Unter dem Motto „Lonzo Wednesday“ kündigte der amerikanische Sportsender ESPN, das Spiel der vielleicht größten Franchises der NBA an. So empfangen die Boston Celtics am heutigen Mittwoch die Los Angeles Lakers, zu einem Duell, das im Vorfeld eine Menge Diskussionsstoff bereithält. Dabei steht vor allem Lakers-Rookie Lonzo Ball im Blickpunkt, trifft er heute nicht nur auf den 3. Pick des Drafts, Jayson Tatum, sondern auch auf Kyrie Irving, einen der besten Guards der Liga.

Den Celtics wird der Hype der Medien jedoch egal sein, wollen sie keine 1-gegen-1 Matchups gewinnen, sondern lieber den Sieg in diesem Spiel einfahren. Dabei sind die Voraussetzungen wirklich gut. Zwar fehlt der verletzte Gordon Hayward, doch Marcus Morris sollte wieder dabei sein, sodass es nur einen Ausfall gibt.

Doch neben der entspannten Personalsituation sollte vor allem die Formkurve Mut machen. Nachdem sie zum Saisonstart nämlich ihre ersten beiden Spiele verloren, folgten zuletzt neun Siege in Serie, darunter Erfolge gegen Spurs, Thunder oder die gut aufgelegten Magic oder Bucks. Es läuft also rund in Boston, die sich vor allem über ausgezeichnete Defensive von Sieg zu Sieg kämpfen.

Diese Entwicklung ist beeindruckend, bedenkt man, welchen großen Schock die Mannschaft nach Haywards Verletzung wegstecken musste. Zudem setzte sich das Team fast komplett neu zusammen, denn Spieler wie Irving, Tatum, Theis oder Baynes gehörten in der vergangenen Saison bekanntermaßen nicht zum Kader und sind jetzt wichtiger Bestandteil der Rotation. In Boston läuft es rund und sie gehen als klarer Favorit in diese Partie.

Die Lakers werden sich allerdings nicht kampflos geschlagen geben und stehen mit fünf Siegen und fünf Niederlagen bisher auch ordentlich dar. Rookie Kyle Kuzma betonte zudem vor Kurzem, dass sie besser dastehen müssten, doch leider verschenkten die Lakers bereits einige Spiele oder konnte enge Partien nicht für sich entscheiden.

Dabei stehen in Los Angeles alle Zeichen auf Entwicklung der jungen Spieler, sodass es derzeit danach aussieht, als würde man sich im Einvernehmen von Luol Deng trennen, der kaum noch Spielzeit erhält. Auch die Handverletzung von Larry Nance wird daran kaum etwas ändern, obwohl er einige Wochen ausfallen wird. Kyle Kuzma rückte dafür in die Starting Five und konnte sein Team mit zwei Double Doubles zu Siegen verhelfen. Neben ihm konnten aber auch Brandon Ingram und Julius Randle phasenweise überzeugen, doch natürlich geht der Blick immer wieder auf den Top-Pick und neuen Motor der Lakers, Lonzo Ball.

Der neue Heilsbringer der Lakers hat allerdings noch ein paar Startschwierigkeiten. Während sein Einfluss auf dem Feld trotzdem spürbar ist und er mit 6,9 Assists, 6,4 Rebounds und 1,1 Steals gute Allrounderwerte für einen gerade 20-jährigen abliefert, hat er Probleme beim Abschluss. Nur 8,8 Punkte bei 29,9% aus dem Feld sind definitiv zu wenig und rufen bereits jetzt die ersten Kritiker hervor. Schlussendlich sind aber erst 10 Spiele gespielt und er konnte vereinzelt auch offensiv schon überzeugen.

Daher sind die Lakers insgesamt auch ein undankbar zu spielendes Team. Als junge Mannschaft, gehen sie mit viel Energie in die Spiele und Coach Walton konnte die defensive seiner Mannschaft festigen. Sollte Ball auch offensiv noch gefährlicher werden, könnte dies für seine Mannschaft einen weiteren Schritt in die richtige Richtung bedeuten.

Tipp: Boston Celtics

Die Statistiken sprechen für die Celtics, die zudem ihre Fans im Rücken haben. Doch die Lakers sind nicht zu unterschätzen und so wird das Team von Coach Brad Stevens konzentriert zu Werke gehen. Beim letzten Erfolg über die Hawks wurde es knapp, obwohl Atlanta zu den schwächsten Teams der Liga gehört. Den gleichen Fehler wollen die Celtics nicht erneut machen und so werden sie die Lakers nicht unterschätzen und sich mit einer konzentrierten Leistung den erwarteten Sieg sichern.

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Player to watch: Jayson Tatum

Mit Lonzo Ball, Ben Simmons, Lauri Markkanen oder auch Kyle Kuzma, Donovan Mitchell oder Dennis Smith Jr. gibt es eine Menge Rookies, die bisher zu überzeugen wussten. Sicherlich gehört jedoch auch Jayson Tatum dazu, der mit 14,3 Punkten der viertbeste Scorer ist und sich als Starter bei den Celtics sowohl offensiv, als auch defensiv behaupten konnte. Das Duell mit Kuzma wird sicherlich interessant, doch Tatum wird sich beweisen und seinen Schnitt mit 14 Punkten erreichen können.

 

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