (RSC Anderlecht).

Abgänge: Borys Tashchy (MSV Duisburg), Alexandru Maxim (1. FSV Mainz 05), Marvin Wanitzek (Karlsruher SC), Toni Sunjic (Dynamo Moaskau), Benjamin Uphoff (Karlsruher SC), Florian Klein (unbekannt).

Der Kampf um Europa

FC Augsburg

FC Augsburg
Die Fuggerstädter mussten sich in der vergangenen Saison mit Platz 13 zufrieden geben und das obwohl es in der Rückrunde nicht mehr allzu gut stand, um die Mannen von Trainer Baum. Aber sie haben bis zum Schluss die Nerven bewahrt und konnten aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen.

Teilweise spielten die Augsburger groß auf und blickt man auf die Transfers, so hat sich kein anderes Team punktuell so gut verstärkt. Gregoritsch und Heller werden dem FCA bestimmt in Sachen Torerfolg weiterhelfen und das Offensivspiel ankurbeln. Und auch wenn Kapitän Verhaegh den Verein in Richtung Wolfsburg verlassen hat, sollten sie dem ohnehin zu alten Spieler nicht nachtrauern. Der Kader ist laut Sportdirektor Reuter immer noch zu groß  und es kann sein, dass noch der eine oder andere Spieler den Verein verlassen muss.

Immer auf der Suche nach neuen Trainingsmethoden hat Coach Baum auch in der Vorbereitung wieder etwas getan, was es so noch nicht gegeben hat. Er ließ die komplette Mannschaft in Altersgruppen einteilen, weil er der Meinung ist, ein jüngerer Spieler kann nicht so belastet werden wie ein älterer.

Die Vorbereitungsspiele haben die Augsburger mehr oder weniger positiv über die Runden gebracht. Von den acht Tests konnten sie vier gewinnen und müssen am kommenden Wochenende im ersten Punktspiel im DFB Pokal erstmal richtig beweisen, was in ihnen steckt. Zwar sollte der 1. FC Magdeburg kein gröberes Problem darstellen, aber der Pokal hat bekanntlich eigene Gesetze. Zum Ligaauftakt wollen die Mannen um Trainer Baum beim HSV ihr Auftakttrauma überwinden und im Volksparkstadion voll punkten.

Das zehntägige Trainingslager in Südtirol verlief bis auf die Anreise ohne weitere Komplikationen und der gesamte Verein war mit Gegebenheiten vor Ort und der Leistung des Teams mehr als zufrieden.

Fazit: Die Fuggerstädter haben sich punktuell von allen Teams am besten verstärkt und den Großteil des Kaders halten können. Sollten die neuen Spieler ihre PS sofort auf den Rasen bringen können, könnten die Mannen um Trainer Baum in der kommenden Saison eine der Überraschungen werden.

Prognose: Natürlich muss alles für den FCA zusammenpassen, aber wenn alles gut geht, könnten sie eine der Überraschungen werden in der kommenden Saison und am internationalen Geschäft schnuppern.

Zugänge: Sergio Cordova (Caracas FC), Michael Gregoritsch (Hamburger SV), Marcel Heller (SV Darmstadt 98), Fabian Giefer (FC Schalke 04), Rani Khedira (RB Leipzig), Erik Thommy (Jahn Regensburg), Daniel Opare (RC Lens), Shawn Parker (1. FC Nürnberg).

Abgänge: Paul Verhaegh (VfL Wolfsburg), Halil Altintop (Slavia Prag), Markus Feulner (FC Augsburg II), Marco Schuster (Waldhof Mannheim), Dominik Kohr (Bayer 04 Leverkusen), Albian Ajeti (FC St. Gallen).

Mögliche Zugänge: Florian Klein (VfB Stuttgart)

1. FC Köln

1. FC Köln
Man kann durchaus sagen, dass Peter Stöger der Vater des Erfolgs bei den Geißböcken ist. In seiner ersten Saison führte er die Kölner zurück in die Bundesliga, schaffte danach den Klassenerhalt und wurde in der darauffolgenden Saison hervorragender Neunter. Aber was er und sein Team in der vergangenen Saison schaffte, schlägt dem Fass den Boden aus. Sie beendeten die Saison als fünfter und qualifizierten sich erstmals seit 25 Jahren wieder für den europäischen Bewerb, die Euro League. Klar, dass Coach Stöger, der auch von Vereinen wie Borussia Dortmund umworben wurde, den Verein nicht verlassen durfte und im Gegenzug mit einem Vertrag bis 2020 ausgestattet wurde.

Viel wichtiger als der sportliche Erfolg ist die Ruhe, die rund um den Effzeh eingekehrt ist. In einem medial sehr schweren Umfeld hat es Peter Stöger mit seinem österreichischen Schmäh geschafft, dass alle im Verein an einem Strang ziehen und somit sich kontinuierlich verbessern konnten.

Nach dem Ekelabgang von Toptorjäger Anthony Modeste, der mit seinen Toren maßgeblich am Erfolg des vergangenen Jahres beteiligt war, ging zwar ein absoluter Leistungsträger und Publikumsliebling, jedoch ist die Vereinskasse zum bersten voll und mit Jhon Cordoba ist auch bereits ein adäquater Ersatz verpflichtet worden, mit dem die Geißböcke bestimmt viel Spaß haben werden.

Ansonsten haben sich die Mannen um Peter Stöger nur punktuell und in der Breite verstärkt und den Stamm halten können.

Mit sechs Testspielen haben die Kölner mit am wenigsten bestritten und wie es so ihre Art ist, haben sie gleich fünf Mal unentschieden gespielt. Beide Trainingslager bestritten die Kölner in Österreich und konnten sich bei herrlichem Wetter und top Bedingungen auf die schwere Saison mit der Dreifachbelastung vorbereiten.

Am Wochenende müssen sie im ersten Punktspiel im DFB Pokal beim Leher TS ran, welcher nicht wirklich eine Gefahr darstellen sollte, ehe es am Wochenende darauf in der Bundesliga losgeht. Und das gleich mit einem Derby in Gladbach.

Fazit: Es wird keine einfache Aufgabe für die Kölner nach den Erfolgen der vergangenen Jahre noch einen darauf zu setzen. Allerdings ist der Stamm der Mannschaft schon sehr lange zusammen, jeder kennt jeden fast auswendig und auch der Kader sollte groß genug sein, um in allen drei Bewerben bestehen zu können und vielleicht die Sensation zu schaffen, sich erneut für die internationalen Plätze zu qualifizieren.

Prognose: Keine leichte Aufgabe sich erneut für das internationale Geschäft zu qualifizieren, aber die Kölner werden erneut ihre tolle letzte Saison nochmal topen.

Zugänge: Tim Hsandwerker (Bayer 04 Leverkusen), Jorge Mere (Sporting Gijon), Joao Queiros (Sporting Braga II), Jhon Cordoba (1. FSV Mainz 05), Jannes Horn (VfL Wolfsburg),

Abgänge: Anthony Modeste (Tianjin Quanjian), Neven Subotic (Borussia Dortmund), Marcel Hartel (1 FC Union Berlin).

FC Schalke 04

FC Schalke 04
Wieder einmal alles neu bei Schalke. Nach der Ära Markus Weinzierl, der die vergangenen Saison mit fünf Niederlagen in Folge begonnen hat und danach nie wieder mit seinem Team in die Spur fand, verpflichteten die Knappen nun ein völlig unbeschriebenes Blatt als Trainer. Domenico Tedesco heisst der neue starke Mann am Ruder und er hat bis auf ein paar Zweitligaspiele als Trainer des Erzgebirge Aue nicht wirklich etwas vorzuweisen. Dennoch macht es den Anschein, als würden ihm alle im gesamten Verein vertrauen. Man kann ihm nur wünschen, dass es in dem medial sehr schweren Umfeld auf Schalke auch so bleibt, denn bei den Königsblauen braucht es nicht viel und man ist sofort wieder weg vom Fenster.

Des Weiteren konnte Manager Heidel endlich einige von den überbezahlten zweitklassigen Profis wie Auslaufmodell Huntelaar oder Aogo von der Gehaltsliste streichen und den Kader etwas verkleinern und gleichzeitig verjüngen.

Bis auf ein paar Kleinigkeiten wie das Auftreten von Avdijaj, der zum Abflug ins Trainingslager zu spät kam, hörte man nichts Negatives und es konnte in Ruhe gearbeitet werden. Was Avdijaj angeht, so wird gemunkelt, dass er sich einen neuen Verein suchen kann und für das zu spät Kommen wurde er vom neuen Trainer nicht etwa mit einer Geldstrafe belegt, sondern er musste einige Stunden im Fanshop arbeiten und Autogramme schreiben.

Die Testspielserie von sieben Spielen lief aus Sicht der Knappen sehr gut. Kein einziges Spiel ging verloren und lediglich zwei Mal spielte man unentschieden und das bei Kalibern wie Inter Mailand oder Crystal Palace.

Am Wochenende müssen die Königsblauen im DFB Pokal bei BFC Dynamo ran und sollten locker über die erste Runde kommen, ehe es am Wochenende darauf zum Bundesligastart in der Veltins Arena zum Aufeinandertreffen mit RB Leipzig kommt.

Die Asien Reise sowie das Trainingslager in Mittersill in Österreich hätten besser nicht laufen können.

Fazit: Ein junger hungriger Trainer, der es schaffen könnte die Schalker wieder dahin zu bringen wo sie hingehören, nämlich in die oberen Regionen der Tabelle. Ein Goretzka in Hochform, dazu einen wieder fitten Embolo und ein paar gestandene Spieler wie Weltmeister Höwedes oder Naldo klingen vielversprechend und könnten das Zeug haben, auf Schalke wieder etwas entstehen zu lassen.

Prognose: Die Schalker werden nicht noch so eine grausame Saison erleben und sich vorne festsetzen. Ob es für ganz oben reicht bleibt abzuwarten.

Zugänge: Michael Langer (IFK Norrköping), Bastian Oczipka (Eintracht Frankfurt), Amine HArit (FC Nantes), Pablo Inusa (Deportivo la Coruna), Fabian Reese (Karlsuher SC), Sidney Sam (SV Darmstadt 98).

Abgänge: Eric Maxim Choupo-Moting (Stoke City), Holger Badstuber (VfB Stuttgart), Fabian Giefer (FC Augsburg), Sead Kolasinac (FC Arsenal), Abdul Rahman Baba (FC Chelsea), Klaas Jan Huntelaar (Ajax Amsterdam), Timon Wellenreuther (Willem II Tilburg), Sascha Riether (unbekannt), Dennis Aogo (unbekannt), Phil Neumann (FC Ingolstadt 04).

Unsere Bundesliga Tipps sind dein Geheimvorteil

Mit den Bundesliga Tipps, die wir euch hier immer topaktuell bereitstellen, habt ihr einen guten Überblick über die Spiele, auf die es sich am jeweiligen Spieltag zu setzen lohnt. Mit den Prognosen unserer Experten bist du anderen stets einen Schritt voraus!

Vor und während der Saison haben wir hier Vorberichte wie mögliche Titel- bzw. Abstiegskandidaten, Teams mit Überraschungspotential und werden natürlich auch im Laufe der Saison auf verschiedene wichtige Trends und Entwicklungen eingehen.

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